.... eine Liste von Unzu­läng­lich­kei­ten die Frau Zucker­wat­te­wol­ken­mond auf­ge­schrie­ben hat. Das schrei­be ich hier, weil ich es dort nicht schaf­fe einen Kom­men­tar zu hin­ter­las­sen. Weder mit mei­nem Goog­le-log­in, noch mit Name & URL noch anonym, weil ich die­se letz­te Vari­an­te ver­ab­scheue - etwas *anonym* zu kom­men­tie­ren hal­te ich für Feig­heit.

* edit*
Mitt­ler­wei­le stellt sich her­aus, dass es doch dort einen Kom­men­tar gab - was nicht sofort ersicht­lich war, da das Blog­pro­gramm kei­ne Rück­mel­dung gab.

* 2. edit*
Lei­der wur­de ein wei­te­rer Kom­men­tar den ich dort geschrie­ben hat­te dann doch vom *klei­nen lila Kom­men­tar­fres­ser* ver­schlun­gen ....

So, nach die­ser Vor­re­de nun ein Text­aus­zug, in dem Arti­kel heißt es:

Man könn­te sich auch mal fra­gen, war­um gegen fol­gen­de Miss­stän­de und Gefähr­dun­gen nichts unter­nom­men wird, wenn unse­re Gesund­heit angeb­lich doch so wich­tig sein soll:

>>Jähr­lich unge­fähr 200.000 Fäl­le schwe­rer Medi­ka­men­ten­ne­ben­wir­kun­gen, 58.000 Men­schen ster­ben durch die­se Neben­wir­kun­gen

>>20.000 Todes­fäl­le durch resi­sten­te Kran­ken­haus­kei­me bei jähr­lich ca. 600.000 Kran­ken­haus­in­fek­tio­nen

>>80.000 vor­zei­ti­ge Todes­fäl­le wegen Luft­ver­schmut­zung in Deutsch­land

>>Jähr­lich 18.800 Tote durch ärzt­li­che Behand­lungs­feh­ler

Mei­ne Ant­wor­ten:
Müss­te hier nicht die Gesamt­zahl aller mit Medi­ka­men­ten behan­del­ten Pati­en­ten gegen gehal­ten wer­den? Wie vie­le Men­schen ster­ben nicht, genau weil sie Medi­ka­men­te bekom­men haben die ihre Sym­pto­me oder gar die Ursa­chen begrenzt haben? Sich hier ein­sei­tig auf die nega­ti­ven Fol­gen der Medi­ka­men­ten­ga­be zu bezie­hen heißt doch sich nicht neu­tral dem The­ma zu nähern, son­dern ledig­lich sein Vor­ur­teil bestä­tigt sehen zu wol­len. Die Gegen­fra­ge lau­tet also: Wie vie­le Men­schen wür­den ins­ge­samt ster­ben wenn es kei­ne Medi­ka­ti­on gäbe?

Ähn­lich ver­hält es sich mit den Kran­ken­haus­kei­men - da lie­gen die Ursa­chen doch teil­wei­se gar nicht in den Kran­ken­häu­sern, son­dern sie sind die Fol­ge von miss­bräuch­li­chem Anti­bio­ti­ka­ein­satz in der Tier­zucht, die wie­der­um eine Fol­ge der Nach­fra­ge nach bil­li­gem Fleisch ist .... das die Kran­ken­häu­ser alle Anstren­gun­gen ver­stär­ken müs­sen ist klar - aber das kapi­ta­li­sti­sche System ver­langt nun mal nach *pro­fit* auch dort - des­we­gen ist es ange­bracht dar­über nach­zu­den­ken ob nicht Gesund­heits­ein­rich­tun­gen gene­rell kei­ne *for pro­fit* Ein­rich­tun­gen sein dürf­ten.

Je nach Wohn­ort und Wet­ter­la­ge wer­den sol­che pau­scha­len Aus­sa­gen bestimmt nicht rich­tig sein. Die Schwer­punk­te zu erken­nen und Abhil­fe zu schaf­fen ist seit Jah­ren eine immer wie­der ver­bes­ser­te öffent­li­che Auf­ga­be. Wer soll aber bestim­men, wel­che Luft­ver­schmut­zer zuerst 'abge­schal­tet' wer­den? Für jeden Bereich ste­hen sofort die Lob­by­isten bei den Par­la­men­ten Schlan­ge und die Demon­stran­ten auf der Stra­ße um Druck zu machen - immer nach dem Mot­to "Ach du hei­li­ger Flo­ri­an, ver­schon' mein Haus zünd' and're an!"

Wie vie­le Tote gäbe es, wenn es kei­ne ärzt­li­che Behand­lung gäbe? Leben ist von Geburt an mit dem Tode bedroht, wenn uns das auch durch die Errun­gen­schaf­ten (?) der Zivi­li­sa­ti­on manch­mal nicht mehr so deut­lich bewußt wird. Der Zusam­men­hang besteht: Wo gehan­delt wird wer­den Feh­ler gemacht.
Es ist unehr­lich auch hier nur den Man­gel zu bekla­gen, ohne die lebens­er­hal­ten­den Ergeb­nis­se ärzt­li­cher Behand­lung dage­gen zu stel­len: Unter dem Strich ist die Bilanz die­ser Tätig­keit posi­tiv.

Ein wei­te­rer Gedan­ke wird dann in den Kom­men­ta­ren auf­ge­nom­men und bespro­chen. Dazu fol­gen­de Anmer­kung, Frau Zucker schreibt:

".. Ich selbst habe übri­gens mit Lysinⓐ, äthe­ri­schem Thy­mian­ölⓑ, Zit­ron­nen­me­lis­seⓒ und Holun­derⓓ gute Erfah­run­gen gemacht .."

- das ist nicht zu bezwei­feln, da sie es ja selbst erlebt hat und posi­tiv bewer­tet.

Den­noch bleibt es eine Ein­zel­be­ob­ach­tung, deren Aus­sa­ge­kraft nich­tig ist, denn erst wenn man Dop­pel­blind­ver­su­che mit die­sen Mit­teln durch­ge­führt hat kön­nen sta­ti­stisch halt­ba­re Ergeb­nis­se erwar­tet wer­den. Das Pro­blem ist nicht, dass Sie (*anm.: die Frau Zucker) es so bewer­ten, das Pro­blem ist, dass Sie es ver­all­ge­mei­nern und anneh­men, es wer­de bei allen ande­ren Men­schen eine min­de­stens ähn­li­che Wir­kung haben wie sie sie bei sich beob­ach­tet haben.

Wis­sen­schaft hin­ge­gen sucht nach dem Beweis, nicht nach einer Über­zeu­gung.

Wenn also eine Unter­su­chung zu die­ser Sache statt­fän­de könn­te das Ergeb­nis auch sein, dass es kei­ne Wir­kung gibt, son­dern es eine fal­sche Kau­sa­li­tät war:
Pati­en­ten wären auch ohne die ein­ge­nom­me­nen Mit­tel wie­der gesund / weni­ger beein­träch­tigt gewe­sen und hät­ten die­se Tat­sa­che der beob­ach­te­ten Gesun­dung fälsch­lich den Sub­stan­zen zuge­ord­net. Die Wahr­schein­lich­keit dafür ist groß, denn das Immun­sy­stem reagiert immer ver­zö­gert um eini­ge Tage - und oft wer­den Mit­tel genom­men wenn schon die kör­per­ei­ge­ne Abwehr voll hoch­ge­fah­ren ist, also die Noxe (die Krank­heits­ur­sa­che) auf brei­ter Front schon bekämpft - nur kann man das ja nicht sehen, weil es noch unbe­merkt funk­tio­niert. Dann nimmt man etwas ein und rech­net die Bes­se­rung die­ser Ein­nah­me zu (sie­he dazu unten "anek­do­ti­sche Evi­denz" - was hoch wis­sen­schaft­lich klingt ist in Wahr­heit eine 'Ein­zel­erfah­rung' ohne wis­sen­schaft­li­chen Wert oder Beweis­kraft).

Noch kurz zu die­sen Sub­stan­zen

ⓐ Lysin Der Nut­zen ist zwei­fel­haft - der Scha­den even­tu­ell enorm: Nie­ren­funk­ti­ons­stö­run­gen, Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen, Blut­zucker­schwan­kun­gen

ⓑ Äthe­ri­sches Thy­mian­öl - schon der Begriff ist falsch, weil Tymian­öl immer ein äthe­ri­sches Öl ist. Nur wer­den in der soge­nann­ten Natur­heil­kun­de gern sol­che Über­trei­bun­gen und Dop­pe­lun­gen gewählt um die Sub­stan­zen bedeu­tungs­vol­ler und wir­kungs­vol­ler erschei­nen zu las­sen.
Neh­men wir nur einen Satz her­aus, um das Pro­blem zu beleuch­ten:
"Das Thy­mian­öl ver­leiht uns Kraft und Mut, es stärkt unser Selbst­be­wusst­sein." - das sind angeb­li­che Wir­kun­gen auf die Psy­che, die in kei­ner Unter­su­chung nach­weis­bar sind, es sind ledig­lich Phra­sen, die den Ver­kauf för­dern sol­len.

Zitro­nen­me­lis­se - das ist ein Bestand­teil der bereits seit Jahr­zehn­ten wider­leg­ten "Basen­the­ra­pie", was aller­dings nicht bedeu­tet, dass das Kapi­tel abge­schlos­sen ist - es gibt genug Gut­gläu­bi­ge, die nichts von Che­mie ver­ste­hen und daher den Dro­gi­sten und Heil­prak­ti­kern auf den Leim gehen und die Basen­lü­ge trotz­dem glau­ben

Holun­der - dazu lesen wir:
"Holun­der ist ein uralter, mysti­scher Haus­strauch, wel­cher schon immer die Nähe zu Men­schen such­te." Über­le­gen Sie mal, wer hier wen *sucht* - das ist Schwur­bel­schwatz vom Fein­sten! Holun­der wächst sehr anspruchs­los fast über­all - wenn man ihn wach­sen läßt, was heu­te immer weni­ger vor­kommt, weil die Früch­te häß­li­che dukleblau-schwätz­li­che Flecken ver­ur­sa­chen.
Die Natur­heil­kund­ler sehen aller­dings ganz ande­re Eigen­schaf­ten. Wenn man dar­an glaubt.

Das alles zusam­men­ge­braut soll also irgend­wie hel­fen - ich ken­ne kei­ne Stu­di­en, die das bewei­sen. Es ist wie stets in die­sem Bereich "anek­do­ti­sche Evi­denz", was nichts ande­res heißt als "Wer dar­an glaubt dem hilft es!"#

PS
Auf das Grund­the­ma des Arti­kels gehe ich nicht ein, denn um die Wir­kung von DNA/RNA zu ver­ste­hen braucht es ein umfang­rei­ches Stu­di­um und wer das nicht hat­te kann nicht ver­tieft dazu dis­ku­tie­ren & argu­men­tie­ren - und so kommt es dann, dass eine Stel­lung­nah­me zu den 'neu­en Impf­stof­fen' zu einem Kon­glo­me­rat von Mei­nung und Falsch­aus­sa­gen / Falsch­ein­schät­zun­gen aus Unwis­sen­heit gerät.