bookmark_border".. If you open your mind too much your brain will fall out! .."
Sagt der von mir sehr verehrte Tim Minchin

Text­aus­zug:
".. Richard Daw­kins pres­ents the 2021 Richard Daw­kins Award to cele­bra­ted musi­ci­an and come­di­an Tim Min­chin befo­re a sold-out crowd in Oxford, England.
Tim Min­chin has used his famous songs, come­dy, and bril­li­ant sati­re to not only enter­tain, but to open minds to sci­ence and expo­se the fol­ly of pseu­do­sci­ence and superstition.
Daw­kins gave a soaring and tou­ch­in­gly per­so­nal tri­bu­te to the awar­dee, cal­ling him “a staunch uphol­der of ratio­na­lism, secu­la­rism, and sci­en­ti­fic skepticism ..”
(Über­set­zung)
".. Richard Daw­kins über­reicht den Richard Daw­kins Award 2021 an den berühm­ten Musi­ker und Komi­ker Tim Min­chin vor einem aus­ver­kauf­tes Haus in Oxford, England.
Tim Min­chin hat sei­ne berühm­ten Lie­der, Come­dy und bril­lan­te Sati­re dazu genutzt nicht nur unter­hal­ten, son­dern den Geist für die Wis­sen­schaft zu öff­nen und die Tor­heit der Pseu­do­wis­sen­schaft und des Aber­glau­bens aufzudecken.
Daw­kins wür­dig­te den Preis­trä­ger als über­ra­gend und dabei rüh­rend per­sön­lich und nann­te ihn „einen über­zeug­ten Ver­fech­ter des Ratio­na­lis­mus, Säku­la­ris­mus und wis­sen­schaft­li­chen Skeptizismus“ .."

Ein Zitat das ich gern selbst for­mu­liert hätte:
".. Being a Daw­kins fan, it was only via this video that I pro­per­ly dis­co­ver­ed the depth of Min­chin. So I went on to see what the fuss was about. .. Half of his views are pro­ba­b­ly from me. What an abso­lu­te legend .."
(Über­set­zung)
".. Da ich ein Daw­kins-Fan bin, habe ich die Tie­fe von Min­chin erst durch die­ses Video rich­tig ent­deckt. Also such­te ich wei­ter, um zu sehen, wor­um es bei der Auf­re­gung ging .. Die Hälf­te sei­ner Ansich­ten stam­men wahr­schein­lich von mir. Was für eine abso­lu­te Legende ..“

Nicht jeden Tag will man sich mit dem Elend befas­sen, das dar­in besteht, wie Indok­tri­na­ti­on aus vie­len Jahr­hun­der­ten heu­te noch, trotz wesent­li­cher Erwei­te­rung des Wis­sens auf Fak­ten­ba­sis, die Mas­se der Bevöl­ke­rung im Griff hat. Den­noch ist es jedes­mal ein Licht­blick Min­chin zuzu­se­hen und sei­ne Tex­te zu entschlüsseln.

[Ich ver­ra­te gern ein wei­te­res Geheimnis:
Auf ähn­li­cher Mis­si­on sehe ich Tay­lor Swift, die zuge­ge­be­ner­ma­ßen attrak­ti­ver ist als Min­chin 😉]

bookmark_borderVöllig überflüssig:
Initiative von mehreren Abgeordneten die Suizidprävention auf Biegen und Brechen durchzusetzen

»» .. Dies sind die Ärz­tin Kir­sten Kap­pert-Gon­ther¹ (Grü­ne), der Gesund­heits­po­li­ti­ker Dirk Hei­den­blut² (SPD), die Poli­ti­ke­rin Kath­rin Vog­ler³ (Lin­ke) sowie die Par­la­men­ta­rie­rin Dia­na Stöcker (CDU) und die Poli­ti­ke­rin Kri­sti­ne Lüt­ke (FDP) .. ««

Die­se Damen und Her­ren haben offen­bar noch nicht zur Kennt­nis genom­men, dass sich mehr als drei Vier­tel der Bun­des­bür­ger und das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt dar­in einig sind der Wunsch aus dem Leben zu schei­den sei Sache das Indi­vi­du­ums und nicht Rege­lungs­be­reich der Gesetzgeber.
Wenn die Par­tei­en der oben ver­sam­mel­ten Initia­to­ren sich ein­mal dar­an machen wür­den die wirk­lich drän­gen­den Pro­ble­me wie bei­spiels­wei­se unglei­che Besteue­rung von Arbeit und Kapi­tal zugun­sten der Arbei­ten­den zu ändern wäre sehr viel mehr für die Stim­mung im Land getan - so aber spielt man "Herr­schen­de" und wun­dert sich, dass immer mehr Men­schen ihre Inter­es­sen bei der AfD bes­ser ver­tre­ten sehen.

Sieht man sich ein­mal genau­er an aus wel­chem 'Vor­le­ben' die dort ver­sam­mel­ten Abge­ord­ne­ten kom­men so sind drei Berei­che vertreten: 

Pflege,
Reli­gi­on, und
Sozialdienste. 


Alle Insti­tu­tio­nen aus die­sen Berei­chen haben ein Inter­es­se Men­schen mög­lichst lan­ge am Lebens­en­de in ihren Ein­rich­tun­gen zu hal­ten und bis zum Tode zu *betreu­en*; in den letz­ten Lebens­jah­ren wer­den mit Zwangs­er­nähr­ten, Hin­fäl­li­gen und Ster­ben­den die besten Geschäf­te gemacht - oft bei gering­stem Aufwand.
Kein Wun­der also, dass die­se *Volks­ver­tre­ter* eine star­ke Moti­va­ti­on haben und beru­fen füh­len sich gegen den selbst­be­stimm­ten Tod von Schwer- und Schwerst­kran­ken, sowie glau­bens­un­ab­hän­gi­gen Todes­wil­li­gen zu stem­men.
 

 

[Quel­le: Bundestags­abgeordnete wol­len zur Sui­zid­prä­ven­ti­on bei­tra­gen]

¹ {2017} Mit­glied der Bre­mi­schen Bür­ger­schaft sowie Spre­che­rin für Gesund­heits-, Reli­gi­ons- und Kul­tur­po­li­tik und 2015 bis 2017; danach Bundestag 

² {2013} Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bund Regio­nal­ver­band Ruhr e.V., Essen, Geschäfts­füh­rer; Mit­glied im Vor­stand des ASB Betreu­ungs­ver­ein Ruhr e.V.; Mit­glied der IG BCE; Mit­glied der AWO.

³ {2009} u.a. Peoples'Health Move­ment-PHM Deutsch­land; Sozi­al­ver­band VdK; Par­kin­son Regio­nal­grup­pe Kreis Steinfurt

{2021} u.a. Cari­tas­ver­band Hoch­rhein e.V., Walds­hut-Tien­gen, Mit­glied des Aufsichtsrates

{2021} 2007 Ein­stieg ins Fami­li­en­un­ter­neh­men, Senio­ren­be­treu­ung und -pfle­ge „bei St. Otto“ GmbH und des Dienst­lei­stungs­zen­trums für sozia­le Ein­rich­tun­gen GmbH; seit 2016 geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­te­rin der bei­den Unternehmen.

{ = im Bun­des­tag seit} 

bookmark_borderVon 'alten', richtig alten Bäumen ....

Über all den Schreckens­nach­rich­ten die­ses und ver­gan­ge­ner Tage wird völ­lig ver­ges­sen, was im Klei­nen, im Ver­bor­ge­nen, oder Unbe­ob­ach­tet tag­täg­lich pas­siert. Es gibt Gebie­te der Erde die noch nicht völ­lig erkun­det sind. Dort gibt es Öko­sy­ste­me die noch unbe­rührt - aber unter stän­di­ger Bedro­hung von geld­gie­ri­gen Gesell­schaf­ten sind. Die­se war­ten nur auf eine Gele­gen­heit 'zuzu­schla­gen', und zwar im wört­li­chen Sin­ne und Bäu­me zu fäl­len die an die­sem Ort mehr als tau­send (!) Jah­re gestan­den haben. Zeu­gen einer ver­gan­ge­nen Zeit. Einer Zeit, die zwar weni­ger 'modern' aber sehr viel über­leg­ter im Umgang mit der Natur war.
vorher-nachher-Abholzung
In der Washing­ton Post war jüngst ein Bericht über einen sol­chen alten Baum zu lesen. Beglei­tet von einem Vor­her-Nach­her-Foto des glei­chen Foto­gra­fen, der 2022 einen wohl noch älte­ren Baum fand und des­sen Stand­ort geheim gehal­ten hat um das dor­ti­ge gefähr­de­te und emp­find­li­che Öko­sy­stem nicht durch­ein­an­der zu bringen.

Das hier ver­klei­nert gezeig­te Bild der schänd­li­chen Abhol­zung eines sehr alten Bau­mes - vom glei­chen Foto­gra­fen auf­ge­nom­men - als War­nung, wie gna­den­los die Holz­ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten vorgehen:
Kei­nen Sinn für den Fre­vel den sie durch ihr Trei­ben begehen.

PS:
Es ist mir klar, dass es Schlim­me­res auf der Welt gibt.
Doch das darf kein Grund sein eine sol­che Mis­se­tat zu ignorieren.

bookmark_borderGestern ....

(01.10.2023) war ich in einem Kon­zert von Simon & Jan.

Was soll ich sagen?

Es war gute Stim­mung und die Mas­se der Besu­cher fand Text, Musik und Vor­trag durch die bei­den Inter­pre­ten eige­ner Kom­po­si­tio­nen und Inhal­te ganz offen­sicht­lich unter­halt­sam. Ab und an toste Applaus auf, die Aula wur­de zum Schau­platz von Lei­den­schaf­ten auf und vor der Bühne.

Mich beschäf­tigt selbst Stun­den nach der Show immer noch wie­so in die Jah­re gekom­me­ne Besu­cher­pär­chen anein­an­der fum­mel­ten, so, als ob sie das zu Hau­se nicht machen könn­ten. Die Musik pass­te weder vom Inhalt noch vom Stil zu sol­chem Ver­hal­ten. Die Musi­ker, die sich auf der Büh­ne bemüh­ten ihr Bestes zu geben, sind bestimmt nicht dafür ver­ant­wort­lich zu machen.
Ich jeden­falls fand es abar­tig und es hat vom Zweck des Abends abgelenkt.

Eines der vor­ge­tra­ge­nen Lie­der hieß "Dich­ter" [*.pdf], und pas­send dazu gab es ein T-Shirt mit der Aufschrift 

das zum Ver­kauf ange­bo­ten wur­de. Mei­ne Frau und ich amü­sier­ten uns köst­lich bei dem Gedan­ken so ein T-Shirt wür­de von älte­ren Her­ren gekauft und getra­gen, denn da bekä­me das "Dich­ter sein" einen hef­ti­gen, unbe­ab­sich­tig­ten Drall ins Komö­di­an­ti­sche .... denn wir wis­sen doch um den Stoß­seuf­zer des deut­schen Rentners:

bookmark_borderIf an arguments lasts more than five minutes
- then both sides are wrong!*

* Wenn eine Aus­ein­an­der­set­zung mehr als fünf Minu­ten dau­ert haben bei­de Sei­ten Unrecht!

Die­sen Satz habe ich 'geklaut' und das ohne jeg­li­che Gewis­sens­bis­se, denn es ent­spricht genau so mei­ner Beob­ach­tung. Kein Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer hat je in einer Dis­kus­si­on alle not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen - und zwar sol­che, die belegt wer­den kön­nen! - womit die Gegen­sei­te und anwe­sen­de Zuhö­rer die Abso­lut­heit der Aus­sa­gen wür­den sicher ein­schät­zen können. 

Dann läuft es nicht auf Fak­ten und fak­ti­sche Bewei­se, son­dern auf Sym­pa­thie oder Anti­pa­thie der vor­tra­gen­den Per­son gegen­über hin­aus. Der "Bauch" ent­schei­det - und das ist die schlech­te­ste Form von Über­zeu­gung oder Ori­en­tie­rung in die­ser Welt.

bookmark_borderWas bedeutet das Schweizer Dialekt-Wort *umetäple* [umetäpple]

Wenn mich etwas 'ärgert', dann ist es mich hilf­los, ori­en­tie­rungs­los oder nicht aus­rei­chend infor­miert zu füh­len. Des­we­gen muss ich einer Sache auf den Grund gehen.
Das pas­sier­te mir jüngst bei der Lek­tü­re eines Arti­kels in der NZZ {Histo­ri­ke­rin­nen fin­den in den Geheim­ar­chi­ven der Bischö­fe tau­send Fäl­le von sexu­el­lem Miss­brauch – und das ist nur «die Spit­ze des Eisbergs»
Über Jahr­zehn­te trie­ben pädo­phi­le Prie­ster auch in der Schweiz ihr Unwe­sen. Die Kir­chen­obe­ren ver­tusch­ten syste­ma­tisch – bis heute.}

Da stand in den Anna­len zu lesen:
»» Der Mann, der zurück­keh­ren soll, ist ein ver­ur­teil­ter Sexu­al­tä­ter: ein Jahr Gefäng­nis bedingt wegen «Unzucht mit Kin­dern». Er hat eine 'Schwä­che', von der der Bischof von Chur schon län­ger weiß. An sei­ner ersten Stel­le in der Inner­schweiz hat der Prie­ster Min­der­jäh­ri­ge in sei­ne Biblio­thek gelockt, wo er an ihnen «umet­ä­p­le» konn­te, wie es in den Akten heisst .. Nie­mand stoppt ihn, auch nach sei­ner Ver­set­zung ins Bis­tum Basel macht G.A. wei­ter ««

Der bekann­te Teil ist Miss­brauch, der von den Katho­li­schen welt­weit betrie­ben wird, und genau­so welt­weit ver­tuscht wird. Der unbe­kann­te Teil ist die­ses Wort in Schwei­zer­deutsch (n.b. was für eine hoch­tra­ben­de Bezeich­nung für einen ört­lich begrenz­ten Dia­lekt. Einen von Vielen).

Was also bedeu­tet das Schwei­zer Wort «umet­ä­p­le»?

Es gibt, das fand ich nach län­ge­rer Suche her­aus ein *Wör­ter­buch der Schwei­zer Schwei­zer­deutsch Dia­lek­te*, in dem ich nach Aus­tausch ver­schie­de­ner Wort­be­stand­tei­le schließ­lich unter dem Wort «umet­äpple» fün­dig wurde:

1 Tref­fer im Regi­ster für «umet­äpp­le».
umeⁿtapp­leⁿ 13,931 
schwer­fäl­lig, unsi­cher, auch tastend gehen [gedruckt 1966]

Es wur­den meh­re­re Bedeu­tun­gen zusätz­lich geli­stet, sie­he Abbildungen



Nun haben wir es geschafft - und kön­nen den Text der NZZ kor­rekt lesen, d.h. wir ver­ste­hen zumin­dest des­sen Bedeu­tung. Ein Rät­sel bleibt hin­ge­gen WARUM die Autoren zu die­sem Rät­sel­ra­ten gezwun­gen haben. Min­de­stens den Teil der Leser­schaft, die nicht des *Schwei­zer­deut­schen* mäch­tig sind. (Selbst unter den *nati­ve spea­k­ers* die­ser Spra­che wird es zwei­fel­los Vie­le geben, die den Text so wie ich nicht ohne Fremd­hil­fe 'sinn­erfas­send' lesen können).

bookmark_borderHitze. Angst. Beleidigungen. Krieg.

Wenn es heiß ist schwin­det der Antrieb neue Gedan­ken zu fas­sen und sie abwä­gend gegen­über dem nie­der­zu­schrei­ben was man bis­her schon dach­te. Eine 'Hit­ze­träg­heit' setzt ein, das Den­ken wird schwer, die Stim­mung leicht gereizt, gepaart mit dem Hang zu Schläfrigkeit ....

Da ist es nahe­lie­gend noch­mal in die Kla­mot­ten­ki­ste zu grei­fen und etwas her­aus zu kra­men, das eine aktu­el­le Bedeu­tung hat und doch tief in den Tie­fen des Ser­vers sein Dasein fristete.

Ich emp­feh­le des­we­gen fol­gen­de Arti­kel zu lesen, die ich für wich­tig hal­te. Die den­noch bis­her nicht die Auf­merk­sam­keit hat­ten die mir für die­se The­men vorschwebt.

bookmark_borderNichts Halbes und nichts Ganzes ....

»» ..Nach einem Kri­sen­tref­fen im Kanz­ler­amt ver­stän­dig­ten sich SPD, FDP und Grü­ne dar­auf, im Haus­halt 2025 rund 2,4 Mil­li­ar­den Euro an Mehr­ko­sten dafür zu ver­an­schla­gen, wie Fami­li­en­mi­ni­ste­rin Lisa Paus heu­te dar­leg­te. „Das har­te Rin­gen hat sich in jedem Fall gelohnt“, erklär­te die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin. Ange­sichts der Ein­trü­bung des Wirt­schafts­kli­mas sei sie zufrie­den mit dem Ergeb­nis. Ursprüng­lich woll­te Paus zwölf Mil­li­ar­den Euro für das Pro­jekt, wäh­rend Finanz­mi­ni­ster Chri­sti­an Lind­ner nur zwei Mil­li­ar­den Euro für 2025 vor­sah. Die Mini­ste­rin blockier­te dar­auf­hin das Wachs­tums­chan­cen­ge­setz des FDP-Poli­ti­kers zur Steu­er­ent­la­stung von Fir­men. Mit der Ein­füh­rung der Kin­der­grund­si­che­rung sol­len bis­he­ri­ge Lei­stun­gen wie Kin­der­geld oder Kin­der­zu­schlag gebün­delt werden ..««
[Quel­le: Ampel einigt sich auf Kin­der­grund­si­che­rung – Rund 2,4 Mil­li­ar­den Euro für 2025 ein­ge­plant via G&G newsletter]

Hart­näckig­keit gehört ganz offen­sicht­lich zu den wesent­li­chen Eigen­schaf­ten von Frau Paus. Ihr wird eine lin­ke Posi­ti­on inner­halb der Grü­nen zuge­ord­net - und betrach­tet man ihre Kar­rie­re ist das zutref­fend. Der Kampf um mehr Geld für eine Kin­der­grund­si­che­run­gist ach­tens­wert, das Ergeb­nis vor dem Hin­ter­grund der poli­ti­schen Kon­stel­la­ti­on mager, und die Fol­gen wer­den kaum zu wesent­li­chen Ver­bes­se­run­gen der Situa­ti­on von wirk­lich armen Kin­dern führen. 

"Wir ent­la­sten Deutsch­land" wird da blu­mig versprochen.
Wirklich? 

Wenn gleich­zei­tig Ent­la­stun­gen in Sachen Besteue­rung für Unter­neh­men vor­ge­stellt wer­den erscheint der Sieg der Frau Paus für ihre Her­zens­an­ge­le­gen­heit wie ein Pyr­rhus­sieg. Um sozia­le Aus­ge­gli­chen­heit her­zu­stel­len bedarf es mehr einer Steu­er­erhö­hung für Groß­kon­zer­ne und Extrem­be­sit­zen­de, für die Steu­er­schlupf­lö­cher meist mit der Begrün­dung nicht gestopft wer­den sie wür­den dann abwan­dern. Mag sein, eini­ge die­ser Leu­te wür­den das tun - doch blie­be genug übrig um wirk­lich nütz­li­che sozia­le Auf­ga­ben zu finanzieren.

Damit mei­ne ich nicht die wei­te­re Anhe­bung der Zah­lun­gen wie Grund­si­che­rung und Auf­stockung: Erste­re ist bar jeden Ansat­zes sich Arbeit zu suchen, letz­te­res eine Sub­ven­ti­on von Geiz bei der Bezah­lung der Mit­ar­bei­ten­den durch trick­reich agie­ren­de Unternehmen.

Ins­ge­samt ist etwas faul an dem jet­zi­gen Sozi­al­sy­stem. Geflis­sent­lich wird ver­mie­den die wah­ren Kosten­trei­ber zu benennen:
Es sind die Zuwen­dun­gen für Kin­der­scha­ren der Zuge­wan­der­ten aus weni­ger ent­wickel­ten Gebie­ten der Welt. Fol­gen­des hat­te ich kürz­lich vor Augen:

Eine jun­ge Mut­ter, wohl noch um Mit­te 20, mit fünf Kin­dern und wie­der (sicht­bar) schwan­ger. Die Kin­der wie die Orgel­pfei­fen, das älte­ste Mäd­chen so um sechs oder sie­ben, danach wohl etwa alle wei­te­ren Kin­der im Jah­res­ab­stand, das Jüng­ste in der Kar­re .... kein Vater weit und breit, der war wohl arbeiten ....

Zusam­men­ge­rech­net macht allein das Kin­der­geld für die­se Grup­pie­rung 1.250 € monat­lich aus, das ist etwa der Betrag den ein bes­ser gestell­ter Rent­ner nach 40 Jah­ren Ein­zah­lung in die Ren­ten­kas­se auf sei­nem Kon­to sieht. Kommt noch der Kin­der­zu­schlag hin­zu, pro Jahr sind das – bei Bezug des Höchst­be­tra­ges – ein Plus von 492 Euro, ergibt sich ein monat­li­cher Gesamt­be­trag von 1.291 € aus den Sozi­al­kas­sen und ich bezweif­le, dass die­se jun­ge Mut­ter jemals in die Lage kom­men wird auf der Sei­te der Bevöl­ke­rung zu ste­hen die dafür arbei­ten und mit ihren Steu­ern für der­glei­chen Zah­lun­gen auf­kom­men muss.


Gro­tesk wird das gan­ze Kon­strukt wenn man von der Sor­ge hört, die Ren­ten sei­en bald nicht mehr zu zah­len! Bei den Ren­ten­emp­fän­gern han­delt es sich doch um all die Men­schen, die die­sen Staat für vie­le Arbeits­jah­re finan­zi­ell (und man­che zudem ideell) getra­gen haben. Da ist es völ­lig unver­ständ­lich wenn für Zuge­wan­der­te immer mehr gelei­stet wird, die *Alt­be­völ­ke­rung* hin­ge­gen um ihre Exi­stenz ban­gen muss. Soli­da­ri­tät mit denen die weni­ger haben als man zum Leben braucht ist wich­tig und rich­tig - was fehlt sind ver­nünf­ti­ge Gren­zen der Ali­men­tie­rung wenn die Bedürf­ti­gen kei­ner­lei Anstren­gun­gen machen selbst etwas bei­zu­tra­gen .... und sei es nur den Kin­der­se­gen zu mini­mie­ren. Das auch, weil es ange­sichts der Situa­ti­on auf die­sem Pla­ne­ten nicht mehr zeit­ge­mäß ist frei weg Kin­der in die Welt zu set­zen, deren Unter­halt abseh­bar (!) nicht die Eltern, son­dern die All­ge­mein­heit zu tra­gen hat.
 

 
Die Zah­len von oben bezie­hen sich nur auf das bis­he­ri­ge System. Nicht berück­sich­tigt sind wei­te­re Kosten die vom Staat über­nom­men werden:
Wohngeld/Sozialwohnungen, Aus­stat­tung des Haus­hal­tes, Zuschüs­se für die Teil­ha­be die nicht durch ande­re Mit­tel gedeckt sind, Kran­ken­ver­si­che­rung kosten­frei für alle Per­so­nen die­ses Haushaltes.

Kein Wun­der also, wenn sol­che Zuge­wan­der­ten, die selbst arbei­ten, und sich ohne jeg­li­che Sozi­al­zu­wen­dung unter­hal­ten, stau­nend erle­ben WAS mög­lich ist.
Ein Zitat, wor­auf ein Kom­men­ta­tor antwortete:

Nun wüss­te ich gern, wel­che Rela­ti­on es zwi­schen bedürf­ti­gen deut­schen Fami­li­en und denen die zuge­wan­dert sind gibt. Da wäre auch die durch­schnitt­li­che Kin­der­zahl sehr auf­schluss­reich - obwohl ich kürz­lich eine Stu­die las die behaup­te­te, es gäbe bei zuge­wan­der­ten Müt­tern eine leicht erhöh­te Rate an Fehl­ge­bur­ten, scheint es mir eher so zu sein, dass dann die­se jun­ge Frau mit fünf Kin­dern von der ich wei­ter oben berich­tet habe viel­leicht sechs oder mehr Kin­der haben würde? 

PS:
Als Grund für die­se Tat­sa­che ".. bei zuge­wan­der­ten Müt­tern eine leicht erhöh­te Rate an Fehl­ge­bur­ten .." hät­te ich zwei­fels­oh­ne eine Vermutung.
Doch dies ist ein jugend­frei­es Blog und da ver­bie­ten sich wei­te­re Ausführungen .... 

bookmark_borderZitat des Tages

I know this vio­la­tes the laws of phy­sics, but I never stu­di­ed law.”
Neither did Trump, and he seems to be just as untoucha­ble as Bugs Bun­ny at this point. 

Über­set­zung:
„Ich weiß, dass dies gegen die Geset­ze der Phy­sik ver­stößt, aber ich habe nie Jura studiert.“
Trump auch nicht, und er scheint zu die­sem Zeit­punkt genau­so schwer zu packen zu sein wie Bugs Bunny. 

Die Hoff­nung bleibt es wer­de das deut­sche Sprich­wort wahr:
»Vie­le Hun­de sind des Hasen Tod!«


Titel­ab­bil­dung unter Benut­zung des fol­gen­den Bil­des → Von Won­gx in der Wiki­pe­dia auf Deutsch - Über­tra­gen aus de.wikipedia nach Com­mons., Gemein­frei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2105294

bookmark_borderZu spät ...!

Ken­nen Sie das Gefühl wenn etwas unab­än­der­lich vor­über ist und Sie haben es ver­säumt sich noch Infor­ma­tio­nen zu beschaf­fen bevor die­ser Zeit­punkt eintrat?

Vor eini­gen Tagen und kürz­lich bestä­tigt bekam ich einen Anruf in dem mir mit­ge­teilt wur­de, dass ein lie­ber Freund ver­stor­ben ist. Zuletzt hat­ten wir an mei­nem Geburts­tag im Juni tele­fo­niert. Da war er sehr stark und erzähl­te mir er habe seit zwei Mona­ten auf jede wei­te­re Che­mo­the­ra­pie ver­zich­tet. Die habe ihn zum Skla­ven sei­ner Aus­schei­dun­gen gemacht und so wol­le er sein Leben nicht been­den. Er wur­de von einer pal­lia­tiv-medi­zi­ni­schen Betreu­ung zu Hau­se mit den Schmerz­mit­teln und allem sonst ver­sorgt was er brauchte.

Zu sei­nem Geburts­tag Anfang Febru­ar war er noch zer­ris­sen zwi­schen dem Gedan­ken an das Ster­ben und der Hoff­nung auf Bes­se­rung. Doch mit der Dia­gno­se "Bauch­spei­chel­drü­sen­kar­zi­nom" ist in der über­wie­gen­den Zahl der Fäl­le eine Hei­lung wie ein Lot­to­ge­winn. Die mei­sten Pati­en­ten ver­ster­ben innert 6-9 Mona­ten nach erster Dia­gno­se­stel­lung. Inso­weit war sei­ne spä­te­re Ent­schei­dung auf Che­mo­the­ra­pie zu ver­zich­ten die rich­ti­ge Wahl.

Wir hat­ten gute Tage wäh­rend unse­rer Zeit in Spa­ni­en zur Über­win­te­rung, ange­fan­gen 2011. Er war allei­ne mit sei­nem Hymer unter­wegs, wir waren zuerst seit Sep­tem­ber in Conil de la Fron­te­ra und sind dann Anfang Novem­ber zum ersten Mal in Mira­mar, zwi­schen Gan­dia und Denia gele­gen, gewe­sen. Fast Nach­barn - nur durch ein däni­sches Pär­chen getrennt - hat­ten wir manch inter­es­san­tes Gespräch. Was vie­le nicht wuss­ten war, dass er ein sehr nach­denk­li­cher Mensch gewe­sen ist, der fast schon phi­lo­so­phi­sche Erör­te­run­gen parat hat­te. Das Alles ver­steckt hin­ter einer Fas­sa­de des jovia­len Rhein­län­ders, der fes­selnd genau so stun­den­lang von der Suche nach einer bestimm­ten Löß­for­ma­ti­on erzäh­len konn­te, die er in sei­nem Leben als Bag­ger­fah­rer oft zu erle­di­gen hat­te. Stets war er zu einem Scherz auf­ge­legt, kann­te Wit­ze ohne Ende, und war dazu schlag­fer­tig wie kaum sonst jemand den ich in mei­nem Leben getrof­fen habe.

Im näch­sten Jahr kam er mit Part­ne­rin die er zwi­schen­durch beim Tan­zen ken­nen­ge­lernt hat­te. Das war sei­ne Para­de­dis­zi­plin, das konn­te er per­fekt .... und wie man unschwer erken­nen kann war es das was zuerst bei den Damen ankam. Das Zwei­te war sein gepfleg­tes Äuße­res, getoppt von einem lusti­gen Schnauz­bärt­chen mit per­fekt, weil total gleich­mä­ßig auf bei­den Sei­ten, gezwir­bel­tem Aus­lauf bis in die Spitzen.

Sie wer­den sich sicher fra­gen was es denn war was ich ver­säumt hat­te (von dem ich ein­gangs berichtete).
Es war genau die­ses Geheim­nis, das er nun mit ins Grab genom­men hat:
Wie bekam er das hin, dass sein Bart Tag für Tag in völ­lig gleich­mä­ßi­ger Form her­ge­rich­tet war? 

Da ich selbst Bart­trä­ger bin, aller­dings mit Voll­bart, woll­te ich schon immer den Schnau­zer so ele­gant haben wie die­ser Freund - der übri­gens den glei­chen Vor­na­men trug - doch irgend­wie schien mir das eine zu per­sön­li­che, gar inti­me Fra­ge zu sein und das habe ich nun von mei­nem Zögern ....



Mein Freund Wolf­gang Huhn,
gebo­ren 02.02.1948, ver­stor­ben am 27.07.2023,
aus Kruft im Pfäl­zi­schen wur­de 75 Jah­re alt.
Ich hät­te mir für ihn noch vie­le Jah­re mehr gewünscht.
Nicht nur, weil ich dann mög­li­cher­wei­se eines Tages,
ohne zu fra­gen, das *Bart­ge­heim­nis* erfah­ren hätte.

 

 

Ein herz­li­ches "Dan­ke!" geht an sei­ne jüng­ste Toch­ter Tan­ja für die umfas­sen­de Infor­ma­ti­on zu den letz­ten Lebenswochen.

 

bookmark_borderWasser auf die Mühlen ....

Was­ser auf die Müh­len der AfD sind die Ver­su­che der Bevöl­ke­rung etwas auf­zu­zwin­gen was ganz offen­sicht­lich nur ein Min­der­heit will. Ein Kom­men­tar von mir beim hpd Arti­kel mit dem Titel "AfD will Offe­ner Gesell­schaft in Euro­pa den Kampf ansa­gen" - einer kri­ti­schen Stel­lung­nah­me zum Pro­gramm der Partei.

Zitat
".. Außer­dem will die AfD die "Gen­der-Ideo­lo­gie" stop­pen: Laut Leit­an­trag zur Euro­pa­wahl sei es "eine bio­lo­gi­sche Tat­sa­che und kein sozia­les Kon­strukt", dass es genau zwei Geschlech­ter gebe: Frau­en und Män­ner. "Die Pseu­do­wis­sen­schaft der Gen­der-Ideo­lo­gie bestrei­tet die­se bio­lo­gi­sche Grund­tat­sa­che." Die EU müs­se jede För­de­rung die­ser "skan­da­lö­sen Ideo­lo­gie" sofort been­den, meint die Partei.
Zitat Ende

Die­se Fest­stel­lung ist ein Para­de­bei­spiel dafür, war­um sich immer mehr Men­schen der AfD zuwen­den - sie sind es leid von einer Min­der­heit gezwun­gen zu wer­den die Spra­che zu ver­än­dern, die Wirk­lich­keit zu ver­leug­nen und etwas zu akzep­tie­ren was fik­ti­ven Cha­rak­ter hat.

Jeder soll gern sei­ne per­sön­li­che Situa­ti­on hin­sicht­lich des Geschlechts­emp­fin­dens selbst bestim­men. Es aller­dings ande­ren auf­zu­zwin­gen abstru­se Theo­rien hin­sicht­lich der Geschlechts­iden­ti­tät wider­spruchs­los hin­zu­neh­men und sich gar selbst ein­zu­schrän­ken um nie­man­dem 'auf die Füße zu tre­ten' ist ein unbil­li­ges Verlangen.

Die 'alter­na­ti­ve Rea­li­tät' in der es mehr als zwei bio­lo­gi­sche Geschlech­ter gibt ist schlicht­weg ein Man­gel an Bil­dung oder der Wunsch nach Auf­merk­sam­keit jener Men­schen, die anson­sten nichts Kon­kre­tes an Fer­tig­kei­ten, Ideen und Ver­hal­ten auf­zu­wei­sen haben.

Die pau­scha­le Ableh­nung sol­cher The­sen der AfD - anstatt sich damit kon­kret aus­ein­an­der­zu­set­zen und die Fra­ge nach dem Wahr­heits­ge­halt zu stel­len - ist genau der Grund war­um der Durch­schnitts­bür­ger dies als unge­recht emp­fin­det. Man­che Wahl­stim­me geht so als 'Trotz­re­ak­ti­on' zur AfD.

Aus­gren­zen und Igno­rie­ren sind kei­ne Metho­den die den eta­blier­ten Par­tei­en gehol­fen haben und wei­ter hel­fen wer­den die AfD in die Schran­ken zu weisen. 

Es fehlt an sach­li­cher Aus­ein­an­der­set­zung und Wider­le­gung der Pro­gram­ma­tik ... und an dem Mut sich ganz all­ge­mein gegen den Ver­such von Min­der­hei­ten zu stel­len die die Mei­nungs­ho­heit an sich zu rei­ßen versuchen.