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bookmark_borderWort zum Sonntag (II)

 

Die Dis­kus­sio­nen um Homöo­pa­thie und men­schen­ver­ur­sach­te, glo­ba­le Erwär­mung sind allent­hal­ben ent­brannt. Erfreu­li­cher­wei­se steigt die Zahl der Men­schen die klar den­ken, und des­we­gen Fak­ten von Mei­nung unter­schei­den kön­nen, so an, dass sie mitt­ler­wei­le in der Über­zahl sind .... ein wei­te­res Indiz ist, dass auch die Zahl der *Gläu­bi­gen* ste­tig abnimmt.

Es besteht noch Hoff­nung für eine Mensch­heit deren Augen­merk sich nun auf den Wahr­heits­ge­halt über­kom­me­ner Vor­stel­lun­gen rich­tet und Hokus­po­kus als sol­chen beim Namen nennt.

Den­noch heißt es wach­sam sein, denn wie ein Hund, der, in die Enge getrie­ben, sich umso hef­ti­ger zur Wehr setzt, kon­so­li­die­ren sowohl die Homöo­pa­thie­ver­fech­ter, die Kli­ma­leug­ner und die Fun­di-Chri­sten nun ihre Kräf­te um der neu­en Auf­klä­rungs­wel­le etwas ent­ge­gen zu setzen.

Im eng­li­schen Sprach­raum gibt es das schö­ne Wort "com­pla­cen­cy", das laut dict.cc, Deutsch-Eng­lisch-Wör­ter­buch
fol­gen­de Bedeu­tun­gen anneh­men kann: 

¹ com­pla­cen­cy [smug­ness]
Selbst­ge­fäl­lig­keit {f}
² complacency
Selbst­zu­frie­den­heit {f}
Wohl­be­ha­gen {n}
³ com­pla­cen­cy [com­for­ta­b­leness]
Bequem­lich­keit {f}


 

 

 





 


Hüten wir uns davor, uns in selbst einer die­ser Eigen­schaf­ten gemüt­lich ein­zu­rich­ten. Der demo­kra­ti­sche Pro­zess rich­tet sich nicht nach "Ver­nunft", son­dern nach "Mehr­hei­ten".
 

Aus­ge­nom­men jene ca. 30% die sich für nichts ernst­haft interessieren.
Nicht zu ver­ges­sen die extre­me Rech­te - der eine eige­ne Erör­te­rung gewid­met wer­den muss.

bookmark_borderDas Kind als *life-style* Accessoire

oder:
Wie sich man­che *Müt­ter* mit Allem ver­sor­gen. Auch mit Kind.

Der Herr bloed­bab­b­ler hat kürz­lich auf ein beson­de­res Ereig­nis hin­ge­wie­sen,
→ den "Welt­män­ner­tag". Nun mag man zu sol­chen *Gedenk­ta­gen* ste­hen wie man will, die­ser Tag könn­te zukünf­tig noch an Bedeu­tung gewin­nen, da bin ich mir sicher!

Was hat das nun mit der Über­schrift zu die­sem Arti­kel zu tun?

Noch vor weni­gen Jah­ren - und in Ein­zel­fäl­len auch heu­te noch - wur­de und wird allent­hal­ben das schwe­re Schick­sal der "allein­er­zie­hen­den Müt­ter" beklagt. Zu Recht, wenn die Ker­le abge­hau­en sind und Mut­ter samt Spröss­ling ohne min­de­stens finan­zi­el­le Ver­sor­gung zurück lie­ßen. Das "Amt" trat ein und bezahl­te mehr schlecht als recht was der Raben­va­ter sich wei­ger­te zu tun: Unterhalt.

Doch seit Jah­ren fin­det eine schlei­chen­de Umschich­tung statt. 

Das man dar­über so wenig liest mag dar­an lie­gen, dass es auf Sei­ten der Frau­en­ma­ga­zi­ne ein Tabu ist dar­auf hin zu wei­sen. Was nicht posi­tiv im Sin­ne des Kli­en­tel - Frau­en! - aus­ge­schlach­tet wer­den kann, oder gar die Eman­zi­pa­ti­ons­pre­dig­ten ein­schlä­gi­ger Blät­ter, ich sage nur "EMMA", zu stö­ren in der Lage wäre, wird totgeschwiegen. 

So auch bei die­sem Pro­blem, das ich ein­mal pla­ka­tiv die 

"Suche-psy­chisch-eini­ger­ma­ßen-erträg­li­chen-und-phy­sisch-wohl­ge­stal­te­ten-viel­leicht-auch-noch-intel­lek­tu­ell-ganz-pas­sa­blen-und-ver­trau­ens­se­li­gen-Mann-zwecks-Kon­zep­ti­on-eines-Kindes-das-ich-dann-aber-für-mich-allein-haben-will"-Emanzipation

nen­ne.


Damit könn­te ich mei­ne Über­le­gun­gen prin­zi­pi­ell schon abschlie­ßen, denn das Wesent­li­che ist gesagt:
Die­se miss­brauch­ten Män­ner sind am A****! Sie haben - weil die deut­schen Gerich­te und Insti­tu­tio­nen immer noch ein über­kom­me­nes Frau­en­bild "treu sor­gen­de Mut­ter all­zeit kämp­fend für das Beste für ihr Kind" haben - kei­ne Chan­ce, wenn ihnen der Kon­takt zu ihrem Kind vor­ent­hal­ten wird. Sie ste­hen macht­los da und müs­sen trotz­dem zah­len.
 

 
Die­se Art *eman­zi­pier­ter allein­er­zie­hen­der Müt­ter nach eige­ner Wahl* pas­sen natür­lich nicht in das viel­be­schwo­re­ne Opfer­bild der über­for­der­ten, ver­las­se­nen und finan­zi­ell ver­arm­ten Mut­ter die sich rüh­rend um ihr Kind sorgt und vor Trä­nen ob des ruch­lo­sen 'Gefähr­ten' Abwe­sen­heit nicht in den Schlaf fin­den kann.
Dabei sind es die Män­ner, die leiden.
Wenn sie mehr als ein­mal Hoff­nung haben und eine neue Part­ne­rin suchen mit der es die­ses mal *bes­ser* lau­fen soll, dann kann es ihnen, soll­te sich das Dra­ma wie­der­ho­len, pas­sie­ren, dass sie am Ende mit zwei oder mehr Zahl­kin­dern dasit­zen, finan­zi­ell für den Rest ihres Lebens erle­digt und das alles ohne dass sie ihre Kin­der auf­wach­sen sehen, geschwei­ge denn an deren Leben Anteil haben.

Dem Ver­neh­men nach gibt es schon Müt­ter mit meh­re­ren Kin­dern von ver­schie­de­nen Part­nern¹, die auf die­se Wei­se nicht mehr arbei­ten, son­dern von Kin­der­geld, zah­len­den Vätern und Stüt­ze ein beque­mes Leben füh­ren, in dem die Väter die­ser armen Kin­der zu rei­nen *Samen­spen­dern* gewor­den sind, wo sie doch eine intak­te Fami­lie und stil­les, gemein­sa­mes Glück als Ziel hatten.


Sin­gle­mut­ter & "Wunsch­kind"- Erör­te­rung eines Para­do­xons (2018)
Was wir aus "Hän­sel & Gre­tel" ler­nen .... (2016)
Eine jun­ge Frau .... (2006)
Von lau­si­gen Müt­tern, die nie selbst an etwas Schuld sind, son­dern immer die Schuld für ihre Unfä­hig­keit ver­nünf­tig auf ihre Kin­der auf­zu­pas­sen bei ande­ren Men­schen suchen und offen­sicht­lich anneh­men, alle Men­schen hät­ten einen 7. Sinn, mit dem sie erah­nen, was die Kin­der gera­de jener Müt­ter nicht abkön­nen - und die anneh­men, sie könn­ten ganz frech behaup­ten, sie selbst sei­en völ­lig feh­ler­frei .... (2005)

*edit/update*
¹ Die Schau­spie­le­rin Muri­el Bau­mei­ster fällt wohl - wenn auch in abge­mil­der­ter Form - in die­se Kategorie

bookmark_borderDer britische Philosoph Thomas Hobbes (1588-1679)

" .. Der bri­ti­sche Phi­lo­soph Tho­mas Hob­bes (1588−1679) konn­te dem Tod 1666 nur knapp ent­kom­men, als ein Aus­schuss des Par­la­ments zusam­men­trat, um her­aus­zu­fin­den, ob sein Athe­is­mus einen Aus­bruch der Pest ver­ur­sacht hatte.
Gott schien sehr irri­tiert dar­über zu sein, dass die Lon­do­ner sich mit einem skep­ti­schen Phi­lo­so­phen abfin­den wür­den, und so sand­te Gott eine töd­li­che Krank­heit aus, um die tole­ran­te Stadt zu erschrecken. Hob­bes' Freund John Aubrey bemerk­te zu der Zeit, dass "eini­ge der Bischö­fe einen Antrag stell­ten, den guten alten Herrn als Ket­zer ver­bren­nen zu las­sen." Hob­bes leb­te wei­te­re 13 Jah­re und starb mit 92 Jah­ren .. "
[Quel­le]

Hob­bes' Werk ist aus zwei Grün­den betrachtenswert:
Zuerst weil er in ein­fa­cher, ver­ständ­li­cher Spra­che Zwei­fel bei sei­ner Leser­schaft zu wecken in der Lage war; sodann, weil er die sprach­li­che Ursa­che des Got­tes­ver­ständ­nis­ses her­ge­lei­tet hat und so zeig­te, wie die *über­mensch­li­chen* Eigen­schaf­ten die­ses postu­lier­ten 'Got­tes' zustan­de kamen.

Zu dem ersten Punkt
Der Anfang des Glau­bens ent­steht für Hob­bes aus der damals noch herr­schen­den Unwis­sen­heit. Was nicht erklärt wer­den konn­te wur­de 'Gott' zuge­schrie­ben. Die Angst vor lebens­be­droh­li­chen Natur­er­eig­nis­sen, völ­lig unbe­herrsch­bar durch Men­schen, führ­te zu einer der Vor­stel­lungs­welt der dama­li­gen Men­schen ange­pass­ten Personifizierung.

Zu dem zwei­ten Punkt
An die­se Per­so­ni­fi­zie­rung schließt sich eine Über­tra­gung von Eigen­schaf­ten an, die die­ser 'Gott' haben soll. Hob­bes unter­sucht das von der Spra­che her und bringt über­zeu­gen­de, wie­der­um ganz ein­fach zu ver­ste­hen­de Bei­spie­le. Er redu­ziert auf das Prä­fix. Es sind all die Eigen­schaf­ten, die Men­schen nicht haben:

Mensch Gott
ohn-mäch­tig | all-mäch­tig
un-wis­send | all-wis­send
mate­ri­ell | im-mate­ri­ell
Dasein end­lich | Dasein un-end­lich

 


Aus all dem ergibt sich bei Hob­bes eine zusam­men­fas­sen­de Aussage:
" .. Sowohl Reli­gi­on als auch Aber­glau­be haben die glei­chen Män­gel, und der ein­zi­ge Unter­schied besteht dar­in, dass Reli­gi­on sozi­al akzep­tiert ist .. "

 [Die­se Betrach­tung besteht zum Teil aus über­setz­ten Pas­sa­gen aus dem ver­link­ten Arti­kel bei *pathe­os*]

 

bookmark_borderWo lag ATLANTIS
und wer sind die ATLANT(I)ER gewesen?
*update* [02.04.2019]; NEU *update* [11.09.2019]

Klei­ner Exkurs zur Ein­stim­mung auf das The­ma, bit­te gedul­den Sie sich ein wenig, Atlan­tis kommt gegen Ende die­ses Bei­tra­ges dran ....

Vor ein paar Tagen las ich einen Bei­trag der sich mit den WAL­DORF-Schu­len beschäf­tig­te. Eher um Zeit tot zu schla­gen. Weil mein Bild von die­sen Ein­rich­tun­gen zwar vage, aber doch umfas­send genug war, um es als eine Rand­er­schei­nung des der­zei­tig wie­der auf­le­ben­den Eso-Trends abzutun. 


Vor ein paar Tagen gab es eine Sen­dung beim SWR zu "100 Jah­re Wal­dorf" die bereits vor ihrer Aus­trah­lung - mit Recht! - hef­ti­ge Reak­tio­nen her­vor­rief. Da wur­de die 'Wal­dorf­päd­ago­gik' über den grü­nen Klee gelobt und es gab in 45 Minu­ten einen ein­zi­gen kri­ti­schen Satz zu hören.
Der NDR / Zapp hat einen objek­ti­ven, kor­ri­gie­ren­den Bei­trag dazu ver­fasst, den man sich unter die­sem Link anse­hen kann

SWR-Doku: Nähe der Autorin zu Waldorfschulen

 
Seit den spä­ten sech­zi­ger und frü­hen sieb­zi­ger Jah­ren schos­sen eini­ge die­ser Schu­len aus dem Boden. Noch­mals 'ange­heizt' durch päd­ago­gi­sche Expe­ri­men­te wie die "anti­au­to­ri­tä­re Erzie­hung" nach A.S. Neill [theo­rie und pra­xis der anti­au­to­ri­tä­ren erzie­hung; das bei­spiel sum­merhill; rororo; 6707-6708] 

Zitat (nach A.S. Neill) ".. Nur das Bewusst­sein, als respek­tier­tes Indi­vi­du­um einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft auf­zu­wach­sen, befä­higt Men­schen, sich zu selbst­be­wuss­ten, krea­ti­ven gemein­schafts- und kon­flikt­fä­hi­gen Per­sön­lich­kei­ten zu ent­wickeln, wel­che den Anfor­de­run­gen einer moder­nen Lei­stungs­ge­sell­schaft gewach­sen sind .."

Die soge­nann­te "Wal­dorf-Päd­ago­gik" ist hin­ge­gen das genaue Gegen­teil des­sen, was Neill pro­pa­gier­te und in sei­nem Expe­ri­ment "sum­merhill" - das immer noch besteht - auch prak­tisch zum Erfolg führ­te: Sie will die Per­sön­lich­keit der Ler­nen­den auf die The­sen und Erkennt­nis­se des Wal­dorf-Grün­ders und Apo­lo­ge­ten Rudolf Stei­ner ein­schwö­ren - und dazu bedient sie sich wahl­wei­se sub­ti­ler oder ganz offen­sicht­li­cher Metho­den, die man als "Gehirn­wä­sche" bezeich­nen kann. Das (höchst umstrit­te­ne) Gedan­ken­ge­bäu­de des Anthro­po­so­phis­mus basiert auf Annah­men, Spe­ku­la­tio­nen und Erfin­dun­gen von nie statt­ge­hab­ten geschicht­li­chen Ereignissen.

Hier sei­en je ein Bei­spiel in Wort und Abbil­dung gezeigt - die 'pars-pro-toto' - für die­se Schar­la­ta­ne­rie ste­hen, die über vie­le Jahr­zehn­te eine Rei­he bedeu­ten­der Köp­fe als Anhän­ger hat­te & bedau­er­li­cher­wei­se immer noch hat. Dabei scheint es mir fast sicher, dass man­che die­ser Pro­mi­nen­ten nicht das kom­plet­te Gedan­ken­ge­bäu­de kann­ten auf dem sich die Steiner'schen The­sen auf­bau­en ("click!" auf die Abbil­dun­gen vergrößert).

tafel 
 altlantischevorfahren

Es bleibt aller­dings abschlie­ßend zu vermerken:
Längst sind die unbe­wie­se­nen Ver­mu­tun­gen und völ­lig will­kür­li­chen Ein­tei­lun­gen der mensch­li­chen Ent­wick­lung¹ durch die tat­säch­li­che Wis­sen­schaft (Bio­lo­gie / Che­mie / Medi­zin) wider­legt, sie bil­den aller­dings auch heu­te noch das Grund­ge­rüst der Wal­dorf-Insti­tu­tio­nen. Gut gemischt mit einer pseu­do-christ­li­chen Ideo­lo­gie und ras­si­sti­schem Men­schen­bild in dem die ARIER die Füh­rungs­ras­se darstellen.
Na, das kommt uns doch gleich irgend­wie bekannt vor ....

Doch nun end­lich zu ATLANTIS² zitiert „Aus der Akasha-Chronik“: 

Die Vor­fah­ren der Atlan­tier wohn­ten auf einem ver­schwun­de­nen Lan­des­teil, des­sen Haupt­ge­biet süd­lich vom heu­ti­gen Asi­en lag. Man nennt sie in theo­so­phi­schen Schrif­ten die Lemu­rier. Nach­dem die­se durch ver­schie­de­ne Ent­wick­lungs­stu­fen gegan­gen waren, kam der größ­te Teil in Ver­fall. Er wur­de zu ver­küm­mer­ten Men­schen, deren Nach­kom­men heu­te noch als soge­nann­te wil­de Völ­ker gewis­se Tei­le der Erde bewoh­nen. Nur ein klei­ner Teil der lemu­ri­schen Mensch­heit war zur Fort­ent­wick­lung fähig. Aus die­sen bil­de­ten sich die Atlan­tier. – Auch spä­ter fand wie­der etwas ähn­li­ches statt. Die größ­te Mas­se der atlan­ti­schen Bevöl­ke­rung kam in Ver­fall, und von einem klei­nen Teil stam­men die soge­nann­ten Ari­er ab, zu denen unse­re gegen­wär­ti­ge Kul­tur­mensch­heit gehört.
Lemu­rier, Atlan­tier und Ari­er sind, nach der Benen­nung der Geheim­wis­sen­schaft, Wur­zel­ras­sen der Menschheit.“

Sehen Sie, lie­be Leser, so genau weiß auch der Herr Stei­ner nicht WO Atlan­tis gele­gen haben soll - und Bewei­se für sei­ne Annah­men? Wel­cher Anthro­po­soph braucht schon so etwas 'pro­fa­nes' wie Bewei­se, da reicht es schon das Gedan­ken­ge­bäu­de über­zeu­gend vorzutragen. 

______________________________________________________ 

¹
- 0 – 7 Jah­re wird der phy­si­sche Leib entwickelt,
– von 8 – 14 Jah­re der Ätherleib,
– von 15 – 21 Jah­re der Astralleib,
– vom 21 Lebens­jahr an das ‘Ich’ – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

²
Rudolf Stei­ner, „Aus der Aka­sha-Chro­nik“, GA 11, Rudolf Stei­ner Ver­lag, Dornach/Schweiz, 1986, Sei­te 32


[Abbil­dun­gen & Zita­te aus­zugs­wei­se aus "ruhr­ba­ro­ne"]
 

*update*


*2. update*
Es ist skan­da­lös, wie von Zuschau­er­geld für den öffent­li­chen Rund­funk für die­sen Wal­dorf-Unfug auch noch kosten­lo­se Rekla­me gemacht wird, wobei das Publi­kum durch man­gel­haf­te Erklä­rung der Her­kunft sol­cher päd­ago­gi­scher "Erkennt­nis­se" in die Irre geführt wird!

*3.update*


Sie­he hier­zu den Arti­kel → SWR, das "Super­Wal­dorf­Ra­dio"?


→ *update* [11.09.2019]
Es gibt Men­schen, die ent­ge­gen jeder Ver­nunft, natur­wis­sen­schaft­li­chen Grund­er­kennt­nis­sen und unter Ver­nach­läs­si­gung aller bis­he­ri­gen For­schungs­er­geb­nis­se, immer noch glau­ben(!) erklä­ren zu kön­nen wo Atlan­tis liegt:
Nicht auf der Erde, im Meer, irgend­wo auf unse­rem Pla­ne­ten. Son­dern im All, dem HIMMELSMEER. Es ist ein *Mut­ter­schiff* oder eine *Raum­sta­ti­on* der Ali­ens, der "Atlan­tier".
Da sind Sie nun baff, nicht wahr? 

 
[Erst­ver­öf­fet­li­chung: 04. Jul 2018 um 8:02]

 

bookmark_borderA letter received & my answer to it

A let­ter I recent­ly got:


The main vice of capi­ta­lism is the uneven dis­tri­bu­ti­on of prosperity.
The main vice of socia­lism is the even dis­tri­bu­ti­on of misery. 

Win­s­ton Churchill

Isn’t it inte­re­st­ing that vir­tual­ly ever­ything Trump does is in the inte­rest of Ame­ri­cans and the deve­lo­p­ment of a grea­ter, more suc­cessful, more secu­re Ame­ri­ca? But in con­trast, ever­ything the Dems do is to destroy Trump and regain power and con­trol for their own self-aggran­di­ze­ment and the return to the path to serfdom.


My ans­wer:

I guess that's why the world is laug­hing about Trump
and why most world lea­ders - espe­ci­al­ly tho­se who were
good allies of the USA befo­re he took office - are
trea­ting him like a bad man­ne­red child?

Self-aggran­di­ze­ment is all Trump mana­ges to achieve.
A typi­cal case of mir­ro­ring one's weak­ne­s­ses and
bla­ming others for the decay he & the Repu­bli­cans are
respon­si­ble for.

Sor­ry, but a per­son like Trump, unable to admit
a mista­ke and using his lackeys to back up his sharpie
dra­wings on a map, is laug­ha­ble at best.

Do you rea­li­ze that offi­ci­al tra­vel around the world
has to stop at Trump-owned Hotels to fill his pockets?
That his daugh­ter is sent on diplo­ma­tic mis­si­ons instead
of care­er diplo­mats - mis­si­ons she doesn't have any
edu­ca­ti­on for? His son-in-law wan­ted to sell manufacturing
secrets for ato­mic wea­pons to Sau­di Arabia?
The Trump admi­ni­stra­ti­on is pushing for a war against Iran
with fake evi­dence as Bol­ton used for attack­ing Iraq?

To just sta­te it once more:
We ¹ are a coun­try with social secu­ri­ty & health care for all,
tui­ti­on-free col­leges and a social safe­ty-net sup­port­ing people
for lon­ger than two years if nee­ded .... and we still are
thri­ving among the top of the top ten of count­ries in the world.

"Socia­lism"
Socia­lism is what good Chri­sti­ans - other than those
in the United Sta­tes appar­ent­ly - refer to as
hel­pful­ness, cha­ri­ty and care in times of need.
I think it is a good thing that I pay a litt­le more taxes for
a pur­po­se like this instead for the upkeep of 800 (!)
mili­ta­ry bases around the world with all the pol­lu­ting logistics
this needs.

But what do I know .... I didn't inhe­rit bil­li­ons and didn't go bank­rupt seve­ral times. 

¹ Ger­mans

 

 

bookmark_border... eine wissenschaftliche Grundeinstellung ...

Ver­tei­di­gung der Wis­sen­schaft gegen Ver­leug­nung, Betrug und Pseudowissenschaft

Über­set­zung :
".. eine „wis­sen­schaft­li­che Hal­tung“, bei der die Evi­denz {mit beson­de­rem Wahr­heits­an­spruch auf­tre­ten­de voll­stän­di­ge Ein­sicht} im Vor­der­grund steht, und die Bereit­schaft der Wis­sen­schaft­ler, Theo­rien auf der Grund­la­ge neu­er Evi­denz zu ändern. Die Behaup­tung, der Kli­ma­wan­del sei kei­ne fest­ge­leg­te Wis­sen­schaft, die Evo­lu­ti­on sei "nur eine Theo­rie", und Wis­sen­schaft­ler ver­schwör­ten sich, um die Wahr­heit über Impf­stof­fe aus der Öffent­lich­keit zu ver­ban­nen, ist eine Grund­ar­gu­men­ta­ti­on im rhe­to­ri­schen Reper­toire eini­ger Politiker .."

Ori­gi­nal (ange­passt):
Defen­ding Sci­ence from Deni­al, Fraud, and Pseudoscience
» .. a “sci­en­ti­fic atti­tu­de” in an empha­sis on evi­dence and sci­en­tists’ wil­ling­ness to chan­ge theo­ries on the basis of new evi­dence. For exam­p­le, claims that cli­ma­te chan­ge isn’t sett­led sci­ence, that evo­lu­ti­on is “only a theo­ry,” and that sci­en­tists are con­spi­ring to keep the truth about vac­ci­nes from the public are stap­les of some poli­ti­ci­ans’ rhe­to­ri­cal repertoire .. «
[Pro­mo­ti­on for Quel­le]

Was ist stets leich­ter als sich in ein bestimm­tes The­ma einzuarbeiten?
Zu behaup­ten das Thema
- sei irrelevant;
- sei noch nicht end­gül­tig erforscht;
- wer­de noch zwi­schen Wis­sen­schaft­lern diskutiert;
- sei ent­we­der ver­al­tet, über­holt oder noch zu neu um dar­über genug zu wissen;
- sei in die­sem Zusam­men­hang nicht von Bedeutung.

Die Fül­le an Aus­re­den ist groß. Tat­säch­li­ches Wis­sen ist rar. Geschwa­fel statt Wis­sen ist wohl­feil, denn reden ohne etwas aus­zu­sa­gen wird immer belieb­ter unter Poli­ti­kern. Sie stu­die­ren Muster­sät­ze ein, die wenig aus­sa­gen aber über­zeu­gend klingen.

Glau­ben Sie nicht?


Dann suchen Sie mal bei you­tube oder ähn­li­cher Quel­le nach Reden der bekann­te­sten Poli­ti­ker - ich fin­de das beste Bei­spiel ist Frau von der Ley­en. Sie begnügt sich nicht mit lee­ren Phra­sen, sie tischt völ­lig *cool* die drei­ste­sten Lügen mit gewin­nen­dem Lächeln auf.

Das muss man erst 'mal können.
 

 
Und wie war das mit der Wis­sen­schaft von wei­ter oben?
Das war ein "Auf­hän­ger" für das Politiker-bashing.

Aber nun doch noch ganz ernsthaft:
Wis­sen­schaft trifft des­we­gen kei­ne end­gül­ti­gen Aus­sa­gen, weil es an jeder Erkennt­nis im Lau­fe wei­te­rer For­schung etwas zu ver­bes­sern, zu ändern oder ein­zu­schrän­ken gilt. Es ist ein dyna­mi­scher Pro­zess, der immer den jewei­li­gen Wis­sens­stand dar­stellt. Die Metho­den der For­schung ändern sich, die Ergeb­nis­se wer­den immer genau­er, weil die Mes­sun­gen prä­zi­ser und die Maß­stä­be immer klei­ner werden.

"Hypo­the­se" bedeu­tet nicht 'Unsi­cher­heit', son­dern "gesi­cher­tes Wis­sen mit der Mög­lich­keit und Not­wen­dig­keit es in der Zukunft wei­ter zu prä­zi­sie­ren". Das ist es was Wis­sen­schaft­ler antreibt: 

Mehr zu klä­ren, abzu­si­chern, der end­gül­ti­gen Erkennt­nis näher zu kommen.

Wenn Ihnen also näch­stens wie­der jemand zu erklä­ren ver­sucht Wis­sen­schaft­ler wür­den Sie belü­gen oder ihnen etwas vor­ent­hal­ten wis­sen Sie es nun bes­ser und kön­nen den wah­ren Lüg­ner entlarven.


*edit* (16.08.2019)
Eine Pas­sen­de Abhand­lung aus "zeit online" | [Ver­schwö­rungs­theo­rien: Epstein, Epstein, alles muss ver­steckt sein]; Jan Skud­la­rek; 15. August 2019, 20:03 h."

" .. Wer eine Aus­sa­ge in den Raum stellt, muss lie­fern. Argu­men­te. Bele­ge. Bewei­se. So war es jeden­falls frü­her. Heu­te, in der Epo­che des Anti­fak­ti­schen, gel­ten Bele­ge und Bewei­se nicht etwa als abge­wer­tet (schon das wäre schlimm genug), nein, oft sind sie schlicht­weg schnurz­piep­egal. Man braucht sie nicht im Dis­kurs. Der Kon­spi­ra­tio­nist, der sich selbst natür­lich "Wahr­heits­su­cher" nennt oder "kri­ti­scher Geist", befin­det sich in der beque­men Lage, dass allein durch die Unter­stel­lung böser Absich­ten ein Aha- oder auch ein Ja-klar-Effekt bei sei­nen Mit­men­schen ent­steht. Bei sol­chen Mit­men­schen jeden­falls, die auch kri­ti­sche Gei­ster sein möch­ten, aber auf seriö­se (und müh­sa­me) Ver­fah­rens­wei­sen von Wis­sen­schaft, For­schung oder inve­sti­ga­ti­vem Jour­na­lis­mus pfeifen .. "

bookmark_borderTrickserei

Schau­en Sie sich die nach­fol­gen­den Bil­der ein­mal genau an, ich habe die Tüten aus dem glei­chen Regal­fach her­aus genom­men - in der Über­zeu­gung zwei Tüten des glei­chen Pro­duk­tes zu kaufen ....

Letzt­end­lich haben wir die Nacho / Tor­til­la Chips mit selbst­ge­mach­ter Gua­ca­mo­leRezept ver­zehrt, denn sie haben zwar ver­schie­de­nen Namen, sind aber von Rezep­tur und Tex­tur völ­lig iden­tisch. Ledig­lich die Form ist anders - und der Preis! 

Die Nacho Chips koste­ten 1,79€ - die Tor­til­la Chips 1,89€
Weiß der Gei­er Kon­dor war­um es den Preis­un­ter­schied gibt ....

bookmark_borderWer und wie denn nun ....

Der Gedan­ke, wie schlecht es um unser Land bestellt ist, über­fiel mich kürz­lich mit Macht als mir ein Bekann­ter aus dem Aus­land die Fra­ge stellte:
Wel­che Alter­na­ti­ve gibt es denn für Merkel?
Alter­na­ti­ven gäbe es schon, dach­te ich, aber die wären wohl kaum mehrheitsfähig. 

Ich fän­de es sehr viel bes­ser, wenn sich ein­mal etwas wirk­lich Posi­ti­ves zu unse­rer Regie­rung, den Par­tei­en und den Volks­ver­tre­tern schrei­ben lie­ße. Oder wenig­stens zu man­chen Ereig­nis­sen im Lan­de, bei denen sich schließ­lich Ver­nunft und Recht durch­ge­setzt haben. Da hört man in ein­schlä­gi­gen Sen­dun­gen stets nur etwas über will­kür­li­che Ent­schei­dun­gen - gegen den 'gesun­den Men­schen­ver­stand' - durch sub­al­ter­ne Ange­stell­te und Beam­te, die anstatt die Regeln, Ver­ord­nun­gen und Geset­ze im Sin­ne der Betrof­fe­nen aus­zu­le­gen, die engst­mög­li­che Beschrän­kung durch­set­zen. Dazu ein Beispiel: 

In einer online-Dis­kus­si­on ging es neu­lich um die Fra­ge »Darf ein Kin­der­gar­ten 98 Kin­der zwin­gen kein Schwei­ne­fleisch mehr zu essen weil zwei mus­li­mi­sche Kin­der eine Schwei­ne­fleisch-freie Diät haben müs­sen?«

Sofort gin­gen die Emo­tio­nen hoch und das Abend­land ging wie­der ein­mal unter. Für die extre­me Rech­te ein gefun­de­nes Fres­sen, der *Deut­sche* unter der Knu­te der Fremd­herr­schaft! Das ist das Pro­blem, dass in sol­chen Fäl­len beson­ne­ne Poli­ti­ker gebraucht wür­den, die sofort in einer Son­der­sen­dung auf allen Kanä­len (!) die grund­ge­setz­li­che Situa­ti­on in sol­chem Fall erklä­ren, und zwar so, dass es der letz­te Dumm­kopf ver­steht. Sonst wird doch wegen jeder Lap­pa­lie ein *Brenn­punkt* ange­setzt - hier wäre es bestimmt im Sin­ne einer Kon­flikt­mi­ni­mie­rung und Aggres­si­ons­re­du­zie­rung angebracht.

Zuerst gehör­te die Tat­sa­che erklärt, dass man die Reli­gi­ons­frei­heit der einen Grup­pe nicht der von ande­ren Grup­pen über­ord­nen kann. Davon gibt es kei­ne Aus­nah­me, denn Reli­gi­ons­frei­heit gilt auch im Fal­le der 'Frei­heit von Reli­gi­on' oder im Fal­le einer ande­ren als der mus­li­mi­schen Religion!

Das Grund­ge­setz sieht in Art. 4 vor:
" .. (1) Die Frei­heit des Glau­bens, des Gewis­sens und die Frei­heit des reli­giö­sen und welt­an­schau­li­chen Bekennt­nis­ses sind unverletzlich.
(2) Die unge­stör­te Reli­gi­ons­aus­übung wird gewährleistet .. " 

Da nun zwei Stand­punk­te, basie­rend auf §4GG (1+2) vor­lie­gen, muss zwi­schen die­sen ein Kom­pro­miss gefun­den wer­den. Hier ist nicht die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung in Fra­ge gestellt. Das *Vater­land* ist nicht in Gefahr. Nie­mand soll unter frem­de reli­giö­se Geset­ze gestellt werden.
Es geht schlicht und ein­fach dar­um, zwi­schen den Stand­punk­ten eine irgend­wie gear­te­te, mög­lichst Alle zufrie­den stel­len­de Rege­lung zu finden.
Zitat:
' ..Wer kein Schwei­ne­fleisch essen möch­te, der soll es las­sen, aber nicht ande­re zwin­gen, dar­auf zu ver­zich­ten. Alles ande­re ist eine Bevor­mun­dung anders­gläu­bi­ger Men­schen, die in einer frei­heit­li­chen Ord­nung abge­lehnt wer­den muss ..'
/ Zitat

Reli­gi­on darf - trotz des Schut­zes im Grund­ge­setz den sie genießt - nicht den öffent­li­chen Raum bestim­men. Wer an Ostern tan­zen will soll es tun dür­fen, wer im Rama­dan fasten will soll es tun. Aller­dings darf nie­mand gegen sei­nen aus­drück­li­chen Wil­len gezwun­gen wer­den das eben­so zu halten.

Poli­tik soll doch für Men­schen gemacht wer­den. Dafür braucht man Poli­ti­ker, die das auch wol­len. Wäre es nicht bes­ser, wenn es eine Fül­le an sol­chen Kan­di­da­ten gäbe, denen man sol­che Ämter auch wirk­lich anver­trau­en könn­te? Es fal­len mir unter den Nicht-Poli­ti­kern schnel­ler Men­schen ein, denen ich die­se Fähig­kei­ten zuord­ne. Nur sind dar­un­ter weni­ge, die die Nei­gung zei­gen, sich in den Poli­tik­be­trieb zu begeben.
Ins­be­son­de­re stellt sich die Fra­ge, ob in der der­zei­ti­gen gesell­schaft­li­chen Kon­stel­la­ti­on - mit Par­tei­en, die in ihrem Namen schon für eine bestimm­te Reli­gi­on wer­ben - die­se über­haupt in der Lage sind eine neu­tra­le welt­an­schau­li­che Posi­ti­on einzunehmen.
Dar­an sind Zwei­fel durch­aus berech­tigt, wenn man bei­spiels­wei­se den Kreuz-Erlass in Bay­ern sieht.

Im oben erwähn­ten Fall hät­te man ver­ant­wort­li­che Res­sorts ein­schal­ten kön­nen um die Rechts­la­ge zu erläu­tern - eine pri­ma Gele­gen­heit vie­len Men­schen die Nütz­lich­keit und die Gren­zen von gesetz­li­chen Vor­ga­ben nahe zu brin­gen. Die Gewis­sens­fra­ge ist hier eben­so: Wel­che Poli­ti­ker kön­nen das, unter­stellt, dass ihre Par­tei eine bestimm­te reli­giö­se Grund­hal­tung bevorzugt.

Mög­li­cher­wei­se wäre es eine gute Idee erst mal die Rah­men­be­din­gun­gen zu ändern um Poli­tik­jobs attrak­ti­ver zu machen: Quer­ein­stieg von Fach­wis­sen­schaft­lern, Begren­zung der Man­da­te auf zwei Legis­la­tur­pe­ri­oden, Ver­bot von Neben- und Anschluss­be­schäf­ti­gun­gen, und eine attrak­ti­ve Ver­gü­tung mit Über­gangs­re­ge­lun­gen. Sodann sol­che Per­sön­lich­kei­ten, denen man ihre Rol­le glaubt. Die also eine über­grei­fen­de Posi­ti­on dem Klein-Klein der übli­chen Par­tei­äu­ße­run­gen vorziehen.

bookmark_borderVerhältnismäßigkeit

Kürz­lich bekam ich ein E-Mail von einem Bekann­ten aus USA.
In dem stand der fol­gen­de Satz:

Never watch more tele­vi­si­on
than the amount of time you exer­cise. ¹

Das ist bestimmt ein guter Rat, denn wie schon zu Zei­ten von "Trimm Dich!" - die älte­ren Lesen­den wer­den sich noch aus den sieb­zi­ger und acht­zi­ger Jah­ren dar­an erin­nern - war der Rat 

"Täg­lich min­de­stens eine hal­be Stun­de lau­fen, unab­hän­gig vom Lebensalter!"

Nun gibt es Beru­fe, bei denen die­ser Rat eher belu­stigt auf­ge­nom­men wer­den wird, weil, wer in ihnen arbei­tet, täg­lich ein Viel­fa­ches die­ser Zeit 'lau­fend' zubringt .... aller­dings über­wie­gen heu­te im Berufs­le­ben bestimmt die Tätig­kei­ten, deren Aus­übung kaum noch Bewe­gung erfordert.

Alles in Allem fin­de ich es begrü­ßens­wert wenn sol­che Appel­le ver­kün­det werden.
Bei dem einen oder ande­ren Bewe­gungs­muf­fel wird es helfen ....

¹ Sehen Sie nie­mals län­ger fern als Sie trainieren.

bookmark_borderUngezügelter Genuss

" .. es ist eine Krank­heit unse­rer Zeit, dass unge­zü­gel­ter Genuss ein Ersatz für Lebens­sinn sein soll .. "

Die­sen Satz las ich kürz­lich, und es ging dabei um Part­ner­schaft und Sexua­li­tät, um Poly- und Mono­ga­mie. Ein tol­ler, sehr lesens­wer­ter Arti­kel zu die­sem The­ma, das Beste, was ich seit lan­gem dazu gele­sen habe. 

Hier ver­le­ge ich mich auf eine ande­re Vari­an­te des 'unge­zü­gel­ten Genus­ses': Kaufen!
Nicht nur 'unge­zü­gelt', son­dern zugleich 'sofort', also *instant reward*, das ist es, was uns Wer­bung (= Mar­ke­ting) sug­ge­riert, wozu sie uns ver­lei­ten will. Was wir täg­lich viel­hun­dert­fach über Auge und Ohr, und, wenn wir an Bäcke­rei­en vor­bei­ge­hen, auch über den Geruch, ein­ge­trich­tert bekom­men. Was schließ­lich selbst den eiser­nen Vor­satz - sich nicht ver­ein­nah­men zu las­sen - irgend­wann in sich zusam­men­stür­zen lässt.
"Haben, haben - wie die Raben!" Das 'Besit­zen' von mate­ri­el­len Din­gen wird zum Ersatz für tat­säch­li­che Lebens­qua­li­tät, Ersatz für Bin­dung mit Per­so­nen, zum Vor­zei­ge­ele­ment für (ver­meint­li­chen) Lebens­er­folg. Wie schnell ver­pufft jedoch der *Kick* - spä­te­stens wenn das Objekt der Begier­de gekauft ist ver­fliegt sein Wert im Nichts .... und schon wird das Augen­merk auf die näch­ste Sache gelenkt. Kon­sum. Unge­zü­gel­ter Genuss. Ersatz für Sinn in einer auf sinn­lo­se Attri­bu­te aus­ge­rich­te­ten Gesellschaft.

So, wie "Ste­ter Trop­fen" den Stein höhlt, so wer­den wir durch die bestän­di­ge Berie­se­lung 'sturm­reif' geschos­sen, wer­den über­wäl­tigt und grei­fen schließ­lich zu, obwohl wir grund­sätz­lich mit Allem aus­ge­stat­tet sind was wir zum Über­le­ben brau­chen. Min­de­stens wenn wir uns in Euro­pa bewegen.

Was hilft uns aus die­sem Dilem­ma, was hilft Beson­nen­heit zu bewah­ren, was hilft sein Bud­get nicht zu über­schrei­ten - kurz: Nur das zu kon­su­mie­ren was wir tat­säch­lich benö­ti­gen um zu leben?

Ich schrei­be 'mal ein paar Mög­lich­kei­ten auf die ich hilf­reich fin­de - wür­de mich sehr freu­en, wenn noch ein paar Ideen von Lesen­den dazu kommen ....:

  • Ich habe stets maxi­mal 20,-€ an Bar­geld bei mir

    War­um soll­te ich mehr dabei haben? Heut­zu­ta­ge fin­det man an jeder Ecke Geld­au­to­ma­ten wenn es wirk­lich ein­mal drin­gend sein soll­te mehr Bar­geld zu haben.

  • Ich kau­fe bestimm­te Arti­kel nur mit Geld von einem dafür vor­ge­hal­te­nen Konto

    Für bestimm­te Zwecke habe ich zuge­ord­ne­te Kon­ten: Tan­ken und alles was das Auto betrifft von einem Kon­to, Ein­käu­fe für den Haus­halt von einem ande­ren Kon­to, usw. - und wenn kein Geld mehr auf dem Kon­to ist wird nichts mehr gekauft!
    [Wie­der­keh­ren­de Zah­lun­gen, monat­lich, quar­tals­wei­se oder jähr­lich wer­den von einem wei­te­ren Kon­to bezahlt, auf das ein fester monat­li­cher Betrag über­wie­sen wird - so erspart man sich die Über­le­gung von was sol­che Zah­lun­gen jeweils getä­tigt wer­den sollen.]

  • Eine Kre­dit­kar­te benut­ze ich wenn eine ande­re Zah­lungs­me­tho­de weni­ger sicher wäre

    Das kommt bei sol­chen Käu­fen vor, die im Aus­land getä­tigt wer­den. Da will ich nicht, dass mei­ne Kon­to­da­ten von Giro­kon­ten über Län­der­gren­zen gehen (Aus­nah­me ist da nur Über­wei­sung an mir per­sön­lich bekann­te Menschen)

  • Ich kau­fe nicht von *Grab­bel­ti­schen* auf die Ware unsor­tiert geschüt­tet wird

    Es ist eine beson­ders abscheu­li­che Zumu­tung den Kun­den in Waren­ber­gen wüh­len zu las­sen anstatt die Ware über­sicht­lich sor­tiert anzu­bie­ten. Jede 'Ord­nung' erfor­dert Per­so­nal, daher gilt im Umkehr­schluss: wer nicht sor­tie­ren läßt will nur den Pro­fit erhö­hen, zu Lasten der Kunden.

  • Ich kau­fe kei­ne *Son­der­an­ge­bo­te*

    Son­der­an­ge­bo­te sind meist Arti­kel 'die weg müs­sen', also Platz schaf­fen sol­len für neue Ware oder sie sind min­der­wer­tig pro­du­ziert, was den nied­ri­gen Preis recht­fer­tigt, sehen aber - bei­spiels­wei­se durch die Ver­packung - wert­voll aus.

  • Wenn ich etwas kau­fen will über­le­ge ich was ich dafür ent­sor­gen will* 

    Die mei­sten Men­schen kla­gen über zu viel Klin­ker­kram der bei ihnen her­um­steht. Dabei ist doch ganz ein­fach das zu ver­hin­dern indem man nicht immer­zu etwas kauft, was das Pro­blem verschlimmert.

* Beispiel:
Zwar ist es eine schö­ne neue Tas­se mit einem tol­len Spruch
- aber wel­che der zwan­zig(?) ande­ren Kaf­fe­pöt­te wer­fe ich dafür weg?

bookmark_borderEnergiewende ..!?


Beim Stö­bern stieß ich auf fol­gen­den Arti­kel in "SPEKTRUM"
Kaf­fee: Dann halt gese­gelt von Chri­sti­an Eich­ler [Mis­si­on Energiewende].

Kurz gesagt geht es um Kaf­fee, der von Coope­ra­ti­ven pro­du­ziert wird und dann per Segel­schiff aus Nica­ra­gua nach Ham­burg ver­schifft wer­den soll - 'ver­schifft wird' könn­te man sagen, denn das Schiff ist seit März unter­wegs und wird im Juli erwartet.

Der so pro­du­zier­te und gehan­del­te Kaf­fee wird ca. 30€ pro Kilo kosten, das ist das Dop­pel­te bis Drei­fa­che des­sen, was anson­sten für unge­mah­le­nen Kaf­fee ver­langt wird.
Das fin­de ich - wenn man den Gedan­ken der Kli­ma­neu­tra­li­tät und der fai­ren Bezah­lung der Kaf­fee­bau­ern zugrun­de legt - nicht unbe­dingt zu teu­er. Aller­dings wird es für vie­le Men­schen, beson­ders Gering­ver­die­ner, uner­schwing­lich sein.

Wenn es vor­ran­gig um die CO2-Bilanz geht ist das OK, irgend­wo muss ja schließ­lich ange­fan­gen wer­den. Da fällt mir aber so man­cher übler Ver­schmut­zer ein, der nutz­los die Umwelt ver­saut und den man viel­leicht bes­ser dazu zwin­gen soll­te sich ein­zu­schrän­ken: Das Mili­tär!

Nutz­los, sinn­los, gefähr­lich - und was da an Dreck pro­du­ziert wird stellt alle von Haus­hal­ten ver­ur­sach­ten Emis­sio­nen in den Schatten.

bookmark_borderAlles mobil ..?! ①

Neu­lich im Super­markt mei­nes Vertrauens:

Vor mir am Band, ihre Ware auf­le­gend, eine Anfang-bis-Mitt-Vier­zi­ge­rin, ele­gan­tes out­fit, eige­ne (oder gut gemach­te) Fin­ger­nä­gel in dezen­ter Län­ge, ein Hauch von *Esprits* 'Hap­py Vibes' ....

Mein Ein­kauf liegt auf dem Band, ich kann nun schau­en, was sich vor mit tut.
Und das war so:

Die Dame ist fer­tig mit ein­räu­men in den Wagen, zückt ein Mobil­te­le­fon und spricht zur Kassiererin
"Kön­nen Sie die payback vom Tele­fon lesen?"

Kas­sie­re­rin
"Ja, kön­nen wir"

Als das erle­digt ist sagt die fei­ne Dame
"Wel­che Bezahl-App kann ich benutzen?"

Die Kas­sie­re­rin zählt drei Mög­lich­kei­ten auf - die ich noch nie gehört hat­te und des­we­gen hier nicht wie­der­ge­ben kann - sorry. 

Die Ent­schei­dung fällt auf eine davon, das Tele­fon wird an den Scan­ner gehal­ten es flö­tet, fiepst und piepst .... fast so wie "Frue*er"™ beim Aku­stik­kopp­ler und Modem.

Die Kas­sie­re­rin sagt
"Alles klar, hat geklappt!" und ist sicht­lich erleichtert.

Die Han­dy­frau wünscht noch Bargeld.
"Geht auch", ant­wor­tet die Kas­sie­re­rin, "wel­cher Betrag?"

"Vier­hun­dert" und das Mobil­te­le­fon wan­dert wie­der in Rich­tung Scan­ner, es flö­tet, fiepst und piepst, usw.

Die Kas­se geht auf, das Geld wan­dert zur fei­nen Dame und die rauscht mit ihren Ein­käu­fen und Bar­geld gen Aus­gang davon.

Die Kas­sie­re­rin meint in mei­ne Richtung
"Haben Sie eine payback Karte?"
Ich nicke und nest­le die Kar­te aus mei­nem Porte­mon­naie, immer noch stau­nend über die soeben abge­lau­fe­ne Zaubervorstellung.

Als ich bezah­le fra­ge ich
"Erle­ben Sie sowas wie gera­de eben bei der Dame vor mir öfter?"

Die Kas­sie­re­rin lacht "Nein nicht oft, aber immer öfter!"
Der Spruch kam mir irgend­wie bekannt vor .... grübel ....