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bookmark_borderVon Königinnen, Königen und Monarchien

In "Coro­na – Nach­rich­ten für Mon­ar­chi­sten, Aus­ga­be 299" fin­det man den Arti­kel "Däne­mark begrüßt das neue Königs­paar".

Dort wird berich­tet, was das Deut­sche Fern­se­hen, genau­er das ARD-„Europamagazin“ ver­lau­te­ten ließ:
„Däne­mark: Wer braucht noch eine Monarchie?“

Wei­ter heißt es dort:

".. Selt­sam, daß die­se Fra­ge aus­ge­rech­net in einem Land auf­ge­wor­fen wird, des­sen Regie­rung von kaum 30% der Bevöl­ke­rung eine Zustim­mung erfährt und die Wer­te des Bun­des­prä­si­den­ten nur gering­fü­gig höher lie­gen. Die Pro­kla­ma­ti­on von Kron­prinz Fre­de­rik zum neu­en König war eine hun­dert­tau­send­fa­che Bestä­ti­gung, daß das Volk nicht nur Ver­trau­en in den neu­en Mon­ar­chen setzt, son­dern auch in die Staats­form. Men­schen­mas­sen vor Schloß Chri­sti­ans­borg ver­folg­ten direkt die Aus­ru­fung zum König durch die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Mini­ster­prä­si­den­tin Met­te Fre­de­rik­sen. Auch vor 52 Jah­ren war es ein Sozi­al­de­mo­krat, der vom Bal­kon des Schlos­ses Chri­sti­ans­borg Mar­gre­the dem Volk als Köni­gin vor­stell­te: Jens Otto Krag .. "

In der Tat, das ist eine schar­fe Ein­las­sung die ich für durch­aus ange­mes­sen hal­te. Dies ins­be­son­de­re wegen der Begrün­dung mit exak­ten Zah­len, die die Schlag­zei­le der Fern­seh­leu­te ad absur­dum füh­ren, ste­hen doch die Dänen ganz offen­sicht­lich in sehr viel grö­ße­rer Zahl hin­ter dem Königs­haus als Reprä­sen­tant des Lan­des als die Deut­schen hin­ter dem Ver­le­gen­heits­kan­di­da­ten und Kom­pro­miß­prä­si­den­ten Stein­mei­er, des­sen wei­ße Weste von vie­ler­lei Flecken getrübt ist und des­sen Amts­füh­rung eher ein Stol­pern als sou­ve­rä­nes Vor­an­schrei­ten darstellt.

Ich wage sogar die The­se, dass ein Erstar­ken der extre­men Rech­ten in die­sem Aus­maß hier­zu­lan­de nicht mög­lich gewe­sen wäre, hät­te die Bevöl­ke­rung ein Königs­haus in Kon­ti­nui­tät anstatt einem Prä­si­den­ten, zumal die ver­schie­de­nen Prä­si­dent­schaf­ten eher glück­los, min­de­stens aber mit wenig Aus­gleichs- und Mäßi­gungs­po­ten­zi­al ver­lau­fen sind.
Frü­he­re nega­ti­ve Ein­schät­zun­gen zu Mon­ar­chien sind mitt­ler­wei­le über­kom­men - die Ten­denz ist eher posi­tiv, denn unter den glück­lich­sten Staa­ten sind zahl­rei­che euro­päi­sche Mon­ar­chien.

Nicht alle Pro­ble­me sind durch eine kon­sti­tu­tio­nel­le Mon­ar­chie wie von Zau­ber­hand gelöst, doch zei­gen die bestehen­den Mon­ar­chien min­de­stens in Euro­pa eine Ten­denz zufrie­de­ner Bür­ger und Unter­stüt­zung durch die poli­ti­schen Parteien. 

Abbildung/Beitragsbild: Däni­sche Kronen

bookmark_borderVon 'Situationen'

Stel­len Sie sich vor Sie wären eine Frau aus einem süd-ost-euro­päi­schen Land in mitt­le­rem Lebens­al­ter und hät­ten ein Kind aus einer geschei­ter­ten Bezie­hung. Da ler­nen Sie einen net­ten, alters­glei­chen Mann ken­nen. Er ist freund­lich, beson­nen, arbeit­sam und gut aus­se­hend. Es wer­den Ver­ab­re­dun­gen gemacht, man lernt sich bes­ser ken­nen und aus Sym­pa­thie wird Lie­be. Das Paar beschließt zusam­men das wei­te­re Leben zu gestalten. 

Der Mann bekommt ein lukra­ti­ves Ange­bot in einem boo­men­den Wirt­schafts­sek­tor zu arbei­ten. Der größ­te Nach­teil dabei ist: Er muss für jeweils sechs Mona­te 'auf Mon­ta­ge', das heißt in ent­le­ge­ne Ecken der Welt, um dort an Groß­pro­jek­ten mit­zu­ar­bei­ten. Groß­zü­gi­ge Bezah­lung, Flü­ge und Unter­kunft frei, die ein­zi­gen Kosten die ent­ste­hen sind die für Essen und Trinken.

Sie (die oben­ge­nann­te Frau) stim­men schwe­ren Her­zens zu, denn die Aus­sicht des Freun­des ein mehr­fa­ches des­sen zu ver­die­nen, was er im Hei­mat­land bekom­men wür­de. Was man von dem Aus­lands­job anspa­ren könn­te um sich etwas zu lei­sten ist ver­lockend. Die bes­se­re Zukunft erscheint wich­ti­ger als der kurz­fri­sti­ge Ver­lust an Nähe und Gemeinsamkeit.

Aus einer Aus­lands­tour wer­den zwei. Das was gespart wer­den konn­te erscheint nicht genug zu sein. Er kom­men zwei wei­te­re Ein­sät­ze dazu. Zwi­schen den drit­ten und vier­ten Mon­ta­ge­ein­satz kommt es zu einer Schwangerschaft.
Sie bestehen dar­auf, dass es jetzt genug Geld ist und Sie bestehen dar­auf, dass mit der vier­ten Abwe­sen­heit, vor der Geburt, end­gül­tig die­se Arbeit auf­ge­ge­ben wird.

Da Sie sich in der EU frei bewe­gen kön­nen sehen Sie für sich, ihr erstes und das erwar­te­te zwei­te Kind, den Part­ner, ein bes­se­res Leben in Deutsch­land als erstre­bens­wer­tes Ziel. Sie set­zen sich durch, das zwei­te Kind kommt in Deutsch­land zur Welt.

Sie kön­nen die Spra­che nicht, noch kann es ihr Part­ner. Der spricht rudi­men­tär Eng­lisch, Beto­nung auf 'rudi­men­tär'. Vie­le Bewer­bun­gen - kein Erfolg. Es schei­tert immer an man­geln­der Sprach­kennt­nis (Deutsch). Ein Sprach­kurs 'kom­pakt', ist über­for­dernd, wird abge­bro­chen. Der Mann will zurück zu der Fir­ma die ihn ins Aus­land geschickt hat. Geld ver­die­nen. Das Ange­spar­te ist mitt­ler­wei­le man­gels Arbeits­stel­le zusam­men­ge­schmol­zen. Zu wenig um noch län­ger in Deutsch­land das Leben zu bezahlen.

Das älte­re Kind ist alt genug um es zu den Groß­el­tern in die Hei­mat zu schicken - es kam sowie­so nicht gut zurecht - kei­ne Aus­bil­dungs­mög­lich­keit. Wegen man­geln­der Deutschkenntnisse.
Trotz aller Ein­schrän­kung und schlecht bezahl­ten 'Neben­jobs' bei­der Part­ner reicht das Geld hin­ten und vor­ne nicht. Der Mann will nun end­gül­tig auf Mon­ta­ge gehen. Die Frau ist dage­gen. Man strei­tet, der Streit eska­liert. Er läßt Frau und Kind mit­tel­los zurück um in das Hei­mat­land zu rei­sen und sich dort wie­der für den Aus­lands­auf­ent­halt zu verdingen.

Die mitt­ler­wei­le ver­zwei­fel­te Frau steht vor dem Ruin:
Kein Geld außer dem, was sie mit den paar Stun­den Aus­hilfs­job schwarz ver­die­nen kann, immer in Sor­ge wie sie ihr Klein­kind ver­sor­gen soll - kein Part­ner der mit hilft und sei­nen Teil der Last trägt. Gebro­che­nes Herz, kein Geld, kein Auto, kei­ne Perspektive.
Sie will zurück in ihre Hei­mat, zu dem ersten Kind und zunächst bei ihren Eltern unterkommen.

Der Flug kostet ca. 200 €.
Die hat Sie nicht

Ich habe die­se Frau noch nie gese­hen, ken­ne nur die Geschich­te, den Mann und das erste Kind,
bin Athe­ist und glau­be nicht dar­an, dass 'gute Taten' mir einen Platz im Para­dies sichern.
Aber dar­an, dass man Men­schen in Not nach Kräf­ten hel­fen soll.

Ich fah­re Mut­ter und Kind zum wei­ter ent­fern­ten Flugplatz.
Den Flug in ihre Hei­mat habe ich auf den Namen der Frau gebucht und bezahlt.

Wenn Sie nun den­ken "Was soll das?" sage ich darauf
"Tue Gutes und sprich davon, es könn­te Ande­re dazu brin­gen sich ähn­lich zu verhalten."

[Ergän­zend ver­wei­se ich auf die­sen → Arti­kel]

bookmark_borderSammelsurium XXXVIII

Beckenbauer ist doch nicht *unsterblich*?!

[D]
Franz Becken­bau­er, Licht­ge­stalt des deut­schen Fußballs,
ist ent­ge­gen der Erwar­tun­gen sei­ner Ver­eh­rer sterb­lich gewe­sen, denn er ist ....gestor­ben - und alle sei­ne Ver­feh­lun­gen sind plötz­lich völ­lig unwich­tig und ver­ges­sen - die­sen Ein­druck ver­mit­teln die sich über­schla­gen­den Nach­ru­fe: "Fuß­ball-Legen­de", "unver­ges­sen", "Lei­stungs­trä­ger", "einer der Größ­ten", "kei­ner grö­ßer als er".

Das ZDF hat schon ungün­sti­ge Infor­ma­tio­nen aus dem Fun­dus her­aus­ge­nom­men - unklar ist der Grund dafür. Geschich­te wird von Men­schen geschrie­ben, und elek­tro­nisch auf­ge­zeich­ne­te Geschich­te ist ruck-zuck weg ...!

Ande­rer­seits fin­det man ver­schie­den­ste Quel­len (wie die nach­fol­gen­de), die sich mit der 'dunk­len Sei­te der Macht' des Herrn Becken­bau­er befassen

Der Mann ist gestor­ben, so wie ver­mut­lich wei­te­re ca. 2.699 ande­re Per­so­nen, die durch­schnitt­lich in Deutsch­land pro Tag ster­ben - über die reden wahr­schein­lich nur deren Angehörige .... 

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Jüngerinnen und Jünger

[D]
Kirche im Radio - an sich schon ein Unding in einem Land, des­sen Ver­fas­sung eine Tren­nung von Kir­che und Staat vor­sieht - mit eil­fer­ti­ger Anpas­sung an den Zeit­geist. In der jüng­sten Sen­dung vom 09.01.24 hör­te ich "Jün­gerinnen und Jün­ger" und dach­te schon zu hal­lu­zi­nie­ren, aber 'Nein'! Als ich nach­forsch­te stieß ich auf den Text der Sen­dung und da stand es, schwarz auf weiß 

".. Jesus hat mit allen zu Tisch geses­sen - mit sei­nen Jün­ge­rin­nen und Jüngern .."

Gen­dern ist eben "IN", da muss die Kir­che mit­hal­ten. Muss sie? Für die paar Per­so­nen denen die "Jün­gerinnen" wich­tig sind ver­liert der Pastor im Ruhe­stand sicher ein paar ande­re Men­schen, sol­che, die die­se Anbie­de­rung für ver­fehlt und höchst pein­lich halten.

PS: Als ich zum Kon­fir­ma­ti­ons­un­ter­richt ging (1957) hat­te Jesus NUR Jün­ger. Wenn jemand der hier liest erklä­ren kann war­um es plötz­lich *Jün­ge­rin­nen* gibt .... nur her damit! (Kom­men­tar, bitte).

2. PS: Seit wann schreibt man eigent­lich 'pulen' mit 'h', wie der Herr Pfar­rer in dem unten abge­bil­de­ten Text für den Rundfunkbeitrag?

Quel­le der Abbildung
NDR 1 Zwi­schen­tö­ne 09.01.2024 09:50-09:53 [PDF]

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Chief-Evangelist ..?!

[D]
Da war ich doch schon sehr erstaunt die­sen Titel zu lesen. Die Ame­ri­ka­ner lie­ben es sol­che Kon­struk­tio­nen zu benut­zen, und ich wuss­te gar nicht, dass es schon über den gro­ßen Teich gesprun­gen ist.

Wer die­sen Job hält ist KEIN Pre­di­ger von Evan­ge­li­en wie das Wort in Über­set­zung ver­mu­ten läßt, er ist viel­mehr ein Zukunfts-Vor­her­sa­ger. Das klingt natür­lich nicht so schön wich­tig und hat zudem einen Hauch von Übersinnlichem.
Dass es bei­lei­be nicht die ein­zi­ge Sprach­ver­wir­rung und Ver­hun­zung ist beweist eine kur­ze Suche

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"Entbudgetieren": Ende gut, Alles gut ...?

[D]

Die unse­li­ge Frau Ulla Schmid (SPD) hat den schwe­ren Feh­ler des Herrn Horst See­ho­fer (CSU) noch etwas schwer­wie­gen­der gemacht und vie­le der damals getrof­fe­nen Ände­run­gen haben weder das Bud­get für die Kran­ken­kas­sen geret­tet noch die Behand­lung der Pati­en­ten gebes­sert oder den Zugang dazu beschleu­nigt. Was her­aus­kam war eine Wel­le von Pri­va­ti­sie­run­gen der Kran­ken­häu­ser - und wie wir seit Mona­ten in der Pres­se erfah­ren dür­fen ster­ben die nach und nach den Konkurstod: 

Geld her­aus geholt für die Anteilseigner,
kaputt­ge­spart durch zu gerin­ge Inve­sti­tio­nen und immer enge­re Personalschlüssel.
Wie üblich im Kapitalismnus:
Gewin­ne pri­va­ti­siert, Ver­lu­ste sozialisiert. 

WIKIPEDIA sagt dazu:
".. Die Bud­ge­tie­rung der Behand­lungs­aus­ga­ben wur­de in Deutsch­land 1993 ein­ge­führt. Die Aus­ga­ben der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen für Ver­wal­tung, Wer­bung und so genann­te „Gesund­heits­för­de­rungs­an­ge­bo­te“ (z. B. Koch-, Tanz­kur­se o. ä.) waren hin­ge­gen kei­ner Regle­men­tie­rung unter­wor­fen und stei­ger­ten sich ent­spre­chend. 2004 wur­den im soge­nann­ten GKV-Moder­ni­sie­rungs­ge­setz Maß­nah­men ein­ge­führt, die zur Dämp­fung die­ser Kosten füh­ren sollten .."

Hier ein Tabel­len­ab­schnitt mit Horst See­ho­fer (CSU) / Ulla Schmidt (SPD)

WIKIPEDIAKom­plet­te Tabelle

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bookmark_border"Den Letzen beißen die Hunde!"

Glück­li­cher­wei­se nur auf der Gegen­fahr­bahn konn­te ich heu­te haut­nah erle­ben was so eine Trecker­pro­zes­si­on an Cha­os auslöst:
Der übli­che Ver­kehr rund um die land­wirt­schaft­li­chen Fahr­zeu­ge wird fast zum Still­stand gebracht - man bewegt sein Fahr­zeug im Schnecken­tem­po, Die­sel­dämp­fe mül­men die Gegend zu und wüten­de Leid­tra­gen­de grei­fen zu unse­riö­sen, gar unge­setz­li­chen Mit­teln um ihrem Unmut Raum zu schaffen.

Jede *SUBVENTION* befrie­digt Weni­ge und bela­stet die Mehr­heit, die Steuerzahler.

Kun­den, End­ver­brau­cher, wir alle sind auf jeden Fall immer 'die Dum­men'. Denn wenn Sub­ven­tio­nen gezahlt wer­den geht das über die Steu­er­last auf alle Steu­er­zah­ler über. Gibt es hin­ge­gen kei­ne Sub­ven­tio­nen für Land­wirt­schaft, so legen die Betrie­be ihre Kosten auf die Pro­duk­te um und auch die­se Mehr­ko­sten betref­fen dann die Steu­er­zah­ler, nur auf indi­rek­tem Weg. Sogar noch dra­sti­scher als bei den staat­li­chen Lei­stun­gen durch Steu­er­ver­zicht oder Ermä­ßi­gung, denn Prei­se für Waren wer­den ja noch zusätz­lich mit der Umsatz­steu­er belegt.
So gese­hen sind die Land­wirt­schafts-Son­der-Sub­ven­tio­nen, kurz Steu­er­ermä­ßi­gun­gen, in Wahr­heit für die Men­schen im Land gün­sti­ger, d.h. sie bela­sten uns geringer.
[Das ist nicht ganz kor­rekt, denn nur die Abneh­mer der nicht-sub­ven­tio­nier­ten Pro­duk­te zah­len den Auf­preis der durch Mehr­wert-Steu­er anfällt, wer die­se Pro­duk­te nicht kauft hat dem­ge­gen­über kei­ne Mehr­ko­sten. Ist in die­sem Zusam­men­hang hier zu vernachlässigen.]

Letzt­lich läuft es auf die Fra­ge hin­aus "Wie viel Land­wirt­schaft wol­len wir als Grund­ver­sor­gung (ins­be­son­de­re in Not­fäl­len!) im Lan­de bewah­ren, auf wel­che Pro­duk­te könn­ten wir ohne Not ver­zich­ten wenn sie nicht mehr im Inland pro­du­ziert würden?"

Bevor nun also über die Land­wir­te der Stab gebro­chen wird soll­te die­se letz­te Über­le­gung ein­flie­ßen. Wenn wir eine Basis an Land­wirt­schafts­be­trie­ben hal­ten wol­len um in Not­si­tua­tio­nen nicht Hun­ger zu lei­den, müs­sen wir ande­rer­seits bereit sein etwas dafür zu bezah­len, also Sub­ven­tio­nen zu ver­tei­len / ver­tei­len zu las­sen. Das aber hof­fent­lich gerecht und nicht mit der Gieß­kan­ne. Da soll­ten wir Abstand zu EU wah­ren, und hier­zu­lan­de die Ver­tei­lung von der Betriebs­grö­ße abhän­gig machen. Land­wirt­schafts­kon­zer­ne die von Gesell­schaf­ten finan­ziert sind, also durch Anteils­eig­ner / Betei­li­gun­gen unter­hal­te­ne Betrie­be, brau­chen kei­ne Sub­ven­tio­nen aus Deutsch­land. Sie soll­ten im Gegen­teil höher besteu­ert wer­den als Betrie­be in bäu­er­li­cher Pri­vat­hand um einen Teil der Sub­ven­tio­nen aus die­sem Auf­kom­men zu bezah­len und die All­ge­mein­heit zu entlasten.


Die klüg­ste Poli­tik ist immer mit Betrof­fe­nen zu reden - eine Wahr­heit, die von die­ser Regie­rung sträf­lich ver­nach­läs­sigt wird. Per *Dekret* zu regie­ren war ein­mal und soll­te seit 1918 vor­bei sein. Es durch Mehr­heits­be­schlüs­se von Ahnungs­lo­sen bei den Grü­nen zu erset­zen kann nur in viel schlim­me­res Cha­os füh­ren. Betrof­fe­ne ein­zu­be­zie­hen ist hin­ge­gen das Mit­tel der Wahl, weil die­se das Gefü­ge ihres Markt­seg­men­tes viel bes­ser ken­nen als Poli­ti­ker und am ehe­sten geneigt sind gegen Ungleich­ge­wich­te in den eige­nen Rei­hen vor­zu­ge­hen.
 

Aber wer bin ich schon,
hier den ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­kern Vor­schlä­ge zu machen,
die ihnen offen­bar bis­her nicht selbst ein­ge­fal­len sind ....

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Titel­zei­len-Quel­le

bookmark_borderSorge um Kriegsgeflüchtete

In einem Gast­kom­men­tar fragt Autorin Rame­za Monir in der taz zu Silvesterfeuerwerk:
".. Ist es die Tra­di­ti­on wert,
dass Kriegs­ge­flüch­te­te retrau­ma­ti­siert werden?
Dass Tie­re und Atem­luft leiden?
Was hält uns ab vom Verbot? .."

Kur­ze Antwort:
Nein.

Lan­ge Antwort:
Tie­re lei­den sehr viel mehr unter der Nach­läs­sig­keit, Abge­stumpft­heit, Mit­leids­lo­sig­keit, Tier­quä­le­rei und Grau­sam­keit als nur unter dem Lärm zu Sil­ve­ster. Das soll aber nicht dar­an hin­dern die Böl­le­rei zu ver­bie­ten, die bei Exzes­sen (Bei­spiel Fuß­ball) miss­bräuch­lich ver­wen­det werden.

Die Kriegs­flücht­lin­ge sehe ich aller­dings anders. Sie sind hier in (rela­ti­ver!) Sicher­heit und soll­ten das ver­in­ner­li­chen. Sie zu pam­pern und zu hät­scheln ist einer­seits unwür­dig und ande­rer­seits unnö­tig. Sie *lei­den* ja nicht mehr als die rest­li­che Bevöl­ke­rung in Hin­sicht auf Lärm­be­lä­sti­gung und schlech­te Luft. 

Wo, fra­ge ich abschlie­ßend, kämen wir hin, wenn wir alle Emp­find­lich­kei­ten aller Son­der­grup­pen hier­zu­lan­de der­art berück­sich­ti­gen woll­ten? Das Land käme zum Stillstand!

Wofür ich plädiere:
Feu­er­werk soll­te auf öffent­li­che Anläs­se redu­ziert und von Fach­leu­ten aus­ge­führt wer­den - so müss­te nicht die All­ge­mein­heit für Poli­zei-, Feu­er­wehr-, Kran­ken­trans­port-, und Behand­lungs­ko­sten bela­stet wer­den wenn Lai­en sich damit schaden.

bookmark_borderZur Geschlechtsidentität
und der langwierigen Suche nach der *wahren* Zahl von Betroffenen

Wiki­pe­dia sagt dazu: ".. Das Kon­zept der Nicht­bi­na­ri­tät ent­wickel­te sich in den 1990er-Jah­ren in den USA (sie­he unten) und wird seit 2010 zuneh­mend öfter in den Medi­en welt­weit behandelt .."

Die Anzahl nicht binä­rer Men­schen in Deutsch­land ist Gegen­stand in vie­len Quel­lenListe- aller­dings ist allen die­sen Dar­stel­lun­gen eigen, dass sie kei­ne abso­lu­te, fak­ten­ba­sier­te Anga­be machen son­dern weit­hin schwam­mi­ge Ver­mu­tun­gen und Her­lei­tun­gen (wie­der­um aus ande­ren Quel­len ähn­li­cher Qua­li­tät!) ver­öf­fent­li­chen. "Nichts Genau­es weiß man nicht!" haben wir frü­her in sol­chen Fäl­len gesagt und sol­che Rate­spie­le abge­lehnt - nicht so heu­te in den ein­schlä­gi­gen Krei­sen die damit ihre Absich­ten / Ansich­ten stüt­zen. Dort wer­den immer die 'pas­sen­den', also am mei­sten gewünsch­ten Zah­len als 'noch zu nied­rig geschätzt' bezeichnet.

Die­se *Quel­le* ist inso­fern auf­fäl­lig, als sie auf 21 Sei­ten und mit fast 68.000 Zei­chen zum Ende das Fazit zieht:

".. Immer wie­der wer­den wir gefragt, wie vie­le Trans­se­xu­el­le es denn in Deutsch­land gäbe .. Eine end­gül­ti­ge Ant­wort auf die­se Fra­ge wer­den auch wir heu­te nicht geben kön­nen. Wir ver­fü­gen jedoch über Infor­ma­tio­nen des Bun­des­amts für Justiz, aus der die Fall­zah­len der Ver­fah­ren nach dem Trans­se­xu­el­len­ge­setz an den deut­schen Amts­ge­rich­ten her­vor­geht .. Bei einem Bevöl­ke­rungs­stand von 82,79 Mil­lio­nen Ein­woh­nern in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land im Juli 2019 ent­spricht dies 0,038% der Bevöl­ke­rung, die in die­sen 29 Jah­ren ein Ver­fah­ren nach dem Trans­se­xu­el­len­ge­setz durch­lau­fen haben. Bezo­gen auf das Ver­hält­nis der jähr­li­chen TSG Ver­fah­ren zu den jähr­li­chen Gebur­ten (795492 in 2021) ergibt sich jedoch ein Bevöl­ke­rungs­an­teil von 0,41% (2021) .."

Nicht sehr viel mehr Klar­heit, aller­dings wenig­stens kon­kre­te Zah­len hat die "WELT" ver­öf­fent­licht:
".. Bis zum 30. Sep­tem­ber 2020 haben ins­ge­samt 394 Men­schen den Geschlechts­ein­trag divers gewählt oder den Ein­trag offen gelas­sen. Außer­dem wur­den 19 Neu­ge­bo­re­ne als „divers“ registriert.
Viel häu­fi­ger wur­de die Ände­rung des Per­so­nen­stands­ge­set­zes genutzt, um den Geschlechts­ein­trag von „weib­lich“ zu „männ­lich“ oder umge­kehrt zu ändern. Das pas­sier­te ins­ge­samt 1191 Mal .."
Dort wird dis­ku­tiert wor­an das lie­gen mag. Es könn­te sein, dass nur eine gerin­ge Zahl tat­säch­lich zu die­sen Kate­go­rien gehö­ren möch­te - oder es gibt eine Dun­kel­zif­fer bestehend aus sol­chen Per­so­nen, die lie­ber kon­form zu bis­he­ri­gen Defi­ni­tio­nen blei­ben wollen.

Die Fra­ge ob die stei­gen­de Zahl von Men­schen, die Rat suchen durch die erhöh­te media­le Prä­senz des The­mas gene­riert wird, ob es mög­li­cher­wei­se ein­fach eine Fol­ge der freie­ren Dis­kus­si­on von Geschlecht und Sexua­li­tät dar­stellt, oder ob es ein tat­säch­li­ches explo­die­ren der phy­si­schen, und vor allem psy­chi­schen, Fol­gen des Erwach­sen­wer­dens in moder­nen Gesell­schaf­ten gibt, in denen nicht der täg­li­che Kampf zu über­le­ben besteht, sei dahin­ge­stellt. Der Zuwachs an Bera­tungs­an­ge­bo­ten und der gleich­zei­ti­ge Zuwachs an Bera­tungs­su­chen­den ist nicht abschlie­ßend zu beur­tei­len - denn die­se Fra­ge ist ana­log zu der, ob Huhn oder Ei zuerst da waren 

Die Lon­do­ner Tavi­stock-Cli­nic, euro­pa­weit füh­rend in der Behand­lung trans-iden­ter Jugend­li­cher, beriet im Jahr 2009 in ihrem „Gen­der Iden­ti­ty Deve­lo­p­ment Ser­vice“ gera­de mal rund hun­dert Her­an­wach­sen­de. Im Jahr 2018 hin­ge­gen waren es 2500. Im sel­ben Jahr berich­te­te die Wochen­zei­tung „Die Zeit“ davon, dass sich die Zah­len von Rat suchen­den Jugend­li­chen auch in ver­schie­de­nen füh­ren­den deut­schen Kli­ni­ken, die sie befragt hat­ten, seit dem Jahr 2013 ver­fünf­facht habe.

Letzt­lich ist es egal ob die eine oder ande­re Zahl zutref­fend ist - es gibt eben kei­ne ver­läss­li­che Sta­ti­stik dazu.
Wenn dann aus ideo­lo­gi­schen Grün­den, und dem Wunsch das ein­schlä­gi­ge Kli­en­tel nicht als Wäh­ler zu ver­lie­ren, die Gesetz­ge­bung an Min­der­hei­ten­in­ter­es­sen fest­ge­macht wird, sind wir an einem Tief­punkt des demo­kra­ti­schen Staa­tes angekommen.
Min­der­hei­ten dür­fen nicht die Mehr­heit zwin­gen sich nach Ihnen zu rich­ten, ins­be­son­de­re nicht in einer *Reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie*, denn der Mehr­heits­wil­le hat die han­deln­den Poli­ti­ker an die Macht gebracht um deren Inter­es­sen zu beför­dern - nicht anders, selbst dann nicht, wenn Herr Gabri­el (SPD) es ein­mal genau anders her­um dar­ge­stellt hat.


Nur noch um es klar zu sagen:
Mir ist völ­lig egal wer mit wem auf wel­che Art Sex hat oder wer sich zu wel­chem Geschlecht oder Nicht-Geschlecht zäh­len will. NICHT egal ist mir, wenn ich von 0,04% bis 0,4% (!) der Bevöl­ke­rung gezwun­gen wer­den soll mich ent­ge­gen MEINER Über­zeu­gung zu ver­hal­ten und aus­ge­klü­gel­te Sprach­va­ria­tio­nen zu ler­nen, die nicht die wis­sen­schaft­lich beleg­te Iden­ti­tät dar­stel­len.
 

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In der Begriffs­wü­ste zur Benen­nung der Iden­ti­tä­ten ist es leicht sich zu ver­lau­fen .... ein PDF der FU, Titel "Glos­sar geschlecht­li­che Viel­falt" hilft dabei sich zu orientieren.

Quel­len

bookmark_borderHilft gegen RAPTOREN ..!?

Wie gut­gläu­big und ein­fäl­tig man­che Ver­trei­ber von Waren ihre Kund­schaft ein­schät­zen kommt sel­ten so klar zum Vor­schein wie in die­ser Anzeige:
" .. Hun­de­zu­be­hör mit Spikes, um Ihr Haus­tier vor Rap­tor- und Tier­an­grif­fen zu schützen .. "

Rap­to­ren sind vor etwa 85 bis 76 Mil­lio­nen Jah­ren in der spä­ten Krei­de­zeit auf der Erde gewe­sen - und ausgestorben.

Raptorschutz

Man setzt wohl dar­auf, dass vie­le Men­schen die an Engel glau­ben auch glau­ben es leb­ten par­al­lel zu uns heu­te noch Dinosaurier.

bookmark_borderDer Film «Saltburn»

Der Film «Saltb­urn» zielt auf Pro­vo­ka­ti­on – und trifft ins Schwarze.
Doch dar­um geht es hier über­haupt nicht.
Was mich zuneh­mend stört ist der Begriff, das Verb "liest" in einem Zusam­men­hang, der als Inter­pre­ta­ti­on von etwas Gese­he­nem ver­wen­det wird. Im obi­gen Zitat (NZZ Feuil­le­ton) geht es um die Bewer­tung eines Kri­ti­kers zu die­sem Film. Die NZZ Autorin Mari­on Löhn­dorf [Stu­di­um der Kom­pa­ra­ti­stik¹, Ger­ma­ni­stik und Kunst­ge­schich­te.] benutzt in ihrer Über­sicht zur Rezep­ti­on des Fil­mes [03.01.2024] die­ses Wort um die Mei­nung des Kri­ti­kers Maher zu bewerten.

Anders aus­ge­drückt: Maher hat (s)eine Wer­tung zum Film abgegeben;
Löhn­dorf bezeich­net dies als "lesen", lesen steht also für 'wer­tet' oder 'inter­pre­tiert'.


Spra­che schrei­tet fort, in der Benut­zung steckt immer auch Wan­del. Die­ser wird auf unte­ren Sprach­ebe­nen aus Unwis­sen­heit erzeugt - man kann sich nicht gewählt aus­drücken (oder will wis­sent­lich pro­vo­zie­ren, etwa beim *gen­dern*) und *schöpft* daher neue Wor­te oder neu­en Wortsinn.
Unsinn, der im *main­stream* ange­kom­men ist.
Scha­de, wenn das vom Feuil­le­ton einer renom­mier­ten Zei­tung geför­dert wird.
 

¹ PS: Gei­stes­wis­sen­schaf­ten - alles ist mög­lich, Fak­ten sind überflüssig!

bookmark_borderDr. Wolfgang Schäuble: De mortuis nihil nisi bene ..?!

Titel: Zitat

Da ist er nun hin­ge­schie­den, der Herr Dr. Schäub­le. Es über­schla­gen sich die Akteu­re, die ihn hoch, höher, am höch­sten loben und dabei wer­den alle Nicke­lig­kei­ten, Rän­ke und Unta­ten, die ande­re Staats­bür­ger ins Gefäng­nis gebracht hät­ten, wie vom Okto­ber­wind verweht ....


Wo nun vie­le den Staats­mann sehen, sehe ich eine Spin­ne im Netz, die alle Fäden in der Hand hat. Zu gege­be­ner Zeit wer­den die gehei­men Kennt­nis­se aus der Innen­mi­ni­ster­zeit her­an­ge­zo­gen um die Schwä­chen der Geg­ner zu nut­zen um das eige­ne Wol­len vor­an zu brin­gen.
 

Ver­ges­sen:


Mei­ne Vor­stel­lung von einem Staats­mann erfüllt all das nicht. Ich sehe eine graue Emi­nenz, die für die Par­tei und deren För­de­rer gear­bei­tet hat - nicht für die Inter­es­sen der brei­ten Bevöl­ke­rung.
 

Sie­he auch 

bookmark_borderEhrenwert

"Wert" braucht eine Defi­ni­ti­on, denn vie­le Men­schen haben vie­le unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen davon was dar­un­ter zu ver­ste­hen ist. Hier geht es um "Wert" im Sin­ne von "Bei­trag zur Erhal­tung und För­de­rung demo­kra­ti­scher Errungenschaften".

Aha, wer­den Sie den­ken, nun weiß ich schon wohin das führt!"
Mag sein, aber mög­li­cher­wei­se kann ich Sie überraschen.

Poli­ti­ker, die nie etwas gear­bei­tet haben - damit mei­ne ich Arbeit in einem Betrieb der Dienst lei­stet oder Waren pro­du­ziert, oder die­se pro­du­zier­ten Waren ver­treibt - ent­schei­den den­noch wesent­li­che Para­me­ter die für alle gel­ten zu denen sie nie gehört haben:

- Abge­bro­che­nen Studien;
- Examen nicht bestanden;
- kurz vor dem Examen alles hingeworfen;
- beim Ver­such ein Geschäft zu grün­den gescheitert
- aus einem erfolg­rei­chen Betrieb gekün­digt und herausgeworfen 

Fängt der Mensch erst beim Aka­de­mi­ker an? Nein, aber Erfolg kann auch so defi­niert wer­den, dass jemand in der Lage ist sich im nor­ma­len Arbeits­um­feld zu bewäh­ren und dort sei­nen Lebens­un­ter­halt zu verdienen.

Schau­en wir uns hin­ge­gen die Wer­de­gän­ge vie­ler Poli­ti­ker an so fällt auf: Stu­di­en- und Aus­bil­dungs-Abbre­cher, geschei­ter­te Fir­men­grün­der, Aus­wan­de­rungs­rück­keh­rer usw. sind oft in lei­ten­den Funk­tio­nen ihrer Frak­ti­on tätig. Ohne das erfor­der­li­che Gespür für die Not­wen­dig­kei­ten des Arbeits­le­bens, ohne die erfor­der­li­che Kraft auch unter Bela­stung durch­zu­hal­ten, und ohne die erfor­der­li­che Erfah­rung wie das Zusam­men­ar­bei­ten mit Men­schen ver­schie­de­ner Her­kunft und Welt­an­schau­ung funk­tio­nie­ren kann - sind sie doch stän­dig von gleich­ge­sinn­ten Par­tei­kol­le­gen umge­ben, die im Wesent­li­chen ähn­lich den­ken und han­deln wie sie selbst.

Etwas ist faul an der Art wie in die­sem Land Men­schen in füh­ren­de Posio­tio­nen der Poli­tik *gera­ten*. Man­che dadurch, dass sie from­me Kirch­gän­ger sind. Ande­re dadurch, dass sie gelernt haben sich so belie­big aus­zu­drücken, dass nie­mad so recht ver­steht für was sie ste­hen und die des­we­gen als Lösung ohne Pro­blem­po­ten­zi­al ange­se­hen wer­den. Vie­le, weil sie Ver­bin­dun­gen mit­brin­gen die Geld als Mit­tel der Zustim­mungs­ge­win­nung ein­zu­set­zen bereit sind. Die Zahl derer, die aus altru­isti­schen Grün­den an der Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen im Staa­te mit­wir­ken wol­len ist garan­tiert die klein­ste Grup­pe unse­rer Volks­ver­tre­ter. Beson­ders schlimm ist die Tat­sa­che, dass eini­ge Abge­ord­ne­te die­sen Weg nur gewählt haben weil er ihnen Ein­künf­te beschert die sie mit ihrem Her­kom­men und Vor­bil­dung nie hät­ten errei­chen können.

Stel­len Sie sich nur ein­mal vor wie Füh­rungs­kräf­te gemein­hin aus­ge­wählt werden:
In akri­bisch aus­ge­ar­bei­te­ten Pro­zes­sen ver­si­chert man sich ihrer 

- fach­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on, ihrer
- Fähig­keit Men­schen zu füh­ren, ihrer
- Weit­sicht, die die Zukunft vor­aus­sieht und ent­spre­chend die Wei­chen stellt, ihrer
- Per­sön­lich­keit, die Sach­ori­en­tie­rung und Fak­ten vor Bedeu­tungs­wunsch und Lob­prei­sung durch Drit­te bervorzugt. 

Das könn­te noch aus­ge­spon­nen wer­den, aber zur Unter­le­gung der Argu­men­ta­ti­on reicht es zumin­dest schon aus.
Vie­le poli­ti­sche Stel­len wer­den besetzt ohne dass nach den zuvor genann­ten Kri­te­ri­en aus­ge­sucht wur­de. An deren Stel­le tre­ten Zuge­hö­ruig­keit zu Seil­schaf­ten, Pro­porz in lands­mann­schaft­li­cher Her­kunft, reli­giö­ser Aus­rich­tung und Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit zu den wesent­li­che Faktoren.

Ein Bei­spiel ist die letz­te Frau Mini­ste­rin der CDU für Bil­dung und For­schung Anja Kar­lic­zek, aus­ge­bil­de­te Hotel­fach­ar­bei­te­rin mit einem Abschluß eines Fern­stu­di­ums Betriebs­wirt­schaft - und das obwohl im Lan­de bestens beleu­mun­de­te und von der Fach­welt aner­kann­te Pro­fes­so­ren in Scha­ren vor­han­den sind, die bestimmt kei­ne zwei Jah­re 'Ein­ar­bei­tung' gebraucht hät­ten bis sie ver­stan­den haben was sie in die­sem Amt zu erle­di­gen und zu initi­ie­ren haben.
Oder Herr Spahn, vor­mals Bank­mit­ar­bei­ter, dann Gesund­heits­mi­ni­ster .... es gibt im Lan­de vie­le hoch ange­se­he­ne Medi­zin­pro­fes­so­ren die gro­ße Häu­ser lei­ten und sich sowohl admi­ni­stra­tiv wie fach­lich bewährt haben, jedoch aus­ge­sucht wur­de ein aus dem fin­ster­sten schwar­zen Mün­ster­land stam­men­der Bank­mit­ar­bei­ter, der die Sache der Kir­che ver­trat und auf Gerichts­ur­tei­le der höch­sten Gerich­te des Lan­des pfiff?
Ein wei­te­res Trau­er­spiel waren (und sind vor Ort in Bay­ern immer noch) das Tri­um­vi­rat aus See­ho­fer, Scheu­er, Dob­rindt. Die viel gelob­te Frau Bär als weib­li­ches Aus­hän­ge­schild des Män­neclubs CSU hat in Sachen Digi­ta­li­sie­rung nichts bewirkt und wir hän­gen im hin­te­ren Drit­tel der EU Staa­ten was die Inter­net­ver­sor­gung angeht! 

Ehren­wer­te Ami­gos in meh­re­ren Par­tei­en die sich dar­auf ver­ste­hen aus ihren Posten Geld zu machen und der Bevöl­ke­rung zu raten den Gür­tel enger zu schnal­len. Ehren­wert, aber wehe man kratzt an der Ober­flä­che - dann tun sich Abgrün­de auf.

bookmark_borderEs weihnachtet sehr ....

.... das merkt man dar­an, dass es Men­schen gibt die beson­ders dar­auf erpicht sind sich irgend­wo im Inter­net als prä­po­ten­te Arsch­lö­cher auf­zu­füh­ren, Streit vom Zau­ne zu bre­chen, und ihrer arm­se­li­gen Exi­stenz - wenn schon kei­nen ver­nünf­ti­gen Sinn, dann doch wenig­stens eine unnö­ti­ge Auf­ga­be zu gönnen. 

In den nun­mehr fast 20 Jah­ren (Febru­ar '24) blog­gen sind mir vie­le skur­ri­le, phan­ta­sti­sche und nach Auf­merk­sam­keit hei­schen­de Men­schen begeg­net. Die Mei­sten sind harm­los. Eini­ge sind des­we­gen gefähr­lich, weil sie "Mei­nungs­frei­heit" so ver­ste­hen ihnen allein stün­de die­se Frei­heit zu - und zudem wären sie so wich­tig, wes­we­gen sie Ande­ren die­se Frei­heit abspre­chen könnten. 

Ver­brei­ten von tri­via­len Erkennt­nis­sen ist ein wesent­li­ches Merk­mal von Men­schen die gera­de erst eine Sache ken­nen gelernt oder ver­stan­den haben - die grund­sätz­lich als All­ge­mein­bil­dung gilt und ihnen bis­her abging. Was sie - unge­bil­det und unge­ho­belt - nicht ein­mal bemerkt haben. Aber stets von sich ein­ge­nom­men und wich­tig-wich­tig. Ins­ge­heim wis­sen die Leu­te dass sie unwich­tig sind, dar­aus ent­wickeln sie nicht etwa Zurück­hal­tung, nein, sie tra­gen noch dicker auf - was sie noch düm­mer erschei­nen lässt. Ana­log zum Durch­schnitts­men­schen der glaubt ein Aus­län­der kön­ne ihn bes­ser ver­ste­hen wenn er ihn lau­ter anbrüllt.

Wer wirk­lich 'gebil­det' ist hat es nicht nötig ande­re Men­schen abfäl­lig zu behan­deln, er schöpft sein Selbst­be­wusst­sein nicht aus der Ernied­ri­gung Ande­rer, son­dern aus eige­ner Leistung.
Nur damit kei­ne Miß­ver­ständ­nis­se aufkommen:
Tri­via­le Web­logs sind und blei­ben tri­vi­al - auch wenn sie Mas­se statt Klas­se pro­du­zie­ren. Gera­de dann sind sie eine rei­ne Ener­gie­ver­geu­dung. Das ist als Fest­stel­lung kei­ne Her­ab­wür­di­gung, son­dern eine Tatsachenbeschreibung.

bookmark_borderKonzentration auf den Kern,
Assoziation zum Verständnis,
Präzision in der Kritik

Sel­ten fin­det man die­se drei Eigen­schaf­ten heu­te noch im Dis­kurs über die Stel­lung des Islam in den Gesell­schaf­ten die wir als 'modern' oder 'ent­wickelt' defi­nie­ren und daher für die rich­ti­ge Grund­la­ge unse­rer Staats­for­men [wei­test­ge­hend als "Demo­kra­tie" bezeich­net] halten.


Abbil­dung oben aus "Isla­mo­pho­bie-Defi­ni­ti­on bedroht freie Meinungsäußerung"

Ent­sin­nen Sie sich noch an den ehe­ma­li­gen FDP Vor­sit­zen­den Phil­ipp Rös­ler? Der brach­te ein aus der Bio­lo­gie stam­men­des Bei­spiel: Setzt man Frö­sche in hei­ßes Was­ser so sprin­gen sie her­aus - setzt man sie dage­gen in zim­mer­war­mes Was­ser und erhitzt es lang­sam so unter­bleibt die­se Reak­ti­on. Er brach­te es als Ana­lo­gie / Meta­pher für das Vor­ge­hen der Politik.
Was mit der Spra­che anfängt wird nach und nach auf ande­re gesell­schaft­li­che Berei­che aus­ge­dehnt - und kaum Jemand bemerkt den all­mäh­li­chen Ver­lust tra­di­tio­nel­ler Wer­te zugun­sten sol­cher Dog­men die von einer hier­ar­chisch-fun­da­men­ta­li­stisch-mili­ta­ri­sti­schen Cli­que zur Vor­be­rei­tung der Über­nah­me der Staats­ge­schäf­te als Fern­ziel ein­ge­führt und vehe­ment durch­ge­drückt werden.

Mit der *alter­na­ti­ven* Sprach­re­ge­lung fängt es an, mit der Ver­skla­vung oder gar Aus­rot­tung der *Ungläu­bi­gen* soll es enden!