bookmark_borderReligionsfreiheit

Wor­an, lie­be Lesen­de, den­ken Sie wenn Sie das Wort "Reli­gi­ons­frei­heit" lesen?

Wahr­schein­lich dar­an, dass es jedem Men­schen belas­sen sein soll­te, ob er glau­ben will - und wenn an wen. Frei­heit bedeu­tet doch, das tun und las­sen zu kön­nen, was man selbst will und nur in einer Hin­sicht begrenzt zu sein: 

Wenn es zwi­schen dem eige­nen Wol­len und dem der Ande­ren einen Kon­flikt gibt.


Nun gibt es aller­dings Men­schen, die die­se "Reli­gi­ons­frei­heit" völ­lig anders aus­le­gen. Sie glau­ben(!) Sie müss­ten völ­lig frei sein ihre Sicht der Welt - gefärbt durch die Reli­gi­ons­bril­le - aus­zu­le­ben und nie­mand dür­fe dar­an Anstoß neh­men. Alle Geset­ze und Ver­ord­nun­gen hät­ten sich dar­an aus­zu­rich­ten was Reli­gi­on für die Gläu­bi­gen bedeu­tet und zugleich müss­ten sich Alle dar­an hal­ten, sich also die­sen Regeln unter­wer­fen .... weil ja anson­sten die "Reli­gi­ons­frei­heit" ein­ge­schränkt werde.

 

 

Was die­se Gläu­bi­gen völ­lig ver­ken­nen ist die Tat­sa­che, dass es erwei­tert hei­ssen muss:


Frei­heit für Reli­gi­on, aber auch Frei­heit von Religion. 

 

Seit Ket­zer nicht mehr so ohne wei­te­res - min­de­stens in Mit­tel­eu­ro­pa - ver­brannt oder gerä­dert und auf­ge­hängt wer­den dür­fen - wächst ihre Zahl so sehr, dass die eta­blier­ten Reli­gio­nen Angst um ihre Exi­stenz bekom­men. Bei Ket­zern wun­dert sich nie­mand, wenn sie den Kir­chen und deren Glau­bens­vor­schrif­ten skep­tisch / kri­tisch gegen­über­ste­hen. Dabei haben all die Men­schen objek­tiv Recht die sagen:


Wer auf "Reli­gi­ons­frei­heit" pocht ist jemand, der die "Frei­heit" will, ande­ren Leu­ten zu sagen, wie sie leben sol­len. Die "Frei­heit", schwu­len Men­schen zu sagen, dass sie zur Höl­le fah­ren. Die Geset­ze wol­len, die Frau­en sagen, was sie mit ihren eige­nen Kör­pern tun dür­fen und wie sie ihre Schwan­ger­schaf­ten betrach­ten und hand­ha­ben soll­ten. Auch die Gleich­stel­lung in der Ehe, und die Gleich­stel­lung der Ehe zwi­schen gleich­ge­schlecht­li­chen Part­nern sind mit dem Begriff "Reli­gi­ons­frei­heit" bekämpft worden.

 

 

Geset­ze, die auf der Annah­me beru­hen die Glau­bens­re­geln müss­ten auf die Gesamt­be­völ­ke­rung aus­ge­dehnt und ohne Aus­nah­men durch­ge­setzt wer­den, gehö­ren abge­schafft. Was sich mitt­ler­wei­le gegen den erbit­ter­ten Wider­stand der Glau­bens­ge­mein­schaf­ten eta­bliert hat muss wei­ter aus­ge­dehnt wer­den. Wobei deut­lich gemacht wer­den soll­te, dass es nicht zu Recht- und Gesetz­lo­sig­keit gekom­men ist als die ersten Schrit­te in Rich­tung Ein­däm­mung reli­giö­sen Ein­flus­ses getan wur­den. Wes­we­gen es sehr unwahr­schein­lich ist, dass das geschieht, wenn wei­ter alte Reli­gi­ons-Zöp­fe abge­schnit­ten wer­den und end­lich eine Tren­nung von Kir­che und Staat erfolgt, die seit mehr als ein­hun­dert(!) Jah­ren über­fäl­lig ist.

Wenn also wie­der ein­mal ein Schrei­hals auf­tritt und nach "Reli­gi­ons­frei­heit" brüllt fra­gen Sie sich bit­te: Will er Frei­heit dafür sei­ne Regeln durch­zu­set­zen oder Frei­heit dafür, dass Alle in Bezug auf "Glau­be" - und dar­aus fol­gen­de Hand­lun­gen - das tun und las­sen dür­fen was sie wollen.

bookmark_borderFundstücke ....

Zehn Jah­re ist es her, dass die­ser Bei­trag ins Inter­net gestellt wur­de. Zehn Jah­re ist es her, dass die ver­link­ten Vide­os auf­ge­nom­men wurden.

Sie sind immer noch "top-aktu­ell"!

Hier nun ein "neu­es" Video → Athe­isten ....

[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 18. Nov 2009 um 23:16]

 

bookmark_borderO Herr, wie ist dein Tierreich groß ...!

Die­sen Spruch im Titel pfleg­te mein Vater zu spre­chen um anzu­deu­ten, wenn ihm etwas sehr obskur vor­kam. Mir kam das heu­te in den Sinn, als ich Anmer­kun­gen zu den Ost-Wah­len gele­sen habe - und wider bes­se­res Wis­sen auch noch kom­men­tier­te .... ich kann es eben ein­fach nicht las­sen zu glau­ben (!) die Welt könn­te sich noch zum Bes­se­ren ändern.

Hier also zwei Bei­spie­le als *screen shots* die für sich selbst sprechen:
[click! auf die Abbil­dun­gen vergrößert]

 

bookmark_borderEnkelsprech

Die Fami­lie sitzt in der Son­ne und es wer­den Geschich­ten erzählt.
Mama von Enkel­kind (1) ist nicht da. Sie muss arbeiten. 


Enkel­kind (1) erklärt das spä­te­re Berufsziel:
Dann wer­de ich Pilot und wir flie­gen mit mei­ner Rake­te zum Mond.
Oma und Papa und Fine kom­men mit!


Oma fragt:
Und Opa? Kommt Opa nicht mit?


Enkel­kind (1) darauf:
Opa bleibt da.
Einer muss doch winken!

bookmark_borderÜber den Nicht-Biologen der ganz sicher ist, dass die Biologen von Biologie nichts verstehen

Der Ori­gi­nal­ti­tel lau­te­te: "About That Non-Bio­lo­gist Who Is Sure Bio­lo­gists Got Bio­lo­gy Wrong" " .. Let’s sub­tit­le this sto­ry, “Guy who made his care­er in not-bio­lo­gy is con­vin­ced by other not-bio­lo­gists that Biology’s core theo­ry is wrong .. ” - dazu will ich eini­ge Anmer­kun­gen machen.

Zuerst ein­mal dar­über, dass ein Wis­sen­schaft­ler, der auf einem, sei­nem Fach­ge­biet eine Kory­phäe ist, nicht auto­ma­tisch die Kom­pe­tenz hat in einem ande­ren Fach­ge­biet mit­zu­spre­chen. Schon des­we­gen nicht, weil ange­le­se­ne Fak­ten zu einem Spe­zi­al­ge­biet der Bio­lo­gie zu nichts tau­gen als Dilet­tan­tis­mus. Denn nicht umsonst dau­ert das Grund­stu­di­um min­de­stens zwei Jah­re, in denen der ange­hen­de Bio­lo­ge lernt, wie er sich in die­sem Dschun­gel an Fak­ten für die jewei­li­ge Fra­ge­stel­lung den rich­ti­gen Pfad sucht. Wer also die­se Ori­en­tie­rung nicht hat­te endet irgend­wo im Nichts, irrt umher und wenn er sei­ne Umge­bung beschreibt blei­ben wich­ti­ge Aspek­te außen vor. Weil sol­che Neu­lin­ge in der Bio­lo­gie mit Ambi­tio­nen ohne Grund­la­gen­kennt­nis­se nicht ver­ste­hen kön­nen!

Kom­men die­se Nicht-Bio­lo­gen aus einem natur­wis­sen­schaft­li­chen Fach, so soll­ten ihnen die Grund­la­gen wis­sen­schaft­li­cher Vor­ge­hens­wei­se bekannt sein. Das ist kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich, denn wer auf sei­nem (Bio­lo­gie-frem­den) Fach­ge­biet geforscht hat ver­liert irgend­wann den Über­blick über ver­wand­te Berei­che, sei­ne Grund­la­gen­kennt­nis­se ver­al­ten und sind nach meh­re­ren Jahr­zehn­ten nicht bes­ser als die von mit­tel­mä­ßig gebil­de­ten Laien.

Kom­men die Nicht-Bio­lo­gen wie der Herr Gelern­ter¹ aus einem völ­lig ande­ren Wis­sen­schafts­feld, etwa einer Gei­stes­wis­sen­schaft (wohin ich die Arbei­ten des besag­ten Her­ren ein­stu­fen muss, nach allem was über ihn ver­öf­fent­licht ist), so ist schon bei der Aus­wahl der Lite­ra­tur ein Fra­ge­zei­chen zu set­zen. Als Bio­lo­ge traue ich mir bei­spiels­wei­se nicht zu auf dem Gebiet der Infor­ma­tik irgend­wel­che Urtei­le abzu­ge­ben nur weil ich ein paar Grund­vor­le­sun­gen Mathe­ma­tik belegt hat­te, denn da feh­len mir die Grund­la­gen­kennt­nis­se zu Pro­gram­mier­spra­chen - wür­de ich es doch tun, so wäre es nicht mehr als das papa­gei­en­haf­te Nach­plap­pern von Gedan­ken Ande­rer, deren Ein­schät­zung dazu ich gele­sen habe.

Wie es oben schon hieß:

“Guy who made his care­er in not-bio­lo­gy is convinced
by other not-bio­lo­gists that Biology’s core theo­ry is wrong .. ” 

PZ Myers² hat des­we­gen ein ver­nich­ten­des Essay zu dem Buch von Herrn Gelern­ter geschrie­ben, das mit dem Satz endet " .. In other words, fuck off, David Gelern­ter, you arro­gant clown .. " {Mit ande­ren Wor­ten, ver­piss dich, David Gelern­ter, du arro­gan­ter Clown.}

Die Krea­tio­ni­sten- und Christ­li­che-Fun­da­men­ta­li­sten-Sze­ne hin­ge­gen fei­ert die Ver­öf­fent­li­chung des Bio­lo­gie-Dilet­tan­ten Gelern­ter zur Evo­lu­ti­on als 'bahn­bre­chen­de Erkennt­nis' - end­lich hat 'mal einer deren Quatsch namens "Intel­li­gent Design" so Ernst genom­men wie er vom 'Dis­co­very Insti­tu­te'³ unter die Leu­te gebracht wird. 

¹ David Gelern­ter US-ame­ri­ka­ni­scher Infor­ma­ti­ker und Kulturjournalist.
² PZ Myers US-ame­ri­ka­ni­scher Bio­lo­ge. Er lehrt als Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­ty of Min­ne­so­ta in Morris.
³ Dis­co­very Insti­tu­te; Wiki­pe­dia sagt: " .. Das Insti­tut pro­du­ziert und ver­brei­tet Medi­en, in denen mit vor­geb­lich wis­sen­schaft­li­cher Metho­dik ver­sucht wird, kon­ser­va­ti­ve und evan­ge­li­ka­le Per­spek­ti­ven zu belegen .."

Zum Wei­ter­le­sen:

- Von Pseu­do­wis­sen­schaf­ten .... (14.04.2015)
Zu uni­ver­si­tär ver­tre­te­nen Pseudo-Wissenschaften;
- Mit Wis­sen­schaft tun sich selbst Wis­sen­schaft­ler schwer (01.10.2018)
Samm­lung von Links zu Arti­keln über Wis­sen­schaft und den Miß­brauch von Wissenschaft;
- Wis­sen­schaft­li­cher Fort­schritt *update* (28.11.2018)
Die Häme der Unkun­di­gen und Gie­ri­gen trieft aus den Zei­len ihrer öffent­li­chen Ein­las­sun­gen .. Akti­vi­sten wer­den als 'welt­fremd' und 'fort­schritts­feind­lich' ver­ächt­lich gemacht;
- Von Allah und Wis­sen­schaft *update* [07.02.2019]
Der Ver­such, Wis­sen­schaft unter den Vor­be­halt reli­giö­ser Kom­pa­ti­bi­li­tät zu stellen;
- ... eine wis­sen­schaft­li­che Grund­ein­stel­lung ... (05.08.2019)
Wenn etwas für ein poli­ti­sches Argu­ment 'pas­send gemacht' wer­den soll.

bookmark_borderDa bin ich wieder ....

Mit der tota­len Ent­halt­sam­keit in Sachen Internet/elektronische Kom­mu­ni­ka­ti­on hat es nicht geklappt. Das lag im wesent­li­chen dar­an, dass sich im wah­ren Sin­ne die Ereig­nis­se über­schla­gen haben und mei­ne Pla­nung nicht so umge­setzt wer­den konn­te wie vor­ge­se­hen. Immer­hin: So zu 95% war es Urlaub. Erholt bin ich schon - und zu neu­en Mis­se­ta­ten bereit. 

Und wie ist es Ihnen so in den ver­gan­ge­nen drei Wochen gegangen?

bookmark_borderUp, up and away ....

Nee, nicht rich­tig, nur so als Aufhänger. 


Wahr ist aller­dings, dass ich eine Wei­le weit ab von Com­pu­ter, Inter­net und dem gan­zen Drum-und-Dran sein wer­de. Feri­en hab' ich ja immer als Rent­ner. Alle Tage sind Ferientage.Aber ein paar Tage im Jahr brau­che ich Abstand und Zeit mich von der Wirk­lich­keit des moder­nen Lebens zu distanzieren.

Die­ses Mal bin ich nicht in Spa­ni­en und nicht mit Wohn­wa­gen unter­wegs und Berich­te davon gibt es auch nicht.

Allen wün­sche ich einen herr­li­chen Spätsommer ....
und ich hof­fe eben­so auf gutes *outdoor*-Wetter.

Hier geht es am 01. Sep­tem­ber wie­der weiter. 

 

[Bild von kor­du­la vah­le auf Pix­a­bay]

bookmark_borderDie SPD
*update* [30.11.2019]

Die SPD wühlt sich in Form von Äusse­run­gen ihrer 'Spit­zen­po­li­ti­ker' immer mehr in den Abgrund. Sich nun auf den Kli­ma­schutz zu stür­zen - ohne die nöti­ge Kom­pe­tenz inhalt­lich und per­so­nell zu haben - ist mehr als gewagt. Der Schulz'sche Ver­such die Kon­so­li­die­rung Euro­pas auf­zu­neh­men ist untaug­lich, das hät­te Mona­te vor der Euro­pa­wahl mög­li­cher­wei­se ein wenig gebracht, aber wer glaubt Schulz noch irgend­was nach all den Pan­nen und Rän­ke­spiel­chen sei­ner Partei?

     

Wir hat­ten auf der Erde 'mal Sau­ri­er. Die sind aus­ge­stor­ben und wahr­schein­lich waren sie nicht selbst dar­an Schuld. Die SPD ähnelt die­sen Rie­sen der Vergangenheit:
Alle erin­nern sich, man­che moch­ten sie, vie­le weni­ger gut, ein wenig trau­ern alle hin­ter­her - aber wie­der haben? Nein, das wol­len die Mei­sten nicht.

     

Da rate ich der SPD es zu akzep­tie­ren und - stolz auf die Ver­gan­gen­heit - den Unter­gang hin zu neh­men. Jede Art von künst­li­cher Streckung, Her­aus­zö­ge­rung die­ses Unter­gan­ges heißt die Erin­ne­rung an die­se einst wich­ti­ge Par­tei zu beschmutzen.

     

Das hat der un-seli­ge Herr Schrö­der samt sei­ner ersten Koali­ti­on ab 1999 schon zur Genü­ge getan. Es wäre an der Zeit im Zuge der Abwick­lung der SPD die­sem Lum­pen einen Tritt zu ver­pas­sen und ihn zum Teu­fel zu jagen ....

*edit/update* [30.11.2019]
Gefun­den beim Herrn bloed­bab­b­ler

bookmark_borderDie Begründung

"Während die Befür­wor­ter der Waf­fen­kon­trol­le über die Fra­ge dis­ku­tie­ren, ob Waf­fen Men­schen töten oder Men­schen Men­schen töten, möch­te ich die Kau­sal­ket­te einen Schritt wei­ter in die Tie­fe gehen und unter­stel­len, dass es Über­zeu­gun­gen sind, die Men­schen töten .. ein ras­si­stisch-anti­se­mi­ti­sches Buch aus dem 19. Jahr­hun­dert mit dem Titel "'Macht ist Recht' oder 'Das Über­le­ben der Bestan­ge­paß­ten'¹" ergänz­te „War­um Städ­te über­fül­len und mehr offe­nes Gelän­de zupfla­stern, um Platz für Mesti­zen­hor­den zu schaffen?“

» .. While gun con­trol pro­pon­ents deba­te Second Amend­ment advo­ca­tes over whe­ther it is guns that kill peo­p­le or peo­p­le who kill peo­p­le, I would like to take the cau­sal chain one step deeper and sug­gest that it is beliefs that kill peo­p­le. .. a white supre­macis­t/an­ti-Semi­tic 19th-cen­tu­ry book tit­led Might is Right or the Sur­vi­val of the Fit­test, adding “Why over­c­rowd towns and pave more open space to make room for hor­des of mestizos?” .. « 

[Über­setzt aus: eSkep­tic | SKEPTIC Guns Don’t Kill Peo­p­le, Beliefs Kill Peo­p­le by Micha­el Shermer]

Wer nun glaubt "Ja, ja, aber das ist doch ein Zitat das nur auf die USA zutrifft!", der irrt. Gewal­tig. Denn ein Blick in die Fra­gen, die die AfD in den Par­la­men­ten stellt, ein Blick in das, was an Grund­la­gen ver­öf­fent­licht ist, und ein Blick auf die Reden und son­sti­ge Äuße­run­gen zeigt:

Da sind wasch­ech­te Ras­si­sten³ am Werk, die machen kei­nen Spaß. Die wol­len die Macht und damit die Mög­lich­keit zu bestim­men wer in die­sem Land als "Deut­scher" zählt. Wer '..Städ­te über­füllt..' und wess­ent­we­gen '..offe­nes Gelän­de zuge­pfla­stert..' wer­den muss. 

Für all die­sen ideo­lo­gi­schen Müll muss dann noch - wie­der ein­mal, wie im letz­ten und vor­letz­ten Jahr­hun­dert - Dar­win mit sei­ner Evo­lu­ti­ons­theo­rie² her­hal­ten! Ver­ein­nahmt von Idio­ten, die kaum ihren eige­nen Namen schrei­ben kön­nen, ange­führt von eine klei­nen Grup­pe von listi­gen und durch­trie­be­nen Agi­ta­to­ren. Die sich auf die­se Art an die Spit­ze der "Bewe­gung" set­zen und hof­fen, von der brau­nen Wel­le ganz nach oben getra­gen zu wer­den. Wo sie danach ihre Gefolg­schaft mit Groß­ver­an­stal­tun­gen à la Trump auf­zu­het­zen geden­ken. Auf dass wir ein neu­es "gro­ßes Reich" wer­den. Rein von 'min­der­wer­ti­gem Blut' und arbeit­sam, ordent­lich und gehor­sam der Füh­rung folgend.

Der ein­zi­ge Man­gel den die­ser Plan hat ist die Tat­sa­che, dass wir nun aus der eige­nen Ver­gan­gen­heit wis­sen wohin sol­cher Wahn­sinn führt. Es gera­de in den USA wie­der ein­mal auf­ge­zeigt bekom­men. Und gewarnt sein sollten.

Das soll­ten sich die baye­ri­schen Zünd­ler von der CSU, die See­ho­fer-Getreu­en, an den Spie­gel stecken: Auch radi­ka­li­sie­ren­de Spra­che ist Ras­sis­mus, selbst wenn kei­ne ein­zi­ge ras­si­sti­sche Rede­wen­dung ent­hal­ten ist! Die 'Weg­be­rei­ter' sind genau­so schlimm wie jene, die offen, wie die AfD, gegen "Anders­ar­ti­ge" het­zen, und die tat­säch­li­che Daten­la­ge für ihre Zwecke verfälschen. 

Die­ses Mal kann nie­mand sagen
"Wir konn­ten doch nicht ahnen wohin all das führt!"

¹ Dar­win selbst hat­te sei­ne Theo­rie haupt­säch­lich auf die Tier- und Pflan­zen­welt bezo­gen und sich von gesell­schaft­li­chen Ana­lo­gien wie­der­holt distan­ziert. Der Sozi­al­dar­wi­nis­mus über­trug die Dar­win­sche Leh­re von der natür­li­chen Aus­le­se nicht nur auf die Mensch­heits­ge­schich­te, son­dern erklär­te auch den Kampf zwi­schen Völ­kern, Ras­sen und Natio­nen zum Natur­ge­setz. Die Selek­ti­on durch "Strugg­le for life" und "Sur­vi­val of the fit­test" wur­de schon bald als Grund­kon­stan­te der mensch­li­chen Exi­stenz und als bestim­men­de Ursa­che von Kon­kur­renz, Kampf und Krieg gesehen.

² Der bri­ti­sche Phi­lo­soph und Sozio­lo­ge Her­bert Spen­cer und nicht Dar­win präg­te 1864 das berüch­tig­te Mot­to "Sur­vi­val of the fit­test". Dar­win über­nahm den Aus­druck in der fünf­ten eng­lisch­spra­chi­gen Auf­la­ge sei­nes Wer­kes "Die Ent­ste­hung der Arten", die 1869 erschien und benutz­te ihn ergän­zend zu sei­nem Fach­be­griff von der natür­li­chen Selek­ti­on. Evo­lu­ti­on bedeu­te­te für Spen­cer vor allem Kampf ums Dasein. Spen­cer und nicht Dar­win wur­de damit zu einem der Begrün­der des Sozi­al­dar­wi­nis­mus, der das bio­lo­gi­sche Prin­zip der natür­li­chen Aus­le­se auch auf alle sozia­len Bezie­hun­gen über­trug. [Quel­le für 1 und 2: Von Dar­win zum Ras­sen­wahn]

³ Um den Sozi­al­dar­wi­nis­mus als Theo­rie einer Gesell­schaft, in der das Recht des Stär­ke­ren gilt, war es lan­ge still. Heu­te ist er zurück als Kern­ele­ment des Rechts­extre­mis­mus. [Quel­le]

Das Bild vom Hau­en und Ste­chen in der Natur ist ein typisch mensch­li­ches, eben­so wie jenes vom fried­li­chen Mit­ein­an­der aller Krea­tu­ren. Kei­nes der bei­den Extre­me stimmt. In der Natur fin­det gro­ße Kon­kur­renz zwi­schen Indi­vi­du­en der­sel­ben oder ver­schie­de­ner Arten statt. Sie ist eine Trieb­fe­der für die Fort­ent­wick­lung in der Evo­lu­ti­on. Die Basis für die­se Kon­kur­renz stellt aber die Koope­ra­ti­on dar. Sie ist das eigent­li­che Erfolgs­mo­dell der Evo­lu­ti­on. Letzt­end­lich führt die Fokus­sie­rung auf die Kon­kur­renz nur dazu, dass die ihr zugrun­de lie­gen­de wech­sel­sei­ti­ge Abhän­gig­keit der Lebe­we­sen unter­ein­an­der über­deckt wird. Auch der – momen­ta­ne – Evo­lu­ti­ons­er­folg des Men­schen ist ohne Koope­ra­ti­on nicht denk­bar. Viel grund­le­gen­der fin­det Koope­ra­ti­on ja schon auf Zell­ebe­ne statt. Ein so kom­ple­xes Gebil­de wie eine Zel­le wür­de ohne Koope­ra­ti­on nicht funk­tio­nie­ren. [Quel­le]


CSU-Chef See­ho­fer: "Weh­ren bis zur letz­ten Patrone"


Links tat­säch­li­che Natio­na­li­tät lt. Kri­mi­nal­sta­ti­stik, rechts Natio­na­li­tät laut AfD.

bookmark_border50.000 US$

Wenn Sie schon ein­mal bei "you­tube" rein­ge­schaut haben ken­nen Sie die Mög­lich­keit *con­tent povider* - also Men­schen die Vide­os machen und all­ge­mein zur Ver­fü­gung stel­len - mit einem festen monat­li­chen Betrag über die Platt­form *patre­on* zu unterstützen.

Seit letz­tem Jahr habe ich mir die Vide­os eines bra­si­lia­ni­schen Pär­chens ange­se­hen, die davon berich­ten wie sie einen - in der Mit­te aus­ein­an­der gesäg­ten - 40-Fuß-Con­tai­ner zu einem Häus­chen umbau­en. Der Kanal heißt:
Odd Life Craf­ting und hat mitt­ler­wei­le 84.167 Abonnenten.

Die Bei­den haben immer mal zwi­schen­durch erklärt wozu das Haus die­nen soll: Sie wol­len eine feste Blei­be haben wenn sie ihren Traum vom eige­nen Segel­boot erfüllt haben, mit dem durch die Welt segeln und immer wenn es nötig wird nach Hau­se kom­men kön­nen - in ihr selbst gebau­tes Häuschen.

Mit viel Phan­ta­sie und Recher­che, aber auch mit Hil­fe von Kom­men­ta­ren zu ihren Vide­os haben sie so man­chen Tipp bekom­men was auf wel­che Art ver­bes­sert oder län­ger­fri­stig halt­ba­rer gebaut wer­den kann.

Die gan­ze Zeit über haben sie sich immer wie­der bei denen bedankt, die ihnen etwas über *patre­on* gespen­det haben und so ermög­lich­ten wei­ter zu bau­en und die Zeit dafür zu haben, weil sie dafür beruf­lich kür­zer tre­ten konnten.

So hat­te ich den Ein­druck sie sei­en tat­säch­lich knapp an Geld und wären des­we­gen dar­auf ange­wie­sen etwas gespen­det zu bekom­men. Die Sache mit dem Segel­boot kam immer mal wie­der ins Gespräch, aber das soll­te erst ernst­haft betrie­ben wer­den nach­dem das Haus fer­tig sei.

Vor etwa einem Monat - gro­ße Über­ra­schung! - ver­kün­de­ten sie die Bot­schaft "Wir haben ein Segel­boot gekauft!", und zwar liegt es 400 km wei­ter süd­lich in einem Yacht­ha­fen an Land, auf dem Trocke­nen, und das seit über 20 Jahren.
Das letz­te Video was ich ange­se­hen habe hat­te den Titel "⛵️ Sailboat on the hard for 22 years ? How much did it cost? #091"¹, und dar­in wur­de der Preis des Boo­tes bekannt gemacht: 50.000 US$ .... ein *Schnäpp­chen* im Ver­gleich zu Neu­prei­sen und immer noch preis­wert im Ver­gleich zu ande­ren Gebrauchtsegelschiffen.

91 Zuse­her haben sich als regel­mä­ßi­ge Zah­ler ein­ge­tra­gen - mit Beträ­gen zwi­schen 2 und 50 US$/Monat.
Wenn ich einer davon wäre .... wür­de ich mich schon wun­dern, war­um zwei Leu­te um Spen­den bit­ten wenn sie für ein gebrauch­tes Segel­boot mal eben 50.000 US$ hin­blät­tern kön­nen. Und mit­tei­len, dass bis zur end­gül­ti­gen Fer­tig­stel­lung wohl min­de­stens noch­mal der glei­che Betrag anfällt.
Irgend­wie kommt mir das 'unpas­send' vor. 

Anmer­kung:
Es geht in die­sem Arti­kel nur dar­um an einem Bei­spiel die Frag­wür­dig­keit der För­de­rung der *con­tent pro­vi­der* über patre­on dar­zu­stel­len. Die hier geschil­der­ten Umstän­de gibt es bei ande­ren Video­blogs [kurz: Vlogs] auch.
Die Bezah­lung einer Wer­be­ver­gü­tung durch *goog­le* an die­se Vlog­ger habe ich absicht­lich nicht mit auf­ge­nom­men, da schon die Erklä­rung wie das berech­net wird außer­or­dent­lich kom­plex und - manch­mal - unbe­re­chen­bar ist.


¹ Segel­boot seit 22 Jah­ren an Land (Trocken­dock) Wie
viel hat es gekostet?


 

bookmark_border... eine wissenschaftliche Grundeinstellung ...

Ver­tei­di­gung der Wis­sen­schaft gegen Ver­leug­nung, Betrug und Pseudowissenschaft

Über­set­zung :
".. eine „wis­sen­schaft­li­che Hal­tung“, bei der die Evi­denz {mit beson­de­rem Wahr­heits­an­spruch auf­tre­ten­de voll­stän­di­ge Ein­sicht} im Vor­der­grund steht, und die Bereit­schaft der Wis­sen­schaft­ler, Theo­rien auf der Grund­la­ge neu­er Evi­denz zu ändern. Die Behaup­tung, der Kli­ma­wan­del sei kei­ne fest­ge­leg­te Wis­sen­schaft, die Evo­lu­ti­on sei "nur eine Theo­rie", und Wis­sen­schaft­ler ver­schwör­ten sich, um die Wahr­heit über Impf­stof­fe aus der Öffent­lich­keit zu ver­ban­nen, ist eine Grund­ar­gu­men­ta­ti­on im rhe­to­ri­schen Reper­toire eini­ger Politiker .."

Ori­gi­nal (ange­passt):
Defen­ding Sci­ence from Deni­al, Fraud, and Pseudoscience
» .. a “sci­en­ti­fic atti­tu­de” in an empha­sis on evi­dence and sci­en­tists’ wil­ling­ness to chan­ge theo­ries on the basis of new evi­dence. For exam­p­le, claims that cli­ma­te chan­ge isn’t sett­led sci­ence, that evo­lu­ti­on is “only a theo­ry,” and that sci­en­tists are con­spi­ring to keep the truth about vac­ci­nes from the public are stap­les of some poli­ti­ci­ans’ rhe­to­ri­cal repertoire .. «
[Pro­mo­ti­on for Quel­le]

Was ist stets leich­ter als sich in ein bestimm­tes The­ma einzuarbeiten?
Zu behaup­ten das Thema
- sei irrelevant;
- sei noch nicht end­gül­tig erforscht;
- wer­de noch zwi­schen Wis­sen­schaft­lern diskutiert;
- sei ent­we­der ver­al­tet, über­holt oder noch zu neu um dar­über genug zu wissen;
- sei in die­sem Zusam­men­hang nicht von Bedeutung.

Die Fül­le an Aus­re­den ist groß. Tat­säch­li­ches Wis­sen ist rar. Geschwa­fel statt Wis­sen ist wohl­feil, denn reden ohne etwas aus­zu­sa­gen wird immer belieb­ter unter Poli­ti­kern. Sie stu­die­ren Muster­sät­ze ein, die wenig aus­sa­gen aber über­zeu­gend klingen.

Glau­ben Sie nicht?


Dann suchen Sie mal bei you­tube oder ähn­li­cher Quel­le nach Reden der bekann­te­sten Poli­ti­ker - ich fin­de das beste Bei­spiel ist Frau von der Ley­en. Sie begnügt sich nicht mit lee­ren Phra­sen, sie tischt völ­lig *cool* die drei­ste­sten Lügen mit gewin­nen­dem Lächeln auf.

Das muss man erst 'mal können.
 

 
Und wie war das mit der Wis­sen­schaft von wei­ter oben?
Das war ein "Auf­hän­ger" für das Politiker-bashing.

Aber nun doch noch ganz ernsthaft:
Wis­sen­schaft trifft des­we­gen kei­ne end­gül­ti­gen Aus­sa­gen, weil es an jeder Erkennt­nis im Lau­fe wei­te­rer For­schung etwas zu ver­bes­sern, zu ändern oder ein­zu­schrän­ken gilt. Es ist ein dyna­mi­scher Pro­zess, der immer den jewei­li­gen Wis­sens­stand dar­stellt. Die Metho­den der For­schung ändern sich, die Ergeb­nis­se wer­den immer genau­er, weil die Mes­sun­gen prä­zi­ser und die Maß­stä­be immer klei­ner werden.

"Hypo­the­se" bedeu­tet nicht 'Unsi­cher­heit', son­dern "gesi­cher­tes Wis­sen mit der Mög­lich­keit und Not­wen­dig­keit es in der Zukunft wei­ter zu prä­zi­sie­ren". Das ist es was Wis­sen­schaft­ler antreibt: 

Mehr zu klä­ren, abzu­si­chern, der end­gül­ti­gen Erkennt­nis näher zu kommen.

Wenn Ihnen also näch­stens wie­der jemand zu erklä­ren ver­sucht Wis­sen­schaft­ler wür­den Sie belü­gen oder ihnen etwas vor­ent­hal­ten wis­sen Sie es nun bes­ser und kön­nen den wah­ren Lüg­ner entlarven.


*edit* (16.08.2019)
Eine Pas­sen­de Abhand­lung aus "zeit online" | [Ver­schwö­rungs­theo­rien: Epstein, Epstein, alles muss ver­steckt sein]; Jan Skud­la­rek; 15. August 2019, 20:03 h."

" .. Wer eine Aus­sa­ge in den Raum stellt, muss lie­fern. Argu­men­te. Bele­ge. Bewei­se. So war es jeden­falls frü­her. Heu­te, in der Epo­che des Anti­fak­ti­schen, gel­ten Bele­ge und Bewei­se nicht etwa als abge­wer­tet (schon das wäre schlimm genug), nein, oft sind sie schlicht­weg schnurz­piep­egal. Man braucht sie nicht im Dis­kurs. Der Kon­spi­ra­tio­nist, der sich selbst natür­lich "Wahr­heits­su­cher" nennt oder "kri­ti­scher Geist", befin­det sich in der beque­men Lage, dass allein durch die Unter­stel­lung böser Absich­ten ein Aha- oder auch ein Ja-klar-Effekt bei sei­nen Mit­men­schen ent­steht. Bei sol­chen Mit­men­schen jeden­falls, die auch kri­ti­sche Gei­ster sein möch­ten, aber auf seriö­se (und müh­sa­me) Ver­fah­rens­wei­sen von Wis­sen­schaft, For­schung oder inve­sti­ga­ti­vem Jour­na­lis­mus pfeifen .. "