Sortiert nach

×

bookmark_borderVon da an ging's bergab .... Ⓑ

Die lang­fri­sti­ge Betrach­tung zeigt sehr deut­lich wohin der *Trend* {fei­ne hell­grü­ne Lini­en} für die "Alt­par­tei­en" geht: Abwärts!

Die­se Ent­wick­lung ist nicht erst seit der letz­ten Wahl so, sie hat sich schon seit Jah­ren, etwa seit Ende der Umwäl­zun­gen nach den '68er Pro­te­sten in den frü­hen '70er Jah­ren, immer mehr ver­stärkt - und sie zeigt, dass die Par­tei­en die regie­ren nicht mehr die Poli­tik machen, die eine Mehr­heit der Wäh­len­den haben wollen. 

Zwi­schen den Inter­es­sen, die die Par­tei­en vor­ge­ben zu ver­fol­gen, und dem, was sie tat­säch­lich an Geset­zes­ar­beit durch­brin­gen, besteht ein gro­ßer Abstand. Die Rhe­to­rik der Par­tei­po­li­ti­ker ist nicht mehr in der Lage dies zu über­tün­chen. Sie klam­mern sich krampf­haft an die Macht, mit den allen Anzei­chen eines Untergangskampfes:

- Unter­drückung der Opposition,
- restrik­ti­ve Informationspolitik,
- Ver­such der Wie­der­her­stel­lung der Meinungshoheit,
- Kri­mi­na­li­sie­rung durch Gesetzesverschärfungen. 

[Daten via Bun­des­tag, Gra­fik erstellt mit *GIMP*]

Sie­he hier­zu auch → die­sen Artikel

bookmark_borderGenerationen

Eine Fol­ge von Fei­er­ta­gen nut­zen Men­schen sehr ver­schie­den. Ich nut­ze sie wie ande­re Tage an denen die Betrieb­sam­keit drau­ßen abebbt: Mit stö­bern im Inter­net, lesen und - schla­fen. An vie­len Tagen schla­fe ich sonst nur vier bis höch­stens fünf Stun­den am Stück, da ist es ganz prak­tisch zu sol­chen Gele­gen­hei­ten eine Extra­schicht 'Schlaf' einzulegen.

Als ich heu­te aus dem Mit­tags­schlaf auf­wach­te muss­te ich an Gene­ra­tio­nen den­ken - wahr­schein­lich wirk­te da immer noch nach, dass ich vor dem Ein­schla­fen an die kürz­lich durch­ge­se­he­nen Bil­der von mei­nen Enkeln gedacht hat­te und im Zuge des­sen über Gene­ra­tio­nen sinnierte ....

Bei uns Men­schen sind die Gene­ra­tio­nen ver­gleichs­wei­se lang, und zwar in Abhän­gig­keit von unse­rer Natio­na­li­tät. Eine Gene­ra­ti­on wird defi­niert von dem Zeit­punkt, an dem Kin­der gebo­ren wer­den, bis zu dem Zeit­punkt, an dem die­se Kin­der dann selbst Kin­der bekom­men. Genau­er defi­niert rech­net man so:
Der Alters­durch­schnitt aller Kin­der einer Mut­ter oder eines Vaters zu deren Alter in Jah­ren - man erkennt, dass das zwei ver­schie­de­ne Wer­te annimmt, wenn die Eltern nicht gleich alt sind. In der Tat erge­ben sich so bis zu sie­ben Mut­ter­ge­ne­ra­tio­nen auf sechs Vatergenerationen.

Ein beson­de­rer Aspekt ist dabei der Ver­lauf die­ser Zah­len in den Jahr­hun­der­ten seit man es auf­ge­zeich­net hat bzw. aus den vor­han­de­ne Urkun­den berech­nen konn­te. Der Ver­gleich ist dadurch nicht ganz kor­rekt - weil in Zei­ten vor den Errun­gen­schaf­ten die wir heu­te 'moder­ne Medi­zin' nen­nen, durch die Sterb­lich­keit die wah­re Gene­ra­ti­ons­ra­te ver­än­dert wur­de, bzw. mit den heu­ti­gen Ver­hält­nis­sen nur bedingt ver­gleich­bar ist.

WIKIPEDIA bezif­fert den Gene­ra­tio­nen­ab­stand für 1800 auf 30 Jah­re, für 1875 auf 34,5 Jah­re, und für das frü­he 20. Jahr­hun­dert auf 25 Jah­re. Dar­aus ergibt sich, wie vie­le Gene­ra­tio­nen im Mit­tel in einer Fami­lie vor­han­den sein kön­nen: Fünf (Urgroß­mutter = 100; Groß­mutter = 75; Mut­ter = 50; Toch­ter = 25; Kind 'Säug­ling'.) Tat­säch­lich gibt es - natür­lich wie­der bei WIKIPEDIA - ein Bei­spiel in dem es in einer Fami­lie sie­ben Gene­ra­tio­nen waren.

Von die­ser Betrach­tung abge­se­hen gibt es noch eine mehr natur­wis­sen­schaft­li­che Sicht auf die Gene­ra­tio­nen. Wenn näm­lich in einer Art die Gene­ra­tio­nen schnell hin­ter­ein­an­der fol­gen, dann wer­den Ver­än­de­run­gen in der Erb­infor­ma­ti­on (Muta­tio­nen) schnel­ler sicht­bar und bestim­mend für den wei­te­ren Bestand die­ser Spe­zi­es. Das kann sich posi­tiv oder nega­tiv aus­prä­gen, je nach­dem wie die Ver­än­de­rung aus­ge­stal­tet ist. Der Erfolg oder Miß­er­folg prägt dann das wei­te­re Schick­sal die­ser Art: Über­wie­gen die posi­ti­ven Merk­ma­le, so wird die­se Spe­zi­es Bestand haben, wenn nicht stirbt sie aus. Sol­che Pro­zes­se sind unter­schied­lich lang, als Faust­re­gel kann man sagen "Schnel­le Gene­ra­ti­ons­fol­ge lässt gene­ti­sche Ver­än­de­run­gen schnel­ler sicht­bar wer­den und bestimmt damit das Schick­sal einer Spezies".

Für den Men­schen ist noch eine Fra­ge ungeklärt:
Wie vie­le Men­schen ver­trägt der Planet?


Eine nähe­rungs­wei­se Dar­stel­lung der Gene­ra­tio­nen erhält man nur indi­rekt über die jewei­li­ge Abhän­gig­keits­zahl ¹ eines Lan­des, wobei Abhän­gig­keit von jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen, von älte­ren Gene­ra­tio­nen, oder bei­dem vor­han­den sein kön­nen (sie­he Legende).

Nach den Schät­zun­gen der Fach­wis­sen­schaft­ler sind wir schon an dem Punkt der Über­be­völ­ke­rung ange­kom­men, min­de­stens ist die Ver­tei­lung der Lebens­grund­la­gen nicht so, dass alle gebo­re­nen Men­schen auch ernährt wer­den kön­nen. Selbst wenn das gege­ben wäre, bleibt noch die Fra­ge wie vie­le Kin­der sinn­vol­ler Wei­se gebo­ren wer­den soll­ten - die­se Zahl ist, wie man heu­te weiß, an die Auf­klä­rung und den Wohl­stand der Eltern­ge­nera­ti­on gebunden: 

Arme und wenig gebil­de­te Men­schen haben mehr Kin­der als bei einer Gesamt­be­trach­tung der Erd­be­völ­ke­rung sinn­voll erscheint.


¹ ".. The world popu­la­ti­on will reach 9.9 bil­li­on by 2050, up 2.3 bil­li­on or 29 per­cent from an esti­ma­ted 7.6 bil­li­on peo­p­le now, accor­ding to pro­jec­tions by Popu­la­ti­on Refe­rence Bureau (PRB) inclu­ded in the 2018 World Popu­la­ti­on Data Sheet .."
[Quel­le: http://www.worldpopdata.org/]

 

Da man nie­man­dem vor­schrei­ben kann wie die gezeug­te Kin­der­zahl sein soll hilft hier nur der Auf­klä­rungs- und Erzie­hungs­ein­satz um das Wis­sen zu erwei­tern und so die Kin­der­zahl zu reduzieren.

¹ ".. What Is a Depen­den­cy Ratio?
A depen­den­cy ratio is the num­ber of peo­p­le in a depen­dent age group (tho­se under age 15 or ages 65 and older) divi­ded by the num­ber in the working-age group (ages 15 to 64), mul­ti­pli­ed by 100. For instance, a child depen­den­cy ratio of 45 means the­re are 45 child­ren for every 100 working-age individuals .."

bookmark_borderEs wirkt! Tatsächlich?

Was ich gele­sen habe:
".. Kri­tik an der Homöo­pa­thie ist auch nicht neu .. Ich hab sie lan­ge selbst ver­tre­ten - bis ich wider Wil­len und "bes­se­res Wis­sen", auf einer Hüt­ten­tour weit ab von jeder ande­ren Ver­sor­gung davon pro­fi­tier­te und sich die­se Erfol­ge wie­der­hol­ten. Und dem Spruch: "Wenn es hel­fen wür­de, wäre es längst Medi­zin" möch­te ich gern mit einem viel öfter ver­wen­de­ten alten Medi­zi­nier­spruch begeg­nen: "Wer heilt hat recht". Das gelingt oft auch den Alter­na­tiv­me­di­zi­nern ¹, von denen nicht weni­ge sich alter Haus­mit­tel bedie­nen. Man­ches läuft halt anders ab, als wir zu den­ken gewohnt sind. Auf das gewohn­te Den­ken hin kon­zi­pie­ren wir unse­re For­schung ² und es wun­dert mich nicht, dass wir mit dem einen Denk­sy­stem nicht alles erklä­ren und Phä­no­me­ne, die da nicht andocken, gar nicht erfas­sen kön­nen .. Wenn Glo­bu­li Pla­ce­bo sind, dann lasst die Leu­te es neh­men. Sie haben kei­ne Neben­wir­kun­gen und wir­ken oft erstaun­lich gut im Ver­gleich zur Che­mie­keu­le ³ .."

Es kommt immer wie­der zu Miss­ver­ständ­nis­sen WAS als "Beweis" der Wirk­sam­keit gel­ten soll/kann. Eine Ein­zel­be­ob­ach­tung zur 'Hei­lung' ist kein sol­cher Beweis, weil kein Zusam­men­hang zwi­schen dem Ver­lauf und der Ein­nah­me einer Sub­stanz bestehen muss - man also kei­ne unzwei­fel­haf­te Wir­kung anneh­men kann.

Anders gesagt:
WAS wur­de geheilt,
WIE wur­de geheilt,
mit wel­chem MECHANISMUS wur­de geheilt?

Solan­ge auf die­se Fra­gen kei­ne Ant­wort gege­ben wer­den kann ist die­se 'Hei­lung' ein rei­ner Zufall der NICHTS beweist.

Vie­le Krank­hei­ten haben etwa fol­gen­den Verlauf:
Erst bau­en sich Sym­pto­me auf, die sich nach und nach ver­schlim­mern. Dann wird die Stö­rung hef­ti­ger, und schließ­lich ebben die Sym­pto­me wie­der ab. Das pas­siert ganz ohne irgend­wel­che Medi­ka­men­te. Das Immun­sy­stem des Men­schen braucht eine bestimm­te Zeit um auf die Krank­heit zu reagie­ren, und erst wenn es dage­gen erfolg­reich gear­bei­tet hat neh­men die Sym­pto­me ab.

Nimmt ein Pati­ent also **irgend­et­was** ein (es kommt nicht dar­auf an WAS es ist!) wenn es gera­de am Schlimm­sten ist, dann hat das Immun­sy­stem schon den Kampf auf­ge­nom­men und es wird von selbst besser. 

Aller­dings wer­den die mei­sten Men­schen die­se Bes­se­rung nun dem ein­ge­nom­me­nen Medi­ka­ment zuord­nen .... und dann behaup­ten es hät­te ihnen gehol­fen. Weil sie nicht den Mecha­nis­mus ken­nen, der ('im Hin­ter­grund') abläuft. Wie auch, denn sol­che Kennt­nis­se lernt man nicht in der Schule.


Es wird ein Zusam­men­hang zwi­schen Ein­nah­me und Bes­se­rung des Zustan­des her­ge­stellt, der aber nichts mit­ein­an­der zu tun hat - eine fal­sche Zuord­nung. Hier wird "Kau­sa­li­tät" [cau­sa, Ursa­che] ange­nom­men, wo es sich in Wahr­heit um "Koin­zi­denz" [con, gemein­sam, und inci­de­re, vor­fal­len; "gemein­sam vor­fal­len", bes­ser: zufäl­li­ges Zusam­men­tref­fen] han­delt.
 

Um einen BEWEIS zu erbrin­gen, dass etwas wirk­sam bei einer bestimm­ten Krank­heit ist, muss eine Stu­die geplant und durch­ge­führt wer­den, die die indi­vi­du­el­le Wahr­neh­mung aus­schließt und sicher stellt, dass ein objek­ti­ves Urteil mög­lich ist. Dazu dür­fen weder der behan­deln­de The­ra­peut noch der Pati­ent wis­sen ob das, was ein­ge­nom­men wird, das Medi­ka­ment oder eine Leer­me­di­ka­ti­on ohne Wirk­stoff (Pla­ce­bo) ist.

Außer­dem müs­sen wegen der sta­ti­sti­schen Aus­wer­tung eine Min­dest­zahl an Pati­en­ten in jeder Grup­pe betei­ligt sein - bis zum Ende der Stu­die - und zwar etwa 120 Per­so­nen. Was mit klei­ne­ren Pati­en­ten­zah­len durch­ge­führt wird ist wis­sen­schaft­lich nicht ernst zu neh­men, weil der sta­ti­sti­sche Feh­ler grö­ßer sein kann als das errech­ne­te Ergeb­nis der Wirksamkeit.

Es ist aus meh­re­ren Grün­den NICHT sinn­voll, sich des Pla­ce­bo-Effek­tes der so genann­ten "Natur­heil­mit­tel" zu bedie­nen, hier nur eine kur­ze Aus­wahl von dem, was dage­gen spricht:

1. die Kosten müs­sen von der All­ge­mein­heit der Ver­si­cher­ten getra­gen wer­den und einen Nut­zen haben nur die Hersteller;
2. Durch Wech­sel­wir­kung mit Nah­rungs­be­stand­tei­len kann es zu Gesund­heits­stö­run­gen kommen;
3. Man­che der Sub­stan­zen haben all­er­gi­sches Poten­zi­al, es kann zu schwer­wie­gen­den Zwi­schen­fäl­len bis zum all­er­gi­schen Schock kommen;
4. Es wer­den Mecha­nis­men 'ein­ge­übt', näm­lich, dass man bei Befind­lich­keits­stö­run­gen etwas 'ein­nimmt' um die Balan­ce her­zu­stel­len - es droht Abhängigkeit.

Das Wort "Che­mie­keu­le" ³ ist von ein­schlä­gig inter­es­sier­ten Krei­sen erfun­den wor­den um etwas zu bezeich­nen (zu dis­kre­di­tie­ren!) was es nicht gibt:

Was in der Natur von Pflan­zen pro­du­ziert wird, was in unse­rem Kör­per als Ver­dau­ung abläuft - ALLES ist Che­mie! Ob eine Sub­stanz künst­lich, in der Retor­te, oder bei­spiels­wei­se durch Bak­te­ri­en oder Pil­ze her­ge­stellt wird, ist völ­lig egal - das Mole­kül, die Sub­stanz, ist (von Struk­tur und Wir­kung) identisch.


Alle Stof­fe auf die­sem Pla­ne­ten sind che­mi­sche Ver­bin­dun­gen, auch sol­che, die als Pla­ce­bo bezeich­net werden.
[Dem­nach ist ein homöo­pa­thi­sches Pla­ce­bo eben­falls eine "Che­mie­keu­le"]
 

¹ Es gibt kei­ne "Alte­na­tiv­me­di­zi­ner", so wie es auch kei­ne "Alter­na­tiv­me­di­zin" gibt. Ent­we­der etwas ist "Medi­zin" oder es ist ledig­lich "Quack­sal­be­rei", wie Kaf­fee­satz­le­sen oder Horoskope.

² Das "gewohn­te Den­ken" nennt man wis­sen­schaft­lich-repro­du­zier­ba­re Metho­de und ent­ge­gen der Lai­en­auf­fas­sung gibt es dazu kei­ne Alter­na­ti­ve. Mei­nung, vor allem wenn sie gegen wis­sen­schaft­li­che Kri­te­ri­en steht oder Wis­sen­schaft negiert wird dadurch nicht *wahr* oder *rich­tig*. Auch nicht, wenn vie­le Men­schen die glei­che Mei­nung ver­tre­ten. Wahr­heit im wis­sen­schaft­li­chen Sinn wird nicht dadurch unwahr­schein­lich oder wider­legt, dass man etwas Ande­res für bes­ser hält, weil es einem so gefällt.

bookmark_borderForderungen: Zum Zusammenspiel zwischen Staat und (organisierter) Religion

.... und den Fol­gen für das sozia­le Gefü­ge, in dem sich dadurch ande­re Inter­es­sen­grup­pen ermu­tigt füh­len ähn­li­che Son­der­lei­stun­gen für sich zu fordern.

Unser Staats­we­sen ist weit ent­fernt davon *Sozia­le Markt­wirt­schaft* oder gar *Sozia­lis­mus* zu sein. Es herrscht ein als *demo­kra­tisch* gela­bel­ter Popu­lis­mus vor, der - vor­der­grün­dig nur 'ver­meint­lich', in Wahr­heit 'total sicher' - die jahr­zehn­te­lan­ge Poli­tik so aus­ge­stal­tet hat: 

Ver­steckt von vie­len Armen neh­men und es den Rei­chen geben - und blu­mig das Gegen­teil behaup­ten, in der Gewiss­heit, dass es nicht Vie­le gibt, die den Umver­tei­lern auf die Schli­che kommen.

Ist es gerecht­fer­tigt, das so zu for­mu­lie­ren und wenn "Ja", ist es dann eine Ver­pflich­tung dazu auf­zu­ru­fen, etwas am poli­ti­schen System, an der Aus­ge­stal­tung des Staats­we­sens, an der Art und Wei­se wie der Staat funk­tio­niert zu ändern, um die­sem Zustand zu beenden?

Wenn wir Gegen­po­si­tio­nen nen­nen - wozu rufen wir auf?
Die Macht der Geschol­te­nen zu brechen?
Die Macht der Geschol­te­nen zu übernehmen?
Die Macht Eini­ger über Ande­re end­gül­tig auszuschalten?

Reli­gi­on ist hier nur ein Bei­spiel für For­de­run­gen und deren Erfül­lung durch den Staat:
Wozu führt *per­sön­li­cher Glau­be* für die Gläubigen?
Sie dür­fen - neben den ver­spro­che­nen Beloh­nun­gen wie 'ewi­ges Leben' und 'Para­dies' - für ihren Glau­ben Son­der­kon­di­tio­nen erwar­ten, sie wer­den in vie­len Berei­chen auch heu­te noch bevor­zugt, hofiert, her­aus­ge­ho­ben. Das alles ohne jede per­sön­li­che LEISTUNG, ledig­lich auf Grund einer Gruppenzugehörigkeit.

Sie tra­gen die Sor­ge um Gebrech­li­che, Arme, Alte, ganz Jun­ge als *Schild* gegen die Regeln vor sich her, die für die All­ge­mein­heit ganz selbst­ver­ständ­lich GÜLTIG sind.

Es freut mich wenn eine Über­zeu­gung FÜR jeman­den wirkt und er damit glück­lich ist. Es freut mich nicht, wenn die­se Per­son aus die­ser Über­zeu­gung beson­de­re Rech­te oder Pri­vi­le­gi­en herleitet.
Schon des­we­gen nicht, weil der Glau­be an eine all­mäch­ti­ge Kraft, die über uns bestimmt und wacht, eine mir unver­ständ­li­che Gut­gläu­big­keit, eine kind­li­che Naї­vi­tät und einen Beweis für man­gel­haf­te natur­wis­sen­schaft­li­che Bil­dung darstellt.

Das ins­ge­samt ist frei­lich für die jetzt Herr­schen­den eine gute Sache, denn wer nicht mit zwei Füßen auf der Erde steht und an höhe­re Wesen glaubt wird auch die "welt­li­che Obrig­keit" nicht in Fra­ge stellen.

[Revi­dier­te Fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung 16.03.2019 um 12:00h]


 

bookmark_borderSammelsurium XXV
*update*


 

Biologen irren (auch mal)

[Deutsch­land]
MERKE: Nicht alles was bio­lo­gisch klingt oder Bio­lo­gen sagen ist Bio­lo­gie. Oder auto­ma­tisch wahr.   

____________________________________________________________

°°°
[hpd.de; Huma­ni­sti­scher Pressedienst]

____________________________________________________________

 

Die­ses Bei­spiel zeigt sehr ein­deu­tig, wie einer, der von Bio­lo­gie nichts ver­steht (unte­rer Kom­men­tar), sich erklärt, dass der Bio­lo­ge kei­ne Ant­wort auf sei­nen Kom­men­tar bekommt.

Rich­tig ist die Schluss­fol­ge­rung schon des­we­gen nicht, weil die Äuße­run­gen des Bio­lo­gen schlicht­weg falsch, *unbio­lo­gisch* sind:
1. Die gene­ti­sche Ver­än­de­rung an allen Lebe­we­sen ist rein zufäl­lig - wäh­rend die Ver­än­de­run­gen durch Zucht oder Gen­ma­ni­pu­la­ti­on gezielt mit einem Zweck ver­bun­den sind.
2. Spon­ta­ne Ände­run­gen oder Zucht sind lang­sa­me Pro­zes­se und da sie ohne mensch­li­ches Zutun ablau­fen ster­ben ungün­sti­ge Kom­bi­na­tio­nen oder Eigen­schaf­ten aus - anders als bei der Gen­tech­nik, wo sie erhal­ten wer­den wenn sie dem Mani­pu­la­ti­ons­zweck dienen.
3. Ein Bei­spiel - ein beson­ders posi­ti­ves Bei­spiel! - für die Gen­tech­nik (hier die Her­stel­lung von Lab für die Käse­her­stel­lung) bedeu­tet schon lan­ge nicht, dass alle Mani­pu­la­tio­nen glei­cher­ma­ßen sinn­voll und unge­fähr­lich sind.
Viel­leicht wäre es sogar bes­ser auf die­se künst­li­che Pro­duk­ti­on von Lab zu ver­zich­ten wenn man unter­stellt, dass Käse aus der Milch von Hoch­lei­stungs­kü­hen gemacht wird - und das ver­ur­sacht Umwelt­schä­den - da wäre es doch klü­ger weni­ger Lab zu haben, weni­ger Käse zu pro­du­zie­ren (nur aus tie­ri­schem Lab, wenig­stens so lan­ge Käl­ber noch geschlach­tet wer­den) und so die Umwelt zu schonen. 

Es ist zwar kor­rekt, dass bei der Mani­pu­la­ti­on gezielt vor­ge­gan­gen wird, doch es ist dadurch nicht der Beweis erbracht, das sei 'unge­fähr­lich'! Ganz im Gegen­teil: Die Fol­gen von sol­chen Mani­pu­la­tio­nen - soll­ten die­se Orga­nis­men irgend­wie in die Umwelt 'ent­wi­schen' - sind völ­lig unklar. Sie kön­nen Alles sein: Von Fran­ken­steins Mon­ster bis rosa­ro­tem Ein­horn, bild­lich gespro­chen. Nie­mand kann das voraussagen.

Ignoranz

[U.S.A.]
Die Ver­kör­pe­rung die­ser Asimov'schen Aus­sa­ge ist der der­zei­ti­ge Prä­si­dent. Und vie­le der von ihm aus­ge­wähl­ten Amts­trä­ger. Und bestimmt von fast allen sei­ner Wäh­ler.   

____________________________________________________________

°°°

____________________________________________________________

 
Über­set­zung:

In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten herrscht eine Kul­tur der Unwis­sen­heit, und das war schon immer so. Die Bela­stung durch Anti­in­tel­lek­tua­lis­mus schlän­gelt sich wie ein roter Faden durch unser poli­ti­sches und kul­tu­rel­les Leben, getra­gen von der fal­schen Vor­stel­lung, dass Demo­kra­tie bedeu­tet, dass "mei­ne Igno­ranz eben­so gut ist wie dein Wis­sen".[Isaac Asi­mov]

Islam - Scharia

[Deutsch­land]
Wie pas­sen die bei­den Titel, d.h. die dahin­ter ste­hen­den Arti­kel zusam­men? Es wird hier deut­lich, war­um es so schwer ist sich dem The­ma "ISLAM" zu nähern, denn egal aus wel­chem Blick­win­kel man es betrach­tet: Selbst wenn man welt­an­schau­lich neu­tral her­an­geht stößt man auf die Unver­ein­bar­keit - reli­giö­se Geset­ze nicht mehrüber welt­li­che zu stel­len ist ein wesent­li­ches Merk­mal der *Auf­klä­rung* gewe­sen und unver­zicht­bar für unse­re heu­ti­ge Sicht der Welt.
Es sei denn, man gehört den 'reli­giö­sen Arbeits­krei­sen' der Par­tei­en an .....  

____________________________________________________________

°°°
[hpd.de; Huma­ni­sti­scher Pressedienst]

____________________________________________________________

 

Schlechte Mundgesundheit und unregelmäßige Zahnarztbesuche

[U.S.A. / Deutschland]
Zuviel Hygie­ne ist manch­mal schlim­mer als zu wenig! Das ist wenig­stens der Befund einer Stu­die, die in www.journalmed.de bespro­chen wur­de und aus den USA stammt..  

____________________________________________________________

°°°
°°°
[EU-Stu­die: Schlech­te Mund­ge­sund­heit und unre­gel­mä­ßi­ge Zahn­arzt­be­su­che stei­gern Krebs­ri­si­ko]

____________________________________________________________

 

Seit Jah­ren behaup­te ich, dass es nicht gut sein kann mit che­mi­schen Keu­len gegen die unse­ren Kör­per besie­deln­den Kei­me (Bak­te­ri­en, Viren, Pil­ze) vor­zu­ge­hen. Das gilt für die Haut und Kör­per­höh­len (die bio­lo­gisch betrach­tet über­wie­gend, mit Aus­nah­me des Ver­dau­ungs­trak­tes, Haut­ein­stül­pun­gen sind).
Wie jetzt im Rah­men einer Stu­die zur den Risi­ken von Krebs der obe­ren Luft- und Spei­se­we­ge her­aus­ge­fun­den wur­de, för­dern auch die anti­sep­ti­schen Mund­spü­lun­gen das Krebsrisko.
Die Stu­die stammt aus USA. Dort emp­feh­len die Her­stel­ler die­ser Mund­spü­lun­gen die mehr­mals täg­li­che Benut­zung ihres Pro­duk­tes (!), min­de­stens aber nach jeder Nah­rungs­auf­nah­me. Klar, Zäh­ne put­zen ist unbe­que­mer und dau­ert etwas län­ger - aber offen­sicht­lich ist es risi­ko­lo­ser als Mund­spü­lun­gen. Bequem­lich­keit hat also, wie stets, ihren Preis.

Siebenköpfige Hydra ...?

[Deutsch­land]
Für vie­le Jah­re war die Frau buden­zau­be­rin stets an vor­der­ster Front wenn es dar­um ging schwer­ste Stra­fen gegen alle mög­li­chen Mis­se­tä­ter zu ver­hän­gen, bei­spiels­wei­se die Todes­stra­fe für Kinderschänder.

Ich dach­te schon sie blie­be nun weg und ver­schon­te die Welt von ihren teils irren abwe­gi­gen Ideen und Sicht­wei­sen - aber neiii­in! - sie ist wie­der da. Mer­cy, bewahre, .... 

____________________________________________________________

°°°
[wvs]

____________________________________________________________

 

Alle* außer der Frau buden­zau­be­rin sind dumm, doof oder unterbelichtet:
Leh­re­rin­nen, Kin­der­gärt­ne­rin­nen, ande­re Müt­ter, Ver­käu­fe­rin­nen ... Män­ner sowie­so, etc. - wann immer die­se Frau irgend­wie in 'ihren Krei­sen' gestört wird ist das Anlass (ver­bal) zuzu­schla­gen, mit dem Ziel der völ­li­gen Unter­wer­fung und Zer­stö­rung des Objek­tes ihres Has­ses und Unmutes. 

Da kennt sie nichts, die Frau budenzauberin!

_____________________________________________ 

* ihre Kum­pel­in­nen und unter­wür­fi­ge Män­ner ausgenommen.

* u p d a t e *

Arabische Ziffern

[U.S.A.]
Eine Umfra­ge die US-Ame­ri­ka­ner wäh­rend eini­ger Tage beant­wor­ten konn­ten stel­le ich hier noch als Bild vor - mit der Anmer­kung, dass das Ergeb­nis bei uns mög­li­cher­wei­se nicht viel bes­ser aus­se­hen wür­de..  

____________________________________________________________

°°°
[http://www.dailycartoonist.com/; Car­toon Pres­se­dienst für Cartoonisten]

____________________________________________________________

 

Über­set­zung des Bildtextes:

Soll­ten Schu­len in Ame­ri­ka Ara­bi­sche Zif­fern als Teil des Cur­ri­cu­lums unterrichten?

[Alle Ant­wor­ten in mei­nem Post­fach | Gewich­tet gemäß US Cen­sus Richt­li­ni­en nach Geschlecht und Alter, 18 Jah­re und älter. | Feh­ler ± 3% | 3.624 Ant­wor­ten im Zeit­raum zwi­schen 07. und 11. Mai 2019 | gene­riert mit 'Civic Sci­ence'© am 11. Mai 2019 um 14:45 EDT {Eastern Daylight Time}]

bookmark_borderWas passiert während wir nicht so genau hinsehen .... (II)

Man kann es kaum glau­ben, was da in US Gazet­ten berich­tet wird:

Das Par­la­ment in den USA ist dabei ein "Ener­gie­si­cher­stel­lungs­ge­setz" zu ver­ab­schie­den, das über vie­le Jahr­zehn­te die Ver­sor­gung mit Gas aus den USA für Euro­pa fest­zur­ren soll - unum­kehr­bar, genau­so wie es bei TTIP mit dem Han­del und Son­der­ge­rich­ten pas­sie­ren sollte.

Welch ein Unfug, und wir hören davon nichts in den öffent­li­chen Medi­en! Unfug schon des­we­gen, weil wir trotz allen Säbel­ras­selns von Sei­ten der NATO seit Jahr­zehn­ten *sta­bil* (!) von den Rus­sen mit dem hier benö­tig­ten Gas ver­sorgt werden.

Wel­chen Grund soll­ten wir haben, das schmut­zi­ge, mit­tels 'Frack­ing' geför­der­te US Gas abzu­neh­men? Wo doch die Ver­sor­gung bei uns gesi­chert ist?



Bild­text:
A new bill — pas­sed by the Hou­se and being con­side­red by the Sena­te — would pro­vi­de bil­li­ons of dol­lars in sup­port for fos­sil fuel pro­jects inclu­ding frack­ing in Euro­pe. (Pho­to: Wen­dy Shattil/Bob Rozinksi/Creative Commons) 

Arti­kel­über­schrift:
**If Ever­yo­ne Lived Like Euro­peans, We'd Be Out of ​Earth's Resour­ces Today **

Im Text steht dann:
If the EU as a who­le were a coun­try, it would have the third lar­gest eco­lo­gi­cal foot­print in the world, behind only the U.S. and China. 


Wenn das so ist, dann fra­ge ich mich war­um aus­ge­rech­net die­ser *think tank* - in USA ansäs­sig (!) - in der Über­schrift die Euro­pä­er schmäht, wo doch die Ame­ri­ka­ner (und Chi­ne­sen) schlim­me­re Ver­schmut­zer sind! 

 

Sie­he hier­zu auch: U.S. Has the Most Cli­ma­te-Chan­ge Deni­ers of Any Rich Coun­try: Sur­vey

Über­set­zung des Bildtextes:
Wäh­rend die Finan­zie­rung von Pro­jek­ten mit fos­si­len Brenn­stof­fen in Euro­pa durch die USA vor­erst den rus­si­schen Ein­fluss ver­rin­gern könn­te, wür­den Was­ser­knapp­heit, Nah­rungs­mit­tel­knapp­heit und stei­gen­de Mee­res­spie­gel ver­schärft - alles "geo­po­li­ti­sche Bedro­hun­gen" für sich.
Im Gegen­satz zu sei­nem Namen wür­de das Euro­päi­sche Gesetz zur Ener­gie­ver­sor­gungs­si­cher­heit und -diver­si­fi­zie­rung wenig zur För­de­rung der Sicher­heit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten beitragen.
"Die die­ser Gesetz­ge­bung zugrun­de lie­gen­de Logik ist zutiefst feh­ler­haft", heißt es in dem Brief. "Weit davon ent­fernt, eine sta­bi­le­re Welt zu sichern, wird die Aus­wei­tung des Exports von Flüs­sig­erd­gas nach Euro­pa zu einer insta­bi­le­ren Welt führen."
"Unab­hän­gig von der Geo­po­li­tik ist es nicht die Ant­wort, mehr töd­li­che fos­si­le Brenn­stof­fe nach Euro­pa oder in einen ande­ren Teil der Welt zu sen­den", sag­te Bill Sna­pe vom Cen­ter for Bio­lo­gi­cal Diver­si­ty. "Erd­gas ist Nar­ren­gold und wird unwei­ger­lich zu einer wei­te­ren Desta­bi­li­sie­rung jeder Regi­on füh­ren, die dar­auf ange­wie­sen ist."
Die Gesetz­ge­bung wird vor­an­ge­trie­ben, so wie Kin­der und Erwach­se­ne auf der gan­zen Welt Mona­te in einer glo­ba­len Kli­ma­schutz­kam­pa­gne sind, die in der Euro­päi­schen Uni­on und in Groß­bri­tan­ni­en erste Fort­schrit­te gemacht hat. Acht euro­päi­sche Län­der haben in die­ser Woche einen Vor­schlag vor­ge­stellt, ein Vier­tel des EU-Haus­halts für die Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels aus­zu­ge­ben, um eine Zusa­ge zu erfül­len, die EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Jun­cker Anfang die­ses Jah­res gegen­über der Kli­ma­schutz­po­li­ti­ke­rin Gre­ta Thun­berg abge­ge­ben hat­te Kli­ma­not­fall letz­te Woche unter dem Druck der inter­na­tio­na­len Bewe­gung Extinc­tion Rebellion.
"Die Kli­ma­wis­sen­schaft ist klar: Wir müs­sen jetzt einen aggres­si­ven glo­ba­len Über­gang zu sau­be­rer, erneu­er­ba­rer Ener­gie begin­nen", sag­te Hauter. "Wenn der Senat das Gegen­teil befür­wor­ten wür­de, wäre dies ein kla­rer Ver­zicht auf die mora­li­sche Ver­pflich­tung gegen­über gegen­wär­ti­gen und zukünf­ti­gen Gene­ra­tio­nen in die­sem Land und in jedem Land."

bookmark_borderEuropawahl 2019

Am 26 Mrz (2019) schrieb ich:
Absur­di­tä­ten wohin man schaut .... - und in den Wochen die seit­dem hin­ter uns lie­gen hat sich das Bild noch ver­fe­stigt. Beim Brexit wird noch immer ver­han­delt, in Eng­land wird gefeilscht, da rin­gen sich die Gro­ßen Kom­pro­mis­se ab und die Klei­nen grei­fen der­weil mehr Stim­men ab und sind die eigent­li­chen Sie­ger - sie ste­hen auf der "No Brexit" Sei­te. Sind aller­dings zu Weni­ge, um wirk­lich etwas zu bewir­ken. Shake­speare hät­te Stoff für gleich meh­re­re Stücke, alles von Tra­gö­die bis Komödie. 

Im Eng­li­schen gibt es den Ausspruch:
It's poli­cy, not per­so­na­li­ty that counts!

[Über­set­zung: Es zählt das Pro­gramm, nicht die Persönlichkeit!]

In Wahr­heit jedoch haben wir genau das Gegen­teil des­sen, was die­ser Apho­ris­mus sagt:

Wir haben Blen­der, Heuch­ler, Oppor­tu­ni­sten und Lüg­ner. Wir haben es wohl nicht bes­ser ver­dient als mani­pu­liert zu wer­den. Schaut man sich an, wel­che Poli­ti­ker "Erfolg" bei den Wah­len hat­ten, so fin­det man immer häu­fi­ger durch­ge­styl­te, gebrief­te, und mit wohl­klin­gen­der Histo­rie ver­se­he­ne Marionettenfiguren.
So aus­tausch­bar wie Lego­stei­ne oder Brioeisenbahnschienen. 

Bei kraut­re­por­ter war fol­gen­des zu lesen:

".. Man­fred Weber, der den Mit­te-Links-Block der EVP anführt ..(und).. Frans Tim­mermans, Spit­zen­kan­di­dat der Sozi­al­de­mo­kra­ten. .."

Als ich das las habe ich mir ver­wun­dert die Augen gerie­ben und noch­mal hin­ge­se­hen. Tat­säch­lich, da stand "Weber vom Mit­te-Links-Block" - seit wann ist die CDU/CSU Mit­te-Links? Oder die EVP? Über Weber lesen wir bei der Tagesschau:

"Bay­ern ist mei­ne Hei­mat, Deutsch­land mein Vater­land, Euro­pa mei­ne Zukunft."
Wenn es einen CSU-Poli­ti­ker gibt, der das berühm­te Mot­to von Franz Josef Strauß ver­in­ner­licht hat, dann ist es Man­fred Weber. Seit 2004 ist der gelern­te Inge­nieur aus Wil­den­berg bei Lands­hut auf dem euro­päi­schen Par­kett aktiv. Seit 2014 führt er die mit­glie­der­stärk­ste Frak­ti­on im EU-Par­la­ment, die EVP-Frak­ti­on, und zieht von die­ser ein­fluss­rei­chen Posi­ti­on aus erfolg­reich die Fäden.

Seit 15 Jah­ren ist der Mann in Brüs­sel tätig und bis heu­te kennt ihn kaum jemand in Deutsch­land? Wie kann sowas sein? Was hat er tat­säch­lich gelei­stet und war­um ist er eine sol­che Schat­ten­fi­gur? Für wen stellt er den Stroh­mann dar?

Ein Hohn, ihn als Mit­te-Links zu bezeich­nen, wo er doch als CSU-Mann "Äußerst-Rechts" anzu­sie­deln ist. Schon des­we­gen, wegen die­ses Eti­ket­ten­schwin­dels fällt er für mich aus. Ich soll­te bes­ser sagen: Wür­de er für mich aus­fal­len wenn ich je geplant hät­te CDU/CSU zu wählen.

Nun will er Kom­mis­si­ons­prä­si­dent wer­den und ver­spricht das Blaue vom Him­mel durch­zu­set­zen (Link zur Tages­schau oben) - ja wo war er denn in den letz­ten 15 Jah­ren? War­um hat er all sei­ne schö­nen Ideen nicht schon frü­her durchgesetzt?

Wie son­der­bar, dass immer zu Wah­len plötz­lich die­se Poli­ti­ker den Drang ver­spü­ren etwas zu bewir­ken - um dann, nach der Wahl wie­der zu behaup­ten das sei wegen die­sem und jenem Zwang lei­der, sehr bedau­er­lich, nun doch nicht möglich ....

Wo ich poli­tisch ste­he sehen Sie, lie­be Lesen­de in der nach­fol­gen­den Abbil­dung. Die stammt aus dem Wahl-O-Mat der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung und ist recht akkurat.

Wenn Frau Reda nicht auf­hör­te und nicht davor gewarnt hät­te die Pira­ten zu wählen:



Ein Grund auf kei­nen Fall
die PIRATEN bei der Euro­pa­wahl zu wählen
wird dort erklärt →
https://youtu.be/q2qS56P-7kA
 

 
.... wäre klar gewe­sen was ich wäh­le. Aber die zwei­te Wahl, DiEM25, "Demo­kra­tie in Euro­pa", die mit der Schwal­be als Logo, sind eine fast noch bes­se­re Wahl, denn wenn Herr Varou­fa­kis ins EU Par­la­ment ein­zieht gibt es Stoff für vie­le Blog­ein­trä­ge und mich freut dabei am mei­sten wenn Herr Schäub­le dar­ob vor Wut schnau­ben wird. Sor­ry, aber das muss­te ich mal loswerden.

Es gibt noch eine Alter­na­ti­ve "Wahl­Swi­per" mit App, da wer­den mir aber zu vie­le Daten abge­grif­fen und wer weiß wo die landen ....

Bleibt nur noch mei­ne Abschluss­bit­te an Sie, lie­be Lesende:
Gehen Sie wäh­len und wäh­len Sie bit­te kei­nes­falls eine der soge­nann­ten "eta­blier­ten Par­tei­en" - die hat­ten jah­re­lang die Mög­lich­keit etwas zu tun - getan haben sie ent­we­der NICHTS oder genau das, was die Bür­ger im Lan­de per Peti­tio­nen und Demon­stra­tio­nen NICHT woll­ten. Damit muss Schluss sein .... raus mit die­sen lob­by­an­hän­gi­gen, kor­rum­pier­ten Ver­sa­gern, rein mit fri­schen Kan­di­da­ten, die noch etwas für uns Alle tun wollen!

Zum Wei­ter­le­sen:
Zwei Zita­te ....
Nebel­ker­zen
Ver­schla­fen ....
Wie es wirk­lich aus­sieht ....
Tro­ja 'mal anders ....

bookmark_border"Lerne klagen ohne zu leiden!"

Der durch­schnitt­li­che deut­sche Rent­ner sitzt min­de­stens 17 mal pro Jahr in den War­te­zim­mern der Nati­on [Daten aus/von GEK-Report 2008 und DAZ 03/2016].
In der neben­ste­hen­den Abbil­dung sind die Anzahl der Besu­che mit ihrem pro­zen­tua­len Anteil an Besu­chen ins­ge­samt dargestellt.
Das las ich kürz­lich in einer Rand­no­tiz zu einem Arti­kel zum Ärz­te­not­stand auf dem *fla­chen Land*, also jen­seits der Ver­lockun­gen von Ein­kaufs­pas­sa­gen und inner­städ­ti­schen Fuß­gän­ger­zo­nen in den Metro­po­len Deutschlands.

Schaut man sich die Dar­stel­lun­gen zur Sta­ti­stik an, so fällt auf: Es gibt zwi­schen den rei­nen Zah­len und vor­han­de­nen Dar­stel­lun­gen Dis­kre­pan­zen - die sind aller­dings nicht gra­vie­rend. Daher wer­den sie wohl nicht exakt, aber nähe­rungs­wei­se rich­tig sein.

*edit* Der Herr bloed­bab­b­ler hat sich die Mühe gemacht die aktu­el­le­ren Zah­len zu suchen und stieß auf ein ähn­lich ver­wir­ren­des Bild. Man muss wohl damit leben, dass wegen der Ver­schie­den­heit der gemes­se­nen Daten nur eine annä­hern­de Aus­sa­ge mög­lich ist.*/edit*

Dazu ein Zitat [tages­spie­gel]:

» .. sei­en die Deut­schen „nach ver­füg­ba­ren Infor­ma­tio­nen wei­ter­hin welt­weit Spit­zen­rei­ter bei Arzt­kon­tak­ten“ .. Berech­nun­gen zufol­ge kamen die nie­der­ge­las­se­nen Medi­zi­ner 2007 auf ins­ge­samt 1,48 Mil­li­ar­den Pati­en­ten­kon­tak­te – das macht 5,2 Mil­lio­nen Arzt­be­su­che pro Werktag .. «

Wenn ich den sta­ti­sti­schen Durch­schnitts­wert von 17 Arzt­be­su­chen lese kommt mir der Gedan­ke, dass irgend­wer viel häu­fi­ger zum Arzt gehen muß, denn ich war in den letz­ten drei Jah­ren ein ein­zi­ges Mal zu einer Unter­su­chung. Die aller­dings war recht umfang­reich und man könn­te es als eine *Gene­ral­inspek­ti­on* bezeich­nen. Von Kopf bis Fuß durch­ge­checkt, mit der Ver­si­che­rung des Arz­tes ich sei zwar nicht in Top-Form, aber für mein Alter durch­aus *ker­nig*, konn­te ich erfreut die Pra­xis verlassen.
Wie vie­le Pati­en­ten [in % der Alters­grup­pe] - außer mir - nicht zum Arzt gehen zeigt die fol­gen­de Abbildung 

Nun fra­ge ich mich natür­lich zweierlei:

Erstens, ob es in länd­li­chen Gegen­den wirk­lich zu weni­ge Ärz­te gibt, oder ob es mög­li­cher­wei­se eher eine zu hohe, nicht durch Krank­heit begrün­de­te Fre­quenz der Arzt­be­su­che ist die das vor­gau­kelt. Es wird doch gemein­hin behaup­tet, in länd­li­chen Gebie­ten sei die gesund­heit­li­che Bela­stung viel nied­ri­ger als in den hek­ti­schen Groß­städ­ten - also irgend­wie paßt das nicht zusammen.

Zwei­tens, wie es kommt, dass ich in drei Jah­ren nur ein­mal, ande­re Pati­en­ten offen­bar in drei Jah­ren ca. 50 mal in War­te­zim­mern sit­zen. Wenn ich mich so umschaue (ich woh­ne in einer Klein­stadt mit 10.000 Ein­woh­nern) sehe ich mun­te­re Rent­ner umhe­rei­len, auf Bän­ken und in Cafes sit­zen, und die machen mir nicht den Ein­druck als ob sie dahin­sie­chen und der stän­di­gen ärzt­li­chen Betreu­ung bedürfen.

Sind es dann also die jün­ge­ren Mit­bür­ger die die Arzt­pra­xen füllen?
Wel­che Erkran­kun­gen haben all die­se Pati­en­ten, bzw. wor­über kla­gen sie?

Dazu noch eine wei­te­re Abbil­dung, die auf sta­ti­sti­schen Daten von Kran­ken­kas­sen und Bun­des­be­hör­den basiert:

-
Herz-Kreis­lauf­erkran­kun­gen, Mus­keln-Ske­lett-Erkran­kun­gen und Stö­run­gen im Ner­ven­sy­stem sind eher sol­che Fäl­le die in höhe­rem Alter vor­kom­men, bei allen ande­ren darf man eine gleich­mä­ßi­ge Ver­tei­lung in der Bevöl­ke­rung annehmen. 

Ein wesent­li­cher Unter­schied zwi­schen älte­ren und jün­ge­ren Pati­en­ten ist die Dauer:
Jün­ge­re gene­sen schnel­ler, Älte­re lang­sa­mer. Die Wahr­schein­lich­keit eine Krank­heit wie­der 'los zu wer­den' sinkt mit stei­gen­dem Lebens­al­ter, inso­weit ist bei Beschwer­den in höhe­rem Lebens­al­ter man­che Kla­ge durch­aus berechtigt.

Hörst du Hufe, denk an Pfer­de, nicht an Zebras.“ Mit die­sem Lehr­satz ler­nen ange­hen­de Ärz­te, für ihre Dia­gno­se das Nahe­lie­gen­de zuerst in Betracht zu zie­hen. Die Dia­gno­stik ist ein wei­tes Feld. Daher ver­su­chen vie­le Ärz­te durch appa­ra­ti­ve Medi­zin mög­lichst vie­le objek­ti­ve Befun­de zu erhe­ben, bevor sie dar­an gehen, die­se mit Erfah­rungs­wer­ten und Sym­pto­men abzu­glei­chen und dar­aus eine Vor­ge­hens­wei­se für die Behand­lung zu entwickeln.

Vie­le Pati­en­ten hin­ge­gen den­ken zuerst an das Dra­ma­ti­sche, das Exo­ti­sche, an Ein­hör­ner oder Sau­ri­er, nicht an Zebras, und was in den gol­de­nen, bun­ten und son­sti­gen Wochen­blätt­chen ver­brei­tet wird trägt eher zur Ver­wir­rung als zur Auf­klä­rung über Krank­hei­ten bei. Dar­aus ent­wickeln sie dann für sich durch Gesprä­che und Ver­glei­che ["Tan­te Inge hat­te das auch ...."; "Bei Frau Hasen­fuß hat man das erst nicht erkannt ...."] eine (ver­meint­li­che) Dia­gno­se, mit der sie dann zum Arzt kom­men um sich *kurie­ren* zu lassen.

Wor­über sie kla­gen ist mei­stens eine "Befind­lich­keits­stö­rung", kei­ne Krankheit.

Zumal wenn man älter wird knackst es schon mal in den Kno­chen, zwickt einen hier und da etwas, kommt man tage­wei­se nicht so gut vor­an wie sonst, tut es mal hier oder dort etwas län­ger weh .... alles halb so schlimm, es geht meist schnell wie­der vorbei.
Bevor das aller­dings pas­siert gibt es einen Anlaß ein­mal so rich­tig zu stöh­nen, zu kla­gen und sei­nen bal­di­gen Tod vor­her zu sehen ....

Zum Wei­ter­le­sen:

① Über­me­di­ka­ti­on, Unver­hält­nis­mä­ßig­keit http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/168919/index.html

② Ursa­chen - tatsächlich/vorgeschoben http://www.fnp.de/ratgeber/familieundlebensart/Haeufige-Arztbesuche-im-Alter-Dahinter-steckt-oft-Einsamkeit;art288,2207070

③ War­te­zeit und Arzt­dich­te https://www.tagesspiegel.de/politik/arztbesuche-ewig-im-wartezimmer/1419300.html

④ Befind­lich­keits­stö­rung https://medlexi.de/Befindlichkeitsst%C3%B6rung

{Erst­ver­öf­fent­li­chung: 18. Sep 2018 um 16:30}

bookmark_borderSchöner Gigolo, armer Gigolo ....
oder: Herr Dix will die Monogamie abschaffen

Herr Deniz Y. Dix hat beim hpd [Huma­ni­sti­scher Pres­se­dienst] mit einem neu­en, bahn­bre­chen­den Arti­kel 'zuge­schla­gen'. Der Titel lau­tet sug­ge­stiv-dem­ago­gisch und mani­pu­la­tiv: "War­um wir die Mono­ga­mie über­den­ken soll­ten".

Als ich den Arti­kel las muss­te ich an die Zeit um 1966 bis 1970 den­ken, als wir im Chor skandierten 

"Die Frau von Welt geht nur ins Bett
mit Fah­nen­jun­kern B+Z(ett)!"

Wir - und ähn­li­che Grup­pen von *Jung­män­nern* - voll von Hor­mo­nen und Adre­na­lin, waren auf der Suche nach wil­li­gen Part­ne­rin­nen, an Hei­rat und Fami­lie, schon erst recht nicht an Ver­ant­wor­tung, dach­te kei­ner, wohl aber an hem­mungs­lo­sen und unver­bind­li­chen Sex.

Genau dar­an denkt auch der schwanz­ge­steu­er­te Herr Dix, Jahr­gang '92 und U30. Nur ver­brämt er es mit Schwur­bel­schwatz­ar­gu­men­ten um es geho­ben und über­legt, ja groß­män­nisch klin­gen zu las­sen. Es ist ein Mani­fest eines unrei­fen Jüng­lings, der für sei­ne pro­mis­kui­ti­ven Eska­pa­den Part­ne­rin­nen sucht, die auf einer all­ge­mei­nen, trend­be­ding­ten Mani­pu­la­ti­ons­wel­le zu Opfern gewor­den sind. Einer Mode­wel­le, die ihnen, den jun­gen Frau­en, sug­ge­riert, sie könn­ten ihre Unab­hän­gig­keit und Eman­zi­pa­ti­on nur dadurch bewei­sen, dass sie ihre war­nen­de inne­re Stim­me bei­sei­te schie­ben, die ihnen sagt was gut und rich­tig ist - und sol­chen Gigo­los vom Schla­ge des Herrn Dix auf den Leim gehen und mit ihm ins Bett hüp­fen .... no risk - no fun, no sex - no ful­film­ent, no emancipation! 

So ein Schwach­sinn! Da gibt es unter dem Dix'schen Bei­trag tat­säch­lich noch eine Rei­he von labi­len Cha­rak­te­ren die sich durch sol­che The­sen in ihrer Suche nach Per­sön­lich­keit irre­lei­ten las­sen und hef­tig­ste Zustim­mung signa­li­sie­ren. Ob straight, ob schwul, zu kurz zu den­ken ist kei­ne Sache der sexu­el­len Ori­en­tie­rung, es ist eher eine Sache von man­geln­der Denk­fä­hig­keit, das wird in der Kom­men­tar­sek­ti­on deutlich.

Dag­mar [Dag­mar am 2. Mai 2019 - 23:39] weist aller­dings auf ganz ande­re Sach­ver­hal­te hin:
".. Poly­amo­rie passt zur neo­li­be­ra­len Gesell­schaft. Die Schö­nen, Jun­gen, Rei­chen und die emo­tio­nal Sta­bil­sten kön­nen auf vie­le Part­ner hof­fen; ande­re, die der Kon­kur­renz nicht so gewach­sen sind, gehen leicht leer aus. Kann aber bei Mono­ga­mie mit Untreue und häu­fi­gen Tren­nun­gen auch so gese­hen wer­den. Schwie­rig wird außer der Kin­der­fra­ge aber auch, wie gegen­sei­ti­ge finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gere­gelt wird .."

Genau. Das ist etwas, was Herr Dix und sei­ne Gesin­nungs­ge­nos­sen gern bei­sei­te schie­ben - wenig­stens ist von dem, was als Fol­ge von Sex im Rau­me steht nir­gend­wo die Rede.
War­um wohl?
Weil sol­che Jung­män­ner sich gern sexu­ell betä­ti­gen, aller­dings die dar­an hän­gen­de Ver­ant­wor­tung für even­tu­ell gezeug­te Kin­der gern den 'Bräu­ten', den Gespie­lin­nen über­las­sen - und wei­ter ziehen 

'Du, ich bin jetzt nicht so auf Kin­der
und Win­deln und Geschrei ein­ge­stellt, tschüss!'

.... und weg sind sie.
Das eben noch eman­zi­pier­te Sex­ob­jekt wird zum Sozi­al­fall, weil sich die Ker­le sofort zurück­zie­hen wenn es brenz­lig wird, wenn Stress und Ver­ant­wor­tung 'dro­hen'.

Wie hat Herr Dix sich in einer der Ver­öf­fent­li­chun­gen charakterisiert?
So →

Wie bei Amei­se und Gril­le - eine tref­fen­de Fabel.

Wor­auf ich nun noch war­te ist eine Stu­die, sind Zah­len, die das bele­gen, was Herr Dix ein­gangs sei­nes Arti­kels so aus­drückt:".. Wer meh­re­re Men­schen zugleich liebt oder sich die Pro­mis­kui­tät stolz auf die Fah­ne schreibt, gerät immer sel­te­ner unter Recht­fer­ti­gungs­druck und muss sich ins­be­son­de­re der jün­ge­ren Gene­ra­ti­on kaum noch erklären .."
Ein sol­ches sozio­lo­gi­sches Phä­no­men zu behaup­ten ist ein­fach - ich zweif­le aller­dings, ob der Herr Dix dafür irgend­wel­che hand­fe­sten, belast­ba­ren Bewei­se anfüh­ren kann. Bis zu die­sem Beweis behaup­te ich, dass er das frei erfun­den hat um sei­ner Fest­stel­lung Glaub­wür­dig­keit zu geben. Chri­sto­pher Hit­chens hat es so formuliert:
"Was ohne Beleg behaup­tet wer­den kann, kann auch ohne Beleg ver­wor­fen wer­den." Wie ich schon beim hpd schrieb: Sie wol­len doch nicht Gefahr lau­fen dass ich am Ende damit Recht behal­te, dass Gei­stes­wis­sen­schaft­ler in die Luft grei­fen und etwas behaup­ten (erfin­den!) ohne dafür die gering­sten Bewei­se zu haben?

Zum Abschluß noch dies:
Es quält mich die Fra­ge wie­so der hpd dem Herrn Dix eine Platt­form für sei­ne mehr als abwe­gi­gen The­sen bie­tet. Die Auf­ga­be, die sich der hpd stellt, lautet 

".. Der hpd ver­steht sich als Pres­se­por­tal, das die Anlie­gen huma­ni­stisch-auf­klä­re­ri­scher Posi­tio­nen öffent­lich­keits­wirk­sam prä­sen­tiert, damit die­se in der Poli­tik und den Medi­en grö­ße­re Beach­tung finden .."

Was an dem hier bespro­che­nen Arti­kel des Herrn Dix ist es wert '.. in der Poli­tik und den Medi­en grö­ße­re Beach­tung (zu) fin­den ..'?
Er ist schlam­pig durch­ge­se­hen, sie­he dort → ".. Denn Mono­ga­mie beher­bergt aus sei­ner Natur her­aus mora­li­sche Miss­stän­de, meint Deniz Y. Dix .." - 'sei­ner'? Seit wann ist 'Mono­ga­mie' männ­lich? Nicht lt. Duden .... und wahr­haf­tig nicht der wei­te­ren Dis­kus­si­on würdig.
Ein spät­pu­ber­tä­res Gedan­ken­kon­strukt, man wünscht dem Herrn Dix er möge erwach­sen werden.

bookmark_borderThe Void
- die Leere, das NICHTS ...!

Lang­sam däm­mert es den Mit­glie­dern und Abge­ord­ne­ten der CDU:

Sie star­ren auf die gro­ße Lee­re, die Lee­re, die Ange­la Mer­kel in ihren Regie­rungs­jah­ren erzeugt hat indem sie . . . . nichts tat.

Wo es den Men­schen im Lan­de schon längst klar war, dass die Aktio­nen und Ent­wür­fe der Regie­rung, sowie ihre Plä­ne für zukünf­ti­ges Han­deln gene­rell an den Bedürf­nis­sen vor­bei gehen wür­den. Im schlimm­sten Fall nur denen die­nen könn­ten, die sowie­so nichts mehr brau­chen weil sie schon mehr als genug haben.

Die CSU hat in all den Jah­ren dafür gesorgt, dass es in Bay­ern vie­le Pro­gram­me gab die aus Bun­des­mit­teln co-finan­ziert wur­den. Dadurch hat sich der all­ge­mei­ne Lebens­stan­dard aus­ein­an­der ent­wickelt und es ist kein Zufall, dass am Starn­ber­ger See pro Kopf dop­pelt soviel ver­dient wird wie in Gelsenkirchen.

Nun ste­hen wir vor dem Scher­ben­hau­fen der Merkel'schen Regie­rungs­zeit und fra­gen uns 'Wie soll es wei­ter gehen?' Frau Kramp-Kar­ren­bau­er wird den Gegen­wind noch viel stär­ker spü­ren als zur Zeit. Sie hat dem nichts ent­ge­gen zu set­zen als alt­backe­ne Schub­la­den­pro­gram­me - die taug­ten frü­her nichts und sind durch lan­ge Lage­rung nicht bes­ser geworden!

Mit einem Finanz­mi­ni­ster der den Vor­gän­ger nach­äfft, und die unsäg­li­che *schwar­ze Null* wie die­ser 'anbe­tet', anstatt die Umwand­lung der Pro­duk­ti­on von ste­ti­gem Wachs­tum hin zu umwelt­ver­träg­li­cher und nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on zu för­dern, und dafür alle Regi­ster der Finanz­po­li­tik zu zie­hen, ist bestimmt die Zukunft nicht rosig oder viel­ver­spre­chend. Ganz im Gegenteil.

Der­wei­len träu­men die Einen davon wenig­stens bis zum Monats­en­de 'flüs­sig' zu blei­ben, die Ande­ren davon eine aus­kömm­li­che Ren­te zu erhal­ten, und wie­der Ande­re davon gesund genug zu blei­ben um die immer spä­ter aus­ge­zahl­te Ren­te spä­ter auch genie­ßen zu kön­nen und nicht schon vor Aus­zah­lungs­be­ginn zu sterben.

Und die SPD?
Weder vom Pro­gramm noch vom Wol­len wird man irgend­et­was glau­ben, was aus die­ser Rich­tung kommt. Zu oft umge­fal­len, zu oft ver­spro­chen und nicht gelie­fert, zu oft genau die Wer­te ver­leug­net und mit Füßen getre­ten die ein­mal Kern der SPD Pro­gram­ma­tik waren.

Noch geht es uns wirt­schaft­lich so gut, dass sich kei­ne Mas­sen mobi­li­sie­ren um die Schü­ler­de­mon­stra­tio­nen zu unter­stüt­zen und das Anlie­gen der Zukunfts­si­che­rung mit dem Anlie­gen einer gerech­te­ren Gesell­schaft zu verknüpfen.

Wenn aller­dings die Auto­in­du­strie zu schwä­cheln beginnt weil rund um den Glo­bus nicht die glei­che Phi­lo­so­phie wie hier­zu­lan­de geteilt wird - das Auto müs­se nur etwas spar­sa­mer sein und weni­ger Dreck aus­sto­ßen, dann sei die Zukunft gesi­chert - dann wird der Unter­gang der Gesamt­wirt­schaft nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Dann wer­den mög­li­cher­wei­se die *bra­ven Bür­ger* aus ihrem Koma erwa­chen und unwirsch werden!

Der jetzt noch behä­big sich zurück leh­nen­de Bür­ger wird auf­ge­schreckt sein, sich am Kopf krat­zen und fra­gen, war­um ihm denn *Mut­ti Mer­kel* das alles nicht vor­her gesagt hat.
Wie sie ihn über­haupt so im Stich las­sen kann, wo er sie doch seit Jah­ren treu gewählt hat ....

bookmark_border1929 ... 2019
- wird sich die Geschichte wiederholen?

  • Wir ste­hen - nach Ansicht ernst zu neh­men­der Publi­ka­tio­nen - vor einer neu­en welt­wei­ten Wirtschaftskrise;
  • In meh­re­ren Län­dern auf dem Pla­ne­ten haben sich rechts­ge­rich­te­te, dik­ta­to­ri­sche Regimes eta­bliert¹, in vie­len wei­te­ren gibt es einen nicht zu über­se­hen­den Trend dahin, und meh­re­re Län­der wer­den von einer reli­gi­ös-fun­da­men­ta­li­sti­schen Füh­rung in mit­tel­al­ter­li­cher Knecht­schaft² gehalten;
  • Die lin­ke Par­tei­en­land­schaft ist gleich­zei­tig in vie­len Län­dern ent­we­der geschwächt oder als 'neue Mit­te' positioniert;
  • Groß­kon­zer­ne bestim­men die Wirt­schaft, Groß­ban­ken den Geld­fluss, und die Lebens­grund­la­gen Was­ser und Acker­flä­che gera­ten zuneh­mend in die Hand von Pri­vat­un­ter­neh­men, die dar­aus Pro­fit zie­hen wollen.
  • Die Gebur­ten­ra­te³ ist immer noch so hoch, dass in spä­te­stens zwei Jahr­zehn­ten zwei wei­te­re Mil­li­ar­den Men­schen den Pla­ne­ten besie­deln wer­den - und Alle nicht mehr aus­rei­chend ernährt wer­den können.

Zu alle­dem gesellt sich noch eine dro­hen­de öko­lo­gi­sche Kata­stro­phe, welt­weit, die kaum noch auf­zu­hal­ten scheint, da sich wesent­li­che 'Dreck­schleu­dern', Län­der, in denen die Umwelt­zer­stö­rung unge­bremst fort­schrei­tet, aus­ge­klinkt haben und behaup­ten es sei kein Bedarf für Reduktionsmaßnahmen.

Schau­en wir uns zu Hau­se um sieht es fin­ster aus für demo­kra­ti­sche Gesell­schaft und Staat:
Wie aus der Abbil­dung oben zu erken­nen ist ste­hen wir kurz vor einem Umfal­len der CDU in Sachen Koali­ti­on mit der AfD in gleich meh­re­ren ost­deut­schen Bun­des­län­dern. Dafür spricht, dass meh­re­re CDU­ler und der Innen­mi­ni­ster selbst äußerst rechts geson­nen sind und daher kei­ne Berüh­rungs­äng­ste, son­dern Gemein­sam­kei­ten mit den ultra­rech­ten Kräf­ten haben. 

Die Auf­merk­sam­keit der Medi­en, die jede rhe­to­ri­sche Kaprio­le der AfD Par­tei­obe­ren, jeden Aus­fall gegen angeb­li­che "Fein­de", jede Quen­ge­lei wegen angeb­li­cher "Dis­kri­mi­nie­rung" umfas­send kom­men­tiert, und damit ver­brei­te­ter gemacht haben als es ange­mes­sen gewe­sen wäre, ist die­sem Vor­gang sicher!

Die Zei­chen ste­hen auf *STURM*.
Wei­mar lässt grüßen.

¹ Isra­el; Ungarn; Brasilien.
² Iran; Sau­di Ara­bi­en; Brunei.
³ Indi­en; Indonesien.

bookmark_borderWie ich beschloss (doch wieder einmal) zu fliegen
*update* [11.04.2020]


Seit 10 Jah­ren bin ich für meh­re­re Mona­te jedes Jahr mit Wohn­wa­gen unter­wegs gewe­sen, ein­mal sogar ein­ein­halb Jah­re am Stück in Spa­ni­en. Des­we­gen dach­te ich dar­an zu wech­seln und etwas ande­res zu unter­neh­men. Da ich seit 2002, also 17 Jah­re, nicht mehr in einem Flug­zeug geses­sen habe plagt mich auch kein *Umwelt­ge­wis­sen*, mein *CO2-foot­print* ist 'sau­ber'.

So mach­te ich mich auf die Suche nach Flü­gen & Unter­kunft in Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka­ni­schen Ländern.

Dort, wo man Spa­nisch spricht - nach Bra­si­li­en woll­te ich schon wegen der amtie­ren­den rechts­la­sti­gen Regie­rung nicht .... Zuerst stan­den mög­li­che Län­der mit pro und kon­tra auf der Liste. Danach waren die Flü­ge auf dem Pro­gramm, denn ich will dafür nicht mehr aus­ge­ben, als ich für die Anrei­se nach Spa­ni­en (mit Wohn­wa­gen) brau­che, und das sind ca. 500,- €uro (ein­fach).

Nun, das war der Beginn einer mehr­tä­gi­gen Odys­see durch das Inter­net, das bekannt­lich auf ALLE Fra­gen eine Ant­wort haben soll. Nur auf mei­ne Fra­gen offen­bar nicht. Oder mög­li­cher­wei­se doch - und ich bin nur zu unge­schickt oder zu doof sie zu finden.

Das Land war zügig fest­ge­legt, auch unge­fähr die Region:
Mexi­co - und den zen­tral süd­lich von Gua­d­a­la­ja­ra, der zweit­größ­ten Stadt des Lan­des, gele­ge­nen See "Lago de Cha­pa­la" im Hoch­land Mexi­cos. Die Wit­te­rung ist mild, die Schwan­kun­gen sind eng begrenzt und es steht nicht zu befürch­ten, dass es all­zu nass wer­den könn­te.

Die Bedin­gun­gen sind dort für aller­lei uner­wünsch­tes Getier nicht beson­ders gut, ins­be­son­de­re stel­len tie­ri­sche Ein­zeller (Cha­gas-Erre­ger, Mala­ria-Erre­ger), über­tra­gen durch Wan­zen / Mücken beim Blut­saugen, eine Gesund­heits­ge­fahr dar. So toll also tro­pi­sche Bedin­gun­gen sein könn­ten - die Nega­tiv­bi­lanz zu Krank­heits­ge­fah­ren über­wiegt, und daher fällt das aus.


Was aller­dings bei der Flug­su­che statt­fand war doch sehr ernüch­ternd. Mag sein, dass es dar­an liegt, dass ich erst Anfang näch­sten Jah­res flie­gen will:

Im Buchungs­sy­stem der Luft­han­sa war es nicht mög­lich einen Zeit­raum von mehr als drei Mona­ten ein­zu­ge­ben. So habe ich - nur um eine genaue­re Preis­vor­stel­lung zu bekom­men - einen Flug von Janu­ar 2020 bis Ende März 2020 eingegeben.

In dem System gibt es eine sehr son­der­ba­re Vorgabe:
Wenn man einen (Hin-) Flug für ca. 340,- € ein­ge­ge­ben hat und dann den Rück­flug wählt (der zu die­sem Preis nicht zu haben ist, son­dern ca. 480,- € kostet, dann springt das System für den Hin­flug auf 460,- € - und anstatt einer Sum­me von 820,- € kommt ein Gesamt­preis von 940,- € heraus!

Eine Erklä­rung dafür gab es nicht, ein pop-up-Kasten zeigt ledig­lich die Nach­richt, dass das so vor­kom­men könn­te .... es ist eine von die­sen Beson­der­hei­ten bei denen man sich fragt, ob die Air­line denkt sie habe es mit dump­fen Gips­köp­fen zu tun, die sowie­so nichts zu wis­sen brau­chen, son­dern zu zah­len haben und damit "basta!".
Bei einer wei­te­ren Suche wur­den als Gesamt­preis (ab Janu­ar) ein­mal 797,- €uro, dann wie­der 1.024,91 €uro ange­ge­ben. Ich bin sehr gespannt was es dazu im Rei­se­bü­ro geben wird.

Über die Tricks von eini­gen ande­ren Buchungs­sei­ten will ich gar nicht erst anfan­gen - da wer­den ganz hin­ter­li­stig in Mini­druck die Bedin­gun­gen auf­ge­führt wann der genann­te Preis gül­tig ist, und sie­he da, das ist genau dann, wenn Ostern Und Pfing­sten zusam­men fallen.

Eine Suche danach, über wel­chen Zeit­raum maxi­mal man einen Flug buchen kann, gibt es offen­bar nicht. Ledig­lich die übli­chen Buzz-Word-Fän­ger. Ein paar Foren in denen sich die Kid­dies Phra­sen an die Köp­fe wer­fen und wenig Sub­stanz lie­fern. Und eini­ge Sei­ten bei denen man Infor­ma­tio­nen erst erhält, wenn man die gesam­te Fami­li­en­ge­schich­te samt Beruf des Groß­va­ters ein­ge­ge­ben hat. Nein, Danke!

Blei­ben Sie mir treu, abon­nie­ren Sie mein Blog - dann wer­den Sie Ende des Jah­res erfah­ren wo genau und wann ich den Süden Nord­ame­ri­kas unsi­cher mache.

A Provinz/See CC BY-SA 3.0; TUBS; 04.August 2011. 
B Kar­te der Pro­vinz Jalis­co mit Gua­d­a­la­ja­ra; gemeinfrei. 
C Lage von Mexi­co City CC BY-SA 3.0; TUBS; 04.August 2011. 


Ach ja, bevor ich es vergesse:
Soll­ten Sie Hin­wei­se haben wo ich viel­leicht ein gün­sti­ge­res Ange­bot bekom­men könn­te, oder ein ande­res Land, in dem Sie selbst gute Erfah­run­gen gemacht haben, dann hin­ter­las­sen Sie doch bit­te einen Kom­men­tar oder schrei­ben Sie mir ein E-Mail.
 

*update* [11.04.2020]
Glück­li­cher­wei­se habe ich davon Abstand genom­men nach Mexi­ko zu flie­gen! Die Umzugs­ar­bei­ten (zwei Küchen gebraucht gekauft und für die neu­en Räu­me ange­passt ein­ge­baut, plus all die ande­ren Klei­nig­kei­ten wie Bil­der, Kisten um- und aus­packen, etc.) hat­ten sich bis spät in den Febru­ar hin­ge­zo­gen - da hät­te ich schon längst unter­wegs sein müs­sen um noch genug Zeit vor der Regen­zeit (Mit­te Mai, etwa drei Mona­te andau­ernd) zu haben.
Wäre ich nun dort, dann säße ich wohl fest, denn die Flü­ge sind größ­ten­teils stor­niert und die Not­fall-Rück­füh­run­gen waren eben­falls begrenzt in der Zahl. Da sieht man wie­der wie das Leben so spielt - was zunächst als ver­pass­te Gele­gen­heit trau­rig war stellt sich im Nach­hin­ein als gün­sti­ge Fügung heraus.