bookmark_borderEin Beispiel wie
argumentiert und vorgegangen werden muss
Das etwas andere Wort zum Sonntag

Über­set­zung

Der katho­li­sche Bischof von Ports­mouth, Phil­ip Egan, der für Guern­sey zustän­dig ist, hat gedroht, drei staat­li­che Schu­len auf der Bai­li­wick zu schlie­ßen, nach­dem er gegen einen Aspekt des vor­ge­schla­ge­nen neu­en Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­set­zes Ein­spruch erho­ben hat­te. Die 'Dis­cri­mi­na­ti­on Ordi­nan­ce', die mor­gen von den Staa­ten von Guern­sey debat­tiert wird, soll reli­giö­se Dis­kri­mi­nie­rung ver­bie­ten, ein­schließ­lich des Lehr­per­so­nals an Schu­len, damit nie­mand auf­grund sei­ner Reli­gi­on oder Welt­an­schau­ung bei der Suche nach einem Arbeits­platz oder einer Beför­de­rung benach­tei­ligt wird.
In Guern­sey gibt es drei katho­li­sche Schu­len. Die lau­fen­den Kosten wer­den alle vom Staat finan­ziert, aber die phy­si­schen Gebäu­de gehö­ren der Kir­che. Der­zeit sind die­se Schu­len in der Lage, bei der Anstel­lung von Lehr­kräf­ten zu dis­kri­mi­nie­ren, indem sie von ihnen ver­lan­gen, den katho­li­schen Glau­ben der Schu­le zu tei­len, und kön­nen ver­hin­dern, dass nicht-katho­li­sches Per­so­nal Füh­rungs­po­si­tio­nen bekleidet.
..
Huma­nists UK, die mit den Staa­ten von Guern­sey zusam­men­ge­ar­bei­tet haben, um die Ver­ord­nung aus­zu­ar­bei­ten, unter­stützt es ille­gal zu machen, Mit­ar­bei­ter wegen ihrer Welt­an­schau­ung zu dis­kri­mi­nie­ren. Es wur­de [von katho­li­scher Sei­te (Anm. d. Übers.)] argu­men­tiert, dass nur die Fort­set­zung einer sol­chen Dis­kri­mi­nie­rung und das Recht der Eltern erlau­be, ihr Kind im Ein­klang mit dem katho­li­schen Glau­ben zu erzie­hen. Letz­te­res Argu­ment ist jedoch falsch, da Eltern kei­nen Anspruch auf eine staat­lich finan­zier­te Reli­gi­ons­schu­le irgend­ei­ner Art haben. Sie haben ledig­lich das Recht, dass die Schu­le ihren Über­zeu­gun­gen nicht wider­spricht, was Schu­len ohne reli­giö­sen Cha­rak­ter nicht tun. Tat­säch­lich ist die Ver­hin­de­rung einer sol­chen Dis­kri­mi­nie­rung posi­tiv für die Reli­gi­ons- und Welt­an­schau­ungs­frei­heit der Kinder.
[Her­vor­he­bun­gen hinzugefügt]

Da sieht man, lie­be Lesen­de wie die Vor­ge­hens­wei­se gestal­tet wer­den kann:
Kein Zurück­wei­chen vor den Ein­wän­den der katho­li­schen Kir­che, die Rech­te haben will und dafür nichts bezahlt, son­dern ande­re zah­len lässt. Sol­che Pri­vi­le­gi­en gehö­ren geschleift, und das ist hier­zu­lan­de schon seit Jahr­zehn­ten überfällig.

Nicht anders sieht es in den mei­sten ande­ren sozia­len Ein­rich­tun­gen unse­res Lan­des aus die "katho­lisch" geführt sind. Son­der­rech­te bei den Anstel­lungs­ver­trä­gen und ~bedin­gun­gen sind schon lan­ge nicht mehr zeit­ge­mäß! Dies ist umso kla­rer betrach­tet man die Zah­len der jüng­sten Erhe­bun­gen zur Religionsausübung: 

Es ist doch aber­wit­zig wenn von Orga­ni­sa­tio­nen wie den Groß­kir­chen Rech­te ver­langt wer­den wo ihnen seit Jah­ren die Gläu­bi­gen davon­lau­fen und ihre Mit­glie­der­zahl seit den spä­ten 50zigern hal­biert wur­de - durch frei­wil­li­ge Aus­trit­te, weil die Men­schen erkannt haben wie sie mit angeb­li­chen Vor­tei­len [natür­lich erst nach ihrem Tode(!), sonst müss­ten ja Bewei­se erbracht wer­den] ver­schau­kelt und finan­zi­ell aus­ge­nom­men werden/wurden.

bookmark_borderWas Sie schon immer
über Meerjungfrauen wissen wollten ....

Kürz­lich wur­de ich wie­der auf einen alten Arti­kel von mir auf­merk­sam, weil ver­mehrt danach gesucht wur­de, der Titel lautet:

"Darf man eine Meer­jung­frau essen?"

Dar­auf gekom­men bin ich, als ich bei einem US-Blog zufäl­lig auf einen Bericht über einen Streit zwi­schen Islam-Gelehr­ten stieß, die die Fra­ge erör­ter­ten ob die­se 'beson­de­re' Spei­se halal oder haram sei.
Ich will hier nicht alle Argu­men­te wie­der­ho­len, des­we­gen nur ein Aus­zug aus dem 'Ent­scheid' - wie Sie leicht erken­nen sind sich die gelehr­ten Her­ren nicht ganz einig ...

Recht inter­es­sant hin­ge­gen ist für mich, dass es offen­bar kei­nen Zwei­fel bei den isla­mi­schen Vor­den­kern gibt, dass Meer­jung­frau­en existieren.

bookmark_borderDarf man die Gesinnung von Staatskanzleichef
Nathanael Liminski hinterfragen ...?

Ein Wahl­spot der SPD gegen die CDU ist Anlass für Zeter und Mor­dio, das Auf­heu­len der Katho­li­schen, die anson­sten nicht gera­de sanft mit ihren Fein­den umge­gan­gen sind, sie­he Inqui­si­ti­on, oder heu­te noch umge­hen, sie­he Afri­ka und Südamerika.

»» .. Der ehe­ma­li­ge reli­gi­ons­po­li­ti­sche Spre­cher der Grü­nen, Vol­ker Beck, äußer­te auch Kri­tik: "Es ist völ­lig inak­zep­ta­bel, den Glau­ben von jeman­dem auf die­se Wei­se abzu­wer­ten." Lim­in­ski mit dem Begriff "erz­ka­tho­lisch" zu kri­ti­sie­ren sei dane­ben. "Pro­ble­ma­ti­sche Posi­tio­nen und Bezie­hun­gen von Poli­ti­kern soll­ten bei der Per­son aller­dings kon­kret hin­ter­fragt wer­den", sag­te der Lehr­be­auf­trag­te des Cen­trum für Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en an der Uni Bochum der Katho­li­schen Nach­rich­ten-Agen­tur (KNA) am Sams­tag. So sei laut Beck die Fra­ge gestat­tet, ob der Poli­ti­ker noch die Posi­tio­nen und Ver­bin­dun­gen aus frü­he­ren Jah­ren habe .. ««

Die erste Fra­ge die ich stel­le ist "Darf man einem Dozen­ten für Reli­gi­ons­wis­sen­schaft ver­trau­en neu­tral über eine Sache zu urtei­len, die den Ein­fluss von Reli­gi­on auf eine Gesell­schaft unter­sucht, die nach ihrer Ver­fas­sung eine Tren­nung von Kir­che und Staat hat - die­se aber immer wie­der zu Gun­sten der Reli­gi­on vernachlässigt?"
Mit Ein­schrän­kung sage ich "Ja", weil im zwei­ten Teil sei­ner Äuße­rung der Herr Beck sei­ne eige­ne Aus­sa­ge mit Fra­ge­zei­chen ver­sieht und einschränkt.

Neh­men wir trotz­dem die Aus­sa­ge ein­mal her­aus und unter­su­chen an ihr, ob es ange­mes­sen und ange­bracht ist sich dazu Gedan­ken zu machen, wel­che Posi­ti­on ein enger Bera­ter des Kanz­ler­kan­di­da­ten der CDU/CSU in Bezug auf Fra­gen von Sit­te, Moral und Ethik ein­nimmt und ob er gewähr­lei­stet, dass sein Rat für den Kanz­ler­kan­di­da­ten stets neu­tral und im Sin­ne des Aus­gleichs von Inter­es­sen aller Bür­ger zu sehen ist - ohne Bevor­zu­gung einer bestimm­ten Glau­bens­rich­tung und Lebensphilosophie.

" .. Lim­in­ski mit dem Begriff "erz­ka­tho­lisch" zu kri­ti­sie­ren sei dane­ben. "Pro­ble­ma­ti­sche Posi­tio­nen und Bezie­hun­gen von Poli­ti­kern" soll­ten bei der Per­son aller­dings kon­kret hin­ter­fragt wer­den .."
Falsch! Wer sich der­art expo­niert und öffent­lich eine sol­che Lebens­hal­tung zeigt will damit Ein­fluss aus­üben und es darf an der Neu­tra­li­tät gezwei­felt werden. 

Wie heisst es so tref­fend in der Bibel, hier spe­zi­ell (Mat­thä­us 7, 15+16), die ja von den Gläu­bi­gen gern als Quell der Weis­heit & Wahr­heit her­an­ge­zo­gen wird?

»⑮ Seht euch vor vor den fal­schen Propheten,
die in Schafs­klei­dern zu euch kommen,
inwen­dig aber sind sie rei­ßen­de Wölfe.
⑯ An ihren Früch­ten sollt ihr sie erkennen.« 

Da kann man doch zu Recht miss­trau­isch wer­den, wenn sol­che Per­so­nal­ent­schei­dun­gen die brei­te Kri­tik erfah­ren haben sti­kum durch­ge­drückt werden.

Dann kam der Herr Hei­nig zu Wort:
»» .. Der Staats- und Kir­chen­recht­ler Hans Micha­el Hei­nig kennt laut "Tages­spie­gel" kei­nen ande­ren Fall, in dem die Reli­gi­on des Ver­trau­ten eines Spit­zen­po­li­ti­kers "in sol­cher Wei­se bewusst poli­ti­siert wur­de". Hei­nig hält dem­nach den Vor­gang poli­tisch für ein­schnei­dend. Denn seit eini­gen Jahr­zehn­ten sei die SPD bemüht gewe­sen, ihr posi­ti­ves Ver­hält­nis zu den Kir­chen herauszustellen.

Der Göt­tin­ger Kir­chen­recht­ler sprach von einem "Para­dig­men­wech­sel, der auch den christ­li­chen Tra­di­ti­ons­ab­bruch reflek­tiert". Katho­li­zis­mus stren­ge­rer Obser­vanz sei inzwi­schen in wei­ten Tei­len der Gesell­schaft nega­tiv besetzt, sag­te er. "Das kann die Reli­gi­ons­frei­heit und die hin­rei­chen­de Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Reli­gi­on und Poli­tik unter­spü­len", so Hei­nig in der Zei­tung .. ««

Wo Herr Hei­nig wei­ter­den­ken soll­te ist, dass der Herr Kanz­ler­kan­di­dat sei­nen eng­sten Bera­ter sicher nicht des­we­gen aus­ge­sucht hat weil der mit ihm völ­lig uneins ist, frag­los dage­gen des­we­gen, weil der Herr Lim­in­ski alle­mal noch katho­li­scher ist als er selbst. Der Beweis wur­de kürz­lich erbracht, als die Staats­kanz­lei einen Ver­tre­ter des erz­kon­ser­va­ti­ven "OPUS DEI" [der Vater von Lim­in­ski war dort Mit­glied] in den Rund­funk­rat berief¹ - hin­ge­gen ablehn­te einen Huma­ni­sten als Ver­tre­ter der Reli­gi­ons­lo­sen dort zu etablieren.

Kin­der­rei­che machen noch nicht 4% der Bevöl­ke­rung aus,
Huma­ni­sten und Athe­isten dage­gen fast 30%!
Nennt man das in NRW "Aus­ge­gli­chen­heit"?

Dass "Katho­li­zis­mus stren­ge­rer Obser­vanz" nega­tiv besetzt ist hat doch der Katho­li­zis­mus selbst zu ver­ant­wor­ten: Kin­des­miss­brauch, mas­sen­haf­te Kinds­tö­tun­gen in vie­len katho­li­schen Insti­tu­ten rund um die Welt, Teil­nah­me an rechts­ra­di­ka­len Umstür­zen in vie­len Län­dern mit nach­fol­gen­der Unter­stüt­zung der Dik­ta­to­ren, Ver­tu­schung durch 'in-Schutz-nah­me', ja Ver­stecken über­grif­fi­ger und straf­fäl­li­ger Kir­chen­menschen vor der welt­li­chen Justiz.

Reicht das?
Ich den­ke schon.
Etwas 'Wah­res' als Tat­sa­che zu benen­nen ist nie falsch, son­dern immer notwendig!

[Bei­de Zita­te von dort → Quel­le]

¹ ".. #Laschet drückt den "Ver­band Kin­der­rei­cher Fami­li­en" [KRFD] in den #WDR-Rund­funk­rat. Der Bei­rat die­ses Ver­bands wird auch ver­tre­ten durch einen Wis­sen­schaft­ler mit völ­kisch-natio­na­li­sti­schen Ideen und ein Opus-Dei-Mit­glied. .." [Link]

Her­kunft, Fami­lie, kon­fes­sio­nel­les Engagement

Die rech­te Hand Laschets
".. (Laschet) will die kul­tu­rel­le Wen­de. Zurück zu einer Zeit, wo die Kir­che noch das Sagen hat­te und Diver­si­tät nicht exi­stent (war) .."

bookmark_borderEin wenig Völkermord gefällig?
Fragen Sie den Vatikan, der hat 'Experten'

Bezug → Völ­ker­mord in Ruan­da Zeit online Bei­trag → Wie recht­fer­tigt ein Prie­ster einen Völ­ker­mord, Herr Schomburg? 
Es wird ja stets behaup­tet der Vati­kan sei an Auf­klä­rung von Prie­ster­ver­bre­chen inter­es­siert und tue Alles, was zur Auf­ar­bei­tung nötig sei. Außer­dem lägen die Bei­tei­li­gung oder gar Anstif­tung zu Völ­ker­mord oder vie­le hun­dert Jah­re zurück .... hal­ten Sie inne, lie­be Lesen­de, und ori­en­tie­ren Sie sich neu!

Nicht ist ver­gan­gen, Vie­les ver­ges­sen, und was noch nicht ver­ges­sen wur­de und noch nicht abge­ur­teilt wur­de ver­sucht der Vati­kan aktiv zu hin­ter­trei­ben. Ich fra­ge mich nach sol­chen Ent­hül­lun­gen immer wer von wem gelernt hat: 

Der Vati­kan von der Mafia oder die Mafia vom Vati­kan oder ....?

Lese­pro­be:

bookmark_borderHow fiction is brought to life
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Wie Fiktion zur Wahrheit wird

".. I once read in a children’s book about saints, which was that the aut­hor didn’t cla­im the­se things had hap­pen­ed, only that they would have hap­pen­ed if God had wan­ted them to .."

And that's how the dilem­ma of explai­ning any devia­ti­on of faith from rea­li­ty has been ele­gant­ly mastered:
What kind of limits would God have in such an assump­ti­on? Null, nada, nix, nien­te, not­hing! "Ever­ything goes!" as the Anglo-Saxons put it and once again we skep­tics stand the­re with our mouths open and we are speechl­ess about how hocus-pocus is tur­ned into truth with out-of-the-air reasoning?

So what do you do, how do you respond?
Quite sim­ply, do not be ama­zed and destroy the approach by tur­ning their sto­ry against them:
If it was God who wan­ted the­re to be only peo­p­le 'in his own image', then he would not have wan­ted athe­ists. Sin­ce they exist, God can­not have crea­ted humans. 

To sum up I'd like to add this quo­te: ".. befo­re you can learn to live with your own truth, or even with other people’s views of truth, you need to be able to reject the pret­ty lies — per­so­nal, poli­ti­cal, cos­mo­lo­gi­cal — that seem so much more invi­ting and attractive .."

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".. Ich habe ein­mal in einem Kin­der­buch über Hei­li­ge gele­sen, dass der Autor nicht behaup­te­te, dass es sie tat­säch­lich gege­ben habe, son­dern dass es sie gege­ben hät­te, wenn Gott es so gewollt hätte .." 

Und schon ist das Dilem­ma der Erklä­rung jeg­li­cher Abwei­chung des Glau­bens von der Wirk­lich­keit ele­gant gemeistert:
Was hät­te Gott denn für Gren­zen in einer sol­chen Annah­me? Null, nada, nix, nien­te, not­hing! "Ever­ything goes!" sagen die Angel­sach­sen und wir Skep­ti­ker ste­hen wie­der ein­mal mit off­nem Mund da und es ver­schlägt uns die Spra­che wie Hokus­po­kus mit aus der Luft gegrif­fe­nen Begrün­dun­gen zur Wahr­heit gemacht wird?

Was also tun, wie entgegnen?
Ganz ein­fach, sich nicht ver­blüf­fen las­sen und den Ansatz zer­stö­ren indem man das Modell umdreht:
Wenn es Gott war, der gewollt hät­te, dass es nur Men­schen 'nach sei­nem Bil­de' gibt, dann hät­te er kei­ne Athe­isten haben wol­len. Da es sie gibt kann nicht Gott die Men­schen erschaf­fen haben.

Zusam­men­fas­send möch­te ich die­ses Zitat anfü­gen: ".. bevor Sie ler­nen kön­nen, mit Ihrer eige­nen Wahr­heit oder sogar mit den Ansich­ten ande­rer Leu­te zu leben, müs­sen Sie in der Lage sein, die beque­men Lügen zurück­zu­wei­sen - per­sön­li­che, poli­ti­sche, kos­mo­lo­gi­sche – auch wenn sie so viel ein­la­den­der und attrak­ti­ver sind als die Wahrheit .." 

bookmark_borderImmer wenn es heißt
"Der ultimative Beweis der Existenz Gottes" ....
wird am Ende der Argumentationskette
einer von vielen rhetorischen Tricks angewandt

Aus der Serie: Das etwas ande­re “Wort zum Sonntag”

Wenn Phi­lo­so­phen "Gott" bewei­sen wol­len läuft es stets dar­auf hin­aus, dass sie alte Argu­men­te neu for­mu­lie­ren und neue 'Bei­spie­le' erfin­den, die bes­ser dar­stel­len sol­len was es mit die­ser fik­ti­ven Figur auf sich hat und war­um es dies­mal ganz anders ist als bei all den vor­he­ri­gen Versuchen ....

Sie alle erken­nen nicht den wesent­li­chen Feh­ler schon im Ansatz der Gedankenketten: 

Etwas, das es nicht gibt,
kann man nicht nachweisen!

Dabei ist doch die Ange­le­gen­heit so ein­fach. Man schaut sich in der Welt um und sieht, dass es Gesetz­mä­ßig­kei­ten gibt die sich - egal wo auf dem Pla­ne­ten - stets wie­der­ho­len. Dann schaut man auf den Lauf der Gestir­ne, das Welt­all, das Uni­ver­sum und immer wie­der sind es grund­le­gen­de phy­si­ka­li­sche und che­mi­sche Pro­zes­se und Ein­hei­ten, die sich auf­ein­an­der auf­bau­en und so aus vie­len klei­nen Ein­hei­ten immer grö­ße­re bil­den, bis man schließ­lich zu der Erkennt­nis kommt:

Ein sich selbst erhal­ten­der Fort­gang von Ereig­nis­sen, rein zufäl­lig und ohne beson­de­ren Zweck! Der Mensch ein win­zi­ger Teil die­ses Ablaufs - und gera­de dabei sei­ne eige­nen Grund­la­gen so plan­los zu berau­ben und aus­zu­schöp­fen, dass er sich selbst ver­nich­ten wird.

Da soll­ten ein­mal all die "Gläu­bi­gen" anset­zen und Stim­mung für einen scho­nen­de­ren Umgang mit den Grund­la­gen für unser Leben machen. Wenn die Chri­sten immer wie­der vom "Wun­der von Got­tes Schöp­fung" spre­chen, sich aber her­aus­hal­ten wenn es dar­um geht die­se (angeb­li­che) Schöp­fung zu bewah­ren, weil sie dann in Gefahr gera­ten ihre "Schäf­chen" vor den Kopf zu sto­ßen, dann haben sie ein wei­te­res Mal ver­sagt. Kei­ne Bewei­se für "Gott" seit Anbe­ginn der christ­li­chen Leh­re, und nicht ein­mal den Mut dem Raub­bau Ein­halt zu gebie­ten, wo sie doch ver­mei­nen über­all mit­re­den und mit­ent­schei­den zu müs­sen, wenn es um wesent­li­che Ent­wick­lun­gen hier­zu­lan­de und sonst­wo in der Welt geht.

bookmark_borderAnna-Nicole Einfältig Heinrich (25) Präses EKD

Was als muti­ge Tat geprie­sen wird
ist in Wahr­heit ein Offen­ba­rungs­eid
der evan­ge­li­schen Kir­che
.

25 Len­ze alt, da täu­schen man­che Bil­der eher mehr Lebens­jah­re vor, und bis­her ein Bache­lor vor­zu­wei­sen. Nun an einer katho­li­schen Uni­ver­si­tät, Fach­be­reich "Pasto­ral­theo­lo­gie¹ und Homi­le­tik²" auf dem Weg zum Masters, "Digi­tal Huma­ni­ties³ und Men­schen­bild und Wer­te".

Wie tief sind wir als Nati­on gesun­ken wenn ein sol­ches 'Stu­di­um' als aka­de­mi­sche Lei­stung und Vor­be­rei­tung auf ein lan­ges Leben in geho­be­ner Posi­ti­on ange­se­hen wird. Zu ler­nen Grup­pen von Men­schen zu bequat­schen anzu­spre­chen und ihnen das Mär­chen vom 'lie­ben Gott im Him­mel' so zu erzäh­len, dass sie es glau­ben und dafür ihre Kir­chen­steu­er zah­len - von der wie­der­um Men­schen wie Frau Anna-Nico­le Hein­rich ein beque­mes Leben, finan­zi­ell sor­gen­frei und (noch?) ange­se­hen in der Gesell­schaft bezahlt bekommen.

Das ist frei­lich beque­mer als das Leben ihres Vaters, der als LKW Fah­rer tätig war.
Man kann ihr eine gewis­se prak­ti­sche Intel­li­genz nicht absprechen. 

Nun, eine beson­ders gro­ße Gefolg­schaft - ".. Okay lie­be Com­mu­ni­ty .." - hat die jun­ge Dame nicht.
Wenn man sich die Zah­len ansieht, die so 'fol­lo­wen' [2.430] und auf ihre tweets antworten.
Aber das kann ja noch mehr werden.
Allein das Amt wird sicher ein paar 'fol­lower' bringen.

Für mich ist die­ses Getue um die neue Amts­trä­ge­rin Teil eines letz­ten Auf­bäu­mens der Kir­che gegen ihren bereits lan­ge begon­ne­nen Zer­fall. Unauf­halt­sa­men Ver­fall, denn die digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten neh­men den frü­her allein mei­nungs­bil­den­den Medi­en, die immer 'kir­chen­freund­lich' waren, all­mäh­lich die Mei­nungs­ho­heit weg.

Und das ist gut so.

¹

".. In der Evan­ge­li­schen Theo­lo­gie ver­steht man dar­un­ter seit Fried­rich Schlei­er­ma­cher einen Teil­be­reich der Prak­ti­schen Theo­lo­gie, näm­lich die Leh­re von Wesen, Amt, Beruf und Rol­le des Pfarrers .."
[Quel­le]

²

".. in der Theo­lo­gie die Predigtlehre .."
[Quel­le]

³

".. digi­ta­le Geisteswissenschaften .."
[Quel­le]

 

 

bookmark_borderDer Senat in Frankreich will Musliminnen unter 18 Jahren
das Tragen eines Kopftuchs an öffentlichen Orten verbieten

*update* [26.04.2021]*2. update* [05.05.2021]

*2.update" 05.05.2021
Fal­sche Tole­ranz Das Kopf­tuch ist nicht neutral
Ein Ver­bot des Kopf­tuchs für Beam­tin­nen ist nun mög­lich. Rich­tig so, meint der Isla­mis­mus­exper­te Man­sour. Es ist mehr als ein Stück Stoff. Ein Gast­bei­trag von Ahmad Mansour.
______________________________________________

 
*update" 26.04.2021
Frank­reichs pen­sio­nier­te Gene­rä­le ermah­nen die Poli­tik und war­nen vor einem Bürgerkrieg
[26. April 2021]
______________________________________________

 
#pastou­ch­e­a­m­on­hi­jab / #hand­soff­my­hi­jab / #Hän­de­Weg­Von­Mei­nem­Hi­jab

 
Die Fran­zo­sen haben es gewagt sich gegen rel­giö­sen Fana­tis­mus und gegen die For­mel "catch them young!" ("packt sie wenn sie noch jung sind!") zu ver­wen­den und daher heißt eine Titelzeile:
"Senat will Kopf­tuch­ver­bot für jun­ge Mus­li­min­nen;
Der Senat in Frank­reich will Mus­li­min­nen unter 18 Jah­ren das Tra­gen eines Kopf­tuchs an öffent­li­chen Orten verbieten."

Zitat:
".. Eine Regie­rung kann es nicht jedem Ein­woh­ner nach sei­nen per­sön­li­chen Sinn Machen. Der Löwen­an­teil, der Ein­woh­ner, die in der Bur­ka Trä­ge­rin eine Ver­schan­de­lung des allen Ein­woh­nern gehö­ren­den öffent­li­chen Rau­mes sieht, steht eine Min­der­heit im ein­stel­li­gen Bereich gegen­über, die genau die­ses Ver­schan­deln durch­set­zen will. Islam­Kri­ti­ker sehen dar­in den Begin der Isla­mi­sie­rung, den es zu ver­hin­dern gilt. Hier hat der Gesetz­ge­ber (das Par­la­ment) die Auf­ga­be, ein aus­ge­wo­ge­nes Gesetz zu beschlie­sen. Genau das ist in Frank­reich gesche­hen. Das Par­la­ment hat gespro­chen und damit ist die Sache erle­digt. Von Isla­mi­sti­sche Frau­en zu ver­lan­gen, dass sie von alle Burka,-und Kopf­tuch­ver­bo­te begei­stert sind, ver­langt nie­mand. Dass sie aber die Burka/Kopftuch Geset­ze befol­gen, das ver­langt der Staat mit Recht .." [sic!]



Die Auf­re­gung ist groß, die Ver­nunft bleibt auf der Strecke!
Wor­um geht es und war­um sind die twit­ter hash­tags - und vor allem die 'Kämp­fe­rin­nen' dort auf dem Holzweg?
Sie wen­den sich gegen etwas, das nie­mand for­dert, und das außer in Frank­reich nie­mand bis­her so ein­ge­führt hat. Kin­der zu ver­schlei­ern heißt Kin­der an die Bedeckung zu gewöh­nen - mit all dem Nega­ti­ven, was schließ­lich dar­an geknüpft ist. Wie in den christ­li­chen Reli­gio­nen wer­den im Islam früh die Wei­chen gestellt Kin­der 'ein­zu­fan­gen' bevor sie reli­gi­ons­mün­dig wer­den. Dage­gen wen­det sich die Gesetzgebung:
Kin­der sol­len spä­ter ein­mal selbst und unbe­ein­flusst ent­schei­den kön­nen ob sie sich einer Glau­bens­rich­tung anschlie­ßen wollen.
Dar­aus eine sol­che Akti­on zu machen zeigt aus mei­ner Sicht nur, wie hier eine Instru­men­ta­li­sie­rung die eige­nen Inter­es­sen der­je­ni­gen för­dern soll, die hin­ter dem gan­zen unnüt­zen Geze­te­re stehen.
Noch viel schlim­mer ist jene Grup­pe von angeb­lich 'lin­ken' Poli­ti­kern, die sich der Sache der­art anneh­men, dass sie dage­gen Sturm lau­fen - ein völ­lig ver­dreh­tes Ver­ständ­nis des­sen, was 'Lin­ke Poli­tik' dar­stel­len sollte:
Absti­nenz von jeder Art von Religion!

 

 

-------------------- Ver­schleie­rung und Kopftuch --------------------
Wo ist die Ver­schleie­rung verboten?
Rebel­lin­nen hin­ter dem Schleier
Ver­schleie­rungs­ver­bot: Eine gemisch­te Bilanz
Bur­ka­ver­bot als Tyran­nei der Mehrheit?
"Senat bestä­tigt Bur­ka­ver­bot im öffent­li­chen Raum; Der fran­zö­si­sche Senat bekräf­tig­te das bestehen­de Bur­ka­ver­bot. Zuvor bewer­te­ten Men­schen­recht­ker das Ver­bot als Ver­stoß gegen die Religionsfreiheit."
Nach Frank­reich und Öster­reich: Auch Schweiz stimmt für Verhüllungsverbot
Schlei­er­ver­bo­te in Frankreich
-------------------- "catch them young" --------------------
Frank­reich: Debat­te um Kinderkopftuch-Verbot
Catch them young, watch them grow
Tre­a­su­res of Innocence
CTY

bookmark_borderHaben Sie schon den Osterhasen gesehen?
Das etwas andere “Wort zum Sonntag”

Oder:
Wer an Oster­ha­sen, Niko­läu­se und rosa Ein­hör­ner glaubt hält auch einen älte­ren Herrn im Him­mel für real ....

Wie­der ein­mal lässt sich berich­ten: "Die USA sind uns ein paar Jah­re vor­aus!" - und das wun­dert nur noch sel­ten jeman­den in Euro­pa. Doch hier geht es um Glau­be & Reli­gi­on, und man staunt zu lesen, dass GALLUP, ein renom­mier­tes Umfra­ge­insti­tut mitteilt:
Die Zahl der Kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nen dort wur­de soeben von den Kon­fes­si­ons­frei­en über­trof­fen - offi­zi­ell gibt es dem­nach weni­ger Gläu­bi­ge als Ungläu­bi­ge. Die Bedeu­tung die­ser Infor­ma­ti­on ist in ihrer gan­zen Trag­wei­te des­we­gen so wich­tig, da sich die letz­te Admi­ni­stra­ti­on bemüh­te mit­tels vie­ler kir­chen­ge­bun­de­ne Amts­trä­ger sich dafür zu ver­wen­den den dor­ti­gen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten mehr Bedeu­tung zu ver­schaf­fen. Offen­bar ist das Gegen­teil erreicht wor­den - der seit Jah­ren ste­tig vor­han­de­ne Schwund hat sich beschleu­nigt (Abbil­dun­gen unten).

GALLUP

[Quel­le: Poli­tics; March 29, 2021; U.S. Church Mem­ber­ship Falls Below Majo­ri­ty for First Time]

 

 

 

 

 

 

 
Ein Blick auf Zah­len von *sta­ti­sta* (Blöcke) zeigt, dass wir nicht mehr weit von dem Punkt sind, an dem Kon­fes­si­ons­lo­se die Kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nen zah­len­mä­ßig übertreffen.

In Deutsch­land müs­sen wird aller­dings noch ein paar Jah­re auf die­se 'fro­he Bot­schaft' war­ten [fowid].

".. Die Kon­fes­si­ons­frei­en (u. a. höhe­re Bil­dung und Berufs­tä­tig­keit der Frau­en) haben eine nied­ri­ge­re Gebur­ten­zif­fer als die Reli­giö­sen und die Gebur­ten­zif­fern der Mus­li­me in Deutsch­land haben sich denen der Ein­hei­mi­schen ange­gli­chen. Falls sich also die­ses ‚Gebur­ten­po­ten­ti­al‘ nicht rea­li­siert, wird sich die Anzahl der Kon­fes­si­ons­frei­en durch die Kir­chen­aus­trit­te sowie den Ster­be­über­schuss der Chri­sten zwangs­läu­fig zugun­sten der ‚Nicht-Chri­sten‘ verändern.
Schät­zun­gen gehen davon aus, dass vor­aus­sicht­lich (spä­te­stens) 2023 die Kir­chen­mit­glie­der der bei­den gro­ßen Amts-Kir­chen nicht mehr die Mehr­heit der Wohn­be­völ­ke­rung in Deutsch­land sein wer­den, also einen Anteil von weni­ger als 50 Prozent .."

[Quel­le: https://fowid.de/meldung/deutschland-konfessionen]

Was die Ame­ri­ka­ner als "wishful thin­king" [Wunsch­träu­me] bezeich­nen ist für Men­schen wie Frau Scha­van, fal­sche Dok­to­rin und frü­he­re Bera­te­rin der Frau Bun­des­kanz­le­rin, immer noch Rea­li­tät. So schrieb Frau Scha­van am 27.03.2021 für DOMRADIO.DE ".. Reli­gi­on gewinnt an Bedeu­tung; Mehr Neu­gier auf die Zukunft .. Das Ende des Chri­sten­tums? Reli­gio­nen haben nach Wor­ten der frü­he­ren Bot­schaf­te­rin beim Hei­li­gen Stuhl, Annet­te Scha­van, an Bedeu­tung gewon­nen und sind in man­chen Regio­nen "bedeut­sa­me poli­ti­sche Faktoren" .."

"In man­chen Regio­nen" - das trifft nicht für sol­che Regio­nen zu in denen Men­schen höher gebil­det sind, Zugang zu Infor­ma­tio­nen über elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en haben und in denen Frau­en­rech­te eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sind. Es sind sol­che Län­der, in denen Über­sinn­li­ches, Hexen­ver­fol­gung und patri­ar­cha­li­sches Regi­ment auch heu­te noch dominieren.

Wie so oft hilft hier WIKIPEDIA die Ver­sach­li­chung durch exak­te Zah­len zu erreichen:
".. Das Chri­sten­tum war laut einer Stu­die des Pew Rese­arch Centers[82] im Jahr 2015 mit rund 2,28 Mil­li­ar­den Anhän­gern die größ­te Welt­re­li­gi­on, gefolgt vom Islam mit rund 1,75 Mil­li­ar­den. Unter den wei­te­ren gro­ßen Welt­re­li­gio­nen hat der Hin­du­is­mus rund 1,01 Mil­li­ar­den, sowie der Bud­dhis­mus rund 0,5 Mil­li­ar­den Anhän­ger, außer­dem sind welt­weit etwa 1,17 Mil­li­ar­den Men­schen konfessionslos.
Welt­weit ver­zeich­net die katho­li­sche Kir­che auf Grund des all­ge­mei­nen Bevöl­ke­rungs­wachs­tums auch einen Zuwachs in der Mit­glie­der­zahl. Sie zähl­te 2009 1,17 Mil­li­ar­den Mit­glie­der, bei einem Zuwachs von 19 Mil­lio­nen Mit­glie­dern bzw. 1,6 % gegen­über dem Vorjahr.[83] Bis 2014 stieg die Mit­glie­der­zahl auf ca. 1,3 Mil­li­ar­den Katho­li­ken weltweit.[84] Die Ende 2010 ins­ge­samt 145 Mit­glieds­kir­chen und Nicht-Mit­glie­der des Luthe­ri­schen Welt­bun­des ver­zeich­ne­ten bei 74,0 Mil­lio­nen Mit­glie­dern einen Zuwachs von 237.450 Per­so­nen bzw. eine Zunah­me um 0,3 Prozent.[85] Anfang 2004 über­stieg die Zahl der Katho­li­ken in der Neu­en Welt, also in Nord-, Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka, die der Alten Welt.[86] .."

Es ist genau das, was sich im Gro­ßen wie in Klei­nen immer wie­der zeigt:
Neh­men Bil­dung und Infor­ma­ti­on zu - was zukünf­tig gegen­über den ersten bei­den Deka­den die­ses Jahr­hun­derts schon abzu­se­hen ist - dann wird sich die­se Ent­wick­lung dort genau so umkeh­ren, wie es auf den Nord­kon­ti­nen­ten in den ent­wickel­te­ren Län­der schon beob­ach­tet wer­den konnte.

Zuletzt noch ein Blick auf einen gänz­lich ande­ren Lebens­be­reich:
Über die Ver­quickung von Reli­gi­on und Wirt­schaft liest man in der FAZ anläss­lich einer Buch­be­spre­chung [FAZ]:

- ".. Par­al­lel dazu ver­wil­der­te der Kult: Die Pro­te­stan­ten ver­lieb­ten sich in den lin­ken Mora­lis­mus, die Katho­li­ken nah­men die Klamp­fe zur Hand und ver­kitsch­ten ihre schö­ne Lit­ur­gie. Der Sozio­lo­ge Bul­li­vant spricht von „hap­py-clap­py liturgy“ .."
und
- ".. Das bedeu­tet nicht, dass Reli­gi­on am Ende ganz aus der Welt ver­schwän­de und durch athe­isti­sche Ratio­na­li­tät ersetzt wür­de. Doch seit der reli­gi­ons­kri­ti­schen Auf­klä­rung haben die Men­schen mehr Optio­nen, wie und woher sie ihrem Leben Sinn geben können .." 
und das Fazit
- ".. Ein dra­ma­ti­scher Rück­gang des christ­li­chen Got­tes- und Erlö­sungs­glau­bens ist schlecht für das Wirtschaftswachstum .." 

'Mehr davon!', kann ich da nur ver­lan­gen, denn wer sehen­den Auges durch die Welt geht soll­te doch mitt­ler­wei­le begrif­fen haben, dass wir weg müs­sen vom Gedan­ken des Wachs­tums - und hin zum Gedan­ken der Res­sour­cen­scho­nung und Recyclingwirtschaft.
Was die ersten bei­den Zita­te angeht so habe ich sie hier nur auf­ge­nom­men, weil sie zei­gen wie man mit weni­gen 'buzz'-words Bezü­ge her­stel­len kann die so gar nicht exi­stie­ren .... „hap­py-clap­py lit­ur­gy“ kommt aus den bap­ti­sti­schen Süd­staa­ten­ge­mein­den der über­wie­gend schwar­zen Gebie­te, die nicht erst seit kur­zem, son­dern schon seit Jahr­zehn­ten mit Gesang und Tanz Got­tes­dien­ste feiern. 


Spe­ku­la­tio­nen über die Zukunft von Reli­gi­on lesen Sie dort → Die­se Reli­gi­on haben die Men­schen heu­te – und die­se 2060! - beden­ken Sie dabei immer, was die Quel­le für die­se Aus­sa­gen ist .... nichts was im Inter­net ver­öf­fent­licht wird geschieht ohne Absicht.

Aus­gangs­quel­le (aus 2017!), die dem Bei­trag auf "evangelisch.de" zugrun­de liegt → The Chan­ging Glo­bal Reli­gious Landscape

 

.... und wenn Sie noch etwas Lusti­ges suchen, das sich anstatt Kirchen/Religion mit der CDU/CSU aus­ein­an­der­setzt und die Band­brei­te der Kor­rup­ti­on auf­deckt, dann gehen Sie dort­hin → https://youtu.be/gNPv8Lk-30c

bookmark_borderVon Woelkis Gnaden ....
Das etwas andere “Wort zum Sonntag”

"Was ihr getan habt dem Gering­sten eurer Brü­der ...." gilt offen­bar nur, wenn es der katho­li­schen Kir­che in den Kram passt. So gab der Herr Bischof von Köln jüngst bekannt, was aus Rom kom­me sei höchst will­kom­me­ner Rat an die Kir­che in Sachen Seg­nung von Ehen, bzw. Nicht-Seg­nung von bestimm­ten Ehen.

Es wird alles mög­li­che in die­sem Land gesegnet:
Rüstungs­werk­zeug, Sol­da­ten, Kanin­chen und jede Men­ge totes Holz .... nur eine gleich­ge­schlecht­li­che Ehe, immer­hin von zwei Men­schen, nicht Sachen, die wird auf kei­nen Fall geseg­net - wo kämen wir denn hin. So weit haben wir uns nicht vom Mit­tel­al­ter entfernt! 

Immer­hin schreibt Zeit online zum Thema:

Zwar ist das Zitat " ..ohne das Enga­ge­ment all der Chri­stin­nen und Chri­sten in den Gemein­den, in Dia­ko­nie und Cari­tas, die sich den Kir­chen trotz aller Kri­sen ver­bun­den füh­len.. " weit an dem vor­bei was Kir­che tat­säch­lich als Orga­ni­sa­ti­on selbst (!) dazu tut, aber die Zeit ist im Grun­de doch 'staats­tra­gend' und nicht, noch nicht, auf­müp­fig. Es klingt aller­dings an, dass da ein Wan­del anste­hen könnte.

Nur um es ein­mal rich­tig zu stellen:
Die Kir­chen arbei­ten mit dem Geld ande­rer Leu­te - mit ihrem und mei­nem Geld - und tun so, als wären sie 'wohl­tä­tig'. Wo sie doch nur in sozia­len Berei­chen arbei­ten las­sen, in denen ihnen der Staat Pri­vi­le­gi­en hin­sicht­lich eige­nem Arbeits­recht gewährt und oben­drein noch einen Hau­fen Geld dazu austeilt.

Die ange­spro­che­nen wohl­tä­ti­gen Men­schen wäre auch ohne Kir­che wohl­tä­tig tätig .... nur will kei­ne Kir­che, dass das im Lan­de dis­ku­tiert wird. Es könn­ten noch mehr Men­schen die immer noch in den Kir­chen sind auf die Idee kom­men, dass man Kir­chen grund­sätz­lich nicht als Zwi­schen­in­sti­tu­tio­nen braucht .... eine Men­ge mehr Geld blie­be für die Wohl­tä­tig­keit übrig.

bookmark_borderWenn zwei das Gleiche tun ....

" .. Wenn zwei das Glei­che tun, so ist das nicht dasselbe .. "
Dar­auf kom­me ich gleich noch zu sprechen.

Bei Kom­mu­ni­ka­ti­on geht es heut­zu­ta­ge oft über­haupt nicht um Aus­tausch und Infor­ma­ti­on son­dern dar­um, sich zu behaup­ten. Wir mögen das bedau­ern, doch es ent­spricht dem Zeitgeist: 

Wo Fak­ten kei­nen Wert mehr haben sind die Argu­men­te wohl­feil. Es obsie­gen Jene, die sich bes­ser dar­stel­len, nicht die Ande­ren, die über­zeu­gen­de Argu­men­te haben. Aber: Selbst wenn Vie­le danach stre­ben so zu sein und sich in Ein­klang mit die­ser Art zu leben befin­den, heisst das noch nicht, dass es zwin­gend rich­tig ist oder gar sein muss.

Die näch­ste Über­le­gung ist dann logischerweise:
Wie Vie­le müs­sen das­sel­be tun, damit es als Norm aner­kannt wird?
Es ist eine Stan­dard­fra­ge - die den gro­ßen Nach­teil hat zwar ein­leuch­tend zu sein aber kei­nes­wegs ziel­füh­rend! Bes­ser müss­te es hei­ßen: Selbst wenn ein Ein­zi­ger einen Stand­punkt ver­tritt kann der die bes­se­re 'Norm' sein als das, was der Rest denkt.

Dies vor­an­ge­stellt möch­te ich spä­ter hier ein Zitat aus einer Debat­te zum Glau­ben wie­der­ge­ben, das ich in ähn­li­cher Form schon öfter benutzt habe:

Wenn ich mich an eine Stra­ßen­ecke stell­te und den Men­schen die dort gehen ver­kün­de­te sie mögen doch mir von nun an fol­gen, mir einen Teil ihrer Ein­künf­te über­las­sen, damit ich wei­ter die Wahr­heit einer höhe­ren Enti­tät ver­kün­den kann und dafür ver­sprä­che ich ihnen ein unge­trüb­tes Leben in para­die­si­scher Umge­bung und das anhal­tend bis in alle Ewig­keit - dann wür­de wohl irgend­wann ein Auto mit star­ken Män­nern vor­fah­ren, die mich mit sanf­ter oder wenig sanf­ter Art in einen Lei­nen­an­zug steck­ten, des­sen Ärmel über Kreuz mit Leder­bän­dern mei­ne Bewe­gungs­frei­heit ein­schrän­ken würden .... 

Soweit will ich es nicht kom­men las­sen, des­we­gen wer­de ich es nicht prak­tisch aus­pro­bie­ren, aber ich füge dann immer an:

Wenn sich Sonn­tags in Tala­re gehüll­te Per­so­nen in soge­nann­ten Got­tes­häu­sern hin­stel­len und Glei­ches erzäh­len, dann wird das Geld für sie sogar vom Staat ein­ge­zo­gen .... und (fast) nie­mand kommt auf die Idee ihre Geschich­ten von einer höhe­ren Macht, die noch nie jemand gese­hen hat oder bewei­sen konn­te, könn­te mög­li­cher­wei­se nur eine net­te Geschich­te sein die dazu dient ande­re für den eige­nen Unter­halt bezah­len zu lassen.

Der fol­gen­de Text ist das wei­ter oben ver­spro­che­ne Zitat des Neu­ro­wis­sen­schaft­lers Dr. Sam Har­ris aus einer Debat­te zwi­schen ihm und dem Evan­ge­li­kal-christ­li­schen Apo­lo­gi­sten Dr. Wil­liam Lane Craig.


" .. If you wake up tomor­row mor­ning thin­king that say­ing a few words in Latin over your pan­ca­kes is going to turn them into the body of Elvis Pres­ley - you have lost your mind.
But if you think more or less the same thing about a cracker and the body of Jesus you're just a Catholic .. "

Übersetzung:
" .. Wenn Sie mor­gen früh auf­wa­chen und den­ken, dass ein paar latei­ni­sche Wör­ter über ihre Pfann­ku­chen gespro­chen die­se in den Kör­per von Elvis Pres­ley ver­wan­deln wer­den - dann haben Sie den Ver­stand verloren.
Aber wenn Sie mehr oder weni­ger das­sel­be über eine Opla­de Obla­te und den Leib Jesu den­ken, sind Sie wahr­schein­lich nur ein Katho­lik .. "
 

 
Wie leicht erkenn­bar wird geht es hier nicht um 'gewin­nen', son­dern um Logik .... die jedem from­men Chri­sten (und natür­lich Gläu­bi­gen ähn­li­cher Reli­gio­nen) ver­deut­li­chen soll und kann (!), dass eine Behaup­tung, die nicht bewie­sen ist, kei­ner­lei Wert besitzt. Außer natür­lich für all jene Men­schen, die die­se Mär­chen erzäh­len und dadurch ihren Lebens­un­ter­halt bestrei­ten .... wenn sie nicht gera­de - wie vie­le katho­li­sche Geist­li­che - unge­straft Sexu­al­de­lik­te an Kin­dern begehen.

bookmark_borderFriede auf Erden
Das etwas andere “Wort zum Sonntag”

Ein neu­es Buch von Klaus Unge­rer mit dem Titel "Gott Go Home!", Unter­ti­tel "Frie­de auf Erden gibt es nur ohne Reli­gi­on" zeigt schon im Titel knapp und in deut­li­chen Wor­ten das größ­te Übel auf die­sem Pla­ne­ten auf.

Selbst­ver­ständ­lich geht es nicht nur um christ­li­che Reli­gio­nen, obwohl deren schäd­li­cher Ein­fluss auf die west­li­chen Län­der, sol­che, die sich laut offi­zi­el­ler Aus­sa­ge auf ein "jüdisch-christ­li­ches Fun­da­ment der Gesell­schaft" beru­fen, den größ­ten Scha­den ange­rich­tet hat. Der soge­nann­te "Geist christ­lich-abend­län­di­scher Kul­tur" wird alter­na­tiv her­an­ge­zo­gen, wohl des­we­gen, weil zu man­chen Epo­chen des Abend­lan­des der jüdi­sche Teil aus 'jüdisch-christ­lich' durch­aus umstrit­ten war, da die Kir­che selbst den Juden­hass ansta­chel­te und nach der Refor­ma­ti­on der hoch­ge­prie­se­ne Herr Luther einer der schlimm­sten Juden­has­ser in Wort und Schrift war. Das hin­dert aller­dings die heu­te füh­ren­den Reli­gi­ons­ver­tre­ter nicht dar­an sich wahl­wei­se des einen oder ande­ren Slo­gans zu bedienen. 

Wer nun denkt der Islam sei doch eine Frie­dens­re­li­gi­on soll­te sich den pod­cast [EPISODE #156] eines Gesprä­ches anhö­ren, das der ame­ri­ka­ni­sche Skep­ti­ker Micha­el Sher­mer kürz­lich mit Aya­an Hir­si Ali, einer erklär­ten Islam­geg­ne­rin zum The­ma "BEUTE: Ein­wan­de­rung, Islam und Ero­si­on der Frau­en­rech­te." führte.
Nicht alle The­sen von Frau Ali sind stim­mig und man­che sach­lich falsch, wie etwa ihre Behaup­tung Euro­pa sei durch die Auf­nah­me jun­ger, männ­li­cher, mus­li­mi­scher Asyl­su­chen­der zu einem Sumpf von all­täg­li­cher Ver­ge­wal­ti­gung ver­kom­men - die offi­zi­el­len Zah­len ¹ spre­chen deut­lich dagegen.

Seit mehr als 1800 Jah­ren gän­gelt (christ­li­che) Reli­gi­on in der Welt - gestärkt durch einen Pakt mit Kon­stan­tin I. im Jah­re 325 n. Chr. in Nicäa ², - zugun­sten des Kle­rus und sei­ner Hilfs­trup­pen aus Poli­ti­kern und son­sti­gen nahe­ste­hen­den Nutz­nie­ßern. Selbst in Ame­ri­ka waren die Spu­ren christ­li­cher Eife­rer ³ gegen ande­re Glau­bens­rich­tun­gen noch bis ins 20. Jahr­hun­dert zu beob­ach­ten und haben unend­li­ches Leid über die india­ni­sche Bevöl­ke­rung gebracht. Es sei betont, dass deren 'Reli­gi­on' sicher nicht bes­ser oder glaub­haf­ter ist als ande­re, aber die Frei­heit der Aus­übung nur bestimm­ten Reli­gio­nen zuzu­wei­sen ist min­de­stens eine gro­be Unge­rech­tig­keit, wahr­schein­li­cher eine ras­si­sti­sche Unterdrückung .

Wohin man schaut, wo immer Kri­sen­her­de auf­bre­chen: Stets ist Reli­gi­on im Spiel. Nach­ran­gig gibt es natür­lich noch ande­re Grün­de, wie etwa Ter­ri­to­ri­um oder - gera­de in der Anti­ke - der Wunsch nach Ver­bin­dung zwi­schen bestimm­ten hoch­ge­stell­ten Per­sön­lich­kei­ten. Tro­ja lässt grüßen!

Was bleibt ist nicht die angeb­li­che Ver­söhn­lich­keit der Kir­chen und ihrer Ver­tre­ter. Jüng­stes Bei­spiel wird die Wei­ge­rung des Köl­ner Bischofs sein, bereits gefer­tig­te Berich­te zur Über­grif­fen von geist­li­chen sind deren jahr­zehn­te­lan­ge Ver­tu­schung zu ver­öf­fent­li­chen. Da wird deut­lich, dass es dar­um geht die Insti­tu­ti­on zu schüt­zen - nicht die Opfer. In Köln wird die Prio­ri­tät der katho­li­schen Kir­che deut­lich: Macht­er­halt. Das schlägt gera­de zurück, die Zahl der Kir­chen­aus­trit­te erreich­te gera­de ein "All­zeit­hoch"!

Da wir ja bald Wah­len haben wer­den ist eines klar zu sagen:
Mehr als 60% der Poli­ti­ker der CDU und fast 80% derer in der CSU sind katho­li­sche Gläubige.
Als sol­che sind sie nach katho­li­scher Glau­bens­leh­re zuerst dem Papst, und danach dem Eid ver­pflich­tet - wol­len wir sol­che Poli­ti­ker wirk­lich haben?


Sie nicht wie­der zu wäh­len sollte
- jeder Frau im Lan­de eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit sein wenn sie auf Selb­stän­dig­keit hin­sicht­lich ihrer repro­duk­ti­ven Rech­te Wert legt, und
- jedem den­ken­den Wäh­ler eine Auf­ga­be sein, um den Ein­fluss von Kir­che im Lan­de zurück zu fah­ren und der Ver­nunft den Weg zu bereiten.

 

Wie die CDU, FDP, AfD gegen säku­la­re Inter­es­sen votieren:
- Kein Geld für "Ungläu­bi­ge"!

Ver­ge­wal­ti­gung
¹ Immer mehr Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch Zuwan­de­rer in Deutsch­land? Die Wahr­heit sieht anders aus

Kon­stan­tin I.
² Kon­stan­tin / Kon­zil von Nicäa
" .. wird das nicä­ni­sche Kon­zil als einer der wesent­li­chen Bezugs­punk­te der Kir­chen­ge­schich­te angesehen .. "

Indianer/Unterdrückung
³ Abbil­dung 1

Abbil­dung 2