bookmark_borderDie, die die Kurve kriegen ....
und Einer, der rausflog ....

Haben Sie das wahr­ge­nom­men, zu was anfangs der Woche die schot­ti­sche Regie­rungs­chefin sich ver­an­lasst sah? In Schott­land hat der unse­li­ge Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump einen Golf­platz. Angeb­lich woll­te er dahin kom­men, am 19. Janu­ar, einen Tag vor der Ver­ei­di­gung des neu­en Prä­si­den­ten der USA Biden und sei­ner Vize­prä­si­den­tin Harris.

Erstaun­li­ches pas­siert immer dann wenn Herr Trump, der *Mei­ster des Post­fak­ti­schen*, invol­viert ist. 


“Tho­se who can make you belie­ve absur­di­ties,
can make you com­mit atro­ci­ties.” Voltaire
["Die­je­ni­gen, die Sie dazu brin­gen kön­nen, Absur­di­tä­ten zu glau­ben,
kön­nen Sie dazu brin­gen, Gräu­el­ta­ten zu bege­hen."]
 

 
Ich habe in mei­nen (poli­tisch bewuss­ten) 55 Lebens­jah­ren nach der Schul­zeit nicht von einem Fall in der Welt gehört, dass ein demo­kra­tisch gewähl­ter Regie­rungs­chef eines Lan­des 'aus­ge­la­den' und zur 'uner­wünsch­ten Per­son' erklärt wurde. 

Wie wird es von den ver­nünf­ti­gen Poli­ti­kern beur­teilt? Das ist eine breit gestreu­te Ein­schät­zung, die aller­dings etwa so zusam­men­ge­fasst wer­den kann (Abb.):

bookmark_borderKleine Freuden
Aus der Serie “Liebes Tagebuch”

Die­se Situa­ti­on mit den Coro­na Ein­schrän­kun­gen, lie­bes Tage­buch, die hat ganz schön 'was im Lan­de ver­än­dert! In der Schlan­ge vor der Bäcker­the­ke in unse­rem Super­markt der Wahl haben wir es gewagt zu zweit - mei­ne Frau und ich - einen Schritt über der Mar­kie­rung auf dem Boden zu ste­hen, was die Distanz von 1,5m auf 1,35m ver­rin­ger­te, lie­bes Tage­buch, eine wirk­lich welt­be­we­gen­de Über­schrei­tung! Und so löste unse­re Mis­se­tat einen Empö­rungs­sturm der *Dame* vor uns aus. 

Etwa fol­gen­den Inhalts war ihre schier end­lo­se Tirade:
Sie sei gera­de aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen und wol­le nicht unse­ret­we­gen gleich wie­der mit Coro­na da hin, hät­ten wir den gar kei­nen Anstand frem­de Men­schen so in Gefahr zu brin­gen indem wir ihnen 'auf die Pel­le' rück­ten .... so und schlim­mer, noch schlim­mer, lie­bes Tage­buch, dass ich es hier nicht wie­der­ho­len kann, war ihre Schimpf­ka­no­na­de. Das alles wegen ca. einer Fuß­län­ge über der Mar­kie­rung für den Abstand auf dem Supermarktboden .... 

Sie hat des­we­gen nicht auf­ge­passt und so hat sich von der ande­ren Sei­te ein 'War­te­schlan­ge­nigno­rant' an ihr hin­ten­rum vor­bei gedrückt und sei­ne Bestel­lung auf­ge­ge­ben, das heißt er w o l l t e gera­de eine Bestel­lung auf­ge­ben, da hat die *Dame* ihn mit einer noch kräf­ti­ge­ren Schimpf­or­gie über­zo­gen, lie­bes Tage­buch, das waren noch ein paar mehr als "Tau­send Wor­te Hes­sisch"¹ und ich war wirk­lich beein­druckt, denn es waren ein paar sehr sel­te­ne und wirk­lich aus­ge­fal­le­ne Begrif­fe dabei. Hane­bam­bel, zum Bei­spiel, sehr sel­ten und wirk­lich beleidigend.

Glück­li­cher­wei­se hat­te sich also der Zorn von uns weg ver­la­gert, die zwei­te Bäcke­rei­ver­käu­fe­rin bedien­te uns freund­lich und wir beka­men sogar noch ein paar von den gezucker­ten, den "ori­gi­na­len" Krep­peln zum Son­der­preis von 5 Stück zu 4,75 € .... dafür hät­te man zu DM Zei­ten ein gan­zes Dut­zend bekommen.

Wir haben ein paar davon zum Nach­mit­tags­kaf­fee geges­sen, lecker waren sie - und prall voll von wohl­schmecken­dem Himbeermus ....

Und weißt du, Tage­buch was ich jetzt gleich mache, wo man doch nir­gend­wo mehr hin­ge­hen darf?

Ja-woll!

Ich lade mei­ne Frau ein mit mir in den Kel­ler zu gehen ....
....
und dann ....
....
....
....
....
....
.... ver­frach­ten wir die Wäsche aus der Wasch­ma­schi­ne in den Wäschetrockner!
Ein biss­chen Spaß muss schließ­lich trotz Coro­na sein.

¹ 

bookmark_borderVon "Actio oder Reactio"?


Kommunikationspsychologie:..eine Nachricht..(hat) vier Aspek­te..: Sach­in­halt, Selbst­of­fen­ba­rung, Bezie­hung und Appell. Die­se Ebe­nen wer­den auch als „vier Sei­ten einer Nach­richt“ bezeich­net. Das Modell dient zur Beschrei­bung von Kom­mu­ni­ka­ti­on, die durch Miss­ver­ständ­nis­se gestört ist.

[Quel­le: Vier-Sei­ten-Modell; auch Nach­rich­ten­qua­drat, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­qua­drat oder Vier-Ohren-Modell. Frie­de­mann Schulz von Thun]

Wenn ich einen Text lese und ver­ste­he, was der Autor damit aus­drücken woll­te ist mei­ne Reak­ti­on (→ reac­tio) posi­tiv. Ich bin zufrie­den mit mir und dem Urhe­ber. Zuerst weil ich in der Lage war den Text auf­zu­neh­men, ihn mit mei­nem gespei­cher­ten Wis­sen über Spra­che zu ver­ar­bei­ten. Wei­ter­hin mit dem Ver­fas­ser, weil er mir einen Text prä­sen­tiert, des­sen Gehalt sich in den Wor­ten wie­der­fin­det (→ actio). Dabei kommt es nicht dar­auf an, ob ich mit dem Inhalt über­ein­stim­me oder nicht, es geht vor­ran­gig um die Wahr­schein­lich­keit des Ver­ste­hens eines Textes.

Bei man­chen Tex­ten stellt sich bei mir Unbe­ha­gen ein. Das liegt oft weni­ger am Inhalt, son­dern an der Art der Dar­stel­lung. Zwar ist, wie im unten ver­link­ten Text der Dis­ser­ta­ti­on sehr über­zeu­gend dar­ge­legt, der Aus­tausch von Spra­che in Form von Schrift ein Aus­tausch von Meta­phern, die nicht immer und von jedem syn­chron ver­wandt wer­den. Deren ver­ein­fach­te, landl­äug­fig-salop­pe Qua­li­tät aller­dings macht erst die Mög­lich­keit aus, das Geschrie­be­ne in Infor­ma­ti­on zu über­tra­gen, die für den Lesen­den einen Sinn ergibt.

Bei einem Text wie die­sem stel­le ich als Kon­trast zu die­ser Not­wen­dig­keit aller­dings fest, dass die ver­wen­de­ten Meta­phern offen­bar nur den Schrei­ber befrie­di­gen kön­nen, weil ihnen eine wesent­li­che Eigen­schaft, näm­lich eine ein­gän­gi­ge "All­ge­mein­ver­ständ­lich­keit" fehlt. 

Dies liegt nicht an der Nut­zung von Emo­ti­cons - die könn­te man ja im Zwei­fels­fal­le jeder­zeit nach­se­hen und sich so Klar­heit ver­schaf­fen - son­dern im Gebrauch autoren­spe­zi­fi­scher Flos­keln, laut­ver­kürz­ten Wort­fet­zen und einer ¹ Sprach­ebe­ne, die offen­sicht­lich gekün­stel­ten Selbst­be­zug auf eine Gesell­schafts­klas­se mit spe­zi­fi­schem Gedan­ken­ge­bäu­de dar­stel­len sol­len. Genau die­se Absicht, näm­lich eine als "Unge­recht" emp­fun­de­ne Auf­fas­sung einer schwam­mig beschrie­be­nen "All­ge­mein­heit" ins Gegen­teil zu ver­keh­ren, ist zwar erkenn­bar, aller­dings nicht belegt. Erkenn­ba­re Absicht ist nicht gleich ² gelun­ge­ner Überzeugung 


[actio ≠ reac­tio!]

- der Inhalt bleibt frag­men­ta­risch, nicht greif­bar und daher für das all­ge­mei­ne Publi­kum unverständlich.
Das Resul­tat dar­aus ist (→ reac­tio) Ver­är­ge­rung, wo doch zu ver­mu­ten ist, dass es dem Schrei­ben­den um Gewin­nung der Ach­tung, Ände­rung eines Vor­ur­teils (aus sei­ner Sicht), mög­li­cher­wei­se sogar Zunei­gung und Wie­der­kehr der Lesen­den ging als er den Text verfasste. 

So ver­kehrt sich der Auf­wand (→ actio) anstatt zum Posi­ti­ven zu einem Desa­ster. Was ich als Fazit mit­neh­me ist der Auf­schrei des Autors: 


"Fake news!" ....

Die­se Dar­stel­lung passt wie Schloß und Schlüs­sel zur Hal­tung und zum Ver­ständ­nis des abge­wähl­ten Prä­si­den­ten­dar­stel­lers Trump, der ja meh­re­re Schrit­te in Rich­tung Belo­bi­gung der israe­li­schen Poli­tik und gleich­zei­ti­ge Her­ab­wür­di­gung des palä­sti­nen­si­schen Stand­punk­tes für rich­tig und ange­bracht hielt.

Was dabei völ­lig außer Acht bleibt ist das histo­ri­sche Fak­tum, dass der Staat Isra­el eine Grün­dung auf groß­macht­po­li­ti­scher Annek­ti­on des palä­sti­nen­si­schen Ter­ri­to­ri­ums dar­stellt, das unter betrü­ge­ri­scher Absicht und Vor­spie­ge­lung heh­rer Absich­ten zustan­de kam. Es liegt hier ein Fall von "Neu­sprech" vor: 

Wahr­heit ist Lüge - Lüge ist Wahrheit!

Der gesam­te hier nach­fol­gen­de Text ist ein Zitat!
[Sprach­wis­sen­schaft­li­che Abhand­lung mit Bezug zum Inter­net und dort ver­wen­de­ter Dar­stel­lung, ins­be­son­de­re der Bezug auf Emo­ti­cons; der Umfang ist des­we­gen so groß, weil ein­zel­ne Sät­ze hier­aus als 'Aus­zug' nicht den Sinn­zu­sam­men­hang ver­deut­li­chen könnten.] 


Die Erkennt­nis, dass es bei der Spra­che und der Schrift um ledig­lich ver­gäng­li­che nich­ti­ge mensch­li­che Kon­struk­te han­delt, muss jeder Mensch selbst machen, um sich von ihnen zu befreien.

[PDF; Dissertation-Li-Fan.pdf]  

 
Nach Jas­pers hat die Spra­che drei grund­le­gen­de Bedeu­tun­gen. Erstens bezieht sich die Spra­che auf das Spre­chen als eine bio­lo­gi­sche Fähig­keit des Men­schen. Zwei­tens kenn­zeich­net die Spra­che den geschicht­li­chen empi­ri­schen Tat­be­stand, die jewei­li­gen Spra­chen auf der Welt. Zual­ler­letzt cha­rak­te­ri­siert Spra­che das Sprech­ver­mö­gen des Men­schen, die Eigen­art des Menschseins.

 
»Alle Wör­ter sind Laut­bil­der und sind in Bezug auf ihre Bedeu­tung an sich und von Anfang an Tro­pen... › Eigent­li­che Wor­te‹ gibt es in der Spra­che nicht« (Ger­ber 1, 309). Nietz­sche nennt die Spra­che daher ein beweg­li­ches Heer von Meta­phern. In ursprüng­li­chen Meta­phern erwächst ein bedeu­tungs­tra­gen­des Wort­ma­te­ri­al, das dann wei­ter ver­wen­det wird zu neu­en Meta­phern. So steckt in den Wor­ten jeweils eine eigent­li­che oder direk­te Bedeu­tung nur durch Ver­ges­sen des Ursprungs. Die­se eigent­li­che Bedeu­tung wird bewußt als Meta­pher ver­wen­det. In der Geschich­te der Wor­te »sehen wir sich all­mäh­lich Bild an Bild fügen, eines das ande­re fort­set­zend, erläu­ternd, modi­fi­zie­rend, kor­ri­gie­rend, ver­wi­schend« (Ger­ber 1, 266)

 
¹ Wenn alle Wör­ter am Anfang Meta­phern sind und der Bild­cha­rak­ter der Spra­che unaus­weich­lich ist, so kann man davon aus­ge­hen, dass die Meta­pher­bil­dung zu dem wich­ti­gen Ver­ständ­nis der Spra­che: dem „Sprech­ver­mö­gen über­haupt“ gehört. Unter­schied­lich wie die ver­schie­de­ne Spra­chen auf der Welt und so unter­schied­lich wie die ver­schie­de­nen Meta­phern in den jewei­li­gen Spra­chen ange­wen­det wer­den, besit­zen alle Men­schen jedoch die grund­le­gen­de Fähig­keit, Meta­phern zu bil­den und nach­voll­zu­zie­hen. Jas­pers unter­schei­det Wort von Zei­chen 230. Zei­chen (wie die mathe­ma­ti­sche Zei­chen und Zei­chen in den Natur­wis­sen­schaf­ten) sind will­kür­lich und erfun­den. Sie haben einen fest­ge­leg­ten Sinn und end­li­che Bedeu­tun­gen, die unab­hän­gig vom Hin­ter­grund sind.

 
Spra­che ist hin­ge­gen viel­deu­tig und durch­zieht eine geschicht­li­che Ent­wick­lung. Sie ist getra­gen von den Umgrei­fen­den. 231 Das Bild und die Abbil­dung von Sachen sind eine Art Was­ser­dampf oder Nebel. Sie sind natür­lich und mit den Sin­nen erleb­bar, erfahr­bar und begreif­bar. Es ist zwar da, aber unbe­merk­bar, nicht durch­schau­bar bzw wird unbe­wusst wahr­ge­nom­men. Erst als Spra­che wer­den sie zu Was­ser, ent­steht eine flie­ßen­de Kon­si­stenz. Die Spra­che ist jedoch form­bar und wan­del­bar. Und schließ­lich wer­den die Zei­chen­spra­che und Fach­spra­che zum Begriff, zum Eis, das zwar feste Form und fest­ge­leg­te kon­ven­tio­nel­le Bedeu­tung hat und wun­der­bar zur Denk­ope­ra­ti­on dient, aber leb­los ist. Bild, Spra­che und Begrif­fe sind inein­an­der durch­drun­gen, ver­wach­sen und bis zu einem gewis­sen Grad mit­ein­an­der austauschbar.

 
² ".. Wis­sen muß sich aus­spre­chen. Ohne Spra­che ist es nicht da. Das Mini­mum aber an Spra­che ist das Zei­chen. Die Befe­sti­gung der Bedeu­tung in der Spra­che ver­langt die sinn­li­che Grund­la­ge des Laut­bil­des, des Schrift­bil­des (die­ses letz­te­re vor allem in den Zei­chen­spra­chen der Wis­sen­schaf­ten und in der chi­ne­si­schen Lite­ra­tur­spra­che). Die­se sinn­li­che Grund­la­ge ist im Laut, im musi­ka­li­schen Klang, in der Laut­ge­stalt und der Satz­me­lo­die, im Schrift­bild.239 .."

230

Zei­chen ist bei Jas­pers nicht wie in dem nor­ma­len Sprach­ge­brauch der Ober­be­griff für Spra­che, son­dern kenn­zeich­net ledig­lich die kon­ven­tio­nel­len Sprach­be­grif­fen, die beson­ders in der Fach­spra­che auf­tre­ten und deren Gegen­stän­de quan­ti­ta­tiv ein­deu­tig erfasst wer­den und all­ge­mein­gül­tig sind. Die Erkennt­nis durch die Spra­che, als viel­di­men­sio­na­le Trä­ger der Ideen, ist hin­ge­gen nicht iden­tisch wie­der­hol­bar und muss stets neu erzeugt wer­den. Die Spra­che ist nicht ein fer­ti­ges Gebil­de, son­dern immer in stän­di­ger unwill­kür­li­cher Verwandlung.

231

Ich erin­ne­re mich an einen Eng­lisch­un­ter­richt, in dem wir das Wort „brown-nose“ gelernt haben. In dem Unter­richt saßen ins­ge­samt fünf Stu­die­ren­de. Zwei kamen aus Deutsch­land, zwei aus Russ­land und ich aus Chi­na. Nach kur­zer Andeu­tung und Erklä­rung des Dozen­ten brach ein lau­tes Lachen unter den Kurs­teil­neh­mern aus und sie ver­stan­den, dass das Wort „jeman­dem wür­de­los schmei­cheln“ bedeu­tet. Nur ich wuss­te nicht, war­um alle lach­ten und stell­te die „dum­me“ Fra­ge: War­um ist die Nase braun? Ein deut­scher Kurs­teil­neh­mer erklär­te mit einer Gegen­fra­ge: Kennst du die deut­sche Rede­wen­dung „jeman­dem in den Arsch / Hin­tern krie­chen“? So wur­de das Wort auch von mir ver­stan­den. Das Wort „brown-nose“ hat im Ver­gleich zu der deut­schen Rede­wen­dung mehr Zei­chen­cha­rak­ter, ist abstrak­ter. Nicht­de­sto­trotz kann es anhand ety­mo­lo­gi­scher Erklä­run­gen nach­voll­zo­gen wer­den. Es ist ver­mut­lich für Per­so­nen, die in ihrer Spra­chen mit der glei­chen Meta­pher arbei­ten leich­ter zu ver­ste­hen, ist jedoch prin­zi­pi­ell auch für Per­so­nen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen ohne die­se Meta­pher erklär­bar und verständlich.

239

Die Came­ra obscu­ra Trägt zu der Ent­wick­lung der Foto­gra­phie und Film bei, die eben­falls eine schein­bar wirk­lich­keits­ge­treue Dar­stel­lung vermittelt.

[Quel­le → S. 69ff. aus: Emo­ti­cons – Funk­tio­nen und Ver­wen­dung bei chi­ne­si­schen und deut­schen Studenten.
Eine inter­kul­tu­rel­le Vergleichsstudie.
Dis­ser­ta­ti­on zur Erlan­gung des Gra­des einer Dok­to­rin der Phi­lo­so­phie (Dr. Phil.), ange­nom­men vom Senat der Uni­ver­si­tät Vechta.
Erst­gut­ach­ter: Prof. Dr. Fauser, Markus
Zweit­gut­ach­ter: Prof. Dr. Wen, Renbai
Vor­ge­legt von Li, Fan 2016] 

PS / Nur zur Klarstellung:
Der Herr bloed­bab­b­ler hat mit Sicher­heit eine brei­te­re All­ge­mein­bil­dung und einen aus­ge­wo­ge­ne­ren Cha­rak­ter als der noch-Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump. Umso ver­wun­der­li­cher ist, was da bei ihm zu lesen ist ....

bookmark_borderVon 'schmückenden' Titeln

Authen­ti­zi­tät

»» .. Authen­ti­zi­tät ist nicht
danach zu streben
wie man glaubt sein zu müssen,
son­dern zu akzeptieren
wer man ist ..
««
[R.Donovan]

Auf einer lan­gen Auto­fahrt - so unge­fähr neun Stun­den mit Unterbrechung(-en) und ca. 740 Kilo­me­tern kommt ja so eini­ges an Gesprä­chen zusam­men. Die Gedan­ken schwei­fen und ab und zu haken sie sich an einem The­ma fest. Bei die­ser Fahrt ging es unter ande­rem um Tra­di­ti­on, Grund­be­sitz, Ver­pflich­tung aus Eigen­tum laut Grund­ge­setz und von der Umschich­tung in den Gesell­schaf­ten der ver­schie­de­nen Län­der im Lau­fe der Jahrhunderte.

In Deutsch­land war der Adel nicht nur Land­be­sit­zer, son­dern hat­te auch Ver­ant­wor­tung für alle Men­schen, die auf ihren Gütern leb­ten und arbei­te­ten, und zwar von der Wie­ge bis zur Bah­re und dar­über Hin­aus durch Unter­halt an Wit­wen und Wai­sen. Die­ser Land­be­sitz war sehr viel gerin­ger in Umfang und flä­chen­mä­ßi­ger Aus­deh­nung als die Kir­chen­be­sitz­tü­mer mit ihren Län­de­rei­en, Klö­stern und Wohn­raum in Städ­ten, zusam­men­ge­rafft unter ande­rem durch Hin­rich­tung von Men­schen mit Besitz, die man der Ket­ze­rei anklag­te und deren Hab und Gut man dann als 'Süh­ne' an die Kir­che einzog.

".. Der Pro­zess einer Nivel­lie­rung ade­li­ger Vor­rech­te setz­te bereits mit der Säku­la­ri­sa­ti­on von 18021803 in den frü­her geist­li­chen Staa­ten in West­fa­len ein, mit der Auf­he­bung der Land­ta­ge und land­stän­di­schen Ver­fas­sun­gen – und damit auch der Mit­be­stim­mungs­rech­te der Rit­ter­schaf­ten .." ist zu lesen, und das betrifft zwar zunächst West­fa­len, darf aber als gleich­sin­ni­ge Ent­wick­lung in den deut­schen Gebie­ten ange­se­hen werden.

Die Stim­mung gegen Kai­ser, König und Adel schlug zu Beginn des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts um:
Wo man sie noch bis Kriegs­be­ginn unter den mon­ar­chi­sti­schen Bür­gern hul­dig­te mach­te sich ins­be­son­de­re unter den ver­schie­de­nen Links­par­tei­en eine End­zeit­stim­mung breit, die als Sün­den­böcke bei­spiels­wei­se die schlech­te­sten, ver­rot­te­ten­sten und ver­ab­scheu­ungs­wür­dig­sten "Jun­cker" an den (vir­tu­el­len) Pran­ger stell­ten und dann - pars pro toto - die Abschaf­fung aller Pri­vi­le­gi­en, ja des Adels ins­ge­samt anstreb­te. Bis schließ­lich ".. die Wei­ma­rer Repu­blik .. 1919 den Adel kur­zer­hand (abschaff­te) .. Die deut­schen Län­der muss­ten ihre Geset­ze auf die neue Ver­fas­sung ein­stel­len; den Anfang mach­te Preu­ßen am 23. Juni 1920 .."

Soweit die Geschich­te in Kurzfassung
und war­um nun das Alles hier und jetzt?

Sie ken­nen sicher die Redens­art "Graf Koks von der Gas­an­stalt" womit man in der Umgangs­spra­che aus­drücken möch­te, dass sich eine Per­son auf­plu­stert und sich einen Titel aneig­net, der ihr nicht zusteht. Die­ser Titel ist aller­dings authen­tisch, weil er schon vor 1920 bestand.


Der Adel wur­de, wie wei­ter oben auf­ge­zeigt, mit Gesetz von 1920 der Wei­ma­rer Ver­fas­sung abge­schafft. Fort­an wur­den kei­ne neu­en Adels­ti­tel mehr ver­ge­ben .... des­we­gen rieb ich mir ver­wun­dert die Augen, als ich kürz­lich durch die Blogs zapp­te und mein Auge auf die fol­gen­de Unter­schrift unter meh­re­ren Arti­keln [Quel­le] stieß:
 


 Wer - so fra­ge ich, ver­gibt im Jah­re 2020 noch neue Adels­ti­tel? Und wo liegt - geo­gra­fisch - die­ses omi­nö­se "Koh­len­spott"? Für wel­che beson­de­re Lei­stung und von wem wur­de die­ser Titel ver­lie­hen?
 

 
Ver­wirr­te Grü­ße an alle hier Lesenden,
Ihr
WvS

bookmark_borderNochmal ....

.
Noch­mal ein The­ma auf­ge­nom­men das sehr häu­fig in Kom­men­ta­ren (vir­tu­el­le Dis­kus­si­on) und Gesprächs­run­den (rea­le Dis­kus­si­on) zu Pro­ble­men führt:

Vie­le Men­schen kön­nen nicht zwischen

  • einem Argu­ment basiert auf FAKTEN,
  • einer MEINUNG,
  • einem VORURTEIL,
  • einer durch Ein­fluss des SOZIALISATIONSUMFELDes
    beding­te Verhaltensweise, 
  • einer (gene­ti­schen) PERSÖNLICHKEITSSTRUKTUR
  • einer ande­ren Per­son unterscheiden.

.. Per­so­nen erle­ben Unbe­ha­gen (Dis­so­nanz) immer dann, wenn sie mit Argu­men­ten oder Erkennt­nis­sen (Kogni­tio­nen) über einen Teil­be­reich (Aspekt) ihres Ver­hal­tens kon­fron­tiert wer­den, der mit ihrem Selbst­kon­zept (Selbst­ein­schät­zung) / ihren Nor­men (ange­nom­me­nen Regeln und Über­zeu­gun­gen) nicht übereinstimmt .. 

[Quel­le]

Ein wesent­li­cher Fak­tor ist dabei, dass nicht zwi­schen der spre­chen­den / schrei­ben­den Per­son und den dar­ge­leg­ten Argu­men­ten (hof­fent­lich basiert auf Fak­ten) unter­schie­den wird:

Wegen eines unan­ge­neh­men und / oder abzu­leh­nen­den Argu­men­tes wird der Gesprächs­part­ner zum "Feind" erklärt - das bedeu­tet in vie­len Fäl­len völ­li­ge Ableh­nung, wo doch nur eine Facet­te der Per­son und das dar­aus resul­tie­ren­de Unbe­ha­gen (sie­he Zitat oben) aus­lö­send war! 

[Über­ar­bei­te­te Fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung am 06. Nov 2014 um 09:02 h]

bookmark_borderVon 'einprägsamen' Leitsätzen (aka 'Slogans')

Kurz, aus­sa­ge­kräf­tig, ein­präg­sam und daher leicht zu mer­ken, auf den Punkt, gereimt und syn­chron zum mar­schie­ren bei einer Demon­stra­ti­on - so sol­len die Paro­len, die moti­vie­ren­den und manch­mal die Geg­ner deklas­sie­ren­den Merk­sprü­che sein. Sind sie dazu noch per­si­flie­rend, von ätzen­der Schär­fe, iro­nisch oder sati­risch, so sind sie beson­ders 'gelun­gen', d.h. sie erfül­len den Zweck der Ent­lar­vung der geg­ne­ri­schen Schwächen.

Einen sol­chen Leit­satz fand ich kürz­lich bei einem der vie­len Streif­zü­ge durch das Inter­net - und weil er so vie­le der oben genann­ten Vor­aus­set­zun­gen erfüllt wäh­le ich die­sen Satz



Das "B" in
Quer­den­ken steht für "Bil­dung"
 

 
zum Leit­satz des Jah­res, der als Bei­spiel für die vie­len Sch****hausparolen der grö­len­den rech­ten Dumm­köp­fe steht, die nichts wirk­lich ver­ste­hen, kein Basis­wis­sen haben, aber immer sehr genau wis­sen was angeb­lich falsch und was rich­tig ist. 

Sieh auch:

(26.03.2019) Absur­di­tä­ten wohin man schaut ....
(18.08.2018) ➂ Wir leben in einer DEMOKRATIE. Echt jetzt ...?
(04.10.2017) Von denen, die über den Wol­ken schwe­ben:
      Nichts­ah­nend, denk­faul und 'gut bürgerlich' ....

(22.04.2016) Wäre ich ....
(14.11.2015) Kana­li­sie­rung des Zorns
(17.12.2014) Besen, Besen, seid's gewesen ...!
(16.02.2008) «Unter den Tala­ren der Muff von 1000 Jahren»
(10.05.2005) Demonstration .... 

bookmark_borderEine Gesellschaft ohne Gott ....
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A society without God ....

A socie­ty wit­hout God is not only possible,
it is usual­ly extre­me­ly decent and likeable

First of all, let me wish ever­yo­ne who has come here a year 2021 which turns out to be less exci­ting and hazar­dous to health than 2020. Who would have thought at the begin­ning of the pas­sing year that the­re could be such social & socia­tal dis­lo­ca­ti­on worldwide!

If I try to extra­ct some­thing posi­ti­ve out of it, it is the fact that we can now hope that insight will fol­low: HOW such pla­gues of huma­ni­ty should best be dealt with in the future. In addi­ti­on, it should be noted as an examp­le how quick­ly tho­se peop­le who reject any sci­ence and, in the extre­me, deny it, will be hel­ped with the cor­re­spon­ding effort thanks to more and more pos­si­bi­li­ties of just that sci­ence & modern research.

The mis­con­cep­ti­on - which path of life is the bet­ter one - is due to the fol­lo­wers of reli­gi­ons, sects and weir­dos in the field of eso­te­ri­cism, who sim­ply do not want to be satis­fied with the fact that their (often poor, unad­ven­tur­ous) life is not worth more than that of their pitia­ble farm dog, who has to eke out his life on a chain - just as they hang on the chain of their 'reli­gious lea­ders'. Unab­le to descri­be them­sel­ves and their situa­ti­on rea­li­sti­cal­ly. And wit­hout any plan to free them­sel­ves from it.

Below is an excerpt from the text that descri­bes in more detail why we do not need reli­gi­on and why any war­ning about a 'god­less' life is a bot­tom­less and chee­ky lie of tho­se who bene­fit from the gul­li­ble who take their decep­ti­on at face value.

Happy New Year to all readers!

 

Eine Gesell­schaft ohne Gott ist nicht nur möglich,
sie ist meist außer­or­dent­lich anstän­dig und sympathisch

Las­sen Sie mich zunächst allen die hier­her gekom­men sind und noch kom­men ein Jahr 2021 wün­schen, dass sich als weni­ger auf­re­gend und gesund­heits­ge­fähr­dend erweist als 2020. Wer hät­te Anfang des Jah­res gedacht, dass es sol­che Ver­wer­fun­gen welt­weit geben könnte! 

Wenn ich ver­su­che dem etwas Posi­ti­ves abzu­ge­win­nen, so ist es die Tat­sa­che, dass wir nun dar­auf hof­fen kön­nen dar­aus wer­de die Erkennt­nis fol­gen WIE zukünf­tig gegen sol­che Pla­gen der Mensch­heit am besten vor­ge­gan­gen wer­den soll­te. Zudem ist als Ergeb­nis zu ver­mer­ken wie schnell sich mit ent­spre­chen­dem Auf­wand dank immer mehr Mög­lich­kei­ten der moder­nen For­schung gera­de jenen Men­schen gehol­fen wer­den wird, die jeg­li­che Wis­sen­schaft ableh­nen und im Extrem ableugnen. 

Schuld dar­an sind die Reli­gio­nen, die Sek­ten und Spin­ner im Bereich der Eso­te­rik, die sich ein­fach nicht damit zufrie­den geben wol­len, dass ihr (oft arm­se­li­ges) Leben nicht mehr wert ist als das ihres zu bedau­ern­den Hof­hun­des, der sein Leben an einer Ket­te fri­sten muss - so wie sie an der Ket­te ihrer 'reli­giö­sen Füh­rer' hän­gen. Unfä­hig sich und ihre Situa­ti­on wirk­lich­keits­nah zu beschrei­ben und ohne jeden Plan sich dar­aus zu befreien.

Wei­ter unten also ein Text­aus­zug, der etwas näher beschreibt war­um wir kei­ne Reli­gi­on brau­chen und war­um jed­we­de War­nung vor einem 'gott­lo­sen' Leben eine boden­lo­se und fre­che Lüge derer ist, die davon pro­fi­tie­ren wenn man ihnen folgt und ihre Unwahr­hei­ten gar für bare Mün­ze nimmt.

Allen Lese­rin­nen & Lesern ein gutes neu­es Jahr!

 

" .. But most resi­dents of Den­mark and Swe­den, he found, don’t wor­ship any god at all, don’t pray, and don’t give much cre­dence to reli­gious dog­ma of any kind. Ins­tead of being basti­ons of sin and cor­rup­ti­on, howe­ver, as the Chri­sti­an Right has sug­ge­sted a god­less socie­ty would be, the­se coun­tries are fil­led with resi­dents who score at the very top of the “hap­pi­ness index” and enjoy their healt­hy socie­ties, which boast some of the lowest rates of vio­lent crime in the world (along with some of the lowest levels of cor­rup­ti­on), excel­lent edu­ca­tio­nal systems, strong eco­no­mies, well-sup­­por­ted arts, free health care, ega­li­ta­ri­an social poli­ci­es, out­stan­ding bike paths, and gre­at beer .. "

Über­set­zung: ".. Aber die mei­sten Ein­woh­ner Däne­marks und Schwe­dens, stell­te er fest, ver­eh­ren über­haupt kei­nen Gott, beten nicht und glau­ben reli­giö­sen Dog­men jeg­li­cher Art nicht. Anstatt Bastio­nen der Sün­de und Kor­rup­ti­on zu sein, wie die christ­li­che Rech­te jedoch stets betont, dass eine gott­lo­se Gesell­schaft sein müss­te , sind die­se Län­der voll von Ein­woh­nern, die ganz oben auf dem „Glücks­in­dex“ ste­hen und ihre gesun­den Gesell­schaf­ten genie­ßen, von denen eini­ge stolz sind die nied­rig­sten Gewalt­kri­mi­na­li­täts­ra­ten der Welt (zusam­men mit den nied­rig­sten Kor­rup­ti­ons­ra­ten), aus­ge­zeich­ne­te Bil­dungs­sy­ste­me, star­ke Volks­wirt­schaf­ten, gut unter­stütz­te Kün­ste, kosten­lo­se Gesund­heits­ver­sor­gung, ega­li­tä­re Sozi­al­po­li­tik, her­vor­ra­gen­de Rad­we­ge und groß­ar­ti­ges Bier zu haben .. "

(Socie­ty wit­hout God is not only pos­si­ble, but it can be qui­te civil and plea­sant.
Titel­zei­le & Text­aus­zug zitiert & teil­wei­se frei über­setzt nach: " .. Socie­ty wit­hout God: What the Least Reli­gious Nati­ons Can Tell Us About Con­tent­ment .. "
)
 


bookmark_borderInsufficient Evidence
Rätselraten

To the sur­pri­se of almost ever­yo­ne fami­li­ar with the sub­ject Pre­si­dent Trump didn't sign the recent­ly finis­hed and agreed upon bill for - among other pro­vi­si­ons - a check of US$ 600.00 as COVID-19 reli­ef. It is now high­ly que­stionable that the money will be paid out this year, lea­ving the nee­dy, hun­gry and tho­se threa­ten­ed with evic­tion in limbo.

Mul­ti­ple TV out­lets and the press imme­dia­te­ly star­ted to search for moti­ves the still on the loo­se Pre­si­dent may have to act this way. Ulte­ri­or moti­ves? No, cer­tain­ly not, con­side­ring his up-to-now dis­re­gard of anything per­tai­ning to anyo­ne but hims­elf. A sud­den chan­ge of mind about the demands, the actions nee­ded the Demo­crats have been plea­ding for? Nope, he wouldn't do that for tho­se he sees accoun­ta­ble for the 'ste­al', his loss in the election.

It must be his fight for the top posi­ti­on in the future of the Repu­bli­can par­ty - try­ing to under­mi­ne the actions of the Sena­te lea­der Mitch McCon­nell, whom he des­pi­ses espe­ci­al­ly becau­se McCon­nell recent­ly ack­now­led­ged Pre­si­dent-elect Joe Biden's vic­to­ry in the 2020 Pre­si­den­ti­al Elec­tion. While doing so he kills two birds with one stone: Stay the top poli­ti­ci­an in the par­ty and piss off a per­cei­ved enemy. 

So whe­re is this going to go?

The demo­crats shouldn't bar­gain and let the Repu­bli­cans fight it out among them­sel­ves. If no agree­ment is rea­ched they will be able to hand out the money after the inau­gu­ra­ti­on wit­hout having to swal­low crow as offe­red by their opponents.

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Übersetzung:
Zur Über­ra­schung fast aller, die mit dem The­ma ver­traut sind, uin­ter­schrieb Prä­si­dent Trump die kürz­lich abge­schlos­se­ne und ver­ein­bar­te Gesetz­ge­bung nicht, die - unter ande­rem - einen Scheck über 600,00 US-Dol­lar als COVID-19-Aus­gleichs­zah­lung vor­sah. Es ist jetzt höchst frag­lich, ob das Geld in die­sem Jahr aus­ge­zahlt wird, so dass Bedürf­ti­ge, Hung­ri­ge und von Räu­mung bedroh­te Men­schen in der Schwe­be bleiben.

Meh­re­re Fern­seh­sen­der und die Pres­se began­nen sofort, nach Moti­ven zu suchen, die der noch-auf-frei­em-Fuß-befind­li­che Prä­si­dent mög­li­cher­wei­se haben könn­te. Altru­isti­sche Moti­ve? Nein, bestimmt nicht, wenn man bedenkt, dass er bis­her alles außer sich selbst miss­ach­tet hat. Eine plötz­li­che Ände­rung der Mei­nung über die For­de­run­gen, die Maß­nah­men, für die die Demo­kra­ten plä­diert haben? Nein, er wür­de das nicht für die­je­ni­gen tun, die er für den "Dieb­stahl", sei­nen Ver­lust bei den Wah­len, ver­ant­wort­lich sieht.

Es muss sein Kampf um die Spit­zen­po­si­ti­on in der Zukunft der Repu­bli­ka­ni­schen Par­tei sein - der Ver­such, die Aktio­nen des Senats­vor­sit­zen­den Mitch McCon­nell , den er beson­ders ver­ach­tet, weil McCon­nell kürz­lich den Sieg des Prä­si­den­ten­kan­di­da­ten Joe Biden bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len 2020 aner­kannt hat. Dabei tötet er zwei Flie­gen mit einer Klap­pe: Er bleibt der ton­an­ge­ben­de Poli­ti­ker der Par­tei (Repu­bli­ka­ner) und ver­är­gert zugleich sei­nen ver­meint­li­chen Feind.

Also, wohin führt das?

Die Demo­kra­ten soll­ten nicht ver­han­deln und die Repu­bli­ka­ner unter­ein­an­der kämp­fen las­sen. Wenn kei­ne Eini­gung erzielt wird, kön­nen sie das Geld nach der Amts­ein­füh­rung aus­hän­di­gen, ohne die von ihren Geg­nern ange­bo­te­ne Krö­te schlucken zu müssen.

bookmark_borderIf you think it can't get worse ....

If you think it can't get worse - just expect Trump to top himself ....

" .. When Mitch McCon­nell final­ly bro­ke his silence and admit­ted that Joe Biden had won the elec­tion .. it was as con­tro­ver­si­al as admit­ting that the sky is blue.

.. the news did not, in fact, quash Trump’s attempts to deny the obvious. If anything, the more peo­p­le turn away from Dear Lea­der, the most fran­tic he beco­mes in pur­suing his attempt to over­throw the election.

Con­vic­ted fel­on Micha­el T. Flint appeared at the White Hou­se Fri­day and par­ti­ci­pa­ted in a dis­cus­sion of a mili­ta­ry take-over of the elec­tion. Trump expres­sed inte­rest in the sei­zing of voting machines.

(In) an off-the-wall White Hou­se con­fe­rence in which the­re was dis­cus­sion of decla­ring mar­ti­al law and re-run­ning the elec­tion in are­as Trump had lost, as well as appoin­ting noted nin­com­poop Sid­ney Powell as a spe­cial pro­se­cu­tor to look into voter fraud .. " 

[Text cited & slight­ly alte­red for bet­ter rea­da­bili­ty "The Dai­ly Car­too­nist"]

Über­set­zung:
Als Mitch McCon­nell schließ­lich sein Schwei­gen brach und zugab, dass Joe Biden die Wahl gewon­nen hat­te .. war es eben­so unum­strit­ten wie zuzu­ge­ben, dass der Him­mel blau ist.
Die Nach­rich­ten haben Trumps Ver­su­che, das Offen­sicht­li­che zu leug­nen, nicht zunich­te gemacht. Je mehr Men­schen sich von Dear Lea­der abwen­den, desto hek­ti­scher wer­den sei­ne Ver­su­che die Wahl zu kippen.
Der ver­ur­teil­te Ver­bre­cher Micha­el T. Flint erschien am Frei­tag im Wei­ßen Haus und nahm an einer Dis­kus­si­on über eine mili­tä­ri­sche Über­nah­me der Wah­len teil. Trump zeig­te Inter­es­se an der Beschlag­nah­me von Wahlmaschinen.
(In) eine Off-the-Wall-Kon­fe­renz im Wei­ßen Haus, auf der dis­ku­tiert wur­de, das Kriegs­recht zu erklä­ren und die Wah­len in Gebie­ten, in denen Trump ver­lo­ren hat­te, erneut durch­zu­füh­ren, sowie die noto­risch voll trot­te­li­ge Sid­ney Powell als Son­der­staats­an­wäl­tin zur Unter­su­chung von Wahl­be­trug zu ernen­nen .."

bookmark_border (XII) Nun ist es da ....

Wie bereits in der letz­ten Fol­ge "Haus­bau" ange­spro­chen braucht man heu­te unbe­dingt ein Boden­gut­ach­ten als Grund­la­ge für die wei­te­re Pla­nung eines Hauses.

Das Gut­ach­ten liegt nun vor und es geht wei­ter mit dem Ent­wurf eines Grund­ris­ses. Das ist erst ein­mal nur eine gro­be Ein­tei­lung und Anord­nung der Räu­me - und es wird auf die­ser Grund­la­ge spä­ter der exak­te Plan für die Bau­vor­anfra­ge erar­bei­tet. In die­ser Pha­se soll­te man über­legt haben (haben wir!) wel­che Bedürf­nis­se man hat und wie die­se sich im Plan spie­geln sollen:

Da ent­schei­det man bei­spiels­wei­se wie vie­le Bade­zim­mer bzw. wel­che Art von Bade­zim­mer, mit Dusche, Wan­ne oder nur eines von bei­den man sich lei­sten möch­te - weil die Bäder nach dem Kel­ler und der Küche die nächst teu­er­sten Tei­le des Hau­ses dar­stel­len. Da kann man mit Hang nach Luxus sehr viel Geld los­wer­den, oder auch spa­ren, wenn man nach Funk­tio­na­li­tät und nicht nach gro­ßen 'Mar­ken­na­men' entscheidet.

Oder man plant ein Schlaf­zim­mer, in dem nicht nur geschla­fen wer­den soll. Eine Lese­ecke oder ein Schreib­tisch könn­ten dort Platz fin­den, weil man an ande­rer Stel­le kein extra Arbeits­zim­mer haben möch­te. Oder genau das Gegen­teil, weil man ein Arbeits­zim­mer gele­gent­lich auch als Gäste­zim­mer nut­zen könnte.

Braucht man einen Raum für die mitt­ler­wei­le immer umfang­rei­cher wer­den­de Haus­tech­nik, der nur die­sem Zweck die­nen soll, oder will man dort auch Wasch­ma­schi­ne und Trock­ner und viel­leicht Vor­rä­te unter­brin­gen? Soll die Gara­ge an das Haus 'ange­dockt' wer­den oder sepa­rat ste­hen? Der Vor­teil einer ange­bau­ten Gara­ge ist der trocke­ne Weg ins Haus bei schlech­ter Wit­te­rung, der Nach­teil ist, dass jeder Qua­drat­me­ter Haus mehr kostet als der für eine dane­ben ste­hen­de Fertiggarage.

Das sind nur eini­ge weni­ge Bei­spie­le, die schnell ver­deut­li­chen, dass es wesent­lich dar­auf ankommt sich Gedan­ken zu machen WAS man will, denn wenn der Plan ein­mal steht gibt es nur noch weni­ge Mög­lich­kei­ten ohne grö­ße­re Zusatz­ko­sten dar­an Ver­än­de­run­gen vor­zu­neh­men. Das gilt ins­be­son­de­re bei Fer­tig­bau­wei­se, das soll­te man bei der Wahl der Art des Bau­ens bedenken.

Der Beginn des neu­en Jah­res wird zugleich der Start für die 'hei­sse Pha­se' der Pla­nung wer­den. Wenn alles für die Bau­vor­anfra­ge erle­digt ist wird end­gül­tig die Finan­zie­rung fest­ge­legt wer­den. Das ist die Vor­aus­set­zung für das wei­te­re Vor­ge­hen, denn selbst wenn die Finan­zie­rung gesi­chert ist kann mit der prak­ti­schen Aus­füh­rung noch nicht begon­nen werden:

Was fehlt ist der geneh­mig­te Bau­an­trag - und der muss vor­lie­gen bevor der erste Spa­ten­stich pas­siert - alles ande­re wäre illegal.

bookmark_borderGehobene Verschwurbelungen

".. Es ist nicht ein­fach einen grund­le­gen­den Sach­ver­halt gegen eine vor­ge­fass­te Mei­nung durch­zu­set­zen - bei man­chen Men­schen sitzt das Vor­ur­teil zu tief und das Wis­sen ist zu wenig ausgeprägt .."

So las ich vor ein paar Tagen in einem Text zur Bewer­tung von Fra­gen und Vor­stel­lun­gen rund um Covid-19. Kei­ne Angst, das The­ma neh­me ich nicht wie­der auf, da gibt es genug mehr oder weni­ger kom­pe­ten­te Men­schen die sich dar­über die Fin­ger wund schreiben.

Was sehr viel 'all­ge­mein gül­ti­ger' und mir bei dem Satz ein­ge­fal­len ist:
Es wird zwar eine Erkennt­nis aus­ge­spro­chen die wir Alle schon ein­mal erlebt haben, aber es fehlt die Kom­po­nen­te, die ich für sehr viel wesent­li­cher hal­te: Gefühl!

Den Ver­such ein Gefühl 'umzu­dre­hen' habe ich schon seit lan­ger Zeit auf­ge­ge­ben. Gegen Gefüh­le hel­fen kei­ne Argu­men­te. Sie kön­nen im besten Fall höch­stens ersetzt wer­den. Wenn es gelingt, sie stär­ker und bewe­gen­der erschei­nen zu las­sen als jene, die zuvor schon vor­han­den waren. Man­cher­orts fin­det man nur noch Gefühl aus­ge­drückt, oder wenig­stens etwas ähn­li­ches, genau­so wenig Greifbares.

Mich erstaunt immer wie­der, wie in Web­logs Gedan­ken ent­wickelt wer­den die nur der Autor/die Autoren selbst zu ver­ste­hen scheint/scheinen, in denen Gefühl aus­ge­drückt wird, wie es um Land, Leu­te und Gesell­schaft bestellt ist. Dem/denen also die Ebe­ne des Publi­kums völ­lig egal ist. Kryp­ti­sche Kür­zel ein­ge­wo­ben in lang­at­mig aus­ho­len­de Sät­ze. Wie soll das dazu füh­ren, dass das wer­te Publi­kum gern da hin geht und liest? In den Anfän­gen des Blog­gens war dann wenig­stens die Dis­kus­si­on in den Kom­men­ta­ren hilf­reich um sich Klar­heit zu ver­schaf­fen was denn nun gemeint war bzw. wel­che Aus­sa­ge sich dahin­ter verbirgt.

Zuneh­mend - weil Kom­men­ta­re seit Jah­ren nach der Zahl rück­läu­fig sind - habe ich den Ein­druck, dass es Blog­schrei­ber gibt, die sich völ­lig von jedem Publi­kum abset­zen und ihre abstrak­ten, man­gels Hin­ter­grun­des beim Publi­kum nicht zu ent­schlüs­seln­den, Meta­phern hin­schrei­ben .... und schon im näch­sten Absatz selbst nicht mehr wis­sen war­um sie das über­haupt geschrie­ben haben. Das bleibt aber, weil ein­mal Geschrie­be­nes nicht ent­fernt wird. Die Gedan­ken sprin­gen wild umher. Mir kommt das vor als wenn ein Hase ziel­los her­um­rennt und dabei unab­läs­sig Haken schlägt.

So steht der Leser da und zwei­felt an sei­ner eige­nen gei­sti­gen Fähig­keit - dabei han­delt es sich ledig­lich um das Unver­mö­gen einer ande­ren Per­son sich klar, ver­ständ­lich und logisch auszudrücken.

Wenn Sie also das näch­ste Mal wie­der so einen Text lesen und anfan­gen an sich selbst zu zwei­feln, las­sen Sie sich nicht auf den Holz­weg füh­ren, schlie­ßen Sie die Lek­tü­re und den­ken Sie: 

Dafür ist mir mei­ne Zeit zu schade.