bookmark_border(Vorläufiger) Solar-Ertrag März 2025 [01-27.03]

Etwa seit Anfang März (grü­ner Bal­ken in der Abbil­dung unten) haben wir sta­bi­les Wet­ter ohne wesent­li­che Unter­bre­chun­gen gehabt. Das führ­te dazu, daß wir den Ertrag der Solar-Anla­ge durch Ein­spei­che­rung in Bat­te­rien über die Nacht ver­tei­len konn­ten und kei­nen Bezug von Strom aus dem Netz hatten. 

Im Gegen­teil:
In der glei­chen Peri­ode haben wir immer­hin 709,5 kWh in das Netz ein­ge­speist. Der finan­zi­el­le Ertrag dafür ist ver­gleichs­wei­se gering, es sind ins­ge­samt 57,54 EUR - das ent­spricht in etwa dem monat­li­chen Abschlags­be­trag für Strom.

Wir haben in vier Räu­men des Hau­ses dezen­tra­le Wär­me­pum­pen instal­liert [1,2 kW; 2x 1,5 kW; 3,5 kW.] die als Ersatz für die mit Gas betrie­be­ne Hei­zung die­nen. Die Hei­zung lie­fert z.Zt. ledig­lich Warmwasser.

Blau = Ver­brauch; Rot = Ein­spei­sung; Gelb = Erzeug­ter Solar­strom. [Rote Kur­ve im Minus bedeu­tet Ein­spei­sung, im Plus stellt sie den Ver­brauch von Netz­strom dar]
Wenn die letz­ten Tage März erfaßt sind folgt ein *update*
Eck­da­ten der Anla­ge: PV-Panel 15 kWp; Bat­te­rie­ka­pa­zi­tät 29,9 kWp; 2x 10kW-Wechselrichter.

bookmark_border"Frue*er"™

Vor Jah­ren [2004 - 2015] habe ich ein Gedich­te-Blog betrie­ben. Kürz­lich wur­de ich wie­der dar­an erin­nert und habe ein paar von den *Frü­hen Wer­ken* ange­se­hen / durchgelesen.
Dabei stieß ich auf das fol­gen­de Gedicht und beim Lesen dach­te ich "Set­ze "Trump" als "König", dann paßt das wie Deckel auf Topf!" Erstaun­lich gut ins­be­son­de­re auf Donald Trump. Der­zeit gibt er in (s)einer Para­de­rol­le als Nar­zisst den Prä­si­den­ten­dar­stel­ler in Washing­ton DC und Flo­ri­da, USA.
Ein bil­li­ger Schmie­ren­ko­mö­di­ant!

Was hal­ten Sie davon?

Noch ein Gedicht

bookmark_borderWut, ohnmächtig ....

Not amused ....

Nach über einer Woche ist es immer noch nicht end­gül­tig¹:

Die­se Umstel­lung ist jeden­falls die läng­ste bisher.
Ein Grund ist, daß in den sechs Jah­ren Nut­zung der alten Ver­si­on von Linux Mint die For­ma­tie­rung der Siche­rungs­da­tei­en geän­dert wurde.

Davon war aller­dings nir­gend­wo die Rede!

Alles was von Fire­fox und Thun­der­bird gesi­chert wur­de konn­te nicht direkt über­nom­men wer­den - die Baste­lei hat mäch­tig genervt!
TIMESHIFT war zum Glück eine sinn­vol­le Hil­fe, sonst wäre der Scha­den end­los geworden ....

Geän­dert hat sich nach erstem Augen­schein fast nichts was den Auf­wand gerecht­fer­tigt hät­te .... wo ist bloß der Gedan­ke an das (aus mei­ner Per­spek­ti­ve) erste Com­pu­ter-Gesetz geblieben?

* Never chan­ge a run­ning system! *
 

 
¹ Mails weg, Adress­buch weg, Lese­zei­chen weg, alle gespei­cher­ten Kenn­wor­te weg, Archi­ve aus den Jah­ren vor 2019 weg! Nicht völ­lig, da ja auf meh­re­ren Plat­ten noch dop­pelt gesi­chert, aber eben nur auf­wän­dig wie­der zusam­men zu bekommen .... 

bookmark_borderVom *Überleben*


Fast täg­lich gehe ich an die­sem kräf­ti­gen, alten Baum vor­bei und ein Gedan­ke kehrt jedes Mal wieder:
Wenn ich schon lan­ge tot bin steht die­ser Baum immer noch da. 

Wenn die Mensch­heit es geschafft hat die Erde zu rui­nie­ren wird irgend­wo ein Fünk­chen Leben übrig sein. Es wird ohne Men­schen ein Neu­be­ginn der Evo­lu­ti­on statt­fin­den. Die hof­fent­lich kei­ne neue, men­schen­ähn­li­che Art her­vor­bringt. Deren ein­zi­ger Daseins­zweck zu sein scheint sich selbst zu vernichten.

 

 

 

 

bookmark_borderAllgemeiner Wehrdienst, Wehrpflicht, Demokratie
- Überlegungen und Antworten auf Kommentare.

HINWEIS:
Es hat doch etwas län­ger als 11:00h gedau­ert - ich bit­te das zu entschuldigen

Auf mei­nen vori­gen Arti­kel (vor der Zwangs­pau­se wegen Neu­ord­nung und Instal­la­ti­on eines aktu­el­le­ren Betriebs­sy­stems) hat Clau­dia Klin­ger in ihrem eige­nen Blog eine Ant­wort ver­fasst auf die es mul­ti­ple Kom­men­ta­re gab - und das indes nicht nur auf Clau­di­as Aus­füh­run­gen, son­dern eben­so auf mei­ne Kom­men­ta­re zu die­sen Kom­men­ta­ren .... Na ja, da sind wir nun und ich stel­le die Ant­wor­ten die ich mitt­ler­wei­le ver­fasst habe hier zusam­men mit den Tex­ten ein zu denen sie gehö­ren. Damit bei­de Tei­le im Zusam­men­hang gele­sen wer­den können.

Eine Kopie wird sich spä­ter am Tag im Arti­kel bei Frau Klin­ger befinden.

@ Clau­dia am 23. März 2025
Nach reif­li­cher Über­le­gung und der Ver­fas­sung meh­re­rer Kom­men­ta­re als Ant­wort auf mich soll­ten die ange­spro­che­nen Beden­ken und alter­na­ti­ven Vor­schlä­ge aus­rei­chen dar­zu­stel­len wie mei­ne Hal­tung zum The­ma und Ein­wän­den ist. Der­zeit ist, denn es könn­te durch­aus sein, daß ich im Ver­lauf der Zeit zu geän­der­ter Ein­schät­zung kom­me. Punk­tu­ell, nicht gene­rell. Wenn dar­ge­bo­te­ne Fak­ten es rechtfertigen.


@ Sie­wur­den­ge­le­sen 22.03.2025: 18:04


Ich fan­ge mal bei der Wie­der­be­waff­nung an - wenn Sie auch nicht wei­ter dar­über geschrie­ben haben und ich den Grund dafür dar­in sehe, daß die Besat­zung der (Ost­zo­ne = Besat­zungs­ge­biet der Sowjet­uni­on) ein schmerz­li­ches Ereig­nis in der Geschich­te Deutsch­lands war, die gezeigt hat wel­che Fol­gen eine Besat­zung durch Ruß­land haben würde.

Zugleich aller­dings ein Bei­spiel wie wenig wir an demo­kra­ti­schen Rech­ten zu erwar­ten hät­ten wür­den wir je wie­der von Ruß­land besetzt werden. 

Sie zitie­ren mich:
Ist ihnen klar, wel­che Fol­gen es hät­te wenn wir – bei­spiels­wei­se – unter rus­si­sche Besat­zung kämen? Den­ken Sie dann hät­ten Sie immer noch die Mög­lich­keit hier in Blogs zu schrei­ben was Sie etwa zur Not­wen­dig­keit von Mili­tär zu sagen haben?

Ohne jedoch auf den Kern die­ser Bemer­kung ein­zu­ge­hen. Nein, falsch, das gefällt Ihnen nicht und Sie nen­nen es ".. Die Keu­le rus­si­sche Besat­zung zu zie­hen, zeugt auch nicht gera­de von kon­struk­ti­ver Dis­kus­si­on .." - das war kei­ne Keu­le, son­dern die Dastel­lung wel­che Ver­hält­nis­se wir mit Sicher­heit haben wür­den wenn der Fall ein­trä­te - denn die Fol­gen haben wir doch in der vor­ma­li­gen DDR 'live' erlebt und beob­ach­ten kön­nen. Das als *Keu­le* abzu­tun ist unredlich.

Des­we­gen noch­mal anders aus­ge­drückt um mich bes­ser ver­ständ­lich zu man­chen. Natür­lich hät­ten wir dann ganz ande­re Pro­ble­me, näm­lich die, die die Men­schen in Ruß­land der­zeit haben:
- Unter­drückung von unlieb­sa­mer Oppo­si­ti­on zum Staatsapparat;
- Ein­schrän­kung der Rei­se­frei­heit und Bestim­mung des Auf­ent­halts durch den Staat;
- staat­lich bestimm­te Berufs­aus­bil­dung /-übung ohne Berück­sich­ti­gung der per­sön­li­chen Wün­sche und/oder Vorzüge;
- Zutei­lun­gen nach Wohl­ver­hal­ten und Unter­stüt­zung für den Par­tei- und Staatsapparat.
[Aus­wahl!]

Mei­ne Dar­stel­lung zum Erzie­hungs­zweck bei anson­sten resi­sten­ten Jung­män­nern basie­ren auf jah­re­lan­ger Erfah­rung nicht auf Hören­sa­gen. Ich nen­ne Ihnen ein­mal zwei Beispiele.
1.Fall:
Ein Sol­dat wäscht sich tage­lang nicht und sei­ne Kame­ra­den bit­ten ihn das end­lich ein­mal zu machen weil er anfängt zu stin­ken und alle in einer Stu­be mit 9 Sol­da­ten damit belä­stigt. Als er sich immer noch wei­gert ergrei­fen sie ihn gemein­sam und brin­gen ihn unter die Dusche, waschen & bür­sten ihn sau­ber. Das brauch­ten sie nach die­sem einen Mal bis zum Ende der Dienst­zeit nicht wie­der zu tun;

2. Fall:
Ein Sol­dat kam regel­mä­ßig zu spät aus dem Kaser­nen­ge­bäu­de zum Appell - was dazu führ­te, daß alle erst mit Ver­zö­ge­rung die Kaser­ne zum Wochen­en­de ver­las­sen konn­ten, man­che den Zug nach Hau­se verpassten.
Sie haben die­sen Kame­ra­den zu meh­re­ren - in dem Zustand der Beklei­dung in der er sich gera­de befand als zum Appell gerufen/gepfiffen wur­de - nach drau­ßen geschafft damit alle pünkt­lich waren. So wur­de die 'fer­ti­gen' Sol­da­ten ent­las­sen und nur der
Unbe­lehr­ba­re spür­te die Folgen.

Ein Teil der Grund­aus­bil­dung ist 'Staats­bür­ger­kun­de', es mag nun eine alter­na­ti­ve Bezeich­nung haben, ver­mit­telt jedoch Grund­wer­te der Ver­fas­sung und der Pflich­ten und Rech­te der Staats­bür­ger. Es war für mich immer erschreckend wenn die Rekru­ten zwar über Pop-Ido­le und deren Umfeld, über Fuß­bal­ler und Autos, sowie über die besten Rei­seźie­le Bescheid wuß­ten, jedoch nicht dar­über was ein Grund­recht ist, wie der Staat mit­tels Gewal­ten­tei­lung zum Woh­le aller Bür­ger ver­fasst ist, und wel­che inter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen sich aus Völ­ker­recht, Kriegs­völ­ker­recht und inter­na­tio­na­ler Gerichts­bar­keit ergeben.

Die "Inne­re Füh­rung" war und ist umstrit­ten: Beton­köp­fe und wenig fle­xi­ble, macht­hung­ri­ge Füh­rungs­kräf­te has­sen sie. Vie­le kön­nen sich nur schwer zur Balan­ce der Behand­lung von Unter­ge­be­nen zwi­schen *Bür­ger in Uni­form* und *Gehor­sam als Sol­dat* bewe­gen weil sie nicht die gei­sti­ge Beweg­lich­keit haben. Zuletzt gibt es noch die Grup­pe, die aus Bequem­lich­keit Respekt und Dis­zi­plin schlei­fen las­sen und so Unsi­cher­heit des Han­delns befördern.
Es kommt - das ist kei­ne Fra­ge - auf die gei­sti­ge und mensch­li­che Fle­xi­bi­li­tät der jewei­li­gen Füh­rungs­per­sön­lich­keit an. Da habe ich alle Vari­an­ten zwi­schen ehe­ma­li­gen Wehr­machts­of­fi­zie­ren und in der Bun­des­wehr in den Rän­gen auf­ge­stie­ge­nen Offi­zie­ren erlebt. Es gibt immer Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al, denn hier greift die Lebensweisheit:
"Wo Men­schen sind menschelt's!"

So-genann­te "Eli­te­ein­hei­ten" haben nach mei­ner Auf­fas­sung kei­ne Son­der­rech­te - sie sind ach­tens­wer­te Spe­zia­li­sten, jedoch wie jeder ande­re Sol­dat zu behan­deln und ver­pflich­tet sich so zu beneh­men. Alles ande­re ist abzu­stel­len und wenn ein Fehl­ver­hal­ten vor­liegt ent­spre­chend zu ahnden.
Soll­te den­noch eine Ungleich­be­hand­lung, ein falsch ver­stan­de­ner Korps-Geist, ein­rei­ßen, so sind die­se eben­falls zu unterbinden.

Zudem:
Wenn die fal­sche Vor­stel­lung "Éli­te", etwas "Beson­de­res" zu sein zu Aus­wüch­sen führt ist das nicht der bestehen­den Struk­tur, der Grund­idee der Inne­ren Füh­rung zuzu­rech­nen! Der Man­gel ent­steht durch falsch ver­stan­de­ne Pri­vi­le­gie­rung und kann des­we­gen dem Grund­ge­dan­ken nicht ange­la­stet werden.

Ein Wort zu Unter­schie­den im Kriegsfall:
Ande­rer Mei­nung als eine Füh­rungs­kraft zu sein ist kei­ne man­geln­de Dis­zi­plin solan­ge sie nicht die gestell­te Auf­ga­be einer Trup­pe unmög­lich macht:
- VOR einem Befehl ist Dis­kus­si­on erwünscht,
- NACH einem Befehl muß Gehor­sam herrschen.

Ein im Frie­den von sei­nen Sol­da­ten aner­kann­ter Vor­ge­setz­ter wird auch im Krieg immer aner­kannt sein - wer es als Vor­ge­setz­ter also nicht schafft den Respekt sei­ner Mann­schaf­ten zu errin­gen ist fehl am Plat­ze. Offi­zie­re die nur auf­grund des Dienst­gra­des füh­ren sind ungeeignet.

Natür­lich gelingt es manch­mal nicht die Spreu vom Wei­zen zu tren­nen und Aus­wüch­se zu ver­hin­dern. Wich­tig ist aber auf allen Ebe­nen ein Auge dar­auf zu haben und die von Ihnen geschil­der­ten Ent­glei­sun­gen zu erken­nen, abzu­stel­len und das Wie­der­auf­le­ben durch orga­ni­sa­to­ri­schen Ände­run­gen zu verhindern-
Auch dafür gibt es Bei­spie­le, Initia­ti­ons­ri­ten, *gehei­me* Zir­kel in der Trup­pe, Moti­va­ti­ons­ver­ir­run­gen zur Auf­ga­be des Mili­tärs im Staate.

Sven 22.03.2025; 20:34h (Zitat­link)

".. ich bin ein sehr neu­gie­ri­ger Mensch und hät­te mir ihre Ant­wort in ihrem Blog wahr­schein­lich auch durch­ge­le­sen, wenn sich ihr Kom­men­tar wie eine Ein­la­dung ange­hört hät­te. Tat­säch­lich hör­te er sich wie ein per­sön­li­cher Angriff auf mei­ne Per­son an – egal, ob das jetzt ihre Inten­ti­on war oder nicht. Ihren Blog­ein­trag wür­de ich jetzt genau so lesen, als per­sön­li­chen Angriff auf mich. Das ergibt kei­nen Sinn, weil sie – da gehe ich jetzt ein­fach ein­mal davon aus – in ihrem Bei­trag mit Sicher­heit nur ihre Sicht der Din­ge wie­der­ge­ben möch­ten und mit Argu­men­ten bele­gen wol­len, war­um mein Kom­men­tar falsch ist .." 

Es ist bei schrift­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on immer schwie­rig genau den Ton zu tref­fen den der Kom­men­ta­tor erwar­tet oder anson­sten ver­stimmt ist. Mir tut es leid, wenn das so bei Ihnen ankam und ich ver­si­che­re, daß das nicht mei­ne Absicht war. 

Es geht mir auch nicht dar­um Recht zu haben oder zu bewei­sen Sie hät­ten etwa eine *fal­sche Sicht* oder min­de­stens ihre Argu­men­te sei­en *falsch* - ich möch­te ledig­lich bei­tra­gen eine ande­re Sicht­wei­se dar­zu­stel­len, da es stets meh­re­re Betrach­tun­gen geben wird und sich jeder sein Bild aus meh­re­ren Quel­len selbst zusammenreimt.

Zur Vor­ge­schich­te:
Ich hat­te '66 das Abitur und woll­te '67 mit dem Stu­di­um anfan­gen - doch der Ein­be­ru­fungs­be­scheid kam und ich war gezwun­gen mei­ne Plä­ne zu ändern. Damals war die Grund­wehr­dienst­zeit 18 Monate.

Aus bereits benann­ten Grün­den bewarb ich mich für die Offi­ziers­lauf­bahn (B&Z;drei Jah­re, spä­ter wur­de eine Lauf­zeit von zwei Jah­ren ein­ge­führt - doch das traf für mich damals noch nicht zu).

Mili­tär hat zunächst nichts mit Demo­kra­tie zu tun, das ist völ­lig klar. Es ist hin­ge­gen sinn­voll bei der Füh­rung von Men­schen demo­kra­ti­sche Prin­zi­pi­en zu berück­sich­ti­gen, denn Über­zeu­gung ist alle­mal bes­ser als Gehor­sam zu erzwingen.
Die demo­kra­ti­sche Kom­po­nen­te besteht für mich dar­in den Zweck eines Befehls so zu ver­deut­li­chen, daß des­sen Not­wen­dig­keit erkenn­bar wird. Damit han­deln die Emp­fän­ger von Befeh­len im Sin­ne des­sen, was beab­sich­tigt ist und kön­nen bei Hin­der­nis­sen selbst, ohne Nach­fra­ge, Alter­na­ti­ven ent­schei­den die das Ziel erreich­bar machen.

[Die­ser Unter­schied zur Wehr­macht, wo aus­drück­lich Abwei­chun­gen ver­bo­ten waren, oder wie bei der US-Armee, bei der ein schrift­li­cher (!) Befehl buch­sta­ben­ge­treu zu erfül­len ist, macht die Erfolgs­aus­sich­ten wesent­lich bes­ser als rei­ne gedan­ken­lo­se Befehlsausführung]

Inso­weit sehe ich den Unter­schied zwi­schen ver­schie­de­nen Model­len der Füh­rung im Mili­tär nicht anders als in einem Unter­neh­men: Wenn die Absich­ten des wie und war­um des zu errei­chen­den Zie­les und der Gesamt­la­ge ver­stan­den wur­den kann der gut aus­ge­bil­de­te Unter­ge­be­ne nach eige­nem Muster den besten Weg fin­den sich an der Errei­chung des Zie­les zu betei­li­gen - so wer­den aus Befeh­len die geeig­ne­te­ren Zieldarstellungen.

Was davon unbe­trof­fen bleibt ist der Bereich der kör­per­li­chen Ertüch­ti­gung und der Ein­übung von Rou­ti­ne­ab­läu­fen, sowohl per­sön­li­cher wie der von Grup­pen. Vie­le Men­schen gleich­zei­tig zu bewe­gen erfor­dert Ord­nung, daher die not­wen­di­ge Übung von For­ma­ti­ons­be­we­gun­gen (*For­ma­ti­ons­aus­bil­dung; *For­mal­dienst )

Hier­ar­chie bedeu­tet kei­nes­falls Wert­un­ter­schie­de zwi­schen den Rän­gen (Per­so­nen) - es bedeu­tet Auf­ga­ben­stel­lun­gen die pro Ebe­ne ver­schie­den sind und daher mehr oder weni­ger Fol­gen für die Hand­lungs­wei­sen haben die der indi­vi­du­el­len Ein­schät­zung unter­lie­gen können:

Wer in höhe­rem Rang ist soll­te mehr Über­sicht und Erfah­rung haben und des­sen Wort soll­te des­we­gen mehr Gewicht haben.
Da ich nicht 80 Jah­re mit Scheu­klap­pen durch das Leben gegan­gen bin - und gehe - ist mir natür­lich klar, daß die Abwei­chun­gen von der *rei­nen Leh­re*, dem *theo­re­tisch Sinn­vol­len* oft Grün­de ent­ge­gen­ste­hen. Die sind viel­fach nicht objek­tiv nach­voll­zieh­bar, nicht fak­ten­ba­siert, hin­ge­gen von Vor­ur­teil und *Mei­nung* bestimmt.

Wenn es Bedro­hung der bür­ger­li­chen Rech­te lt. Grund­ge­setz gibt, die von aus­län­di­schen Kräf­ten per Gewalt durch Armeen aus­ge­übt wer­den sol­len, hal­te ich es für ange­bracht die­sen mit mili­tä­ri­scher Stär­ke zu begeg­nen. Damit es dazu erst nicht kommt ist Mili­tär notwendig.

In der augen­blick­li­chen Umwäl­zungs­be­we­gung auf vie­len Fel­dern des Lebens ist es zwei­fel­los ver­wir­rend die ein­zel­nen Berei­che zu iden­ti­fi­zie­ren und zu tren­nen. Des­we­gen ist schritt­wei­se Auf­lö­sung ange­bracht, ein Schritt ist der Abbau des zivi­len Inno­va­ti­onsstaus, ein wei­te­rer das ver­nach­läs­sig­te mili­tä­ri­sche Poten­zi­al der Abschreckung und drit­tens die För­de­rung der Wirtschaftskraft.

Den Pisto­ri­us-Vor­schlag es mit Frei­wil­li­gen im ersten Schritt zu ver­su­chen den Auf­bau des Mili­tärs zu erwei­tern - wir haben ja trotz Aus­set­zung des Wehr­dien­stes schon mehr als 120.000 Sol­da­ten unter Waf­fen sodaß wir nicht bei Null anfan­gen müs­sen - hal­te ich für ziel­füh­rend und schnell umsetzbar.

Zur Abschluß­fra­ge:

Natio­nal­staa­ten sind nicht mehr zeit­ge­mäß - Euro­pa muß das Ziel sein! 
Damit ist klar: Es gilt die Demo­kra­tie als die beste Staats­form zu verteidigen.

@ Wolf Jäger 22.03.2025, 20:26h

Es ist eine sehr indi­vi­du­el­le Erfah­rung mit der man je nach Per­sön­lich­keit und Erleb­nis umgeht. Wir hat­ten mal einen Rekru­ten der sehr unsi­cher im Umgang mit Hand­gra­na­ten war. Solan­ge es Übungs­mu­ni­ti­on war ging es leid­lich, aber wenn schar­fe Muni­ti­on geübt wur­de war es brand­ge­fähr­lich. Wir haben daher einen zwei­ten Unter­of­fi­zier als *Auf­sicht beim Schüt­zen* hin­ge­stellt, einer rechts, einer links. Als der Sol­dat die bereits ent­si­cher­te Hand­gra­na­te fal­len ließ anstatt sie zu wer­fen hat der Unter­of­fi­zier sie ergrif­fen und über den Wall beför­dert wäh­rend der zwei­te den Schüt­zen zu Boden zog.

Was ich damit sagen will:
Feh­ler sind nie aus­zu­schlie­ßen, Schuld­zu­wei­sung ist - wenn nötig - oft eher unge­recht, min­de­stens aber ein Zei­chen von Man­gel in der Ausbildung.
Mili­tär bedeu­tet Umgang mit töd­li­chen Waf­fen, da kann mensch­li­ches und/oder tech­ni­sches Ver­sa­gen nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Ein­schlä­gi­ge Bestim­mun­gen zu erklä­ren, zu üben, und auf ihrer Ein­hal­tung zu bestehen aller­dings schon ein guter Schritt zu mehr Sicherheit.

PS:
Es erfolg­te nur eine Schnell­durch­sicht -des­we­gen kön­nen noch TYPOs zu fin­den sein 

bookmark_borderWer hätte das gedacht:
Ich nenne etwas *alternativlos* mindestens aber:
Die normative Kraft des Faktischen

".. Ist ein demo­kra­ti­scher Beschluss zur Durch­set­zung der Struk­tur von­nö­ten, so wird die Alter­na­tiv­lo­sig­keit betont .." Falls nun der Fall ein­tritt - und den sehe ich hier gege­ben - daß es in der Tat kei­ne Alter­na­ti­ve gibt, so ist der Son­der­fall das Zusam­men­tref­fen von theo­re­ti­scher Basis der Über­le­gung mit prak­ti­scher Not­wen­dig­keit vorhanden.

Aha!
Um was geht es denn eigent­lich hier?

Es geht um das Wie­der­auf­le­ben der Wehr­pflicht, weil ich kürz­lich fol­gen­de Titel­zei­le zu einer Erör­te­rung las:


Wie sich her­aus­stellt war die Aus­set­zung der all­ge­mei­nen Wehr­pflicht schon zur Zeit des dafür not­wen­di­gen Beschlus­ses ein Feh­ler. Der all­ge­mei­ne *Erzie­hungs­fak­tor* zur staats­bür­ger­li­chen Ver­ant­wor­tung der Gene­ra­tio­nen wur­de durch ein *lais­sez-fai­re*-System ersetzt. Der Belie­big­keit des Staats­ver­ständ­nis­ses, ja des Demo­kra­tie­ver­ständ­nis­ses wur­de abrupt Tür und Tor geöffnet.

Wo frü­her der Zusam­men­hang zwi­schen Rech­ten und Pflich­ten dem Staats­we­sen gegen­über, durch Inan­spruch­nah­me durch den Wehr­dienst, her­ge­stellt waren, brach nun gäh­nen­de Lee­re auf:
Demo­kra­tie ohne - akti­ve - Betei­li­gung der Bür­ger ist schwach, der Abstand zwi­schen zwei wesent­li­chen Pfei­lern des Staats­we­sens, näm­lich theo­re­ti­schem und prak­ti­schem Inter­es­se geht ins Unend­li­che und ist damit unüberbrückbar.

Es geht also nicht um das WOLLEN,
son­dern Erfül­lung einer (bit­te­ren) NOTWENDIGKEIT
wenn das Staatswesen
und bür­ger­li­che Frei­hei­ten erhal­ten blei­ben sollen!

Nicht zu ver­ges­sen auch die Tat­sa­che, daß so man­cher drecki­ge, pöbeln­de und unhöf­li­che Jung­mann durch das Mili­tät zu einem umgäng­li­chen, gepfleg­ten und ordent­li­chen Men­schen gemacht wurde.

bookmark_borderMit großer Wahrscheinlichkeit ....

So unbe­re­chen­bar wie die Admi­ni­stra­ti­on Trump ist - besetzt mit Dilet­tan­ten - so sehr ist die Sor­ge um Loya­li­tät gegen­über den euro­päi­schen NATO-Part­ners gerecht­fer­tigt, die Geschwät­zig­keit und Anbie­de­rung gegen­über den dik­ta­to­ri­schen Regimes der Welt zu erwar­ten. Wer Geheim­do­ku­men­te als 'per­sön­li­chen Besitz' in Club-Bade­zim­mern lagert kann nicht als ver­läß­li­cher Geheim­nis­trä­ger ange­se­hen werden.

bookmark_borderWie deutlich muß es denn noch sein ..?!
Wird eine Zeichnung gebraucht ..?!
Sollen erst die Panzer aus dem Osten
an die Grenze rollen ..?!

Zitat 1:
".. Man möch­te den USA kei­nen Allein­gang in die­ser Fra­ge signa­li­sie­ren. Das sagen .. Exper­ten und Poli­ti­ker immer wie­der. Das Bünd­nis und damit auch Euro­pa soll nicht durch den Auf­bau par­al­le­ler Struk­tu­ren gespal­ten werden .."

Zitat 2:
".. Frank­reich ver­folgt eine völ­lig eigen­stän­di­ge, natio­na­le Nukle­ar­stra­te­gie. Die etwa 290 fran­zö­si­schen Nukle­ar­waf­fen sind nicht in die NATO-Pla­nung inte­griert. Und aktu­ell sieht es auch nicht danach aus, als ob Frank­reich dazu bereit wäre, sich in die eta­blier­ten Struk­tu­ren der NATO ein­zu­brin­gen und dem Bünd­nis sei­ne Nukle­ar­waf­fen zur Ver­fü­gung zu stel­len .. Damit wür­de, „Schutz­schirm“ hin oder her, allein ein fran­zö­si­sches Staats­ober­haupt dar­über ent­schei­den, wann – und ob – es auf den roten Knopf drückt. Die­se Abhän­gig­keit möch­te offen­sicht­lich nie­mand ernst­haft ein­ge­hen; schon gar nicht die bal­ti­schen Staa­ten, die von Russ­land beson­ders bedroht sind .." 
[Quel­le der Zita­te "Wie ver­tei­di­gungs­fä­hig ist Deutschland?"]

Hal­ten wir doch ein­mal fest wie es steht:
- Trump ist auf die Putin-Linie ein­ge­schwenkt und tut alles um Mos­kau den Krieg zu erleichtern;
- Trump hat die Unter­stüt­zung für Euro­pä­er / NATO zurückgenommen;
- Trump will kei­ne eige­nen Trup­pen für die Ver­tei­di­gung der Ukrai­ne bereitstellen.

Mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten will er nicht mehr reden, er ver­brei­tet Lügen über des­sen Bereit­schaft zum Frieden. 

Trotz­dem wer­den die Beteue­run­gen man wer­de die USA nicht durch Allein­gän­ge 'ver­stö­ren' nicht etwa weni­ger, son­dern mehr!

Wen wol­len die Poli­ti­ker die so etwas ver­laut­ba­ren täu­schen? Ist es so etwas wie "Pfei­fen im Wald !" um sich Mut zu machen? Ist es die Unfä­hig­keit nun end­lich zu erken­nen, daß auf Trump kein Ver­laß mehr ist? Daß die USA nur abschöp­fen wol­len, und das zum geringst­mög­li­chen Ein­satz von Men­schen und Material?

Das jahr­zehn­te­lan­ge Ver­hält­nis zu den USA und die *Freund­schaft*, die immer vom Gedan­ken den schnel­len Dol­lar zu machen bestimmt war, nun etwa nicht zu Ende? Wer kann so naiv sein zu glau­ben es kön­ne in abseh­ba­rer Zeit ein Revi­val stattfinden?


Trump, vom Alters­starr­sinn geprägt und ohne Ver­ständ­nis auch nur der ele­men­ta­ren Gege­ben­hei­ten in Poli­tik und Wirt­schaft, wird auf den kru­den The­sen behar­ren weil ihm die Kennt­nis­se feh­len - da ist kei­ne Ände­rung zu erwarten.
Sein Umfeld ist auf Kurs und ver­tei­digt noch so idio­ti­sche Vor­ha­ben ohne jede Kri­tik - da ist eben­so kei­ne Ände­rung zu erwarten.
Des­we­gen ist es müßig sich zu bemü­hen, es ist nötig die Wahr­heit zu erken­nen und sich ALLEINE und ohne *Rück­ver­si­che­rung* oder *Rück­spra­che* stark zu machen und das euro­päi­sche Schick­sal selbst in die Hän­de zu neh­men.
 

 

Nach­trag:
Nur um kei­ne Miß­ver­ständ­nis­se auf­kom­men zu las­sen sei noch erwähnt, daß Euro­pa mehr Waf­fen­sy­ste­me und Rüstungs­gü­ter braucht als hier kurz­fri­stig her­ge­stellt wer­den kön­nen - des­we­gen wer­den wir auf den Ein­kauf in USA (und andes­wo) ange­wie­sen sein. Da habe ich aller­dings kei­ne Sor­ge, denn selbst der Herr Prä­si­den­ten­dar­stel­ler wird uns gern das Benö­tig­te ver­kau­fen. Es kur­belt dort die Pro­duk­ti­on an, und das ist er, der DEAL, der zum Ruhm des Prä­si­den­ten führt. 

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Die Soli­da­ri­tät der Euro­pä­er mit der Ukrai­ne ist rüh­rend und ange­mes­sen zugleich - wobei sich wohl nicht nur mir die Fra­ge stellt, ob die ver­sam­mel­ten "Wil­li­gen" den Mund nicht zu voll genom­men haben. Hof­fent­lich bewahr­hei­tet sich der gute Vor­satz zu unser aller Wohl.

Was ich aller­dings für einen gro­ben Feh­ler des Plans halte:
Wenn alles fer­tig ist es dem Prä­si­den­ten­dar­stel­ler 'vor­zu­le­gen'.

Der wird es so darstellen,
als ob er der wah­re Held und strah­len­de Ret­ter sei,
ver­su­chen mit die­sem Argu­ment der Ukrai­ne immer mehr Tri­but abzuluchsen,
sei­ne Beob­ach­ter hinschicken,
die­se als Spio­ne für Putin einsetzen,
um sich bei die­sem als 'Kum­pel' anzubiedern. 

Nein! Die­sen unge­ho­bel­ten, unge­bil­de­ten Laf­fen muß man vor voll­ende­te Tat­sa­chen stel­len nach­dem er nun Euro­pa als Insti­tu­ti­on bezeich­net hat die auf die "Aus­beu­tung" der USA gegrün­det sei. Soviel Igno­ranz und Unwis­sen­heit darf nicht noch dadurch 'belohnt' wer­den, daß man ihn ein­bin­det, wo er doch jede Ver­ant­wor­tung von sich und sei­nem Land weist.

Die Ursa­che des Krie­ges ist die Begehr­lich­keit der USA auf Boden­schät­zen der Ukraine: 

Begon­nen hat es - wie immer in der US Außen­po­li­tik - mit der Desta­bi­li­sie­rung des Lan­des und dem Säen von Zwei­feln an der legi­ti­men Regie­rung durch die Geheim­dienst­tä­tig­keit, das Schü­ren des Kon­flik­tes, durch sub­ver­si­ve, ope­ra­ti­ve Kräf­te .... wohl wis­send, und unter Inkauf­nah­me, wie Putin reagie­ren wür­de wenn man ihn an sei­ne äußer­sten bekann­ten Gren­zen treibt!

Wir müs­sen in Euro­pa vor allem ler­nen die USA nicht als den *net­ten Onkel Sam* zu sehen, son­dern als den bösen Wolf, der sich an uns mästen will!