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bookmark_borderVom Nutzen "Förmlicher Bildung"

Ver­schie­dent­lich wird in Web­logs die Fra­ge auf­ge­wor­fen, inwie­weit "förm­li­che Bil­dung" - wor­un­ter eine durch staat­li­che Stel­len (Hoch­schu­le, Fach­hoch­schu­le, Kunst­aka­de­mie etc.) abge­nom­me­ne, also "aka­de­mi­sche" Prü­fung ver­stan­den wird - nötig oder nütz­lich ist.

Las­sen Sie mich vor­ab eine Fest­stel­lung machen:
Es ist für den "Wert" eines Men­schen uner­heb­lich, ob jemand eine sol­che Prü­fung absol­viert hat oder nicht. Prü­fun­gen sagen nichts über den Cha­rak­ter der/des Titelträgerin/Trägers aus. Der "Wert" eines Men­schen bestimmt sich allei­ne durch sei­ne Handlungen.

Dies vor­weg­ge­schickt, kom­me ich nun zurück zur Eingangsfrage:
Was oder wem nützt eine aka­de­mi­sche Bildung?

ad 1:
Berufs­aus­übung
Für ver­schie­de­ne Beru­fe ist eine abge­schlos­se­ne Hoch­schul­aus­bil­dung zwin­gend gefor­dert. Die Fra­ge, ob dies für eini­ge Beru­fe noch zeit­ge­mäß ist, sei dahin­ge­stellt - Tat­sa­che ist jedoch, daß Jenen, die sie nicht auf­zu­wei­sen haben, sol­che Beru­fe ver­schlos­sen sind.

Das wirft zwei Pro­ble­me auf.
Zum Einen das Pro­blem der sozia­len Ein­stu­fung(a), die gemein­hin mit der Tätig­keit in direk­tem Ver­hält­nis steht;
zum Ande­ren das Pro­blem des Selbst­wert­ge­füh­les(b) der­je­ni­gen, die von einer sol­chen Rege­lung betrof­fen, ja, aus eige­ner Sicht "benach­tei­ligt" sind.

zu 1(a)
Sozia­le Ein­stu­fung:
Es ist unbe­strit­ten ein Man­gel unse­res Systems, die sozia­le Stel­lung von der beruf­li­chen Tätig­keit her zu bestimmen.
"Amts­trä­ger" sind so übli­cher­wei­se nicht nur im Amte pri­vi­li­giert, son­dern auch in ihrer Pri­vat­sphä­re. Sie erfah­ren eine Son­der­be­hand­lung (sprich: Bes­ser­be­hand­lung) gegen­über den Nicht-Amtsträgern.

Dies erscheint zumin­dest unpas­send, denn - um ein Bei­spiel zu nen­nen - wenn ein Bür­ger­mei­ster ohne offi­zi­el­le Funk­ti­on z. B. ein Schüt­zen­fest besucht, hat er sich für ein Getränk genau­so anzu­stel­len wie jeder ande­re Fest­platz­be­su­cher auch.
Bekannt ist aber, daß dies nicht so pas­siert, weil
ent­we­der der Amts­in­ha­ber sich pri­vi­li­giert fühlt - und ent­spre­chen­de Son­der-Behand­lung erwartet,
oder die Umge­bung - in typisch deut­scher Manier des "vor­aus­ei­len­den Gehor­sams" - alles dar­an setzt, ver­meint­li­che "Hin­der­nis­se" aus dem Weg zu räumen.

Es ist daher an der Zeit, eine kla­re Unter­schei­dung nach Amts­funk­ti­on und Pri­vat­funk­ti­on - in Abhän­gig­keit von der jewei­li­gen Situa­ti­on - zu for­dern und "fal­sche" Pri­vi­le­gi­en von fal­schen Auto­ri­tä­ten, die mit die­ser Tei­lung ver­bun­den sind, end­gül­tig aufzuheben.

zu 1(b)
Selbst­wert­ge­fühl:
In einer Gesell­schaft, in der zuneh­mend auf die Initia­ti­ve der/des Ein­zel­nen gesetzt wird, ist es ein Ana­chro­nis­mus den glei­chen Men­schen die Ent­schei­dungs­be­fug­nis für Ihre Hand­lun­gen zu ver­weh­ren. Den­ken, Pla­nen und Ent­schei­dung fäl­len müs­sen untrenn­bar ver­bun­den sein.

Die der­zei­ti­ge Situa­ti­on in Wirt­schaft und öffent­li­chen Insti­tu­tio­nen macht jedoch aus "mün­di­gen Bür­gern" wäh­rend der Arbeits­zeit "unmün­di­ge Befehls­emp­fän­ger". Inso­weit sind nicht nur jene Men­schen betrof­fen, die ohne aka­de­mi­sche Aus­bil­dung einem Beruf nach­ge­hen, son­dern alle Berufstätigen!

Der Unter­schied liegt jedoch in der selbst­emp­fun­de­nen Wer­tig­keit. Bei den­je­ni­gen, die kei­ne aka­de­mi­sche Vor­bil­dung haben, kann eine Ten­denz zu Min­der­wer­tig­keits­ge­füh­len eher beob­ach­tet wer­den, als bei denen, die durch eine Hoch­schul­aus­bil­dung gelernt haben, fal­sche Auto­ri­tä­ten zu erken­nen und sich ange­mes­sen distan­ziert zu verhalten.

Die­ses Ver­hal­tens­re­per­toire fehlt den Nicht-Aka­de­mi­kern. Gleich­wohl haben sie ein Unter­le­gen­heits­ge­fühl, wis­sen aber man­gels ange­lern­ter Abwehr­me­cha­nis­men nur um ein begrenz­tes Lösungs­ver­hal­ten. Hier fin­den sich dann die Ten­den­zen (= Ver­hal­tens­mu­ster) zu aggres­si­vem oder ander­wei­tig situa­tiv abwei­chen­dem, unpas­sen­dem Ver­hal­ten. Die um sich grei­fen­de "Wis­sen­schafts­feind­lich­keit" - gera­de beim The­ma "Glo­ba­le Erwär­mung" in den U.S.A. sehr gut zu beob­ach­ten - steht auf einer brei­ten Basis der Akzep­tanz durch min­der gebil­de­te Men­schen die "Mei­nung" mit "Fak­ten" ver­wech­seln bzw. nicht aus­ein­an­der hal­ten können.

Die Ohn­macht gegen­über einer als über­mäch­tig emp­fun­de­nen Umge­bung schafft sich oft Raum durch Zer­stö­rung öffent­li­chen oder pri­va­ten Eigen­tums, unge­zü­gel­te Aggres­si­on oder Auto­ag­gres­si­on, bis hin zum Suizid.

Man­gel­haf­te Bil­dung, oft schon in frü­hem Kin­des­al­ter durch unin­ter­es­sier­te Eltern vor- bzw. mit­be­stimmt, stellt daher eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Gesell­schaft dar. Wesent­lich ist hier­bei, die grund­sätz­li­che Ermög­li­chung von Bil­dung nach Fähig­keit, nicht nach sozia­ler Her­kunft.
Dabei darf die Tat­sa­che nicht ver­schwie­gen wer­den, dass es Lei­stungs­un­ter­schie­de zwi­schen den Bil­dungs­wil­li­gen gibt, die sich natur­ge­mäß auf spä­te­re Lebens­wirk­lich­keit, sprich Mög­lich­kei­ten der Berufs­aus­übung aus­wir­ken werden. 


Wie so oft wird das aller­dings von Vie­len igno­riert. Es ist natür­lich sehr viel leich­ter Allen Alles zu ver­spre­chen - anstatt wahr­heits­ge­mäß dar­auf hin zu wei­sen, dass nicht jedes Kind super intel­li­gent ist und das Zeug zum Nobel­preis­trä­ger hat - und so steht die­se For­de­rung nach der Berück­sich­ti­gung einer (fik­ti­ven) Gleich­heit im Intel­lekt, geför­dert und her­aus­ge­lockt durch die Schu­len, wie ein lästi­ges Gespenst im Raum und ver­legt die Chan­cen auf wirk­li­che Lösungen.

 
Ein­fach und kurz aus­ge­drückt:
Zu Beginn sol­len ALLE die glei­chen Chan­cen haben. Unter­schied­li­che intel­lek­tu­el­le Fähig­keit führt jedoch zu einer Dif­fe­ren­zie­rung im Lauf des wei­te­ren Lebens.

ad 2:
Berufs­er­fah­rung
Wäh­rend ihres Lebens erler­nen vie­le Men­schen Fer­tig­kei­ten, die sie in der Vor­stel­lung bestär­ken, etwas genau­so­gut oder mög­li­cher­wei­se bes­ser zu kön­nen, als eine ande­re Per­son, die das Fach­ge­biet stu­diert hat. Für Teil­be­rei­che ist das sicher zutref­fend – aber eben nur für Teil­be­rei­che, nie für ein kom­plet­tes Fachgebiet!

Ein Matro­se kann sicher erler­nen, wie man ein Schiff steu­ert. Er kann auch ler­nen, wie man den Kurs eines Schif­fes bestimmt. Aber da fängt es schon an, kom­ple­xer zu wer­den: Es gibt meh­re­re Metho­den, dies zu bewerk­stel­li­gen. Ein Kapi­tän lernt alle bekann­ten Metho­den zu beherr­schen, und er hat auch noch den natur­wis­sen­schaft­li­chen Hin­ter­grund aus der Phy­sik, das alles ist dem Matro­sen völ­lig unbekannt!

Die Über­heb­lich­keit, die man bei Nicht-Aka­de­mi­kern fin­det, rührt aus deren irri­ger Annah­me her, „es genau­so­gut“ zu wis­sen wie der, der die Infor­ma­tio­nen wäh­rend eines Stu­di­ums erwor­ben hat. Die­ses Den­ken kann nur der­je­ni­ge ent­wickeln, der das Wesen der aka­de­mi­schen Aus­bil­dung nicht kennt – also der Nicht-Akademiker!

Wer wäh­rend einer Hoch­schul­aus­bil­dung bis zu einem Examen stän­dig den Unzu­läng­lich­kei­ten des Systems aus­ge­setzt war, hat nicht nur alles über sein Fach gehört, son­dern auch gelernt zu impro­vi­sie­ren, sich in unbe­stimm­ter Situa­ti­on ziel­ori­en­tiert zu orga­ni­sie­ren. Der Man­gel des Hoch­schul­we­sens ist daher im eigent­li­chen Sin­ne kein Man­gel, son­dern – posi­tiv betrach­tet – ein Teil des Lernergebnisses.

Las­sen sich die wäh­rend eines Stu­di­ums erwor­be­nen Kennt­nis­se eines Fach­ge­bie­tes auch ander­wei­tig erler­nen? Ja, sicher, aber nicht in allen Fächern und bestimmt nicht in der erfor­der­li­chen Tie­fe. Als Bei­spiel sei hier die Aus­bil­dung von Pfle­ge­per­so­nal vs. ärzt­li­che Aus­bil­dung ange­führt: Grund­sätz­lich wird eine Kran­ken­schwe­ster in den glei­chen Fächern aus­ge­bil­det, die auch ein Arzt stu­diert. Zumin­dest vom Titel her sind die Bezeich­nun­gen iden­tisch – nicht jedoch vom Inhalt her betrachtet!
Der Unterschied:
Die Tie­fe des Ein­drin­gens in eine Mate­rie ist nicht durch eine Über­schrift zu ver­deut­li­chen. So ver­birgt sich etwa hin­ter der Über­schrift „medi­zi­ni­sche Mikro­bio­lo­gie“ im Fal­le der nicht-ärzt­li­chen Aus­bil­dung ledig­lich eine gro­be Ein­tei­lung der Kei­me nach Färb­bar­keit und Viru­lenz, unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung jener Kei­me, die in Kran­ken­häu­sern gehäuft auf­tre­ten. Dem­ge­gen­über wer­den bei der ärzt­li­chen Aus­bil­dung zudem Lebens­zy­klen, Ver­wandt­schaft, Anti­bio­ti­ka-Emp­find­lich­keit und Kreuz­re­si­stenz unter­rich­tet, dazu noch die rele­van­te The­ra­pie, und Metho­den des Nachweises.
Der Laie muß den Ein­druck gewin­nen, alles sei gleich und die Unter­schei­dung dem­entspre­chend falsch, was aber nach den vor­her ange­führ­ten Über­le­gun­gen kei­nes­falls der Wahr­heit ent­spre­chen kann.
Viel­fach wird aber kein Bemü­hen da sein, sich der Ange­le­gen­heit auf die­ser Ebe­ne zu nähern:
Das Vor­ur­teil schlägt in die­sem Fall uner­bitt­lich zu – man lie­fe ja Gefahr, eige­ne Unzu­läng­lich­kei­ten zuge­ben zu müs­sen. Da lebt es sich doch erheb­lich ein­fa­cher mit der Über­zeu­gung: Unge­rech­tig­keit hält mich davon ab, das zu errei­chen, was ande­re erreicht haben ….

Wenn ich hier­zu einen Ver­gleich aus dem prak­ti­schen Leben neh­men darf:
Jeder weiß, Autos fah­ren mit Ben­zin oder Die­sel, einen klei­ne­re Zahl kennt den Unter­schied zwi­schen bei­den und kann viel­leicht die Funk­ti­ons­wei­se beschrei­ben, ein Kfz-Mei­ster kann die Moto­ren zer­le­gen und wie­der zusam­men­bau­en, gege­be­nen­falls auch ein­zel­ne Tei­le von Hand fer­ti­gen – aber der Pla­nungs­in­ge­nieur hat auf dem Reiß­brett Com­pu­ter den Motor ent­wor­fen, die Pro­duk­ti­on geplant und alle Wer­te berech­net, bevor auch nur irgend­ein Teil phy­sisch ver­füg­bar war. An die­sem Bei­spiel erkennt man zum einen, daß alle Betei­lig­ten nötig sind, um ein Kfz betrei­ben zu kön­nen, ohne den Inge­nieur jedoch, wür­den alle ande­ren dasit­zen und Däum­chen dre­hen oder zu Fuß gehen!

Ein wei­te­res Bei­spiel ist der Künst­ler, vor des­sen Werk Lai­en ste­hen und behaup­ten: „Das könn­te mein sechs­jäh­ri­ger Enkel auch“. Wer ein­mal ver­sucht hat, einen Kup­fer­stich oder eine Litho­gra­phie anzu­fer­ti­gen weiß, daß das eben nicht aus dem Hand­ge­lenk zu schaf­fen ist – von einem Ölge­mäl­de ein­mal völ­lig abgesehen!
Natür­lich gilt das auch für alle mög­li­chen Anbie­ter von jour­na­li­sti­schen Dienst­lei­stun­gen. Schrei­ben und Lesen kann doch jeder - was ist also nahe­lie­gen­der als zu behaup­ten: "Das kann ich auch, Leu­te, nur, ich machs bil­li­ger!" Ein typi­sches Bei­spiel von Igno­ranz, gepaart mit völ­li­ger Unwis­sen­heit über die zugrun­de lie­gen­den Not­wen­dig­kei­ten. Wer, fra­ge ich Sie, wür­de wohl einen Herrn "NONa­me" enga­gie­ren, wenn gestan­de­ne Jour­na­li­sten - mit aka­de­mi­scher Aus­bil­dung - zur Ver­fü­gung ste­hen .... aber sol­che Sprü­che machen sich halt gut. Stamm­tisch­pa­ro­len. Der Kreis gleich­ge­sinn­ter Dumm­köp­fe applaudiert!

ad 3:
"School of Life" (=Prak­ti­sches Ler­nen; Autodidakten)

Was aber nun, wenn ein Laie sich so inten­siv mit einem Fach­ge­biet aus­ein­an­der­setzt, daß er den „Stu­dier­ten“ an Wis­sen vor­aus ist? Sicher gibt es sol­che Fäl­le. Mir sind per­sön­lich Imker bekannt, die ihre Bie­nen bes­ser ken­nen als jeder Zoo­lo­ge. Aber das war’s auch schon. Sobald sie etwas über die Wech­sel­wir­kung zwi­schen Bie­nen, Amei­sen und räu­be­ri­schen Wes­pen sagen soll­ten, sind die Fach­leu­te für Bie­nen, die Imker, über­fragt. Der Auto­di­dakt kann Spit­zen­lei­stung nur auf einem sehr, sehr engen Seg­ment vor­wei­sen, vom stu­dier­ten Aka­de­mi­ker kann man Wis­sen in der Tie­fe in vie­len Seg­men­ten die­ses Gebie­tes erwar­ten. Ich möch­te für die­se Fäl­le die Begrif­fe „prak­ti­sche Intel­li­genz“ und „theo­re­ti­sche Intel­li­genz“ ein­füh­ren. Der Auto­di­dakt geht mit prak­ti­scher Intel­li­genz an Pro­ble­me her­an, er beob­ach­tet und führt dann aus. Der Aka­de­mi­ker denkt nach und stellt Fra­gen – zu Gebie­ten, in denen es noch kei­ne prak­ti­schen Lösun­gen gibt. Aus die­sen Fra­gen kri­stal­li­siert er sol­che her­aus, die hel­fen, eine wei­te­re Ent­wick­lung zu bewerk­stel­li­gen, dann wird gehan­delt. Vor­der­grün­dig sind die­se Schrit­te gleich. Sie unter­schei­den sich nur in einem, aber sehr wesent­li­chen Punkt:
Der Aka­de­mi­ker schafft Neu­es, der Auto­di­dakt kopiert oder ahmt nach ….

Glei­cher­ma­ßen ungül­tig ist die Annah­me, man sei auf­grund "älte­rer Rech­te" auto­ma­tisch in einer Posi­ti­on der Stär­ke. Ich habe gele­gent­lich gele­sen, daß "alte Hasen" sich das Recht zubil­li­gen, zu bestim­men was "man" in bestimm­ten Situa­tio­nen tun oder las­sen darf. Das ist die lächer­lich­ste For­de­rung von Allen. Etwas "frü­her" gemacht zu haben ist ledig­lich von histo­ri­scher Bedeu­tung - Rech­te kön­nen dar­aus nicht her­ge­lei­tet wer­den. Wer also nicht mehr die Posi­ti­on inne­hat, die er frü­her ein­mal hat­te, muß sich eher fra­gen, war­um er den Anschluß ver­lo­ren hat. Ich den­ke, das hat etwas mit per­sön­li­cher Inkom­pe­tenz zu tun - man hat eben nicht die Fähig­keit, auch heu­te noch an der Spit­ze mit­zu­mi­schen, man hat nicht erkannt, wohin die Ent­wick­lung geht - so ein­fach, so trau­rig für den Betrof­fe­nen. So end­gül­tig aber auch, denn ein­mal ver­lo­ren heißt für lan­ge, lan­ge Zeit ver­lo­ren. Es ist eben etwas dran, an der The­se vom "lebens­lan­gen Lernen". 

"Frue*er"™ sind Men­schen mit 40 Jah­ren gestor­ben. Es wird doch nie­mand auf die Idee kom­men, dar­aus her­zu­lei­ten, daß das auch heu­te so sein oder wie­der wer­den müßte ....

Zusam­men­fas­sung

Um es gleich vor­weg­zu­neh­men:
Zu jeder The­se, die ich hier zusam­men­ge­stellt habe gibt es Aus­nah­men, die - schein­bar – das Gegen­teil bestä­ti­gen kön­nen. Es läßt sich die Wirk­lich­keit eben nicht in das enge Kor­sett einer Erör­te­rung wie die­ser her­ein­pres­sen. Ich kann mit die­ser Unschär­fe leben.

bookmark_borderIch weiß auch nicht Alles ...!


"Etwas nicht zu wis­sen ist kein Zei­chen von Dummheit,
etwas was man hät­te ler­nen kön­nen nicht zu wis­sen schon."

1. Je nach Lebens­al­ter erwar­tet man ein bestimm­tes Min­dest­maß an Erlern­tem, min­de­stens was die Bewe­gung im sozia­len Umfeld angeht. Ich will hier bestimmt nicht der abso­lu­ten Kon­for­mi­tät das Wort reden, es geht nicht um *genorm­tes & ste­reo­ty­pes Beneh­men*, aller­dings stimmt es schon zu for­mu­lie­ren (stammt nicht von mir, und woher es mein Vater hat­te weiß ich nicht genau):

"Nur wer die Form beherrscht
darf sich vor­bei benehmen!"

∘ ∘ ∘ ∘ ∘

2. Sicher spielt das Her­kom­men eines Men­schen eine Rol­le ob er in eine Posi­ti­on kom­men konn­te zu ler­nen und sich intel­lek­tu­ell und als Per­son zu ent­wickeln. Ins­be­son­de­re die gesell­schaft­li­che Bewer­tung von Wis­sen und die Art der Rol­len­ver­tei­lung hat einen über­ra­gen­den Ein­fluß was aus einem Men­schen wird. Selbst unter der Vor­aus­set­zung, dass nicht Jeder Alles wer­den kann ist min­de­stens die Bereit­stel­lung einer ent­spre­chen­den Infra­struk­tur wich­ti­ge Grund­la­ge dafür. 

"Arm gebo­ren zu sein ist Schick­sal,
arm zu blei­ben eige­ne Wahl!"

∘ ∘ ∘ ∘ ∘

3. In jedem Staat gibt es Insti­tu­tio­nen die Bür­ger för­dern oder behin­dern, bezo­gen auf die Erreich­bar­keit von und den Zugang zu Mög­lich­kei­ten der Bil­dung und Berufs­wahl. Man­che Staa­ten begren­zen sol­che Ange­bo­te für die All­ge­mein­heit - der Besuch, bzw. die Zulas­sung dazu wer­den nach undurch­sich­ti­gen Kri­te­ri­en gere­gelt, ande­re wie­der­um las­sen Alle, die es wol­len, teil­neh­men. Dazwi­schen gibt es vie­le Vari­an­ten, mal mehr, mal weni­ger büro­kra­tisch. Das kann zu einem unüber­wind­ba­ren Hin­der­nis wer­den wenn ein Mensch sein vol­les Poten­ti­al ent­wickeln will - aber durch For­ma­li­en (auch den Man­gel an Geld!) dar­an gehin­dert wird.

"Büro­kra­tie und Regeln des Zugan­ges
zu den Lei­stun­gen des Staa­tes
dür­fen den Bür­ger nicht behindern!"

∘ ∘ ∘ ∘ ∘

bookmark_borderSchwäche

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Man­che Ver­hal­tens­wei­sen - das beweist die Wis­sen­schaft - sind für die Lebens­er­war­tung ungün­stig. Gefahr lau­ert in vie­len Tätig­kei­ten und manch­mal ist sie nicht ver­bor­gen, son­dern sehr offensichtlich.

Trotz­dem gehen Vie­le gera­de die­sen 'gefähr­li­chen' Akti­vi­tä­ten nach: Bun­gee-Jum­ping, Auto­rennen, Moun­tain-Biking, ... Natür­lich gibt es auch viel ein­fa­che­re, all­täg­li­che­re Risi­ken: Alko­hol, Rau­chen, Dro­gen zum Beispiel.

Selbst noch all­täg­li­che­re Ver­hal­tens­wei­sen wie Essen & Trin­ken sind zwar nicht grund­sätz­lich gefähr­lich für unser Leben, sie kön­nen es aber wer­den wenn wir das nor­ma­le Maß des­sen über­schrei­ten, was wir zum Lebens­er­halt brauchen.

Die Beherr­schung all die­ser poten­ti­el­len Gefah­ren erfor­dert Ent­schei­dun­gen - und wie wir wis­sen geht die Ten­denz oft nicht zum Posi­ti­ven. Wir nei­gen dazu mehr gegen unse­re Erhal­tung zu tun als für sie.

Alle wol­len mög­lichst lang, glück­lich, gesund und unver­sehrt alt wer­den - und doch scheint es so, als ob Men­schen gera­de­zu zwang­haft genau das Gegen­teil des­sen tun, was die­ses Ziel wahr­schein­lich macht.

Wir sind schon eine son­der­ba­re Spezies.

 ∙ ▪ ⚫ ▪ ∙ 

bookmark_borderWissenschaftlicher Fortschritt
*update* (28-11-2018)

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We’re at a peri­od in the cul­tu­re of sci­ence when we despera­te­ly need more cri­ti­cism and less opti­mism, becau­se that’s how good sci­ence thrives.
[Balan­ce]

Wis­sen­schaft - ins­be­son­de­re die Natur­wis­sen­schaft "Bio­lo­gie" - ist kein Pro­duk­ti­ons­be­trieb bei dem an einem Ende Roh­stof­fe ange­lie­fert wer­den und am ande­ren Ende fer­ti­ge Pro­duk­te her­aus­kom­men. So war es wenig­stens bis vor weni­gen Jah­ren. Als die Gene­tik sich an Umfang und Ein­fluß in der Bio­lo­gie aus­wei­te­te begann sie den grö­ße­ren Teil des Fach­ge­bie­tes in den Hin­ter­grund zu schie­ben. Weil in der Gene­tik spä­te­stens mit Ein­füh­rung der Auto­ma­ti­on der Sequen­zie­rungs­tech­nik das schnel­le Erzeu­gen von kom­ple­xen Mole­kü­len Ein­zug hielt - in einem Umfang, der Begehr­lich­kei­ten weck­te, und wegen der prak­ti­schen Aus­wir­kung auch finan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten bietet.

Mit Gene­tik läßt sich Geld ver­die­nen - mit Zoo­lo­gie, Bota­nik und Öko­lo­gie eher nicht. In einer Welt, in der es zuneh­mend ums 'Geld ver­die­nen' geht sind die viel­fäl­ti­gen Teil­fä­cher jen­seits der Gene­tik ein Hin­der­nis. Sie ste­hen dem Ver­dienst ent­ge­gen, der man­cher­orts erst durch Igno­ranz gegen­über den Befun­den der Bio­lo­gen und den Schutz­be­mü­hun­gen für bedroh­te Arten an Gren­zen stößt:
Wir haben alle schon vom Feld­ham­ster gele­sen der Stra­ßen­bau- und Ent­wick­lungs­pro­jek­te ver­hin­der­te. Oder von einer bedroh­ten Krö­ten­art, derent­we­gen eine Flä­che nicht wirt­schaft­lich genutzt wer­den konn­te. Die Bei­spie­le lie­ßen sich fort­set­zen, etwa nach Süd­ame­ri­ka, wo rie­si­ge Flä­chen an Öko-Syste­men wegen des kurz­fri­sti­gen Pro­fits geop­fert wur­den und Urvöl­ker vor der völ­li­gen Aus­rot­tung stehen. 

Die Häme der Unkun­di­gen und Gie­ri­gen trieft aus den Zei­len ihrer öffent­li­chen Ein­las­sun­gen. Argu­men­te wer­den als 'Spin­ne­rei' abge­tan. Die Akti­vi­sten als 'welt­fremd' und 'fort­schritts­feind­lich' ver­ächt­lich gemacht.

Beim Bru­no (Bay­ern) oder 'nied­li­chen' Knut (Ber­lin) ent­zün­det sich der Zorn der Mas­se leicht - bei Frö­schen, Krö­ten, Fischen oder bota­ni­schen Rari­tä­ten eher weniger ....

Ich hat­te es stel­len­wei­se in frü­he­re Erör­te­run­gen schon ein­ge­floch­ten, will es aber noch­mal deut­lich schreiben:
Ein bio­lo­gi­sches (öko­lo­gi­sches) System läßt sich ab einem bestimm­ten Ein­wir­kungs­grad nicht mehr repa­rie­ren ['point of no return'] - es ist ein für alle­mal verloren.

Genau die­ses Risi­ko wird - letz­tes Bei­spiel in der Rei­he der unum­kehr­ba­ren Umwelt­sün­den - beim Frack­ing bewußt ein­ge­gan­gen. Was sich in Jahr­mil­lio­nen ent­wickelt hat wird für einen kurz andau­ern­den Peak bei der Roh­stoff­pro­duk­ti­on geop­fert. 9% mehr Roh­öl für 25 Jah­re - das ist ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein, aber um wel­chen Preis!

Es wäre bes­ser wenn das Fern­se­hen Sen­dun­gen dar­über mach­te WER & WAS für den ufer­lo­sen CO2-Anstieg ver­ant­wort­lich ist, der uns letzt­end­lich umbrin­gen wird.

bookmark_borderFür wen "arbeiten" die Parlamentarier?

Oder:
Die Inter­es­sen der Einen sind nicht die Inter­es­sen der Anderen

Stel­len sie sich ein­mal vor, lie­be Lesen­de, es gäbe eine Fabrik mit fla­cher Hier­ar­chie, Geschäfts­lei­tung, Abtei­lungs­lei­ter, deren Stell­ver­tre­ter und 700 Arbei­ter. Und stel­len sie sich wei­ter vor, 56 der Arbei­ter hät­ten Neben­be­schäf­ti­gun­gen, sol­che, in denen sie mehr ver­die­nen als in ihrer Haupt­tä­tig­keit. Die Abtei­lungs­lei­ter haben Neben­be­zü­ge von ande­ren Unter­neh­men, man­che haben noch eine selb­stän­di­ge Fir­ma neben­bei, die von Kol­le­gen wei­ter geführt wird - und die­se Unter­neh­men arbei­ten auch für die glei­chen Kun­den und Mit­be­wer­ber der Branche.

Die Arbei­ter sind tage­lang nicht da und neh­men der­weil Ter­mi­ne bei ihren Neben­ar­bei­ten wahr. Die Ver­tre­ter der Abtei­lungs­lei­ter über­las­sen das, was sie zu erar­bei­ten hät­ten, Mit­ar­bei­tern aus Kon­kur­renz­un­ter­neh­men die extra für die­sen Zweck abge­stellt wer­den und ange­reist kommen. 

Ach, sie den­ken das gibt es nicht, das wür­de kei­ne Fir­ma zulassen?

Na, da muß ich sie ent­täu­schen. Eine sol­che Struk­tur gibt es - die nennt sich zwar nicht Fir­ma, funk­tio­niert aller­dings so ähn­lich. Es ist unser Bun­des­tag, die Ver­tre­tung des Vol­kes, die in unser aller Name die Geschicke des Staa­tes leiten.

Da wer­den sie den­ken: "In mei­nem Namen? Davon mer­ke ich nicht viel, wenn ich genau über­le­ge fast nichts, im Gegen­teil, Vie­les was da gemacht wird rich­tet sich gegen mei­ne Interessen!"

Stimmt:

Wenn Ban­ken geret­tet wer­den müs­sen sind Mil­lio­nen ein Klacks, da wer­den Mil­li­ar­den locker gemacht. Wenn Abge­od­ne­ten­be­zü­ge erhöht wer­den ist genug Geld da, für die Ren­ten reicht es nicht, die wer­den nach jah­re­lan­gem Still­stand vor den Wah­len noch schnell um weni­ge Euro oder Cent angehoben.
Schu­len, Kin­de­gär­ten, Uni­ver­si­tä­ten, Stra­ßen und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen ver­kom­men - aber für Waf­fen und Erhö­hung des Mann­schafts­be­stan­des beim Mili­tär sind wie­der­um Mil­li­ar­den vorhanden.
Die Auto­in­du­strie wird nach den Betrü­g­rei­en nicht etwa bestraft - ganz im Gegen­teil, es wer­den Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen, die die betro­ge­nen Käu­fer bil­lig abspei­sen. Oder die ein Kon­junk­tur­pro­gramm für die betrü­ge­ri­schen Fir­men dar­stel­len, indem man den her­ein­ge­leg­ten Auto­käu­fern eine Prä­mie für den Neu­kauf von Fahr­zeu­gen zusagt - und damit den Absatz erhöht. Das vor dem Hin­ter­grund einer dro­hen­den Kri­se bei der Roh­öl­ver­sor­gung, die an der Zukunft von mit fos­si­len Ener­gie­trä­gern gespei­sten Fahr­zeu­gen zwei­feln las­sen. Wenn nicht aus die­sem Grund, dann wegen des dro­hen­den öko­lo­gi­schen Zusam­men­bruchs und der glo­ba­len Erwärmung. 

Von den ca. 700 Abge­ord­ne­ten ist die Mas­se mit Neben­tä­tig­kei­ten 'geseg­net', die ihnen mehr Ein­kom­men ver­schaf­fen als das, was sie als Diä­ten, als Abge­ord­ne­ten­be­zü­ge ver­die­nen. Und was glau­ben sie wohl, lie­be Lesen­de, wes­sen Inter­es­sen die­se Abge­ord­ne­ten ver­tre­ten wenn sie von inter­es­sier­ten Fir­men und Orga­ni­sa­tio­nen groß­zü­gig bezahlt werden?

Die Mini­ster - im obi­gen Bei­spiel als Abtei­lungs­lei­ter bezeich­net - und ihre Beam­ten­schaft sind zwar wäh­rend ihrer Amzszeit ver­pflich­tet kei­ne sol­che Neben­tä­tig­kei­ten und Bezü­ge anzu­neh­men, aber was danach kommt haben wir bereits hun­dert­fach erlebt:
Sie bekom­men Tätig­kei­ten auf höch­sten Ebe­nen von Unter­neh­men für deren Inter­es­sen sie wäh­rend ihrer Amts­zeit Poli­tik gemacht haben - den Zusam­men­hang kann natür­lich nie­mand kon­kret bewei­sen, aber wenn ein für Ener­gie­wirt­schaft ver­ant­wort­li­cher Mini­ster bei einem Ener­gie­un­ter­ne­men in den Vor­stand ein­steigt, für des­sen bes­se­re Markt­be­din­gun­gen er zuvor Geset­ze erlas­sen hat, sagt der kla­re Men­schen­ver­stand, dass das irgend­wie zusam­men­hän­gen wird und wohl nicht rei­ner Zufall ist.

Betrach­ten wir Abge­ord­ne­te und Mini­ster unse­rer Volks­ver­tre­tung, so wird klar:
Die Wün­sche und Vor­stel­lun­gen der Bevöl­ke­rung wer­den zwar immer wie­der mit gro­ßen Wor­ten beschwo­ren, Lösun­gen wer­den mit viel Tra­ra ange­kün­digt, die Taten aller­dings rich­ten sich mehr­heit­lich an den Wün­schen und Bedin­gun­gen der Unter­neh­men aus die an Par­tei­en und Abge­ord­ne­te zah­len oder ihnen für spä­ter lukra­ti­ve Posten & Bezü­ge zusagen. 

Das Wohl der Men­schen die die­se VOLKSVERTRETER gewählt haben ist unwich­tig, es wird nach­ran­gig behan­delt. Ein Skan­dal, der drin­gend geän­dert wer­den muß.

bookmark_borderDATIFIZIERUNG
*update* [26.11.2018]

 

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Das Wort "DATIFIZIERUNG" schla­ge ich als Begriff für die völ­li­ge Erfas­sung des Lebens / der Lebens­äu­ße­run­gen einer Per­son auf die­sem Pla­ne­ten durch elek­tro­ni­sche Medi­en vor ....
Kann man sowas 'schüt­zen' lassen?
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OK, nach­dem nun fünf Jah­re lang nie­mand Anspruch auf das Wort erho­ben hat erklä­re ich der Urhe­ber des Wor­tes "DATIFIZIERUNG" zu sein und alle Rech­te dar­an zu halten.
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Erst­ver­öf­fent­li­chung: 11. Mrz 2013 um 21:34h

bookmark_borderEin Leben lang (nachweislich) belogen - und nun?

Seit ich den­ken kann habe ich als Kind und Her­an­wach­sen­der, als Stu­dent und wäh­rend all der Jah­re im Beruf, also mein gan­zes Leben lang, immer von unse­ren Poli­ti­kern gehört:
Der Feind steht im Osten und will uns annek­tie­ren, die Ame­ri­ka­ner sind in Deutsch­land sta­tio­niert und lagern hier ihre Atom­waf­fen weil sie uns beschützen.

Zitat¹

" .. we the popu­la­ti­on under­s­tood, that the­re was a mis­sile gap. We were told. That the Rus­si­ans had some­thing bet­ween 40 and 60 inter­con­ti­nen­tal bal­li­stic mis­siles which they could eit­her first strike or second strike the United States. .. "

Die angeb­li­che Gefahr war eine bewuß­te Lüge der Amerikaner.

Wie jetzt bekannt wur­de² hat­te die vor­ma­li­ge UDSSR zu Zei­ten John F. Ken­ne­dys und Niki­ta Ser­ge­je­witsch Chruscht­schows genau vier (4!) ICBM [Inter­kon­ti­nen­ta­le bal­li­sti­sche Raketen].

Die US Luft­waf­fe woll­te dar­auf hin - unter Ver­leug­nung der tat­säch­lich äußerst gerin­ge­nen Gefahr - 1.600 Minu­teman Rake­ten pro­du­ziert haben, wäh­rend Mari­ne und Armee 1.000 Rake­ten für aus­rei­chend erachteten.

War­um wur­de das nicht rich­tig gestellt und die Bevöl­ke­run­gen im west­li­chen Lager über die tat­säch­li­che Lage informiert?
Die Pro­duk­ti­on und Lage­rung so vie­ler Rake­ten war ein wah­res "Kon­junk­tur­pro­gramm" für vie­le Bran­chen in den USA, inclu­si­ve der Gewer­ke, die die Bun­ker und Tech­nik für die Rake­ten­si­los - breit ver­teilt im Lan­de und so för­der­lich für vie­le Staa­ten - produzierten.

Vor die­sem Hin­ter­grund wird nun auch klar, dass der Tod von Prä­si­dent Ken­ne­dy durch ein Atten­tat kein Zufall gewe­sen ist, son­dern dass dahin­ter Kräf­te stan­den, die ein Inter­es­se dar­an hat­ten den "Kal­ten Krieg" - und damit das Wett­rü­sten - in Gang zu hal­ten. Dage­gen hat­te sich Ken­ne­dy aus­ge­spro­chen und war der Auf­fas­sung, es sei, ins­be­son­de­re nach dem Ein­len­ken der UDSSR in der Kuba­kri­se, eine gute Chan­ce das Wett­rü­sten zu been­den und die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel zivi­len Zwecken zuzuführen.

Durch die Ver­schleie­rung und Ver­tu­schung der sehr viel gerin­ge­ren Gefahr (die angeb­lich durch das Mili­tär und den Rüstungs­be­stand der UDSSR vor­han­den sein soll­te), konn­te die Kriegs­ma­schi­ne­rie in den USA wei­ter ange­kur­belt wer­den - und das über­pro­du­zier­te nicht-ato­ma­re Kon­tin­gent wur­de in einer ersten Stu­fe dann im (von den USA pro­vo­zier­ten) Viet­nam­krieg vernichtet.

Seit­her sehen wir rund um die Welt immer wie­der Ein­grif­fe der USA mit­tels ihrer Geheim­dien­ste und NGOs in vie­len Län­dern der Erde. Es wer­den klei­ne bis gro­ße regio­na­le Gefech­te geführt, immer mit Lie­fe­run­gen von Waf­fen an die Kon­flikt­be­tei­lig­ten beglei­tet. So wird die Pro­duk­ti­on von Waf­fen, Muni­ti­on und Gerät (nicht nur in den USA) erhal­ten. Denn so lan­ge gekämpft wird brau­chen die Kämp­fer Waf­fen - und es fließt Geld in die Kas­sen der Produzenten.

Wenn man die Dimen­si­on des Betru­ges, der Lügen und Fäl­schun­gen der Geschich­te erkennt, so wird deut­lich, dass Natio­nen die der­glei­chen initi­ie­ren vor nichts zurück schrecken, sie sind bar jeg­li­chen mora­li­schen oder huma­ni­sti­schen Gewissens.

Das sind die wirk­li­chen
"Schur­ken­staa­ten"
auf unse­rem Planeten.


¹ QUELLE: Dani­el Ellsberg: The Cold War Was Based on a Lie 
² TRANSCRIPT; VIDEO: you­tube
 

bookmark_borderMythos "Stein- oder Himalayasalz",
die "story" macht den Wert ....

[Die dunk­len Kügel­chen sind Pfefferkörner ]
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Koch­salz¹ oder Spei­se­salz = Natri­um­chlo­rid, NaCl

Che­misch betrach­tet ist "Salz" stets iden­tisch zusam­men­ge­setzt, näm­lich aus Natri­um [Na+] und Chlo­rid [Cl-]. Alle Zusät­ze zu dem Wort "Salz" die­nen entweder 

  • - zur Ver­deut­li­chung der Her­kunft oder 
  • - zur Begrün­dung von Wer­be­aus­sa­gen für Produkte,

die bei glei­cher Che­mie und phy­sio­lo­gi­scher Wir­kung wesent­lich teu­rer ver­kauft wer­den ohne wirk­lich 'bes­ser' oder 'anders' als das gewöhn­li­che Haus­halts­salz zu 29¢/500g zu sein.

Stein­salz² (auch Hali­tit oder Salz­ge­stein, gele­gent­lich irre­füh­rend Salz­stein, ver­al­tet Sal gem­mae).
 

!! Stein­salz ist nichts ande­res als Meer­salz, das vor Mil­lio­nen von Jah­ren durch Aus­trock­nen von gro­ßen Mee­ren entstand. 

Fleur de Sel³ (deutsch Salz­blu­me, spa­nisch Flor de Sal) ist das teu­er­ste Meer­salz. Bei ent­spre­chen­den Unter­su­chun­gen wur­den in Fleur de Sel die höch­sten Kon­zen­tra­tio­nen an Mikro­pla­stik gefun­den, im dar­un­ter ent­ste­hen­den "grau­en Salz" (sel gris) wur­den in 16 han­dels­üb­li­chen Meer­sal­zen aus acht Län­dern Mikro­pla­stik­par­ti­kel nach­ge­wie­sen.

Anstatt beson­ders gesund zu sein - was der Preis von Fleur de Sel sug­ge­riert, das pro 100g 4,59 [Kilo­preis: 45,90 €] kostet - kauft man sich so eine höhe­re Kon­zen­tra­ti­on von Pla­stik­par­ti­keln mit ein.

! Fleur de Sel:
Die Salz­blu­me besteht im Mit­tel aus über 97 % Natri­um­chlo­rid, 0,5 % Cal­ci­um­sul­fat, 0,3 % Magne­si­um­chlo­rid, 0,2 % Magne­si­um­sul­fat („Bit­ter­salz“) und etwa 0,1 % Kali­um­chlo­rid [zusam­men = 98%], der Rest [2%] ist ver­blie­be­nes Was­ser (Rest­feuch­te).
! Meer­salz:
Ent­hält wie ande­res Spei­se­salz zu 95 bis 98% Natri­um­chlo­rid und nur gerin­ge Men­gen Mine­ral­stof­fe, aber dafür bis zu 5% Was­ser als Restfeuchte. 

Noch­mal zum Vergleich: 

1 kg    Salz (Super­markt)      0,58 €
1 kg    Salz "Fleur de Sel"    45,90 €

Es geht auch noch teurer
Sal de Ibi­za; 1 kg kostet stol­ze 76,70 €

Heu­te wer­den schät­zungs­wei­se 70 Pro­zent des Welt­ver­brauchs aus Stein­salz gewon­nen, als hoch­prei­si­ges Spei­se­salz kommt vor allem gewa­sche­nes Meer­salz in den Verkauf. 

Sofern Sie das wert­vol­le (!) Fleur de Sel aus Ver­se­hen oder Schus­se­lig­keit offen ste­hen las­sen zieht es Was­ser an und ver­flüs­sigt sich - daher wird es in Glä­sern mit fest schlie­ßen­dem Deckel verkauft.

Wenn Sie jetzt denken:
Na gut, dann gehe ich eben lie­ber in die nächst­ge­le­ge­ne HIMA­LA­YA-Stein­salz-Grot­te, die wird als "natür­lich & gesund, hilft bei Atem­be­schwer­den" bewor­ben, und atme das Salz-Luft-Gemisch ein, das wird mir hel­fen .... nein, da holen Sie sich höch­stens einen Schnup­fen oder Schlim­me­res, denn durch die Ver­wir­be­lung der ange­feuch­te­ten Luft leben Viren län­ger und ver­tei­len sich bes­ser als an ande­ren Orten.

Fah­ren Sie lie­ber an die See und gehen dort am Strand spa­zie­ren - das ist alle­mal die bes­se­re Wahl.

¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Speisesalz
² https://de.wikipedia.org/wiki/Steinsalz
³ https://de.wikipedia.org/wiki/Meersalz

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[Bil­der:

1. Kri­stall­struk­tur-Abbil­dung: Von Solid Sta­te - Eige­nes Werk, Gemein­frei, Link
2. Salz & Pfef­fer Makro­auf­nah­me: By The ori­gi­nal uploa­der was Y6y6y6 at Eng­lish Wiki­pe­dia. - Trans­fer­red from en.wikipedia to Com­mons by IngerAl­Ha­os­ului using Com­monsHel­per., Public Domain, Link
]

bookmark_borderWas mir kürzlich auffiel ....

Es gibt nur weib­li­che Kas­sie­rer, also "Kas­sie­re­rin­nen".
Natür­lich nicht über­all, aber doch überwiegend.
Min­de­stens da, wo ich nor­ma­ler­wei­se einkaufe.
Bei "freß­napf" habe ich schon Män­ner an der Kas­se gesehen.

Aber sonst?

Gibt es bei den gro­ßen Lebens­mit­tel- Dro­ge­rie- und Heim­wer­ker­ket­ten kei­ne Män­ner an den Kassen?

Sehen Sie das anders?
Und wenn nicht, war­um ist das wohl so?

bookmark_borderAufklärung obsiegt, trotz aller Widerstände

Im Ver­lauf der Geschich­te hat es meh­re­re Anläu­fe gege­ben die Welt nicht durch das Wir­ken von Göt­tern, son­dern durch Wis­sen und Bewei­se zu erklären. 

Das führ­te bereits vor 2.800 Jah­ren in Grie­chen­land zu einer Kon­fron­ta­ti­on zwi­schen den gläu­bi­gen Tra­di­tio­na­li­sten und den fort­schritt­li­chen Den­kern die fünf Jahr­hun­der­te anhielt. Die Phi­lo­so­phen hat­ten die über­zeu­gen­de­ren Argu­men­te und konn­ten vie­le Dis­pu­te für sich, bzw. ihre Postu­la­te, Hypo­the­sen entscheiden.

So wur­de schon in 'grau­er Vor­zeit' der Grund­stein für unse­ren der­zei­ti­gen Wis­sens­stand und Wis­sens­ei­fer gelegt, für deren Ver­voll­stän­di­gung Wis­sen­schaft­ler sich engagieren.

In der fin­ste­ren Zeit zwi­schen den Jah­ren 500 und 1.500 betrieb (in Euro­pa und Vor­der­asi­en) die Kir­che mit eiser­ner Hand die Aus­rot­tung aller Gedan­ken und Leh­ren, die ihr gefähr­lich wer­den konn­ten - was bedeu­te­te: Ihren Anspruch auf abso­lu­te Beherr­schung des gesam­ten Lebens der Men­schen auch nur in Fra­ge zu stellen. 

Bis schließ­lich die "Auf­klä­rung" genann­te Epo­che vor unge­fähr 300 Jah­ren ihren Durch­bruch erleb­te. Seit­her konn­te die­se sich gegen alle Wider­stän­de - vor allem aus den soge­nann­ten 'christ­li­chen' Leh­ren und deren Ver­tre­tern - behaupten.
Was aller­dings nicht bedeu­tet, dass die Reli­gio­nen etwa einen "sta­tus quo" akzep­tie­ren und sich damit begnü­gen wür­den wenn man sie unge­hin­dert gewäh­ren lie­ße. Nein, sie ver­su­chen immer und immer wie­der sich in alle Gege­ben­hei­ten ein­zu­mi­schen und Regeln in ihrem Sin­ne zu beein­flus­sen. Die längst fest­ge­zurr­te Tren­nung von Kir­che und Staat ist das Boll­werk, das sie wie­der und wie­der zu erstür­men suchen - und das auch mit wenig "christ­li­chen" Mitteln!

Mon­tesquieu hat die Gewal­ten­tei­lung vor­ge­schla­gen - Exe­ku­ti­ve, Legis­la­ti­ve und Judi­ka­ti­ve von­ein­an­der zu tren­nen, die zuvor von den Kir­chen­leu­ten zusam­men 'gehal­ten' wur­den um so ihre Macht zu verteidigen.
Vol­taire wur­de ins Gefäng­nis gewor­fen weil er den Herr­scher angriff - was ihn aller­dings nicht brem­sen konn­te und zu einem lebens­lan­gen Akti­vi­sten gegen Kir­chen- und Adels­pri­vi­le­gi­en machte.

John Locke postu­lier­te der Herr­scher sei von den Unter­ta­nen zu bestim­men, nicht von Gott aus­er­wählt - dem­entspre­chend hin­ter­frag­te er die Recht­mä­ßig­keit von Dyna­stien, von reli­gi­ös begrün­de­ten Krie­gen und Unter­wer­fung Andersdenkender.

Die ame­ri­ka­ni­schen Vor­den­ker Jef­fer­son, Adams, Madi­son und Frank­lin - sicher nicht in all ihren Ver­öf­fent­li­chun­gen und Taten das, was wir heu­te als "auf­ge­klär­te Demo­kra­ten" anse­hen wür­den, haben Gedan­ken der Auf­klä­rung in die Ver­fas­sung ein­flie­ßen las­sen. Der weni­ger bekann­te Geor­ge Mason sorg­te für die Erklä­rung der "Bill of Rights", die Indi­vi­du­en vor Drang­sa­lie­rung durch Grup­pen oder Regie­rung schützen.

Fried­rich II. und Kant ste­hen für die Auf­klä­rung im deut­schen Sprach­raum - einen "Deut­schen Staat" gab es ja noch nicht. 

Was wir also "Auf­klä­rung" nen­nen ist ein Gebil­de aus vie­len Facet­ten, an denen vie­le auf­ge­schlos­se­ne Men­schen über meh­re­re Jahr­hun­der­te mit­ge­wirkt haben. Immer gegen den Wider­stand der Herr­scher und der Kir­chen, oft unter Ein­satz ihres Lebens und der Dro­hung lebens­lan­ger Not.

Gegen den kon­ser­va­ti­ven Wider­stand wur­den Rech­te erfochten:
- Frauenwahlrecht
- Gewerkschaften
- Altersversorgung
- Arbeitslosenversicherung
- sexu­el­le Revo­lu­ti­on, Emp­fäng­nis­kon­trol­le & gleich­ge­schlecht­li­che Beziehungen

Es hat sich gezeigt, dass letzt­end­lich die mehr­heit­lich gewoll­te Ände­rung von Geset­zen sich durch­ge­setzt hat. Die Kon­ser­va­ti­ven, die Behar­rer, die Ableh­ner muß­ten der Ent­wick­lung ihren Lauf las­sen. Und so wird es mit vie­len ande­ren The­men noch wei­ter gehen. Rück­schlä­ge sind in den Jahr­hun­der­ten immer wie­der ein­mal auf­ge­tre­ten, um nach­her wie­der kor­ri­giert zu wer­den. Inso­weit ist immer Hoff­nung. Selbst wenn es ein­mal rich­tig fin­ster aussieht.

bookmark_border** Hoch sensibel **

Die­ser Arti­kel bezieht sich auf die­sen Text bei Frau zucker­wat­te­wol­ken­mond, kurz "zucker".

Hoch­sen­si­bi­li­tät (Kurz­form: HSP) ist ein wis­sen­schaft­lich nicht genau defi­nier­tes angeb­li­ches Syndrom.
Die Psy­cho­lo­gie meint dafür Kenn­zei­chen gefun­den zu haben, sagt aller­dings gleich­zei­tig, man kön­ne kei­ne exak­te Ein­gren­zung vor­neh­men, weil die Daten­la­ge noch zu begrenzt sei.
Es ist immer ver­däch­tig, wenn ein ein­zel­ner Lehr­stuhl bzw. ein ein­zel­ner Wis­sen­schaft­ler sein Augen­merk auf eine ver­gleichs­wei­se vage beschrie­be­ne Krank­heit rich­tet - wäh­rend die Fach­kol­le­gen dar­um einen Bogen machen oder es als Neben­säch­lich­keit, gar als irrele­vant abtun. 

Dazu sagt WIKIPEDIA:
".. Elai­ne Aron① nennt als Beleg die Zwil­lings­for­schung, wel­che unter ande­rem eine signi­fi­kan­te fami­liä­re Häu­fung der Hoch­sen­si­bi­li­tät erken­nen lasse. .."

Ich lese das so:
Die Frau Aron hat seit Beginn ihrer *For­schung* in den neun­zi­ger Jah­ren kei­ne hand­fe­sten Bewei­se und ist mit ihrer Deu­tung der (angeb­li­chen) Ergeb­nis­se allein auf wei­ter Flur ....
Und wis­sen Sie warum?
Weil die Frau Aron postuliert:
".. Einem Erklä­rungs­an­satz zufol­ge stu­fe der Tha­la­mus bei hoch­sen­si­blen Per­so­nen (HSP) mehr Rei­ze als „wich­tig“ ein, die dann das Bewusst­sein erreich­ten .."

Wer sich mit der Neu­ro­phy­sio­lo­gie aus­kennt weiß etwas, was der Frau Aron bis­her offen­sicht­lich noch nie­mand erklärt hat:

Die Ein­schät­zung der Bedeu­tung von ein­ge­hen­den Infor­ma­tio­nen wer­den beim Men­schen nicht vom Tha­la­mus, son­dern von der For­ma­tio reti­cu­la­ris gesteu­ert. Sie ist wie ein Fil­ter mit Öff­nun­gen ver­se­hen, die mehr oder weni­ger geöff­net sind und so mehr oder weni­ger Infor­ma­tio­nen ins Bewußt­sein vor­drin­gen las­sen. Es ist ein sehr alter Teil des Gehirns, der uns Men­schen davor schüt­zen soll zwi­schen einem Über­an­ge­bot von Infor­ma­tio­nen Wich­ti­ges nicht recht­zei­tig zu erkennen.
Wer sich in die­sem Feld der (Neu­ro-) Wis­sen­schaft bewegt und das nicht weiß ist nach mei­ner Auf­fas­sung nicht genug qua­li­fi­ziert ein sol­ches Syn­drom zu beschrei­ben und muß daher zu vagen Beschrei­bun­gen Zuflucht neh­men, die völ­lig unzu­rei­chend und daher wert­los sind. 

Wis­sen Sie was?

Ich hal­te das für eine von die­sen Mode­er­schei­nun­gen. Wie man Kaf­fee von Star­bucks trin­ken muß um "in" zu sein, muß "man(n oder Frau)" HSP haben oder min­de­stens gehabt haben um zu den außer­ge­wöhn­li­chen Men­schen zu gehö­ren. Man­che Men­schen sind es wegen ihrer intel­lek­tu­el­len Lei­stung. Ande­re wegen ihrer hand­werk­li­chen Fer­tig­kei­ten .... Wer nichts außer­ge­wöhn­lich gut kann nennt sich eben "außer­ge­wöhn­lich sen­si­bel", so, als ob das eine beson­de­re Lei­stung sei.

Was sagen ande­re Fach­wis­sen­schaft­ler zu Frau Arons stei­len Thesen?
".. Ihre (Arons) The­se, dass über 20 Pro­zent der Men­schen hoch­sen­si­bel sei­en, ist auch heu­te noch umstrit­ten – sowohl auf wis­sen­schaft­li­chem als auch auf the­ra­peu­ti­schem Gebiet .." [Quel­le]

Wei­ter­hin spricht gegen die mit­ge­teil­ten Sym­pto­me, dass sie so gut wie bei jedem Men­schen vor­kom­men, ledig­lich in Aus­prä­gung und Dau­er ver­schie­den. Wer also nach einer Krank­heit sucht die nicht klar abge­grenzt und kli­nisch erfaß­bar ist, kann mit der "Hoch­sen­si­bi­li­tät" gut zurecht kom­men. Natür­lich braucht man dann ver­tief­te Kennt­nis­se wel­che Sym­pto­me typisch sind, aber dafür gibt es ja mitt­ler­wei­le Rat­ge­ber­sei­ten im Netz.

Wenn ihnen, lie­be Lesen­de, das alles noch nicht genügt, dann will ich noch anfügen:
Die mei­sten "The­ra­peu­ten" für HSP sind .... Heilpraktiker③.
Von denen weiß man ja, dass sie Bewei­se weder für das Vor­han­den­sein einer bestimm­ten Krank­heit noch für die Wirk­sam­keit der *The­ra­pie* brauchen.

Es reicht, wenn der Pati­ent dar­an glaubt.
Und zahlt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Elaine_Aron


Test zur Hoch­sen­si­ti­vi­tät nach Aron

  1. 01. Die Stim­mun­gen und Gefüh­le ande­rer Men­schen beein­flus­sen mich. 
  2. 02. Kof­fe­in wirkt sich beson­ders stark auf mich aus. 
  3. 03. Ich nei­ge zu Schmerzempfindlichkeit. 
  4. 04. Ich habe ein rei­ches, kom­ple­xes Innenleben 
  5. 05. Lau­te Geräu­sche rufen ein Gefühl des Unwohl­seins in mir hervor. 
  6. 06. Kunst und Musik kön­nen mich tief bewegen. 
  7. 07. Ich bin gewissenhaft. 
  8. 08. Ich erschrecke leicht. 
  9. 09. Ver­än­de­run­gen in mei­nem Leben las­sen mich auf­schrecken und beun­ru­hi­gen mich. 
  10. 10. Wenn viel um mich her­um los ist, reagie­re ich schnell gereizt oder füh­le mich unwohl 
  11. 11. Ich bin sehr dar­um bemüht, Feh­ler zu ver­mei­den bezie­hungs­wei­se nichts zu vergessen 
  12. 12. Es nervt mich sehr, wenn man von mir ver­langt meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig zu erledigen. 
  13. 13. Ich wer­de fah­rig, wenn ich in kur­zer Zeit viel zu erle­di­gen habe. 
  14. 14. Ich ach­te dar­auf, mir kei­ne Fil­me und TV-Seri­en mit Gewalt­sze­nen anzuschauen. 
  15. 15. An stres­si­gen Tagen muss ich mich zurück­zie­hen kön­nen- ins Bett oder in einen abge­dun­kel­ten Raum bezie­hungs­wei­se an irgend­ei­nen Ort, an dem ich mei­ne Ruhe habe und kei­nen Rei­zen aus­ge­setzt bin. 
  16. 16. Hel­les Licht, unan­ge­neh­me Gerü­che, lau­te Geräu­sche oder krat­zi­ge Stof­fe beein­träch­ti­gen mein Wohlbefinden. 
  17. 17. Wenn Men­schen sich in ihrer Umge­bung unwohl füh­len, mei­ne ich zu wis­sen, was getan wer­den müss­te, damit sie sich wohl fühlen. 
  18. 18. Ein star­kes Hun­ger­ge­fühl ver­ur­sacht hef­ti­ge Reak­tio­nen, es beein­träch­tigt mei­ne Lau­ne und mei­ne Konzentration. 
  19. 19. Ich bemer­ke und genie­ße fei­ne und ange­neh­me Gerü­che, Geschmacks­rich­tun­gen, Musik und Kunstgegenstände. 
  20. 20. Als ich ein Kind war, schie­nen mei­ne Eltern und Leh­rer mich für sen­si­bel und schüch­tern zu halten. 
  21. 21. Es zählt zu mei­nen abso­lu­ten Prio­ri­tä­ten, mein täg­li­ches Leben so ein­zu­rich­ten, dass ich auf­re­gen­de Situa­tio­nen oder sol­chen, die mich über­for­dern, aus dem Weg gehe. 
  22. 22. Wenn ich mich mit jeman­dem mes­sen muss oder man mich bei der Aus­übung einer Arbeit beob­ach­tet, wer­de ich so ner­vös und fah­rig, dass ich viel schlech­ter abschnei­de als unter nor­ma­len Bedingungen. 

Wenn Sie zwölf oder mehr Aus­sa­gen mit Ja beant­wor­tet haben, sind Sie wahr­schein­lich ein hoch­sen­si­ti­ver Mensch. Kein psy­cho­lo­gi­scher Test ist jedoch so genau, dass Sie ihr Leben danach aus­rich­ten soll­ten. Es könn­te bei­spiels­wei­se auch sein, dass nur weni­gen Aus­sa­gen auf Sie zutref­fen, die­se jedoch umso stär­ker aus­ge­prägt sind und dann wäre es eben­falls gerecht­fer­tigt, dass Sie zu den Hoch­sen­si­blen (-sen­si­ti­ven) zu zählen. 


Ein paar Bei­spie­le für Wer­de­gän­ge als *The­ra­peut/-in für HSP*

Fort­bil­dung im "christ­li­chen Handauflegen"
Fort­bil­dung zur zer­ti­fi­zier­ten God­ly-Play-Erzäh­le­rin (God­ly Play / Gott im Spiel; Ver­ein God­ly Play Deutschland)
Rei­ki Mei­ster­grad nach Usui
Focu­sing, Kli­en­ten­zen­trier­te Gesprächstherapie
Heil­prak­ti­ke­rin für Psychotherapie
Psy­cho­ana­ly­ti­sche Kunsttherapie
Dipl. Päd­ago­gik, par­al­lel dazu in Psy­cho­lo­gie, Kör­per-, Gespräch- und Gestalt­the­ra­pie), Kom­mu­ni­ka­ti­on und Bewusst­seins­er­wei­te­rung fortgebildet.
inten­si­ve Selbst­er­for­schung, Bewussts­ei­ner­wei­te­rung und Spi­ri­tua­li­tät im Alltag
Lehr­amts­stu­di­um, sprach­wis­sen­schaft­li­ches Magisterstudium