bookmark_borderHere-Too ..?!

Wer sich jetzt ange­sichts des Skan­dals um den FPÖ Vor­sit­zen­den auf's hohe Ross set­zen will sei gewarnt:

Wenn in einem EU Land die fin­ste­ren Machen­schaf­ten von Par­tei­mit­glie­dern hin­ter den Kulis­sen auf­ge­deckt wur­den bedeu­tet das nicht etwa, dass das eine gro­ße Aus­nah­me wäre.
Wo einer der Mäch­ti­gen (?) erwischt wur­de haben vie­le ande­re min­de­stens genau so viel Dreck am Stecken - und der Beweis dafür liegt auf der Hand:

Niemand will *whist­le­b­lower*
bes­ser schüt­zen als bisher.


 

Das kann doch nur bedeu­ten, dass die Befürch­tung besteht selbst eines Tages das Pro­blem zu haben *geoutet* zu wer­den, selbst am Pran­ger zu ste­hen. Fällt es ihnen auf, lie­be Lesen­de, wie weni­ge Poli­ti­ker - außer den in Öster­reich betrof­fe­nen - sich zu die­sem Skan­dal äußern?

Wie sagen uns die Poli­ti­ker immer wenn wir Beden­ken wegen der Staats­schnüf­fe­lei vor­brin­gen? "Wer nichts zu ver­ber­gen hat ...." Wir Bür­ger in Mas­se haben nichts zu ver­ber­gen - die­je­ni­gen, die etwas zu ver­ber­gen haben ver­hin­dern aller­dings, dass sie selbst zum Gegen­stand inten­si­ver Beob­ach­tung oder Unter­su­chung werden.

Da braucht man kein Geni­us zu sein
um zu ver­ste­hen warum.

Hin­weis: °°
Ab 22.Oktober letz­ten Jah­res wur­de per *crowd­fun­ding* ein Maga­zin namens "DOSSIER" [Wien] ver­kauft - das es damals noch nicht gab, und des­sen erste, mono­the­ma­ti­sche Aus­ga­be den Titel "Wer hat Angst vor der Kro­nen Zei­tung? Wie ein Bou­le­vard­blatt Öster­reich regiert; №1 | 4/2019 hat. Ich habe damals 52€ zuge­sagt und wur­de so 'Mit­glied' - das kön­nen Sie auch wer­den, oder nur das näch­ste Maga­zin bestel­len¹ → https://crowdfunding.dossier.at/

PS
Ich kann nicht ver­heh­len, dass es mich beson­ders beim Herrn FPÖ-Chef und Vize­kanz­ler Öster­reichs, Heinz-Chri­sti­an Stra­che, freut, dass er erwischt wur­de. Nun wird hof­fent­lich die Rech­te im EU Par­la­ment ins­ge­samt geschwächt.

¹ nur das Maga­zin kau­fen – 20 Euro (inkl. Versand)

bookmark_borderBeerdigung

°°°

Über­set­zung:
Der Gesetz­ge­ber des US-Bun­des­staa­tes Washing­ton hat ein Gesetz ver­ab­schie­det, das die Kom­po­stie­rung von mensch­li­chen Kör­pern erlaubt. Es funk­tio­niert genau­so wie das Kom­po­stie­ren von Lebens­mit­teln oder Gar­ten­ab­fäl­len: Der Ver­stor­be­ne wird auf ein Bett aus Holz­hack­schnit­zeln und Stroh gelegt, um die natür­li­che Zer­set­zung durch Bak­te­ri­en zu för­dern. Die Hit­ze des Ver­falls tötet alle Krank­heits­er­re­ger und zer­stört den Kör­per, ein­schließ­lich der Kno­chen. Nach ein paar Wochen bleibt nichts als frucht­ba­rer Boden.
Ein Unter­neh­men namens Recom­po­se, das sich für die Geset­zes­vor­la­ge ein­ge­setzt hat­te, wirbt für die­se umwelt­freund­li­che Ent­sor­gung der Toten: Weni­ger Umwelt­ver­schmut­zung und Land­nut­zung als her­kömm­li­che Bestat­tun­gen, weni­ger Koh­len­stoff­emis­sio­nen und weni­ger Ener­gie­ver­brauch als bei Feuerbestattung.


" .. The Washing­ton sta­te legis­la­tu­re has pas­sed a law to allow the com­po­sting of human bodies. It works the same way as com­po­sting food or gar­den scraps: the decea­sed is pla­ced on a bed of wood chips and straw, encou­ra­ging natu­ral bac­te­ri­al decom­po­si­ti­on. The heat of decay kills any patho­gens and breaks down the body, inclu­ding the bones. After a few weeks, not­hing remains but fer­ti­le soil.
A com­pa­ny cal­led Recom­po­se, which lob­bied for the bill, touts it as an eco-fri­end­ly way to dis­po­se of the dead: less pol­lu­ti­on and land use than tra­di­tio­nal buri­al, less car­bon emis­si­ons and ener­gy than cremation .. " 

[Quel­le: The Gre­at Con­ti­nui­ty of Natu­re]

Wenn Pfar­rer / Prie­ster bei einer Bestat­tung " Denn du bist Erde und sollst zu Erde wer­den (1. Mose 3,19) for­mu­lie­ren ist es ein Ritu­al, dem eine umfang­rei­che Geld­schöp­fung vor­aus­ge­gan­gen ist - Vie­le wol­len am Tod ver­die­nen, eine letz­te Gele­gen­heit bekom­men, her­aus­zu­ho­len was her­aus­zu­ho­len ist.

Die Kir­chen ste­hen hin­ter all dem Auf­wand rund um die Beer­di­gung. Sie behaup­ten es sei der Wür­de der Toten ange­mes­sen, sie "mit allen Wei­hen der Kir­che" unter die Erde zu brin­gen. Jeg­li­che anders­ar­ti­ge Form von Bestat­tung haben sie lan­ge abge­lehnt, u.a. auch die Feu­er­be­stat­tung, im Volks­mund tref­fend und schlicht als "Ver­bren­nung" bezeich­net. Dem haben die Kir­chen zuerst hef­tigst wider­spro­chen, und erst, als es schon ent­ge­gen aller War­nun­gen doch umfäng­lich pas­sier­te, haben sie (zäh­ne­knir­schend?) den Wider­stand aufgegeben.

Das alte Muster:
Erst behaup­ten es gin­ge die Welt unter wenn man sich gegen die Kir­chen­mei­nung stellt - dann setzt sich irgend­wann die Ver­nunft gegen das Behar­ren der Glau­bens­or­ga­ni­sa­tio­nen durch.

Eine Kom­po­stie­rung ist bio­lo­gisch neu­tral und kei­nes­wegs eine Miss­ach­tung der Wür­de der Toten. Jed­we­de Lebe­we­sen enden irgend­wie bio­lo­gisch: Ent­we­der im Ver­dau­ungs­trakt eines Fress­fein­des oder durch die kon­zer­tier­te Tätig­keit von Insek­ten, Bak­te­ri­en und Pil­zen, deren Lebens­zweck es ist orga­ni­sches Mate­ri­al - und nichts ande­res sind tote mensch­li­che Kör­per - in die ori­gi­nä­ren Bau­stei­ne zu zerlegen. 

Abbil­dung: Aut­hor Anton­in­hocd; 23.12.2017

Sie­he auch: 

Der Tod ist gewiss, die Stun­de ungewiss ….
Vom Tode - und natür­lich vom Leben ....

bookmark_borderWas passiert während wir nicht so genau hinsehen .... (I)

Da wird hier­zu­lan­de über die fun­da­men­ta­li­sti­schen Glau­bens­rich­tun­gen im nahen und fer­nen Osten her­ge­zo­gen .... und wäh­rend­des­sen schaf­fen die bibel­gläu­bi­gen, evan­ge­li­ka­len Süd­staa­ten-Bap­ti­sten Tat­sa­chen. Die­se Leu­te sind kei­ne harm­lo­sen Spin­ner oder sanf­te Pre­di­ger, noch ledig­lich tum­be Nachläufer! 

Wenn es auch Unter­su­chun­gen gibt, die bewei­sen, dass die extrem-rechts­la­sti­gen Evan­ge­li­ka­len Men­schen mit gemä­ßig­te­ren Glau­bens­grund­sät­zen aus den Kir­chen trei­ben und so Agnostik/Atheismus för­dern, so sind die­se Extre­mi­sten doch hoch aktiv und finan­zi­ell schlag­kräf­tig. Ihre Erfol­ge durch Finan­zie­rung sub­ver­si­ver Aktio­nen - mit dem Ziel die Recht­spre­chung in Rich­tung ihrer Gesin­nung zu ver­schie­ben - über­wie­gen die Ver­lu­ste durch Austritte.

Sie sind dabei mit viel Auf­wand in Euro­pa rech­te Grup­pie­run­gen finan­zi­ell aus­zu­stat­ten um im Gegen­zug deren Zusa­ge zu bekom­men hier den Ein­fluss die­ser christ­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten aus­zu­bau­en. Ver­wun­dert es da noch, dass der Vati­kan seit 2000 zu der Grup­pe von 'Orga­ni­sa­tio­nen' gehört, der die­se christ­li­chen Extre­mi­sten finan­zi­ell fördert?


**Ame­ri­ka­ni­sche Tali­ban**:
Christ­li­che Theo­kra­ten in Geor­gia (US Staat) haben Abtrei­bung erfolg­reich unter Stra­fe gestellt. Frau­en, die abtrei­ben, droht jetzt ein Leben im Gefäng­nis oder sogar die Todes­stra­fe, nach­dem Gou­ver­neur Bri­an Kemp umstrit­te­ne Geset­ze unter­zeich­net hat, die Abtrei­bung im Staat effek­tiv verbieten.


Das ist rich­tig: Lebens­läng­lich im Gefäng­nis oder sogar die Todes­stra­fe für eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Familienplanung. 


Spürst du die christ­li­che Liebe?


Geor­gia ist nicht der ein­zi­ge US Staat, der ver­sucht, Abtrei­bung zu kri­mi­na­li­sie­ren und Frau­en für ihre Gesund­hiets­ent­schei­dun­gen zu bestra­fen. In Ala­ba­ma plant der Gesetz­ge­ber, jede Abtrei­bung im Staat zu kri­mi­na­li­sie­ren und jede Frau mit bis zu 99 Jah­ren Gefäng­nis streng zu bestrafen.


Und in Texas wird über­legt, eine Frau, die eine Abtrei­bung durch­führt, mit der Todes­stra­fe zu bestra­fen.
 

 

Ori­gi­nal­text:

Ame­ri­can Taliban: 

Chri­sti­an theo­crats in Geor­gia have suc­cessful­ly cri­mi­na­li­zed abor­ti­on. Women who abort now face life in pri­son or even the death penal­ty after Gover­nor Bri­an Kemp signed con­tro­ver­si­al legis­la­ti­on into law that effec­tively bans abor­ti­on in the state.

That’s right: Life in pri­son or even the death penal­ty for respon­si­ble fami­ly plan­ning. Can you feel the Chri­sti­an love?

Geor­gia is not alo­ne in try­ing to cri­mi­na­li­ze abor­ti­on and punish women for their health care decis­i­ons. In Ala­ba­ma, law­ma­kers plan to cri­mi­na­li­ze all abor­ti­on in the sta­te and sever­ely punish any woman who has an abor­ti­on with up to 99 years in prison.

And in Texas legis­la­ti­on is being con­side­red that would punish a woman who has an abor­ti­on with the death penalty.

Hier noch eine Stel­lung­nah­me die VOR der Wahl von Trump geschrie­ben wur­de - wie so man­che ande­re Stim­me im gro­ßen Durch­ein­an­der der dama­li­gen Zeit untergegangen:

The con­ser­va­ti­ve base may look at Trump as the solu­ti­on to their pro­blems, becau­se he and he alo­ne can fix them. But to the power-bro­kers sup­port­ing him, inclu­ding the Evan­ge­li­cal con­ser­va­ti­ves, Trump is not­hing more than a useful idi­ot. All they would need to do is put a pen and a law in Trump's hand, and Trump will sign it.

Genau das ist ein­ge­tre­ten. Ein mensch­li­cher Schreib­au­to­mat, der Befrie­di­gung emp­fin­det wenn er umge­ben ist von Men­schen, die ihm für eine Unter­schrift Applaus spenden. 

Ein Wun­der!
Er kann schreiben ....

bookmark_borderVom Lügen ....

Wir sind es seit Jah­ren gewöhnt von allen mög­li­chen Sei­ten belo­gen zu wer­den. Meist ist es so dreist, dass wir es sofort durch­schau­en. Manch­mal aber so gut ver­steckt oder plau­si­bel dar­ge­stellt, dass wir es nicht sofort ent­lar­ven und erst viel spä­ter dar­auf kom­men wie­der ein­mal einem Lügen­bold auf den Leim gegan­gen zu sein.

Kürz­lich las ich auf einer ame­ri­ka­ni­schen Sei­te von einem Pro­jekt, das mit­tels eines klei­nen Büch­leins die Lügen des der­zei­ti­gen Prä­si­den­ten ent­larvt in dem es sie dar­stellt, als Bild­ge­schich­ten, und ihnen nach Art der Bibel­trak­ta­te Bibel­sprü­che zuord­net. Die neh­men Bezug zu dem The­ma der jewei­li­gen Lüge die ent­deckt wurde.

Ich fand das eine sehr inter­es­san­te Metho­de - der angeb­lich so gläu­bi­ge (!) der­zei­ti­ge Prä­si­dent kon­fron­tiert mit einem Bibel­zi­tat. Das wird sei­ne bibel­treu­en Anhän­ger hof­fent­lich ins Grü­beln bringen.

Von der Illu­stra­to­rin des Trak­ta­tes stammt denn auch das fol­gen­de Bild, das ich mit deren Erlaub­nis hier benutze:

Die hier gezeig­te Dar­stel­lung ist nur eine sta­ti­sche Form, das Ori­gi­nal ist ein *.gif, eine Spe­zia­li­tät der Künst­le­rin, die den tra­di­tio­nel­len japa­ni­sche Pin­sel­schwung in ihrer zeit­ge­nös­si­schen Arbeit her­vor­ra­gend ein­setzt. Eine Sel­ten­heit - und in der voll­ende­ten Form sehr sel­ten gewor­den. Ins­be­son­de­re im Inter­net, das meist eher zweck­mä­ssig als ästhe­tisch daherkommt.

Über­set­zung:

Demje­ni­gen, der sich ein­mal erlaubt, eine Lüge zu erzäh­len, fällt es viel leich­ter, es ein zwei­tes und drit­tes Mal zu tun, bis es end­gül­tig zur Gewohn­heit wird.

bookmark_border"Rule, Britannia! Britannia rule the waves .... "

Nein, die heh­ren Gesän­ge gibt es zwar noch, aber das "Bri­ti­sche Empire" ist Vergangenheit.

Bis­her habe ich mich zurück gehal­ten zum The­ma "Brexit" nur spo­ra­disch geschrie­ben. Aus gutem Grund, denn die Zeit und der Auf­wand das Punkt für Punkt zu ver­fol­gen sind es nicht wert, weil nichts irgend­wie geord­net ist. Eine Wen­dung folgt auf die näch­ste, ein tota­les Chaos!

Frau May hat die EU um eine Ver­län­ge­rung über eine Zeit bis kurz nach der Euro­pa­wahl gebe­ten, genau­er bis zum 30. Juni. Kurz bevor sie die­se Bit­te abge­schickt hat wur­de bekannt, dass die EU bereit wäre nicht nur um ein paar Mona­te zu ver­län­gern, son­dern bis April näch­sten Jahres.
Trotz­dem ist sie bei ihrem kur­zen Zeit­rah­men geblie­ben - und der Laie reibt sich in Unver­ständ­nis die Augen und fragt sich, war­um sie das Schei­tern wählt, wo doch Sta­bi­li­tät ganz ein­fach zu haben wäre. Mög­lich, dass das nicht grund­los¹ geschieht, was *ziel­los* aus­sieht könn­te durch­aus *gezielt* sein!
Es drängt sich der Gedan­ke auf, dass Frau May eine Absa­ge pro­vo­zie­ren möch­te, damit sie dann zu Hau­se sagen kann: 'Seht ihr, ich habe es ver­sucht mit dem gere­gel­ten Brexit, aber die EU hat mich gezwun­gen es auf die har­te Tour machen zu müssen'.

Die­ses Total­ver­sa­gen der Regie­rungs­chefin ist nicht mehr mit Ver­nunft durch­schau­bar. Die Situa­ti­on ändert sich bestän­dig, aber Frau May² bleibt bei ihrer ein­mal gefass­ten Vor­ge­hens­wei­se und will immer nur kur­ze Ver­län­ge­run­gen - wo doch mehr auch mehr Spiel­raum für Ver­hand­lun­gen und Ergeb­nis­se bedeu­ten würde.

Wie wäh­rend der jah­re­lan­gen Ver­hand­lun­gen: Kei­ne Vor­stel­lungs­kraft, kei­ne Stra­te­gie, kei­ne ver­bün­de­ten Hel­fer unter den frü­he­ren Part­nern. Gut­wil­li­ge Ange­bo­te schroff abge­lehnt und damit viel poli­ti­sches Por­zel­lan zer­schla­gen. Zurück bleibt ein Scher­ben­hau­fen und ein zutiefst zer­strit­te­nes Land, des­sen drin­gen­de Pro­ble­me wie Gesund­heits­ver­sor­gung, Sozi­al­struk­tur und Woh­nungs­markt in einer schwe­ren Kri­se stecken. In 2016 schrieb ich³ noch "Die kon­ser­va­ti­ven Kräf­te (in der EU) sind im Nie­der­gang begrif­fen - sie haben es nur noch nicht so rich­tig gemerkt.", das war eine Fehl­ein­schät­zung, min­de­stens für den Augen­blick. Bes­sern könn­te es sich bei der Wahl in die­sem Jahr, doch auf den Brexit hat es dann kei­nen Ein­fluss mehr.

Was aber, wenn Frau May doch die Ver­län­ge­rung bekommt um die sie die EU gefragt hat?

Dann wer­den die bri­ti­schen EU Abge­ord­ne­ten gewählt. Um dann am näch­sten oder über­näch­sten Tag wie­der nach Hau­se zu gehen - und die EU muss sich dar­auf vor­be­rei­ten die­se Lücken (die ja in sämt­li­chen Gre­mi­en pro­por­tio­nal vor­han­den sein wer­den!) mit ande­ren Per­so­nen zu füllen.

Spä­te­stens dann ist die Repu­ta­ti­on des Insel­rei­ches end­gül­tig im Kel­ler. Der Man­gel an Demo­kra­tie in der EU ist nicht zu leug­nen und das war ja stets ein Man­gel, auf den die Bri­ten - zu Recht - hin­ge­wie­sen haben. Nach dem unse­li­gen Hin und Her der Frau May in den letz­ten Jah­ren fällt es schwer noch zu glau­ben, dass die­ses Anlie­gen tat­säch­li­cher und nicht nur vor­ge­scho­be­ner Grund war.

¹ Wem nützt BREXIT ...? [26.06.2017]

² May­day, May­day* .... [12.07.2016]

³ "Should I Stay or Should I Go" [21.06.2016]

 

bookmark_borderGottlos glücklich


All­jähr­lich wer­den bei inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen Daten gesam­melt und Tabel­len zusam­men gestellt, um dar­aus die "glück­li­chen" und weni­ger glück­li­chen Natio­nen zu bestim­men. Ich habe selbst nicht die Mög­lich­keit die­se Daten zu prü­fen. Des­we­gen muss ich dar­auf ver­trau­en, dass sie kor­rekt sind . Ein Indiz dafür ist die Akzep­tanz des­sen, was da ver­öf­fent­licht wur­de. Es gibt kei­ne wesent­li­chen Beschwer­den dage­gen. Der Umkehr­schluss ist daher, dass es im wesent­li­chen kor­rek­te Ein­stu­fun­gen sind die in Fol­ge über meh­re­re Jah­re ver­öf­fent­licht wurden.

In Län­dern mit einer star­ken Bin­dung an Reli­gi­on [gro­ßer Reli­gi­ons­ein­fluss auf das Leben der Bevöl­ke­rung] ist die Zufrie­den­heit gering, Men­schen sind eher 'unglück­lich' als in den Län­dern, in denen Reli­gi­on eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le spielt.

Wenn Men­schen bereit sind höhe­re Steu­ern zu zah­len, ein sozia­les Netz zu erhal­ten, frei leben und Ver­trau­en in die Fähig­keit ihrer Regie­rung haben, dann sind sie glücklich. 

Wo Reli­gi­on ein unbe­deu­ten­der All­tags­fak­tor ist sind Men­schen gebil­de­ter, sie ver­fü­gen über ein höhe­res Bil­dungs­ni­veau. Meist geht damit eine gerin­ge­re Span­ne zwi­schen arm und reich ein­her. Die Gesell­schaft ist gerech­ter, die Wohl­fahrts­sy­ste­me sind umfas­sen­der, die Bür­ger füh­len sich abge­si­chert und gesund­heit­lich bes­ser versorgt.

Das alles steht im Gegen­satz zu dem, was Reli­gi­on den Men­schen verspricht:
Anstatt Offen­heit und Soli­da­ri­tät zu erzeu­gen füh­ren star­re reli­giö­se Dog­men zu einer Ver­kru­stung, Abschot­tung und Miss­trau­en zwi­schen den Bür­gern. Die Chan­cen für den Ein­zel­nen sin­ken, das Wohl­be­fin­den schwin­det und die Kon­kur­renz ver­schärft sich.

Ein Zitat aus einer pro-reli­giö­sen Schrift:
".. When it comes to reli­gi­on and spi­ri­tua­li­ty, it may not be what you belie­ve or how you belie­ve it that pro­tects you from unhap­pi­ness so much as the fact that you belie­ve at all — and that you prac­ti­ce tho­se beliefs with other peo­p­le. Sci­en­tists have long known that having strong social ties is one of the grea­test gua­ran­tors of hap­pi­ness. Reli­gi­on isn’t the only social tie that binds — you can join a vol­un­teer group or a bow­ling league or the parent-tea­cher asso­cia­ti­on, and you’ll likely be bet­ter off than you would be alone .."

" .. Wenn es um Reli­gi­on und Spi­ri­tua­li­tät geht, ist es viel­leicht nicht das, was Sie glau­ben oder wie Sie es glau­ben, das Sie vor Unglück schützt, son­dern viel­mehr die Tat­sa­che, dass Sie über­haupt glau­ben - und dass Sie die­se Über­zeu­gun­gen mit ande­ren Men­schen prak­ti­zie­ren. Wis­sen­schaft­ler wis­sen seit lan­gem, dass star­ke sozia­le Bin­dun­gen einer der größ­ten Garan­ten für Glück sind. Reli­gi­on ist nicht die ein­zi­ge mög­li­che sozia­le Bin­dung. Sie kön­nen sich einer Frei­wil­li­gen­grup­pe, einem Bow­ling-Ver­ein oder dem Eltern-Leh­rer-Ver­ein anschlie­ßen und sind wahr­schein­lich bes­ser dran als wenn Sie allei­ne wären .. "

Genau dar­um geht es:
Nicht der Inhalt der Gemein­schaft ist ent­schei­dend, son­dern die Ver­bin­dung zu ande­ren Men­schen, völ­lig unab­hän­gig von der Art der Zusam­men­ge­hö­rig­keit. Dies ist sehr gut in klei­ne­ren Gemein­den und Städ­ten zu beob­ach­ten, in denen man sich noch per­sön­lich kennt. Je anony­mer eine Wohn­stät­te wird, desto weni­ger glück­lich sind die dort woh­nen­den Men­schen - Aus­nah­men wie stets ausgenommen.

In die­ser Abbil­dung¹ wird der Grad der Reli­gio­si­tät dar­ge­stellt. Beach­ten Sie hier die skan­di­na­vi­schen Län­der, die in der Ska­la der glück­li­chen Natio­nen ganz oben ste­hen.
 

In die­ser Abbil­dung³ wird die Ein­fluss­nah­me von Reli­gi­on auf das gesell­schaft­li­che Leben dar­ge­stellt. Ein hoher Pro­zent­satz bedeu­tet wenig Ein­fluss­nah­me.
 

Der Zusam­men­hang zwi­schen Reli­gi­ons­aus­übung und -ein­fluss sowie wirt­schaft­li­cher Stär­ke. Die Dar­stel­lung² ist ein Bei­spiel dafür, wie dort ansäs­si­ge Unter­neh­men die Sta­ti­stik "schö­nen", wobei das oft dadurch zustan­de kommt, dass schon die von der CIA gelie­fer­ten Län­der­da­ten - na sagen wir: krea­tiv bear­bei­tet sind. Und zwar immer so, dass die USA als die Besten der Besten daste­hen ....
 

Zusam­men­fas­send lässt sich daher feststellen:


Glück­li­che Men­schen woh­nen in Län­dern in denen es eine ange­mes­se­ne sozia­le Siche­rung aus soli­da­ri­scher Finan­zie­rung gibt, in denen die Span­ne zwi­schen arm und reich gering ist und in denen Reli­gi­on kei­nen wesent­li­chen Ein­fluss auf den All­tag der Bevöl­ke­rung hat.

______________________ Quel­len _______________________

GPI Glo­bal Peace Index
WHR World Hap­pi­ness Report
sowie alle benann­ten Abbildungen

______________ Rech­te für Abbil­dun­gen ______________

  • ¹ By Sbw01f - Self made, data from 2009 Gallup poll., CC BY 3.0, Link
  • ² By Pete­ruetz - Own work, CC BY-SA 3.0, Link
  • ³ Von Benut­zer: Nei­tram und diver­se wei­te­re Autoren (sie­he Ver­si­ons­ge­schich­te) - erstellt von Benut­zer: Nei­tram basie­rend auf der lee­ren Welt­kar­te en:Image: BlankMap-World.png, PD-Schöp­fungs­hö­he, Link
  • Von See file histo­ry below. - Own work based on Euro­ba­ro­me­ter's 2005 pool results (ebs 225 report en.pdf, pp. 9)., CC BY-SA 3.0, Link
  • Public Domain → Von Eng­lish: Crea­ti­ve Com­mons (modi­fi­ca­ti­ons: smal­ler, 64px, and white) - Eng­lish: Offi­ci­al down­loads of the Crea­ti­ve Com­mons icons., Gemein­frei, Link
  • bookmark_borderAbsurditäten wohin man schaut ....

    "Clowns zu mei­ner Lin­ken, Witz­bol­de zu mei­ner Rech­ten, hier bin ich - nicht in der Mit­te fest­steckend, son­dern über dem gesam­ten absur­den Spek­trum schwe­bend, wei­nend, wäh­rend ich die Hin­ga­be mei­ner Mit­men­schen für poli­ti­sche Illu­si­on und Selbst­zer­stö­rung betrachte."


    "Clowns to the left of me, jokers to the right, here I am -- not stuck in the midd­le, but hove­ring abo­ve the enti­re far­ci­cal spec­trum, wee­ping as I behold my fel­low man's devo­ti­on to poli­ti­cal illu­si­on and self-des­truc­tion.” ― Robert Higgs

    Wor­an merkt man, dass bald wie­der Wah­len anstehen?
    Poli­ti­ker zau­bern immer neue Ver­spre­chen aus dem Hut!

    Woher weiß man, dass das lee­re Ver­spre­chen sind und nie­mand sich dar­an hal­ten wird?
    Weil man die Ver­spre­chen vor ande­ren Wah­len gehört hat und sie nie ein­ge­löst wurden!

    "wei­nend" - so ist mir manch­mal zumu­te wenn ich auf die Ergeb­nis­se der deut­schen Poli­tik schaue, ins­be­son­de­re heu­te, weil in Euro­pa die Wei­chen gegen ein frei­es Inter­net gestellt wurden.

    Für wen Poli­tik gemacht wird hat man gesehen:
    Sprin­ger & Kon­sor­ten konn­ten in "D" mit dem Lei­stungs­schutz­recht nichts ver­die­nen - da wur­de es auf die euro­päi­sche Ebe­ne geho­ben und durch­ge­paukt - aller gesell­schaft­li­cher Pro­te­ste zum Trotz. Da wur­de behaup­tet* die Demon­stra­tio­nen sei­en "gesteu­ert" gewe­sen - der Gip­fel an Absur­di­tät, wenig­stens für Men­schen, die in Inter­net kein #neu­land sehen ....
    Und die Par­tei­en, die dafür ver­ant­wort­lich sind, deren Poli­ti­ker teil­wei­se etwas ande­res ver­spro­chen hat­ten, wol­len uns weis­ma­chen es wer­de zukünf­tig bei ande­ren The­men anders laufen?

    Das Haupt­the­ma soll­te für alle Par­tei­en der Kli­ma­wan­del sein. Aller­dings nicht so wie Frau Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU #nie­mehr­cdu) es anspricht: Die Schü­ler soll­ten nicht schwän­zen! Da ist sie nicht allein, denn auch Herr Lind­ner von der FDP (#nie­mehrfdp) sagt es ähn­lich. Der Herr Scheu­er von der CSU (#nie­mehrc­su) meint gar, man müs­se nur ein wenig an den Aus­stoß­men­gen der Fahr­zeu­ge arbei­ten - dann sei schon wie­der aller gut ... und die SPD (#nie­mehr­spd)? Da sagt Frau Bar­ley, Spit­zen­kan­di­da­tin der SPD für Euro­pa, das ist doch alles halb so schlimm und der Koali­ti­ons­ver­trag, na, ein Anhalt ....

    Was den Poli­ti­kern offen­bar immer noch nicht klar ist:
    Wenn das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht kippt ist das endgültig!
    Ein bio­lo­gi­sches System kann - anders als ein defek­tes tech­ni­sches Gerät - NICHT repa­riert werden.
    Kaputt ist kaputt, unumkehrbar.

    Wenn wegen der Kosten und der Fol­gen für die Wirt­schaft geklagt wird kann ich nur sagen:
    Wenn der Pla­net kaputt ist ist auch die Wirt­schaft kaputt.

    Daher ist es durch­aus sinn­voll lie­ber jetzt Ein­schrän­kun­gen hin zu neh­men anstatt spä­ter mit der geschän­de­ten Natur unterzugehen.

    Leu­te, wer­det klug!
    Wählt bei der Euro­pa­wahl Pira­ten, "Die Lin­ke" oder DIEM25


    Poli­tik: Die Kunst, Euphe­mis­men, Lügen, Emo­tio­na­li­tät und Angst­ma­che­rei ein­zu­set­zen, um durch­schnitt­li­che Men­schen dazu zu brin­gen, ihre eige­ne Skla­ve­rei zu akzep­tie­ren oder sogar zu fordern.
    Poli­tics: the art of using euphe­misms, lies, emo­tio­na­lism and fear-mon­ge­ring to dupe avera­ge peo­p­le into accep­ting--or even deman­ding--their own enslavement. 


    -------------------------------------------------
    *
    [03-2019]

    B*LD bedroht auf sei­ne Art
    seit 60 Jah­ren den Rechts­staat
    durch Het­ze und Fälschungen

    bookmark_borderRassismus (Neufassung)

    Vor ein paar Stun­den las ich fol­gen­den Text:

    ".. Ras­sis­mus ist nicht natür­lich. Babys - schwarz, braun, weiß - erkun­den die Welt und ein­an­der mit Stau­nen, nicht mit Hass. Ras­sis­mus muss gelehrt wer­den. Es ist erlern­tes Ver­hal­ten. Die Annah­me, dass eine Per­son auf­grund ihrer Ras­se von Natur aus über­le­gen oder min­der­wer­tig ist, ist unna­tür­lich .. Ras­sis­mus wird für poli­ti­sche Mani­pu­la­ti­on und wirt­schaft­li­che Aus­beu­tung ver­wen­det. In einem Land, das auf dem Glau­ben gegrün­det ist, dass alle Men­schen gleich sind, könn­te Skla­ve­rei nicht ohne einen Ras­sis­mus gerecht­fer­tigt wer­den, der Skla­ven als Unter­men­schen darstellt.Diese grund­le­gen­den Wahr­hei­ten müs­sen in die­ser schreck­li­chen Zeit wie­der her­ge­stellt wer­den. Über­all auf der Welt sehen wir den Auf­stieg von Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus¹ und Isla­mo­pho­bie¹ und ihren gewalt­sa­men Aus­druck .."

    [Quel­le: https://www.commondreams.org/views/2019/03/19/everyone-must-condemn-trumps-sly-enscouragement-lawless-violence]
    [Ursprungs­text Fuß­no­te s.u.]

    Es ist sehr scha­de, dass wir in die­ser Zeit immer noch an sol­che Grund­sät­ze des Umgangs von Men­schen mit­ein­an­der erin­nern müs­sen. Dabei ist es egal von wel­cher Sei­te aus die­se In-Fra­ge-Stel­lung her­rührt, denn es gibt nicht nur wei­ße Ras­si­sten¹. Das soll nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass sie in Euro­pa und U.S.A. die Mehr­heit bilden.

    Wo immer man dem Ras­sis­mus begeg­net soll­te man dage­gen pro­te­stie­ren, hin­ter­fra­gen in wel­cher Absicht man damit kon­fron­tiert wird und natür­lich gegen­hal­ten, wenn es den Umstän­den nach mög­lich ist. Dabei ist es klug nicht direkt gegen die Aus­sa­gen zu argu­men­tie­ren - weil dann sofort die Gegen­sei­te in 'Kampf­mo­dus' ver­setzt wird und Ein­sicht in eine ande­re Betrach­tungs­wei­se eher unwahr­schein­lich wird. Bes­ser ist es mit Fra­gen zu ope­rie­ren, auch wenn man schon die Ant­wort vor­aus­se­hen kann:
    Es ist eine Mög­lich­keit zu erken­nen, ob es sich nur um nach­ge­plap­per­te Sät­ze oder um tie­fe Über­zeu­gun­gen han­delt und man bekommt durch die Ant­wort Hin­wei­se dar­auf, wie wei­ter vor­ge­gan­gen wer­den könn­te. Eine Fra­ge wird gemein­hin nicht als 'Angriff' ver­stan­den. Das ent­spannt die Situa­ti­on und hält die Kom­mu­ni­ka­ti­on in Gang.

    Auch Wit­ze kön­nen ras­si­stisch sein - und sind des­we­gen anzu­grei­fen und nicht weni­ger pro­ble­ma­tisch. Es ist eine sehr belieb­te Form von Ras­sis­mus, weil sie schwer anzu­grei­fen sein kann - will man nicht als Spaß­ver­der­ber gel­ten. Man soll­te hier je nach Umfeld abwä­gen ob even­tu­ell igno­rie­ren oder 'dumm stel­len' und nach der Poin­te fra­gen die rich­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se sind. 

    Es gibt nach mei­ner Auf­fas­sung kei­nen Ras­sis­mus gegen­über einem Staat, wohl aber gegen­über sei­ner Füh­rung, sei­nen Ver­wal­tungs­mit­glie­dern oder sei­nen Poli­ti­kern. So, wie man die­sen durch eine oder meh­re­re Per­so­nen gepräg­ten Insti­tu­tio­nen gegen­über kri­tisch sein kann, kann man ihnen gegen­über auch ras­si­stisch sein - wobei genau hin­ge­se­hen wer­den muss, ob es sich tat­säch­lich um Kri­tik oder schon um Ras­sis­mus handelt.

    ¹Zum Begriff der "Isla­mo­pho­bie" und des "Anti­se­mi­tis­mus"
    Im Aus­gangs­text wur­den die­se Begrif­fe - unkri­tisch - benutzt. Des­we­gen soll hier beson­ders dar­auf ver­wie­sen wer­den, dass es durch­aus gute Grün­de gibt, an die­ser Benut­zung zu zwei­feln, bzw. die­se abzulehnen.

    Islamophobie

    Unter "Die Erfin­dung der Isla­mo­pho­bie; Von Pas­cal Bruck­ner; 13.12.2010" schreibt Herr Bruck­ner ein Essay das mich schon beim ersten Lesen wegen sei­ner kla­ren Gedan­ken- und Beweis­füh­rung über­zeug­te. Das Ori­gi­nal fin­den Sie dort → LINK, eine Kopie habe ich (vor­sorg­lich) hier → abge­legt.

    Anti­se­mi­tis­mus
    Laut Defi­ni­ti­on der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung: ".. Hass auf die Juden .., der aus ihrer blo­ßen Exi­stenz als Fremd­grup­pe mit abwei­chen­den Gebräu­chen unter ande­ren Völ­kern entsteht .."



    Ursprungs­text
    Racism is not natu­ral. Babies — black, brown, white — explo­re the world and each other with won­der, not hate. Racism has to be taught. It is lear­ned beha­vi­or. To assu­me that a per­son is inher­ent­ly supe­ri­or or infe­ri­or to ano­ther based upon race is unna­tu­ral and ungod­ly. Racism is used for poli­ti­cal mani­pu­la­ti­on and eco­no­mic explo­ita­ti­on. In a land foun­ded on the belief that all men are crea­ted equal, slavery could not be justi­fi­ed wit­hout a racism that depic­ted slaves as sub-human.


    The­se basic truths need resta­ting in this ter­ri­ble time. Across the world, we see the rise of racism, anti­se­mi­tism and isla­mo­pho­bia, and its vio­lent expression.

    Gera­de wird beim hpd ein Buch bespro­chen, das sich mit dem Anti­se­mi­tis­mus in deut­schen Par­tei­en beschäftigt.

    bookmark_borderPeinlich

    oder: Litt­le brown jug, don't I love thee!

    "Frue*er"™ bin ich - so wie vie­le Deut­sche - min­de­stens zwei­mal im Jahr in Urlaub gewe­sen. Manch­mal sogar drei Mal, das aber eher sel­ten. Mit Fami­lie, so lan­ge, bis die Kin­der jeweils ent­schie­den haben sie wären jetzt alt genug um allei­ne zu rei­sen und wohin sie wol­len. Auf jeden Fall nicht mehr mit den Eltern urlauben .... 

    Das war für uns OK, unter der Vor­aus­set­zung, dass es bezahl­bar und sicher war. Die Tat­sa­che, dass nie etwas ernst­haf­tes pas­siert ist scheint min­de­stens dar­auf hin­zu­wei­sen, dass das gelun­gen ist.

    In all den Urlau­ben sind wir immer wie­der ande­ren deut­schen Tou­ri­sten begeg­net, einer breit gestreu­ten Typo­lo­gie von Men­schen, manch­mal ohne zu ver­ste­hen, war­um jemand aus­ge­rech­net auf eine Insel fliegt um sich dann dort zu beschwe­ren wie ein­ge­schränkt man doch sei ....

    Was ich immer sehr schwie­rig fand waren Gesprä­che mit Men­schen, die aus der Tat­sa­che, dass wir 'auch' Deut­sche waren fal­sche Schlüs­se zogen. Oder sagen wir: Erst­mal ange­nom­men haben wir müss­ten wegen glei­cher Natio­na­li­tät auch gleich denken. 

    Da wur­de eine Ver­trau­lich­keit vor­aus­ge­setzt, eine Kom­pli­zen­schaft, und Einig­keit in der Beur­tei­lung des­sen, was man so im Urlaubs­land vor­fand. Wie bit­ter dann aller­dings für die Mei­sten die Ent­täu­schung war wenn sie merk­ten, dass die­se Annah­me falsch war.

    Ich erin­ne­re beson­ders einen sol­chen Mit­ur­lau­ber, der mich ange­sichts einer Grup­pe ein­tref­fen­der Eng­län­der bei­sei­te zog und mir klar mach­te es sei nun mit der Ruhe hier vor­bei weil wenn erst die Eng­län­der ein­fie­len, dann sei es laut und unver­ständ­li­ches Kauderwelsch.

    Es stell­te sich heraus:
    Die Ange­rei­sten waren Schot­ten, alle aus einem Sport­ver­ein, die jedes Jahr in ein ande­res Land rei­sten um 'mal unter der Son­ne zu schwim­men, anstatt wie zu Hau­se bei Nebel, Regen und käl­te­ren Tem­pe­ra­tu­ren. Ein lusti­ges und gesel­li­ges Trüpp­chen. Sie lagen nach dem Früh­stück am Pool, und wenn einer ins Was­ser ging folg­ten die ande­ren meist nach - und dann wur­de es für ande­re Urlau­ber eng. 

    Eines Abends saßen wir (mei­ne Frau und ich, die Kin­der waren in der Woh­nung geblie­ben und wir dach­ten sie schlie­fen) an der Bar, die lag gleich neben dem Pool und der war ab Dun­kel­heit geschlos­sen - nicht so rich­tig, es war nur vor dem Pool eine Ket­te gespannt an der ein Schild in meh­re­ren Spra­chen ver­kün­de­te geöff­net sei nur von Son­nen­auf- bis -untergang. 

    Mit einem der Schot­ten kam ich ins Gespräch weil er von der Bar her, sechs Geträn­ke auf einem Tablett balan­cie­rend, an uns vor­bei kam und ich gese­hen hat­te, dass er nur mit sei­ner Frau an einem der benach­bar­ten Tische saß. Auf mei­ne Nach­fra­ge erklär­te er mir, die Geträn­ke sei­en für Bewoh­ner heu­te her­un­ter­ge­setzt, 3:1, drei Geträn­ke für den Preis von einem. Wärend er das erklär­te wink­te er mei­ner Frau zu her­über zu kom­men, schob einst­wei­len mir ein Glas über den Tisch und dann mei­ner Frau eben­so, als sie gekom­men war.

    Der wei­te­re Ver­lauf des Abends war, na, sagen wir: feucht-fröhlich. 

    Wor­an ich mich noch erin­ne­re sind zwei Sachen: Dass der Schot­te mir erklär­te es sei ihm sehr pein­lich, dass er und sei­ne Lands­leu­te mich tags­über vom Was­ser fern hiel­ten und mir anbot Wache zu ste­hen, damit ich gleich ein­mal ganz allei­ne ins Was­ser gehen könn­te - aber erst wenn wir noch zusam­men das Lied "My wife and I lived all alo­ne in a litt­le ...." ¹ gesun­gen hätten.

    Wir konn­ten bei­de nicht gut sin­gen, und unse­re Frau­en hat­ten ver­geb­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die ande­ren Gäste es mög­li­cher­wei­se gar nicht schät­zen wür­de unse­ren *Gesang* zu ertra­gen. Wir san­gen trotz­dem, und zwar laut und voll Inbrunst .... und ich zog Hemd und Schu­he aus, sprang dann mit lan­ger Hose (!) in den Pool wäh­rend mein neu­er schot­ti­scher Freund dar­über wach­te, dass mir nie­mand zu nahe kam. 

    Mei­ne Frau erzähl­te mir am näch­sten Nach­mit­tag, als ich, nach dem vie­len Gin mit Eis und Limet­ten­saft, wie­der eini­ger­ma­ßen auf­nah­me­fä­hig war, dass ich erst aus dem Was­ser kom­men woll­te als mei­ne bei­den Kin­der am Rand stan­den und mir erklär­ten das Schwim­men sei doch bei Dun­kel­heit verboten.

    Und dann erin­ne­re ich mich noch an den deut­schen Lands­mann, der mich vor den Eng­län­dern gewarnt hat­te: Er tat fort­an so, als ob ich *Luft* für ihn sei. War auch bes­ser, wir hät­ten uns nicht so recht ver­stan­den, er und ich .... 

    ¹ Der Text lau­tet kor­rekt so wie folgt, aller­dings gibt es meh­re­re, abwei­chen­de Fassungen:
    Me and my wife live all alone
    In a litt­le log hut we're all our own;
    She loves gin and I love rum
    And don't we have a lot of fun!

    Cho­rus:
    Ha, ha, ha, you and me
    Litt­le brown jug, don't I love thee!

    Der Song bei you­tube ist zwar nicht der gesangs­tech­nisch Aller­be­ste, aber wohl recht nah an unse­rer nächt­li­chen Dar­bie­tung am Pool in Spa­ni­en, auf Menorca

    Die­se Fas­sung hat den Vor­teil lustig zu sein:

    bookmark_borderEin später Beweis

    oder: Wie Schäub­le Volk und Volks­ver­tre­ter belo­gen hat.

    So man­chen Bür­ger der EU mag die Demü­ti­gung der hoch ver­schul­de­ten Grie­chen vor ein paar Jah­ren schon wegen der abschät­zi­gen Art des Umgan­ges¹ mit ihren Ver­tre­tern abge­sto­ßen haben - mir ging es zumin­dest so. Vor allem weil es die kon­ser­va­tiv-rech­ten Regie­run­gen vor der Tsi­pras' Links­re­gie­rung waren, die all die­se Schul­den auf­ge­häuft hat­ten - die nun von den kon­ser­va­ti­ven Regie­run­gen der lin­ken Regie­rung in die Schu­he gescho­ben wur­den. Dies schon des­halb, um in den eige­nen Län­dern jed­we­de Art von Links­be­tei­li­gung an einer Regie­rung zu diskreditieren. 

    Min­de­stens des­we­gen, um eine Links­re­gie­rung in Spa­ni­en zu ver­hin­dern, indem das Signal gesetzt wur­de: Wer sich gegen rech­te EU-Poli­tik wen­det wird das Schick­sal der Grie­chen erleiden! 

    Selbst betrof­fen, ist es der SPD nicht auf­ge­fal­len, dass sie hier einen wei­te­ren Grund dafür fin­det, war­um sie dem Unter­gang geweiht ist:
    Auch in einer Koali­ti­on kann man nicht jedes *Umfal­len* als Koali­ti­ons­zwang interpretieren.

    Der dama­li­ge Finanz­mi­ni­ster Varou­fa­kis hat­te mehr­fach auf die Unsin­nig­keit der EU-Troi­ka Äuße­run­gen und Lösungs­an­sät­ze hin­ge­wie­sen - das Duo Schäub­le-Dijs­sel­b­loom hin­ge­gen - zer­fres­sen von Neid auf den popu­lä­ren Varou­fa­kis und zusam­men­ge­schweißt durch die Tat­sa­che vor ihren jewei­li­gen Bevöl­ke­run­gen die Lügen über die tat­säch­li­chen Ursa­chen und Nutz­nie­ßer² der Grie­chen­land­ver­schul­dung ver­tu­schen zu müs­sen, konn­te nicht anders han­deln. Denn die erste Lüge gegen­über ihren Par­la­men­ten zog unbe­dingt eine zwei­te Lüge nach sich. Das wäre so wei­ter gegan­gen, hät­te nicht der IWF die Reiß­lei­ne³ gezo­gen. Auch das war eine Zeit lang nicht abzu­se­hen, denn irgend­wer (?) hat­te frü­her schon den Ver­such unter­nom­men des­sen Che­fin Chri­sti­ne Lag­ar­de aus­zu­boo­ten. Indem man den - schwe­len­den - Finanz­skan­dal wie­der zum Auf­flam­men brach­te stand das wie­der im Raum, wur­de aller­dings zu ihren Gun­sten (ohne Stra­fe) recht­lich end­gül­tig abgeschlossen.

    Dass es anders geht als Schäub­le-Dijs­sel­b­loom stets behaup­tet haben, und was die Grie­chen noch über Jahr­zehn­te bela­sten wird, zeigt Por­tu­gal - seit es eine lin­ke Regie­rung hat, die sich erfolg­reich gegen den zwangs­wei­sen Spar­kurs wehr­te und ihrer Bevöl­ke­rung dadurch nicht nur ver­schärf­te Austeri­täts­maß­nah­men, son­dern auch einen Ruck nach rechts ersparte.

    Es ist der Beweis, dass Varou­fa­kis mit sei­ner Ein­schät­zung Recht hat­te und die EU irrte.
    → Bild: Por­tu­gal geht den sozia­li­sti­schen Weg 

    Portugal

    Die­ses düste­re Sze­na­rio - die Übel­tä­ter haben sich wäh­rend und nach der Grie­chen­land­kri­se mit immer neu­en Lügen der Öffent­lich­keit gegen­über geäu­ßert - beweist, dass sich die Regie­run­gen Mer­kel erst ein­mal selbst geschützt haben, denn was mit einer Unwahr­heit zum Zwecke des Macht­er­hal­tes begann ist nach Jah­ren zu einem Sta­pel von Lügen angewachsen.

    Das Schlim­me dabei ist:
    Die Ver­ant­wort­li­chen sind immer noch in Amt und Wür­den, anstatt dass man sie mit Schimpf und Schan­de zum Tor hin­aus gejagt hat.
    Das Gute dar­an ist:
    Die Poli­tik Por­tu­gals ist geeig­net erstens sozia­le Gerech­tig­keit bei aus­rei­chen­den Löh­nen zu schaf­fen, zwei­tens blüht die Wirt­schaft trotz Mehr­be­la­stung für sozia­le Zwecke auf und drit­tens ist lin­ke Poli­tik durch­aus dazu imstan­de eine gerech­te­re Gesell­schaft zu schaffen.

    Das soll­te in der Dis­kus­si­on um die poli­ti­sche Aus­rich­tung der BRD und der EU in beson­de­rem Maße Beach­tung fin­den. Das Schreck­ge­spenst "Sozia­lis­mus" zer­fließt bei genaue­rem Hin­se­hen wie Nebel in der Son­ne, und erweist sich ledig­lich als ein Dis­kus­si­ons­punkt den rech­te Poli­tik auf ihr Schild malt, um zu dis­kre­di­tie­ren - ohne die Wahr­heit dis­ku­tie­ren zu müssen.

    ¹ → Bild: IWF Ent­scheid ohne Schul­den­schnitt nicht wei­ter mitzumachen 

    troika
    ² → Bild: Nutz­nie­ßer der *Grie­chen­land­ret­tung*

    troika
    ³ → Bild: IWF Ent­scheid ohne Schul­den­schnitt nicht wei­ter mitzumachen 

    troika

     
    Yanis Varou­fa­kis rech­net ab: mit Ange­la Mer­kel, mit Wolf­gang Schäub­le und mit der „Troi­ka“
    Fünf gute Nach­rich­ten, die im Febru­ar unter­ge­gan­gen sind
    22 Uni­ons­ab­ge­ord­ne­te gegen Griechenland-Hilfe
    Zitat → ".. Uni­ons­frak­ti­ons­chef Vol­ker Kau­der (CDU) ver­är­gert. Jedoch wür­den die Abge­ord­ne­ten ihre Ent­schei­dun­gen nicht basie­rend auf "die­sen halb­star­ken Sät­zen" tref­fen, son­dern sich an den Inter­es­sen Deutsch­lands und Euro­pas orientieren .."
    Wider das "Ver­ges­sen"
    Zitat → ".. Über die Rol­le Schäubles grü­belt der 'durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Bür­ger' schon des­we­gen, weil er aus der gan­zen Affä­re wie ein Phö­nix aus der Asche wie­der in höch­ste Staats­äm­ter gekom­men ist .." 

     Ande­re Arti­kel zur *Grie­chen­land­ret­tung* - die in Wahr­heit eine Ban­ken­ret­tung war:
    (1) Grie­chen­land .... für die Ver­ant­wort­li­chen kei­ne Fol­gen. (09−2018)
    (2) Bit­te­re Bilanz (11−2015)
    (3) Hört, hört ...! incl. *update* (02−2015)
    (4) »Big Schäub­le is watching you!« (06−2009)

    bookmark_borderWas es braucht um Erfolg zu haben

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    PS°°E°

     
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    [Quel­le: twit­ter]

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    Talent sei, so die Aus­sa­ge, eine Kom­bi­na­ti­on aus Intel­li­genz, Élan & Sozi­al­kom­pe­tenz. Ganz rich­tig ergänzt ein ande­rer twit­te­rer man müs­se doch wohl auch "Kön­nen" haben um erfolg­reich zu sein. Dem kann ich nur bei­pflich­ten, um dann fest­zu­stel­len, dass zusätz­lich Wis­sen und Erfah­rung bestimmt nicht scha­den würden.

    Talent ist, das sei dem Herrn Joa­kim Bar­neus¹ mit­ge­teilt, eine ange­bo­re­ne Eigen­schaft die man nicht erwer­ben kann son­dern haben muß.

    Wer frei­lich weder Kön­nen, noch Wis­sen oder Erfah­rung hat wird das mög­li­cher­wei­se anders ein­schät­zen. Es zeigt aber, wel­che fehl­ge­lei­te­ten Dumm­köp­fe glau­ben ledig­lich mit Geschwätz die Welt erobern zu können.

    "Élan", per Defi­ni­ti­on " .. Zustand freu­di­ger Erre­gung, lei­den­schaft­li­chen Eifers; von freu­dig erreg­ter Zustim­mung, lei­den­schaft­li­cher Anteil­nah­me getra­ge­ner Taten­drang; Hoch­stim­mung, Enthu­si­as­mus .. " ist etwas, was man bei einer posi­ti­ven Ein­stel­lung zu dem, was man beruf­lich tut, erwar­ten soll­te - eine Selbst­ver­ständ­lich­keit also, die hier als beson­de­re Lei­stung her­aus­ge­stri­chen wird.

    Wer also der­glei­chen her­vor­hebt ist nicht beson­ders intel­li­gent, weiß nicht wovon er spricht und zeigt erheb­li­che Män­gel an Wis­sen und Kom­pe­tenz. Nicht 'Sozi­al­kom­pe­tenz', denn das ist nur ein 'label' und bedeu­tet in Wahr­heit wohl eher sich in einer Grup­pe ähn­lich Inkom­pe­ten­ter wohl zu füh­len und mit dem Strom zu schwimmen.

    Der Schrei­ber des Aus­gangst­weets wird wohl eines jener Hät­schel­kin­der sein denen ihre Mut­ter stets auf jeden Pups ein "Das hast du aber toll gemacht!" ent­ge­gen­schal­len ließ. So kann man ja nur ein über­stei­ger­tes Selbst­bild bekom­men das einer prak­ti­schen Prü­fung nicht stand­hält. Bedauernswert.

    Wer an die unbe­grenz­te "Mach­bar­keit" im Sin­ne neo­li­be­ra­ler Struk­tu­ren denkt wird wohl kaum ver­ste­hen, schon erst recht nicht akzep­tie­ren, dass "Talent" nie eine erwerb­ba­re Eigen­schaft ist, son­dern gene­tisch fixiert vor­han­den sein & geför­dert wer­den muß, um sich zu entfalten.

    ¹ Joa­kim Bar­neus [Inhal­te des twit­ter accounts gelöscht (Stand: 15.02.2019); jetzt bei pin­te­rest → https://www.pinterest.de/pin/191614159123541128/]

    [Zuerst ver­öf­fent­licht 07.01.2016 um 00:03]

    bookmark_borderVon "Definitionen" ....

    ".. Des­halb ist Natur­wis­sen­schaft immer nur der aktu­el­le Stand des Irr­tums, Phi­lo­so­phie eine evi­denz­freie Mei­nungs­äu­ße­rung und Reli­gi­on der fest­be­to­nier­te Stand des Irr­tums .."

    [Quel­le]

    In end­lo­sen Dis­kus­sio­nen um die Rele­vanz von Defi­ni­tio­nen fal­len mir immer zwei Extre­me auf:
    Die ganz ver­zag­te Ein­stel­lung es gäbe kei­ne all­ge­mein gül­ti­ge Defi­ni­ti­on, alles sei schließ­lich indi­vi­du­ell, so wie der Mensch, der sie auf­stellt - und die unver­rück­ba­re Über­zeu­gung es ste­he doch für vie­le Berei­che des Lebens schon eine kla­re Beschrei­bung mit end­gül­tig defi­nier­ten Begrif­fen fest. Was sonst noch vor­kommt fällt zwi­schen die­se Extreme.

    Damit könn­te man es gut sein las­sen und sich nicht wei­ter dar­über Gedan­ken machen. Schließ­lich gibt es Wich­ti­ge­res! Ja? Gibt es das? Sind nicht Defi­ni­tio­nen das Gerüst, an dem wir uns, ande­re, das Leben, die Welt und das Uni­ver­sum mes­sen um zu ver­ste­hen? Das kann doch nicht unwich­tig sein.

    Ist es bestimmt auch nicht - nur müs­sen Vor­aus­set­zun­gen ein­ge­hal­ten wer­den, damit Defi­ni­tio­nen einen Sinn haben. Es nützt doch nie­man­dem etwas, wenn man zwar den glei­chen Begriff aus­spricht, dar­un­ter aber etwas grund­sätz­lich Ver­schie­de­nes ver­steht. So ist es denn eine gute Grund­la­ge für Dis­kus­sio­nen sich über die Begrif­fe (und deren Defi­ni­ti­on) ein Bild zu machen, einen Kon­sens herzustellen.

    Von da an wird es schwierig. 

    Die Christ­li­chen - auf deren fest­be­to­nier­te Defi­ni­ti­on der Welt ich hier in die­sem Zusam­men­hang nicht wei­ter ein­ge­hen will - behaup­ten bei­spiels­wei­se die Evo­lu­ti­on sei als "Theo­rie" gekenn­zeich­net. Daher sei ihr Wahr­heits­an­spruch von vorn­her­ein abzu­leh­nen. Da besteht ein grund­sätz­li­cher Gedan­ken­feh­ler, denn "Theo­rie" bedeu­tet natur­wis­sen­schaft­lich etwas ande­res als in gei­stes­wis­sen­schaft­li­cher Deutung.
    Natur­wis­sen­schaft­lich ist es eine offe­ne Aus­sa­ge, da sich durch expe­ri­men­tel­le For­schung, Beob­ach­tung und dar­aus her­zu­lei­ten­de Erkennt­nis die Sicht auf einen Zustand, eine frü­he­re Beweis­füh­rung und deren Ergeb­nis durch­aus ändern kön­nen, ohne dass dabei das gesam­te Gedan­ken­ge­bäu­de zusam­men­brä­che. Neh­men wir als Bei­spiel ein Haus, an dem eine Tür ver­brei­tert wird - dadurch ändert sich nichts Wesent­li­ches am Zweck aber bei der Nutz­bar­keit, denn nun pas­sen grö­ße­re Gegen­stän­de hindurch.
    Gei­stes­wis­sen­schaft­lich betrach­tet ist eine "Theo­rie" so rele­vant wie die ande­re, es gibt kei­ne Mög­lich­keit die Rich­tig­keit der einen oder die Irrig­keit der ande­ren zu bewei­sen. Um ganz deut­lich zu wer­den: Dafür fällt mir kein pas­sen­des Bei­spiel ein. Mög­li­cher­wei­se liegt das dar­an, dass ich Natur- und kein Gei­stes­wis­sen­schaft­ler bin.

    Kön­nen Sie, lie­be Lesen­de, da helfen?