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bookmark_borderVon 'schmückenden' Titeln

Authen­ti­zi­tät

»» .. Authen­ti­zi­tät ist nicht
danach zu streben
wie man glaubt sein zu müssen,
son­dern zu akzeptieren
wer man ist ..
««
[R.Donovan]

Auf einer lan­gen Auto­fahrt - so unge­fähr neun Stun­den mit Unterbrechung(-en) und ca. 740 Kilo­me­tern kommt ja so eini­ges an Gesprä­chen zusam­men. Die Gedan­ken schwei­fen und ab und zu haken sie sich an einem The­ma fest. Bei die­ser Fahrt ging es unter ande­rem um Tra­di­ti­on, Grund­be­sitz, Ver­pflich­tung aus Eigen­tum laut Grund­ge­setz und von der Umschich­tung in den Gesell­schaf­ten der ver­schie­de­nen Län­der im Lau­fe der Jahrhunderte.

In Deutsch­land war der Adel nicht nur Land­be­sit­zer, son­dern hat­te auch Ver­ant­wor­tung für alle Men­schen, die auf ihren Gütern leb­ten und arbei­te­ten, und zwar von der Wie­ge bis zur Bah­re und dar­über Hin­aus durch Unter­halt an Wit­wen und Wai­sen. Die­ser Land­be­sitz war sehr viel gerin­ger in Umfang und flä­chen­mä­ßi­ger Aus­deh­nung als die Kir­chen­be­sitz­tü­mer mit ihren Län­de­rei­en, Klö­stern und Wohn­raum in Städ­ten, zusam­men­ge­rafft unter ande­rem durch Hin­rich­tung von Men­schen mit Besitz, die man der Ket­ze­rei anklag­te und deren Hab und Gut man dann als 'Süh­ne' an die Kir­che einzog.

".. Der Pro­zess einer Nivel­lie­rung ade­li­ger Vor­rech­te setz­te bereits mit der Säku­la­ri­sa­ti­on von 18021803 in den frü­her geist­li­chen Staa­ten in West­fa­len ein, mit der Auf­he­bung der Land­ta­ge und land­stän­di­schen Ver­fas­sun­gen – und damit auch der Mit­be­stim­mungs­rech­te der Rit­ter­schaf­ten .." ist zu lesen, und das betrifft zwar zunächst West­fa­len, darf aber als gleich­sin­ni­ge Ent­wick­lung in den deut­schen Gebie­ten ange­se­hen werden.

Die Stim­mung gegen Kai­ser, König und Adel schlug zu Beginn des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts um:
Wo man sie noch bis Kriegs­be­ginn unter den mon­ar­chi­sti­schen Bür­gern hul­dig­te mach­te sich ins­be­son­de­re unter den ver­schie­de­nen Links­par­tei­en eine End­zeit­stim­mung breit, die als Sün­den­böcke bei­spiels­wei­se die schlech­te­sten, ver­rot­te­ten­sten und ver­ab­scheu­ungs­wür­dig­sten "Jun­cker" an den (vir­tu­el­len) Pran­ger stell­ten und dann - pars pro toto - die Abschaf­fung aller Pri­vi­le­gi­en, ja des Adels ins­ge­samt anstreb­te. Bis schließ­lich ".. die Wei­ma­rer Repu­blik .. 1919 den Adel kur­zer­hand (abschaff­te) .. Die deut­schen Län­der muss­ten ihre Geset­ze auf die neue Ver­fas­sung ein­stel­len; den Anfang mach­te Preu­ßen am 23. Juni 1920 .."

Soweit die Geschich­te in Kurzfassung
und war­um nun das Alles hier und jetzt?

Sie ken­nen sicher die Redens­art "Graf Koks von der Gas­an­stalt" womit man in der Umgangs­spra­che aus­drücken möch­te, dass sich eine Per­son auf­plu­stert und sich einen Titel aneig­net, der ihr nicht zusteht. Die­ser Titel ist aller­dings authen­tisch, weil er schon vor 1920 bestand.


Der Adel wur­de, wie wei­ter oben auf­ge­zeigt, mit Gesetz von 1920 der Wei­ma­rer Ver­fas­sung abge­schafft. Fort­an wur­den kei­ne neu­en Adels­ti­tel mehr ver­ge­ben .... des­we­gen rieb ich mir ver­wun­dert die Augen, als ich kürz­lich durch die Blogs zapp­te und mein Auge auf die fol­gen­de Unter­schrift unter meh­re­ren Arti­keln [Quel­le] stieß:
 


 Wer - so fra­ge ich, ver­gibt im Jah­re 2020 noch neue Adels­ti­tel? Und wo liegt - geo­gra­fisch - die­ses omi­nö­se "Koh­len­spott"? Für wel­che beson­de­re Lei­stung und von wem wur­de die­ser Titel ver­lie­hen?
 

 
Ver­wirr­te Grü­ße an alle hier Lesenden,
Ihr
WvS

bookmark_borderVon 'einprägsamen' Leitsätzen (aka 'Slogans')

Kurz, aus­sa­ge­kräf­tig, ein­präg­sam und daher leicht zu mer­ken, auf den Punkt, gereimt und syn­chron zum mar­schie­ren bei einer Demon­stra­ti­on - so sol­len die Paro­len, die moti­vie­ren­den und manch­mal die Geg­ner deklas­sie­ren­den Merk­sprü­che sein. Sind sie dazu noch per­si­flie­rend, von ätzen­der Schär­fe, iro­nisch oder sati­risch, so sind sie beson­ders 'gelun­gen', d.h. sie erfül­len den Zweck der Ent­lar­vung der geg­ne­ri­schen Schwächen.

Einen sol­chen Leit­satz fand ich kürz­lich bei einem der vie­len Streif­zü­ge durch das Inter­net - und weil er so vie­le der oben genann­ten Vor­aus­set­zun­gen erfüllt wäh­le ich die­sen Satz



Das "B" in
Quer­den­ken steht für "Bil­dung"
 

 
zum Leit­satz des Jah­res, der als Bei­spiel für die vie­len Sch****hausparolen der grö­len­den rech­ten Dumm­köp­fe steht, die nichts wirk­lich ver­ste­hen, kein Basis­wis­sen haben, aber immer sehr genau wis­sen was angeb­lich falsch und was rich­tig ist. 

Sieh auch:

(26.03.2019) Absur­di­tä­ten wohin man schaut ....
(18.08.2018) ➂ Wir leben in einer DEMOKRATIE. Echt jetzt ...?
(04.10.2017) Von denen, die über den Wol­ken schwe­ben:
      Nichts­ah­nend, denk­faul und 'gut bürgerlich' ....

(22.04.2016) Wäre ich ....
(14.11.2015) Kana­li­sie­rung des Zorns
(17.12.2014) Besen, Besen, seid's gewesen ...!
(16.02.2008) «Unter den Tala­ren der Muff von 1000 Jahren»
(10.05.2005) Demonstration .... 

bookmark_borderWarten auf Godot die 'overlords' ....
*update* [10.01.2021; 22:00h]

Sofern Sie sich wun­dern, war­um Donald J. Trump immer noch dar­an fest­hält eine zwei­te Amts­zeit zu bekom­men und Biden als Ver­lie­rer der Wahl 2020 darstellt:

Hier kommt nun - wie ich 'aus gewöhn­lich gut infor­mier­ten Krei­sen mit Zugang zum Wei­ssen Haus' in Erfah­rung brin­gen konn­te - die Erklä­rung auf die Sie gewar­tet haben. Weil Sie zu Recht den­ken, so bescheu­ert kann ja selbst die­ser Prä­si­den­ten­dar­stel­ler nicht sein, dass er nicht die kla­re Ent­schei­dung der Wäh­ler, 48 abge­lehn­te oder ein­ge­stell­te Pro­zes­se, zwei Ver­fah­ren in ober­sten Staats­ge­rich­ten und eine Abfuhr vom Supre­me Court als aus­rei­chen­den Beweis aner­kennt, die­se Wahl end­gül­tig ver­lo­ren zu haben .... 

Da den­ken Sie bit­te an die - so neben­bei in der Pres­se erwähn­te - Grün­dung einer sech­sten Ein­heit der Streit­kräf­te der USA, die "United Sta­tes Space Force (USSF)"

Nun fällt es Ihnen bestimmt wie Schup­pen von den Augen:

Trump hat die­se Mili­tär­ein­heit ein­ge­rich­tet, weil er sie als Pen­dant zu den von den Ali­ens geschick­ten Ein­hei­ten braucht. Er ist doch immer sehr auf Reprä­sen­ta­ti­on bedacht und .... dazu gehört nun 'mal eine schlag­kräf­ti­ge zackig auf­tre­ten­de Trup­pe. Die min­de­stens schön salu­tie­ren und Gewehr Strahl­waf­fe prä­sen­tie­ren kann. Wäh­rend er als geschick­ter Ver­hand­ler, "Art of the Deal" lässt grü­ßen, sicher­ge­stellt hat, dass wäh­rend der Para­de zu sei­ner Amts­ein­füh­rung am 20. Janu­ar 2021 die Ali­ens mit flie­gen­den Unter­tas­sen über Washing­ton ihre Anwe­sen­heit und mili­tä­ri­sche Über­le­gen­heit in der Luft zur Schau stellen.

End­lich wer­den Sie ver­ste­hen, war­um er stets in Kür­zeln spricht und kei­nen Satz nach den Regeln der Gram­ma­tik ausspricht:
Er ertappt sich immer wie­der dabei kurz davor zu sein aus­zu­po­sau­nen was bis Janu­ar noch abso­lut geheim blei­ben soll .... erste Maß­nah­me sei­ner neu­en Amts­zeit wird sein, end­gül­tig das United Sta­tes Space Com­mand als "Uni­fi­ed Com­ba­tant Com­mand" zu etablieren.

Was dann?
Danach fliegt Trump - dem es bei der zwei­ten Amts­zeit nur um das Sie­gen, nicht um das lästi­ge Regie­ren ging - zum Pla­ne­ten 'Wan­de­rer', wo er eine Zell­du­sche erhält, die ihn nie mehr älter wer­den lässt, schiebt Mela­nia nach Slo­we­ni­en ab und nimmt sich eine "I-like-them-on-the-younger-side"-Alienfrau.
Dann spielt er nur noch auf der Venus Golf, weil da die Bäl­le (hust,hust) bes­ser fliegen.

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Sie­he hierzu
Reti­red Israe­li gene­ral alleges hid­den ali­ens among us
Der Mensch ist nur 'bedingt' ein Raubtier ..?! 
→ Israe­li Ame­ri­can Har­vard pro­fes­sor - "Ali­ens visi­ted Earth in 2017"
→ Cana­di­an Mini­ster of Defen­se on "Galac­tic Fede­ra­ti­on" of Aliens

bookmark_borderOTTO Versand - jetzt wird's lustig

Zur Ein­stim­mung kopie­re ich hier den kom­plet­ten Schrift­wech­sel samt Anhän­gen. Aus­gangs­punkt war, dass unser Trock­ner den Umzug nicht über­stan­den hat­te und sich am neu­en Wohn­ort wei­ger­te sei­nen Dienst zu tun, bzw. so heiß wur­de, dass Dampf aus allen Rit­zen hervordrang.

Weil wir zuvor gute Erfah­rung mit Gerä­ten von OTTO gemacht hat­ten woll­te ich wie­der dort bestel­len. Doch zu mei­ner gro­ßen Ver­wun­de­rung sprang der Preis als ich zur Kas­se ging plötz­lich um 100,- €uro!
Den Bestell­vor­gang habe ich dar­auf hin abgebrochen.

Da ich nun mal so bin wie ich bin woll­te ich der Sache auf den Grund gehen und erfah­ren, was denn da von einer Sekun­de auf die ande­re pas­siert war und schrieb an den Kundendienst.
Da wur­de ich erst Mal ver­trö­stet, der alte Spruch " .. momen­tan hohes Mail­auf­kom­men und lei­der führt das zu War­te­zei­ten .. bla, bla, ..." das übli­che Geschwätz. So etwas neh­me ich schon gar nicht mehr ernst und es regt mich nicht auf.

Was dann aber folg­te war der Ham­mer .... aber lesen Sie selbst:
[Das erste Mail ist ganz unten in den Bil­dern, das jüng­ste Mail ganz oben.]

Nun bin ich sehr gespannt, was ich als Ant­wort von OTTO ins Post­fach bekomme.
Bericht folgt, sobald ich etwas von dort höre.

Sie­he hier­zu auch → Die nor­ma­ti­ve Kraft des Fak­ti­schen ¹ ²

bookmark_borderWissenschaftliche Fortentwicklung am Beispiel der Ausscheidungsfunktion bei Insekten

Heu­te, lie­be Lesen­de, möch­te ich Sie ein­mal an die Gren­zen des­sen füh­ren, was man als "Letz­ten Stand der wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis" bezeich­nen kann. Die­ses (bebil­der­te und daher recht über­sicht­li­che) Bei­spiel [Quel­le / aus: Tra­cing the evo­lu­tio­na­ry ori­g­ins of insect renal func­tion (PDF)] stellt meh­re­re Insek­ten­ar­ten gegen­über, bei denen mit einer neu ent­wickel­ten Metho­de spe­zi­fi­sche Neu­ro­trans­mit­ter unter­sucht wur­den. Neu­ro­trans­mit­ter sind che­mi­sche Sub­stan­zen, die eine Infor­ma­ti­on zwi­schen Zel­len über­tra­gen und zwar spe­zi­fisch, was bedeu­tet: Sie sind nur bei die­sem defi­nier­ten Pro­zess wirksam.

In der Arbeit die­ser Grup­pe von Wis­sen­schaft­lern wird her­aus­ge­stellt, wie sich die Aus­schei­dungs­funk­ti­on der ver­schie­de­nen Insek­ten­ar­ten unter­schei­det, wie sie im Lau­fe der Evo­lu­ti­on gewan­delt wur­de und von eini­gen Arten wie­der auf­ge­ge­ben ist. Es soll nicht auf Ein­zel­hei­ten näher ein­ge­gan­gen wer­den, son­dern ledig­lich gezeigt wer­den, wel­che Tie­fe in eini­gen Wis­sen­schafts­zwei­gen erreicht wur­de - die schie­re Fül­le der in den letz­ten Jahr­zehn­ten erforsch­ten Mecha­nis­men der beleb­ten Umwelt ist überwältigend.

Die­ses Bei­spiel bie­tet zugleich die Gele­gen­heit Ihnen zu erklä­ren wie sehr sich das Wis­sen in die­ser Zeit­span­ne ver­än­dert hat. Als ich 1970 mit dem Bio­lo­gie­stu­di­um begann gab es das Fach "Bio­che­mie" nur als Teil­ge­biet der Pflan­zen- und Tier­phy­sio­lo­gie. Erste Ansät­ze die Struk­tur der Erb­infor­ma­ti­on, und der von ihr gesteu­er­ten Stoff­wech­sel­pro­zes­se, ver­tieft zu beschrei­ben war zu die­ser Zeit ein Spe­zi­al­ge­biet, auf dem sich nur weni­ge Wis­sen­schaft­ler aus­kann­ten und eine noch klei­ne Zahl von ihnen aktiv For­schung betrieben. 

Wat­son und Crick hat­ten den Anstoß zu einer völ­lig neu­en For­schungs­rich­tung gege­ben, als sie 1953 die Struk­tur der Dop­pel­he­lix beschrie­ben, die alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen für den Auf­bau von leben­den Wesen auf unse­rem Pla­ne­ten beinhaltet.
Das war aller­dings zu mei­ner Stu­di­en­zeit (1970 -'77) noch nicht Gegen­stand der Aus­bil­dung von Biologen.

Um den Rie­sen­sprung vor­wärts bes­ser zu beschrei­ben möch­te ich eine Ana­lo­gie aus dem täg­li­chen Leben wäh­len und zu ver­deut­li­chen, wel­chen enor­men Fort­schritt die hier vor­ge­stell­te Unter­su­chung bedeutet:

Stel­len Sie sich die Signal­ge­bung der India­ner mit Rauch­zei­chen als Beginn der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie vor - und dann stel­len Sie dem die Tech­nik eines Mobil­te­le­fo­nes der neue­ren Gene­ra­ti­on gegen­über! Von einer Decke, die den Rauch in ein­zel­ne Wol­ken teil­te, zu Minia­tur­schalt­krei­sen, die aus so klei­nen Bau­ele­men­ten bestehen, dass man sie ohne tech­ni­sche Unter­stüt­zung nicht mehr erken­nen kann. 


Soll­ten Sie nun nach dem Nut­zen sol­cher Erkennt­nis­se fra­gen - eine oft gestell­te Fra­ge, weil For­schung natür­lich Geld kostet, und das muss irgend­wo­her kom­men - nur soviel:
Wenn man an nie­de­ren Tie­ren Erkennt­nis­se gewon­nen hat ver­fei­ner­te man so die Metho­den sol­che Ergeb­nis­se zu errei­chen. Das "Werk­zeug" um die­se For­schung zu betrei­ben wird also erprobt, und steht dann für Unter­su­chun­gen auch an höhe­ren Orga­nis­men zur Verfügung.

[Wobei ich noch anmer­ken will, dass es bei der For­schung stets zuerst um einen Erkennt­nis­ge­winn geht - die Fra­ge nach dem Nut­zen stel­len Men­schen, denen die Freu­de an rei­ner "Erkennt­nis", also letzt­lich dem Gewinn an Wis­sen, durch das kapi­ta­li­sti­sche System 'aberzo­gen' wor­den ist.]
 

 

 

Bild­text:[Phy­lo­ge­ne­tic dis­tri­bu­ti­on of the two-cell-type model for insect renal func­tion. Con­sen­sus insect phy­lo­ge­ny of the insect spe­ci­es used in our stu­dy with super­im­po­sed cha­rac­ter matrix. A full green cir­cle deno­tes apo­si­ti­ve, while a full red cir­cle indi­ca­tes a nega­ti­ve, for each cate­go­ry for each spe­ci­es. By con­trast, a half green or red cir­cle indi­ca­tes that, for at least one mem­ber of that insect group, a posi­ti­ve or nega­ti­ve has been expe­ri­men­tal­ly con­firm­ed. A grey cir­cle implies that data is not available. A colou­red tri­ang­le indi­ca­tes a key event in the evo­lu­ti­on of insect renal func­tion and control:
Green tri­ang­le, SCs aro­se; blue tri­ang­le, SCs adopted kinin signal­ling; pur­ple tri­ang­le, kinin-signal­ling secon­da­ry lost. The phy­lo­ge­ne­tic rela­ti­on­ships and error bars reflec­ting 95% con­fi­dence inter­vals of the esti­ma­ted diver­gence times for the bran­ching nodes were adopted from refs 32,46,63,64.]

Über­set­zung des *abstracts*:
Ver­fol­gung der evo­lu­tio­nä­ren Ursprün­ge der Nie­ren­funk­ti­on bei Insekten

Ken­neth A. Hal­berg 1,2, Selim Terhzaz 1, Pablo Cabre­ro 1, Shireen A. Davies 1 und Juli­an A.T. Dow 1

Das Wis­sen über Neu­ro­pep­tid­re­zep­tor­sy­ste­me ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Ver­ständ­nis­ses der Tierphysiologie.

Es ist jedoch pro­ble­ma­tisch, einen all­ge­mei­nen Ein­blick in die Neu­ro­pep­tid­si­gna­li­sie­rung in einer Grup­pe zu erhal­ten, die so bio­lo­gisch viel­fäl­tig ist wie die der Insek­ten. Hier wen­den wir fluo­res­zie­ren­de Ana­loga von drei wich­ti­gen Insek­ten-Neu­ro­pep­ti­den an, um die Archi­tek­tur des Nie­ren­ge­we­bes über syste­ma­tisch aus­ge­wähl­te Ver­tre­ter der wich­tig­sten Insek­ten­ord­nun­gen hin­weg abzu­bil­den und einen bei­spiel­lo­sen Über­blick über die Nie­ren­funk­ti­on und -kon­trol­le von Insek­ten zu erhalten.

Bei end­op­tery­go­ten Insek­ten wie Dro­so­phi­la emp­fan­gen zwei unter­schied­li­che trans­por­tie­ren­de Zell­ty­pen sepa­ra­te Neu­ro­pep­tid­si­gna­le, wäh­rend bei den ange­stamm­ten Exop­tery­go­ten ein ein­zel­ner all­ge­mei­ner Zell­typ alle Signa­le vermittelt.

Inter­es­san­ter­wei­se haben die Cole­op­te­ra (Käfer) der größ­ten Insek­ten­ord­nung einen ein­zig­ar­ti­gen Ansatz ent­wickelt, bei dem nur ein klei­ner Teil der Zel­len Zie­le für die Neu­ro­pep­tid­wir­kung sind. Unse­re Ergeb­nis­se zei­gen nicht nur einen uni­ver­sel­len Nut­zen die­ser Tech­no­lo­gie, son­dern zei­gen auch eine all­ge­mei­ne Signal­über­tra­gung durch die evo­lu­tio­när alten Neu­ro­pep­tid­fa­mi­li­en, sowie eine kla­re funk­tio­nel­le Tren­nung der Zell­ty­pen, die das Signal vermitteln.

Ori­gi­nal­text:
Tra­cing the evo­lu­tio­na­ry ori­g­ins of insect renal function

Ken­neth A. Hal­berg 1,2 , Selim Terhzaz 1 , Pablo Cabre­ro 1 , Shireen A. Davies 1 & Juli­an A.T. Dow 1

Know­ledge on neu­ro­pep­ti­de recep­tor systems is inte­gral to under­stan­ding ani­mal physiology.

Yet, obtai­ning gene­ral insight into neu­ro­pep­ti­de signal­ling in a cla­de as bio­di­ver­se as the insects is pro­ble­ma­tic. Here we app­ly fluo­re­s­cent ana­lo­gues of three key insect neu­ro­pep­ti­des to map renal tissue archi­tec­tu­re across syste­ma­ti­cal­ly cho­sen repre­sen­ta­ti­ves of the major insect Orders, to pro­vi­de an unpre­ce­den­ted over­view of insect renal func­tion and control.

In end­op­tery­go­te insects, such as Dro­so­phi­la, two distinct trans­port­ing cell types recei­ve sepa­ra­te neu­ro­pep­ti­de signals, whe­re­as in the ance­stral exop­tery­go­tes, a sin­gle, gene­ral cell type media­tes all signals. 

Intri­guin­gly, the lar­gest insect Order Cole­op­te­ra (beet­les) has evol­ved a uni­que approach, in which only a small frac­tion of cells are tar­gets for neu­ro­pep­ti­de action. In addi­ti­on to demon­st­ra­ting a uni­ver­sal uti­li­ty of this tech­no­lo­gy, our results reve­al not only a gene­ra­li­ty of signal­ling by the evo­lu­tio­na­ri­ly anci­ent neu­ro­pep­ti­de fami­lies but also a clear func­tion­al sepa­ra­ti­on of the types of cells that media­te the signal.


 

 

bookmark_borderNoch so ein Relikt ....

Man­che Gege­ben­hei­ten hal­ten sich, trotz allen Fort­schritts. Erstaun­li­cher­wei­se sogar ent­ge­gen einem all­ge­mei­nen Trend. Höch­stens ein wenig moder­ni­siert, aber im Grun­de nur mar­gi­nal, kom­men wie­der ande­re Din­ge des All­tags und Rege­lun­gen des Zusam­men­le­bens daher. So wird ein 'aktu­el­ler' Ein­druck ver­mit­telt wo doch im Grun­de noch 'anno Tobak' drinsteckt.

Ein sol­ches Bei­spiel ist die Bahn - da muss­te ich heu­te dar­an den­ken als ich auf dem Bahn­hof stand und mei­ne Frau abho­len woll­te. Ich ste­he ja anson­sten eher sel­ten auf einem Bahn­hof. Weil ich aber noch gut Zeit bis zur Ankunft ǵhat­te nutz­te ich die Gele­gen­heit und schau­te mich ein wenig um.

Beson­ders ins Auge fal­len ja die moder­nen Anzei­ge­ta­feln weil auf denen aktu­el­le Infor­ma­tio­nen lau­fen wenn es Ände­run­gen gibt. Das ist ganz hilf­reich, könn­te ich mir den­ken, wenn Ver­spä­tun­gen zu mel­den sind - dann kön­nen sich die Fahr­gä­ste aus­rech­nen, ob es noch zu ihren Anschluss­zü­gen reicht .... genau­so inter­es­sant dürf­te es sein wenn man die­se quä­ken­den Ansa­gen nicht ver­stan­den hat, die irgend­wie akzen­tu­ier­ter gespro­chen sein sollten. 

Der soge­nann­te "Wagen­stands­an­zei­ger" ist das, wor­an ich hän­gen­blieb und auf die­ses The­ma kam, denn eine Durch­sa­ge lautete: 

"Durch­sa­ge für Fahr­gä­ste der Ersten Klas­se des ICE 15xx Die Wagen der ersten Wagen­klas­se befin­den sich in Abän­de­rung der Wagen­stands­an­zei­ge heu­te am vor­de­ren Ende des Zuges."

Erste und zwei­te Wagen­klas­se. Das war das Stich­wort. Ich erin­ner­te mich mit mei­ner Groß­mutter von unse­rem Wohn­ort in den Kur­ort 'Bad Orb' gefah­ren zu sein, da war ich so unge­fähr fünf Jah­re alt, noch vor mei­ner Ein­schu­lung. Da gab es noch drei Wagen­klas­sen, wovon die III. Klas­se quer­ste­hen­de Holz­bän­ke hat­te, quer zur Fahrt­rich­tung. Das Abteil war abge­schlos­sen, man konn­te wäh­rend der Fahrt nicht von Abteil zu Abteil laufen.

Nach mei­nem Emp­fin­den gehört die Klas­si­fi­zie­rung abge­schafft und die Prei­se müs­sen ver­ein­heit­licht wer­den - das aller­dings nicht wie in den mei­sten Fäl­len nach oben, son­dern nach unten! Wenn es ernst gemeint ist mit der Absen­kung der schäd­li­chen Treib­haus­ga­se, so wird man an der guten Umwelt­bi­lanz der Bahn nicht vor­bei kom­men - und dafür sor­gen müs­sen, dass die­se Vari­an­te des Rei­sens popu­lä­rer wird als jede ande­re, kli­ma­schäd­li­che­re Fortbewegungsart.

 
PS
Mei­ne Abnei­gung gegen­über dem Herrn Pofalla hat sich durch die Lek­tü­re des "Bahn Blog"s noch ver­stärkt - dort habe ich näm­lich gele­sen, dass er es war, der die Nacht­zü­ge abge­schafft hat. Ich fin­de es immer wie­der ver­blüf­fend wie gera­de sol­che Pfei­fen unter den Poli­ti­kern die Trep­pe hin­auf beför­dert wer­den. So wie der Unsym­path Pofalla!

["click!" vergrößert]

 
Herrn Ronald Pofalla .... (12|2005)
Was mich - nach Wah­len - am mei­sten an Poli­ti­kern stört …. (06|2009)
#Pofallabe­en­det­Din­ge | 2014 (01|2014)
Vor­bil­der .... (05|2015)
Von *Haupt­stadt­flug­hä­fen* .... (10|2019)
Was geht pas­siert auch .... (02|2020)

 

bookmark_borderMan nennt es heute "Frue*er"™

"Frue*er"™ gab es Kin­der, die ohne jede elter­li­che Auf­sicht auf Trüm­mer­grund­stücken her­um tur­nen konn­ten. In ver­wil­der­ten Gär­ten mit ver­fal­le­nen Gar­ten­häu­sern Ver­steck spiel­ten. Deren Knie, Arme und alles sonst was aus der kur­zen Hose her­aus­schau­te, Krat­zer, Ris­se, Schrun­den auf­wie­sen, ohne dass man sie sofort in die Not­auf­nah­me schlepp­te. Wir muss­ten uns nicht Wochen vor unse­ren gemein­sa­men Streif­zü­gen durch die Umge­bung ver­ab­re­den, wir hat­ten kei­nen "Kin­der-Ter­min­ka­len­der".

Unse­re ein­zi­ge feste Regel war: "Wenn es dun­kel wird bist du zu Hause!"

Wir sind groß gewor­den. Wir haben ohne Auf­sicht über­lebt. Wir haben selbst aus­pro­biert, Phan­ta­sie wal­ten las­sen, uns etwas zuge­traut und es gemei­stert - und wenn nicht, unse­re Gren­zen erlebt und dar­aus gelernt. Waren das näch­ste Mal vor­sich­ti­ger. Unse­re Nase wur­de oft trotz obli­ga­to­risch mit­ge­führ­tem Taschen­tuch mit dem Ärmel abge­wischt. Na ja, nicht immer, aber meistens.

Wir haben Erwach­se­ne - egal wie wir ver­wandt­schaft­lich zu ihnen stan­den oder ob es Frem­de waren - als Auto­ri­tä­ten gese­hen. Was bestimmt nicht immer zutref­fend war, ja meist sogar falsch. Und trotz­dem ist weni­ger pas­siert, weil wir ein Gespür dafür ent­wickeln konn­ten wel­chen Frem­den gegen­über man lie­ber vor­sich­tig ist. Es wur­de uns nicht 'erklärt', wir haben es selbst gelernt.

Zur Schu­le wur­de man nicht mit dem Auto 'gebracht', man lief. Zu Fuß. Wenn man alt genug war durf­te man mit dem Fahr­rad zur Schu­le fah­ren. Ein Auto hat­ten die wenig­sten Fami­li­en. Ein­ge­kauft wur­de bei 'Tan­te Emma', im Vier­tel, neben­an, im Läd­chen. Mit Ein­kaufs­netz aus Baum­woll­schnur für den Trans­port. Pla­stik und all die Pro­ble­me damit waren noch völ­lig unbekannt.
Milch wur­de in einer gro­ßen Kan­ne selbst vom Bau­ern­hof geholt - und wenn man ganz über­mü­tig war pro­bier­te man als Kind die Kan­ne so her­um­zu­schleu­dern, dass kei­ne Milch her­aus­lau­fen konnte.

Wir haben gelernt höf­lich zu sein. "Dan­ke" und "Bit­te" zu sagen. Wer schon gebeugt lief, wei­ße Haa­re hat­te oder einen Geh­stock brauch­te war - wie Oma und Opa - mit beson­de­rer Auf­merk­sam­keit zu behan­deln. In öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, Bahn, Stra­ßen­bahn oder Bus stan­den wir Kin­der auf und lie­ßen die Alten sit­zen. Wir mach­ten ihnen auf dem Geh­weg Platz und frag­ten, ob wir das schwe­re Ein­kaufs­netz für sie tra­gen soll­ten, sogar dann, wenn es uns selbst ganz schön schwer wur­de. Die Alten hat­ten kei­ne Angst, dass wir mit ihren Sachen weg­lau­fen wür­den - und wir erwar­te­ten nicht jedes Mal eine Beloh­nung fürs Helfen.

Geges­sen wur­de min­de­stens ein­mal am Tag zusam­men - alle saßen zusam­men am Tisch. Mit vol­lem Mund wur­de nicht gespro­chen. Nicht geschlürft oder im Essen her­um­ge­matscht. Man nahm nur so viel auf den Tel­ler wie man essen konn­te - und ach­te­te dar­auf, dass Alle etwas abbe­kom­men wür­den. Es wur­de Sit­zen geblie­ben bis es hieß "Kin­der kön­nen jetzt auf­ste­hen!".

Wir hat­ten ein paar San­da­len im Som­mer und ein Paar geschlos­se­ne Schu­he im Win­ter - mit Schuh­band, zum Schnü­ren, und wir waren stolz wie Oskar, wenn wir gelernt hat­ten, end­lich ver­stan­den hat­ten wie der Kno­ten und die Schlei­fe gebun­den wer­den. Zwei oder drei Hem­den und Hosen, davon min­de­stens eine (kur­ze) Leder­ho­se waren unse­re kom­plet­te 'Gar­de­ro­be'. Nie­mand nann­te das *Mini­ma­lis­mus*, es war eine Not­wen­dig­keit, weil es nur wenig gab. Viel­leicht noch ein Turn­hemd, eine Turn­ho­se und Turn­schläpp­chen im Turn­beu­tel, wenn man bereits zur Schu­le ging, das war schon 'Luxus'.

Wenn man sich zu Hau­se über (den) Leh­rer beschwer­te wur­de nicht gleich ein Eltern­abend ver­langt. Man wur­de gefragt was man denn getan hät­te, um den Leh­rer zu ver­är­gern. Eltern rede­ten noch mit den Leh­rern, nicht abschät­zig über sie.

Unse­re Mut­ter war zu Hau­se. Oder arbei­te­te. Nie­mand mach­te aus dem einen oder ande­ren eine Welt­an­schau­ung. Kin­der, die einen Schlüs­sel zur Woh­nung an einer Schnur um den Hals tru­gen waren "Schlüs­sel­kin­der", was bedeu­te­te, dass bei­de Eltern arbei­te­ten weil es sonst knapp gewor­den wäre. Das unser Vater tags­über zur Arbeit weg war stör­te nicht. Er nahm sich abends und am Wochen­en­de Zeit mit uns etwas zu unter­neh­men, zu spie­len, zu toben. Er brauch­te dafür kei­ne Anlei­tung "Qua­li­ty time with your kid!" oder so ....

"Frue*er"™ waren die Men­schen noch soli­da­risch, man half dem Nach­barn anstatt ihn geflis­sent­lich im Haus­flur zu mei­den. Bis zu dem Tag an dem das Fern­se­hen ein­ge­führt wur­de rede­te man noch mit­ein­an­der wenn man Nach­barn und Fami­lie traf. Medi­en­kon­sum bestand aus *Radio hören*, man konn­te da so neben­bei noch Din­ge mit den Hän­den erle­di­gen und es hieß noch nicht "mul­ti-tas­king". Es gab kei­ne Aus­flüch­te wie "Da gibt es doch *ABC*, das will ich sehen, da kann ich nicht!"

"Frue*er"™ war bestimmt nicht "Alles" besser.
Aber schlech­ter war es auch nicht, nur "anders".
Einfacher.
Für Vie­le, die heu­te *über­for­dert*, vom *burn­out* über­wäl­tigt sind, wäre es damals bes­ser gewesen ....


Redi­gier­te Fas­sung; aus gege­be­nem Anlass!


bookmark_borderAn die eigene Nase fassen ....

Letz­tens las ich beim hpd:

.. Zum Ende des letz­ten Jah­res ist der Bevöl­ke­rungs­an­teil der kon­fes­si­ons­frei­en Men­schen auf 38,8 Pro­zent ange­stie­gen, der Anteil der Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten hin­ge­gen auf 27,1 bezie­hungs­wei­se 24,9 Pro­zent gesun­ken. Dies geht aus der heu­te ver­öf­fent­lich­ten Sta­ti­stik "Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­kei­ten 2019" der "For­schungs­grup­pe Welt­an­schau­un­gen in Deutsch­land" (fowid) her­vor. Erst­mals ent­hält das Daten­blatt auch eine Ana­ly­se der "geleb­ten Reli­gi­on", die auf­zeigt, dass nur 7,9 Pro­zent der in Deutsch­land leben­den Men­schen als "prak­ti­zie­ren­de Gläu­bi­ge" ein­zu­stu­fen sind .. 

Wie da noch immer von unse­ren Poli­ti­kern kei­ne Anstal­ten gemacht wer­den jenen fast 39 Pro­zent zu einer Stim­me zu ver­hel­fen und sie in Bera­tungs­gre­mi­en mit­re­den zu las­sen ver­ste­he wer will. Es wur­de mir nur vor ein paar Tagen deut­lich, als ich las, der Vati­kan habe schon vor Jah­ren eine Schrift her­aus­ge­ge­ben, die es Katho­li­schen ver­bie­tet welt­li­ches Recht als vor­ran­gig vor katho­li­schem Recht zu sehen. Son­dern sie - bei Andro­hung des Schmo­rens in der Höl­le, Ver­lu­stes ihren See­len­heils und des ewi­gen Lebens - ver­pflich­tet, immer zuerst das Kir­chen­recht und danach erst das welt­li­che Recht zu beachten.

Wenn mir näch­stens wie­der ein­mal einer von die­sen 'besorg­ten Bür­gern' etwas über die schlim­men Fol­gen des Ein­grif­fes in jeden Lebens­be­reich bei den Mus­li­men erzäh­len will wer­de ich das her­aus­kra­men und die Ana­lo­gie herausstreichen.

Wenn es einen west­lich gepräg­ten 'Got­tes­staat" gibt, dann ist es die Bun­des­re­pu­blik Deutschland. 

bookmark_borderBRIGITTE:
Den Dummköpfen eine Chance ....

Zitat:

.. Ganz ehr­lich: Wir soll­ten uns sowie­so lang­sam mal abge­wöh­nen, "Intel­li­genz" im Sin­ne eines mess­ba­ren IQ als eine so aus­ge­spro­chen groß­ar­ti­ge Eigen­schaft ein­zu­stu­fen. Ohne Selbst­ver­trau­en ist ein hoher IQ näm­lich nicht beson­ders hilf­reich. Und eine Zah­len­rei­he kor­rekt ver­voll­stän­di­gen zu kön­nen, ist im wah­ren Leben weit­aus weni­ger wert als ein gutes Gespür für Men­schen. Kin­der soll­ten wir am besten gar nicht erst auf die Idee brin­gen, dass der Intel­lekt etwas wäre, auf den sich ein Mensch etwas ein­bil­den kann .. 

Was die/der Autor/in völ­lig über­sieht ist, dass es nicht dar­um geht wer Zah­len­rei­hen rich­tig ergän­zen kann, son­dern dar­um, die Fähig­keit zu prü­fen, die 'rich­ti­gen' Zah­len der Rei­he zu ergän­zen. Es geht um die Eigen­schaft kom­ple­xe Vor­gän­ge zu erken­nen und eine Lösung zu fin­den. Die Zah­len­rei­hen sind - und da fehlt es eben am Intel­lekt der/des Schreiber/in/s abstrakt zu den­ken und den Sinn sol­cher Prü­fun­gen zu erfas­sen - ledig­lich eine Stan­dar­di­sie­rung um Ver­glei­che zu ermöglichen.

Wenn ich mir vor­stel­le wer so etwas schreibt dann schwebt mir eine Per­son vor, die selbst unfä­hig war der­glei­chen Tests sicher zu lösen und daher völ­lig kom­plex­be­la­den dage­gen Vor­ur­tei­le auf­ge­baut hat. Eige­ne Unfä­hig­keit wird hier zum Anlass genom­men auf intel­li­gen­te­re Men­schen ein­zu­dre­schen. Beschä­mend, wenn so etwas durch die Redak­ti­on läuft ohne bean­stan­det zu werden.

Mei­ne Abnei­gung gegen so genann­te "Frau­en­zeit­schrif­ten" ist seit Jah­ren gewach­sen, weil ich - zu Stu­di­en­zwecken - ab und zu eines der 'füh­ren­den' Blät­ter aus die­ser Kate­go­rie lese um zu wis­sen, wel­cher Quatsch da unbe­darf­ten, unkri­ti­schen 'Heim­chen am hei­mi­schen Herd' so ein­ge­bla­sen wird.
Beson­ders Kolum­nen wie die, aus der das obi­ge Zitat stammt [Bri­git­te Baby], sind geeig­net eine völ­lig ver­schro­be­ne Gene­ra­ti­on zu pro­du­zie­ren, wenn deren Müt­ter (und Väter?) sol­che "Weis­hei­ten" unter­ge­ju­belt bekommen ....

Es wird beklagt, dass es zuneh­men­de Wis­sen­schafts­feind­lich­keit gibt, dass immer mehr Men­schen Mei­nungs­äu­ße­run­gen anstatt Fak­ten Glau­ben schen­ken. Ja, wie denn sol­len sie ler­nen der Wis­sen­schaft und den Wis­sen­den zu ver­trau­en, wenn ihnen gera­ten wird nicht " .. Intelligenz..als eine so aus­ge­spro­chen groß­ar­ti­ge Eigen­schaft ein­zu­stu­fen .. "? Seit wann bestim­men denn Journalist/inn/en von Frau­en­zeit­schrif­ten dar­über was gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung haben soll­te und was nicht?

Vor die­sem Hin­ter­grund bekommt die Dis­kus­si­on um Zita­te und Zitier­recht eine völ­lig neue Bedeu­tung: Wenn man sol­che unver­ant­wort­li­chen, wis­sens­feind­li­chen Aus­sa­gen von offen­bar wenig gebil­de­ten Jour­na­li­sten nicht mehr zitie­ren darf wird auch nicht klar, woher gan­ze Gene­ra­tio­nen ihre Vor­ur­tei­le neh­men und spä­ter natür­lich aus­le­ben. Ein wei­te­rer Bau­stein, der zur Volks­ver­dum­mung bei­trägt. Der dazu führt, dass sich Men­schen nicht an Ergeb­nis­se der Wis­sen­schaft, son­dern an Paro­len von Wort­füh­rern hal­ten, die ihnen unbe­wie­se­ne Mei­nun­gen ein­häm­mern um so Vor­tei­le für sich selbst zu errei­chen. *brain­wa­sh* auf die sanf­te Tour.

Ich könn­te k**zen vor Ärger über sol­che halb­ge­bil­de­ten Schreiber/innen, die glau­ben (!) die Weis­heit zu besit­zen. Wahr­schein­lich haben sie nicht in ihrer eige­nen Publi­ka­ti­on geblät­tert, sonst wären sie auf die­sen Arti­kel → Dun­ning-Kru­ger-Effekt: 5 Din­ge, die wir von unfä­hi­gen Men­schen ler­nen kön­nen gesto­ßen und wären ins Grü­beln ver­fal­len, ob die­ses Phä­no­men mög­li­cher­wei­se exakt auf sie selbst zutrifft ....

bookmark_border (X) Brunetti, übernehmen Sie ...!

Nein, lie­be Lesen­de, es geht nicht um den deut­schen Kri­mi der in Vene­dig spielt und den dar­in auf­tre­ten­den "Com­mis­sa­rio Bru­net­ti", son­dern um einen tat­säch­li­chen Herrn Bru­net­ti, der Geschäfts­füh­rer eines Ser­vice­un­ter­neh­mens ist, das sich mit Mietern/Vermietung im Immo­bi­li­en­be­reich befasst.

Der Hin­ter­grund war die Suche nach einer Miet­woh­nung in der Stadt, in der wir das Haus bau­en. Für die Zeit von jetzt bis zum Ein­zug. Weil es Unsinn wäre, gera­de in der Bau­pha­se, meh­re­re Male vom jet­zi­gen zum zukünf­ti­gen Wohn­ort hin und her zu fah­ren. Da war klar, dass eine Woh­nung vor Ort die kosten­gün­sti­ge­re Vari­an­te sein würde.

Vor mehr als zwei Mona­ten haben wir also ange­fan­gen zu suchen. Das Ergeb­nis waren vie­le Besich­ti­gun­gen, doch wer will schon als Ver­mie­ter sol­che Mie­ter haben, bei denen von vorn­her­ein klar ist: Die blei­ben höch­stens ein­ein­halb Jahre.


Wie aus der neben­ste­hen­den Abbil­dung her­vor­geht ["click!" auf das Bild ver­grö­ßert] war das Unter­neh­men des Herrn Bru­net­ti irgend­wie in den Ver­miet­pro­zeß ein­ge­glie­dert. Es wur­de zunächst ein 'Mas­sen­be­sich­ti­gungs­ter­min' ver­öf­fent­licht - der dann aller­dings - weil es irgend­wel­che Grün­de gab - platzte!

Nun kam heu­te, Wochen spä­ter, wie­der Post von Bru­net­tis Mit­strei­te­rin­nen, sei­ner Frau/Schwester/Tochter(?) glei­chen Namens, das Ver­wandt­schafts­ver­hält­nis ist nicht ganz klar, jeden­falls von einer Frau Bru­net­ti, die den mir bis­lang unbe­kann­ten Titel "Ver­mie­tungs­man­ge­rin" trägt, sowie einer Frau Pau­lus, die mit "Team­as­si­stenz" beti­telt wur­de. Auch die­sen Titel kann­te ich bis­lang nicht.

Eine Suche nach der ersten Berufs­be­zeich­nung "Ver­mie­tungs­man­ge­rin" blieb - schon erwar­tet, weil der Ver­dacht von 'Phan­ta­sie­be­zeich­nung' nahe lag - ergeb­nis­los. Bei der zwei­ten Bezeich­nung "Team­as­si­stenz" gab es eine Beschreibung:
Und sie­he da, es war das, was man "Frue*er"™, ganz ohne Lamet­ta, als "Sekre­tä­rin" bezeich­ne­te. Nur gab es in der Ver­gan­gen­heit noch kei­ne "Teams". Das ist eine Erfin­dung der spä­ten acht­zi­ger Jah­re, des­we­gen also erst danach die Ver­wand­lung von "Sekre­tä­rin" zur "Team­as­si­sten­tin". Eine Betrach­tung der Auf­ga­ben der "Ver­mie­tungs­man­ge­rin" hin­ge­gen ergab, dass es sich dabei um den Arbeits­platz einer "Sach­be­ar­bei­te­rin für Miet­sa­chen" han­deln muss.

In mei­ner Ant­wort habe ich des­we­gen fol­gen­der­ma­ßen formuliert:
"Abge­se­hen davon bin ich, Diplom-Bio­lo­ge, MSc., und Master of Busi­ness Edu­ca­ti­on, MBA, Fach­schwer­punkt Mar­ke­ting, Pro­fes­sor (US), schon sehr erstaunt, mit welch heh­ren Titeln sich heut­zu­ta­ge eine Sach­be­ar­bei­te­rin ("Ver­mie­tungs­man­ge­rin") und eine Sekre­tä­rin ("Team­as­si­sten­tin") schmücken um Ein­druck zu machen."

Was hal­ten Sie von die­ser Titelflut?
Gerecht­fer­tigt oder nicht?

PS
Wis­sen Sie, was mich zum Schmun­zeln bringt?
Der Gedan­ke wenn Herr Geschäfts­füh­rer Bru­net­ti zu Frau (ange­nom­men: Ehe­frau) Ver­mie­tungs­ma­na­ge­rin Bru­net­ti sagt:
"Na, Frau Bru­net­ti, darf ich mir ihre Lie­gen­schaf­ten ein­mal genau­er ansehen?"


 
2. PS
Wir haben mitt­ler­wei­le eine Woh­nung gefun­den, am Ran­de des Kur­zen­trums. Da, wo Ruhe­ständ­ler wie wir, "auf ebe­nen Wegen", wie der Arzt mei­ner Groß­mutter zu sagen pfleg­te, spa­zie­ren gehen.


 

 

bookmark_borderFür die Katz ...!

Die Droh­ne ist wie­der weg. Nach­dem es mit zwei ver­schie­de­nen (spe­zi­ell für die­sen Zweck neu gekauf­ten) Mobil­te­le­fo­nen nicht gelun­gen ist sie auch nur zu einem Mucks zu veranlassen. 

Beim ersten Tele­fon war der Man­gel schon im Hard­ware­be­reich: Es hat­te eine 32 Bit Struk­tur, und das reich­te für die Steu­er­ein­heit nicht aus. Das fand ich aller­dings erst her­aus, nach­dem ich es schon gekauft hat­te - in der Beschrei­bung war das 'ver­se­hent­lich' wohl ver­ges­sen wor­den. Nun ja, Laden­hü­ter mit ver­al­te­ter Tech­nik wer­den so an die nichts­ah­nen­den Kun­den vertickt. 

Beim zwei­ten Tele­fon gelang es nicht, es von einer ein­mal ange­nom­me­nen Adres­se für die App - das war die, die für die Steue­rung und die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Droh­ne und Steu­er­ein­heit nötig war - wie­der abzu­brin­gen. Aus einem mir uner­find­li­chen Grund woll­te das Gerät die benö­tig­te App nicht laden, son­dern sprang auf eine ande­re Adres­se als die ein­ge­ge­be­ne. Und das war's dann. 

Dann hat­te ich nach drei Tagen Her­um­kas­pe­rei mit Apps, Wie­der­her­stel­lung der Werks­ein­stel­lun­gen, unzäh­li­gen Stun­den war­ten bis sich letz­te­rer wie­der ein­ge­stellt hat­te, und mehr als 12 ver­jö­kel­ten GB in die­ser Zeit, den Kaf­fee auf. Ich habe alle drei Gerä­te wie­der zurück geschickt, zwei Tele­fo­ne & die Droh­ne samt Zubehör.

Und wis­sen Sie, lie­be Lesen­de, was mich an der gan­zen Sache wirk­lich stört?
In den locker-flocki­gen you­tube-Vide­os die ich mir zur Vor­be­rei­tung ange­se­hen habe klapp­te das immer, also die Instal­la­ti­on und Inbetriebnahme. 

Viel­leicht hat der Herr bloed­bab­b­ler Recht, der mir vor einer Zeit jeg­li­che Kom­pe­tenz in Com­pu­ter­hard und ~soft­ware absprach.
 
TWIMC:
Und "Nein", das ist KEIN Ver­such mich irgend­wie ran­zu­wan­zen ....
 

 
PS
Aller­dings habe ich von der Rodungs­ak­ti­on eini­ge Video­auf­nah­men - und sobald die fer­tig und bei you­tube ein­ge­stellt sind wer­de ich hier nach dort verlinken ....

 

 

 

bookmark_borderNa endlich ...!

Prof. Dr. Die­ter Kugel­mann, Daten­schutz­be­auf­trag­ter in Rhein­land-Pfalz, ist ein Mann nach mei­nem Geschmack. Er greift durch, läßt sich nicht beir­ren - und zwar im Sin­ne der Nut­zer.
 

Nun hat er *face­book* und Kon­sor­ten erneut, und zwar indi­rekt, ins Visier genom­men:
 
" .. Die Lan­des­re­gie­rung soll nach vier Jah­ren erneut erklä­ren, war­um und auf wel­cher Rechts­grund­la­ge sie Face­book, Twit­ter oder Insta­gram für ihre Öffent­lich­keits­ar­beit ver­wen­det .. "
 

Seit Jah­ren fra­ge ich mich - und habe es hier schon öfter ange­spro­chen - wie­so alle über die Gesetz­lo­sig­keit der angeb­lich 'sozia­len' Medi­en (zu Recht) schimp­fen, aber auf ihren Sei­ten immer noch Links zu den Daten­räu­bern ein­stel­len.
 

Mehr Wider­sinn geht kaum noch.