Sortiert nach

×

bookmark_border"Kann man *posthum* den IQ bestimmen?"
oder:
"Frei erfundenes 'click bait'"

Ein kras­ses Bei­spiel für eine die­ser Sei­ten die dazu geschaf­fen sind Pseu­do­wis­sen, also kom­plet­te oder teil­wei­se Lügen zu ver­brei­ten um durch die "clicks!" Inhalt vor­zu­täu­schen und den Anzei­gen­kun­den 'Reich­wei­te' vor­zu­gau­keln. Sol­che Sei­ten sind mit­ver­ant­wort­lich dafür, dass man zuneh­mend skep­tisch sein muss, wenn man "Erkennt­nis­se" und "Wuss­ten-Sie-schon-Berich­te" im Inter­net findet.

Ein Zitat:
".. Die nach­fol­gen­de Liste zeigt vergangenen(sic!) US-Prä­si­den­ten und ihre Intel­li­genz­quo­ti­en­ten. Man kann es kaum glau­ben, doch eini­ge haben wirk­lich einen hohen IQ und ande­re einen erstaun­lich Nied­ri­gen. Der IQ einer gewöhn­li­chen Per­son liegt zwi­schen 85 und 115. .."
[Quel­le des Zita­tes und der angeb­li­chen IQ Wer­te] Zitat Ende.


Ich wüss­te all­zu ger­ne wie die Autorin die­se IQ Zah­len für all jene Prä­si­den­ten gefun­den hat, die schon vor der Erfin­dung des ersten IQ Tests leb­ten .... wür­feln? oder nur in die Luft geschaut und etwas hin­ge­schrie­ben?
 
Des­we­gen scheint es mir eben­so zwei­fel­haft was für die danach gewähl­ten Prä­si­den­ten ange­ge­ben wird! Bush der Jün­ge­re angeb­lich klü­ger als ein Mensch der nach unse­rer Ska­la als *hoch­be­gabt* gilt (IQ >140)? Wohl kaum!

 


US Präsidenten
No.: Amts­zeit Name, Par­tei - IQ -
1. 1789-1797 Geor­ge Washing­ton, parteilos - 140 -
2. 1797-1801 John Adams, Föderalist - 155 -
3. 1801-1809 Tho­mas Jef­fer­son, Republikaner - 160 -
4. 1809-1817 James Madi­son, Republikaner - 160 -
5. 1817-1825 James Mon­roe, Republikaner - 138,6 -
6. 1825-1829 John Quin­cy Adams, Föderalist - 169 -
7. 1829-1837 Andrew Jack­son, Demokrat - 145 -
8. 1837-1841 Mar­tin Van Buren, Demokrat - 146 -
9. 1841-1841 Wil­liam Har­ri­son, Whig - 133,9 -
10. 1841-1845 John Tyler, Whig - 136 -
11. 1845-1849 James Knox Polk, Demokrat - 143,4 -
12. 1849-1850 Zacha­ry Tay­lor, Whig - 139,8 -
13. 1850-1853 Mil­lard Fill­mo­re, Whig - 143 -
14. 1853-1857 Frank­lin Pier­ce, Demokrat - 147 -
15. 1857-1861 James Buchanan, Demokrat - 139 -
16. 1861-1865 Abra­ham Lin­coln, Republikaner - 148 -
17. 1865-1869 Andrew John­son, Demokrat - 138,9 -
18. 1869-1877 Ulysses Grant, Republikaner - 130 -
19. 1877-1881 Ruther­ford Hayes, Republikaner - 146,3 -
20. 1881-1881 James Gar­field, Republikaner - 152,2 -
21. 1881-1885 Che­ster A. Arthur, Republikaner - 152,3 -
22. 1885-1889    Gro­ver Cleve­land, Demokrat - 144 -
23. 1889-1893 Ben­ja­min Har­ri­son, Republikaner - 145,4 -
24. 1893-1897 Gro­ver Cleve­land, Demokrat - 144 -
25. 1897-1901 Wil­liam McKin­ley, Republikaner - 143,4 -

1904 
 
26. 1901-1909 Theo­do­re Roo­se­velt, Republikaner - 149 -
27. 1909-1913 Wil­liam H. Taft, Republikaner - 139,5 -
28. 1913-1921 Wood­row T. Wil­son, Demokrat - 155,2 -
29. 1921-1923 War­ren G.Harding, Republikaner - 139,9 -
30. 1923-1929  John Cal­vin Coo­lidge, Republikaner - 141,6 -
31. 1929-1933 Her­bert Clark Hoo­ver, Republikaner - 141,6 -
32. 1933-1945 Frank­lin D Roo­se­velt, Demokrat - 150,5 -
33. 1945-1953 Har­ry S. Tru­man, Demokrat - 139,8 -
34. 1953-1961 Dwight D. Eisen­hower, Republikaner - 145,1 -
35. 1961-1963 John F. Ken­ne­dy, Demokrat - 159,8 -
36. 1963-1969 Lyn­don B. John­son, Demokrat - 140,6 -
37. 1969-1974 Richard Nixon, Republikaner - 131 -
38. 1974-1977 Gerald Ford, Republikaner - 140,4 -
39. 1977-1981 James Earl Car­ter, Demokrat - 153 -
40. 1981-1989 Ronald Rea­gan, Republikaner - 141,9 -
41. 1989-1993 Geor­ge H. W. Bush, Republikaner - 143 -
42. 1993-2001 Bill Clin­ton, Demokrat - 159 -
43. 2001-2008 Geor­ge W. Bush, Republikaner - 138,5 -
44. 2008-2017 Barack Hus­sein Oba­ma, Demokrat - 145 -
45. 2017-2021 Donald Trump, Republikaner - GENIUS -
46. 2021-2024 Joe Biden, Demokrat - 149 -

Die­se Tabel­le ist mit der ent­spre­chen­den Sei­te von WIKIPEDIA erstellt. 

Seit wann gibt es IQ Tests?

" .. Intel­li­genz­tests gibt es seit 1905 – damals ent­wickel­ten Alfred Binet und Théo­do­re Simon das erste Ver­fah­ren, um die kogni­ti­ve Lei­stungs­fä­hig­keit von Schul­kin­dern zu erfassen .. "

[https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/prof/PSY/HBF/mindmag87-tgb.pdf]

Sie­he auch

17 Din­ge, die NUR Hoch­be­gab­te tun
→ https://www.youtube.com/watch?v=DX8zekOcfMg
Test Hoch­be­ga­bung & hoch­be­gab­te Kinder

Der erste „wirk­li­che“ IQ-Test
→ https://www.123test.com/de/Geschichte-des-IQ-Tests/

Video zum The­ma bei you­tube - da wer­den aller­dings ganz ande­re Wer­te ange­ge­ben. QED!

bookmark_borderImpeachment daily updates
---------------------------------------------------------
Tägliche updates zum Impeachment von Trump

If you want dai­ly updates on the impeach­ment go to → impeachment.fyi/signup and start get­ting the news­let­ter (sign up for free, alt­hough a tip is app­re­cia­ted by the author!)

Wenn Sie täg­li­che updates zum Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren wün­schen, gehen Sie zu → impeachment.fyi/signup und erhal­ten Sie den news­let­ter (Mel­den Sie sich kosten­los an, der Autor freut sich aller­dings über eine Spen­de für sei­ne Arbeit!)

 
Bloß das nicht:


 

 

 

bookmark_borderGegen die normative Kraft des *Postfaktischen*

Die nor­ma­ti­ve Kraft des *Post­fak­ti­schen*, die in der heu­ti­gen Zeit vor­herrscht, hieß "Frue*er"™ ein­mal "Die nor­ma­ti­ve Kraft des Fak­ti­schen". Ver­ein­fa­chend kann man das in eine Äuße­rung unse­rer Kanz­le­rin über­tra­gen, die formuliert:

"Das ist alternativlos!"

Ist es natür­lich nicht, denn es gibt stets mehr als eine Betrach­tungs­wei­se, Metho­de oder Lösung. Wer also "Alter­na­tiv­lo­sig­keit" ver­kün­det, meint damit die Vor­ge­hens­wei­se aus der eige­nen Sicht, die bestimm­te Wege 'vor­ge­dacht' hat, und des­we­gen zu einem indi­vi­du­ell stim­mi­gen Ergeb­nis kom­men musste. 

Wer anders denkt kommt wahr­schein­lich auch zu einem ande­ren Ergeb­nis - das trifft sogar dann zu, wenn man sich zuvor auf einen gemein­sa­men Weg und gemein­sa­me Gren­zen ver­stän­digt hat. Der Grund dafür ist die sehr indi­vi­du­el­le Inter­pre­ta­ti­on von Inhal­ten für einen Ord­nungs­be­griff. Damit das nicht nur abstrakt hier steht ein Beispiel:

Die Aus­sa­ge "Ich baue ein Haus mit einer Flä­che von 100m²." scheint nur vor­der­grün­dig eine exak­te Bestim­mung zu sein. Um wel­che Flä­che han­delt es sich? Ist es die rei­ne Wohn­flä­che, mit und ohne Nutz­flä­chen? Oder ist es mög­li­cher­wei­se die Grund­flä­che des Hau­ses, inklu­si­ve aller Wän­de und Vor­sprün­ge, die für die net­to-Wohn­flä­che abge­zo­gen wer­den müs­sen? Wie ver­tei­len sich die­se 100m²? Ist also das Haus ein Bun­ga­low, ein Stadt­haus mit zwei etwa glei­chen Geschos­sen, ist es ein ein­ein­halb-stöcki­ges Haus mit Dachschrägen?

Die­se Über­le­gun­gen las­sen sich auf vie­le Vor­ha­ben des All­tags über­tra­gen, nicht nur auf sol­che, die greif­ba­rer Natur sind wie ein Haus, son­dern eben­so auf rein fik­ti­ve Grö­ßen wie die Pla­nung einer Ver­an­stal­tung, die Beur­tei­lung einer zukünf­ti­gen Ent­wick­lung und einen dazu­ge­hö­ri­gen Plan für die rei­bungs­lo­se Abwicklung.

Schau­en wir uns die Stüm­pe­rei an, die wir der­zeit in der Hand­ha­bung der Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Pan­de­mie beob­ach­ten, so wird deut­lich, dass es sich um ein ekla­tan­tes Ver­sa­gen der Ver­ant­wort­li­chen han­delt. Wohl­ge­merkt: In die­ser zwei­ten Wel­le der Pan­de­mie viel hef­ti­ger als in der ersten Wel­le, nach der viel zu früh zum "All­tag" zurück­ge­kehrt wurde.


Mei­ne The­se steht seit gerau­mer Zeit fest und es ist eine har­te, aber die ein­zig rich­ti­ge - ja, Sie ahnen es schon - eine "alter­na­tiv­lo­se" Ent­schei­dung wenn man ein für alle Mal, nun mit zusätz­li­cher Hil­fe durch die anlau­fen­den Imp­fun­gen, der wei­te­ren Aus­brei­tung des Virus und sei­ner Vari­an­ten Herr wer­den will. 


Es muss ein Aus­gangs­ver­bot geben, nur essen­ti­el­le Besor­gun­gen in Not­fäl­len dür­fen erlaubt sein. Selbst Lebens­mit­tel­lä­den sind - nach Ankün­di­gung - min­de­stens für drei Wochen zu schlie­ßen! Und noch dazu müs­sen end­lich die Samt­hand­schu­he aus­ge­zo­gen wer­den: Es muss eine Impf­ver­pflich­tung geben!
 

Was bei ande­ren Bedro­hun­gen der Gesund­heit der Bür­ger gilt ist doch hier umso wich­ti­ger: Eine brei­te Impf­ak­ti­on um selbst die zu schüt­zen, die nicht ver­ste­hen oder nicht ver­ste­hen wol­len, dass es hier um eine soli­da­ri­sche Hand­lung geht, bei der kein Platz für indi­vi­du­el­le Emp­find­lich­kei­ten und Ein­stel­lun­gen sein darf. Das Her­um­ge­eie­re mit Argu­men­ten wie Impf­schä­den, Abnei­gung gegen gene­ti­sche Wirk­stof­fe oder "die Phar­ma­in­du­strie" als Schur­ken­ver­samm­lung all­ge­mein, hat sich der Not­wen­dig­keit die regu­lä­ren Bedin­gun­gen des täg­li­chen Lebens wie­der her­zu­stel­len unterzuordnen.

Alle *post­fak­ti­schen* Argu­men­te gegen die ver­ord­ne­ten Mass­nah­men sind als das was sie sind, näm­lich "Lügen", zu kenn­zeich­nen und daher abzu­leh­nen, weil hier die unbe­ding­ten Not­wen­dig­kei­ten tat­säch­lich ein­mal der "nor­ma­ti­ven Kraft des Fak­ti­schen" unter­wor­fen sein müssen.

Sie­he hier­zu auch → Vom Kampf ....

bookmark_borderBacke, backe Kuchen ....

Wie in mei­nem Kom­men­tar bei 'nor­mal­ver­teilt' ange­spro­chen hier nun eini­ge erwei­tern­de Äuße­run­gen zum Kuchen backen ....

Ich habe gestern aus­pro­biert die­se Tar­te [Tar­te Tatin] nach­zu­backen:

1. Die Zube­rei­tung der Äpfel (ich hat­te 4 mit­tel­gro­ße gewählt, mit 50g But­ter und vier Ess­löf­feln brau­nem Zucker kara­me­li­siert) war pro­blem­los, aller­dings wür­de ich im Wie­der­ho­lungs­fal­le die dop­pel­te Men­ge nehmen;

2. Den aus­ge­kühl­ten Teig (aus 100g Zucker, 200g But­ter, 300g Mehl) zu einer 'pas­sen­den' Plat­te aus­zu­rol­len erwies sich als schwie­rig. Hier wer­de ich beim näch­sten Mal umge­kehrt vor­ge­hen, also den Teig aus­rol­len und dann erst in den Kühl­schrank legen.

3. Den aus­ge­roll­ten Teig auf die (aus­ge­kühl­ten) Äpfel zu legen erwies sich als beson­de­re Herausforderung;

4. Da nir­gend­wo Back­zei­ten zu fin­den waren habe ich 190°C für 25 Minu­ten gewählt.

5. Das Umstül­pen des fer­ti­gen Kuchens/Desserts erwies sich genau­so her­aus­for­dernd wie die Bedeckung der Äpfel mit der Teig­plat­te und hat die Ästhe­tik der Form gestört ....

Fazit:
Es leuch­tet mir nicht ein war­um es nicht bes­ser sein soll­te die Äpfel zunächst zuzu­be­rei­ten, abküh­len zu las­sen, und dann auf den vor­be­rei­te­ten Teig in einer Spring­form, aus­ge­legt mit Back­pa­pier, zu legen. Ich habe nir­gend­wo eine Begrün­dung gefun­den, war­um die umge­kehr­te Schich­tung - wie beschrie­ben - not­wen­dig sein kann / ist. Gibt es für die Benut­zung einer Pfan­ne eigent­lich eine Begründung?

Wei­te­re Hin­wei­se fin­den sich im Aus­gangs­bei­trag

bookmark_borderSchauen Sie mal: Küsschen, ganz öffentlich!
Take a look: kisses, very public!

 

 



 

Chi­na hat sei­ne brand­neue "Fly­ing Kiss" Jahr­markts­at­trak­ti­on vor­ge­stellt. Sie befin­det sich in der süd­west­chi­ne­si­schen 32-Mil­lio­nen­stadt Chong­qing und über­blickt eine 915 m hohe Klip­pe. Im Wesent­li­chen schwin­gen eine männ­li­che und eine weib­li­che Sta­tue her­um und wer­fen sich Küs­se zu, wäh­rend Sie auf ihren mas­si­ven Hän­den Besu­cher­platt­for­men tra­gen und die Fahr­gä­ste dort beob­ach­ten, wie sich der Boden immer wei­ter von ihnen entfernt.

 _____________________________________________________________
 

Chi­na has unvei­led its brand new ‘Fly­ing Kiss’ ride. It is loca­ted in southwe­stern China’s Chong­qing Muni­ci­pa­li­ty and over­looks a 915m cliff. Essen­ti­al­ly a male and a fema­le sta­tue swing around and blow kis­ses, while you are on their mas­si­ve hands, watching the ground move fur­ther and fur­ther away.

 

 

bookmark_borderDie, die die Kurve kriegen ....
und Einer, der rausflog ....

Haben Sie das wahr­ge­nom­men, zu was anfangs der Woche die schot­ti­sche Regie­rungs­chefin sich ver­an­lasst sah? In Schott­land hat der unse­li­ge Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump einen Golf­platz. Angeb­lich woll­te er dahin kom­men, am 19. Janu­ar, einen Tag vor der Ver­ei­di­gung des neu­en Prä­si­den­ten der USA Biden und sei­ner Vize­prä­si­den­tin Harris.

Erstaun­li­ches pas­siert immer dann wenn Herr Trump, der *Mei­ster des Post­fak­ti­schen*, invol­viert ist. 


“Tho­se who can make you belie­ve absur­di­ties,
can make you com­mit atro­ci­ties.” Voltaire
["Die­je­ni­gen, die Sie dazu brin­gen kön­nen, Absur­di­tä­ten zu glau­ben,
kön­nen Sie dazu brin­gen, Gräu­el­ta­ten zu bege­hen."]
 

 
Ich habe in mei­nen (poli­tisch bewuss­ten) 55 Lebens­jah­ren nach der Schul­zeit nicht von einem Fall in der Welt gehört, dass ein demo­kra­tisch gewähl­ter Regie­rungs­chef eines Lan­des 'aus­ge­la­den' und zur 'uner­wünsch­ten Per­son' erklärt wurde. 

Wie wird es von den ver­nünf­ti­gen Poli­ti­kern beur­teilt? Das ist eine breit gestreu­te Ein­schät­zung, die aller­dings etwa so zusam­men­ge­fasst wer­den kann (Abb.):

bookmark_borderKleine Freuden
Aus der Serie “Liebes Tagebuch”

Die­se Situa­ti­on mit den Coro­na Ein­schrän­kun­gen, lie­bes Tage­buch, die hat ganz schön 'was im Lan­de ver­än­dert! In der Schlan­ge vor der Bäcker­the­ke in unse­rem Super­markt der Wahl haben wir es gewagt zu zweit - mei­ne Frau und ich - einen Schritt über der Mar­kie­rung auf dem Boden zu ste­hen, was die Distanz von 1,5m auf 1,35m ver­rin­ger­te, lie­bes Tage­buch, eine wirk­lich welt­be­we­gen­de Über­schrei­tung! Und so löste unse­re Mis­se­tat einen Empö­rungs­sturm der *Dame* vor uns aus. 

Etwa fol­gen­den Inhalts war ihre schier end­lo­se Tirade:
Sie sei gera­de aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen und wol­le nicht unse­ret­we­gen gleich wie­der mit Coro­na da hin, hät­ten wir den gar kei­nen Anstand frem­de Men­schen so in Gefahr zu brin­gen indem wir ihnen 'auf die Pel­le' rück­ten .... so und schlim­mer, noch schlim­mer, lie­bes Tage­buch, dass ich es hier nicht wie­der­ho­len kann, war ihre Schimpf­ka­no­na­de. Das alles wegen ca. einer Fuß­län­ge über der Mar­kie­rung für den Abstand auf dem Supermarktboden .... 

Sie hat des­we­gen nicht auf­ge­passt und so hat sich von der ande­ren Sei­te ein 'War­te­schlan­ge­nigno­rant' an ihr hin­ten­rum vor­bei gedrückt und sei­ne Bestel­lung auf­ge­ge­ben, das heißt er w o l l t e gera­de eine Bestel­lung auf­ge­ben, da hat die *Dame* ihn mit einer noch kräf­ti­ge­ren Schimpf­or­gie über­zo­gen, lie­bes Tage­buch, das waren noch ein paar mehr als "Tau­send Wor­te Hes­sisch"¹ und ich war wirk­lich beein­druckt, denn es waren ein paar sehr sel­te­ne und wirk­lich aus­ge­fal­le­ne Begrif­fe dabei. Hane­bam­bel, zum Bei­spiel, sehr sel­ten und wirk­lich beleidigend.

Glück­li­cher­wei­se hat­te sich also der Zorn von uns weg ver­la­gert, die zwei­te Bäcke­rei­ver­käu­fe­rin bedien­te uns freund­lich und wir beka­men sogar noch ein paar von den gezucker­ten, den "ori­gi­na­len" Krep­peln zum Son­der­preis von 5 Stück zu 4,75 € .... dafür hät­te man zu DM Zei­ten ein gan­zes Dut­zend bekommen.

Wir haben ein paar davon zum Nach­mit­tags­kaf­fee geges­sen, lecker waren sie - und prall voll von wohl­schmecken­dem Himbeermus ....

Und weißt du, Tage­buch was ich jetzt gleich mache, wo man doch nir­gend­wo mehr hin­ge­hen darf?

Ja-woll!

Ich lade mei­ne Frau ein mit mir in den Kel­ler zu gehen ....
....
und dann ....
....
....
....
....
....
.... ver­frach­ten wir die Wäsche aus der Wasch­ma­schi­ne in den Wäschetrockner!
Ein biss­chen Spaß muss schließ­lich trotz Coro­na sein.

¹ 

bookmark_borderVon "Actio oder Reactio"?


Kommunikationspsychologie:..eine Nachricht..(hat) vier Aspek­te..: Sach­in­halt, Selbst­of­fen­ba­rung, Bezie­hung und Appell. Die­se Ebe­nen wer­den auch als „vier Sei­ten einer Nach­richt“ bezeich­net. Das Modell dient zur Beschrei­bung von Kom­mu­ni­ka­ti­on, die durch Miss­ver­ständ­nis­se gestört ist.

[Quel­le: Vier-Sei­ten-Modell; auch Nach­rich­ten­qua­drat, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­qua­drat oder Vier-Ohren-Modell. Frie­de­mann Schulz von Thun]

Wenn ich einen Text lese und ver­ste­he, was der Autor damit aus­drücken woll­te ist mei­ne Reak­ti­on (→ reac­tio) posi­tiv. Ich bin zufrie­den mit mir und dem Urhe­ber. Zuerst weil ich in der Lage war den Text auf­zu­neh­men, ihn mit mei­nem gespei­cher­ten Wis­sen über Spra­che zu ver­ar­bei­ten. Wei­ter­hin mit dem Ver­fas­ser, weil er mir einen Text prä­sen­tiert, des­sen Gehalt sich in den Wor­ten wie­der­fin­det (→ actio). Dabei kommt es nicht dar­auf an, ob ich mit dem Inhalt über­ein­stim­me oder nicht, es geht vor­ran­gig um die Wahr­schein­lich­keit des Ver­ste­hens eines Textes.

Bei man­chen Tex­ten stellt sich bei mir Unbe­ha­gen ein. Das liegt oft weni­ger am Inhalt, son­dern an der Art der Dar­stel­lung. Zwar ist, wie im unten ver­link­ten Text der Dis­ser­ta­ti­on sehr über­zeu­gend dar­ge­legt, der Aus­tausch von Spra­che in Form von Schrift ein Aus­tausch von Meta­phern, die nicht immer und von jedem syn­chron ver­wandt wer­den. Deren ver­ein­fach­te, landl­äug­fig-salop­pe Qua­li­tät aller­dings macht erst die Mög­lich­keit aus, das Geschrie­be­ne in Infor­ma­ti­on zu über­tra­gen, die für den Lesen­den einen Sinn ergibt.

Bei einem Text wie die­sem stel­le ich als Kon­trast zu die­ser Not­wen­dig­keit aller­dings fest, dass die ver­wen­de­ten Meta­phern offen­bar nur den Schrei­ber befrie­di­gen kön­nen, weil ihnen eine wesent­li­che Eigen­schaft, näm­lich eine ein­gän­gi­ge "All­ge­mein­ver­ständ­lich­keit" fehlt. 

Dies liegt nicht an der Nut­zung von Emo­ti­cons - die könn­te man ja im Zwei­fels­fal­le jeder­zeit nach­se­hen und sich so Klar­heit ver­schaf­fen - son­dern im Gebrauch autoren­spe­zi­fi­scher Flos­keln, laut­ver­kürz­ten Wort­fet­zen und einer ¹ Sprach­ebe­ne, die offen­sicht­lich gekün­stel­ten Selbst­be­zug auf eine Gesell­schafts­klas­se mit spe­zi­fi­schem Gedan­ken­ge­bäu­de dar­stel­len sol­len. Genau die­se Absicht, näm­lich eine als "Unge­recht" emp­fun­de­ne Auf­fas­sung einer schwam­mig beschrie­be­nen "All­ge­mein­heit" ins Gegen­teil zu ver­keh­ren, ist zwar erkenn­bar, aller­dings nicht belegt. Erkenn­ba­re Absicht ist nicht gleich ² gelun­ge­ner Überzeugung 


[actio ≠ reac­tio!]

- der Inhalt bleibt frag­men­ta­risch, nicht greif­bar und daher für das all­ge­mei­ne Publi­kum unverständlich.
Das Resul­tat dar­aus ist (→ reac­tio) Ver­är­ge­rung, wo doch zu ver­mu­ten ist, dass es dem Schrei­ben­den um Gewin­nung der Ach­tung, Ände­rung eines Vor­ur­teils (aus sei­ner Sicht), mög­li­cher­wei­se sogar Zunei­gung und Wie­der­kehr der Lesen­den ging als er den Text verfasste. 

So ver­kehrt sich der Auf­wand (→ actio) anstatt zum Posi­ti­ven zu einem Desa­ster. Was ich als Fazit mit­neh­me ist der Auf­schrei des Autors: 


"Fake news!" ....

Die­se Dar­stel­lung passt wie Schloß und Schlüs­sel zur Hal­tung und zum Ver­ständ­nis des abge­wähl­ten Prä­si­den­ten­dar­stel­lers Trump, der ja meh­re­re Schrit­te in Rich­tung Belo­bi­gung der israe­li­schen Poli­tik und gleich­zei­ti­ge Her­ab­wür­di­gung des palä­sti­nen­si­schen Stand­punk­tes für rich­tig und ange­bracht hielt.

Was dabei völ­lig außer Acht bleibt ist das histo­ri­sche Fak­tum, dass der Staat Isra­el eine Grün­dung auf groß­macht­po­li­ti­scher Annek­ti­on des palä­sti­nen­si­schen Ter­ri­to­ri­ums dar­stellt, das unter betrü­ge­ri­scher Absicht und Vor­spie­ge­lung heh­rer Absich­ten zustan­de kam. Es liegt hier ein Fall von "Neu­sprech" vor: 

Wahr­heit ist Lüge - Lüge ist Wahrheit!

Der gesam­te hier nach­fol­gen­de Text ist ein Zitat!
[Sprach­wis­sen­schaft­li­che Abhand­lung mit Bezug zum Inter­net und dort ver­wen­de­ter Dar­stel­lung, ins­be­son­de­re der Bezug auf Emo­ti­cons; der Umfang ist des­we­gen so groß, weil ein­zel­ne Sät­ze hier­aus als 'Aus­zug' nicht den Sinn­zu­sam­men­hang ver­deut­li­chen könnten.] 


Die Erkennt­nis, dass es bei der Spra­che und der Schrift um ledig­lich ver­gäng­li­che nich­ti­ge mensch­li­che Kon­struk­te han­delt, muss jeder Mensch selbst machen, um sich von ihnen zu befreien.

[PDF; Dissertation-Li-Fan.pdf]  

 
Nach Jas­pers hat die Spra­che drei grund­le­gen­de Bedeu­tun­gen. Erstens bezieht sich die Spra­che auf das Spre­chen als eine bio­lo­gi­sche Fähig­keit des Men­schen. Zwei­tens kenn­zeich­net die Spra­che den geschicht­li­chen empi­ri­schen Tat­be­stand, die jewei­li­gen Spra­chen auf der Welt. Zual­ler­letzt cha­rak­te­ri­siert Spra­che das Sprech­ver­mö­gen des Men­schen, die Eigen­art des Menschseins.

 
»Alle Wör­ter sind Laut­bil­der und sind in Bezug auf ihre Bedeu­tung an sich und von Anfang an Tro­pen... › Eigent­li­che Wor­te‹ gibt es in der Spra­che nicht« (Ger­ber 1, 309). Nietz­sche nennt die Spra­che daher ein beweg­li­ches Heer von Meta­phern. In ursprüng­li­chen Meta­phern erwächst ein bedeu­tungs­tra­gen­des Wort­ma­te­ri­al, das dann wei­ter ver­wen­det wird zu neu­en Meta­phern. So steckt in den Wor­ten jeweils eine eigent­li­che oder direk­te Bedeu­tung nur durch Ver­ges­sen des Ursprungs. Die­se eigent­li­che Bedeu­tung wird bewußt als Meta­pher ver­wen­det. In der Geschich­te der Wor­te »sehen wir sich all­mäh­lich Bild an Bild fügen, eines das ande­re fort­set­zend, erläu­ternd, modi­fi­zie­rend, kor­ri­gie­rend, ver­wi­schend« (Ger­ber 1, 266)

 
¹ Wenn alle Wör­ter am Anfang Meta­phern sind und der Bild­cha­rak­ter der Spra­che unaus­weich­lich ist, so kann man davon aus­ge­hen, dass die Meta­pher­bil­dung zu dem wich­ti­gen Ver­ständ­nis der Spra­che: dem „Sprech­ver­mö­gen über­haupt“ gehört. Unter­schied­lich wie die ver­schie­de­ne Spra­chen auf der Welt und so unter­schied­lich wie die ver­schie­de­nen Meta­phern in den jewei­li­gen Spra­chen ange­wen­det wer­den, besit­zen alle Men­schen jedoch die grund­le­gen­de Fähig­keit, Meta­phern zu bil­den und nach­voll­zu­zie­hen. Jas­pers unter­schei­det Wort von Zei­chen 230. Zei­chen (wie die mathe­ma­ti­sche Zei­chen und Zei­chen in den Natur­wis­sen­schaf­ten) sind will­kür­lich und erfun­den. Sie haben einen fest­ge­leg­ten Sinn und end­li­che Bedeu­tun­gen, die unab­hän­gig vom Hin­ter­grund sind.

 
Spra­che ist hin­ge­gen viel­deu­tig und durch­zieht eine geschicht­li­che Ent­wick­lung. Sie ist getra­gen von den Umgrei­fen­den. 231 Das Bild und die Abbil­dung von Sachen sind eine Art Was­ser­dampf oder Nebel. Sie sind natür­lich und mit den Sin­nen erleb­bar, erfahr­bar und begreif­bar. Es ist zwar da, aber unbe­merk­bar, nicht durch­schau­bar bzw wird unbe­wusst wahr­ge­nom­men. Erst als Spra­che wer­den sie zu Was­ser, ent­steht eine flie­ßen­de Kon­si­stenz. Die Spra­che ist jedoch form­bar und wan­del­bar. Und schließ­lich wer­den die Zei­chen­spra­che und Fach­spra­che zum Begriff, zum Eis, das zwar feste Form und fest­ge­leg­te kon­ven­tio­nel­le Bedeu­tung hat und wun­der­bar zur Denk­ope­ra­ti­on dient, aber leb­los ist. Bild, Spra­che und Begrif­fe sind inein­an­der durch­drun­gen, ver­wach­sen und bis zu einem gewis­sen Grad mit­ein­an­der austauschbar.

 
² ".. Wis­sen muß sich aus­spre­chen. Ohne Spra­che ist es nicht da. Das Mini­mum aber an Spra­che ist das Zei­chen. Die Befe­sti­gung der Bedeu­tung in der Spra­che ver­langt die sinn­li­che Grund­la­ge des Laut­bil­des, des Schrift­bil­des (die­ses letz­te­re vor allem in den Zei­chen­spra­chen der Wis­sen­schaf­ten und in der chi­ne­si­schen Lite­ra­tur­spra­che). Die­se sinn­li­che Grund­la­ge ist im Laut, im musi­ka­li­schen Klang, in der Laut­ge­stalt und der Satz­me­lo­die, im Schrift­bild.239 .."

230

Zei­chen ist bei Jas­pers nicht wie in dem nor­ma­len Sprach­ge­brauch der Ober­be­griff für Spra­che, son­dern kenn­zeich­net ledig­lich die kon­ven­tio­nel­len Sprach­be­grif­fen, die beson­ders in der Fach­spra­che auf­tre­ten und deren Gegen­stän­de quan­ti­ta­tiv ein­deu­tig erfasst wer­den und all­ge­mein­gül­tig sind. Die Erkennt­nis durch die Spra­che, als viel­di­men­sio­na­le Trä­ger der Ideen, ist hin­ge­gen nicht iden­tisch wie­der­hol­bar und muss stets neu erzeugt wer­den. Die Spra­che ist nicht ein fer­ti­ges Gebil­de, son­dern immer in stän­di­ger unwill­kür­li­cher Verwandlung.

231

Ich erin­ne­re mich an einen Eng­lisch­un­ter­richt, in dem wir das Wort „brown-nose“ gelernt haben. In dem Unter­richt saßen ins­ge­samt fünf Stu­die­ren­de. Zwei kamen aus Deutsch­land, zwei aus Russ­land und ich aus Chi­na. Nach kur­zer Andeu­tung und Erklä­rung des Dozen­ten brach ein lau­tes Lachen unter den Kurs­teil­neh­mern aus und sie ver­stan­den, dass das Wort „jeman­dem wür­de­los schmei­cheln“ bedeu­tet. Nur ich wuss­te nicht, war­um alle lach­ten und stell­te die „dum­me“ Fra­ge: War­um ist die Nase braun? Ein deut­scher Kurs­teil­neh­mer erklär­te mit einer Gegen­fra­ge: Kennst du die deut­sche Rede­wen­dung „jeman­dem in den Arsch / Hin­tern krie­chen“? So wur­de das Wort auch von mir ver­stan­den. Das Wort „brown-nose“ hat im Ver­gleich zu der deut­schen Rede­wen­dung mehr Zei­chen­cha­rak­ter, ist abstrak­ter. Nicht­de­sto­trotz kann es anhand ety­mo­lo­gi­scher Erklä­run­gen nach­voll­zo­gen wer­den. Es ist ver­mut­lich für Per­so­nen, die in ihrer Spra­chen mit der glei­chen Meta­pher arbei­ten leich­ter zu ver­ste­hen, ist jedoch prin­zi­pi­ell auch für Per­so­nen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen ohne die­se Meta­pher erklär­bar und verständlich.

239

Die Came­ra obscu­ra Trägt zu der Ent­wick­lung der Foto­gra­phie und Film bei, die eben­falls eine schein­bar wirk­lich­keits­ge­treue Dar­stel­lung vermittelt.

[Quel­le → S. 69ff. aus: Emo­ti­cons – Funk­tio­nen und Ver­wen­dung bei chi­ne­si­schen und deut­schen Studenten.
Eine inter­kul­tu­rel­le Vergleichsstudie.
Dis­ser­ta­ti­on zur Erlan­gung des Gra­des einer Dok­to­rin der Phi­lo­so­phie (Dr. Phil.), ange­nom­men vom Senat der Uni­ver­si­tät Vechta.
Erst­gut­ach­ter: Prof. Dr. Fauser, Markus
Zweit­gut­ach­ter: Prof. Dr. Wen, Renbai
Vor­ge­legt von Li, Fan 2016] 

PS / Nur zur Klarstellung:
Der Herr bloed­bab­b­ler hat mit Sicher­heit eine brei­te­re All­ge­mein­bil­dung und einen aus­ge­wo­ge­ne­ren Cha­rak­ter als der noch-Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump. Umso ver­wun­der­li­cher ist, was da bei ihm zu lesen ist ....

bookmark_borderVon 'schmückenden' Titeln

Authen­ti­zi­tät

»» .. Authen­ti­zi­tät ist nicht
danach zu streben
wie man glaubt sein zu müssen,
son­dern zu akzeptieren
wer man ist ..
««
[R.Donovan]

Auf einer lan­gen Auto­fahrt - so unge­fähr neun Stun­den mit Unterbrechung(-en) und ca. 740 Kilo­me­tern kommt ja so eini­ges an Gesprä­chen zusam­men. Die Gedan­ken schwei­fen und ab und zu haken sie sich an einem The­ma fest. Bei die­ser Fahrt ging es unter ande­rem um Tra­di­ti­on, Grund­be­sitz, Ver­pflich­tung aus Eigen­tum laut Grund­ge­setz und von der Umschich­tung in den Gesell­schaf­ten der ver­schie­de­nen Län­der im Lau­fe der Jahrhunderte.

In Deutsch­land war der Adel nicht nur Land­be­sit­zer, son­dern hat­te auch Ver­ant­wor­tung für alle Men­schen, die auf ihren Gütern leb­ten und arbei­te­ten, und zwar von der Wie­ge bis zur Bah­re und dar­über Hin­aus durch Unter­halt an Wit­wen und Wai­sen. Die­ser Land­be­sitz war sehr viel gerin­ger in Umfang und flä­chen­mä­ßi­ger Aus­deh­nung als die Kir­chen­be­sitz­tü­mer mit ihren Län­de­rei­en, Klö­stern und Wohn­raum in Städ­ten, zusam­men­ge­rafft unter ande­rem durch Hin­rich­tung von Men­schen mit Besitz, die man der Ket­ze­rei anklag­te und deren Hab und Gut man dann als 'Süh­ne' an die Kir­che einzog.

".. Der Pro­zess einer Nivel­lie­rung ade­li­ger Vor­rech­te setz­te bereits mit der Säku­la­ri­sa­ti­on von 18021803 in den frü­her geist­li­chen Staa­ten in West­fa­len ein, mit der Auf­he­bung der Land­ta­ge und land­stän­di­schen Ver­fas­sun­gen – und damit auch der Mit­be­stim­mungs­rech­te der Rit­ter­schaf­ten .." ist zu lesen, und das betrifft zwar zunächst West­fa­len, darf aber als gleich­sin­ni­ge Ent­wick­lung in den deut­schen Gebie­ten ange­se­hen werden.

Die Stim­mung gegen Kai­ser, König und Adel schlug zu Beginn des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts um:
Wo man sie noch bis Kriegs­be­ginn unter den mon­ar­chi­sti­schen Bür­gern hul­dig­te mach­te sich ins­be­son­de­re unter den ver­schie­de­nen Links­par­tei­en eine End­zeit­stim­mung breit, die als Sün­den­böcke bei­spiels­wei­se die schlech­te­sten, ver­rot­te­ten­sten und ver­ab­scheu­ungs­wür­dig­sten "Jun­cker" an den (vir­tu­el­len) Pran­ger stell­ten und dann - pars pro toto - die Abschaf­fung aller Pri­vi­le­gi­en, ja des Adels ins­ge­samt anstreb­te. Bis schließ­lich ".. die Wei­ma­rer Repu­blik .. 1919 den Adel kur­zer­hand (abschaff­te) .. Die deut­schen Län­der muss­ten ihre Geset­ze auf die neue Ver­fas­sung ein­stel­len; den Anfang mach­te Preu­ßen am 23. Juni 1920 .."

Soweit die Geschich­te in Kurzfassung
und war­um nun das Alles hier und jetzt?

Sie ken­nen sicher die Redens­art "Graf Koks von der Gas­an­stalt" womit man in der Umgangs­spra­che aus­drücken möch­te, dass sich eine Per­son auf­plu­stert und sich einen Titel aneig­net, der ihr nicht zusteht. Die­ser Titel ist aller­dings authen­tisch, weil er schon vor 1920 bestand.


Der Adel wur­de, wie wei­ter oben auf­ge­zeigt, mit Gesetz von 1920 der Wei­ma­rer Ver­fas­sung abge­schafft. Fort­an wur­den kei­ne neu­en Adels­ti­tel mehr ver­ge­ben .... des­we­gen rieb ich mir ver­wun­dert die Augen, als ich kürz­lich durch die Blogs zapp­te und mein Auge auf die fol­gen­de Unter­schrift unter meh­re­ren Arti­keln [Quel­le] stieß:
 


 Wer - so fra­ge ich, ver­gibt im Jah­re 2020 noch neue Adels­ti­tel? Und wo liegt - geo­gra­fisch - die­ses omi­nö­se "Koh­len­spott"? Für wel­che beson­de­re Lei­stung und von wem wur­de die­ser Titel ver­lie­hen?
 

 
Ver­wirr­te Grü­ße an alle hier Lesenden,
Ihr
WvS

bookmark_borderNochmal ....

.
Noch­mal ein The­ma auf­ge­nom­men das sehr häu­fig in Kom­men­ta­ren (vir­tu­el­le Dis­kus­si­on) und Gesprächs­run­den (rea­le Dis­kus­si­on) zu Pro­ble­men führt:

Vie­le Men­schen kön­nen nicht zwischen

  • einem Argu­ment basiert auf FAKTEN,
  • einer MEINUNG,
  • einem VORURTEIL,
  • einer durch Ein­fluss des SOZIALISATIONSUMFELDes
    beding­te Verhaltensweise, 
  • einer (gene­ti­schen) PERSÖNLICHKEITSSTRUKTUR
  • einer ande­ren Per­son unterscheiden.

.. Per­so­nen erle­ben Unbe­ha­gen (Dis­so­nanz) immer dann, wenn sie mit Argu­men­ten oder Erkennt­nis­sen (Kogni­tio­nen) über einen Teil­be­reich (Aspekt) ihres Ver­hal­tens kon­fron­tiert wer­den, der mit ihrem Selbst­kon­zept (Selbst­ein­schät­zung) / ihren Nor­men (ange­nom­me­nen Regeln und Über­zeu­gun­gen) nicht übereinstimmt .. 

[Quel­le]

Ein wesent­li­cher Fak­tor ist dabei, dass nicht zwi­schen der spre­chen­den / schrei­ben­den Per­son und den dar­ge­leg­ten Argu­men­ten (hof­fent­lich basiert auf Fak­ten) unter­schie­den wird:

Wegen eines unan­ge­neh­men und / oder abzu­leh­nen­den Argu­men­tes wird der Gesprächs­part­ner zum "Feind" erklärt - das bedeu­tet in vie­len Fäl­len völ­li­ge Ableh­nung, wo doch nur eine Facet­te der Per­son und das dar­aus resul­tie­ren­de Unbe­ha­gen (sie­he Zitat oben) aus­lö­send war! 

[Über­ar­bei­te­te Fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung am 06. Nov 2014 um 09:02 h]

bookmark_borderVon 'einprägsamen' Leitsätzen (aka 'Slogans')

Kurz, aus­sa­ge­kräf­tig, ein­präg­sam und daher leicht zu mer­ken, auf den Punkt, gereimt und syn­chron zum mar­schie­ren bei einer Demon­stra­ti­on - so sol­len die Paro­len, die moti­vie­ren­den und manch­mal die Geg­ner deklas­sie­ren­den Merk­sprü­che sein. Sind sie dazu noch per­si­flie­rend, von ätzen­der Schär­fe, iro­nisch oder sati­risch, so sind sie beson­ders 'gelun­gen', d.h. sie erfül­len den Zweck der Ent­lar­vung der geg­ne­ri­schen Schwächen.

Einen sol­chen Leit­satz fand ich kürz­lich bei einem der vie­len Streif­zü­ge durch das Inter­net - und weil er so vie­le der oben genann­ten Vor­aus­set­zun­gen erfüllt wäh­le ich die­sen Satz



Das "B" in
Quer­den­ken steht für "Bil­dung"
 

 
zum Leit­satz des Jah­res, der als Bei­spiel für die vie­len Sch****hausparolen der grö­len­den rech­ten Dumm­köp­fe steht, die nichts wirk­lich ver­ste­hen, kein Basis­wis­sen haben, aber immer sehr genau wis­sen was angeb­lich falsch und was rich­tig ist. 

Sieh auch:

(26.03.2019) Absur­di­tä­ten wohin man schaut ....
(18.08.2018) ➂ Wir leben in einer DEMOKRATIE. Echt jetzt ...?
(04.10.2017) Von denen, die über den Wol­ken schwe­ben:
      Nichts­ah­nend, denk­faul und 'gut bürgerlich' ....

(22.04.2016) Wäre ich ....
(14.11.2015) Kana­li­sie­rung des Zorns
(17.12.2014) Besen, Besen, seid's gewesen ...!
(16.02.2008) «Unter den Tala­ren der Muff von 1000 Jahren»
(10.05.2005) Demonstration .... 

bookmark_borderEine Gesellschaft ohne Gott ....
--------------------------------------------
A society without God ....

A socie­ty wit­hout God is not only possible,
it is usual­ly extre­me­ly decent and likeable

First of all, let me wish ever­yo­ne who has come here a year 2021 which turns out to be less exci­ting and hazar­dous to health than 2020. Who would have thought at the begin­ning of the pas­sing year that the­re could be such social & socia­tal dis­lo­ca­ti­on worldwide!

If I try to extra­ct some­thing posi­ti­ve out of it, it is the fact that we can now hope that insight will fol­low: HOW such pla­gues of huma­ni­ty should best be dealt with in the future. In addi­ti­on, it should be noted as an examp­le how quick­ly tho­se peop­le who reject any sci­ence and, in the extre­me, deny it, will be hel­ped with the cor­re­spon­ding effort thanks to more and more pos­si­bi­li­ties of just that sci­ence & modern research.

The mis­con­cep­ti­on - which path of life is the bet­ter one - is due to the fol­lo­wers of reli­gi­ons, sects and weir­dos in the field of eso­te­ri­cism, who sim­ply do not want to be satis­fied with the fact that their (often poor, unad­ven­tur­ous) life is not worth more than that of their pitia­ble farm dog, who has to eke out his life on a chain - just as they hang on the chain of their 'reli­gious lea­ders'. Unab­le to descri­be them­sel­ves and their situa­ti­on rea­li­sti­cal­ly. And wit­hout any plan to free them­sel­ves from it.

Below is an excerpt from the text that descri­bes in more detail why we do not need reli­gi­on and why any war­ning about a 'god­less' life is a bot­tom­less and chee­ky lie of tho­se who bene­fit from the gul­li­ble who take their decep­ti­on at face value.

Happy New Year to all readers!

 

Eine Gesell­schaft ohne Gott ist nicht nur möglich,
sie ist meist außer­or­dent­lich anstän­dig und sympathisch

Las­sen Sie mich zunächst allen die hier­her gekom­men sind und noch kom­men ein Jahr 2021 wün­schen, dass sich als weni­ger auf­re­gend und gesund­heits­ge­fähr­dend erweist als 2020. Wer hät­te Anfang des Jah­res gedacht, dass es sol­che Ver­wer­fun­gen welt­weit geben könnte! 

Wenn ich ver­su­che dem etwas Posi­ti­ves abzu­ge­win­nen, so ist es die Tat­sa­che, dass wir nun dar­auf hof­fen kön­nen dar­aus wer­de die Erkennt­nis fol­gen WIE zukünf­tig gegen sol­che Pla­gen der Mensch­heit am besten vor­ge­gan­gen wer­den soll­te. Zudem ist als Ergeb­nis zu ver­mer­ken wie schnell sich mit ent­spre­chen­dem Auf­wand dank immer mehr Mög­lich­kei­ten der moder­nen For­schung gera­de jenen Men­schen gehol­fen wer­den wird, die jeg­li­che Wis­sen­schaft ableh­nen und im Extrem ableugnen. 

Schuld dar­an sind die Reli­gio­nen, die Sek­ten und Spin­ner im Bereich der Eso­te­rik, die sich ein­fach nicht damit zufrie­den geben wol­len, dass ihr (oft arm­se­li­ges) Leben nicht mehr wert ist als das ihres zu bedau­ern­den Hof­hun­des, der sein Leben an einer Ket­te fri­sten muss - so wie sie an der Ket­te ihrer 'reli­giö­sen Füh­rer' hän­gen. Unfä­hig sich und ihre Situa­ti­on wirk­lich­keits­nah zu beschrei­ben und ohne jeden Plan sich dar­aus zu befreien.

Wei­ter unten also ein Text­aus­zug, der etwas näher beschreibt war­um wir kei­ne Reli­gi­on brau­chen und war­um jed­we­de War­nung vor einem 'gott­lo­sen' Leben eine boden­lo­se und fre­che Lüge derer ist, die davon pro­fi­tie­ren wenn man ihnen folgt und ihre Unwahr­hei­ten gar für bare Mün­ze nimmt.

Allen Lese­rin­nen & Lesern ein gutes neu­es Jahr!

 

" .. But most resi­dents of Den­mark and Swe­den, he found, don’t wor­ship any god at all, don’t pray, and don’t give much cre­dence to reli­gious dog­ma of any kind. Ins­tead of being basti­ons of sin and cor­rup­ti­on, howe­ver, as the Chri­sti­an Right has sug­ge­sted a god­less socie­ty would be, the­se coun­tries are fil­led with resi­dents who score at the very top of the “hap­pi­ness index” and enjoy their healt­hy socie­ties, which boast some of the lowest rates of vio­lent crime in the world (along with some of the lowest levels of cor­rup­ti­on), excel­lent edu­ca­tio­nal systems, strong eco­no­mies, well-sup­­por­ted arts, free health care, ega­li­ta­ri­an social poli­ci­es, out­stan­ding bike paths, and gre­at beer .. "

Über­set­zung: ".. Aber die mei­sten Ein­woh­ner Däne­marks und Schwe­dens, stell­te er fest, ver­eh­ren über­haupt kei­nen Gott, beten nicht und glau­ben reli­giö­sen Dog­men jeg­li­cher Art nicht. Anstatt Bastio­nen der Sün­de und Kor­rup­ti­on zu sein, wie die christ­li­che Rech­te jedoch stets betont, dass eine gott­lo­se Gesell­schaft sein müss­te , sind die­se Län­der voll von Ein­woh­nern, die ganz oben auf dem „Glücks­in­dex“ ste­hen und ihre gesun­den Gesell­schaf­ten genie­ßen, von denen eini­ge stolz sind die nied­rig­sten Gewalt­kri­mi­na­li­täts­ra­ten der Welt (zusam­men mit den nied­rig­sten Kor­rup­ti­ons­ra­ten), aus­ge­zeich­ne­te Bil­dungs­sy­ste­me, star­ke Volks­wirt­schaf­ten, gut unter­stütz­te Kün­ste, kosten­lo­se Gesund­heits­ver­sor­gung, ega­li­tä­re Sozi­al­po­li­tik, her­vor­ra­gen­de Rad­we­ge und groß­ar­ti­ges Bier zu haben .. "

(Socie­ty wit­hout God is not only pos­si­ble, but it can be qui­te civil and plea­sant.
Titel­zei­le & Text­aus­zug zitiert & teil­wei­se frei über­setzt nach: " .. Socie­ty wit­hout God: What the Least Reli­gious Nati­ons Can Tell Us About Con­tent­ment .. "
)