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bookmark_borderVon 'Zähnen'
(aus der Reihe "Liebes Tagebuch")

Hal­lo, lie­bes Tage­buch, lan­ge nicht gesehen ....

Heu­te war ich wie­der mal früh zum Ein­kau­fen unter­wegs, und Mitt­wochs, wo ich doch sonst immer Don­ners­tags und spä­ter ein­kau­fe. Manch­mal war aller­dings schon alles leer gekauft. Am Don­ners­tag. Des­we­gen dies­mal schon Mittwochs.

Wenn ich zum Ein­kau­fen fah­re neh­me ich mei­ne Zäh­ne mit, lie­bes Tage­buch, wenn ich recht­zei­tig dar­an den­ke, heißt es. Die sind da recht prak­tisch. Also nicht zum kau­fen selbst, son­dern um ver­stan­den zu wer­den - wenn man die weni­gen anzu­tref­fen­den Ange­stell­ten im Super­markt etwas fra­gen will. Ohne Zäh­ne ist das schlecht, das nuschelt dann so, dass die Pro­ble­me haben mich zu ver­ste­hen. Des­we­gen neh­me ich die Zäh­ne zum Ein­kau­fen immer mit. Wenn ich nicht dar­an den­ke, was vor­kommt, dann ist es mit der Ver­stän­di­gung manch­mal schwierig.

Lie­bes Tage­buch, weißt du was für eine Schwie­rig­keit das ist, das mit den Zäh­nen? Den 'Drit­ten', wie es so schön heißt, denen aus Pla­stik. Ich nen­ne sie "Die Zäh­ne", nicht "Mei­ne Zäh­ne", weil sie mir irgend­wie fremd sind. Manch­mal sage ich auch "Das Gebiss". Nicht so oft. Ich habe es letz­tes Jahr bekom­men und nun ver­ra­te ich dir ein Geheimnis:

Die Zäh­ne lie­gen mei­stens in einem Pla­stik­be­häl­ter. Ja, ja, lie­bes Tage­buch, du hast es rich­tig ver­nom­men: Sie "ruhen" dort, bis ich sie wie­der brau­che. Eher sel­ten brauche.

Zum Essen kann ich sie nicht gebrau­chen. War­um? Na, weil sie zwar 'pas­sen', aber wenn ich sie drin­nen habe (im Mund natür­lich!), dann krie­ge ich einen Brech­reiz beim Kau­en und vor­bei ist es mit genuss­vol­lem essen!
Wäh­rend also nor­ma­le Men­schen ihre Zäh­ne im Mund haben wenn sie essen sind mei­ne draußen .... 

Sie kom­men mit zum Ein­kau­fen und dann, lie­bes Tage­buch, heißt es: "Zäh­ne marsch!" und sie sind - schwupp­dich! - schon im Mund und kön­nen nun dazu die­nen die Spra­che ver­ständ­lich zu machen.

Das Käst­chen aller­dings, in dem sie sonst 'ruhen' ist etwas sper­rig. Des­we­gen bleibt es zu Hau­se. Das Gebiss stecke ich in eine klei­ne Brust­ta­sche. Dafür habe ich mir lau­ter neue Westen gekauft, alle mit einer klei­nen Brust­ta­sche rechts, gleich unter der Schul­ter, mehr seit­wärts, lie­bes Tage­buch, so nach außen hin und mit Reißverschluss. 

Das muss sein, denn sonst machen die Zäh­ne sich viel­leicht ein­fach auf den Weg und suchen sich jeman­den der sie bes­ser zu schät­zen weiß und sie stän­dig im Mund hat. Du meinst das geht nicht, lie­bes Tage­buch? Doch, doch, es gibt so Gebis­se mit einem Auf­zieh­me­cha­nis­mus, die lau­fen den Besit­zern schnat­ternd davon ....

OK, genug geplauscht, tschüss Tage­buch .... und nie­man­dem etwas von dem Gebiss erzäh­len, hörst du!

bookmark_borderVor 240 Jahren .... und in unserer Zeit

Der Fort­schritt ent­steht immer aus dem Wunsch beson­de­rer Men­schen etwas zu schaf­fen, was es noch nicht gege­ben hat. Träu­me wahr zu machen, die vie­le träu­men, die aller­dings nur weni­ge in der Lage sind in die Tat umzusetzen.

Zwei Bei­spie­le:

Schreib­kunst

"click!" auf das Bild führt zum Video

Flug­kunst

ADIFO pre­sen­ta­ti­on movie from ADIFO air­craft on Vimeo.

bookmark_borderGenug ist genug, oder gar schon zuviel?

Die NATO, so wird uns erzählt, sei zu unse­rem Schutz da. Vor den Russen.

Für die NATO sol­len wir, so for­dert Herr Trump, mehr Geld zah­len als jetzt schon.

Die NATO hat, was Vie­le schon ver­ges­sen haben, in Jugo­sla­wi­en¹ völ­ker­rechts­wid­rig gehaust (1999) - mit Ein­ver­ständ­nis der SPD-Grü­ne-Koali­ti­on² allen vor­an, Schröder/Fischer/Scharping.

Die NATO³ hat, was hier offen­bar mitt­ler­wei­le nicht ein­mal mehr im Bewusst­sein der Bevöl­ke­rung ist, und in den Medi­en kei­ne Rol­le spielt, Anteil am eben­so völ­ker­rechts­wid­ri­gen Krieg der USA in Afghanistan.

Man setzt sich von Sei­ten der Poli­tik offen über den Wil­len der deut­schen Bevöl­ke­rungs­mehr­heit hin­weg - so wird klar, war­um es trotz feh­len­der Mehr­hei­ten in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der sol­che ekla­tan­ten Rechts­brü­che gege­ben hat. Für all die­se und alle fol­gen­den Ein­sät­ze sol­len wir nun nicht nur den Kopf hin­hal­ten son­dern auch noch mehr als bis­her bezahlen?

Für wen hal­ten uns denn unse­re Politiker?
Für eine Mas­se von Dumpfbacken?

---------- Ergän­zen­de Textstellen ---------- 

¹

² Obwohl kein ein­zi­ges NATO-Land bedroht wur­de, misch­te sich die NATO im März 1999 in die Aus­ein­an­der­set­zung ein. Am 24. März 1999 begann die NATO die 78 Tage dau­ern­de Bom­bar­die­rung Jugo­sla­wi­ens .. Am Abend des 24.03.1999 erklär­te der deut­sche Bun­des­kanz­ler Schrö­der in einer Anspra­che, dass man in Jugo­sla­wi­en „mili­tä­ri­sche Zie­le“ angrei­fe, „syste­ma­ti­sche Ver­let­zun­gen der Men­schen­rech­te unter­bin­den und eine huma­ni­tä­re Kata­stro­phe im Koso­vo ver­hin­dern“ wird .. Die Anspra­che umfass­te 485 Wör­ter, acht Mal wur­de das Wort „Frie­den“ oder „fried­lich“ in Zusam­men­hang mit dem Krieg benutzt..: „Wir füh­ren kei­nen Krieg, aber wir sind auf­ge­ru­fen, eine fried­li­che Lösung im Koso­vo auch mit mili­tä­ri­schen Mit­teln durchzusetzen.“

³ .. stel­len sich wei­te­re erstaun­li­che Par­al­le­len zwi­schen von der Ley­ens Gesprächs­part­nern in Washing­ton und den Mer­kel-Wider­sa­chern in Ber­lin und Mün­chen ein ..: Scharf­ma­cher, die an den Argu­men­ten der ande­ren Sei­te nicht wirk­lich inter­es­siert sind und nur einem Ziel fol­gen: .. die zwei Pro­zent von den Deut­schen ulti­ma­tiv einzufordern .. " 

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bookmark_border"Rule, Britannia! Britannia rule the waves .... "

Nein, die heh­ren Gesän­ge gibt es zwar noch, aber das "Bri­ti­sche Empire" ist Vergangenheit.

Bis­her habe ich mich zurück gehal­ten zum The­ma "Brexit" nur spo­ra­disch geschrie­ben. Aus gutem Grund, denn die Zeit und der Auf­wand das Punkt für Punkt zu ver­fol­gen sind es nicht wert, weil nichts irgend­wie geord­net ist. Eine Wen­dung folgt auf die näch­ste, ein tota­les Chaos!

Frau May hat die EU um eine Ver­län­ge­rung über eine Zeit bis kurz nach der Euro­pa­wahl gebe­ten, genau­er bis zum 30. Juni. Kurz bevor sie die­se Bit­te abge­schickt hat wur­de bekannt, dass die EU bereit wäre nicht nur um ein paar Mona­te zu ver­län­gern, son­dern bis April näch­sten Jahres.
Trotz­dem ist sie bei ihrem kur­zen Zeit­rah­men geblie­ben - und der Laie reibt sich in Unver­ständ­nis die Augen und fragt sich, war­um sie das Schei­tern wählt, wo doch Sta­bi­li­tät ganz ein­fach zu haben wäre. Mög­lich, dass das nicht grund­los¹ geschieht, was *ziel­los* aus­sieht könn­te durch­aus *gezielt* sein!
Es drängt sich der Gedan­ke auf, dass Frau May eine Absa­ge pro­vo­zie­ren möch­te, damit sie dann zu Hau­se sagen kann: 'Seht ihr, ich habe es ver­sucht mit dem gere­gel­ten Brexit, aber die EU hat mich gezwun­gen es auf die har­te Tour machen zu müssen'.

Die­ses Total­ver­sa­gen der Regie­rungs­chefin ist nicht mehr mit Ver­nunft durch­schau­bar. Die Situa­ti­on ändert sich bestän­dig, aber Frau May² bleibt bei ihrer ein­mal gefass­ten Vor­ge­hens­wei­se und will immer nur kur­ze Ver­län­ge­run­gen - wo doch mehr auch mehr Spiel­raum für Ver­hand­lun­gen und Ergeb­nis­se bedeu­ten würde.

Wie wäh­rend der jah­re­lan­gen Ver­hand­lun­gen: Kei­ne Vor­stel­lungs­kraft, kei­ne Stra­te­gie, kei­ne ver­bün­de­ten Hel­fer unter den frü­he­ren Part­nern. Gut­wil­li­ge Ange­bo­te schroff abge­lehnt und damit viel poli­ti­sches Por­zel­lan zer­schla­gen. Zurück bleibt ein Scher­ben­hau­fen und ein zutiefst zer­strit­te­nes Land, des­sen drin­gen­de Pro­ble­me wie Gesund­heits­ver­sor­gung, Sozi­al­struk­tur und Woh­nungs­markt in einer schwe­ren Kri­se stecken. In 2016 schrieb ich³ noch "Die kon­ser­va­ti­ven Kräf­te (in der EU) sind im Nie­der­gang begrif­fen - sie haben es nur noch nicht so rich­tig gemerkt.", das war eine Fehl­ein­schät­zung, min­de­stens für den Augen­blick. Bes­sern könn­te es sich bei der Wahl in die­sem Jahr, doch auf den Brexit hat es dann kei­nen Ein­fluss mehr.

Was aber, wenn Frau May doch die Ver­län­ge­rung bekommt um die sie die EU gefragt hat?

Dann wer­den die bri­ti­schen EU Abge­ord­ne­ten gewählt. Um dann am näch­sten oder über­näch­sten Tag wie­der nach Hau­se zu gehen - und die EU muss sich dar­auf vor­be­rei­ten die­se Lücken (die ja in sämt­li­chen Gre­mi­en pro­por­tio­nal vor­han­den sein wer­den!) mit ande­ren Per­so­nen zu füllen.

Spä­te­stens dann ist die Repu­ta­ti­on des Insel­rei­ches end­gül­tig im Kel­ler. Der Man­gel an Demo­kra­tie in der EU ist nicht zu leug­nen und das war ja stets ein Man­gel, auf den die Bri­ten - zu Recht - hin­ge­wie­sen haben. Nach dem unse­li­gen Hin und Her der Frau May in den letz­ten Jah­ren fällt es schwer noch zu glau­ben, dass die­ses Anlie­gen tat­säch­li­cher und nicht nur vor­ge­scho­be­ner Grund war.

¹ Wem nützt BREXIT ...? [26.06.2017]

² May­day, May­day* .... [12.07.2016]

³ "Should I Stay or Should I Go" [21.06.2016]

 

bookmark_border"Probiotisches" essen & trinken ....
*update* [05.04.2019]

So man­che "Erkennt­nis" hält sich als hart­näcki­ges Gerücht vie­le, vie­le Jah­re .... bis dann schließ­lich jemand dem Spuk ein Ende berei­tet, indem eine hieb- und stich­fe­ste Stu­die die Tat­sa­chen aufdeckt:

  • 'Pro­bio­ti­sche' Yoghurts - eine Wort­schöp­fung fin­di­ger Wer­be­men­schen ohne jeden wis­sen­schaft­li­chen Hin­ter­grund (wenn man von Auf­trags­stu­di­en der ent­spre­chen­den Unter­neh­men ein­mal absieht, bei denen stets die 'gewünsch­ten' Ergeb­nis­se her­aus­kom­men) - deren sich jüngst die Zeit­schrift "Öko-Test" ange­nom­men hat ....
    Was zu ver­mu­ten war und nun auch her­aus­kam:
    Sie bie­ten kei­ne wesent­li­chen Vor­tei­le. Was an 'leben­den' Kei­men im Darm ankommt fin­det man auch bei her­kömm­li­chen Zube­rei­tun­gen.
    Wesent­li­cher Unter­schied ist aber der Preis, denn die hoch­ge­lob­ten und viel­be­wor­be­nen "Acti­mel" und "Lac­to­ba­cil­lus LC1" und "Yakult" kosten zwi­schen acht und zwan­zig­mal (!) soviel wie eine ver­gleich­ba­re Men­ge her­kömm­li­chen Yoghurts ....

_______________ Über­sichts­stu­die Däne­mark _______________ 

Zitat aus einer däni­schen Stu­die von 2016:

Accor­ding to our syste­ma­tic review, no con­vin­cing evi­dence exists for con­si­stent effects of exami­ned pro­bio­tics on fae­cal micro­bio­ta com­po­si­ti­on in healt­hy adults, despi­te pro­bio­tic pro­ducts being con­su­med to a lar­ge ext­ent by the gene­ral population.”

Über­set­zung:
"Nach unse­rer syste­ma­ti­schen Durch­sicht gibt es kei­ne über­zeu­gen­den Bewei­se für die kon­si­sten­ten Aus­wir­kun­gen der unter­such­ten Pro­bio­ti­ka auf die Zusam­men­set­zung der Fäkal­mi­kro­bio­ta (Bak­te­ri­en in den Faeces/dem 'Stuhl') bei gesun­den Erwach­se­nen, obwohl pro­bio­ti­sche Pro­duk­te von der all­ge­mei­nen Bevöl­ke­rung in gro­ßen Men­gen kon­su­miert werden."

_______________ Ω-3-Fett­säu­ren _______________ 

Ω-3-Fett­säu­ren sind hoch unge­sät­tig­te Fet­te, die leicht zer­leg­bar und ver­wert­bar, aber vom mensch­li­chen Orga­nis­mus nicht selbst zu bil­den sind - daher müs­sen sie zuge­führt werden:
Nah­rung mit vie­len Ω-3-Fett­säu­ren ist wert­vol­ler als sol­che ohne .... und die Fein­schmecker wer­den sich freu­en zu hören, dass die­se Fet­te vor allem in Lachs und Makre­le zu fin­den sind. Im oben zitier­ten Arti­kel heißt es weiter:

Joghurts von Onken, Danone/Actimel, Sachsenmilch/LC1 und Campina/Landliebe wei­sen im Ver­gleich zu ande­ren kon­ven­tio­nel­len Mar­ken und zu Bio­pro­duk­ten die nied­rig­sten Ome­ga-3 Fett­ge­hal­te auf (unter 0,6 g Ome­ga-3 Fett­säu­ren je Gramm Fett) .. Das ist das Ergeb­nis einer Stu­die, in der Green­peace jetzt die Fett­zu­sam­men­set­zung bekann­ter Mar­ken­ar­ti­kel wie Acti­mel, LC1, Ehr­mann, Land­lie­be, Mül­ler .. durch ein spe­zia­li­sier­tes Milch­la­bor unter­su­chen ließ. Ins­ge­samt wur­den zwölf But­ter- und 21 Joghurt­pro­duk­te gete­stet, sechs davon aus öko­lo­gi­scher Erzeu­gung. Die Bio­pro­duk­te hat­ten ins­ge­samt deut­lich höhe­re Wer­te an Ome­ga-3 und ande­ren wert­vol­len Fettsäuren.


Wie fest­ge­stellt wird man­gelt es dem­nach gera­de bei den als "beson­ders gesund" geprie­se­nen pro­bio­ti­schen Yoghurt-Drinks [2007; Bei­spie­le: Acti­mel, LC1, Yakult ] an den 'gesun­den' Fettsäuren ....

 

______________________ F A Z I T ______________________
Die Zeit bleibt nicht ste­hen und mit den Jah­ren kom­men immer wie­der neue Stu­di­en hin­zu. Kei­ne der bis­her erschie­ne­nen Stu­di­en - außer denen, die von den Her­stel­lern finan­ziert / initi­iert waren - haben eine posi­ti­ve gesund­heit­li­che Wir­kung der soge­nann­ten "Pro­bio­ti­ka" nach­wei­sen können.
Der Ver­brau­cher bekommt ein Wer­be­mär­chen-Pro­dukt über­teu­ert ver­kauft, der ver­spro­che­ne Effekt ist nicht nach­weis­bar. Nur die Her­stel­ler gewin­nen, die Pro­fi­te lie­gen im Milliardenbereich (!).

 
Weiterlesen:
→ [01.02.2018] Pro­bio­ti­ka; Durch­fall­mit­tel gefähr­lich für Schwerkranke

→ [17.07.2017] Pro­bio­ti­sche Yoghurts

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bookmark_borderGottlos glücklich


All­jähr­lich wer­den bei inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen Daten gesam­melt und Tabel­len zusam­men gestellt, um dar­aus die "glück­li­chen" und weni­ger glück­li­chen Natio­nen zu bestim­men. Ich habe selbst nicht die Mög­lich­keit die­se Daten zu prü­fen. Des­we­gen muss ich dar­auf ver­trau­en, dass sie kor­rekt sind . Ein Indiz dafür ist die Akzep­tanz des­sen, was da ver­öf­fent­licht wur­de. Es gibt kei­ne wesent­li­chen Beschwer­den dage­gen. Der Umkehr­schluss ist daher, dass es im wesent­li­chen kor­rek­te Ein­stu­fun­gen sind die in Fol­ge über meh­re­re Jah­re ver­öf­fent­licht wurden.

In Län­dern mit einer star­ken Bin­dung an Reli­gi­on [gro­ßer Reli­gi­ons­ein­fluss auf das Leben der Bevöl­ke­rung] ist die Zufrie­den­heit gering, Men­schen sind eher 'unglück­lich' als in den Län­dern, in denen Reli­gi­on eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le spielt.

Wenn Men­schen bereit sind höhe­re Steu­ern zu zah­len, ein sozia­les Netz zu erhal­ten, frei leben und Ver­trau­en in die Fähig­keit ihrer Regie­rung haben, dann sind sie glücklich. 

Wo Reli­gi­on ein unbe­deu­ten­der All­tags­fak­tor ist sind Men­schen gebil­de­ter, sie ver­fü­gen über ein höhe­res Bil­dungs­ni­veau. Meist geht damit eine gerin­ge­re Span­ne zwi­schen arm und reich ein­her. Die Gesell­schaft ist gerech­ter, die Wohl­fahrts­sy­ste­me sind umfas­sen­der, die Bür­ger füh­len sich abge­si­chert und gesund­heit­lich bes­ser versorgt.

Das alles steht im Gegen­satz zu dem, was Reli­gi­on den Men­schen verspricht:
Anstatt Offen­heit und Soli­da­ri­tät zu erzeu­gen füh­ren star­re reli­giö­se Dog­men zu einer Ver­kru­stung, Abschot­tung und Miss­trau­en zwi­schen den Bür­gern. Die Chan­cen für den Ein­zel­nen sin­ken, das Wohl­be­fin­den schwin­det und die Kon­kur­renz ver­schärft sich.

Ein Zitat aus einer pro-reli­giö­sen Schrift:
".. When it comes to reli­gi­on and spi­ri­tua­li­ty, it may not be what you belie­ve or how you belie­ve it that pro­tects you from unhap­pi­ness so much as the fact that you belie­ve at all — and that you prac­ti­ce tho­se beliefs with other peo­p­le. Sci­en­tists have long known that having strong social ties is one of the grea­test gua­ran­tors of hap­pi­ness. Reli­gi­on isn’t the only social tie that binds — you can join a vol­un­teer group or a bow­ling league or the parent-tea­cher asso­cia­ti­on, and you’ll likely be bet­ter off than you would be alone .."

" .. Wenn es um Reli­gi­on und Spi­ri­tua­li­tät geht, ist es viel­leicht nicht das, was Sie glau­ben oder wie Sie es glau­ben, das Sie vor Unglück schützt, son­dern viel­mehr die Tat­sa­che, dass Sie über­haupt glau­ben - und dass Sie die­se Über­zeu­gun­gen mit ande­ren Men­schen prak­ti­zie­ren. Wis­sen­schaft­ler wis­sen seit lan­gem, dass star­ke sozia­le Bin­dun­gen einer der größ­ten Garan­ten für Glück sind. Reli­gi­on ist nicht die ein­zi­ge mög­li­che sozia­le Bin­dung. Sie kön­nen sich einer Frei­wil­li­gen­grup­pe, einem Bow­ling-Ver­ein oder dem Eltern-Leh­rer-Ver­ein anschlie­ßen und sind wahr­schein­lich bes­ser dran als wenn Sie allei­ne wären .. "

Genau dar­um geht es:
Nicht der Inhalt der Gemein­schaft ist ent­schei­dend, son­dern die Ver­bin­dung zu ande­ren Men­schen, völ­lig unab­hän­gig von der Art der Zusam­men­ge­hö­rig­keit. Dies ist sehr gut in klei­ne­ren Gemein­den und Städ­ten zu beob­ach­ten, in denen man sich noch per­sön­lich kennt. Je anony­mer eine Wohn­stät­te wird, desto weni­ger glück­lich sind die dort woh­nen­den Men­schen - Aus­nah­men wie stets ausgenommen.

In die­ser Abbil­dung¹ wird der Grad der Reli­gio­si­tät dar­ge­stellt. Beach­ten Sie hier die skan­di­na­vi­schen Län­der, die in der Ska­la der glück­li­chen Natio­nen ganz oben ste­hen.
 

In die­ser Abbil­dung³ wird die Ein­fluss­nah­me von Reli­gi­on auf das gesell­schaft­li­che Leben dar­ge­stellt. Ein hoher Pro­zent­satz bedeu­tet wenig Ein­fluss­nah­me.
 

Der Zusam­men­hang zwi­schen Reli­gi­ons­aus­übung und -ein­fluss sowie wirt­schaft­li­cher Stär­ke. Die Dar­stel­lung² ist ein Bei­spiel dafür, wie dort ansäs­si­ge Unter­neh­men die Sta­ti­stik "schö­nen", wobei das oft dadurch zustan­de kommt, dass schon die von der CIA gelie­fer­ten Län­der­da­ten - na sagen wir: krea­tiv bear­bei­tet sind. Und zwar immer so, dass die USA als die Besten der Besten daste­hen ....
 

Zusam­men­fas­send lässt sich daher feststellen:


Glück­li­che Men­schen woh­nen in Län­dern in denen es eine ange­mes­se­ne sozia­le Siche­rung aus soli­da­ri­scher Finan­zie­rung gibt, in denen die Span­ne zwi­schen arm und reich gering ist und in denen Reli­gi­on kei­nen wesent­li­chen Ein­fluss auf den All­tag der Bevöl­ke­rung hat.

______________________ Quel­len _______________________

GPI Glo­bal Peace Index
WHR World Hap­pi­ness Report
sowie alle benann­ten Abbildungen

______________ Rech­te für Abbil­dun­gen ______________

  • ¹ By Sbw01f - Self made, data from 2009 Gallup poll., CC BY 3.0, Link
  • ² By Pete­ruetz - Own work, CC BY-SA 3.0, Link
  • ³ Von Benut­zer: Nei­tram und diver­se wei­te­re Autoren (sie­he Ver­si­ons­ge­schich­te) - erstellt von Benut­zer: Nei­tram basie­rend auf der lee­ren Welt­kar­te en:Image: BlankMap-World.png, PD-Schöp­fungs­hö­he, Link
  • Von See file histo­ry below. - Own work based on Euro­ba­ro­me­ter's 2005 pool results (ebs 225 report en.pdf, pp. 9)., CC BY-SA 3.0, Link
  • Public Domain → Von Eng­lish: Crea­ti­ve Com­mons (modi­fi­ca­ti­ons: smal­ler, 64px, and white) - Eng­lish: Offi­ci­al down­loads of the Crea­ti­ve Com­mons icons., Gemein­frei, Link
  • bookmark_borderErpressungsandrohung

    Als vor ein paar Wochen zum ersten Mal ein erpres­se­ri­sches E-Mail ankam habe ich das schlicht igno­riert, zumal mein hoster "knall­hart" mir ver­si­cher­te es gäbe kei­nen Anlass zu Sorge.
    Am 29.03. kam der zwei­te Anlauf des Erpres­sers, und dann am 30.03. noch­mal. Alles deu­tet auf Aus­gangs­land Tür­kei hin, offen­bar nutzt man aber ein gehack­tes viet­na­me­si­sches Kon­to für den Versand. 

    Nur um es gleich vor­weg zu nehmen:
    Ich war weder auf irgend­wel­chen kom­pro­mit­tie­ren­den Sei­ten, noch kön­nen Vide­os von mir gemacht wor­den sein, weil ich mit einem Linux-System arbei­te und die Kame­ra aus­ge­schal­tet ist. Aus dem glei­chen Grund ist es kei­nem Angrei­fer mög­lich irgend­wel­che pixels oder son­sti­ge track­ing devices bei mir abzulegen.
    Wie aller­dings die­se Erpres­ser es schaf­fen mir (ver­meint­lich) von mei­nem eige­nen Kon­to zu schrei­ben wür­de mich sehr interessieren. 

    Aber sehen Sie selbst, ich habe jeweils den Kopf des mails kom­plett kopiert und stel­le den gesam­ten Text des E-Mails hier online. Wenn Sie als Leser*in einen Hin­weis hät­ten wie ich als näch­stes vor­ge­hen soll­te, wäre ich für einen Kom­men­tar dazu dankbar.

    "click!" auf die Abbil­dun­gen ver­grö­ßert diese.

    Erstes E-Mail:

    Zwei­tes E-Mail:


    bookmark_borderWenn der Algorithmus zuschlägt
    alg

    "face­book" hat sich ver­pflich­tet bes­ser und schnel­ler auf *hate speech* zu reagie­ren, das erste 'Opfer' dabei wur­de ein car­toon des bekann­ten Car­too­ni­sten Clay Bennett.

     

    Da wird uns doch sehr viel kla­rer, was pas­siert, wenn erst das kürz­lich ver­ab­schie­de­te EU-Urhe­ber­recht in Kraft tritt:
    Erlaub­tes wird gesperrt,
    Uner­laub­tes geht durch.
    Dan­ke, CDU/CSU, #nie­mehr­cdu ...!


    Die näch­sten Bil­der stel­len dar wie weit wir noch von "künst­li­cher Intel­li­genz" weg sind - oder wie schlam­pig selbst gro­ße Gesell­schaf­ten bei der Qua­li­täts­kon­trol­le ihrer eige­nen Ange­bots­sei­ten sind:

    Hier wer­den HERREN Hosen­trä­ger ange­bo­ten, der Name lau­tet "GENTS ONLY", was soviel bedeu­tet wie "Nur für (ech­te) Ker­le!" - wahr­schein­lich wur­de eine jun­ge Frau abge­lich­tet weil es kei­ne ech­ten Ker­le mehr gibt, nur noch Weich­ei­er ....
     

    Wer Hosen­trä­ger kauft, oder an hat, oder bestellt, um sie anzu­zie­hen, oder sie jeman­dem schenkt, damit er sie anzie­hen kann, oder sie auf irgend­ei­ne ande­re Art und Wei­se in Ver­kehr bringt .... ist bestimmt Holz­fäl­ler oder Axt­mör­der .... oder was sonst soll man aus die­ser Asso­zia­ti­on her­lei­ten, die der Algo­rith­mus vorschlägt? 

    bookmark_borderZurück in die Vergangenheit


    Heu­te las ich:


    On 27.03.19 16:36, Bent von Kraut­re­por­ter cited:

    > Als gin­ge es am Gym­na­si­um um nichts ande­res als um gute Noten, an den
    > ande­ren Schu­len nur dar­um, die Übrig­ge­blie­be­nen zu bändigen",
    > kom­men­tiert Par­vin Sadigh auf Zeit Online .
    > Des­halb for­dert er sie*: Opfert das Gymnasium!

    Dass es an den Gym­na­si­en um gute Noten geht ist nicht zuletzt eine Ent­wick­lung die von SPD und Gewerk­schaf­ten in den Sieb­zi­gern vor­an­ge­trie­ben und in den spä­te­ren Jah­ren von ande­ren Regie­run­gen aus Geld­man­gel fort­ge­setzt wur­de und im Lau­fe der Jah­re immer brei­ter unter­stützt wur­de - die Illu­si­on jeder müs­se Abitur haben wur­de dadurch erkauft, dass man den Stan­dard immer mehr absenk­te. Und 'voi­là!' schon hagelt es gute Noten.

    Fol­ge­rich­tig wur­de das Abitur immer wohl­fei­ler, die Fach­hoch­schu­len und Sozi­al­bil­dungs­stät­ten (frü­her: Sozi­al­aka­de­mie) wur­den zu Hoch­schu­len erklärt und zuletzt wur­de mit Ein­füh­rung von Bache­lor und Masters der aka­de­mi­schen Anfor­de­rung der letz­te Todes­stoß verpasst.

    Jetzt also folgt die zwei­te Wel­le: 'Opfert das Gym­na­si­um!'?

    * Par­vin Sadigh ist übri­gens eine Frau.

    Ohne einen lan­gen, fami­liä­ren und kul­tu­rel­len Hin­ter­grund in "D" zu haben kann man leicht sol­che For­de­run­gen stel­len. Frau Sadigh mag es nicht bes­ser wis­sen. Ich weiß dage­gen nichts über die Moti­va­ti­on der Frau Sadigh, noch über ihre ein­schlä­gi­gen Kennt­nis­se oder ihre Aus­bil­dung.

    Was ich im Inter­net zu Frau Sadigh gefun­den habe ist nicht sehr umfang­reich, jeden­falls scheint sie sich bis­lang nicht auf dem Gebiet der pri­mä­ren und sekun­dä­ren Schul­bil­dung beson­ders her­vor­ge­tan zu haben.

    Müss­te nicht zuvor, also bevor man eine mehr­hun­der­jäh­ri­ge Tra­di­ti­on wie das Gym­na­si­um über Bord wirft

    1. eine gründ­li­che Ana­ly­se der Vor- bzw. Nach­tei­le und

    2. eine Berech­nung der Kosten für Räum­lich­kei­ten, Schul­neu­bau­ten etc. ste­hen und

    3. eine Unter­su­chung über die in ande­ren (ver­gleich­ba­ren!) Län­dern bereits bestehen­den Syste­me - unter Berück­sich­ti­gung der Stär­ken und Schwä­chen - ein­be­zo­gen werden?

    Aus den U.S.A. ist mir bekannt, dass sol­che Mon­ster­schu­len (> 1.000 Schü­ler) beson­de­re Pro­ble­me auf­wer­fen (Ban­den­bil­dung, Mob­bing, Kri­mi­na­li­tät), die in klei­ne­ren Ein­hei­ten unbe­kannt sind. Soviel zur rei­nen Größe.

    Was die Lehr­plä­ne angeht sieht es noch schlim­mer aus, weil schon jetzt der Weg des gering­sten Wider­stan­des gewählt wird. Das Bei­spiel High School beweist das im Extrem - es sin­ken über die Jah­re die Anfor­de­run­gen und der Stan­dard. Her­aus kom­men Absol­ven­ten, die besten­falls als Hand­lan­ger tau­gen und kei­ner­lei All­ge­mein­wis­sen mehr haben. Patrio­ten kann man in sol­chen Schu­len groß­zie­hen, sie för­dern aller­dings einen Anti-Intel­lek­tio­nis­mus mit mili­tan­ter Aus­prä­gung, da Stär­ke vor Intel­lekt gesetzt wird. Nicht etwa aus Absicht, son­dern aus dem sozio­kul­tu­rel­len Umfeld der puber­tie­ren­den Schü­ler­schaft ent­ste­hend, in dem Kraft vor Geist, Kon­flikt vor Aus­gleich steht.


    Aber in Wirk­lich­keit ist es sowie­so längst eine Gemein­schafts­schu­le gewor­den die sich öff­nen muss für indi­vi­dua­li­sier­tes Ler­nen, für Sozi­al­ar­bei­ter und Psychologen

    Wer hat das denn zu ver­ant­wor­ten, immer vor­aus­ge­setzt, dass es tat­säch­lich so ist? In einer Gesell­schaft, in der Mit­tel­maß regiert (wört­lich gemeint!) ist es nicht ver­wun­der­lich, wenn Mit­tel­maß geför­dert wird. Eine Gesell­schaft lebt aber von ihren besten Köp­fen, von intel­li­gen­ten 'Spin­nern', die krea­tiv sein dür­fen und Höchst­lei­stun­gen locker aus dem Ärmel schütteln.

    Sozia­les Ver­hal­ten und Inklu­si­on sind wich­tig, aber doch nicht auf Kosten des­sen wofür Schu­le da ist: Ein Lern­an­ge­bot zu machen, Schü­ler zu för­dern und ihre Lei­stung durch ein Zeug­nis zu würdigen.

    Das gan­ze System nun an den Schwäch­sten aus­zu­rich­ten ist wahr­haf­tig eine Uto­pie - wer will uns als Volks­wirt­schaft denn mit einer sol­chen Umwäl­zung zugrun­de rich­ten? Sol­len wir ins Mit­tel­al­ter zurück­fal­len, alle Kin­der aller Jahr­gän­ge in einer Klas­se? Das wäre den Gedan­ken völ­lig zu Ende zu denken.

    Was par­al­lel ent­steht sind Pri­vat­schu­len - und schon ist es vor­bei mit der schö­nen Idee der Inklu­si­on! Eltern mit den ent­spre­chen­den Ein­künf­ten oder genug Kre­dit­wür­dig­keit wer­den ihre Kin­der auf Pri­vat­schu­len schicken. Wie sol­che Gesell­schaf­ten struk­tu­riert sind kann man am Bei­spiel der U.S.A. sehen. Der Unter­gang der dann noch vor­han­de­nen öffent­li­chen Schu­len, in denen die Gym­na­si­en ein­ge­glie­dert und auf­ge­gan­gen sind, ist vor­pro­gram­miert. Zum Schluß lei­det die Qua­li­tät der Schul­ab­sol­ven­ten und die Zahl der 'Nicht-Absol­ven­ten' steigt.

    Man mag das sogar posi­tiv fin­den, wenn sich die Ent­wick­lung zu mehr Frei­zeit und mehr Maschi­nen­ar­beit so ent­wickelt wie es vor­her­ge­sagt wird. Die Poli­tik wäre bestimmt nicht dage­gen, las­sen sich doch Unwis­sen­de bes­ser über­töl­peln als Men­schen mit soli­der Bildung.

    Woher soll, bit­te­schön, das Geld für die Sache kom­men? Schon jetzt ist nicht genug da, Schu­len zer­fal­len, es fehlt an moder­nen Lehr­mit­teln, die Lehr­kräf­te sind aus­ge­la­stet und eine Rie­sen­lücke droht weil nicht genug Nach­wuchs da ist - wie soll denn da eine der­ar­tig anspruchs­vol­le Umwäl­zung des kom­plet­ten Lern­ge­fü­ges funktionieren?

    bookmark_borderSo lange es noch geht ....

    .... hier ein Link zu einer Kurz­fas­sung eines Trailers
    zu der The­se "Ame­ri­ka ist die größ­te Nati­on der Welt"

    → click! auf das Bild 

    № 1 only in three categories:
    1. num­ber of inc­ar­ce­ra­ted citi­zens per capita
    2. num­ber of adults who belie­ve angels are real
    3. defen­se spending
    № 1 nur in drei Kategorien:
    1. Anzahl der inhaf­tier­ten Bür­ger pro Kopf
    2. Anzahl der Erwach­se­nen, die glau­ben, dass es Engel wirk­lich gibt
    3. Verteidigungsausgaben

    bookmark_borderAbsurditäten wohin man schaut ....

    "Clowns zu mei­ner Lin­ken, Witz­bol­de zu mei­ner Rech­ten, hier bin ich - nicht in der Mit­te fest­steckend, son­dern über dem gesam­ten absur­den Spek­trum schwe­bend, wei­nend, wäh­rend ich die Hin­ga­be mei­ner Mit­men­schen für poli­ti­sche Illu­si­on und Selbst­zer­stö­rung betrachte."


    "Clowns to the left of me, jokers to the right, here I am -- not stuck in the midd­le, but hove­ring abo­ve the enti­re far­ci­cal spec­trum, wee­ping as I behold my fel­low man's devo­ti­on to poli­ti­cal illu­si­on and self-des­truc­tion.” ― Robert Higgs

    Wor­an merkt man, dass bald wie­der Wah­len anstehen?
    Poli­ti­ker zau­bern immer neue Ver­spre­chen aus dem Hut!

    Woher weiß man, dass das lee­re Ver­spre­chen sind und nie­mand sich dar­an hal­ten wird?
    Weil man die Ver­spre­chen vor ande­ren Wah­len gehört hat und sie nie ein­ge­löst wurden!

    "wei­nend" - so ist mir manch­mal zumu­te wenn ich auf die Ergeb­nis­se der deut­schen Poli­tik schaue, ins­be­son­de­re heu­te, weil in Euro­pa die Wei­chen gegen ein frei­es Inter­net gestellt wurden.

    Für wen Poli­tik gemacht wird hat man gesehen:
    Sprin­ger & Kon­sor­ten konn­ten in "D" mit dem Lei­stungs­schutz­recht nichts ver­die­nen - da wur­de es auf die euro­päi­sche Ebe­ne geho­ben und durch­ge­paukt - aller gesell­schaft­li­cher Pro­te­ste zum Trotz. Da wur­de behaup­tet* die Demon­stra­tio­nen sei­en "gesteu­ert" gewe­sen - der Gip­fel an Absur­di­tät, wenig­stens für Men­schen, die in Inter­net kein #neu­land sehen ....
    Und die Par­tei­en, die dafür ver­ant­wort­lich sind, deren Poli­ti­ker teil­wei­se etwas ande­res ver­spro­chen hat­ten, wol­len uns weis­ma­chen es wer­de zukünf­tig bei ande­ren The­men anders laufen?

    Das Haupt­the­ma soll­te für alle Par­tei­en der Kli­ma­wan­del sein. Aller­dings nicht so wie Frau Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU #nie­mehr­cdu) es anspricht: Die Schü­ler soll­ten nicht schwän­zen! Da ist sie nicht allein, denn auch Herr Lind­ner von der FDP (#nie­mehrfdp) sagt es ähn­lich. Der Herr Scheu­er von der CSU (#nie­mehrc­su) meint gar, man müs­se nur ein wenig an den Aus­stoß­men­gen der Fahr­zeu­ge arbei­ten - dann sei schon wie­der aller gut ... und die SPD (#nie­mehr­spd)? Da sagt Frau Bar­ley, Spit­zen­kan­di­da­tin der SPD für Euro­pa, das ist doch alles halb so schlimm und der Koali­ti­ons­ver­trag, na, ein Anhalt ....

    Was den Poli­ti­kern offen­bar immer noch nicht klar ist:
    Wenn das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht kippt ist das endgültig!
    Ein bio­lo­gi­sches System kann - anders als ein defek­tes tech­ni­sches Gerät - NICHT repa­riert werden.
    Kaputt ist kaputt, unumkehrbar.

    Wenn wegen der Kosten und der Fol­gen für die Wirt­schaft geklagt wird kann ich nur sagen:
    Wenn der Pla­net kaputt ist ist auch die Wirt­schaft kaputt.

    Daher ist es durch­aus sinn­voll lie­ber jetzt Ein­schrän­kun­gen hin zu neh­men anstatt spä­ter mit der geschän­de­ten Natur unterzugehen.

    Leu­te, wer­det klug!
    Wählt bei der Euro­pa­wahl Pira­ten, "Die Lin­ke" oder DIEM25


    Poli­tik: Die Kunst, Euphe­mis­men, Lügen, Emo­tio­na­li­tät und Angst­ma­che­rei ein­zu­set­zen, um durch­schnitt­li­che Men­schen dazu zu brin­gen, ihre eige­ne Skla­ve­rei zu akzep­tie­ren oder sogar zu fordern.
    Poli­tics: the art of using euphe­misms, lies, emo­tio­na­lism and fear-mon­ge­ring to dupe avera­ge peo­p­le into accep­ting--or even deman­ding--their own enslavement. 


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    *
    [03-2019]

    B*LD bedroht auf sei­ne Art
    seit 60 Jah­ren den Rechts­staat
    durch Het­ze und Fälschungen

    bookmark_borderMein *Google-befreites* Mobiltelefon

    Vor etwa einem Monat habe ich mit Hil­fe eines sehr ver­sier­ten und freund­li­chen Stu­den­ten mein Mobil­te­le­fon, ein "one plus one", gekauft im Okto­ber 2014, mit einem "cya­no­ge­nOS" Betriebs­sy­stem auf Andro­id­ba­sis - gegen einen klei­nen Obu­lus auf die Nach­fol­ge­ver­si­on "lineage os"¹,² umstel­len las­sen. Das geht nicht mit jedem Modell, die Soft­ware­er­stel­ler machen das nicht kom­mer­zi­ell - daher beschrän­ken sie sich auf bestimm­te Modelle.

    Es gibt bei der Nut­zung Ein­schrän­kun­gen: Da *play­sto­re* nicht in Fra­ge kommt wer­den Apps von einer Platt­form namens "FDroid" gela­den - sie sehen anders aus und man­che funk­tio­nie­ren anders, aber alle Funk­tio­nen kön­nen mitt­ler­wei­le mit sol­chen Alter­na­ti­ven erle­digt wer­den. Goog­le ist nicht die ein­zi­ge mög­li­che Quelle.

    *Goog­le-befreit* des­we­gen, weil nun auf dem Tele­fon kei­ner­lei Ver­bin­dung mehr zu Goog­le besteht. Alle Apps sind eigen­stän­di­ge Ent­wick­lun­gen, die sich nicht mit den Kon­zern­rech­nern im Hin­ter­grund ver­bin­den - so wie es anson­sten die mit Android-Betriebs­sy­stem aus­ge­rü­ste­ten Mobil­te­le­fo­ne tun .... und dort ALLE Daten ihrer Benut­zer 'abla­den', sich so total ent­blö­ßen. Wo, wann, wie lan­ge der user irgend­wo war und was er da getan hat weiß das Tele­fon. Und sen­det es an Goog­le zur Aus­wer­tung. So wis­sen die Goog­le Com­pu­ter mehr über die Nut­zer als die­se selbst über sich wis­sen, denn die Algo­rith­men ana­ly­sie­ren objek­tiv und gnadenlos.

    Woher rührt mein Miss­trau­en gegen­über Goog­le? Die Such­ma­schi­ne hat (2009) eine wesent­li­che Umstel­lung der Algo­rit­men vor­ge­nom­men, die sich auf die Prä­sen­ta­ti­on der Daten in der Ergeb­nis­an­zei­ge aus­wir­ken, und zwar so, dass bekann­te Infor­ma­tio­nen über einen Nut­zer in die Anzei­ge ein­flie­ßen. Dadurch, dass die Such­ma­schi­ne die­se Daten ein­be­zieht, die über den Nut­zer bei ihr bekannt sind, wer­den Herrn X - trotz iden­ti­scher Such­an­fra­ge - ande­re Ergeb­nis­se ange­zeigt als Herrn Y. Das ange­zeig­te Ergeb­nis ist also eine Bevor­mun­dung durch das Suchsystem:
    Wenn zwei Per­so­nen die glei­che Suche durch­füh­ren bekom­men sie wegen ihrer unter­schied­li­chen *Vor­ge­schich­te* ver­schie­de­ne Ergeb­nis­se angezeigt.

    Maschi­ne domi­niert Mensch - ein Alp­traum, der hier noch nicht zu schlim­men Fol­gen führt, es gibt ja noch Alter­na­ti­ven, aber die grund­sätz­li­che Rich­tung ist abzulehnen.
    Wol­len wir es tat­säch­lich zulas­sen, dass uns eine Such­ma­schi­ne vor­schreibt wel­che Sei­ten im Inter­net für uns die 'rich­ti­gen', die 'pas­sen­den', die 'ange­mes­se­nen' sind?

    Meta­Ger ist ein neu­er Ansatz eine Such­ma­schi­ne bereit zu stel­len, die ihre Nut­zer nicht aus­späht und nicht bevor­mun­det. Die Instal­la­ti­on im Brow­ser ist ein­fach und schnell erle­digt - ein wich­ti­ger Schritt.
    Als App fin­det man sie natür­lich auch. Zudem gibt es eine Land­kar­ten- bzw. Rou­ten­pla­ner­an­wen­dung (Maps.MetaGer; Vor­erst nur BRD).

    Wie ich gele­sen habe sind ver­schie­de­ne Kran­ken­kas­sen Apps in Arbeit, es gibt bereits vie­le Ban­king Apps, hier­zu hat­te ich kürz­lich erst einen Arti­kel geschrieben.
    Was allen gemein­sam ist: Man muss dar­auf ver­trau­en, dass sie mit den Daten sorg­sam umge­hen. Wie bekannt ist das kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, denn immer wie­der liest man von schwer­wie­gen­den Daten­lecks: Wo Daten gesam­melt wer­den gibt es stets kri­mi­nel­le (oder nur neu­gie­ri­ge) Hacker, die sich die­ser Daten bedie­nen wollen.

    Von dem eige­nen Fern­se­her aus­ge­späht wer­den, vom "smart meter" aus­ge­späht wer­den - das hat­ten wir doch schon. Es soll­te uns bewusst sein, wie sehr wir zukünf­tig sol­che Daten­strö­me erzeu­gen und wie wich­tig es sein wird aus Selbst­schutz dar­auf zu ach­ten die­se Daten best­mög­lich zu sichern.

    ¹ Android 9: Lineage OS 16.0 ist da
    ² Android-Alter­na­ti­ve Lineage OS streicht Unter­stüt­zung für 22 Gerä­te
    ³ [10/2015] Man­geln­de Vor­bild­funk­ti­on und Zukunfts­per­spek­ti­ve der Poli­tik*update* [18.12.2018]
    ".. Die poli­ti­schen Akteu­re tra­gen unver­min­dert zum Miss­trau­en der Bevöl­ke­rung gegen­über Neue­run­gen bei, weil sie zunächst immer die Gefah­ren und Wider­stän­de beschrei­ben anstatt die Vor­zü­ge und erwei­ter­ten Mög­lich­kei­ten her­aus zu stel­len. Ein gutes Bei­spiel aus jüng­ster Zeit ist die Idee der "Digi­tal­in­itia­ti­ve". Da waren (und sind) die Zustän­dig­kei­ten unge­klärt - dabei hät­te das doch im Vor­feld geklärt wer­den kön­nen .."

    [10/2014] Verapplet
    "..Wo sol­len die Daten denn gespei­chert werden?
    War das nur die Idee von 'apple' oder steckt die NSA dahinter?
    Wel­che Idee zur "Daten-Selbst­ent­blö­ßung" folgt als näch­stes?
    .."

    [10/2014] Neu­lich ....
    Goog­le+ darf ALLES:
    - Tele­fon­sta­tus & Iden­ti­tät abrufen
    - Bil­der & Vide­os aufnehmen
    - Audio aufnehmen
    - Genau­er Stand­ort bzw. unge­fäh­rer Standort
    - Im sozia­len Stream lesen, schreiben
    - Kon­tak­te ändern, lesen
    - Kon­takt­da­ten & -kar­ten ändern ....
    und so wei­ter, es fol­gen noch vie­le wei­te­re Erlaubnisbereiche. 

    [10/2014] Ich hab' es .... *update* (10−10−2014)
    [11/2013] Alles "smart - und was haben wir davon ...? *update* (08−04−2015)