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bookmark_borderDCLXVI

Es gibt Tage, da wun­dert man sich mehr­mals über das, was so in der nähe­ren Umge­bung vor­geht. Natür­lich nur, wenn man sich trotz Pan­de­mie aus den eige­nen 'vier Wän­den' her­aus wagt oder es Grün­de dafür gibt Ande­re her­ein zu lassen.

Von der magi­schen / okkul­ten Zahl 666 hat­te ich schon gehört: 

Das sei ein gehei­mes Kenn­zei­chen was tat­säch­lich als KfZ Kenn­zei­chen erwor­ben wür­de und gleich­ge­sinn­te Teu­fels­an­be­ter (!) fän­den so zuein­an­der. Na ja, wer's glaubt. Es soll dem­ge­gen­über so sein, dass ein "X" im Kenn­zei­chen Geheim­dienst bedeu­tet. Wenn es gar zwei davon sind han­delt es sich dem Ver­neh­men nach um Füh­rungs­per­so­nal von V-Leu­ten. "4711" mit belie­bi­gen Buch­sta­ben soll ein Köl­ner Geheim­bund sein, der die Geschicke der Stadt lei­tet und die dor­ti­gen Poli­ti­ker sind nur Socken­pup­pen! Alle Welt kennt natür­lich das Kenn­zei­chen für "Sado-Maso-Freun­dIn­nen" das am Auto mit der Buch­sta­ben­fol­ge "- SM" zur Erken­nung und Kon­takt­auf­nah­me hilft.

Mit all die­sem (und noch Eini­gem mehr) aus­ge­stat­tet kön­nen Sie sich vor­stel­len, was ich dach­te, als ein Mensch in dun­kel­grün-gescheck­ter Kampf-Kom­bi in mei­ne Ein­fahrt fuhr und ich, als er aus­stieg, sah, dass er Sprin­ger­stie­fel trug, rechts am Gür­tel etwas Lan­ges, Schma­les her­un­ter­hing, das einem Ehren­dolch sehr ähn­lich war, und auf dem Kopf der Anhän­ger­kupp­lung ein Toten­schä­del aus Gum­mi oder Pla­stik den Näs­se­schutz dar­stell­te, der mit einem häss­li­chen Grin­sen in die Welt schau­te. Da war es mit der hier sonst übli­chen beschau­li­chen Ruhe vor­bei. TO-tal.

Alter Schwe­de! Jetzt wur­de mir mulmig.
Als ich dann noch das Kenn­zei­chen mit der Zif­fern­fol­ge "666" sah dach­te ich "Nicht hier, nicht bei mir, hier wer­den kei­ne Klein­kin­der gemor­det, hier wer­den kei­ne Teu­fels­an­be­tun­gen zele­briert, hier geht es 'gut-bür­ger­lich' zu"!

Der Mann kam auf mich zu und säu­sel­te "Hal­lo, ich soll hier was für einen Freund abho­len. Die Sack­kar­re habe ich mit­ge­bracht." Sprach es und leuch­te­te mir mit einer star­ken Lam­pe direkt ins Gesicht. Schlag­ar­tig wich die Sor­ge um Frau und Hund einer zuneh­men­den Erleich­te­rung: Es war der Fah­rer, der den Kühl­schrank abho­len soll­te, den ich gra­tis bei Ebay Klei­na­zei­gen annon­ciert hatte. 

Des­sen Gefrier­ab­teil taugt ohne­hin nicht für eine Lei­che. Nicht mal die eines Klein­kin­des. Höch­stens für eini­ge Kör­per­tei­le .... oder einen Säug­ling. Wie ich nur plötz­lich wie­der auf sol­che Gedan­ken kam, der Mann sah doch ganz freund­lich aus ....

Als wir am Abstell­ort anka­men und er die 188cm hohe Kühl-Gefrier­kom­bi­na­ti­on mal eben so schein­bar mühe­los hoch hob und auf die Sack­kar­re stell­te beschli­chen mich sofort wie­der nagen­de Zwei­fel .... was, wenn er gelernt hat­te mit ande­ren toten Din­gen genau so mühe­los umzu­ge­hen ...? Bevor ich den Gedan­ken wei­ter spin­nen konn­te war er mit Ver­zur­ren schon fer­tig, tipp­te an sein beanie mit Pen­ta­gramm-Sticke­rei und ver­ab­schie­de­te sich mit einem gehauchten 

"See you in Hell!"

¹ Ken­nen Sie noch wei­te­re (natür­lich streng gehei­me) Kür­zel und Hinweise?
sie­he → Wiki­pe­dia

bookmark_borderGanz schön sauer ....



[Urhe­ber: Kal­da­ri; Eige­nes Werk, Gemein­frei, Link]

 
Wie so oft ist es der Zufall, der dazu führt, dass man sein Wis­sen erweitert. 

Das Video bei DW [DW - Deut­sche Wel­le Live TV (Deutsch)] mit dem Titel "Frank­reich: Das Zitro­nen­wun­der" weck­te mein Inter­es­se und in der Tat: 

Es ist ein sehens­wer­tes Stück Natur­ge­schich­te aus dem oft ver­nach­läs­sig­ten Bereich Pflan­zen mit einem Gut­teil kuli­na­ri­scher Ver­bin­dung, ja sogar ins Mysti­sche und des­sen Ursprungs­ge­biet Fern­ost. Für Jeden etwas dabei, könn­te man sagen. Es ist nur ein kur­zes Video, 4 Minu­ten. Mög­li­cher­wei­se wäre 'mehr' in die­sem Fall ungün­stig - alles Wich­ti­ge wird dar­ge­stellt, wer ver­tie­fen will fin­det hin­rei­chend Linkadressen. 

Viel Spaß!
[Wenn Sie mir dazu ihre Ein­drücke in einem Kom­men­tar schil­dern wäre ich sehr erfreut]

Sie­he auch → dw.com und
Buddha's hand lemon (Citrus medi­ca)

bookmark_border"Für Sie Gaming tun wir Alles ...!"

Was es zu kau­fen gibt ....
Vor allem: Was die "Game­rin" oder der "Gamer" so braucht.

"Arbeits­platz"
Razers Pro­ject Sophia soll Arbeits­platz und Gam­ing-Rig zusam­men sein
"Atem­schutz"
Die Atem­mas­ke Zephyr von Razer hat einen Nachteil
"Fühl-Weste"
Hap­ti­sche Weste macht Com­pu­ter­spie­le fühlbar
"Wackel­stuhl"
Razers neu­er Gam­ing-Stuhl bewegt uns
 
Bei der Weste bin ich mir nicht so sicher:
Gibt es da eine Aus­füh­rung für Frauen?
Oder müs­sen die ihre Brust irgend­wie reinquetschen?
Oder geht das Unter­neh­men davon aus Game­rin­nen hät­ten kei­nen Busen?
Fra­gen über Fragen!
(Die wir nicht stel­len wür­den, gäbe es kei­ne sol­chen höchst über­flüs­si­gen Spiele)

 

bookmark_borderMeanwhile .... at the end of the world ....
Wie Kleinigkeiten große Kreise ziehen ....

Litt­le things are often over­ra­ted as major blun­ders and it is most­ly tabloid jour­na­lism that is respon­si­ble for this. Howe­ver, the­re are examp­les that show that a cam­paign that was run ear­lier for a com­ple­te­ly dif­fe­rent pur­po­se remain­ed so stron­gly in the memo­ry of the popu­la­ti­on that even a mar­gi­nal simi­la­ri­ty in the later adver­ti­se­ments did lead to very unde­si­ra­ble results.

An exam­p­le of this recent­ly drew ever wider cir­cles in Korea. A pre­vious­ly issued ad initia­ted by a femi­nist orga­nizati­on had appeared to make fun of the size of the geni­tals of male compatriots.

Once two dif­fe­rent dis­plays, one for a "Life­style Plat­form" , ano­ther for "Online fashion store Mus­in­sa" were issued, pro­tests of male Kore­ans aro­se, who saw it as an insult to their *mas­cu­li­ni­ty*.

Small misun­derstan­dings - big consequences:
The ads have been withdrawn. 

Klei­nig­kei­ten wer­den oft zu Groß­ereig­nis­sen auf­ge­bla­sen und meist sind es Sen­sa­ti­ons­me­di­en die das zu ver­ant­wor­ten haben. Nun gibt es aller­dings Bei­spie­le dafür, dass eine Kam­pa­gne, die für einen ganz ande­ren Zweck geschal­tet wur­de, so stark in der Erin­ne­rung der Bevöl­ke­rung bleibt, dass selbst eine nur mar­gi­na­le Ähn­lich­keit in spä­te­ren Anzei­gen zu sehr uner­wünsch­ten Ergeb­nis­sen füh­ren können.

Ein Bei­spiel dafür zog jüngst in Korea Krei­se. Es war vor­mals eine Anzei­ge von Femi­ni­stin­nen erschie­nen, die sich über die Grö­ße der Geni­ta­lia männ­li­cher Lands­leu­te lustig machte.

Als jetzt zwei unter­schied­li­che Anzei­gen, eine für eine "Life­style Plat­form", eine ande­re für "Online fashion store Mus­in­sa" erschie­nen, häuf­ten sich die Pro­te­ste der (männ­li­chen) Korea­ner, die dar­in eine Belei­di­gung ihrer *Männ­lich­keit* sahen.

Klei­ne Miß­ver­ständ­nis­se - gro­ße Folgen:
Die Anzei­gen wur­den gecancelt.


[via → The Korea Herald]

bookmark_borderUkraine - eine vom 'mainstream' abweichende Sicht

Bezug → Why is Ukrai­ne the West's Fault? 
Fea­turing John Mears­hei­mer; 25.09.2015.

Hier folgt ein Aus­schnitt von ca. 2 Minu­ten aus dem Video - mit einem Fazit der Auf­fas­sung von Prof. Mears­hei­mer, der ich zustim­me. Schon öfter habe ich auf die Schief­la­ge der Beur­tei­lung der Situa­ti­on in der Ukrai­ne hin­ge­wie­sen (sie­he Auf­zäh­lung unten), die in wesent­li­chen Tei­len Ursa­chen und Fol­gen ver­tauscht und fehl­in­ter­pre­tiert um die US-Sicht­wei­se zu unter­mau­ern und zu verklären.
Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis und Ein­zel­hei­ten zu den Argu­men­ten, die zu die­ser abwei­chen­den Beur­tei­lung füh­ren, emp­feh­le ich das gesam­te Ori­gi­nal anzu­se­hen - es dau­ert etwa 45 Minu­ten plus Diskussion.

→ In "Sam­mel­su­ri­um": Ein biß­chen Frie­den Krieg .... ".. Krieg zur Not in Kauf neh­men .." [30.08.2014]
Washing­ton pre­pa­ring to wage war on Rus­sia [20.02.2015]
- Noch ein Lüg­ner .... [09.03.2015]
Ruß­land zu unter­schät­zen war schon immer ein Feh­ler [15.01.2016]
→ In "Las­sen Sie uns über *Agi­ta­to­ren*, *Krieg* und *Kon­ser­va­ti­ve* spre­chen": "Das gro­ße Kar­tha­go führ­te drei Krie­ge. Es war noch mäch­tig nach dem ersten, noch bewohn­bar nach dem zwei­ten. Es war nicht mehr auf­find­bar nach dem drit­ten. (Bert­hold Brecht; Deut­scher Schrift­stel­ler, 1898 - 1956)" [15.03.2019]

bookmark_borderGrößte Städte Europas / Deutschlands
.... und die 'schmutzigsten' Städte der BRD [2021]

Platz Stadt / Ballungsraum Land Ein­woh­ner­zahl Flä­che (km²)
1 Mos­kau Russ­land 17.125.000 5.891
2 Paris Frank­reich 11.020.000 2.509
3 Lon­don Groß­bri­tan­ni­en 10.979.000 1.739
4 Essen-Düs­sel­dorf Deutsch­land 6.125.000 2.684
5 Madrid Spa­ni­en 6.026.000 1.365
6 Mai­land Ita­li­en 4.907.000 1.881
7 Bar­ce­lo­na Spa­ni­en 4.588.000 1.072
8 Ber­lin Deutsch­land 3.972.000 1.368
9 Nea­pel Ita­li­en 3.574.000 1.032
10 Athen Grie­chen­land 3.325.000 584

Platz Stadt/Ballungsraum Bun­des­land Ein­woh­ner­zahl Flä­che (km²)
1 Essen-Düs­sel­dorf Nord­rhein-West­fa­len 6.125.000 2.684
2 Ber­lin Bran­den­burg 3.972.000 1.368
3 Köln-Bonn Nord­rhein-West­fa­len 2.085.000 779
4 Ham­burg Ham­burg 1.976.000 764
5 Mün­chen Bay­ern 1.928.000 482
6 Frank­furt Hes­sen 1.904.000 660
7 Stutt­gart Baden-Würt­tem­berg 1.301.000 476
8 Dres­den Sach­sen 765.000 272
9 Han­no­ver Nie­der­sach­sen 710.000 285
10 Nürn­berg Bay­ern 665.000 233

* [Fein­staub­be­la­stung ⌀ 2019 in µg/m³]

Platz Stadt Bun­des­land Fein­staub µg/m³
1 Gie­ßen Hes­sen 14,9
2 Regens­burg Bay­ern 14,5
3 Nort­heim Nie­der­sach­sen 14,2
4 Unna NRW 14,2
5 Gel­sen­kir­chen NRW 14
6 Kre­feld NRW 13,9
7 Ber­nau bei Berlin Bran­den­burg 13,2
8 Nie­der­zier NRW 13,1
9 Lever­ku­sen NRW 13
10 Düs­sel­dorf NRW 12,9


[Quel­le]

 

 

 

 

 

bookmark_borderLiebes Tagebuch, heute war ich beim Frisör ....

[Mehr zu → "Lie­bes Tage­buch"]

Lie­bes Tage­buch, heu­te war ich beim Fri­sör, bei einem ande­ren Fri­sör als letz­tes Mal, und da war ich sehr gespannt wie es wohl aus­ge­hen wür­de - vor allem aber, was ich die­ses Mal zu bezah­len hätte.

Doch der Rei­he nach.
Zuletzt war ich bei einem *Salon*, der sah aus wie spä­te 80er Jah­re. Es hät­te mir zu den­ken geben sol­len, dass da *Tor­ten­kopf-Fri­su­ren*¹ gefer­tigt wurden.
Hat es aber nicht, und letzt­end­lich blieb der Eindruck:
Es wird viel Geld für wenig Lei­stung verlangt!

Heu­te war ich bei einem neu­en Fri­sör, lie­bes Tage­buch, der erst vor ein paar Wochen geöff­net hat.
Suuuper schnie­ke der Laden!
Gold, Mar­mor und üppi­ge Pol­ster­mö­bel wohin man schaut.
Sofas, auf denen man - selbst wenn es län­ger dau­ert - noch bequem sitzt.

War­ten, lie­bes Tage­buch, fällt mir schwer, wie du weißt.
Als ich nach 25 Minu­ten zuse­hen wie zwei 'Jung­män­nern' - so um die 17 bis 20 Jah­re - kunst­vol­le Muster rund um den Kopf geschnit­ten und fein zise­liert wor­den waren, auf die Uhr im Tele­fon sah, muss ich wohl ange­nervt aus­ge­se­hen haben. Min­de­stens hat es der eine Fri­sör gese­hen. Doch dazu spä­ter noch sei­ne Bemerkung. 

Lie­bes Tagebuch:
Eine befrie­di­gen­de Ant­wort auf die - zuge­ge­ben fik­ti­ve - Fra­ge "War­um blei­ben ganz oben auf dem Kopf vie­le, unter­halb der Ohren aber nur ganz weni­ge Haa­re auf den Köp­fen?" habe ich auch nach Beob­ach­tung wei­te­rer zwei Kun­den­fri­su­ren die vor mir bedient wur­den kei­ne Ant­wort gefun­den. Ahmen die jun­gen Män­ner die Cha­rak­te­re der Fern­seh­se­ri­en nach, die im Mit­tel­al­ter oder in einer erdach­ten Form davon, gezeigt wer­den? Was ent­steht sieht für mich so aus wie eine 'Koch­topf­fri­sur'² (Topf auf den Kopf und alles was raus­schaut abschnei­den). 'Mili­tä­risch kurz' um genau zu sein.
Egal. Wenn sie es 'schön' finden. 

Ich jeden­falls erin­ne­re mich noch mit Ärger an den ersten Tag mei­nes Wehr­dien­stes in den spä­ten 60er Jah­ren, Sta­ti­on 2 war der Frisör:
Ich: "Nicht ganz so kurz, bitte!"
Der Fri­sör: "Hier gibt es nur 'ganz kurz'!"
Am Ende waren die Haa­re ca. 1 cm lang - rundherum ....
Den Bart hat er dann ohne wei­te­re Dis­kus­si­on kom­plett abrasiert.
Und weißt du, Tage­buch was ich mir da geschwo­ren habe?
Am letz­ten Tag des Wehr­dien­stes lege ich den Rasier­ap­pa­rat weg und las­se mei­ne Haa­re wach­sen bis sie mir auf Rücken und Bauch hängen.
Hab' ich dann wirk­lich so gemacht.
Und mei­ne Frau, lie­bes Tage­buch, hat mich trotz­dem genommen.

Irgend­wann war ich dran, ohne Haa­re waschen, und dann ging es los.
Flott, sicher, gekonnt.
Aus Grün­den zei­ge ich hier kein Bild, lie­bes Tage­buch, wir wol­len ja Vor­bei­sur­fen­de nicht zutiefst erschrecken, aber du kannst es mir glau­ben: Die Fri­sur sitzt!

Der 'Sche­ren- und Mes­ser-Mae­stro' ver­ab­schie­de­te mich aus dem Kun­den­ses­sel mit den Wor­ten "Na, da hat sich das War­ten doch gelohnt!", was ich mit einem Blick auf den Spie­gel nur bestä­ti­gen konnte.
An der Kas­se dann die Über­ra­schung: Trotz Son­der­be­hand­lung der Ohren mit Wachs (oder Harz, oder Kunst­stoff?) koste­te die neue Fri­sur 15 Euro, also etwa die Hälf­te des­sen, was ich für die ver­hunz­te Fri­sur Anfang Dezem­ber gezahlt hat­te. Das war mir dann noch ein Trink­geld wert.

Weißt du, lie­bes Tage­buch, was ich lan­ge noch erin­nern werde?
Die Sache mit den Ohren!
Mir bren­nen immer noch ein wenig die Ohren - wenig­stens habe ich den Ein­druck, dass es so ist.
Wenn ich die Ohren betrach­te ist nichts zu sehen, sie sehen aus wie immer.
Fas­se ich sie aber an, lie­bes Tage­buch, dann ist es so als ob es nicht mehr mei­ne Ohren sind!
Frü­her waren die voll von uner­wünsch­ten Haa­ren, und genau da, wo man sie nicht gebrau­chen kann. Sie stan­den spit­zig über die Ohren hin­aus und sie lie­ßen mich aus­se­hen wie ein Pin­sel­ohr­äff­chen.
Jetzt sind sie glatt, glat­ter geht's nicht!
Aus­se­hen tun sie wie sonst.
Nur ohne die teils bor­sti­gen, lan­gen, über­ste­hen­den Haare.
So gefällt es mir viel bes­ser - und ich muss zugeben:
Die 15 Euro haben sich gelohnt, da geh' ich gern wie­der hin³.

¹ Auch Beton­fri­sur

² ".. Bowl Cut, der hier­zu­lan­de (lapi­dar) als Topf­schnitt oder Pott­schnitt bezeich­net wird .."

³ "CUT MEN'S"; Gra­der Weg 40; 26871 Papen­burg; 04961 9904134; Di-Fr 09:30 - 18:00 h, Sa 09:00 - 16:30 h, So + Mo Ruhetage.

bookmark_borderWas am Ende übrig bleibt ....

Kürz­lich sah ich ein Video in des­sen Ver­lauf der Autor über sei­ne Art zu leben nach­denkt und beschreibt, wie er vom 'sich trei­ben las­sen' zum 'sein leben aktiv gestal­ten' kam. Das hat mich sehr berührt, vor allem weil es zwi­schen die­sen bei­den Mög­lich­kei­ten so vie­le ver­schie­de­ne Facet­ten gibt die nur schwer zu unter­schei­den sind. Die End­punk­te sind es, das wur­de mir da klar, die unser Sein bestim­men. Was dazwi­schen abläuft - unser Leben füllt - ist für uns selbst von Bedeu­tung, doch schon die näch­sten Anver­wand­ten sehen das sehr ver­schie­den und aus einer völ­lig ande­ren Perspektive. 

Wenn ich zurück­den­ke fal­len mir Bege­ben­hei­ten aus mei­nem Leben ein, nicht immer das Wich­tig­ste, was ich erlebt habe, oft Klei­nig­kei­ten, die als 'All­tags­er­leb­nis­se' bezeich­net wer­den kön­nen und doch eine ganz spe­zi­fi­sche Ein­drück­lich­keit hat­ten. Das ist bei vie­len Men­schen ähn­lich, wie ich in unzäh­li­gen Gesprä­chen erfuhr. 

Nicht die tie­fen Ein­schnit­te die wir fest­lich und pom­pös bege­hen, Schul­ab­schluss, das Errei­chen beruf­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­ons­stu­fen, Part­ner­wahl, Ehe­schlie­ßung, Kinds­ge­bur­ten, und ähn­li­che Ereig­nis­se sind es, die unser Leben in eine bestimm­te Rich­tung len­ken. Nein, denn die Ent­schei­dung etwas in Rich­tung der Errei­chung sol­cher Zie­le zu ver­an­las­sen, sich dem Unwäg­ba­ren zu nähern und trotz unvor­her­seh­ba­rer Mühen und Fol­gen einer sol­chen Ver­än­de­rung es trotz­dem zu tun ist der Ent­schluß in Sekun­den­bruch­tei­len .... wäh­rend den wohl­über­leg­ten Lebens­ein­schnit­ten oft lan­ge Vor­be­rei­tung und Erwä­gun­gen vor­aus gingen.

Wenn Sie ein­mal mit über­le­gen was Ihnen aus dem ver­gan­ge­nen Jahr als wich­tig­ste Ände­rung, her­aus­ra­gend­stes Ereig­nis, tief­ste Ent­täu­schung begeg­net ist:
Waren es nicht die­se Gege­ben­hei­ten, die uns jetzt noch bewe­gen, aber zumeist im Lauf des wei­te­ren Lebens nach und nach ver­blas­sen wie die Far­be eines Gemäl­des, das am fal­schen Platz - in der Son­ne - hängt?

Wel­chen Stel­len­wert wer­den sol­che Ereig­nis­se in zehn, in zwan­zig Jah­ren haben?

Ist es nicht viel­mehr die Wert­schät­zung die wir von ande­ren Men­schen erfah­ren haben, die uns den mei­sten "Wert" in unse­rem Leben brach­ten? Nicht nur im ver­gan­ge­nen Jahr, son­dern zwei­fel­los in all den Jah­ren davor und den Jah­ren, die wir noch vor uns haben?

Da so häu­fig nach dem "Sinn des Lebens" gesucht wird, ist es dann nicht zumin­dest erstaun­lich wie schnell und fast immer aus­schließ­lich nach 'höhe­ren Wer­ten', nach 'Außer­or­dent­li­chem' gesucht wird anstatt sich über ein freund­li­ches Gespräch, ein auf­mun­tern­des Zunicken, oder eine unmiß­ver­ständ­li­che Geste der Zunei­gung zu freuen?

Für das kom­men­de und all die wei­te­ren Jah­re wün­sche ich allen mei­nen Lese­rin­nen und Lesern die Freu­de gera­de an den klei­nen Din­gen des Lebens, die nach mei­ner Vor­stel­lung in ihrer Fül­le den tat­säch­li­chen Sinn dar­stel­len solan­ge wir in geord­ne­ter Daseins­form auf die­sem Pla­ne­ten anwe­send sind.
Der Zufall hat uns in die­ses Leben geschickt, auf eben­sol­che Wei­se wer­den wir es been­den¹. Was davon bleibt sind die Ein­drücke die wir bei Ande­ren hin­ter­las­sen, sei­en sie hoch erfreu­lich oder zutiefst deprimierend:

Wir haben es jetzt noch in der Hand dar­an zu arbei­ten, dass es die guten Ein­drücke sind die überwiegen!
Ich wün­sche Ihnen ein freund­li­ches, fried­li­ches und freu­di­ges Jahr 2022.

¹ Viel­leicht weni­ger 'zufäl­lig' wenn das wahr ist, was in die­sem Arti­kel beschrie­ben wird.

bookmark_borderHaben Kinder mehr Geschmacksnerven?

Die Fra­ge ist unklar/uneindeutig for­mu­liert, da es nicht ersicht­lich ist was unter "Geschmacks­ner­ven" ver­stan­den wer­den soll. Einer­seits kön­nen damit die Ner­ven­bah­nen in ihrer Gesamt­heit gemeint sein, die 'Geschmack' von den Rezep­to­ren in Mund­schleim­haut, Zun­ge und Rachen zum Gehirn lei­ten. Ande­rer­seits könn­ten damit die Rezep­to­ren selbst gemeint sein, deren Zahl grö­ßer oder klei­ner ist, je nach­dem wann man es (Lebens­al­ter!) untersucht. 

Wei­ter muss in die­sem Fall fest­ge­legt wer­den um wel­che Geschmacks­qua­li­tät es sich han­delt, denn zwi­schen den Zah­len von Rezep­to­ren für süß, sau­er, sal­zig, bit­ter gibt es Unter­schie­de. Das sind die 'gesi­cher­ten' Wahrnehmungen.
Popu­lär­li­te­ra­tur behaup­tet es gäbe außer­dem ".. uma­mi, also herz­haft ..", wei­ter heißt es ".. Eine neue Stu­die aber lie­fert nun den bis­lang stärk­sten Hin­weis auf einen sech­sten Sinn. Auf der mensch­li­chen Zun­ge gibt es Knos­pen, die auf Fett reagie­ren. Man­che Men­schen schei­nen beson­ders sen­si­bel .." [Quel­le] ¹

Eine Grund­la­gen­zu­sam­men­fas­sung zum Geschmacks­sinn fin­det sich in die­ser Dis­ser­ta­ti­on (*.pdf); dort wird schwer­punkt­mä­ßig der ".. Geschmacks­sinn bei Kin­dern, ins­be­son­de­re der die Ent­wick­lung eines Schmeck­tests für Schul­kin­der zwi­schen fünf und sie­ben Jah­ren .." untersucht.

Auf die Behaup­tun­gen in Ter­ti­är­ver­öf­fent­li­chun­gen (Bou­le­vard-/ Rat­ge­ber­pres­se) wer­de ich spä­ter noch zurück kom­men³ und klä­ren, was davon zu hal­ten ist.

".. Alle Zel­len des Geschmacks­sinns, ange­fan­gen bei den Sin­nes­zel­len in der Zun­ge bis hin zu den Ner­ven­zel­len in der Groß­hirn­rin­de, reagie­ren auf meh­re­re Reiz­ar­ten. Die Sen­si­bi­li­tä­ten für die ein­zel­nen Stof­fe schei­nen jedoch unter­schied­lich zu sein .." heißt es bei Lern­hel­fer, doch ist das kei­ne beson­de­re Lei­stung des Geschmacks­sin­nes, son­dern eine all­ge­mei­ne Lei­stung des Ner­ven­sy­stems: Sie ken­nen sicher den Schmerz wenn man etwas Hei­ßes ange­fasst hat - und genau so fühlt es sich an wenn man etwas sehr Kal­tes für län­ge­re Zeit fest­hält - 'heiss' und 'kalt' sind also ein Fra­ge der Dau­er der Ein­wir­kung, nicht unbe­dingt der tat­säch­li­chen Tem­pe­ra­tur (wobei die Fol­gen für das Gewe­be selbst­re­dend sehr unter­schied­lich sein werden).

Gehen wir also zunächst ein­mal der Fra­ge nach wel­che die­ser bei­den grund­sätz­lich ver­schie­de­nen Struk­tu­ren gemeint sind. Da bei Kin­dern bis zur Puber­tät die Ner­ven­bah­nen noch nicht kom­plett sind, son­dern mit dem Kör­per wach­sen, kann das nicht der Teil sein, der gemeint ist. Sie sind bei Kin­dern kür­zer und in der Mas­se klei­ner, wes­we­gen also die Geschmacks­ner­ven des Mun­des gemeint sein müssen. 

".. Auf dem Zun­gen­rücken, d.h. der Zun­gen­ober­flä­che, befin­den sich neben klei­nen Erhe­bun­gen, den Papil­len zur Tast­emp­fin­dung auch sol­che zur Geschmacks­wahr­neh­mung. Man unter­schei­det Blät­ter­pa­pil­len sowie pilz­för­mi­ge und wall­för­mi­ge Geschmacks­pa­pil­len. In ihrem Inne­ren lie­gen die Geschmacks­knos­pen. Sie ähneln in ihrer Form Tul­pen­knos­pen, daher auch der Name. Oben, im Bereich der Epi­thel­ober­flä­che der Zun­ge, wei­sen die Geschmacks­knos­pen ein klei­nes Grüb­chen mit einer Öff­nung auf, den Geschmacks­po­rus. In die­sen ragen die Sin­nes­zel­len mit einem so genann­ten Geschmacks­stift­chen hin­ein .." [Quel­le]

Auch hier setzt die Über­le­gung zunächst an der Grö­ße an: Weni­ger Gewe­be deu­tet zunächst ein­mal auf weni­ger Sin­nes­zel­len hin. Doch stimmt das?

Erstens wird hier noch ver­nach­läs­sigt, dass der Geruchs­sinn funk­tio­nie­ren muss um den Geschmacks­sinn voll zu akti­vie­ren. - wenn die Nase ver­stopft ist schmeckt selbst das beste Essen nicht wirk­lich. Da das für Kin­der und Erwach­se­ne gleich­ar­tig im Ergeb­nis ist kön­nen wir es als Ursa­che für einen Unter­schied vernachlässigen.

Zwei­tens steht nicht fest, wel­che der Geschmacks­rich­tun­gen in den Sin­nes­zel­len, die den Reiz auf­neh­men, in wel­cher Zahl, d.h. in wel­chem Ver­hält­nis zuein­an­der und im Ver­gleich zum Erwach­se­nen­al­ter denn tat­säch­lich zu fin­den sind.
Hier nähern wir uns nun dem Kern der Sache und müs­sen Daten, Stu­di­en und Bewei­se fin­den, um die­se Fra­ge zu klären.

".. Ins­ge­samt neh­men Kin­der Geschmäcker erst in viel höhe­rer Kon­zen­tra­ti­on wahr als Erwach­se­ne. Eine euro­pa­wei­te Stu­die zum Ess­ver­hal­ten bei über 400 Kin­dern ergab, dass Drei­jäh­ri­ge eine Zucker­lö­sung erst dann als süß emp­fin­den, wenn sie 8,6 Gramm Zucker ent­hält. Die­se Reiz­schwel­le sinkt mit fort­schrei­ten­dem Alter: 20-jäh­ri­ge Pro­ban­den schmeck­ten bereits rund zwei Gramm den Zucker her­aus .." [Quel­le]

Das klingt doch eher so, als ob Kin­der weni­ger Geschmacks­zel­len hät­ten oder die­se, selbst wenn ihre Zahl abso­lut höher wäre eine gerin­ge­re Emp­find­lich­keit haben und daher Kin­der weni­ger gut schmecken als Erwachsene.
Nun soll man sei­ne Wahr­neh­mung nicht von einer Quel­le allein bestim­men las­sen und wir machen uns auf die Suche nach wei­te­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen zum Thema.

Da wer­den wir fün­dig und lesen fol­gen­den Text ".. Die Sin­nes­or­ga­ne sind zwar von Geburt an funk­ti­ons­tüch­tig, doch die Wahr­neh­mung ist eine Sache der Übung. Sen­so­ri­sche Tests haben gezeigt, dass Kin­der erst nach und nach fei­ne­re Unter­schie­de her­aus­schmecken kön­nen und dass dies kei­ne orga­ni­schen Grün­de hat .." [Quel­le].

Die­se Fest­stel­lung sagt also, es sei­en zwar bei Kin­dern alle ana­to­mi­schen Vor­aus­set­zun­gen gleich, aber das Schmecken sei ein Lern­vor­gang, der erst ent­wickelt wer­den müs­se. Das klingt zumin­dest für mich so, als ob Kin­der nicht bes­ser, son­dern sogar schlech­ter schmecken kön­nen. Wir lesen in die­sem Arti­kel - die Unter­su­chung wur­de mit 400 Kin­dern zwi­schen drei und acht Jah­ren durch­ge­führt - fol­gen­de Zusam­men­fas­sung ".. Mit stei­gen­dem Alter zeig­te sich in den Unter­su­chun­gen eine deut­li­che Abnah­me der unte­ren Reiz­schwel­len. Mit ande­ren Wor­ten: Je älter des Kind/der Jugend­li­che, desto gerin­ger fällt die Kon­zen­tra­ti­on aus, bei der eine Lösung gera­de noch als nicht geschmacks­neu­tral emp­fun­den wird. Die­se so genann­te Reiz­schwel­le sank beson­ders zwi­schen dem ach­ten Lebens­jahr und dem Erwach­se­nen­al­ter stark ab .." [Quel­le]

Das zeigt sehr deut­lich, wo die Unter­schie­de sind und wie sie beur­teilt wer­den müssen:
Erwach­se­ne haben zwar nicht mehr Geschmacks(-sinnes-)zellen, doch sie haben gelernt zu unter­schei­den. Das ist es was Kin­dern noch fehlt: Erfah­rung mit ver­schie­den­sten Geschmacks­trä­gern die nicht die Qua­li­tät 'süß' reprä­sen­tie­ren, für die sie von Geburt an eine extrem hohe Emp­find­lich­keit ab einem bestimm­ten Min­dest­ge­halt der Nah­rung haben.

Ande­rer­seits gibt es Unter­su­chun­gen die zei­gen, dass selbst in höhe­rem Lebens­al­ter noch Ände­run­gen der Nah­rungs­prä­fe­renz für bestimm­te Geschmacks­rich­tun­gen mög­lich sind. Nach­ge­wie­sen wur­de es aller­dings bis­her nur für den Salz­ge­halt der Nahrung:
".. there's some sci­en­ti­fic evi­dence to sup­port this expe­ri­ence. Rese­ar­chers have also inve­sti­ga­ted methods of modi­fy­ing one's food pre­fe­ren­ces so more healthful foods will be more appe­al­ing. In gene­ral — and not unex­pec­ted­ly — fla­vor and food pre­fe­ren­ces are more mal­leable when we're young (inde­ed, in ute­ro), but as adults, we can still work on them .. Seve­ral stu­dies have shown that peo­p­le who mana­ge to fol­low a low-sodi­um diet for seve­ral months wind up pre­fer­ring lower con­cen­tra­ti­ons of salt in their food. .." [Quel­le].

Doch zurück zu der Fra­ge ob Kin­der mehr Geschmacks(-sinnes-)zellen haben.
".. wenn Ihr Kind unge­fähr 5 Mona­te alt ist, sind die Geschmacks­ner­ven Ihres Babys so weit ent­wickelt, dass es sal­zig erken­nen und auch dar­auf reagie­ren kann .." [Quel­le]
Im glei­chen Bei­trag heißt es wenig spä­ter ".. In die­sem Zeit­raum ist der Geschmacks­sinn Ihres Babys sehr aus­ge­prägt. Tat­säch­lich hat ein Neu­ge­bo­re­nes eine wei­te­re Streu­ung der Geschmacks­ner­ven als ein Erwach­se­ner. Die Geschmacks­knos­pen sind im Mund, Rachen, auf der Zun­ge und auf sei­nen Man­deln zu fin­den ..". Die­se Aus­sa­ge mag dahin­ge­hend inter­pre­tiert wer­den, wie es ein­gangs postu­liert wur­de - jedoch: Es feh­len jeg­li­che Bewei­se!³ Als AutorIn wird ledig­lich ange­ge­ben '.. Geschrie­ben für Baby­Cen­ter Deutsch­land ..' - zwei­fels­oh­ne ist das weni­ger über­zeu­gend als eine wis­sen­schaft­li­che Quelle!

Damit kom­me ich auf die Dis­ser­ta­ti­on zurück, die ich ganz oben bereits erwähnt habe.
Der Zweck die­ser Unter­su­chung wird fol­gen­der­ma­ßen beschrieben:

(S.03) ".. Ziel der Stu­die war es her­aus­zu­fin­den, ob gesun­de Schul­kin­der im Alter zwi­schen fünf und sie­ben Jah­ren in der Lage sind, vier der fünf Grund­ge­schmacks­qua­li­tä­ten, näm­lich sal­zig, sau­er, süß und bit­ter sowie Was­ser rich­tig zu erken­nen und zu benen­nen und wie ihre Ergeb­nis­se im Ver­gleich zu Erwach­se­nen aus­fal­len. Dabei inter­es­sier­ten uns nicht nur die Ergeb­nis­se für die Testung im gan­zen Mund, son­dern auch die Fra­ge, ob bei Kin­dern in die­sem Alter eine regio­na­le Testung auf der Zun­ge mög­lich und sinn­voll ist .."

Zur Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie wird aus­ge­führt (S.25):

".. Das heißt Kin­der haben ins­ge­samt mehr Geschmacks­knos­pen als Erwach­se­ne, was aber kei­ne Rück­schlüs­se auf die Funk­ti­on zulässt. Die Inner­va­ti­on der Papil­len und Knos­pen scheint bei Kin­dern noch nicht so gut aus­ge­bil­det zu sein wie beim Erwach­se­nen (Plat­tig, 1984 aus Gui­nard, 2001) .."

Das Fazit für den Ver­gleich lau­tet (S. 26):

".. Eine Stu­die aus Öster­reich kommt zu dem Ergeb­nis, dass nur 27,3% der zehn- bis drei­zehn­jäh­ri­gen Schul­kin­der in der Lage sind alle der vier gete­ste­ten Geschmacks­qua­li­tä­ten (süß, bit­ter, sal­zig und sau­er) zu erken­nen und rich­tig zu benen­nen. 5,2% der Kin­der erkann­ten drei von vier, 35,8% erkann­ten zwei von vier, 23,6% erkann­ten eine von vier und 8,1% erkann­ten kei­ne der Geschmacks­qua­li­tä­ten. Im Ver­gleich hier­zu lie­fer­ten Erwach­se­ne bes­se­re Ergeb­nis­se. Über 70% der Erwach­se­nen erkann­ten alle Geschmacks­qua­li­tä­ten (Dürr­schmidt et al., 2008 aus Tra­ar, 2009) .."


Wegen der ins­ge­samt vor­ge­leg­ten Stu­di­en­ergeb­nis­se und den Befun­den aus die­ser spe­zi­fi­schen Dis­ser­ta­ti­on zie­he ich den Schluss, dass nicht nach­ge­wie­sen wer­den kann, dass Kin­der bes­ser schmecken kön­nen als Erwach­se­ne, son­dern umge­kehrt Erwach­se­ne bes­ser schmecken kön­nen als Kin­der.
 

 

¹ ".. Wei­te­re Sen­so­ren für Glut­amat ("Uma­mi") gel­ten als gesi­chert, mög­li­cher­wei­se gibt es auch spe­zi­el­le Sen­so­ren für Fet­te .." behaup­tet auch "Lern­hel­fer" - ohne jedoch, genau so wie der Spie­gel, die Quel­len zu nen­nen. Hat da eine Zeit­schrift von der ande­ren abge­schrie­ben und kommt es so, dass sich der­glei­chen "Erkennt­nis­se" ledig­lich dadurch her­vor­he­ben, dass sie so oft wie­der­holt wer­den, dass der Ein­druck ent­steht sie sei­en tat­säch­lich Erkennt­nis­se der Wissenschaft?

² Arlam! Wenn so etwas als Titel eines Arti­kels dasteht habe ich gro­ße Beden­ken was die Qua­li­tät des Inhalts die­ser Ver­öf­fent­li­chung angeht. Im wei­te­ren Ver­lauf des Tex­tes wird jedoch der Ein­druck abge­schwächt und durch wis­sen­schaft­lich ange­mes­se­ne Dar­le­gung aufgehoben. 

³ Aus­sa­gen ohne Bewei­se sind wis­sen­schaft­lich irrele­vant. Wer­den zudem noch quan­ti­ta­tiv mehr gegen­tei­li­ge Quel­len gefun­den, so spricht das dafür, dass in der Popu­lär­li­te­ra­tur eher Mei­nun­gen als Fak­ten ver­brei­tet werden.

Wei­te­re z.T. popu­lär­me­dia­le Quel­len die das dar­ge­leg­te Fazit unterstützen:
Sin­ne-Spe­cial - Teil 4: Das Schmecken
Appe­tit auf Geschmack; Dipl. oec. troph. Lisa Vogel
→ Aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht umstrit­ten: "orale(s) Mikro­bi­om"Der wis­sen­schaft­li­che Grund, war­um vie­le Kin­der kei­nen Brok­ko­li mögen

bookmark_borderSag' ich doch seit Monaten ....

Sag' ich doch seit Mona­ten und zwar ohne fin­ste­re Mäch­te im Hin­ter­grund zu ver­mu­ten die uns Alle ver­skla­ven wol­len, oder eine neue Welt­ord­nung anstre­ben, oder ein­fach nur mehr Pro­fit zu gene­rie­ren versuchen!
Was sage ich?
Na, dass der Impf­stoff nicht beson­ders gut sein kann,
wenn man alle sechs Mona­te eine Auf­fri­schung haben muss.



Die bes­se­ren Ansät­ze brau­chen eben doch Zeit um erforscht und bewer­tet zu wer­den - und wenn wir uns vor den Fest­ta­gen des Dezem­ber im näch­sten Jahr in der Vor­sor­ge-Akti­vi­tät gegen Coro­na-Ver­i­an­te 'ome­ga' umse­hen wird es meh­re­re Mög­lich­kei­ten geben die deut­lich län­ge­re Schutz­wir­kung haben werden.

Ich erin­ne­re noch­mal was ich frü­her schon schrieb:
Die beste Metho­de der Pan­de­mie Herr zu wer­den, ihr Ein­halt zu gebie­ten wäre min­de­stens drei, bes­ser vier Wochen ALLES dicht zu machen - auch Betrie­be und vor allem die Gren­zen, den Flug­ver­kehr ein­zu­stel­len und dann zu war­ten bis der Spuk vor­bei ist.


Immer schön locker bleiben ...!
Bei die­ser Gele­gen­heit wün­sche ich allen Lesen­den ange­neh­me und erhol­sa­me Fei­er­ta­ge, zusam­men mit den weni­gen ande­ren Men­schen aus ihrer Umge­bung die 'erlaubt' sind. In ein paar Jah­ren wer­den wir zurück­schau­en und uns die Augen rei­ben wenn wir dar­an den­ken, wel­che Kaprio­len die poli­ti­sche Füh­rung mit uns ver­an­stal­tet hat.

 

Quel­len:
1. News­let­ter Gesund­heit & Gesellschaft
2. Stre­eck bei ntv
3. Aki­ko Iwa­sa­ki PhD Yale

bookmark_borderLösung für Pizzapreis-Frage

Bezug → Rechen­bei­spiel Pizza
.................................................

Die Kreis­zahl π hat (nähe­rungs­wei­se) den Wert 3,14;
Die Flä­che eines Krei­ses wird so berechnet:

Wir benut­zen den 'Drei­satz' zur Berech­nung des­sen, was eine gro­ße Piz­za kosten wür­de, wenn man den Preis der klei­nen zugrun­de legt - und umgekehrt.

615,44 ≙ 7,95
1133,54 ≙ x
x = 14,64 [€]
und
1133,54 ≙ 13,95
615,44 ≙ x
x = 7,57 [€]

Das Ergeb­nis zeigt: Die gro­ße Piz­za ist pro Flä­chen­ein­heit die preis­wer­te­re Lösung

Aber:
Noch inter­es­san­ter wäre die Fra­ge ob es gün­sti­ger ist 2x die klei­ne Piz­za zu neh­men oder 1x die große?
Was mei­nen Sie?
Wie bewei­sen Sie das?

bookmark_borderDie "HATZ" ist eröffnet, die rechte Presse schäumt, die Verlierer beeilen sich einzustimmen ....
*update* [01.01.2022; 18:45h]

Pars pro toto stel­le ich hier ein Bei­spiel für die Unmä­ßig­keit und Unver­fro­ren­heit vor, die Tei­le der Pres­se sich erlau­ben. Kein Wun­der also, wenn sol­che 'Arti­kel' als "Lügen­ge­bil­de" bezeich­net wer­den und pau­schal den Ruf der Pres­se verderben.

Frau Baer­bock hat nach mei­ner Auf­fas­sung in ihren ersten Auf­trit­ten sehr klar und zurück­hal­tend for­mu­liert was ange­bracht war: Man wer­de die Mög­lich­kei­ten aus­lo­ten, bespre­chen und dann wei­te­re Ver­hand­lun­gen anstreben.

Ich weiß ja nicht wer die­sen Arti­kel für t-online ver­fasst hat, ein Ver­eh­rer von Frau Baer­bock war es sicher nicht! Da wer­den die tat­säch­li­chen Abläu­fe und Anspra­chen mit fik­ti­ven Gescheh­nis­sen oder Inhal­ten, die sich der Autor wohl wünscht, mit dem ver­gli­chen was tat­säch­lich war.
Ein kras­ses Bei­spiel für die ver­lo­ge­ne “Stroh­mann-Tak­tik”, den man zuerst auf­baut um ihn dann zu bekämp­fen, weil es kei­ne ‘rich­ti­gen’ Ansatz­punk­te für Kri­tik gibt.

Ich hal­te das besten­falls für schlech­ten Jour­na­lis­mus, wahr­schein­lich wohl den Beginn einer Kam­pa­gne à la Sprin­ger Pres­se oder die Fort­set­zung der Kam­pa­gne gegen sie, die schon vor der Wahl ver­hin­dern soll­te, dass sie Macht im Staa­te erhält. Dahin­ter ste­hen hand­fe­ste Ein­fluss­neh­mer, die statt Wer­te­dis­kus­si­on lie­ber Inter­es­sen erfüllt sehen wollen.

Das fol­gen­de Zitat zeigt genau auf das Ziel den der Bei­trag bei t-online ver­folgt:
” .. Doch die Min­dester­war­tun­gen an die neue Bun­des­re­gie­rung besteht dar­in, dass Deutsch­land grob den Weg wei­ter­geht, den es mit Ange­la Mer­kel als Kanz­le­rin in den ver­gan­ge­nen 16 Jah­ren gegan­gen ist .. “ → sie­he *update* ganz unten!

Wes­sen "Min­dester­war­tun­gen" wer­den hier angesprochen?
Mei­ne bestimmt nicht, und auch nicht die der vie­len Men­schen in unse­rem Land, die es satt hat­ten rück­wärts­ge­wand­te Poli­tik ertra­gen zu müssen!
Das ist nicht mehr Jour­na­lis­mus, das ist Geschreib­sel für ein bestimm­tes rechts­la­sti­ges Kli­en­tel, das Ver­än­de­rung hasst wie der Teu­fel grü­ne Sei­fe! Der Ver­such aus der Fer­ne doch noch zu bestim­men wie das Land regiert und der Umgang mit den Part­nern gehand­habt wird.

Was für ein Glück, dass sich die Wahl – signi­fi­kant! – gegen die­se gefähr­li­che Beharr­lich­keit gewandt hat.

Wenn ich mir dage­gen anse­he wie schnell man die Unta­ten der ins­be­son­de­re CSU-Mini­ster der ver­gan­ge­nen Regie­run­gen in Ver­ges­sen­heit zu schie­ben ver­sucht um ihnen den Weg zu einem come-back zu ebnen, dann wer­de ich rich­tig zornig. 

Die groß­ten Lum­pe­rei­en und Ver­schwen­dun­gen, oder die mei­sten Rechts­brü­che gegen Ver­fas­sung und gespro­che­nes Recht kamen doch genau von Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg, wo der Schwie­ger­sohn des unse­li­gen Herrn Schäub­le - der ihm äußer­lich erstaun­li­cher­wei­se immer ähn­li­cher wird - seit Jah­ren das Ver­mächt­nis des Herrn Schwie­ger­va­ters fort­zu­schrei­ben bemüht ist. 

* update *
01.01.2022
Ein "twitter"-user hat das, was ich hier beschrie­ben habe sehr tref­fend und knapp auf den Punkt gebracht: [via "Twit­ter-Lieb­lin­ge im Dezem­ber"]