bookmark_borderWissenschaftlicher Fortschritt
*update* (28-11-2018)

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We’re at a peri­od in the cul­tu­re of sci­ence when we despera­te­ly need more cri­ti­cism and less opti­mism, becau­se that’s how good sci­ence thrives.
[Balan­ce]

Wis­sen­schaft - ins­be­son­de­re die Natur­wis­sen­schaft "Bio­lo­gie" - ist kein Pro­duk­ti­ons­be­trieb bei dem an einem Ende Roh­stof­fe ange­lie­fert wer­den und am ande­ren Ende fer­ti­ge Pro­duk­te her­aus­kom­men. So war es wenig­stens bis vor weni­gen Jah­ren. Als die Gene­tik an Umfang und Ein­fluß in der Bio­lo­gie sich aus­wei­te­te begann sie den grö­ße­ren Teil des Fach­ge­bie­tes in den Hin­ter­grund zu schie­ben. Weil in der Gene­tik spä­te­stens mit Ein­füh­rung der Auto­ma­ti­on der Sequen­zie­rungs­tech­nik Ein­zug hielt - in einem Umfang, der Begehr­lich­kei­ten weck­te und wegen der prak­ti­schen Aus­wir­kung auch finan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten bietet.

Mit Gene­tik läßt sich Geld ver­die­nen - mit Zoo­lo­gie, Bota­nik und Öko­lo­gie eher nicht. In einer Welt, in der es zuneh­mend ums 'Geld ver­die­nen' geht sind die viel­fäl­ti­gen Teil­fä­cher jen­seits der Gene­tik ein Hin­der­nis. Sie ste­hen dem Ver­dienst ent­ge­gen, der man­cher­orts erst durch Igno­ranz gegen­über den Befun­den der Bio­lo­gen und den Schutz­be­mü­hun­gen für bedroh­te Arten an Gren­zen stößt:
Wir haben alle schon vom Feld­ham­ster gele­sen der Stra­ßen­bau- und Ent­wick­lungs­pro­jek­te ver­hin­der­te. Oder von einer bedroh­ten Krö­ten­art, derent­we­gen eine Flä­che nicht wirt­schaft­lich genutzt wer­den konn­te. Die Bei­spie­le lie­ßen sich fort­set­zen, etwa nach Süd­ame­ri­ka, wo rie­si­ge Flä­chen an Öko-Syste­men wegen des kurz­fri­sti­gen Pro­fits geop­fert wur­den und Urvöl­ker vor der völ­li­gen Aus­rot­tung stehen. 

Die Häme der Unkun­di­gen und Gie­ri­gen trieft aus den Zei­len ihrer öffent­li­chen Ein­las­sun­gen. Argu­men­te wer­den als 'Spin­ne­rei' abge­tan. Die Akti­vi­sten als 'welt­fremd' und 'fort­schritts­feind­lich' ver­ächt­lich gemacht.

Beim Bru­no (Bay­ern) oder 'nied­li­chen' Knut (Ber­lin) ent­zün­det sich der Zorn der Mas­se leicht - bei Frö­schen, Krö­ten, Fischen oder bota­ni­schen Rari­tä­ten eher weniger ....

Ich hat­te es stel­len­wei­se in frü­he­re Erör­te­run­gen schon ein­ge­floch­ten, will es aber noch­mal deut­lich schreiben:
Ein bio­lo­gi­sches (öko­lo­gi­sches) System läßt sich ab einem bestimm­ten Ein­wir­kungs­grad nicht mehr repa­rie­ren ['point of no return'] - es ist ein für alle­mal verloren.

Genau die­ses Risi­ko wird - letz­tes Bei­spiel in der Rei­he der unum­kehr­ba­ren Umwelt­sün­den - beim Frack­ing bewußt ein­ge­gan­gen. Was sich in Jahr­mil­lio­nen ent­wickelt hat wird für einen kurz andau­ern­den Peak bei der Roh­stoff­pro­duk­ti­on geop­fert. 9% mehr Roh­öl für 25 Jah­re - das ist ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein, aber um wel­chen Preis!

Es wäre bes­ser wenn das Fern­se­hen Sen­dun­gen dar­über mach­te WER & WAS für den ufer­lo­sen CO2-Anstieg ver­ant­wort­lich ist, der uns letzt­end­lich umbrin­gen wird.

bookmark_borderDie Biologie und die extremen Ideologien

" .. Hier zeigt sich für mich ein Ein­fluss vom lin­ken Rand des poli­ti­schen Spek­trums, der in mei­nen Augen genau­so gefähr­lich ist. Denn so wie es zum rech­ten Rand gehört, die Bedeu­tung der Gene­tik ins Gro­tes­ke zu über­stei­gern, gehört es zum lin­ken Rand, die Bedeu­tung der Gene­tik kom­plett zu leug­nen .. Wie gefähr­lich bei­de Rän­der des poli­ti­schen Spek­trum wer­den kön­nen, zeigt gera­de die Geschich­te der Bio­lo­gie unter den bei­den unheil­vol­len Ideo­lo­gien des 20. Jahr­hun­derts. Die Bio­lo­gie wur­de sowohl unter dem rech­ten wie auch unter dem lin­ken Tota­li­ta­ris­mus zu einer ideo­lo­gi­schen Frat­ze ver­zerrt. In jeder Ideo­lo­gie war nur noch ein Teil der Dop­pel­na­tur des Men­schen gül­tig und der jeweils ande­re wur­de aus­blen­det und ver­leug­net .. "

Als Bio­lo­gen ist es uns fremd Gren­zen bei Fra­gen zur beleb­ten Umwelt zu zie­hen. Alles darf hin­ter­fragt wer­den, jede The­se darf auf­ge­stellt wer­den. Solan­ge die Grund­prin­zi­pi­en der wis­sen­schaft­li­chen For­schung¹,²,³ nicht ver­letzt wer­den gibt es kein Tabu.

Unter­stel­len wir für den Fall poli­ti­scher Ideo­lo­gie die Gül­tig­keit einer Gauß'schen Ver­tei­lung [manch­mal als "Glocken­kur­ve" und/oder "Nor­mal­ver­tei­lung" bezeich­net],aws so sind auf der x-Ach­se zwei Extre­me zu fin­den, näm­lich die im Zitat oben genann­ten "RECHTEN" und "LINKEN". Aus­wüch­se ideo­lo­gi­scher Ver­blen­dung, die sich der Bio­lo­gie bedie­nen, ohne dabei bio­lo­gi­sches (= wis­sen­schaft­li­ches) Den­ken zu beachten.

Unzwei­fel­haft ist es beim der­zei­ti­gen Stand der Wis­sen­schaft unzu­läs­sig nur die Gene­tik oder nur Umwelt/Gesellschaft als Meß­grö­ßen der Ein­ord­nung zu ver­wen­den. Das ist es was extre­me poli­ti­sche The­sen im letz­ten Jahr­hun­dert unter Miß­brauch bio­lo­gi­scher Erkennt­nis­se postu­lier­ten. Die Reste davon sind heu­te noch in der poli­ti­schen Dis­kus­si­on zu fin­den und aus dem Ansatz der The­sen läßt sich häu­fig schon erken­nen, dass die Benut­zer weder die dahin­ter lie­gen­de Bio­lo­gie noch die gesell­schaft­li­chen Struk­tu­ren ken­nen bzw. verstehen. 

Nun stellt sich die Fra­ge wie weit nach rechts oder links eine poli­ti­sche Stel­lung­nah­me ein­zu­ord­nen ist, ins­be­son­de­re ob die­se Annah­me nur dem Zweck dient eine Dis­kri­mi­nie­rung 'bio­lo­gisch' zu ver­schlei­ern oder ob die genann­ten Kri­te­ri­en aus Sicht der Wis­sen­schaft als "Unter­schied" gül­tig sein kön­nen. Es kommt also nicht nur dar­auf an WAS gesagt wird, son­dern viel­mehr dar­auf, WIE es ein­ge­ord­net und kom­men­tiert wird. Anders gesagt: Eine bio­lo­gisch begrün­de­te Aus­sa­ge ist völ­lig wert­frei - eine Inter­pre­ta­ti­on die­ses Befun­des ist schon kei­ne Wis­sen­schaft mehr son­dern eine Wer­tung. Die wider­um ist vom poli­ti­schen Stand­punkt der Per­son abhän­gig die die­se Stel­lung­nah­me ausspricht.

Über­tra­gen auf das der­zei­ti­ge pol­ti­sche Spek­trum zunächst in Euro­pa und dann auf den Rest der Welt:
Zwar gibt es extre­me rech­te Ideo­lo­gie bis an den äußer­sten Rand, auf der lin­ken Sei­te des Spek­trums ist seit dem Unter­gang der ehe­ma­li­gen UDSSR noch kei­ne neue links­extre­me Grup­pie­rung auf­ge­tre­ten. Selbst die kuba­ni­sche Vari­an­te ist nicht "links­extrem" ange­legt, son­dern als ein modi­fi­zier­tes, als Kapi­ta­lis­mus­ge­gen­pol kon­stru­ier­tes Gesell­schafts­mo­dell zu sehen.

Davon zu unter­schei­den sind auto­ri­tä­re, links-ideo­lo­gisch gestütz­te Dik­ta­tu­ren, die aller­dings den Kern­punkt lin­ken Den­kens ad absur­dum füh­ren, indem sie nicht "die Mas­sen", son­dern einen dik­ta­to­risch regie­ren­den "Füh­rer" (bzw. ein "Füh­rungs­ka­der", eine Grup­pe von gleich­ran­gi­gen Füh­rern, manch­mal mit ver­schie­de­nen Ver­ant­wor­tungs­be­rei­chen) zum Leit­bild gewählt haben [Nord Korea, China].

Ganz all­ge­mein gilt - unab­hän­gig von jeder Wis­sen­schaft - der nach­fol­gen­de Satz:
" .. Dabei soll­te klar sein, dass die ande­re Gren­ze der Tole­ranz dort erreicht ist, wo Men­schen­rech­te miss­ach­tet und Leu­te mit Gewalt und Tod gedroht wird. Ein Rechts­staat darf dies nicht mehr tolerieren .. "

Das ist der Kern der "Wer­te­ge­sell­schaft" der wir in Deutsch­land ver­pflich­tet sind. Demo­kra­tie ohne die­se Wer­te ist wert­los. Aller­dings wird das bedau­er­li­cher­wei­se von unse­ren der­zei­ti­gen poli­ti­schen Bedin­gun­gen her umge­deu­tet in ein "der Staat darf zur Gefah­ren­ab­wehr alle Mit­tel anwen­den, auch unter Inkauf­nah­me der Bür­ger­rechts­ein­schrän­kung". Dazu paßt der nach­fol­gend zitier­te Absatz, weil es an einer aus­ge­wo­ge­nen Dis­kus­si­on fehlt, und in Vor­wahl­kampf­zei­ten jene Kräf­te Hoch­kul­tur haben die ein­fach­ste Merk­sät­ze her­aus­schleu­dern anstatt Sach­auf­klä­rung und tie­fer gehen­de Dis­kus­si­on zu suchen - sie glau­ben eben nicht an den "mün­di­gen Bür­ger" und schleu­dern des­we­gen Dreck aufeinander.

" .. Laut Schmidt-Salo­mon ist eine der Ursa­chen für den Erfolg der Rechts­po­pu­li­sten, dass sie regel­mä­ßig auch für Aus­sa­gen ver­teu­felt wer­den, die zutref­fen - wie die Aus­sa­ge, dass vom poli­ti­schen Islam eine Gefahr aus­ge­he. Was Medi­en und poli­ti­sche Geg­ner mit einer solch undif­fe­ren­zier­ten und pau­scha­len Ver­teu­fe­lungs­stra­te­gie errei­chen, ist lei­der nur, dass ihre eige­ne Glaub­wür­dig­keit lei­det .. "

Viel wich­ti­ger, das geht hof­fent­lich aus den obi­gen Über­le­gun­gen her­vor, als eine Aus­ein­an­der­set­zung mit pseu­do-bio­lo­gi­schen The­sen, für die den mei­sten Men­schen die fach­li­che Grund­la­ge fehlt, wäre eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem schlei­chend sich ver­brei­ten­den Isla­mis­mus. Der kommt nicht erst seit und mit den Asyl­su­chen­den ins Land, obwohl sich unter die­sen bestimmt auch rein sta­ti­stisch eine Zahl von Extre­mi­sten ver­steckt, son­dern durch Ideo­lo­gen wie dem tür­ki­schen Staats­chef und des­se­ne 'fünfte(-r) Kolon­ne' im unver­däch­ti­gen Gewan­de als Tee­stu­be und Betverein.

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QUELLE des Zita­tes: Hat Höcke recht, aber wir dür­fen es nicht sagen?

¹ Richt­li­ni­en zur Siche­rung guter wis­sen­schaft­li­cher Pra­xis an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena; § 1 Gute wis­sen­schaft­li­che Praxis. 

² Was ist wis­sen­schaft­li­ches Arbeiten?

³ Wis­sen­schaft­li­che Arbeit; Wis­sen­schaft­li­ches Arbeiten. 

Nor­mal- oder Gauß-Verteilung

Hier­un­ter grup­pie­ren sich die reli­gi­ons-faschi­sti­schen rech­ten Regimes, Sau­di Ara­bi­en und sei­ne unmit­tel­bar benach­bar­ten Klein­staa­ten bzw. Emi­ra­te, Ägyp­ten, Indo­ne­si­en, Iran und dem­nächst wohl auch die Tür­kei; Syri­en & der Liba­non fal­len nicht dar­un­ter weil dort Reli­gi­ons­frei­heit herrscht; Isra­el aller­dings muß - unter Anle­gung glei­cher Kri­te­ri­en wie den vor­ge­nann­ten Staa­ten - eben­so hier­her ein­ge­ord­net werden. 

Quel­le des Zita­tes: Micha­el Schmidt-Salo­mon las aus "Gren­zen der Toleranz"

ebd.: Micha­el Schmidt-Salo­mon las aus "Gren­zen der Toleranz"

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"fünf­te Kolonne"

bookmark_borderSelten ....

b°g br°th°r
Screen­shot aus Wis­sens­kü­che

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Sel­ten kom­men spe­zi­fisch "bio­lo­gi­sche" Grund­satz­fra­gen in den Blogs zur Spra­che. Was wohl an der erstens gerin­gen Zahl von blog­gen­den Bio­lo­gen aus der sowie­so schon gerin­gen Zahl an Bio­lo­gen ins­ge­samt zu erklä­ren ist. Zwei­tens sind ja häu­fig zum Ver­ständ­nis sol­cher Fra­ge­stel­lun­gen min­de­stens durch­schnitt­li­che Fach­kennt­nis­se nötig, was von brei­ten Leser­krei­sen nicht erwar­tet wer­den kann. Dies um so weni­ger, als die Poli­tik seit Jah­ren gera­de den natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern/Themen im Cur­ri­cu­lum immer weni­ger Raum zugesteht.

Bei sol­chen Vor­aus­set­zun­gen läßt es auf­hor­chen wenn eine Bio­lo­gin* mit Titeln wie "Hat Höcke recht, aber wir dür­fen es nicht sagen?" [sie­he Text­aus­zug oben] oder "Masern: Wie wär’s, wenn wir erst­mal damit anfan­gen, die Impflücken der Impf-Befür­wor­ter zu schlie­ßen?" oder kri­ti­schen Kom­men­ta­ren wie zu die­sem The­ma: „Der Tod kommt mit dem Wind“ bloggt.
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Was wei­ter in dem als screen­shot dar­ge­stell­ten Arti­kel steht spricht mir aus der Seele:
Die Ver­ein­nah­mung der Bio­lo­gie, ins­be­son­de­re der Gene­tik, für ideo­lo­gi­sche Zwecke - bei gleich­zei­ti­ger Ver­zer­rung der wah­ren Befun­de ja nach poli­ti­scher Oppor­tu­ni­tät - ist zwar weit ver­brei­tet, hat aber bedau­er­li­cher­wei­se kein trag­fä­hi­ges, fach­lich sau­be­res Fundament.

Die Ver­zer­rung der gene­ti­schen Erkennt­nis­se in eine "Ras­sen­ideo­lo­gie" einer­seits, und die Leug­nung aller Ver­schie­den­heit und Indi­vi­dua­li­tät von der lin­ken Sei­te des poli­ti­schen Spek­trums sind mir gleich ver­däch­tig und sie ent­spre­chen kei­nes­falls dem, was von Sei­ten der Bio­lo­gie erforscht und ver­öf­fent­licht ist.

Es feh­len die soge­nann­ten "Quer­den­ker" - Men­schen, die sich von ideo­lo­gi­schen Dog­men nicht ein­neh­men las­sen und auf Feh­ler im Den­ken der Ideo­lo­gen hin­wei­sen. Von den weni­gen Per­so­nen die dazu in der Lage sind über­grei­fend zu den­ken ist wie­der­um eine gro­ße Zahl zu vor­sich­tig der­glei­chen zu ver­tre­ten. Weil das kei­ne Freun­de schafft und viel Über­zeu­gungs­ar­beit erfordert.

Vie­le Arti­kel von Frau Adam-Rad­ma­nic sind da eine her­vor­he­bens­wer­te Aus­nah­me. Aller­dings schießt auch sie an man­chen Stel­len über das Ziel hin­aus und ver­tei­digt - zuge­ge­ben mit sach­lich fun­dier­ten Argu­men­ten - die Übel­tä­ter, die es treff­lich ver­ste­hen sich der wil­li­gen Wis­sen­schaft­ler zu bedie­nen, die für ein ange­mes­se­nes Hono­rar schon mal 'Fün­fe-gera­de-sein' lassen.

Was Gen-ver­än­der­te Sor­ten lang­fri­stig bewir­ken und wie sie gan­ze Land­stri­che ver­än­dern, schon durch ihre höhe­re Wirt­schaft­lich­keit bei groß­flä­chi­gem Anbau, das läßt sich in Stu­di­en nicht erfas­sen. Wohl aber beob­ach­ten, wie z.B. in Indi­en, wo der­glei­chen Vor­ge­hen einer­seits die Bau­ern ver­ar­men ließ und ande­rer­seits bewie­sen wer­den konn­te, dass die blu­mi­gen Wer­be­aus­sa­gen der Gen-Saat­gut & -Insek­ti­zi­d/-Her­bi­zid Pro­du­zen­ten nicht ein­mal annä­hernd der Wahr­heit ent­spra­chen. Ein groß ange­leg­ter Feld­ver­such, der bestimmt nicht zu Gun­sten der Indu­strie ausging.

Kurz gesagt:
Bei allem Wil­len zu rei­ner Wis­sen­schaft darf man dar­über nicht ver­ges­sen das Umfeld zu sehen und einen Abgleich zwi­schen wis­sen­schaft­li­chem Befund und tat­säch­li­cher Aus­wir­kung in der prak­ti­schen Anwen­dung zu beob­ach­ten und in die Über­le­gun­gen ein­zu­be­zie­hen. Moral ist etwas, was Groß­kon­zer­ne ganz zuletzt inter­es­siert - aber das wird Frau Adam-Rad­ma­nic bestimmt irgend­wann noch erkennen. 

*[Was mir weni­ger gefällt ist die kaum ver­steck­te Wer­bung für Bücher & Gerät­schaf­ten, aber schließ­lich müs­sen alle außer den Rent­nern an ihren 'Brot­er­werb' den­ken; wesent­lich ist dabei, dass in der Sache kei­ne Kom­pro­mis­se wegen des gleich­zei­ti­gen finan­zi­el­len Aspek­tes gemacht wer­den. An die­ser Stel­le beschli­chen mich Zwei­fel, ob die Wis­sen­schaft­lich­keit nicht auch manch­mal wie ein Schild vor­an­ge­tra­gen wird - und damit unbe­que­me prak­ti­sche Aspek­te bei­sei­te gescho­ben wer­den. Das Geld kommt schließ­lich von der Indu­strie, nicht von deren Kritikern.]

bookmark_borderMensch & Natur

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Zitat:


Wir leben in einem gefähr­li­chen Zeitalter.
Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat,
sich selbst zu beherrschen.
[Albert Schweit­zer]

In einer Sen­dung des Fern­se­hens sah ich einen Bericht zu Ange­bo­ten für gene­ti­sche Ana­ly­sen. Sie sol­len (angeb­lich) das Risi­ko spä­ter im Leben bestimm­te Krank­hei­ten zu bekom­men vor­her­sa­gen kön­nen. Außer­dem wird von den Anbie­tern behaup­tet sie könn­ten Tips geben, wie man sich ernäh­ren muß um gesund und nor­mal­ge­wich­tig zu bleiben.

Klingt erst­mal ganz viel­ver­spre­chend. Wohl nur für die Men­schen, die auch an Astro­lo­gie und Horo­sko­pe glau­ben. Denn die Gene­tik kann zwar viel, aber nicht das, was da ver­spro­chen wird.

Wie immer wird Wah­res mit Unwah­rem ver­mischt zu einer geschwur­bel­ten Beschrei­bung die zwar schön klingt aber wis­sen­schaft­lich Unsinn ist. Zwar kön­nen mit Hil­fe der Gene­tik bestimm­te Ten­den­zen erfaßt wer­den, mehr nicht. Es kommt zusätz­lich immer auf die Lebens­wei­se der betrof­fe­nen Per­son an - so, wie ein Genie im Leben schei­tern kann, wenn es nicht in der Lage ist die­se 'Gabe' der Natur so ein­zu­set­zen, dass dar­aus der Lebens­un­ter­halt zu bestrei­ten ist.

Es ist ein wei­te­res Bei­spiel dafür, wie mit der Unwis­sen­heit brei­ter Bevöl­ke­rungs­schich­ten hin­sicht­lich der Natur­wis­sen­schaf­ten Geld ver­dient wird. Viel Geld.

Gleich­zei­tig ist es ein Hin­weis wie wich­tig eine umfas­send ange­leg­te Bil­dung ist. 

Noch ein Blick auf die ein­gangs erwähn­te Fra­ge der Ernährung:
Da soll­te man die alt­be­währ­te Grund­re­gel ein­hal­ten - 30% Eiweiß (aber nicht mehr als das Kör­per­ge­wicht in Gramm), 30% Koh­le­hy­dra­te, 30% Fett und der Rest Ballaststoffe ....
Und immer schön kau­en! ;c)