bookmark_borderWenn ich das früher gewusst hätte ....

Wis­sen sie, was die Kreu­zung zwi­schen dumbpho­ne und smartpho­ne ergibt?
Boringphone!
Bor­ing­Pho­ne
- The Mini­ma­list Smartphone

Das Bor­ing­Pho­ne ist ein Smart­phone, wel­ches über­flüs­si­ge und ablen­ken­de Apps per Soft­ware löscht und damit gegen die auf­stei­gen­de Smart­phone Sucht ankämpft.

Da habe ich mir noch vor ein paar Mona­ten mein One+one von Goo­gles Schnüf­fe­lei *befrei­en* las­sen .... und das hät­te ich jetzt ein­fach so 'von der Stan­ge' kau­fen können.

bookmark_borderEin Faschist

"Sind Sie ein Kommunist?"
"Nein, ich bin ein Anti-Faschist."
"Wie lan­ge schon?"
"Seit ich ver­stan­den habe was Faschis­mus ist."

[Ernest Heming­way, For Whom the Bell Tolls | "Wem die Stun­de schlägt"]

But it's clear what we saw this week. You could feel the echo. Some­thing pro­found­ly ugly stir­red in Ame­ri­ca. And like always, we watched, dis­con­cer­ted, hoping it wouldn't con­ta­mi­na­te us over here. The anti-immi­grant chants fil­led the space at Donald Trump's ral­ly this week, direc­ted against Ilhan Omar, a Mus­lim Demo­cra­tic con­gress­wo­man and Ame­ri­can citi­zen. The pre­si­dent pau­sed to let them grow. 'Lock her up' has mor­phed into 'send her back'. And just like that, the US took ano­ther small but noti­ceable step down­wards towards moral disintegration. 

* Der Anti-Intel­lek­tua­lis­mus der Faschi­sten ist das erste Merk­mal. Für jede ande­re Ideo­lo­gie braucht man Grips, für Faschis­mus nur den Wil­len zu Gewalt. Wie ein mili­tan­ter Faschist schon 1920 sagte
"Die Faust ist die Syn­the­se unse­rer Theorie!"

* Eine Defi­ni­ti­on für Faschis­mus ist schwer dar­zu­stel­len. Es ist wenig an Grund­sätz­li­chem vorhanden.
Zunächst wird 'natio­na­ler Nie­der­gang' beklagt, die 'Geburts­bür­ger' wer­den in dem Gedan­ken bestärkt, dass sie benach­tei­ligt sei­en. Es wer­den Min­der­hei­ten für die­ses Ungleich­ge­wicht ver­ant­wort­lich gemacht. Man beraubt die­se Men­schen ihrer demo­kra­ti­schen Stan­dard­rech­te und begrün­det es damit, es stün­de nur den 'patrio­ti­schen' und 'ras­ser­ei­nen' Bür­gern zu.
Die Éli­te, tra­di­tio­nell im Besitz von Geld und damit Macht, schaut die­sem Trei­ben wohl­wol­lend zu. So lan­ge sich der Pöbel strei­tet kön­nen sie unbe­hel­ligt verdienen.

Trump hat den Pro­gram­men der Demo­kra­ten nichts ent­ge­gen­zu­set­zen - des­we­gen ist sei­ne Stra­te­gie Emo­tio­nen zu schü­ren und die unge­bil­de­ten Mas­sen, die kei­nen Zugang zu aus­län­di­schen Medi­en und deren Ein­schät­zung haben, und 247 von FOX indok­tri­niert wer­den, so auf­zu­het­zen, dass sie am Ende glau­ben nur er kön­ne für ihr Wohl­erge­hen sorgen. 

Wir hat­ten das schon ein­mal in Euro­pa, in Deutschland.
Die Ame­ri­ka­ner ler­nen jetzt ken­nen wie Faschis­mus, lang­sam krie­chend und ohne nen­nens­wer­ten Wider­stand, eine Bevöl­ke­rung ergreift und sich so aus­brei­tet, dass es bis zum Zusam­men­bruch kei­ne Umkehr mehr gibt.

KZ-ähn­li­che Lager gibt es schon an den Gren­zen, Kin­der, Säug­lin­ge (!) wer­den von ihren Eltern getrennt, Men­schen sind zusam­men­ge­pfercht, unter­ernährt, ster­ben ... und von da ist es nicht mehr weit sich die­ser 'Unter­men­schen' end­gül­tig zu ent­le­di­gen! Der ein­zi­ge Unter­schied zu den deut­schen KZs ist, dass zum ersten Mal die Welt­öf­fent­lich­keit zusieht, die US-Lager pri­va­ti­siert sind und dar­an auch noch Geld ver­dient wird. Mil­lio­nen! Der Kapi­ta­lis­mus geht naht­los in Faschis­mus über.

→ Absät­ze mit * {Freie Über­set­zung nach einem Arti­kel von Ian Dunt; Fri­day, 19 July 2019 1:37 PM [Week in Review: Some­thing grim rises from Trump's ral­ly]}

bookmark_borderErnährung: Eiweiß

Es wird ja der­zeit nichts so hef­tig dis­ku­tiert als die Fra­ge wie man sich 

1. aus gesund­heit­li­chen Grün­den und
2. aus Grün­den des Umweltschutzes 

ernäh­ren sollte.

Eine wesent­li­che Rol­le für (1) spielt dabei die Zusam­men­set­zung der Nah­rung, was Aus­wir­kung auf (2) hat, weil es dar­um geht die opti­ma­le Ver­sor­gung mit allen wesent­li­chen Nah­rungs­be­stand­tei­len zu beden­ken und des­we­gen die Bau­stei­ne der Diät sinn­voll auszuwählen.

Wie mög­li­cher­wei­se vie­le Men­schen aus ihrem Bio­lo­gie­un­ter­richt erin­nern braucht der Mensch Pro­te­in, zusam­men­ge­setzt aus Eiweiß­bau­stei­nen, in mög­lichst gün­sti­ger - das heißt zu sei­nem eige­nen Muster pas­sen­den - Men­ge der Ein­zel­stof­fe. Die 20 Bau­stei­ne der Eiwei­ße, genannt "kano­ni­sche Ami­no­säu­ren" kön­nen über­wie­gend aus ein­an­der in unse­rem Kör­per her­ge­stellt werden. 

Doch es gibt eini­ge davon, die nicht auf die­sem Wege gewon­nen wer­den können:
Es sind die soge­nann­ten "essen­ti­el­len Ami­no­säu­ren", für deren Her­stel­lung wir nicht die nöti­gen Stoff­wech­sel­we­ge haben.

Sol­che Ami­no­säu­ren müs­sen wir Men­schen dem­nach als Nah­rung zu uns neh­men. Ob sie aus pflanz­li­cher Quel­le stam­men (Gemü­se, Obst, Nüs­se, Samen) oder aus tie­ri­schen Nah­rungs­mit­teln (Fleisch, Milch, Eier) ist dabei uner­heb­lich - sie sind che­misch gese­hen völ­lig iden­tisch. 'Iden­tisch' heißt in die­sem Fall 'aus­tausch­bar' bzw. 'nicht zu unter­schei­den'. Ihre Frei­set­zung aus dem Nah­rungs­ei­weiß und die Zer­le­gung des Eiwei­ßes in die Ami­no­säu­rebau­stei­ne sind ein Teil des Stoff­wech­sels.

Der Unter­schied in der Ernäh­rungs­wei­se - und die Beson­der­hei­ten, die zu beach­ten sind - rührt daher, dass in Pflan­zen die Men­ge der ein­zel­nen Bau­stei­ne von Pro­te­inen sehr ver­schie­den ist von dem, was in tie­ri­schen Nah­rungs­stof­fen vor­han­den ist. Je mehr die­se Ver­hält­nis­se von Ami­no­säu­ren zuein­an­der denen glei­chen die wir in unse­rem Kör­per haben, desto weni­ger Stoff­wech­sel­ar­beit muss der Kör­per leisten. 

Das bedeu­tet: Weni­ger Nah­rung muss (men­gen­mä­ßig) zuge­führt wer­den. Weni­ger Zufuhr wie­der­um ist gleich­be­deu­tend mit weni­ger Stoff­wech­sel­ar­beit und das hat weni­ger Ener­gie­ver­brauch zur Fol­ge. Man nennt die­se Rela­ti­on zwi­schen Nutz­bar­keit und Auf­nah­me­men­ge "Bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit". Pflanz­li­che Pro­te­ine haben meist eine gerin­ge­re bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit, weil sie sich in der Zusam­men­set­zung von der des Men­schen unterscheiden.

Refe­renz­wert für die bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit ist Vollei, des­sen bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit als 100 defi­niert wird. Bei­spie­le fin­det man bei WIKIPEDIA.

"Wer­tig­keit" ist also kein Wert­ur­teil über die in Fra­ge ste­hen­de che­mi­sche Sub­stanz, das Pro­te­in, oder sei­ne Bau­stei­ne, die Ami­no­säu­ren, son­dern ledig­lich über deren men­gen­mä­ßi­ge Brauch­bar­keit für den mensch­li­chen Stoffwechsel.

Weni­ger Nah­rungs­zu­fuhr bei pas­sen­der bio­lo­gi­scher Wer­tig­keit bedeu­tet natür­lich weni­ger *Logi­stik* - wir nen­nen es ja im All­tags­ge­brauch schlicht *ein­kau­fen* .... und nach Hau­se tra­gen. Bes­se­re Ver­wert­bar­keit bedeu­tet dem­nach zugleich mehr Bequem­lich­keit durch gerin­ge­res Gewicht und Volu­men. Das wird zukünf­tig bestimmt eini­ge Ände­run­gen in den Gewohn­hei­ten erfor­dern - wenn sich, zwangs­läu­fig, die Gewohn­hei­ten umstel­len müs­sen um umwelt­scho­nen­de Ver­sor­gung zu erreichen.

Vor dem Hin­ter­grund von wach­sen­den Beden­ken gegen die Mas­sen­tier­hal­tung und der dar­aus ent­stan­de­nen Beden­ken hin­sicht­lich des Tier­wohls, sowie der öko­lo­gi­schen Nach­tei­le die dar­aus erwach­sen, ist es sinn­voll den Fleisch­kon­sum zurück zu fah­ren und über pflanz­li­che Alter­na­ti­ven nachzudenken.

Dazu abschlie­ßend zwei Hinweise:
Zuerst muss das Lebens­al­ter in Erwä­gung gezo­gen wer­den, denn mit zuneh­men­dem Alter ist die Ver­stoff­wechs­lung redu­ziert, es wer­den leich­ter Man­gel­zu­stän­de ein­tre­ten als bei jün­ge­ren Personen.

Zwei­tens ist eine dra­sti­sche "Sofort­um­stel­lung" nicht sinn­voll, denn der Kör­per ( = Stoff­wech­sel) braucht eine Über­gangs­zeit, um sich auf die geän­der­te Nah­rungs­zu­sam­men­set­zung ein­zu­stel­len. Sinn­voll ist daher mit einem Tag pro Woche zu begin­nen und all­mäh­lich zu stei­gern - sofern man die­se Umstel­lung in die Tat umset­zen will.

Sicher ist es mög­lich sich rein pflanz­lich zu ernäh­ren. Ob es aller­dings für die Ein­zel­per­son auch sinn­voll ist sei dahin gestellt. So, wie man 'einen alten Baum nicht mehr ver­pflan­zen soll' oder 'einem alten Hund kei­ne neu­en Tricks bei­brin­gen' kann, ist es eine Fra­ge der eige­nen Lebens­qua­li­tät, wie weit man die­se Umstel­lung trei­ben will. Wahr bleibt auch, dass unser Kör­per auf Misch­kost ein­ge­stellt ist, eine rein pflanz­li­che Ernäh­rung macht zwar einem Ele­fan­ten kei­ne Pro­ble­me beim Mus­kel­auf­bau, uns als Misch­köst­lern schon. Des­we­gen rate ich zu einer modi­fi­zier­ten Kost, in der Fleisch nicht völ­lig aus­ge­schlos­sen wird.

So wie damals ange­dacht → Öko­fa­schi­sten aber bit­te nicht ...!

bookmark_borderVerhältnismäßigkeit

Kürz­lich bekam ich ein E-Mail von einem Bekann­ten aus USA.
In dem stand der fol­gen­de Satz:

Never watch more tele­vi­si­on
than the amount of time you exer­cise. ¹

Das ist bestimmt ein guter Rat, denn wie schon zu Zei­ten von "Trimm Dich!" - die älte­ren Lesen­den wer­den sich noch aus den sieb­zi­ger und acht­zi­ger Jah­ren dar­an erin­nern - war der Rat 

"Täg­lich min­de­stens eine hal­be Stun­de lau­fen, unab­hän­gig vom Lebensalter!"

Nun gibt es Beru­fe, bei denen die­ser Rat eher belu­stigt auf­ge­nom­men wer­den wird, weil, wer in ihnen arbei­tet, täg­lich ein Viel­fa­ches die­ser Zeit 'lau­fend' zubringt .... aller­dings über­wie­gen heu­te im Berufs­le­ben bestimmt die Tätig­kei­ten, deren Aus­übung kaum noch Bewe­gung erfordert.

Alles in Allem fin­de ich es begrü­ßens­wert wenn sol­che Appel­le ver­kün­det werden.
Bei dem einen oder ande­ren Bewe­gungs­muf­fel wird es helfen ....

¹ Sehen Sie nie­mals län­ger fern als Sie trainieren.

bookmark_borderVariabel

»Die USA allein sind für 26,3 Pro­zent aller seit dem Beginn des Indu­strie­zeit­al­ters aus­ge­sto­ße­nen Treib­haus­ga­se ver­ant­wort­lich. [...] Die ­reich­sten 10 Pro­zent sind für 45 Pro­zent der Emis­sio­nen ver­ant­wort­lich.«
- Phil­li­pe Des­camps. »Reich und dreckig«. Le Mon­de diplo­ma­tique vom 10.01.2019.
[via → http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2019/klima-umwelt-eigenverantwortung/]

»LONDON, 21 June, 2019 – The US mili­ta­ry is now the 47th green­hou­se gas emit­ter. A machi­ne powered to keep the world safer para­do­xi­cal­ly increa­ses the levels of cli­ma­te danger.
Bri­tish sci­en­tists have iden­ti­fi­ed one of the world’s gre­at emit­ters of green­hou­se gases, a silent agen­cy which buys as much fuel as Por­tu­gal or Peru and emits more car­bon dioxi­de than all of Roma­nia: the US military.
In 2017, all this added up to fuel purcha­ses of 269,230 bar­rels of oil [1 Bar­rel ≙ 159 Liter; 42.807.570 Liter²] a day and the release of 25,000 kilo­tons of car­bon dioxi­de equi­va­lent into the atmo­sphe­re.
«
{Über­set­zung¹}
- US mili­ta­ry is huge green­hou­se gas emit­ter; June 21st, 2019, by Tim Radford
[ → https://climatenewsnetwork.net/us-military-is-huge-greenhouse-gas-emitter/]

Hier nur zwei Bei­spie­le, dass es sich bei der Kli­ma­ka­ta­stro­phe um ein von Men­schen ver­ur­sach­tes Phä­no­men han­delt - wenn auch stets von den Geg­nern vor­ge­bracht wird, es sei noch gar nicht geklärt und schon erst recht gäbe es kei­ne Über­ein­stim­mung der Wis­sen­schaft in die­ser Sache.

Wer so etwas behaup­tet hat wohl nie eine Uni­ver­si­tät von innen gese­hen bzw. war wäh­rend des Auf­ent­hal­tes dort bestimmt kein Natur­wis­sen­schaft­ler, oder, die­se Per­son ist mit Augen- und Ohren­klap­pen über den Cam­pus gelaufen.

Varia­ble Wer­te sind übri­gens schon des­we­gen zu erwar­ten, weil es sich um ver­schie­den­ste Mess­in­stru­men­te han­delt - und selbst zwi­schen zwei iden­ti­schen Mess­ge­rä­ten gibt es eine Abweichung.

Das ändert aller­dings gar nichts an der Grundaussage:
Wenn wir nicht zu einer Abkehr von dem Gedan­ken des "Wachs­tums" kom­men und unse­ren Res­sour­cen­ver­brauch dra­stisch redu­zie­ren, dann wer­den die näch­sten Gene­ra­tio­nen selbst mit immer grö­ße­ren Anstren­gun­gen kei­ne Umkehr des dro­hen­den Kol­lap­ses mehr schaffen.

¹ Das US-Mili­tär ist jetzt der 47. Treib­haus­gas­emit­tent. Eine Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit, die ange­trie­ben wird, um die Welt siche­rer zu machen, erhöht para­do­xer­wei­se das Aus­maß der Klimarisiken.
Bri­ti­sche Wis­sen­schaft­ler haben einen der welt­weit größ­ten Emit­ten­ten von Treib­haus­ga­sen iden­ti­fi­ziert, eine stil­le Behör­de, die so viel Treib­stoff wie Por­tu­gal oder Peru kauft und mehr Koh­len­di­oxid aus­stößt als ganz Rumä­ni­en: das US-Mili­tär.
Im Jahr 2017 sum­mier­te sich dies auf den Kauf von 269.230 Bar­rel Öl pro Tag und die Frei­set­zung von 25.000 Kilo­ton­nen Koh­len­di­oxid­äqui­va­lent in die Atmosphäre.

² Volu­men – Gewicht
1 Kubik­me­ter Roh­öl ≙ 0,8617 Tonnen
1 Bar­rel ≙ 0,137 Ton­nen Rohöl
Die Volu­men-Gewicht-Umrech­nung ist für Roh­öl nicht ein­deu­tig, da die Dich­te von Roh­öl wohl in dem Bereich von 0,8 – 0,95 schwankt.

bookmark_borderBegriffsstutzige 'Herren'
*update* [24.07.2019]

In vie­len Dis­kus­sio­nen zu Inter­net­ver­öf­fent­li­chun­gen kom­men immer wie­der die glei­chen Mecha­nis­men zum Vorschein:
Zuerst wer­den - ver­meint­lich unwi­der­leg­ba­re - The­sen aufgestellt,
wenn die­se - übli­cher­wei­se - wider­legt wer­den kom­men neue The­sen dazu,
wenn auch die wider­legt wer­den fol­gen per­sön­li­che Angrif­fe, unbe­leg­te Behaup­tun­gen, the­men­frem­de, aus­schwei­fen­de Dar­le­gun­gen (nach dem Mot­to "Viel hilft viel!").
Die Palet­te der Dis­kus­si­ons­trol­le ist breit gefä­chert ....

Neu­lich bin ich auf zwei sol­che Kas­per­le gesto­ssen, König und Ruten­berg, Tweed­ledum and Tweed­le­dee agreed to have a batt­le with me*, wovon einer dann irgend­wann den - sei­ner Mei­nung nach unschlag­ba­ren - Ein­wand brach­te er habe ja über 30 Jah­re Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus betrie­ben und sei daher ernst zu neh­men .... ich hät­te jetzt dage­gen hal­ten kön­nen, aber auf sol­che "Sch+++zvergleiche" las­se ich mich seit Jah­ren schon nicht mehr ein.

Schließ­lich habe ich den Her­ren mit­ge­teilt, dass ich nicht wei­ter mit ihren dis­ku­tie­ren wer­de und die Reak­tio­nen waren so, wie ich es erwar­tet hat­te. Sie kön­nen ein­fach nicht akzep­tie­ren, dass Schluss ist, Ende der Dis­kus­si­on mit zwei Leu­ten, die Fak­ten nicht akzep­tie­ren wollen.



 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
Unge­eig­ne­te Methode
+ unge­eig­ne­te Argumente
= unge­eig­ne­te Gesprächspartner

 

 

 

 

 

Hier nun eini­ge Abbil­dun­gen mit wel­chen Argu­men­ten ver­sucht wurde/wird mich dazu zu brin­gen mich wei­ter auf sie einzulassen. 

Zuerst das, was ich als "Ende der Dis­kus­si­on" schrieb:


(oben) Was folg­te war schon 'star­ker Tobak". Die Eng­län­der sagen dazu 'belitt­le', bei uns heisst es "klein­re­den", die *Belei­di­gung* wird nach dem Wort "Vor­aus­set­zung" gestartet ....


(oben) Hier nun der miss­lun­ge­ne Ver­such wit­zig(?) oder iro­nisch (?) zu klin­gen, voll­ge­stopft mit Behaup­tun­gen was ich *angeb­lich* geschrie­ben hät­te - frei erfunden ...!


(oben) Da kann ich nur sagen "ich muss gar nichts!"

* Tweed­le-Koe­nig and Tweedle-Ruthenberg

*update* [24.07.2019]

Nun kamen noch wei­te­re *Auf­for­de­run­gen* ....



(oben) Am Ende noch eine *Gra­tis-Psy­cho­ana­ly­se*, genau das was mir in die­sen Tagen die Stim­mung hebt. End­lich Klar­heit, wie gut mir das tut ....

(unten) Letz­te Ein­tra­gung von mir - und damit genug mit Auf­wand für die­ses Thema:


["click!" auf das jewei­li­ge Bild vergrößert]

bookmark_borderKann denn fragen Sünde sein?

Aus einer inten­si­ven, fast been­de­ten Dis­kus­si­on eines Arti­kels bei 'kraut­re­por­ter' war wie­der ein­mal zu ler­nen, dass 'Gläu­bi­ge' an ihrem Glau­ben fest­hal­ten und weder fak­ten­ba­sier­te Argu­men­te, noch Bewei­se eines Gegen­teils des­sen, was sie akzep­tie­ren, zum Umden­ken brin­gen können.

Es sind in jeder Dis­kus­si­on mit 'Gläu­bi­gen' die immer wie­der­keh­ren­den Argu­men­te, längst wider­legt, die vor­ge­bracht wer­den. Aldous Hux­ley wird das Zitat zugeschrieben
".. Facts do not cea­se to exist becau­se they are igno­red ..",
{Tat­sa­chen hören nicht auf zu exi­stie­ren wenn man sie ignoriert.} 

Genau das ist eines der schwie­rig­sten Pro­ble­me in sol­chen Diskussionen:
Die Basis, das Exper­ten­wis­sen, oft auch nur das was man frü­her unter 'All­ge­mein­bil­dung' ver­stand kön­nen nicht mehr erwar­tet oder vor­aus­ge­setzt wer­den. So wird eine Dar­stel­lung von Fak­ten - trotz bestens beleg­ter For­schungs­la­ge - des­we­gen abge­lehnt, weil das Wort "Hypo­the­se" meh­re­re Deu­tun­gen hat, ins­be­son­de­re in den Natur­wis­sen­schaf­ten also etwas ganz ande­res bedeu­tet als in den Geisteswissenschaften.

Dazu kommt, dass vie­le Men­schen - frei nach einer Fest­stel­lung von H.L. Men­cken - lie­ber die Wahr­heit ableh­nen wenn sie ihnen unbe­quem erscheint, und statt­des­sen eine ganz offen­sicht­li­che Unwahr­heit anneh­men, wenn sie ihrer Bequem­lich­keit dient oder ihr Vor­ur­teil stützt.

Wie also kann man sich den Reli­giö­sen nähern, um sie auf die Unhalt­bar­keit der Exi­stenz eines über­sinn­li­chen, all­mäch­ti­gen Wesens zu ver­wei­sen, ohne ihre Gefüh­le zu ver­let­zen oder sofort Wider­stand bis hin zur Bedro­hung hervorzurufen?

Direk­te Kon­fron­ta­ti­on ist nicht geeig­net, soviel steht wohl nach vie­len Dis­kus­sio­nen, die ich dazu schon erlebt habe, fest. Bewei­se nach Fak­ten­la­ge - beson­ders der Unmög­lich­keit von imma­te­ri­el­len Geist­we­sen - wer­den nicht geglaubt oder abge­lehnt. Oft ist es man­geln­des Ver­ständ­nis von Grund­la­gen der Natur­wis­sen­schaf­ten, manch­mal man­geln­de Fähig­keit abstrakt zu den­ken, die einer Akzep­tanz im Wege ist.

Kürz­lich las ich von einem gänz­lich ande­ren Ansatz, den ich wahr­schein­lich ein­mal aus­pro­bie­ren wer­de: Fra­gen stellen!
Der dort geschil­der­te Vor­teil ist ein­leuch­tend, der Betrof­fe­ne 'Gläu­bi­ge' muss selbst ent­schei­den was als Ant­wort geeig­net ist und dabei ver­schie­de­ne Aspek­te abwä­gen ... wobei ihm mög­li­cher­wei­se logi­sche Brü­che, sach­li­che Wider­sprü­che oder erfah­rungs­ba­sier­te Unzu­läng­lich­kei­ten ein­fal­len können.

bookmark_borderIch seh' etwas was du nicht siehst!
Religion - Glaube; Definition, Unterschied, Kurzfassung

Reli­gi­on“¹ wird sowohl für die indi­vi­du­el­le Reli­gio­si­tät als auch für die kol­lek­ti­ve Reli­gi­ons­tra­di­ti­on verwendet.

Der Begriff „Reli­gio­si­tät“ (in der Begriffs­er­klä­rung oben) bezeich­net die Ehr­furcht vor der Ord­nung und Viel­falt in der Welt und die all­ge­mei­ne Emp­fin­dung einer nicht erklär- oder beweis­ba­ren Wirklichkeit.

Glau­be“² bezeich­net das Über­zeugt­sein von der Leh­re einer kon­kre­ten Religion.

Glau­be“ aber ist:
Fest­ste­hen in dem, was man erhofft, Über­zeugt­sein von Din­gen, die man nicht sieht“
– Hebr 11,1

Kurz­fas­sung der obi­gen Begriffsbestimmungen:

Reli­gi­on .... der Weg der/des Men­schen zu Gott
Glau­be .... Über­zeugt sein von einer Reli­gi­on, von Din­gen die man nicht sieht.

Wir erset­zen "Reli­gi­on" im zwei­ten Satz durch die Defi­ni­ti­on aus dem ersten Satz und erhal­ten so eine noch kür­ze­re Fassung:

Glau­be .... Über­zeugt sein von einem Weg der/des Men­schen zu Gott, von Din­gen die man nicht sieht.

____________________________________________________________

¹ Reli­gi­on bezeich­net .. den Weg des Men­schen zu Gott im Sinn einer natür­li­chen Anla­ge, sei­ne Ver­ein­nah­mung für Nor­men und Geset­ze, als ihr Schöp­fer oder Voll­ender in Zukunft.

² Das Wort Glau­be bezeich­net eine Grund­hal­tung des Ver­trau­ens, vor allem im Kon­text reli­giö­ser Überzeugungen.

Anmer­kung:
Ver­schie­de­ne Defi­ni­tio­nen wur­den unter Ver­wen­dung von WIKIPEDIA Ein­trä­gen verfasst 
[ https://de.wikipedia.org/wiki/Religion; https://de.wikipedia.org/wiki/Glaube]

bookmark_borderNun sind wir 'geschiedene Leute!'
Aus der Serie "Liebes Tagebuch" [13.07.2019]


Seit Jah­ren, lie­bes Tage­buch, bekom­me ich von mei­ner heim­li­chen Freun­din, Chri­stia­ne H., fast regel­mä­ßig Post. Bis­her habe ich mich immer dar­über gefreut, weil ich so am 'Puls der Zeit' blei­ben konn­te. Doch nun hat unse­re Freund­schaft einen Riß, einen Knacks, min­de­stens aber einen noch nie dage­we­se­nen Tiefpunkt.

Frü­her hat­te ich ein Ver­hält­nis mit *Bri­git­te*, die mir Alles bot was ich brauch­te um infor­miert zu sein was Frau­en wün­schen. Aber, lie­bes Tage­buch, da war ich ja noch unver­hei­ra­tet und unbe­darft. Irgend­wann war es dann mit *Bri­git­te* vor­bei, sie hat einen Weg ein­ge­schla­gen der mir  ü b e r h a u p t  nicht mehr gefiel - immer so betu­lich und pup­pig und Blüm­chen und Lau­ra-Ash­ley-Stil und .... na ja, nicht mehr zeit­ge­mäß. Wir paß­ten ein­fach nicht mehr zusammen.

Doch dann kam Chri­stia­ne, die *Freun­din*! Sie hat mir so über­zeu­gend erklärt war­um sie aus­ge­rech­net mich haben will, so lieb geschrie­ben, mich so sehr umgarnt, dass ich schließ­lich schwach wur­de .... nie­mand weiss davon, lie­bes Tage­buch, nur Du. 

Tja, und dann kam der 11.07.19 - und Alles, ja wirk­lich Alles brach zusam­men und es war vor­bei mit unse­rer unge­trüb­ten Beziehung!

Da hat sie ver­sucht mich zu über­töl­peln, lie­bes Tage­buch. Mir etwas anzu­tun, was mir gar nicht gefal­len hat. Mich vom rech­ten Weg der Erkennt­nis abzu­brin­gen und mich auf eine abschüs­si­ge Bahn zu schie­ben, an deren Ende es kein 'zurück' mehr geben konn­te - wenn ich es denn über­haupt wür­de errei­chen kön­nen .... sie hat mir zuvor immer ihre 'high­lights des Monats' geschickt, Tage­buch, das war eine net­te Geste. Was dann kam war das Ende der Unschuld.

Übli­cher­wei­se sind die Haupt­the­men "Gesund­heit", "Fri­su­ren", "Lie­be & Sex" - weder "Fri­su­ren", noch "Lie­be & Sex" sind dabei die The­men, die mich inter­es­sie­ren. Für "Fri­su­ren" habe ich mitt­ler­wei­le zu wenig Haa­re und ein Tou­pet kommt nicht in Fra­ge (man schaue sich nur die­se Witz­fi­gur Trump an!), und bei "Lie­be & Sex" ist für "Lie­be" noch Raum, denn, lie­bes Tage­buch, es fehlt mir für "Sex" an Aus­dau­er .... so blieb denn in unse­rer Bezie­hung das gemein­sa­me Inter­es­se für "Gesund­heit" .... und das war schlag­ar­tig mit dem Brief von letz­ter Woche vorbei:
Sie woll­te mir weis­ma­chen, dass ich mich auf Natur­heil­mit­tel (!) ein­las­sen soll.

Lie­bes Tage­buch, das war ein Satz zuviel, ein grund­fal­scher Satz, den sie mir nicht hät­te sagen dür­fen, wenn ihr an unse­rer Bezie­hung etwas gele­gen hätte. 

Da hilft auch kein "Blei­ben Sie bit­te gesund!"

Schau' nur, Tage­buch, ich zei­ge dir das Mach­werk das den Unter­gang bedeutet: