bookmark_borderJetzt kommt die 'perfekte' Welle ...?

Es gibt, wie hin­rei­chend bekannt, eine Fül­le von Blogs die sich mit dem Rei­sen befas­sen. Rei­sen ist eine Beschäf­ti­gung für jung und alt - so jeden­falls erscheint es mir als Leser in die­sen Blogs. Und ich muss zuge­ben, es sind viel­fach inter­es­san­te Bil­der und Hin­wei­se, die denen, die rei­sen wol­len, wirk­lich hel­fen können.


Was aber oft ver­nach­läs­sigt wird ist die Fra­ge, wie die Rei­sen­den von der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung im Rei­se­land betrach­tet und auf­ge­nom­men wer­den. Die vie­len bun­ten und anspre­chen­den Blogs zum The­ma "Rei­sen" klam­mern immer aus was rund­her­um vor­geht, auf wel­chem Niveau die arbei­ten­de Bevöl­ke­rung des Rei­se­ge­bie­tes arbei­tet und verdient.
Wäh­rend die Tou­ri­sten ein üppi­ges, mehr­gän­gi­ges Menü ver­spei­sen, sit­zen ein paar Kilo­me­ter ent­fernt oft die Men­schen auf Lehm­bo­den und haben außer einer Schüs­sel Reis und etwas Gemü­se nichts wei­ter zu essen.
Bei Hin­wei­sen, die so for­mu­liert sind: "Las­sen Sie Wert­ge­gen­stän­de, Uhren, Rin­ge und son­sti­gen Schmuck im Hotel und füh­ren Sie nur Kopien der Päs­se mit sich." soll­ten Sie als erwar­tungs­vol­le Rei­sen­de ein­mal dar­über nach­den­ken WARUM die­ser Rat erteilt wird!
Wenn Sie in ein Land rei­sen, des­sen Spra­che Sie nicht ver­ste­hen, wie wol­len Sie dann mehr als Sehens­wür­dig­kei­ten betrach­ten? Sie wer­den nichts über die Lebens­um­stän­de der dort leben­den Bevöl­ke­rung erfah­ren - außer natür­lich ein paar Folk­lo­re­dar­bie­tun­gen als Abendunterhaltung. 

 

Nun bin ich aber schon wie­der abge­schweift, denn ich woll­te ja den Trend - so wie er sich für mich dar­stellt - erklä­ren. Es wird ein gewal­ti­ger Abschwung kom­men. Die Eupho­rie der Öff­nung nach der Pan­de­mie hat wohl zunächst einen Boom bei den Rei­sen zur Fol­ge - dann aber wird die Wel­le zusam­men­bre­chen und Vie­le wer­den sich dar­auf besin­nen, dass Rei­sen immer Vie­les an Vor­be­rei­tun­gen erfor­dern. Etwas, das man bei kur­zen Trips in die nähe­re Umge­bung nicht beden­ken muss. Dazu kom­men die oft lang­wie­ri­gen Abläu­fe bis man - end­lich - am Ziel ange­kom­men ist. 

Den letz­ten 'Todes­stoß' bekommt die Rei­se­wel­le durch das gestie­ge­ne und noch wei­ter stei­gen­de Umwelt­be­wusst­sein der jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen. Die rei­sen nicht mehr als Tou­ri­sten für weni­ge Tage oder Wochen, die rei­sen als 'digi­tal nomads'. Arbei­ten an wech­seln­den Pro­jek­ten für wech­seln­de Auf­trag­ge­ber, wäh­rend sie frem­de Län­der inten­siv erkun­den, unter den Ein­hei­mi­schen leben, und sich auf deren Ebe­ne des Kon­sums begeben.

Die Luxus­res­sorts wer­den nicht leer wer­den, aber ihre Zahl wird erheb­lich schwin­den. Das viel geprie­se­ne Dubai ist da ein gutes Bei­spiel: Man kann dort­hin zu Dum­ping­prei­sen oder Son­der­an­ge­bo­ten flie­gen - und dann?
Ab in die umlie­gen­de Wüste wenn man des Glan­zes & Gla­mours satt ist?

"Aber die Senio­ren, die haben doch ihr Leben lang dar­auf gewar­tet end­lich gro­ße Rei­sen unter­neh­men zu kön­nen!" wer­den Sie den­ken. Ich ver­ra­te Ihnen 'mal wie das bei mir war und was ich zuneh­mend von Men­schen mei­nes Alters höre:

Zuerst wird ganz wild die neue Frei­heit, die Unab­hän­gig­keit von Sai­son­zu­schlä­gen genutzt. Dann, im Ver­lauf der Jah­re, wer­den die Rei­sen immer weni­ger, und nun heißt es oft "War­um soll ich mir die­se Stra­pa­zen noch antun, wenn ich Berich­te aus allen ent­fern­te­sten Ecken der Welt durch die elek­tro­ni­schen Medi­en nach Hau­se gelie­fert bekomme?" 

"Been the­re, done that!" sagen die Ame­ri­ka­ner - und ja, das ist eine tref­fen­de Zusam­men­fas­sung. Rei­sen Sie lie­ber - über­legt - wäh­rend Sie noch jün­ger sind ....

bookmark_borderDer Kuchenwurm

Gestern habe ich wie­der ein­mal Kuchen gebacken. Nicht so Pi*Daumen¹ die Zuta­ten zusam­men­ge­schüt­tet wie das mei­ne Mut­ter immer mach­te, son­dern hübsch 'ordent­lich' mit einer Back­mi­schung - da gelingt selbst dem unge­üb­ten Kuchen­bäcker was sonst nur mit viel Rou­ti­ne geschafft wird.

Völ­lig unspek­ta­ku­lä­re Zuta­ten, eine gro­ße Tüte mit der Grund­mi­schung, eine klei­ne­re Tüte mit Scho­ko­stück­chen, eine Tüte mit fester Scho­ko­mas­se, die noch vor der Nut­zung erwärmt wer­den soll­te. Zur Back­mi­schung noch drei Eier, 250 g But­ter und 100 ml Milch. Das kam nach und nach in die Küchen­ma­schi­ne und nach fünf Minu­ten war der Teig gut durch­ge­mischt, die Kon­si­stenz zäh­flüs­sig und nach der Anlei­tung nun fer­tig für die Kuchenform.

Da ich nicht gern die Kasten­form benut­ze habe ich einen Back­rah­men auf Back­pa­pier gestellt und auf dem gro­ßen Blech mit dem Teig dar­in in den Ofen geschoben.
Der fer­ti­ge Kuchen wur­de nach ca. 35 Minu­ten auf das Kuchen­git­ter gepackt und nun kam die 'Ver­zie­rung': Zucker­guss, gut ver­teilt über die Ober­flä­che mit einem Back­pin­sel und dann die ver­flüs­sig­te Scho­ko­la­de .... und ich gebe zu, das Muster wur­de sehr 'abstrakt'. Mei­ne Frau sah es sich an und schüt­tel­te den Kopf.

Dann der - in mei­nen Augen beste - Moment:
Es wur­de der Kuchen ange­schnit­ten und je ein Stück auf die Tel­ler geschoben.
O Lohn des Auf­wan­des, köst­li­cher Stracciatellakuchen!

Nach drei Hap­pen spuckt mei­ne Frau den letz­ten Bis­sen aus und ruft entsetzt
"Da war 'was läng­li­ches drin - ein Kuchen­wurm, igitt!"

Eine nähe­re Unter­su­chung ergab .... nichts.

Der Kuchen­wurm muss - ob sei­ner Ent­deckung - das Wei­te gesucht und sich ver­flüch­tigt haben. 

¹ π*Daumen

bookmark_borderRevolution in Deutschland? Undenkbar ..!?

Es gab - über die letz­ten 200 Jah­re betrach­tet - man­chen Auf­stand im Lan­de, aber so eine 'rich­ti­ge' Revo­lu­ti­on haben die Deut­schen nie hin­be­kom­men. Ich erin­ne­re noch eine Stel­le aus Tho­mas Manns Bud­den­brooks, [Zitat]

 
".. Kon­sul Bud­den­brook tritt ihnen ent­ge­gen. Er spricht einen 22-jäh­ri­gen Lager­ar­bei­ter sei­ner Fir­ma an, der in vor­der­ster Rei­he steht:
„Nu red’ mal, Carl Smolt! Nu is’ Tied! Ji heww hier den lee­wen lan­gen Namid­dag bröllt” […] Smolt, wat wull Ji nu eent­lich! Nu seg­gen Sei dat mal!“
„Je, Herr Kunsel, ick seg man bloß: wi wull nu ’ne Repu­bli­ke, seg ick man bloß …“
„Öwer du Dös­kopp … Ji heww ja schon een!“
„Je, Herr Kunsel, denn wull wi noch een .."
[Zitat Ende]
Die Revo­lu­ti­on fiel dann wegen Lächer­lich­keit aus.
 


Gefähr­lich wur­de aller­dings die Samm­lungs­be­we­gung um den SDS und Rudi Dutsch­ke, der als Vor­den­ker und Leit­fi­gur prä­zi­se zu for­mu­lie­ren ver­moch­te und über­wie­gend ver­ständ­lich dar­zu­stel­len wuss­te wor­an das Staats­sy­stem in den 60ziger Jah­ren man­gel­te und wie sich die im wach­sen befind­li­che Par­tei­en­struk­tur zu Ungun­sten der Bevöl­ke­rung zu eta­blie­ren begann - mit Regeln und Vor­ga­ben, die das eige­ne Stre­ben ver­fe­sti­gen sollten.
Was, blickt man heu­te auf die ver­filz­ten Struk­tu­ren, durch­aus als gelun­gen ange­se­hen wer­den muss.
 

 

Aus der Tat­sa­che, dass nach kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Papie­ren aus USA bekannt wur­de, dass Dutsch­ke lang­jäh­rig von US Geheim­dien­sten beob­ach­tet wur­de und man befürch­te­te er wol­le in die USA emi­grie­ren, hat sich die Vor­stel­lung ent­wickelt, das Atten­tat auf ihn kön­ne nicht die Tat eines Ein­zel­nen 'rech­ten' Atten­tä­ters gewe­sen, son­dern von den USA initi­iert wor­den sein. Eine Ver­bin­dung zwi­schen dem Atten­tä­ter Bach­mann und der NPD wur­de zwar nach­ge­wie­sen, nicht jedoch ein Auf­trags­mord durch die­se rech­te Par­tei. Ins­be­son­de­re die Tat­sa­che, dass der Atten­tä­ter ".. jedoch am 24. Febru­ar 1970 im Gefäng­nis im sech­sten Ver­such Sui­zid .." beging gab der The­se neu­en Auf­trieb Dutsch­ke sei auf Geheim­dienst­ge­heiß ange­schos­sen wor­den. Ist es nicht ver­wun­der­lich, dass so vie­le Per­so­nen unter unauf­zu­klä­ren­den Umstän­den Selbst­mord bege­hen, wenn sie etwas aus­sa­gen könn­ten, das herr­schen­de Poli­ti­ker / Regie­run­gen / Kor­po­ra­tio­nen bloß­stel­len könnte?

 
  [Quel­le: screen­shot]

 

Hät­te Dutsch­ke eine Chan­ce gehabt die sich noch ent­wickeln­de Repu­blik nach links aus­zu­rich­ten wenn er nicht durch die Tat schwer beein­träch­tigt wor­den wäre?
Schwer zu sagen.
Bestimmt war er der Mensch mit den ent­schei­den­den Fähig­kei­ten, die nötig sind, um Mas­sen zu bewegen.
Dabei aber kein "Dem­ago­ge" im her­kömm­li­chen Sinn, son­dern stets am Wohl der All­ge­mein­heit ori­en­tiert und immer so dar­ge­stellt, wie es die tat­säch­li­che Absicht war. Beson­ders die "Sprin­ger-Pres­se", mit Flagg­schiff BILD, stell­te das ver­zerrt und rück­wärts­ge­wandt als lin­ke Revo­lu­ti­ons­ab­sicht dar. Man erging sich in Lügen - weil das natür­lich viel ein­fa­cher war als sich inhalt­lich, argu­men­ta­tiv aus­ein­an­der­zu­set­zen. Revo­lu­tio­när war ledig­lich, dass eine Bewe­gung mit füh­ren­dem Kopf Dutsch­ke stand, die das All­ge­mein­wohl vor den 'Unter­neh­mens­pro­fit' einordnete. 

Der SWR hat ein fünf­tei­li­ges Inter­view von Dutsch­ke durch Gün­ter Gaus aus­ge­strahlt, das auf you­tube ver­füg­bar ist. Eine Kopie liegt in mei­nem Ser­ver­space - nur für den Fall, dass die Serie mög­li­cher­wei­se bei you­tube nicht mehr ver­füg­bar sein soll­te. In die­sem Fall ände­re ich den Link. 

bookmark_borderVon "Motivation" und "Erkenntnis" ....

Die­ser car­toon stammt aus dem Jahr 2005 - und ist so aktu­ell als wäre er erst kürz­lich gezeich­net wor­den. Wir wis­sen ja um das 'Körn­chen Wahr­heit', das in Sar­kas­mus steckt. Mehr oder weni­ger. Hier beson­ders bissig.

Ori­gi­nalOriginal

 

 

 
Noch lie­ber wäre mir gewe­sen, wenn der Zeich­ner
statt­des­sen for­mu­liert hät­te
"..und dann hat er 'face­book' entdeckt!"

 

bookmark_borderAntwort auf eine nicht gestellte Frage

Wie Ihnen, lie­be Lesen­de, sicher bekannt ist, nut­zen die mei­sten Web­logs - wie auch ande­re im Inter­net ver­öf­fent­lich­te Infor­ma­ti­ons­lei­stungs­er­brin­ger (!) - den Dienst so-genann­ter "coun­ter", was zu Deutsch bedeu­tet "Zähl­ein­rich­tun­gen". Allein aus der Fül­le die­ser ein­schlä­gig arbei­ten­den Dien­ste ergibt sich schon, dass es sich hier um die Befrie­di­gung einer wesent­li­chen mensch­li­chen Eigen­schaft, näm­lich der NEUGIERDE, handelt.

Zu dis­ku­tie­ren wäre natür­lich ob es immer oder mög­li­cher­wei­se nur ein­ge­schränkt mög­lich sein soll­te die­sem Begeh­ren nach Befrie­di­gung der NEUGIER nach­zu­kom­men, oder ob die Mög­lich­keit der Erfül­lung erst dazu bei­trägt, dass die NEUGIER per­p­etu­iert oder gar beför­dert wird. Doch das, lie­be Lesen­de, wird bes­ser in einem extra dafür zum schrei­ben­den Arti­kel zu erör­tern sein.

Wie Sie, lie­be Lesen­de, nun rich­tig ver­mu­ten, habe ich als Mensch genau die­se - sagen wir nor­mal aus­ge­präg­te - Nei­gung, mir Zugang zu Infor­ma­tio­nen zu ver­schaf­fen, wer wie lan­ge und was von dem kon­su­miert, was hier ange­bo­ten wird. Die ein­gangs benann­te Viel­zahl der Anbie­ter schmilzt schnell auf eini­ge weni­ge ver­blei­ben­de Unter­neh­men zusam­men wenn man die hier­zu­lan­de gel­ten­den Per­sön­lich­keits­rech­te für die Arbeit sol­cher Dien­ste zugrun­de legt:

Sie set­zen der o.g. NEUGIER nach Ein­zel­hei­ten wesent­li­che Hür­den ent­ge­gen, die zu über­schrei­ten hef­ti­ge juri­sti­sche Fol­gen haben könn­te, wes­we­gen sich die Infor­ma­ti­ons­samm­ler über­wie­gend zurück­hal­ten und die recht­li­chen Gren­zen ein­zu­hal­ten ver­su­chen. Nicht nur das, ihre Arbeit auch tat­säch­lich in den gesetz­lich gestal­te­ten Gren­zen halten. 

Ein Rät­sel ist es mir nach wie vor - und ich bit­te Sie, lie­be Lesen­de, mir die­sen kur­zen Exkurs zu gestat­ten - wie sol­che Unter­neh­men sich finan­zie­ren, denn ich sehe bei­spiels­wei­se bei mir (dank tat­säch­lich arbei­ten­der Ad-Blocker) kei­ne Wer­bung. Das müss­te doch Wer­be­trei­ben­den bekannt sein - und sie zu der ein­zig betriebs­wirt­schaft­li­chen Erkennt­nis füh­ren, in sol­che "coun­ter" kei­ne Wer­bung zu setzen.

Wovon also leben die­se Fir­men, die "coun­ter" kosten­los zur Ver­fü­gung stellen?

Wenn Sie, lie­be Lesen­de, nun dach­ten DAS sei die in der Über­schrift auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge, so muss ich Sie ent­täu­schen. Dar­um geht es nicht, ich bin nur - wie­der ein­mal mehr - von dem zunächst geplan­ten Kon­zept für die­sen Arti­kel abge­wi­chen. Habe Sie - was mich tat­säch­lich hin und wie­der betrübt wenn ich alte Arti­kel von mir noch­mal lese - zwar nicht in die Irre, so doch auf Abwe­ge geführt. Da Sie mir aber die Treue hal­ten und immer 'mal wie­der her­kom­men und lesen und kom­men­tie­ren gehe ich aller­dings davon aus, dass Sie das mei­nem fort­ge­schrit­te­nen Alter und der dar­aus resul­tie­ren­den, nach­las­sen­den Kurz­zeit­er­in­ne­rung zuschrei­ben, und dass es Sie grund­sätz­lich nicht stört.

Die Fra­ge um die es geht ist "Wie vie­le Besu­cher lesen denn über­haupt das hier ange­bo­te­ne Sam­mel­su­ri­um von Gedan­ken zur Zeit?" und ich hät­te das in zwei Zei­len samt einem Bild, das hier wei­ter unten ange­zeigt wird, berich­ten kön­nen. Dann wäre Sie ver­mut­lich nur ein paar Sekun­den hier gewe­sen, hät­ten das Bild ange­se­hen, sich die­se oder jene Gedan­ken gemacht - und wären ent­täuscht gewe­sen mit einem Gedan­ken­split­ter abge­fer­tigt wor­den zu sein, wo Sie doch eine umfang­rei­che­re Erör­te­rung erwar­tet hatten.

In den drei Jah­ren, die ich nun die­sen "counter"-Service mit der Bezeich­nung "Bloggerei.de" benut­ze, sind 42.000 Besu­cher hier gewe­sen. Das waren pro Jahr 14.000, pro Monat ca. 1.167, und pro Tag ca. 39 'ech­te' Besuche.

bookmark_borderAnanas

Irgend­wie habe ich den Ein­druck, dass in den letz­ten Mona­ten ver­mehrt Ana­nas in den Obst­ab­tei­lun­gen ange­bo­ten wird. Her­kunfts­land Costa Rica, eines der sta­bi­le­ren Län­der in Mit­tel­ame­ri­ka und von Staats wegen dar­auf bedacht die Umwelt zu erhal­ten, nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zu för­dern, und immer mehr Gebie­te des Lan­des in Natur­re­ser­va­te umzuwandeln.

Wenn man Ana­nas kauft hän­gen manch­mal klei­ne Zet­tel­chen dran, die erklä­ren, wie man an den Teil der Frucht kommt, der von Inter­es­se, näm­lich 'ess­bar' ist. Sehr bedau­er­lich wie das erklärt wird: Über­wie­gend falsch!


Die Abbil­dung zeigt eine fal­sche Metho­de bei der ein guter Teil des ess­ba­ren Frucht­fleischs ver­lo­ren geht - und wenn man es anders macht bekommt man mehr davon für den Ver­zehr und weni­ger Abfall.

Übri­gens:
Was bei der Suche unter "Ana­nas schä­len" an Video-Anlei­tun­gen her­aus­kommt ist trau­rig. Eini­ge Vide­os sind dilet­tan­tisch gemacht, ande­re zei­gen Men­schen die Angst vor gro­ßen Mes­sern haben, wie­der ande­re zer­mat­schen die Frucht oder wäh­len völ­lig untaug­li­che Metho­den. Bei dem mei­sten 'Köchen' geht aber mehr als nötig an Frucht verloren.

Wie es rich­tig geht
1. Strunk (Blü­ten­an­satz oben, läng­lich-spit­ze Blät­ter) quer mit Brot­mes­ser abschneiden;
2. Boden par­al­lel zum obe­ren Schnitt entfernen;
3. Frucht auf die unter Schnitt­flä­che stel­len und rund­um von oben nach unten die äuße­re bräun­li­che Haut entfernen;
4. Auf­recht ste­hen­de Frucht mit drei Schnit­ten (!) von oben nach unten längs in Sech­stel teilen;
5. Von jedem der sechs Stücke den innen lie­gen­den har­ten Kern abtrennen;
6. Je nach Wunsch in Strei­fen (längs) oder Stücke (quer) schneiden,

Man soll ja nicht nur meckern, son­dern es bes­ser machen - des­we­gen dem­nächst hier dazu ein Video ....

bookmark_borderImmer wenn es heißt
"Der ultimative Beweis der Existenz Gottes" ....
wird am Ende der Argumentationskette
einer von vielen rhetorischen Tricks angewandt

Aus der Serie: Das etwas ande­re “Wort zum Sonntag”

Wenn Phi­lo­so­phen "Gott" bewei­sen wol­len läuft es stets dar­auf hin­aus, dass sie alte Argu­men­te neu for­mu­lie­ren und neue 'Bei­spie­le' erfin­den, die bes­ser dar­stel­len sol­len was es mit die­ser fik­ti­ven Figur auf sich hat und war­um es dies­mal ganz anders ist als bei all den vor­he­ri­gen Versuchen ....

Sie alle erken­nen nicht den wesent­li­chen Feh­ler schon im Ansatz der Gedankenketten: 

Etwas, das es nicht gibt,
kann man nicht nachweisen!

Dabei ist doch die Ange­le­gen­heit so ein­fach. Man schaut sich in der Welt um und sieht, dass es Gesetz­mä­ßig­kei­ten gibt die sich - egal wo auf dem Pla­ne­ten - stets wie­der­ho­len. Dann schaut man auf den Lauf der Gestir­ne, das Welt­all, das Uni­ver­sum und immer wie­der sind es grund­le­gen­de phy­si­ka­li­sche und che­mi­sche Pro­zes­se und Ein­hei­ten, die sich auf­ein­an­der auf­bau­en und so aus vie­len klei­nen Ein­hei­ten immer grö­ße­re bil­den, bis man schließ­lich zu der Erkennt­nis kommt:

Ein sich selbst erhal­ten­der Fort­gang von Ereig­nis­sen, rein zufäl­lig und ohne beson­de­ren Zweck! Der Mensch ein win­zi­ger Teil die­ses Ablaufs - und gera­de dabei sei­ne eige­nen Grund­la­gen so plan­los zu berau­ben und aus­zu­schöp­fen, dass er sich selbst ver­nich­ten wird.

Da soll­ten ein­mal all die "Gläu­bi­gen" anset­zen und Stim­mung für einen scho­nen­de­ren Umgang mit den Grund­la­gen für unser Leben machen. Wenn die Chri­sten immer wie­der vom "Wun­der von Got­tes Schöp­fung" spre­chen, sich aber her­aus­hal­ten wenn es dar­um geht die­se (angeb­li­che) Schöp­fung zu bewah­ren, weil sie dann in Gefahr gera­ten ihre "Schäf­chen" vor den Kopf zu sto­ßen, dann haben sie ein wei­te­res Mal ver­sagt. Kei­ne Bewei­se für "Gott" seit Anbe­ginn der christ­li­chen Leh­re, und nicht ein­mal den Mut dem Raub­bau Ein­halt zu gebie­ten, wo sie doch ver­mei­nen über­all mit­re­den und mit­ent­schei­den zu müs­sen, wenn es um wesent­li­che Ent­wick­lun­gen hier­zu­lan­de und sonst­wo in der Welt geht.

bookmark_borderZwei Seelen wohnen, ach!, in (m)einer Brust ..?!

Schau­en Sie sich ein­mal die­se bei­den Text­ab­bil­dun­gen an. Die Grund­aus­sa­gen sind nach mei­nem Ver­ständ­nis genau entgegengesetzt:

- Ein­mal wird die Schu­le als "Abrich­tungs­an­stalt für wil­li­ge Bür­ger" dargestellt,
- im ande­ren Arti­kel als "Ort der Sozia­li­sa­ti­on und per­sön­li­chen Entwicklung". 

Bei­de Arti­kel stam­men von der glei­chen Web­sei­te, die Arti­kel zusam­men­fasst und kom­pakt zur Ver­fü­gung stellt (sie­he Links bei den Abbil­dun­gen). Wenn ich zwei ver­schie­de­ne Namen für die Autoren lese mag ich es nicht so recht glau­ben, dass das wirk­lich zwei Men­schen - noch dazu ver­schie­de­nen Geschlechts - sein sollen!

Dazu sind die Tex­te zu ähn­lich vom Satz­bau und der Wort­wahl her betrachtet.

Haben wir hier einen Fall von 'künst­li­cher Dif­fe­ren­zie­rung' um eine Mei­nungs­viel­falt vor­zu­gau­keln die es in Wahr­heit gar nicht gibt?
Bin ich da wohl zu misstrauisch? 


Abbil­dung aus:
Schul­frei
Es genügt nicht, Kin­der „wegen Coro­na“ jetzt zuhau­se abzu­rich­ten — nötig wäre ein Para­dig­men­wech­sel hin zu selbst­be­stimm­tem Lernen.
am Frei­tag, 21. Mai 2021, 15:00 Uhr von Bert­rand Stern


Abbil­dung aus:
Die Ent­bil­dung
Coro­na-Maß­nah­men haben dem Schul­sy­stem in vie­len Län­dern Latein­ame­ri­kas schwe­ren Scha­den zugefügt.
am Frei­tag, 21. Mai 2021, 16:00 Uhr von Nyima Schöb

 

 

bookmark_borderTell it as it is ...!

Wer hier öfter liest weiß, dass ich Frau von der Ley­en nicht beson­ders gut fin­de und noch weni­ger ihre übli­che Argu­men­ta­ti­on. Sie hat - solan­ge sie in Deutsch­land ihr Unwe­sen trieb - noch häu­fi­ger als ande­re Poli­ti­ker nicht nur maß­los über­trie­ben, son­dern min­de­stens genau­so häu­fig gelo­gen die Ver­hält­nis­se und ihr Wir­ken ein wenig auf­ge­bes­sert dargestellt.

Nun aber hat sie den "Brexi­te­ers" ein­mal kräf­tig und sehr deut­lich die Levi­ten gele­sen. Obwohl sie wahr­schein­lich den Text nicht ver­fasst hat trug sie ihn mit Über­zeu­gung und ohne Zögern vor. Lesen Sie selbst, der Text ist aus den Unter­ti­teln zusam­men­ge­setzt.
 



 

bookmark_borderGedanken zu
"Wie erklären Atheisten den Zweck der Bibel?"

Die­se Fra­ge­stel­lung las ich gestern - und muss­te erst­mal lachen .... über die offen­sicht­li­che Naï­vi­tät der fra­gen­den Person.


Athe­isten haben über­haupt nichts zu erklä­ren. Für Athe­isten ist die Bibel eines von vie­len Mär­chen­bü­chern aus ver­gan­ge­nen Zei­ten. Wenn irgend­wer etwas zu erklä­ren hät­te sind es jene Men­schen, die der Bibel irgend­wel­che Bedeu­tung zuspre­chen. Wer eine sol­che Bedeu­tung behaup­tet muss den Beweis dafür erbrin­gen.
 

 

Ich gebe ein prak­ti­sches Beispiel:
Frau A. aus D. behaup­tet sie hät­te in einem Buch gele­sen Wöl­fe frä­ßen klei­ne Mäd­chen. Außer­dem stün­de in die­sem Buch: Wer die Geschich­ten, die dar­in ste­hen nicht glau­be sei ein schlech­ter Mensch.

Frau F. lässt Frau A. wis­sen, sie zweif­le dar­an, dass das Buch die Lebens­si­tua­tio­nen der Men­schen kor­rekt beschreibt.
Dar­auf­hin for­dert Frau A. die F. auf zu erklä­ren, wozu denn das Buch da sei, wenn es nicht das Leben beschreibe.

Frau F. stellt fest "Das Buch ist ein Mär­chen­buch, nichts was dar­in beschrie­ben wird ist wahr! Es ist auch nicht mei­ne Pflicht etwas zu dem Buch zu erklä­ren oder zu bewei­sen - Sie, Frau A., sind es doch, die dem Buch beson­de­re Eigen­schaf­ten zuspricht. Also müs­sen Sie Bewei­se beibringen!"

Frau A. stellt nicht das Buch in Fra­ge. Die 'gelehr­ten Schrift­deu­ter' sagen doch, es sei ein "Hei­li­ges Buch".
Das Buch exi­stiert - und das seit vie­len Jahr­hun­der­ten - wie ver­mes­sen von den Athe­isten zu behaup­ten es sei irrele­vant für die Gesellschaft!