bookmark_border"You’re allowed to have your own opinions - but not your own facts"
"Du darfst eine eigene Meinung haben - aber nicht eigene Fakten."

Das Zitat in der Titel­zei­le stammt von einem ame­ri­ka­ni­schen Staats­mann [Daniel_Patrick_Moynihan] - und ja, die gab es dort frü­her tat­säch­lich als Regel, nicht als Ausnahme.

In die­sem Zitat steckt - kurz aus­ge­drückt - die Abwer­tung der gesam­ten Amts­füh­rung des abge­wähl­ten US Prä­si­den­ten, der von 2016 bis 2020 sein Unwe­sen getrie­ben und immer noch Ambi­tio­nen hat, sich noch ein­mal 'in den Ring zu bege­ben'.

Was für die Poli­tik gilt ist in den Natur­wis­sen­schaf­ten noch sehr viel wich­ti­ger - und es soll­te uns zu den­ken geben, dass es für Gei­stes­wis­sen­schaf­ten nicht zutrifft. Es dort also kei­ne beleg­ba­ren Fak­ten gibt, son­dern allen­falls Strö­mun­gen des Den­kens, die von grö­ße­ren Zah­len der aus dem glei­chen Fach stam­men­den Wis­sen­schaft­ler so als 'rich­tig' oder min­de­stens 'rele­vant' betrach­tet werden.

Die Natur­wis­sen­schaf­ten erfor­dern - um mit­spre­chen zu kön­nen - je nach Fach immer ein bestimm­tes Basis­wis­sen, dass nur mit eini­gem Auf­wand erar­bei­tet wer­den kann. Ich zitie­re mich hier ein­mal selbst:

 
In die­sem Zusam­men­hang fällt uns doch sogleich auf, dass es einen wesent­li­chen Ein­fluss­fak­tor in unse­rem Land (und nicht nur da!) gibt, der sich weder der einen, noch der ande­ren Wis­sen­schafts­rich­tung zuord­nen lässt und trotz­dem gro­ße Sum­men an öffent­li­chen Gel­dern verschlingt:

Die Reli­gi­onswis­sen­schaf­ten.

Die Basis der Reli­gi­on ist eine irgend­wie gear­te­te fik­ti­ve Enti­tät, die in einer fik­ti­ven Ebe­ne des Seins ange­sie­delt sein soll und fik­ti­ve Ansprü­che - selt­sa­mer­wei­se - nur an die Spe­zi­es "Homo sapi­ens" stellt.

Soviel Unge­wiss­heit - und so vie­le Inter­pre­ten für den Wil­len die­ser 'höhe­ren Macht', die alle­samt von der Gut­gläu­big­keit von Men­schen leben, die ihr Leben aus dem Bauch her­aus und nicht auf Fak­ten basie­rend füh­ren. Das sind mitt­ler­wei­le weni­ger als die Hälf­te der Bevöl­ke­rung - und den­noch wer­den die 'Geist­li­chen' von der ande­ren Hälf­te der Steu­er­zah­len­den mitfinanziert. 

Dazu kurz die Infor­ma­ti­on, die ich mit Stau­nen las:
Alle Geist­li­chen, Bischö­fe und höhe­ren Char­gen egal wel­cher Kir­chen wer­den aus Steu­er­gel­dern bezahlt - nicht aus Kir­chen­steu­er, nein, wie Staatsbedienstete!
Die­ses Geld fehlt an ande­rer Stel­le, bei­spiels­wei­se für Schu­len und Stra­ßen­bau, bzw. -unter­hal­tung. Vor dem Hin­ter­grund ist es auch bedeut­sam zu wis­sen, dass selbst die unter kirch­li­cher Lei­tung ste­hen­den sozia­len Ein­rich­tun­gen und Kran­ken­häu­ser über­wie­gend aus staat­li­chen Mit­teln, manch­mal bis zu 90% (!) bezahlt werden.

bookmark_borderDankbar sein ....

Es gibt vie­le Tage, an denen man nichts bewusst wahr­nimmt, sie gehen vor­über ohne die Chan­ce, irgend­wie im Gedächt­nis zu blei­ben. Es gibt noch mehr Tage, an denen man nur beklagt was war - denn wir wis­sen doch Alle: Es gibt immer etwas zu meckern. Es gibt genau­so Tage, an denen will ein­fach nichts gelin­gen. Was man auch anpackt miss­lingt oder erzeugt zumin­dest klei­ne Katastrophen.

Und dann gibt es Tage, die wird man jah­re­lang erin­nern. Die sind in Ein­zel­hei­ten so tief ein­ge­prägt, dass jedes Detail für sich genom­men mehr Erin­ne­rung pro­du­ziert als gan­ze Lebens­ab­schnit­te, die schein­bar ereig­nis­los vor­über gingen.

So einen Tag habe ich heu­te erlebt.

Das 'high­light' war nicht, dass es mir gelun­gen ist Remou­la­de auf eine Fri­ka­del­le zu bekom­men ohne Hemd, Hose und Tisch eben­falls ver­se­hent­lich damit zu 'ver­zie­ren' ....

Es war ein Gespräch mit Men­schen die Offen­heit, Wahr­haf­tig­keit und Ver­ständ­nis für all die unter­schied­li­chen mensch­li­chen Regun­gen zeig­ten, die klei­nen Schwä­chen also, die wir Alle haben.

Die (Zitat)
» Auto­ri­tät haben, nicht auto­ri­tär sein « nicht nur pre­di­gen, son­dern leben.

Dan­ke!

bookmark_borderVon geringen Prozentwerten,
die sich hochschaukeln ....
.... und warum Sie CDU/CSU und SPD nicht wieder wählen sollten!

Unse­re Regie­run­gen Mer­kel I - III haben schon häu­fi­ger Geset­ze pro­du­ziert, die sich wesent­lich dadurch aus­zeich­ne­ten, dass sie unter­neh­mens­freund­lich und bür­ger­feind­lich gestal­tet waren.

Inso­weit ist es kei­ne Über­ra­schung, wenn das, was hier nicht durch­zu­set­zen war dann auf die EU Ebe­ne gescho­ben und dort dann umge­setzt und ver­ab­schie­det wur­de. Letz­tes Bei­spiel ist - da hat­te die Frau von der Lügen aus der Ver­gan­gen­heit schon Erfah­rung, Stich­wort "Sta­si 2.0", bei dem, wen wun­dert es, der Herr Schäub­le natür­lich (damals als Innen­mi­ni­ster) sei­ne Fin­ger eben­falls drin­nen hat­te - das EU wei­te Gesetz zu Total­über­wa­chung jedes Bür­gers was des­sen elek­tro­ni­sche und Inter­net­ak­ti­vi­tät angeht. So etwas darf nicht unwi­der­spro­chen bleiben.

Was unter dem Radar öffent­li­cher Wahr­neh­mung schon seit fast eben­so lan­ger Zeit schwel­te ist die Reform der Kon­to­füh­rungs- und Dis­po­si­ti­ons­kre­dit­ko­sten. Jeder Bank­kun­de, der schon ein­mal eine län­ge­re Durst­strecke zu über­win­den hat­te lern­te zwei Din­ge, die man sonst, bei regel­mä­ßi­gem Zah­lungs­ein­gang und stets im Plus ste­hen­der Kon­to­sal­den nicht erlebt, näm­lich die Unver­schämt­heit von Über­zie­hungs­zin­sen und die plötz­lich gar nicht mehr so freund­li­chen Mit­ar­bei­ter, die den Kon­to-im-Minus-Kun­den so behan­deln, als ob er ein durch­trie­be­ner Gau­ner sei, dem man nun nie wie­der ver­trau­en kön­ne. Was dazu führt, dass der Dis­po plötz­lich ent­zo­gen wird und die vol­le Wucht der Über­zie­hung auf den sowie­so schon not­lei­den­den Kun­den hereinbricht.

Per­sön­li­che Erfah­rung, die dazu bei­tra­gen kann ist, dass ich wäh­rend der ersten Zeit mei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit noch eine Fest­an­stel­lung hat­te (1988), die mit einem beacht­li­chen, nicht tarif­lich gebun­de­nen Gehalt par­al­lel lief. Da wur­de mir von der (Volks-)Bank ein Dis­po von 35.000 DM ein­ge­räumt. Wie schnell sich das ändern kann erfuhr ich wenig spä­ter, als ich die Anstel­lung kün­dig­te, weil die Auf­trä­ge in der Selb­stän­dig­keit zunah­men und bei­de Tätig­kei­ten nicht mehr mög­lich waren.
Als ich das näch­ste Mal zur Bank kam und - unter Inan­spruch­nah­me des Dis­po - eine Finanz­amts­rech­nung beglei­chen woll­te lief das Gespräch mit der Mit­ar­bei­te­rin so:
"Sie hat­ten bis­her immer Ein­künf­te aus Ber­lin in Höhe von monat­lich 8.720 DM, die sind seit letz­tem Monat nicht mehr ein­ge­gan­gen. Was ist der Grund?"
Wor­auf ich den Sach­ver­halt dar­stell­te und erklär­te mich nicht tei­len zu kön­nen und des­we­gen gekün­digt hätte.
Da bekam ich eine Standpauke:
"So eine Anstel­lung zu so einem Gehalt gibt man doch nicht auf, wenn die Alter­na­ti­ve unsi­che­re Ein­künf­te aus Selb­stän­dig­keit sind!"
Mein Über­wei­sungs­auf­trag wur­de dann aber doch angenommen.
Am über­näch­sten Tag hat­te ich ein Schrei­ben des zustän­di­gen Abtei­lungs­lei­ters in der Post, in dem mir mit­ge­teilt wur­de, mein Dis­po sei 'aus Grün­den' gekün­digt und für die Über­wei­sung fie­len nun die Zin­sen für 'gedul­de­te Über­zie­hung' an, das waren anstatt der damals fäl­li­gen 14% schlaf­fe 19%. 5% mehr auf über 42.000 DM Steu­er­for­de­rung, mehr als 2.000 DM noch­mal oben­auf .... das ist schon ein nen­nens­wer­ter wei­te­rer Kosten­fak­tor. Es gab noch eini­ges Hin und Her, und schließ­lich habe ich seit­dem nie wie­der ein Volks­bank­kon­to gehabt und damals konn­te ich das durch den Wech­sel zu einem ande­ren Geld­in­sti­tut abfangen. 

Was bleibt ist die Erfah­rung, dass selbst lang­jäh­ri­ges Kun­den­pam­pern bei einem Geld­in­sti­tut da auf­hört, wo es um die Mög­lich­keit geht schnell noch­mal etwas mehr von dem Kun­den zu for­dern, ins­be­son­de­re wenn er in einer klam­men Finanz­la­ge steckt.


Wer ist dafür ver­ant­wort­lich, dass die­se Dis­po­sät­ze frei gestal­tet wer­den und es selbst zu Null-Zins-Zei­ten immer noch Dis­po­zins­sät­ze weit über 12% gibt?
Na, raten Sie mal.
Die Frak­ti­on der CDU/CSU!

 

Schon vor über fünf, sogar zehn Jah­ren hat­te die SPD da den Gedan­ken kun­den­freund­lich den Dis­po­zins zu begren­zen - abge­schmet­tert von der CDU/CSU.


Weil das seit Jahr­zehn­ten so geht denkt man doch unwill­kür­lich an "Guter Cop - böser Cop!" und schon sind sowohl die Geld­ge­ber der CDU/CSU als auch die der SPD zufrieden ....

 

Wei­te­re Quel­len:
- SPD Papier 12/2020 [PDF]
- Das macht doch nichts, das merkt doch keiner ....
- Lau­schen & notie­ren - Sta­si 2.0 ....
- Neu­es aus Schil­da (V)
- Dis­po-Zin­sen
- Kon­to­ent­gel­te


#Nie­Wie­der­CDU
#Nie­Wie­der­SPD

 

bookmark_borderWas uns die im US Mob (06.01.2021) integrierten *Christenmenschen* mit der Auswahl der Bibelsprüche sagen wollen ist unklar ..!?

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Wo immer Unru­he und Auf­ruhr auf die­ser Welt auf­tau­chen sind die *guten und from­men Chri­sten­men­schen* nicht weit, sie sor­gen aller­dings nicht für Ver­söh­nung und Abwie­ge­lung, son­dern gie­ßen noch Öl ins Feu­er .... aber lesen Sie, lie­be Lesen­de, selbst, was an den ent­spre­chen­den Bibel­stel­len steht.

[Pla­kat eines Teil­neh­mers an der Kapi­to­ler­stür­mung 06.01.2021]

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Jeden­falls lese ich dar­aus kei­ne Frie­dens­bot­schaft. Und Sie?

Hebrä­er 4:12
12 Denn das Wort Got­tes ist leben­dig und kräf­tig und schär­fer als jedes zwei­schnei­di­ge Schwert und dringt durch, bis es schei­det See­le und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Rich­ter der Gedan­ken und Sin­ne des Herzens.

Jere­mia 4:7
7 Es steigt her­auf der Löwe aus sei­nem Dickicht, und der Ver­der­ber der Völ­ker hat sich auf­ge­macht und ist aus­ge­zo­gen von sei­ner Stät­te, dein Land zu ver­wü­sten und dei­ne Städ­te zu ver­bren­nen, sodass nie­mand dar­in wohnt.

Psalm 67
Got­tes Segen über alle Welt 1 Ein Psalm­lied, vor­zu­sin­gen, beim Sai­ten­spiel. 2 Gott sei uns gnä­dig und seg­ne uns, er las­se uns sein Ant­litz leuch­ten, 3 dass man auf Erden erken­ne dei­nen Weg, unter allen Hei­den dein Heil. 4 Es dan­ken dir, Gott, die Völ­ker, es dan­ken dir alle Völ­ker. 5 Die Völ­ker freu­en sich und jauch­zen, dass du die Men­schen recht rich­test und regierst die Völ­ker auf Erden. 6 Es dan­ken dir, Gott, die Völ­ker, es dan­ken dir alle Völ­ker. 7 Das Land gibt sein Gewächs; es seg­ne uns Gott, unser Gott! 8 Es seg­ne uns Gott, und alle Welt fürch­te ihn!

bookmark_border"Kann man *posthum* den IQ bestimmen?"
oder:
"Frei erfundenes 'click bait'"

Ein kras­ses Bei­spiel für eine die­ser Sei­ten die dazu geschaf­fen sind Pseu­do­wis­sen, also kom­plet­te oder teil­wei­se Lügen zu ver­brei­ten um durch die "clicks!" Inhalt vor­zu­täu­schen und den Anzei­gen­kun­den 'Reich­wei­te' vor­zu­gau­keln. Sol­che Sei­ten sind mit­ver­ant­wort­lich dafür, dass man zuneh­mend skep­tisch sein muss, wenn man "Erkennt­nis­se" und "Wuss­ten-Sie-schon-Berich­te" im Inter­net findet.

Ein Zitat:
".. Die nach­fol­gen­de Liste zeigt vergangenen(sic!) US-Prä­si­den­ten und ihre Intel­li­genz­quo­ti­en­ten. Man kann es kaum glau­ben, doch eini­ge haben wirk­lich einen hohen IQ und ande­re einen erstaun­lich Nied­ri­gen. Der IQ einer gewöhn­li­chen Per­son liegt zwi­schen 85 und 115. .."
[Quel­le des Zita­tes und der angeb­li­chen IQ Wer­te] Zitat Ende.


Ich wüss­te all­zu ger­ne wie die Autorin die­se IQ Zah­len für all jene Prä­si­den­ten gefun­den hat, die schon vor der Erfin­dung des ersten IQ Tests leb­ten .... wür­feln? oder nur in die Luft geschaut und etwas hin­ge­schrie­ben?
 
Des­we­gen scheint es mir eben­so zwei­fel­haft was für die danach gewähl­ten Prä­si­den­ten ange­ge­ben wird! Bush der Jün­ge­re angeb­lich klü­ger als ein Mensch der nach unse­rer Ska­la als *hoch­be­gabt* gilt (IQ >140)? Wohl kaum!

 


US Präsidenten
No.: Amts­zeit Name, Par­tei - IQ -
1. 1789-1797 Geor­ge Washing­ton, parteilos - 140 -
2. 1797-1801 John Adams, Föderalist - 155 -
3. 1801-1809 Tho­mas Jef­fer­son, Republikaner - 160 -
4. 1809-1817 James Madi­son, Republikaner - 160 -
5. 1817-1825 James Mon­roe, Republikaner - 138,6 -
6. 1825-1829 John Quin­cy Adams, Föderalist - 169 -
7. 1829-1837 Andrew Jack­son, Demokrat - 145 -
8. 1837-1841 Mar­tin Van Buren, Demokrat - 146 -
9. 1841-1841 Wil­liam Har­ri­son, Whig - 133,9 -
10. 1841-1845 John Tyler, Whig - 136 -
11. 1845-1849 James Knox Polk, Demokrat - 143,4 -
12. 1849-1850 Zacha­ry Tay­lor, Whig - 139,8 -
13. 1850-1853 Mil­lard Fill­mo­re, Whig - 143 -
14. 1853-1857 Frank­lin Pier­ce, Demokrat - 147 -
15. 1857-1861 James Buchanan, Demokrat - 139 -
16. 1861-1865 Abra­ham Lin­coln, Republikaner - 148 -
17. 1865-1869 Andrew John­son, Demokrat - 138,9 -
18. 1869-1877 Ulysses Grant, Republikaner - 130 -
19. 1877-1881 Ruther­ford Hayes, Republikaner - 146,3 -
20. 1881-1881 James Gar­field, Republikaner - 152,2 -
21. 1881-1885 Che­ster A. Arthur, Republikaner - 152,3 -
22. 1885-1889    Gro­ver Cleve­land, Demokrat - 144 -
23. 1889-1893 Ben­ja­min Har­ri­son, Republikaner - 145,4 -
24. 1893-1897 Gro­ver Cleve­land, Demokrat - 144 -
25. 1897-1901 Wil­liam McKin­ley, Republikaner - 143,4 -

1904 
 
26. 1901-1909 Theo­do­re Roo­se­velt, Republikaner - 149 -
27. 1909-1913 Wil­liam H. Taft, Republikaner - 139,5 -
28. 1913-1921 Wood­row T. Wil­son, Demokrat - 155,2 -
29. 1921-1923 War­ren G.Harding, Republikaner - 139,9 -
30. 1923-1929  John Cal­vin Coo­lidge, Republikaner - 141,6 -
31. 1929-1933 Her­bert Clark Hoo­ver, Republikaner - 141,6 -
32. 1933-1945 Frank­lin D Roo­se­velt, Demokrat - 150,5 -
33. 1945-1953 Har­ry S. Tru­man, Demokrat - 139,8 -
34. 1953-1961 Dwight D. Eisen­hower, Republikaner - 145,1 -
35. 1961-1963 John F. Ken­ne­dy, Demokrat - 159,8 -
36. 1963-1969 Lyn­don B. John­son, Demokrat - 140,6 -
37. 1969-1974 Richard Nixon, Republikaner - 131 -
38. 1974-1977 Gerald Ford, Republikaner - 140,4 -
39. 1977-1981 James Earl Car­ter, Demokrat - 153 -
40. 1981-1989 Ronald Rea­gan, Republikaner - 141,9 -
41. 1989-1993 Geor­ge H. W. Bush, Republikaner - 143 -
42. 1993-2001 Bill Clin­ton, Demokrat - 159 -
43. 2001-2008 Geor­ge W. Bush, Republikaner - 138,5 -
44. 2008-2017 Barack Hus­sein Oba­ma, Demokrat - 145 -
45. 2017-2021 Donald Trump, Republikaner - GENIUS -
46. 2021-2024 Joe Biden, Demokrat - 149 -

Die­se Tabel­le ist mit der ent­spre­chen­den Sei­te von WIKIPEDIA erstellt. 

Seit wann gibt es IQ Tests?

" .. Intel­li­genz­tests gibt es seit 1905 – damals ent­wickel­ten Alfred Binet und Théo­do­re Simon das erste Ver­fah­ren, um die kogni­ti­ve Lei­stungs­fä­hig­keit von Schul­kin­dern zu erfassen .. "

[https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/prof/PSY/HBF/mindmag87-tgb.pdf]

Sie­he auch

17 Din­ge, die NUR Hoch­be­gab­te tun
→ https://www.youtube.com/watch?v=DX8zekOcfMg
Test Hoch­be­ga­bung & hoch­be­gab­te Kinder

Der erste „wirk­li­che“ IQ-Test
→ https://www.123test.com/de/Geschichte-des-IQ-Tests/

Video zum The­ma bei you­tube - da wer­den aller­dings ganz ande­re Wer­te ange­ge­ben. QED!

bookmark_borderDie, die die Kurve kriegen ....
und Einer, der rausflog ....

Haben Sie das wahr­ge­nom­men, zu was anfangs der Woche die schot­ti­sche Regie­rungs­chefin sich ver­an­lasst sah? In Schott­land hat der unse­li­ge Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump einen Golf­platz. Angeb­lich woll­te er dahin kom­men, am 19. Janu­ar, einen Tag vor der Ver­ei­di­gung des neu­en Prä­si­den­ten der USA Biden und sei­ner Vize­prä­si­den­tin Harris.

Erstaun­li­ches pas­siert immer dann wenn Herr Trump, der *Mei­ster des Post­fak­ti­schen*, invol­viert ist. 


“Tho­se who can make you belie­ve absur­di­ties,
can make you com­mit atro­ci­ties.” Voltaire
["Die­je­ni­gen, die Sie dazu brin­gen kön­nen, Absur­di­tä­ten zu glau­ben,
kön­nen Sie dazu brin­gen, Gräu­el­ta­ten zu bege­hen."]
 

 
Ich habe in mei­nen (poli­tisch bewuss­ten) 55 Lebens­jah­ren nach der Schul­zeit nicht von einem Fall in der Welt gehört, dass ein demo­kra­tisch gewähl­ter Regie­rungs­chef eines Lan­des 'aus­ge­la­den' und zur 'uner­wünsch­ten Per­son' erklärt wurde. 

Wie wird es von den ver­nünf­ti­gen Poli­ti­kern beur­teilt? Das ist eine breit gestreu­te Ein­schät­zung, die aller­dings etwa so zusam­men­ge­fasst wer­den kann (Abb.):

bookmark_borderVon "Actio oder Reactio"?


Kommunikationspsychologie:..eine Nachricht..(hat) vier Aspek­te..: Sach­in­halt, Selbst­of­fen­ba­rung, Bezie­hung und Appell. Die­se Ebe­nen wer­den auch als „vier Sei­ten einer Nach­richt“ bezeich­net. Das Modell dient zur Beschrei­bung von Kom­mu­ni­ka­ti­on, die durch Miss­ver­ständ­nis­se gestört ist.

[Quel­le: Vier-Sei­ten-Modell; auch Nach­rich­ten­qua­drat, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­qua­drat oder Vier-Ohren-Modell. Frie­de­mann Schulz von Thun]

Wenn ich einen Text lese und ver­ste­he, was der Autor damit aus­drücken woll­te ist mei­ne Reak­ti­on (→ reac­tio) posi­tiv. Ich bin zufrie­den mit mir und dem Urhe­ber. Zuerst weil ich in der Lage war den Text auf­zu­neh­men, ihn mit mei­nem gespei­cher­ten Wis­sen über Spra­che zu ver­ar­bei­ten. Wei­ter­hin mit dem Ver­fas­ser, weil er mir einen Text prä­sen­tiert, des­sen Gehalt sich in den Wor­ten wie­der­fin­det (→ actio). Dabei kommt es nicht dar­auf an, ob ich mit dem Inhalt über­ein­stim­me oder nicht, es geht vor­ran­gig um die Wahr­schein­lich­keit des Ver­ste­hens eines Textes.

Bei man­chen Tex­ten stellt sich bei mir Unbe­ha­gen ein. Das liegt oft weni­ger am Inhalt, son­dern an der Art der Dar­stel­lung. Zwar ist, wie im unten ver­link­ten Text der Dis­ser­ta­ti­on sehr über­zeu­gend dar­ge­legt, der Aus­tausch von Spra­che in Form von Schrift ein Aus­tausch von Meta­phern, die nicht immer und von jedem syn­chron ver­wandt wer­den. Deren ver­ein­fach­te, landl­äug­fig-salop­pe Qua­li­tät aller­dings macht erst die Mög­lich­keit aus, das Geschrie­be­ne in Infor­ma­ti­on zu über­tra­gen, die für den Lesen­den einen Sinn ergibt.

Bei einem Text wie die­sem stel­le ich als Kon­trast zu die­ser Not­wen­dig­keit aller­dings fest, dass die ver­wen­de­ten Meta­phern offen­bar nur den Schrei­ber befrie­di­gen kön­nen, weil ihnen eine wesent­li­che Eigen­schaft, näm­lich eine ein­gän­gi­ge "All­ge­mein­ver­ständ­lich­keit" fehlt. 

Dies liegt nicht an der Nut­zung von Emo­ti­cons - die könn­te man ja im Zwei­fels­fal­le jeder­zeit nach­se­hen und sich so Klar­heit ver­schaf­fen - son­dern im Gebrauch autoren­spe­zi­fi­scher Flos­keln, laut­ver­kürz­ten Wort­fet­zen und einer ¹ Sprach­ebe­ne, die offen­sicht­lich gekün­stel­ten Selbst­be­zug auf eine Gesell­schafts­klas­se mit spe­zi­fi­schem Gedan­ken­ge­bäu­de dar­stel­len sol­len. Genau die­se Absicht, näm­lich eine als "Unge­recht" emp­fun­de­ne Auf­fas­sung einer schwam­mig beschrie­be­nen "All­ge­mein­heit" ins Gegen­teil zu ver­keh­ren, ist zwar erkenn­bar, aller­dings nicht belegt. Erkenn­ba­re Absicht ist nicht gleich ² gelun­ge­ner Überzeugung 


[actio ≠ reac­tio!]

- der Inhalt bleibt frag­men­ta­risch, nicht greif­bar und daher für das all­ge­mei­ne Publi­kum unverständlich.
Das Resul­tat dar­aus ist (→ reac­tio) Ver­är­ge­rung, wo doch zu ver­mu­ten ist, dass es dem Schrei­ben­den um Gewin­nung der Ach­tung, Ände­rung eines Vor­ur­teils (aus sei­ner Sicht), mög­li­cher­wei­se sogar Zunei­gung und Wie­der­kehr der Lesen­den ging als er den Text verfasste. 

So ver­kehrt sich der Auf­wand (→ actio) anstatt zum Posi­ti­ven zu einem Desa­ster. Was ich als Fazit mit­neh­me ist der Auf­schrei des Autors: 


"Fake news!" ....

Die­se Dar­stel­lung passt wie Schloß und Schlüs­sel zur Hal­tung und zum Ver­ständ­nis des abge­wähl­ten Prä­si­den­ten­dar­stel­lers Trump, der ja meh­re­re Schrit­te in Rich­tung Belo­bi­gung der israe­li­schen Poli­tik und gleich­zei­ti­ge Her­ab­wür­di­gung des palä­sti­nen­si­schen Stand­punk­tes für rich­tig und ange­bracht hielt.

Was dabei völ­lig außer Acht bleibt ist das histo­ri­sche Fak­tum, dass der Staat Isra­el eine Grün­dung auf groß­macht­po­li­ti­scher Annek­ti­on des palä­sti­nen­si­schen Ter­ri­to­ri­ums dar­stellt, das unter betrü­ge­ri­scher Absicht und Vor­spie­ge­lung heh­rer Absich­ten zustan­de kam. Es liegt hier ein Fall von "Neu­sprech" vor: 

Wahr­heit ist Lüge - Lüge ist Wahrheit!

Der gesam­te hier nach­fol­gen­de Text ist ein Zitat!
[Sprach­wis­sen­schaft­li­che Abhand­lung mit Bezug zum Inter­net und dort ver­wen­de­ter Dar­stel­lung, ins­be­son­de­re der Bezug auf Emo­ti­cons; der Umfang ist des­we­gen so groß, weil ein­zel­ne Sät­ze hier­aus als 'Aus­zug' nicht den Sinn­zu­sam­men­hang ver­deut­li­chen könnten.] 


Die Erkennt­nis, dass es bei der Spra­che und der Schrift um ledig­lich ver­gäng­li­che nich­ti­ge mensch­li­che Kon­struk­te han­delt, muss jeder Mensch selbst machen, um sich von ihnen zu befreien.

[PDF; Dissertation-Li-Fan.pdf]  

 
Nach Jas­pers hat die Spra­che drei grund­le­gen­de Bedeu­tun­gen. Erstens bezieht sich die Spra­che auf das Spre­chen als eine bio­lo­gi­sche Fähig­keit des Men­schen. Zwei­tens kenn­zeich­net die Spra­che den geschicht­li­chen empi­ri­schen Tat­be­stand, die jewei­li­gen Spra­chen auf der Welt. Zual­ler­letzt cha­rak­te­ri­siert Spra­che das Sprech­ver­mö­gen des Men­schen, die Eigen­art des Menschseins.

 
»Alle Wör­ter sind Laut­bil­der und sind in Bezug auf ihre Bedeu­tung an sich und von Anfang an Tro­pen... › Eigent­li­che Wor­te‹ gibt es in der Spra­che nicht« (Ger­ber 1, 309). Nietz­sche nennt die Spra­che daher ein beweg­li­ches Heer von Meta­phern. In ursprüng­li­chen Meta­phern erwächst ein bedeu­tungs­tra­gen­des Wort­ma­te­ri­al, das dann wei­ter ver­wen­det wird zu neu­en Meta­phern. So steckt in den Wor­ten jeweils eine eigent­li­che oder direk­te Bedeu­tung nur durch Ver­ges­sen des Ursprungs. Die­se eigent­li­che Bedeu­tung wird bewußt als Meta­pher ver­wen­det. In der Geschich­te der Wor­te »sehen wir sich all­mäh­lich Bild an Bild fügen, eines das ande­re fort­set­zend, erläu­ternd, modi­fi­zie­rend, kor­ri­gie­rend, ver­wi­schend« (Ger­ber 1, 266)

 
¹ Wenn alle Wör­ter am Anfang Meta­phern sind und der Bild­cha­rak­ter der Spra­che unaus­weich­lich ist, so kann man davon aus­ge­hen, dass die Meta­pher­bil­dung zu dem wich­ti­gen Ver­ständ­nis der Spra­che: dem „Sprech­ver­mö­gen über­haupt“ gehört. Unter­schied­lich wie die ver­schie­de­ne Spra­chen auf der Welt und so unter­schied­lich wie die ver­schie­de­nen Meta­phern in den jewei­li­gen Spra­chen ange­wen­det wer­den, besit­zen alle Men­schen jedoch die grund­le­gen­de Fähig­keit, Meta­phern zu bil­den und nach­voll­zu­zie­hen. Jas­pers unter­schei­det Wort von Zei­chen 230. Zei­chen (wie die mathe­ma­ti­sche Zei­chen und Zei­chen in den Natur­wis­sen­schaf­ten) sind will­kür­lich und erfun­den. Sie haben einen fest­ge­leg­ten Sinn und end­li­che Bedeu­tun­gen, die unab­hän­gig vom Hin­ter­grund sind.

 
Spra­che ist hin­ge­gen viel­deu­tig und durch­zieht eine geschicht­li­che Ent­wick­lung. Sie ist getra­gen von den Umgrei­fen­den. 231 Das Bild und die Abbil­dung von Sachen sind eine Art Was­ser­dampf oder Nebel. Sie sind natür­lich und mit den Sin­nen erleb­bar, erfahr­bar und begreif­bar. Es ist zwar da, aber unbe­merk­bar, nicht durch­schau­bar bzw wird unbe­wusst wahr­ge­nom­men. Erst als Spra­che wer­den sie zu Was­ser, ent­steht eine flie­ßen­de Kon­si­stenz. Die Spra­che ist jedoch form­bar und wan­del­bar. Und schließ­lich wer­den die Zei­chen­spra­che und Fach­spra­che zum Begriff, zum Eis, das zwar feste Form und fest­ge­leg­te kon­ven­tio­nel­le Bedeu­tung hat und wun­der­bar zur Denk­ope­ra­ti­on dient, aber leb­los ist. Bild, Spra­che und Begrif­fe sind inein­an­der durch­drun­gen, ver­wach­sen und bis zu einem gewis­sen Grad mit­ein­an­der austauschbar.

 
² ".. Wis­sen muß sich aus­spre­chen. Ohne Spra­che ist es nicht da. Das Mini­mum aber an Spra­che ist das Zei­chen. Die Befe­sti­gung der Bedeu­tung in der Spra­che ver­langt die sinn­li­che Grund­la­ge des Laut­bil­des, des Schrift­bil­des (die­ses letz­te­re vor allem in den Zei­chen­spra­chen der Wis­sen­schaf­ten und in der chi­ne­si­schen Lite­ra­tur­spra­che). Die­se sinn­li­che Grund­la­ge ist im Laut, im musi­ka­li­schen Klang, in der Laut­ge­stalt und der Satz­me­lo­die, im Schrift­bild.239 .."

230

Zei­chen ist bei Jas­pers nicht wie in dem nor­ma­len Sprach­ge­brauch der Ober­be­griff für Spra­che, son­dern kenn­zeich­net ledig­lich die kon­ven­tio­nel­len Sprach­be­grif­fen, die beson­ders in der Fach­spra­che auf­tre­ten und deren Gegen­stän­de quan­ti­ta­tiv ein­deu­tig erfasst wer­den und all­ge­mein­gül­tig sind. Die Erkennt­nis durch die Spra­che, als viel­di­men­sio­na­le Trä­ger der Ideen, ist hin­ge­gen nicht iden­tisch wie­der­hol­bar und muss stets neu erzeugt wer­den. Die Spra­che ist nicht ein fer­ti­ges Gebil­de, son­dern immer in stän­di­ger unwill­kür­li­cher Verwandlung.

231

Ich erin­ne­re mich an einen Eng­lisch­un­ter­richt, in dem wir das Wort „brown-nose“ gelernt haben. In dem Unter­richt saßen ins­ge­samt fünf Stu­die­ren­de. Zwei kamen aus Deutsch­land, zwei aus Russ­land und ich aus Chi­na. Nach kur­zer Andeu­tung und Erklä­rung des Dozen­ten brach ein lau­tes Lachen unter den Kurs­teil­neh­mern aus und sie ver­stan­den, dass das Wort „jeman­dem wür­de­los schmei­cheln“ bedeu­tet. Nur ich wuss­te nicht, war­um alle lach­ten und stell­te die „dum­me“ Fra­ge: War­um ist die Nase braun? Ein deut­scher Kurs­teil­neh­mer erklär­te mit einer Gegen­fra­ge: Kennst du die deut­sche Rede­wen­dung „jeman­dem in den Arsch / Hin­tern krie­chen“? So wur­de das Wort auch von mir ver­stan­den. Das Wort „brown-nose“ hat im Ver­gleich zu der deut­schen Rede­wen­dung mehr Zei­chen­cha­rak­ter, ist abstrak­ter. Nicht­de­sto­trotz kann es anhand ety­mo­lo­gi­scher Erklä­run­gen nach­voll­zo­gen wer­den. Es ist ver­mut­lich für Per­so­nen, die in ihrer Spra­chen mit der glei­chen Meta­pher arbei­ten leich­ter zu ver­ste­hen, ist jedoch prin­zi­pi­ell auch für Per­so­nen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen ohne die­se Meta­pher erklär­bar und verständlich.

239

Die Came­ra obscu­ra Trägt zu der Ent­wick­lung der Foto­gra­phie und Film bei, die eben­falls eine schein­bar wirk­lich­keits­ge­treue Dar­stel­lung vermittelt.

[Quel­le → S. 69ff. aus: Emo­ti­cons – Funk­tio­nen und Ver­wen­dung bei chi­ne­si­schen und deut­schen Studenten.
Eine inter­kul­tu­rel­le Vergleichsstudie.
Dis­ser­ta­ti­on zur Erlan­gung des Gra­des einer Dok­to­rin der Phi­lo­so­phie (Dr. Phil.), ange­nom­men vom Senat der Uni­ver­si­tät Vechta.
Erst­gut­ach­ter: Prof. Dr. Fauser, Markus
Zweit­gut­ach­ter: Prof. Dr. Wen, Renbai
Vor­ge­legt von Li, Fan 2016] 

PS / Nur zur Klarstellung:
Der Herr bloed­bab­b­ler hat mit Sicher­heit eine brei­te­re All­ge­mein­bil­dung und einen aus­ge­wo­ge­ne­ren Cha­rak­ter als der noch-Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump. Umso ver­wun­der­li­cher ist, was da bei ihm zu lesen ist ....

bookmark_borderVon 'schmückenden' Titeln

Authen­ti­zi­tät

»» .. Authen­ti­zi­tät ist nicht
danach zu streben
wie man glaubt sein zu müssen,
son­dern zu akzeptieren
wer man ist ..
««
[R.Donovan]

Auf einer lan­gen Auto­fahrt - so unge­fähr neun Stun­den mit Unterbrechung(-en) und ca. 740 Kilo­me­tern kommt ja so eini­ges an Gesprä­chen zusam­men. Die Gedan­ken schwei­fen und ab und zu haken sie sich an einem The­ma fest. Bei die­ser Fahrt ging es unter ande­rem um Tra­di­ti­on, Grund­be­sitz, Ver­pflich­tung aus Eigen­tum laut Grund­ge­setz und von der Umschich­tung in den Gesell­schaf­ten der ver­schie­de­nen Län­der im Lau­fe der Jahrhunderte.

In Deutsch­land war der Adel nicht nur Land­be­sit­zer, son­dern hat­te auch Ver­ant­wor­tung für alle Men­schen, die auf ihren Gütern leb­ten und arbei­te­ten, und zwar von der Wie­ge bis zur Bah­re und dar­über Hin­aus durch Unter­halt an Wit­wen und Wai­sen. Die­ser Land­be­sitz war sehr viel gerin­ger in Umfang und flä­chen­mä­ßi­ger Aus­deh­nung als die Kir­chen­be­sitz­tü­mer mit ihren Län­de­rei­en, Klö­stern und Wohn­raum in Städ­ten, zusam­men­ge­rafft unter ande­rem durch Hin­rich­tung von Men­schen mit Besitz, die man der Ket­ze­rei anklag­te und deren Hab und Gut man dann als 'Süh­ne' an die Kir­che einzog.

".. Der Pro­zess einer Nivel­lie­rung ade­li­ger Vor­rech­te setz­te bereits mit der Säku­la­ri­sa­ti­on von 18021803 in den frü­her geist­li­chen Staa­ten in West­fa­len ein, mit der Auf­he­bung der Land­ta­ge und land­stän­di­schen Ver­fas­sun­gen – und damit auch der Mit­be­stim­mungs­rech­te der Rit­ter­schaf­ten .." ist zu lesen, und das betrifft zwar zunächst West­fa­len, darf aber als gleich­sin­ni­ge Ent­wick­lung in den deut­schen Gebie­ten ange­se­hen werden.

Die Stim­mung gegen Kai­ser, König und Adel schlug zu Beginn des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts um:
Wo man sie noch bis Kriegs­be­ginn unter den mon­ar­chi­sti­schen Bür­gern hul­dig­te mach­te sich ins­be­son­de­re unter den ver­schie­de­nen Links­par­tei­en eine End­zeit­stim­mung breit, die als Sün­den­böcke bei­spiels­wei­se die schlech­te­sten, ver­rot­te­ten­sten und ver­ab­scheu­ungs­wür­dig­sten "Jun­cker" an den (vir­tu­el­len) Pran­ger stell­ten und dann - pars pro toto - die Abschaf­fung aller Pri­vi­le­gi­en, ja des Adels ins­ge­samt anstreb­te. Bis schließ­lich ".. die Wei­ma­rer Repu­blik .. 1919 den Adel kur­zer­hand (abschaff­te) .. Die deut­schen Län­der muss­ten ihre Geset­ze auf die neue Ver­fas­sung ein­stel­len; den Anfang mach­te Preu­ßen am 23. Juni 1920 .."

Soweit die Geschich­te in Kurzfassung
und war­um nun das Alles hier und jetzt?

Sie ken­nen sicher die Redens­art "Graf Koks von der Gas­an­stalt" womit man in der Umgangs­spra­che aus­drücken möch­te, dass sich eine Per­son auf­plu­stert und sich einen Titel aneig­net, der ihr nicht zusteht. Die­ser Titel ist aller­dings authen­tisch, weil er schon vor 1920 bestand.


Der Adel wur­de, wie wei­ter oben auf­ge­zeigt, mit Gesetz von 1920 der Wei­ma­rer Ver­fas­sung abge­schafft. Fort­an wur­den kei­ne neu­en Adels­ti­tel mehr ver­ge­ben .... des­we­gen rieb ich mir ver­wun­dert die Augen, als ich kürz­lich durch die Blogs zapp­te und mein Auge auf die fol­gen­de Unter­schrift unter meh­re­ren Arti­keln [Quel­le] stieß:
 


 Wer - so fra­ge ich, ver­gibt im Jah­re 2020 noch neue Adels­ti­tel? Und wo liegt - geo­gra­fisch - die­ses omi­nö­se "Koh­len­spott"? Für wel­che beson­de­re Lei­stung und von wem wur­de die­ser Titel ver­lie­hen?
 

 
Ver­wirr­te Grü­ße an alle hier Lesenden,
Ihr
WvS

bookmark_borderVon 'einprägsamen' Leitsätzen (aka 'Slogans')

Kurz, aus­sa­ge­kräf­tig, ein­präg­sam und daher leicht zu mer­ken, auf den Punkt, gereimt und syn­chron zum mar­schie­ren bei einer Demon­stra­ti­on - so sol­len die Paro­len, die moti­vie­ren­den und manch­mal die Geg­ner deklas­sie­ren­den Merk­sprü­che sein. Sind sie dazu noch per­si­flie­rend, von ätzen­der Schär­fe, iro­nisch oder sati­risch, so sind sie beson­ders 'gelun­gen', d.h. sie erfül­len den Zweck der Ent­lar­vung der geg­ne­ri­schen Schwächen.

Einen sol­chen Leit­satz fand ich kürz­lich bei einem der vie­len Streif­zü­ge durch das Inter­net - und weil er so vie­le der oben genann­ten Vor­aus­set­zun­gen erfüllt wäh­le ich die­sen Satz



Das "B" in
Quer­den­ken steht für "Bil­dung"
 

 
zum Leit­satz des Jah­res, der als Bei­spiel für die vie­len Sch****hausparolen der grö­len­den rech­ten Dumm­köp­fe steht, die nichts wirk­lich ver­ste­hen, kein Basis­wis­sen haben, aber immer sehr genau wis­sen was angeb­lich falsch und was rich­tig ist. 

Sieh auch:

(26.03.2019) Absur­di­tä­ten wohin man schaut ....
(18.08.2018) ➂ Wir leben in einer DEMOKRATIE. Echt jetzt ...?
(04.10.2017) Von denen, die über den Wol­ken schwe­ben:
      Nichts­ah­nend, denk­faul und 'gut bürgerlich' ....

(22.04.2016) Wäre ich ....
(14.11.2015) Kana­li­sie­rung des Zorns
(17.12.2014) Besen, Besen, seid's gewesen ...!
(16.02.2008) «Unter den Tala­ren der Muff von 1000 Jahren»
(10.05.2005) Demonstration .... 

bookmark_borderWarten auf Godot die 'overlords' ....
*update* [10.01.2021; 22:00h]

Sofern Sie sich wun­dern, war­um Donald J. Trump immer noch dar­an fest­hält eine zwei­te Amts­zeit zu bekom­men und Biden als Ver­lie­rer der Wahl 2020 darstellt:

Hier kommt nun - wie ich 'aus gewöhn­lich gut infor­mier­ten Krei­sen mit Zugang zum Wei­ssen Haus' in Erfah­rung brin­gen konn­te - die Erklä­rung auf die Sie gewar­tet haben. Weil Sie zu Recht den­ken, so bescheu­ert kann ja selbst die­ser Prä­si­den­ten­dar­stel­ler nicht sein, dass er nicht die kla­re Ent­schei­dung der Wäh­ler, 48 abge­lehn­te oder ein­ge­stell­te Pro­zes­se, zwei Ver­fah­ren in ober­sten Staats­ge­rich­ten und eine Abfuhr vom Supre­me Court als aus­rei­chen­den Beweis aner­kennt, die­se Wahl end­gül­tig ver­lo­ren zu haben .... 

Da den­ken Sie bit­te an die - so neben­bei in der Pres­se erwähn­te - Grün­dung einer sech­sten Ein­heit der Streit­kräf­te der USA, die "United Sta­tes Space Force (USSF)"

Nun fällt es Ihnen bestimmt wie Schup­pen von den Augen:

Trump hat die­se Mili­tär­ein­heit ein­ge­rich­tet, weil er sie als Pen­dant zu den von den Ali­ens geschick­ten Ein­hei­ten braucht. Er ist doch immer sehr auf Reprä­sen­ta­ti­on bedacht und .... dazu gehört nun 'mal eine schlag­kräf­ti­ge zackig auf­tre­ten­de Trup­pe. Die min­de­stens schön salu­tie­ren und Gewehr Strahl­waf­fe prä­sen­tie­ren kann. Wäh­rend er als geschick­ter Ver­hand­ler, "Art of the Deal" lässt grü­ßen, sicher­ge­stellt hat, dass wäh­rend der Para­de zu sei­ner Amts­ein­füh­rung am 20. Janu­ar 2021 die Ali­ens mit flie­gen­den Unter­tas­sen über Washing­ton ihre Anwe­sen­heit und mili­tä­ri­sche Über­le­gen­heit in der Luft zur Schau stellen.

End­lich wer­den Sie ver­ste­hen, war­um er stets in Kür­zeln spricht und kei­nen Satz nach den Regeln der Gram­ma­tik ausspricht:
Er ertappt sich immer wie­der dabei kurz davor zu sein aus­zu­po­sau­nen was bis Janu­ar noch abso­lut geheim blei­ben soll .... erste Maß­nah­me sei­ner neu­en Amts­zeit wird sein, end­gül­tig das United Sta­tes Space Com­mand als "Uni­fi­ed Com­ba­tant Com­mand" zu etablieren.

Was dann?
Danach fliegt Trump - dem es bei der zwei­ten Amts­zeit nur um das Sie­gen, nicht um das lästi­ge Regie­ren ging - zum Pla­ne­ten 'Wan­de­rer', wo er eine Zell­du­sche erhält, die ihn nie mehr älter wer­den lässt, schiebt Mela­nia nach Slo­we­ni­en ab und nimmt sich eine "I-like-them-on-the-younger-side"-Alienfrau.
Dann spielt er nur noch auf der Venus Golf, weil da die Bäl­le (hust,hust) bes­ser fliegen.

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Sie­he hierzu
Reti­red Israe­li gene­ral alleges hid­den ali­ens among us
Der Mensch ist nur 'bedingt' ein Raubtier ..?! 
→ Israe­li Ame­ri­can Har­vard pro­fes­sor - "Ali­ens visi­ted Earth in 2017"
→ Cana­di­an Mini­ster of Defen­se on "Galac­tic Fede­ra­ti­on" of Aliens

bookmark_borderOTTO Versand - jetzt wird's lustig

Zur Ein­stim­mung kopie­re ich hier den kom­plet­ten Schrift­wech­sel samt Anhän­gen. Aus­gangs­punkt war, dass unser Trock­ner den Umzug nicht über­stan­den hat­te und sich am neu­en Wohn­ort wei­ger­te sei­nen Dienst zu tun, bzw. so heiß wur­de, dass Dampf aus allen Rit­zen hervordrang.

Weil wir zuvor gute Erfah­rung mit Gerä­ten von OTTO gemacht hat­ten woll­te ich wie­der dort bestel­len. Doch zu mei­ner gro­ßen Ver­wun­de­rung sprang der Preis als ich zur Kas­se ging plötz­lich um 100,- €uro!
Den Bestell­vor­gang habe ich dar­auf hin abgebrochen.

Da ich nun mal so bin wie ich bin woll­te ich der Sache auf den Grund gehen und erfah­ren, was denn da von einer Sekun­de auf die ande­re pas­siert war und schrieb an den Kundendienst.
Da wur­de ich erst Mal ver­trö­stet, der alte Spruch " .. momen­tan hohes Mail­auf­kom­men und lei­der führt das zu War­te­zei­ten .. bla, bla, ..." das übli­che Geschwätz. So etwas neh­me ich schon gar nicht mehr ernst und es regt mich nicht auf.

Was dann aber folg­te war der Ham­mer .... aber lesen Sie selbst:
[Das erste Mail ist ganz unten in den Bil­dern, das jüng­ste Mail ganz oben.]

Nun bin ich sehr gespannt, was ich als Ant­wort von OTTO ins Post­fach bekomme.
Bericht folgt, sobald ich etwas von dort höre.

Sie­he hier­zu auch → Die nor­ma­ti­ve Kraft des Fak­ti­schen ¹ ²

bookmark_borderWissenschaftliche Fortentwicklung am Beispiel der Ausscheidungsfunktion bei Insekten

Heu­te, lie­be Lesen­de, möch­te ich Sie ein­mal an die Gren­zen des­sen füh­ren, was man als "Letz­ten Stand der wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis" bezeich­nen kann. Die­ses (bebil­der­te und daher recht über­sicht­li­che) Bei­spiel [Quel­le / aus: Tra­cing the evo­lu­tio­na­ry ori­g­ins of insect renal func­tion (PDF)] stellt meh­re­re Insek­ten­ar­ten gegen­über, bei denen mit einer neu ent­wickel­ten Metho­de spe­zi­fi­sche Neu­ro­trans­mit­ter unter­sucht wur­den. Neu­ro­trans­mit­ter sind che­mi­sche Sub­stan­zen, die eine Infor­ma­ti­on zwi­schen Zel­len über­tra­gen und zwar spe­zi­fisch, was bedeu­tet: Sie sind nur bei die­sem defi­nier­ten Pro­zess wirksam.

In der Arbeit die­ser Grup­pe von Wis­sen­schaft­lern wird her­aus­ge­stellt, wie sich die Aus­schei­dungs­funk­ti­on der ver­schie­de­nen Insek­ten­ar­ten unter­schei­det, wie sie im Lau­fe der Evo­lu­ti­on gewan­delt wur­de und von eini­gen Arten wie­der auf­ge­ge­ben ist. Es soll nicht auf Ein­zel­hei­ten näher ein­ge­gan­gen wer­den, son­dern ledig­lich gezeigt wer­den, wel­che Tie­fe in eini­gen Wis­sen­schafts­zwei­gen erreicht wur­de - die schie­re Fül­le der in den letz­ten Jahr­zehn­ten erforsch­ten Mecha­nis­men der beleb­ten Umwelt ist überwältigend.

Die­ses Bei­spiel bie­tet zugleich die Gele­gen­heit Ihnen zu erklä­ren wie sehr sich das Wis­sen in die­ser Zeit­span­ne ver­än­dert hat. Als ich 1970 mit dem Bio­lo­gie­stu­di­um begann gab es das Fach "Bio­che­mie" nur als Teil­ge­biet der Pflan­zen- und Tier­phy­sio­lo­gie. Erste Ansät­ze die Struk­tur der Erb­infor­ma­ti­on, und der von ihr gesteu­er­ten Stoff­wech­sel­pro­zes­se, ver­tieft zu beschrei­ben war zu die­ser Zeit ein Spe­zi­al­ge­biet, auf dem sich nur weni­ge Wis­sen­schaft­ler aus­kann­ten und eine noch klei­ne Zahl von ihnen aktiv For­schung betrieben. 

Wat­son und Crick hat­ten den Anstoß zu einer völ­lig neu­en For­schungs­rich­tung gege­ben, als sie 1953 die Struk­tur der Dop­pel­he­lix beschrie­ben, die alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen für den Auf­bau von leben­den Wesen auf unse­rem Pla­ne­ten beinhaltet.
Das war aller­dings zu mei­ner Stu­di­en­zeit (1970 -'77) noch nicht Gegen­stand der Aus­bil­dung von Biologen.

Um den Rie­sen­sprung vor­wärts bes­ser zu beschrei­ben möch­te ich eine Ana­lo­gie aus dem täg­li­chen Leben wäh­len und zu ver­deut­li­chen, wel­chen enor­men Fort­schritt die hier vor­ge­stell­te Unter­su­chung bedeutet:

Stel­len Sie sich die Signal­ge­bung der India­ner mit Rauch­zei­chen als Beginn der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie vor - und dann stel­len Sie dem die Tech­nik eines Mobil­te­le­fo­nes der neue­ren Gene­ra­ti­on gegen­über! Von einer Decke, die den Rauch in ein­zel­ne Wol­ken teil­te, zu Minia­tur­schalt­krei­sen, die aus so klei­nen Bau­ele­men­ten bestehen, dass man sie ohne tech­ni­sche Unter­stüt­zung nicht mehr erken­nen kann. 


Soll­ten Sie nun nach dem Nut­zen sol­cher Erkennt­nis­se fra­gen - eine oft gestell­te Fra­ge, weil For­schung natür­lich Geld kostet, und das muss irgend­wo­her kom­men - nur soviel:
Wenn man an nie­de­ren Tie­ren Erkennt­nis­se gewon­nen hat ver­fei­ner­te man so die Metho­den sol­che Ergeb­nis­se zu errei­chen. Das "Werk­zeug" um die­se For­schung zu betrei­ben wird also erprobt, und steht dann für Unter­su­chun­gen auch an höhe­ren Orga­nis­men zur Verfügung.

[Wobei ich noch anmer­ken will, dass es bei der For­schung stets zuerst um einen Erkennt­nis­ge­winn geht - die Fra­ge nach dem Nut­zen stel­len Men­schen, denen die Freu­de an rei­ner "Erkennt­nis", also letzt­lich dem Gewinn an Wis­sen, durch das kapi­ta­li­sti­sche System 'aberzo­gen' wor­den ist.]
 

 

 

Bild­text:[Phy­lo­ge­ne­tic dis­tri­bu­ti­on of the two-cell-type model for insect renal func­tion. Con­sen­sus insect phy­lo­ge­ny of the insect spe­ci­es used in our stu­dy with super­im­po­sed cha­rac­ter matrix. A full green cir­cle deno­tes apo­si­ti­ve, while a full red cir­cle indi­ca­tes a nega­ti­ve, for each cate­go­ry for each spe­ci­es. By con­trast, a half green or red cir­cle indi­ca­tes that, for at least one mem­ber of that insect group, a posi­ti­ve or nega­ti­ve has been expe­ri­men­tal­ly con­firm­ed. A grey cir­cle implies that data is not available. A colou­red tri­ang­le indi­ca­tes a key event in the evo­lu­ti­on of insect renal func­tion and control:
Green tri­ang­le, SCs aro­se; blue tri­ang­le, SCs adopted kinin signal­ling; pur­ple tri­ang­le, kinin-signal­ling secon­da­ry lost. The phy­lo­ge­ne­tic rela­ti­on­ships and error bars reflec­ting 95% con­fi­dence inter­vals of the esti­ma­ted diver­gence times for the bran­ching nodes were adopted from refs 32,46,63,64.]

Über­set­zung des *abstracts*:
Ver­fol­gung der evo­lu­tio­nä­ren Ursprün­ge der Nie­ren­funk­ti­on bei Insekten

Ken­neth A. Hal­berg 1,2, Selim Terhzaz 1, Pablo Cabre­ro 1, Shireen A. Davies 1 und Juli­an A.T. Dow 1

Das Wis­sen über Neu­ro­pep­tid­re­zep­tor­sy­ste­me ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Ver­ständ­nis­ses der Tierphysiologie.

Es ist jedoch pro­ble­ma­tisch, einen all­ge­mei­nen Ein­blick in die Neu­ro­pep­tid­si­gna­li­sie­rung in einer Grup­pe zu erhal­ten, die so bio­lo­gisch viel­fäl­tig ist wie die der Insek­ten. Hier wen­den wir fluo­res­zie­ren­de Ana­loga von drei wich­ti­gen Insek­ten-Neu­ro­pep­ti­den an, um die Archi­tek­tur des Nie­ren­ge­we­bes über syste­ma­tisch aus­ge­wähl­te Ver­tre­ter der wich­tig­sten Insek­ten­ord­nun­gen hin­weg abzu­bil­den und einen bei­spiel­lo­sen Über­blick über die Nie­ren­funk­ti­on und -kon­trol­le von Insek­ten zu erhalten.

Bei end­op­tery­go­ten Insek­ten wie Dro­so­phi­la emp­fan­gen zwei unter­schied­li­che trans­por­tie­ren­de Zell­ty­pen sepa­ra­te Neu­ro­pep­tid­si­gna­le, wäh­rend bei den ange­stamm­ten Exop­tery­go­ten ein ein­zel­ner all­ge­mei­ner Zell­typ alle Signa­le vermittelt.

Inter­es­san­ter­wei­se haben die Cole­op­te­ra (Käfer) der größ­ten Insek­ten­ord­nung einen ein­zig­ar­ti­gen Ansatz ent­wickelt, bei dem nur ein klei­ner Teil der Zel­len Zie­le für die Neu­ro­pep­tid­wir­kung sind. Unse­re Ergeb­nis­se zei­gen nicht nur einen uni­ver­sel­len Nut­zen die­ser Tech­no­lo­gie, son­dern zei­gen auch eine all­ge­mei­ne Signal­über­tra­gung durch die evo­lu­tio­när alten Neu­ro­pep­tid­fa­mi­li­en, sowie eine kla­re funk­tio­nel­le Tren­nung der Zell­ty­pen, die das Signal vermitteln.

Ori­gi­nal­text:
Tra­cing the evo­lu­tio­na­ry ori­g­ins of insect renal function

Ken­neth A. Hal­berg 1,2 , Selim Terhzaz 1 , Pablo Cabre­ro 1 , Shireen A. Davies 1 & Juli­an A.T. Dow 1

Know­ledge on neu­ro­pep­ti­de recep­tor systems is inte­gral to under­stan­ding ani­mal physiology.

Yet, obtai­ning gene­ral insight into neu­ro­pep­ti­de signal­ling in a cla­de as bio­di­ver­se as the insects is pro­ble­ma­tic. Here we app­ly fluo­re­s­cent ana­lo­gues of three key insect neu­ro­pep­ti­des to map renal tissue archi­tec­tu­re across syste­ma­ti­cal­ly cho­sen repre­sen­ta­ti­ves of the major insect Orders, to pro­vi­de an unpre­ce­den­ted over­view of insect renal func­tion and control.

In end­op­tery­go­te insects, such as Dro­so­phi­la, two distinct trans­port­ing cell types recei­ve sepa­ra­te neu­ro­pep­ti­de signals, whe­re­as in the ance­stral exop­tery­go­tes, a sin­gle, gene­ral cell type media­tes all signals. 

Intri­guin­gly, the lar­gest insect Order Cole­op­te­ra (beet­les) has evol­ved a uni­que approach, in which only a small frac­tion of cells are tar­gets for neu­ro­pep­ti­de action. In addi­ti­on to demon­st­ra­ting a uni­ver­sal uti­li­ty of this tech­no­lo­gy, our results reve­al not only a gene­ra­li­ty of signal­ling by the evo­lu­tio­na­ri­ly anci­ent neu­ro­pep­ti­de fami­lies but also a clear func­tion­al sepa­ra­ti­on of the types of cells that media­te the signal.