bookmark_borderManchmal ....

Manch­mal ist es klug lie­ber klei­ne Schrit­te zu gehen als Din­ge zu über­stür­zen. Gro­ße Schrit­te zu machen ist zwar oft durch 'instant reward' belohnt - doch ist die Freu­de schnell ver­pufft und es bleibt die Not­wen­dig­keit zur gründ­li­chen Sanie­rung bzw. Feh­ler­be­he­bung. Das wird meist teu­rer als aus­ge­dehn­te Abwä­gung und sorg­fäl­ti­ge Prü­fung der Bedin­gun­gen. Also: Lie­ber Zeit las­sen und zwei­mal über wesent­li­che Ent­schei­dun­gen schlafen.

Dem­ge­gen­über wird es in man­chen Fäl­len not­wen­dig rasch zu ent­schei­den und Gele­gen­hei­ten beim Schop­fe zu packen bevor sie unwie­der­bring­bar ver­ge­hen. Wie oft kommt es vor, dass man sich sagt 'Hät­te ich nur ...', zwei­fels­oh­ne mit dem bit­te­ren Gefühl sich selbst im Wege gewe­sen zu sein.

Die ande­ren Hand­lungs­ka­te­go­rien jen­seits des­sen, was bis hier­her beschrie­ben wur­de, sind indes Misch­for­men und kei­ne eigen­stän­di­gen Optionen. 

Wel­che Ent­schei­dun­gen hat­ten Sie zu tref­fen die in die eine oder ande­re Kate­go­rie ein­ge­ord­net wer­den können?
Waren Sie auch spä­ter noch mit ihrer Ent­schei­dung zufrie­den - oder war­um wür­den Sie heu­te anders entscheiden?
Ist es aus ihrer Sicht tat­säch­lich nötig - oder völ­lig unwich­tig - zwi­schen die­sen Extre­men zu unterscheiden?

Wenn Sie jetzt grü­beln wie ich dar­auf kom­me und woher ich die Zeit genom­men habe dar­über zu reflek­tie­ren, und sich - mich im War­te­zim­mer einer Pra­xis - vor­stel­len, so ist das kor­rekt. Mei­ne Über­le­gun­gen zu den Mit-War­ten­den behal­te ich lie­ber für mich. Erspa­re Ihnen gleich­falls die Gesprächs­fet­zen die man unwei­ger­lich (mal stau­nend, mal ent­setzt, häu­fi­ger amü­siert) mithört.

Das (mit hoher Wahr­schein­lich­keit) posi­ti­ve Ergeb­nis ist schnell gezeigt → PSA 2,92 ng/ml [alles klei­ner 4 ng/ml ist OK]. Ein­schrän­kend lässt sich - lapi­dar - sagen: Män­ner über 70 ster­ben gemein­hin mit, nicht an Prostatakrebs 

bookmark_borderVon Arztbesuchen ....

"Wo geht's weiter!?"
So schallt es den Ein­tre­ten­den ent­ge­gen wenn sie das Medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­trum aufsuchen.
"Geburts­da­tum?"
"Waren Sie schon 'mal hier?"
(Über­ga­be Schreib­brett mit zwei A4 Bögen:)
"Aus­fül­len und wie­der her bringen."
"Gehen Sie in den War­te­be­reich - Sie wer­den aufgerufen!"
Warten.
In ver­schie­de­nen Rich­tun­gen umein­an­der wuseln­de Patienten.
Selb­stän­dig gehend, mit Unter­stüt­zung lau­fend, sich am Rol­la­tor fort­be­we­gend, in Roll­stüh­len pas­siv gefahren.
Warten.
Ganz wich­ti­ge Men­schen mit Ste­tho­sko­pen und wei­ßen Kitteln.
Warten.
Wei­te­re wich­ti­ge weib­li­che Men­schen mit engen creme­far­be­nen Pul­lis und noch enge­ren schnee­wei­ßen Hosen und Stethoskopen.
Warten.
Irgend­wer in Ver­ant­wor­tung hat wohl ein Fai­ble für jun­ge Frau­en in knap­per kör­per­nah geschnit­te­ner Bekleidung.
Warten.
Weni­ger wich­ti­ge Per­so­nen die irgend­wel­che Funk­tio­nen haben - die man aller­dings nicht unbe­dingt ein­ord­nen kann.
Warten.
Da waren sogar zwei männ­li­che Per­so­nen dabei.
Warten.
Ich den­ke dar­über nach wie mein Risi­ko mir etwa Covid ein­zu­fan­gen in die­ser Umge­bung mit jeder War­te­mi­nu­te expo­nen­ti­ell steigt.
Warten.
Dann endlich:
"Herr vS?"
"Kom­men Sie bit­te mit ...."

Ana­mne­se, Blut­druck, Blutabnahme.
" .. nach so vie­len Jah­ren Arzt-Absti­nenz wird es Zeit für ein gründ­li­ches Check-up!"

Mmhhh.
Die­se Ein­sicht hat mich ja hin geführt.
Abschreckend ist nur das *DRUMHERUM*.

bookmark_borderDas Ende der Fahnenstange .... in Singapur

" .. The government's decis­i­on to halt publicly fun­ded tre­at­ments means hos­pi­tals will now foot the bill for unvac­ci­na­ted peo­p­le, who make up the bulk of new COVID cases and hos­pi­ta­lizati­ons in the city-state .. "
Über­set­zung:
Die Ent­schei­dung der Regie­rung, öffent­lich finan­zier­te Behand­lun­gen ein­zu­stel­len, bedeu­tet, dass Kran­ken­häu­ser jetzt unge­impf­ten Men­schen, die den Groß­teil der neu­en COVID-Fäl­le und Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te im Stadt­staat aus­ma­chen, die Behand­lung in Rech­nung stellen. 

[Quel­le]

Bravo!
Wenn an Ein­sicht appel­liert wur­de und kei­ne Reso­nanz erfolg­te ist es an der Zeit 'nach­zu­hel­fen' und die Ver­wei­ge­rer da zu tref­fen wo es weh tut - am Geld­beu­tel. Es kann nicht sein, dass soli­da­ri­sches Ver­hal­ten ver­wei­gert wird - des­sen unge­ach­tet ande­rer­seits von der Soli­dar­ge­mein­schaft Lei­stung ver­langt wird. Zwei­fels­oh­ne eine har­sche Ent­schei­dung, doch genau dar­in zeigt sich eine begrü­ßens­wer­te Tat­kraft der Regie­rung, die ja frag­los eben­so in ande­ren sozia­len Nor­men handelt.
Wer schon ein­mal mit Kau­gum­mi an den Schu­hen zu kämp­fen hat­te wird sich gewünscht haben, man wäre hier­zu­lan­de so kon­se­quent gewe­sen wie in Sin­ga­pur, und hät­te die Unsit­te des Kau­gum­mi­kau­ens durch Ver­bot des Ver­kaufs die­ses Pro­duk­tes gestoppt. 

bookmark_borderNeue Selbstmordvariante: Impfverweigerung;
Oder: Natürliche Auslese,
Eine falsche Entscheidung bedeutet (schlimmstenfalls) TOD

ZITAT:
".. Das RKI mel­de­te heu­te 14.251 Neu­in­fek­tio­nen – 18 Pro­zent mehr als vor einer Woche. Die Sie­ben-Tage-Inzi­denz stieg auf 80,2 Fäl­le pro 100.000 Ein­woh­ner. Auch die Hos­pi­ta­li­sie­run­gen neh­men zu, am stärk­sten bei den 35- bis 59-Jäh­ri­gen. Bei Kin­dern und Jugend­li­chen gibt es eben­falls einen Anstieg, aber noch auf nied­ri­gem Niveau. Die Zahl der Inten­siv­pa­ti­en­ten ver­dop­pel­te sich in zwei Wochen auf über 1.200.
Über 90 Pro­zent der auf den Inten­siv­sta­tio­nen hos­pi­ta­li­sier­ten Covid-19-Pati­en­ten sind unge­impft. Seit 1. Febru­ar regi­strier­te das RKI 24.098 Impf­durch­brü­che, also sym­pto­ma­ti­sche Infek­tio­nen bei Geimpf­ten. Erst­mals leg­ten die Exper­ten Zah­len zum aktu­el­len Impf­schutz in den ver­gan­ge­nen vier Wochen vor: Danach beträgt der Schutz vor Hos­pi­ta­li­sie­rung und Tod bei den über 60-Jäh­ri­gen 94 bzw. 91 Pro­zent und bei den unter 60-Jäh­ri­gen 95 bzw. 100 Prozent .."

[Quel­le der Zita­te; Her­vor­he­bun­gen von mir.]

Bei den Zah­len, die sich mitt­ler­wei­le auf­bau­en - und der bekann­ten expo­nen­ti­el­len Kur­ve annä­hern - ist es kein klu­ges Ver­hal­ten eine Imp­fung zu verweigern. 

Bio­lo­gisch betrachtet:
Die­se Men­schen sind nicht an die bedroh­li­che Lage ange­passt und sind daher vom Tode bedroht. Das bedeu­tet, dass sie sich selbst aus­rot­ten und ihre Gene aus dem Gen­pool (= Gene aller Men­schen die leben) ver­schwin­den. Über­le­ben zu kön­nen hat vie­le Facet­ten, es gehört dazu nicht nur kör­per­li­che Kraft, so wie frü­her bei den Ur-Men­schen. Genau­so wich­tig ist ein wacher, abwä­gen­der Ver­stand, der Gefah­ren erkennt, sie risch­tig ein­schätzt und Stra­te­gien zur Ver­mei­dung entwickelt:


Sich imp­fen zu las­sen ist die bes­se­re Überlebensstrategie

 

Selek­ti­on, "Frue*er"™ → "Natür­li­che Auslese"
{Kurz­fas­sung: Indi­vi­du­en (bei­spiels­wei­se Per­so­nen, die sich nicht imp­fen las­sen) tref­fen eine Ent­schei­dung, die es wahr­schein­li­cher macht dass sie ster­ben - und ihre Gene nicht wei­ter­ge­ben kön­nen. Übrig blei­ben die, deren Ent­schei­dung ihr Über­le­ben gesi­chert hat, und die sich des­we­gen noch fort­pflan­zen können; }

".. (Die) Wir­kung besteht dar­in, dass die Häu­fig­keit von weni­ger taug­li­chen Indi­vi­du­en einer Grup­pe von Lebe­we­sen ver­rin­gert wird. Das bedeu­tet, dass die­je­ni­gen Indi­vi­du­en, deren Gene eine gün­sti­ge Anpas­sung an die bestehen­de Umwelt bewir­ken, über­le­ben und sich fort­pflan­zen kön­nen, wäh­rend ande­re Indi­vi­du­en zugrun­de gehen. Hier­durch wirkt die Selek­ti­on als rich­tungs­ge­ben­der Evo­lu­ti­ons­fak­tor und ver­schiebt so die Häu­fig­kei­ten bestimm­ter Gene in einer Popu­la­ti­on, indem sie die Nach­kom­men­schaft des selek­ti­ons­be­gün­stig­ten Geno­typs gegen­über ande­ren erhöht .." 
[Quel­le]

bookmark_borderZu Nebenwirkungen fragen Sie ....

Die Imp­fung gegen Coro­na ist durch. Die Orga­ni­sa­ti­on im Impf­zen­trum war zwar schlep­pend, aber immer schön der Rei­he nach. Die mei­sten Impf­kan­di­da­ten saßen mit ver­knif­fe­ner Mie­ne und stumm ihr 'Schick­sal' erwar­tend her­um. Man­che erzähl­ten dem Impf­arzt (Stoff­trenn­wän­de zwi­schen den impro­vi­sier­ten 'Sprech­zim­mern') ihre vol­le Lebens­ge­schich­te und wie auch Tan­te Frie­da ein­mal anno Tobak geimpft wur­de und es gar nicht gut ver­tra­gen hat .... schlep­pend wur­de es haupt­säch­lich durch die­se Men­schen mit Mit­tei­lungs­be­dürf­nis und Redefluss.

Wie man weiß, ist das eine Art wie Anspan­nung und Ner­vo­si­tät, die Angst vor dem 'Unbe­kann­ten', was erwar­tet wird, zu kom­pen­sie­ren. "Pfei­fen im Wald", sagt der Volksmund.

Ein­mal beim Arzt ging es dann schnell:
Hat­ten Sie schon ein­mal all­er­gi­sche Reak­tio­nen bei einer Impfung?
Nein!
Neh­men Sie Medikamente?
Nein!
Nicht Eines?
Nein!
Haben Sie noch Fragen?
Nein!
Dann lese ich mir jetzt ihre Unter­la­gen durch .... 

OK, das war's schon ...!
So ganz neben­bei hat­te die Mit­ar­bei­te­rin die Sprit­ze ange­setzt und geimpft.
Ich habe es nicht ein­mal gespürt!

Am ersten Abend und näch­sten Mor­gen bis spä­ter in den Tag ein unbe­stimm­tes wol­kig-schwam­mi­ges Gefühl über den gesam­ten Kör­per ver­teilt, leicht erhöh­te Tem­pe­ra­tur, Durst, wech­seln­des Druck­emp­fin­den im geimpf­ten Arm, ins­ge­samt schwach ausgeprägt.

Der Impf­stoff kam von Astra-Zene­ca, das beka­men die Pati­en­ten mit grü­nen Arm­bänd­chen. Es gab noch gelb und blau.
"..Näch­stes Mal geht es flot­ter..", wur­de ver­spro­chen, und "..noch weni­ger Nebenwirkungen.."

Wenn das kein fröh­li­cher Aus­blick in die Zukunft ist.

 

 

bookmark_borderStatt: Sammelsurium XXXIV
nur ganz kurz eine Mitteilung ....

Eine Mit­tei­lung wie die­se ist ver­gleich­bar mit dem Errei­chen einer ein­sa­men Insel mit­ten in der Wei­te des Mee­res - sie bedeu­tet momen­ta­ne Sicher­heit ohne zugleich eine Per­spek­ti­ve für die Zukunft darzustellen.

bookmark_border"Entgiften" und so ....

Wenn es auch immer und immer wie­der in zahl­lo­sen Arti­keln und in der Wer­bung behaup­tet wird:
 
Es gibt kei­ne medi­zi­ni­schen Stu­di­en, die Bewei­se oder Vor­tei­le für eine „Ent­gif­tung“ erbracht hät­ten. Per­so­nen, die "ent­gif­ten" möch­ten, haben oft kei­ne Vor­stel­lung oder nur eine schwam­mi­ge Ahnung, von wel­chen "Toxi­nen" "Schlacken" und "Abfall­stof­fen" sie über­haupt spre­chen.
 

Fast jeder Mensch glaubt, dass das moder­ne Leben uns mit viel Schlech­tem kon­ta­mi­niert - wir sind doch, so lau­tet die The­se, anders als frü­her von viel mehr Sub­stan­zen umge­ben, über deren Wir­kung auf den Kör­per wir nichts (oder fast nichts) wis­sen. Da muss doch irgend­et­was zurück­blei­ben und uns krank machen!
 

Stof­fe also, die wir los­wer­den soll­ten. Ritu­el­le Waschun­gen, Rauch zur Rei­ni­gung, Auf­brin­gung von Pflan­zen­säf­ten und Pflan­zen­tei­len auf den Kör­per soll­ten nach Ansicht der ver­gan­ge­nen Gene­ra­tio­nen vor vie­len Tau­send Jah­ren für Rei­ni­gung sor­gen. Zahl­rei­che Reli­gio­nen haben Fasten­pe­ri­oden in das Jahr 'gestreut', in denen die Nah­rungs­auf­nah­me redu­ziert wird und das soll den Kör­per 'rei­ni­gen'. Hei­li­ge Zere­mo­nien mit aller­lei Fir­le­fanz wer­den ver­an­stal­tet, Es wer­den Duft­stof­fe ver­brannt .... all das ist Mystik, kei­ne Wis­sen­schaft.
 

Unser Kör­per kommt mit sei­nen Orga­nen, Haut, Leber, Nie­ren, Magen, Darm, und den vie­len Drü­sen­pro­duk­ten, sowie einer Fül­le von mit­ein­an­der ver­zahn­ten Stoff­wech­sel­pro­zes­sen, ohne frem­de Hil­fe sehr effi­zi­ent mit Fremd­stof­fen zurecht, die uns gefähr­lich wer­den könn­ten.
 

Stel­len Sie sich ein­fach ein­mal vor, wie vor ein paar Hun­dert Gene­ra­tio­nen das Leben aus­sah - so ganz ohne irgend­wel­che "Ent­schlackun­gen" oder "Ent­gif­tun­gen". Die Men­schen haben lustig und in Freu­den gelebt - und erst wenn Scha­ma­nen und Wei­se Frau­en ihr 'Werk' began­nen, dann wur­de die Har­mo­nie gestört und die Sor­ge um die Gesund­heit begann ....
 

Wir soll­ten heu­te doch so weit sein, dass wir Ver­nunft wal­ten las­sen und uns stets vor Augen hal­ten: Wo viel gere­det und behaup­tet wird, ohne dass Bewei­se vor­ge­legt wer­den kön­nen, da ist meist nur der­je­ni­ge im Vor­teil, der eine Lösung anpreist - und wir wis­sen dank moder­ner For­schung sehr gut, dass es kein Pro­blem gibt, das gelöst wer­den müss­te.
 

 

Sie­he hier­zu auch
"Stoff­wech­sel­schlacken"
"Detox" ist die neue "Ent­schlackung"
Die Detox-Lüge

 

bookmark_borderVergleichsweise .... (III)

["click!" ver­grö­ßert]

Das Zitat stammt - wie im Bild ange­ge­ben - aus der Zeit kurz vor der vor­letz­ten Jahr­hun­dert­wen­de 1889. Wenn man den Text liest, hat man den Ein­druck es könn­te auch gestern oder vor­ge­stern gewe­sen sein, als er nie­der­ge­legt wur­de. War­um erst Men­schen zu Aus­ge­sto­ße­nen wer­den las­sen, wenn eine über­leg­te Vor­sor­ge dies ver­hin­dern könnte?

Ver­gleichs­wei­se wenig hat sich an der sozia­len Situa­ti­on der Men­schen geän­dert, die von ihrer Hän­de Arbeit leben. Im Gegen­teil, sie sind durch die fort­schrei­ten­de Tech­no­lo­gie gefähr­de­ter denn je. Das soll jetzt kein Ela­bo­rat gegen die Tech­nik wer­den, viel­mehr ein Hin­weis dar­auf, dass die sozia­le Stu­fung erhal­ten bleibt, egal wie sich die Gesell­schaft wei­ter ent­wickelt hat. Vor­aus­schau­end zu han­deln ist wohl nicht die zen­tra­le Arbeit der Poli­tik - damals wie heu­te sorgt man sich um die Legis­la­tur­pe­ri­ode und den Erhalt der eige­nen Mehr­hei­ten, des eige­nen Mandates.

Dabei ist es so leicht, sich die Fol­gen vor­zu­stel­len wenn man ana­log denkt:
Eine Krank­heit im Früh­sta­di­um zu erken­nen und eine vor­sorg­li­che Behand­lung ein­zu­lei­ten ist (min­de­stens) um das Zehn­fa­che preis­wer­ter als dann den mani­fe­sten Scha­den wie­der in den Griff zu bekommen.
[Selbst da aller­dings ist es immer noch nicht bei allen Kran­ken­kas­sen Übung, für Vor­beu­gung Mit­tel zur Ver­fü­gung zu stel­len - statt­des­sen bezahlt man lie­ber Quack­sal­be­rei mit soge­nann­ten 'alter­na­ti­ven Heil­me­tho­den']

Eine Chan­ce sol­che Unzu­läng­lich­kei­ten in sozia­len und gesund­heit­li­chen Ange­le­gen­hei­ten bes­ser anzu­ge­hen sehe ich in der KI:
Da wer­den die Model­le auf­zei­gen, dass früh­zei­ti­ge Inter­ven­ti­on spä­te­re Kosten reduziert.

Wir wol­len nur hof­fen, dass die KI nicht zu dem Ergeb­nis kommt die preis­wer­te­ste Vari­an­te sei auf 'Homo sapi­ens' gleich ganz zu verzichten.

bookmark_borderEine Replik auf ....

.... eine Liste von Unzu­läng­lich­kei­ten die Frau Zucker­wat­te­wol­ken­mond auf­ge­schrie­ben hat. Das schrei­be ich hier, weil ich es dort nicht schaf­fe einen Kom­men­tar zu hin­ter­las­sen. Weder mit mei­nem Goog­le-log­in, noch mit Name & URL noch anonym, weil ich die­se letz­te Vari­an­te ver­ab­scheue - etwas *anonym* zu kom­men­tie­ren hal­te ich für Feigheit.

* edit*
Mitt­ler­wei­le stellt sich her­aus, dass es doch dort einen Kom­men­tar gab - was nicht sofort ersicht­lich war, da das Blog­pro­gramm kei­ne Rück­mel­dung gab. 

* 2. edit*
Lei­der wur­de ein wei­te­rer Kom­men­tar den ich dort geschrie­ben hat­te dann doch vom *klei­nen lila Kom­men­tar­fres­ser* verschlungen .... 

So, nach die­ser Vor­re­de nun ein Text­aus­zug, in dem Arti­kel heißt es: 

Man könn­te sich auch mal fra­gen, war­um gegen fol­gen­de Miss­stän­de und Gefähr­dun­gen nichts unter­nom­men wird, wenn unse­re Gesund­heit angeb­lich doch so wich­tig sein soll:

>>Jähr­lich unge­fähr 200.000 Fäl­le schwe­rer Medi­ka­men­ten­ne­ben­wir­kun­gen, 58.000 Men­schen ster­ben durch die­se Nebenwirkungen 

>>20.000 Todes­fäl­le durch resi­sten­te Kran­ken­haus­kei­me bei jähr­lich ca. 600.000 Krankenhausinfektionen 

>>80.000 vor­zei­ti­ge Todes­fäl­le wegen Luft­ver­schmut­zung in Deutschland 

>>Jähr­lich 18.800 Tote durch ärzt­li­che Behandlungsfehler

Mei­ne Antworten:
Müss­te hier nicht die Gesamt­zahl aller mit Medi­ka­men­ten behan­del­ten Pati­en­ten gegen gehal­ten wer­den? Wie vie­le Men­schen ster­ben nicht, genau weil sie Medi­ka­men­te bekom­men haben die ihre Sym­pto­me oder gar die Ursa­chen begrenzt haben? Sich hier ein­sei­tig auf die nega­ti­ven Fol­gen der Medi­ka­men­ten­ga­be zu bezie­hen heißt doch sich nicht neu­tral dem The­ma zu nähern, son­dern ledig­lich sein Vor­ur­teil bestä­tigt sehen zu wol­len. Die Gegen­fra­ge lau­tet also: Wie vie­le Men­schen wür­den ins­ge­samt ster­ben wenn es kei­ne Medi­ka­ti­on gäbe? 

Ähn­lich ver­hält es sich mit den Kran­ken­haus­kei­men - da lie­gen die Ursa­chen doch teil­wei­se gar nicht in den Kran­ken­häu­sern, son­dern sie sind die Fol­ge von miss­bräuch­li­chem Anti­bio­ti­ka­ein­satz in der Tier­zucht, die wie­der­um eine Fol­ge der Nach­fra­ge nach bil­li­gem Fleisch ist .... das die Kran­ken­häu­ser alle Anstren­gun­gen ver­stär­ken müs­sen ist klar - aber das kapi­ta­li­sti­sche System ver­langt nun mal nach *pro­fit* auch dort - des­we­gen ist es ange­bracht dar­über nach­zu­den­ken ob nicht Gesund­heits­ein­rich­tun­gen gene­rell kei­ne *for pro­fit* Ein­rich­tun­gen sein dürften.

Je nach Wohn­ort und Wet­ter­la­ge wer­den sol­che pau­scha­len Aus­sa­gen bestimmt nicht rich­tig sein. Die Schwer­punk­te zu erken­nen und Abhil­fe zu schaf­fen ist seit Jah­ren eine immer wie­der ver­bes­ser­te öffent­li­che Auf­ga­be. Wer soll aber bestim­men, wel­che Luft­ver­schmut­zer zuerst 'abge­schal­tet' wer­den? Für jeden Bereich ste­hen sofort die Lob­by­isten bei den Par­la­men­ten Schlan­ge und die Demon­stran­ten auf der Stra­ße um Druck zu machen - immer nach dem Mot­to "Ach du hei­li­ger Flo­ri­an, ver­schon' mein Haus zünd' and're an!"

Wie vie­le Tote gäbe es, wenn es kei­ne ärzt­li­che Behand­lung gäbe? Leben ist von Geburt an mit dem Tode bedroht, wenn uns das auch durch die Errun­gen­schaf­ten (?) der Zivi­li­sa­ti­on manch­mal nicht mehr so deut­lich bewußt wird. Der Zusam­men­hang besteht: Wo gehan­delt wird wer­den Feh­ler gemacht.
Es ist unehr­lich auch hier nur den Man­gel zu bekla­gen, ohne die lebens­er­hal­ten­den Ergeb­nis­se ärzt­li­cher Behand­lung dage­gen zu stel­len: Unter dem Strich ist die Bilanz die­ser Tätig­keit positiv.

Ein wei­te­rer Gedan­ke wird dann in den Kom­men­ta­ren auf­ge­nom­men und bespro­chen. Dazu fol­gen­de Anmer­kung, Frau Zucker schreibt:

".. Ich selbst habe übri­gens mit Lys­inⓐ, äthe­ri­schem Thy­mi­an­ölⓑ, Zit­ron­nen­me­lis­seⓒ und Holun­derⓓ gute Erfah­run­gen gemacht .."

- das ist nicht zu bezwei­feln, da sie es ja selbst erlebt hat und posi­tiv bewertet.

Den­noch bleibt es eine Ein­zel­be­ob­ach­tung, deren Aus­sa­ge­kraft nich­tig ist, denn erst wenn man Dop­pel­blind­ver­su­che mit die­sen Mit­teln durch­ge­führt hat kön­nen sta­ti­stisch halt­ba­re Ergeb­nis­se erwar­tet wer­den. Das Pro­blem ist nicht, dass Sie (*anm.: die Frau Zucker) es so bewer­ten, das Pro­blem ist, dass Sie es ver­all­ge­mei­nern und anneh­men, es wer­de bei allen ande­ren Men­schen eine min­de­stens ähn­li­che Wir­kung haben wie sie sie bei sich beob­ach­tet haben. 

Wis­sen­schaft hin­ge­gen sucht nach dem Beweis, nicht nach einer Überzeugung. 

Wenn also eine Unter­su­chung zu die­ser Sache statt­fän­de könn­te das Ergeb­nis auch sein, dass es kei­ne Wir­kung gibt, son­dern es eine fal­sche Kau­sa­li­tät war:
Pati­en­ten wären auch ohne die ein­ge­nom­me­nen Mit­tel wie­der gesund / weni­ger beein­träch­tigt gewe­sen und hät­ten die­se Tat­sa­che der beob­ach­te­ten Gesun­dung fälsch­lich den Sub­stan­zen zuge­ord­net. Die Wahr­schein­lich­keit dafür ist groß, denn das Immun­sy­stem reagiert immer ver­zö­gert um eini­ge Tage - und oft wer­den Mit­tel genom­men wenn schon die kör­per­ei­ge­ne Abwehr voll hoch­ge­fah­ren ist, also die Noxe (die Krank­heits­ur­sa­che) auf brei­ter Front schon bekämpft - nur kann man das ja nicht sehen, weil es noch unbe­merkt funk­tio­niert. Dann nimmt man etwas ein und rech­net die Bes­se­rung die­ser Ein­nah­me zu (sie­he dazu unten "anek­do­ti­sche Evi­denz" - was hoch wis­sen­schaft­lich klingt ist in Wahr­heit eine 'Ein­zel­erfah­rung' ohne wis­sen­schaft­li­chen Wert oder Beweiskraft).

Noch kurz zu die­sen Substanzen

ⓐ Lys­in Der Nut­zen ist zwei­fel­haft - der Scha­den even­tu­ell enorm: Nie­ren­funk­ti­ons­stö­run­gen, Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen, Blutzuckerschwankungen

ⓑ Äthe­ri­sches Thy­mi­an­öl - schon der Begriff ist falsch, weil Tymi­an­öl immer ein äthe­ri­sches Öl ist. Nur wer­den in der soge­nann­ten Natur­heil­kun­de gern sol­che Über­trei­bun­gen und Dop­pe­lun­gen gewählt um die Sub­stan­zen bedeu­tungs­vol­ler und wir­kungs­vol­ler erschei­nen zu lassen.
Neh­men wir nur einen Satz her­aus, um das Pro­blem zu beleuchten:
"Das Thy­mi­an­öl ver­leiht uns Kraft und Mut, es stärkt unser Selbst­be­wusst­sein." - das sind angeb­li­che Wir­kun­gen auf die Psy­che, die in kei­ner Unter­su­chung nach­weis­bar sind, es sind ledig­lich Phra­sen, die den Ver­kauf för­dern sollen.

Zitro­nen­me­lis­se - das ist ein Bestand­teil der bereits seit Jahr­zehn­ten wider­leg­ten "Basen­the­ra­pie", was aller­dings nicht bedeu­tet, dass das Kapi­tel abge­schlos­sen ist - es gibt genug Gut­gläu­bi­ge, die nichts von Che­mie ver­ste­hen und daher den Dro­gi­sten und Heil­prak­ti­kern auf den Leim gehen und die Basen­lü­ge trotz­dem glauben

Holun­der - dazu lesen wir:
"Holun­der ist ein uralter, mysti­scher Haus­strauch, wel­cher schon immer die Nähe zu Men­schen such­te." Über­le­gen Sie mal, wer hier wen *sucht* - das ist Schwur­bel­schwatz vom Fein­sten! Holun­der wächst sehr anspruchs­los fast über­all - wenn man ihn wach­sen läßt, was heu­te immer weni­ger vor­kommt, weil die Früch­te häß­li­che dukle­blau-schwätz­li­che Flecken verursachen.
Die Natur­heil­kund­ler sehen aller­dings ganz ande­re Eigen­schaf­ten. Wenn man dar­an glaubt.

Das alles zusam­men­ge­braut soll also irgend­wie hel­fen - ich ken­ne kei­ne Stu­di­en, die das bewei­sen. Es ist wie stets in die­sem Bereich "anek­do­ti­sche Evi­denz", was nichts ande­res heißt als "Wer dar­an glaubt dem hilft es!"#

PS
Auf das Grund­the­ma des Arti­kels gehe ich nicht ein, denn um die Wir­kung von DNA/RNA zu ver­ste­hen braucht es ein umfang­rei­ches Stu­di­um und wer das nicht hat­te kann nicht ver­tieft dazu dis­ku­tie­ren & argu­men­tie­ren - und so kommt es dann, dass eine Stel­lung­nah­me zu den 'neu­en Impf­stof­fen' zu einem Kon­glo­me­rat von Mei­nung und Falsch­aus­sa­gen / Falschein­schät­zun­gen aus Unwis­sen­heit gerät.

bookmark_borderWir sollten nicht zu laut über den US Präsidenten lachen ....


Der Herr Trump behaup­tet der­zeit wie­der ohne Unter­bre­chung, die USA sei­en die Nati­on mit den mei­sten Tests - was er nicht ver­steht ist, dass es nicht um die abso­lu­te Zahl geht, son­dern um die Zahl *per capi­ta*, bzw mit Bezug auf eine feste Grö­ßen­ord­nung, bei­spiels­wei­se *pro 100.000 Ein­woh­ner* - weil nur so die Zah­len ver­gleich­bar werden.

Wir soll­ten nicht zu laut über den US Prä­si­den­ten Pau­sen­clown lachen, denn bei uns gibt es Poli­ti­ker, die sind genau­so *bera­tungs­re­si­stent*, *igno­rant* und trotz­dem über­zeugt die Besten zu sein.

Ein her­aus­ra­gen­des Bei­spiel ist der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te der CDU Voss, ja, der, dem wir das Lei­stungs­schutz­recht mit Ver­gü­tung an Ver­la­ge zu ver­dan­ken haben. Jetzt ist er wie­der auf Kriegs­pfad um neue Opfer zu generieren:

Wer nicht die CORO­NA-App nutzt soll irgend­wel­che 'Nach­tei­le' davon haben - fest­ge­legt wer­den die so nach und nach, da ist sich der Herr Voss noch nicht so sicher WAS es denn sein soll. Haupt­sa­che Zwang, Haupt­sa­che Daten schau­feln, Haupt­sa­che er behält die Ober­hand und was zuvor ver­spro­chen wur­de (Anony­mi­tät!) passt natür­lich über­haupt nicht zu sei­ner Vor­stel­lung von "Frei­wil­lig­keit".


Was Herr Voss schein­bar nicht weiß, was ich ihm aber hier gern ein­mal sage ist:
Es gibt eine wach­sen­de Zahl von Mobil­te­le­fon­be­nut­zern denen die Apple- und Goog­le-Spio­na­ge via Soft­ware in den jewei­li­gen Tele­fo­nen stinkt, und zwar gewal­tig! Die des­we­gen zu frei­er Soft­ware umge­stellt haben. Das bedeu­tet, sie sind schon tech­nisch nicht in der Lage, sich bei App­Sto­re oder Goo­gle­Play irgend­ei­ne App aufs Tele­fon zu laden!
 

 

Noch­mal ganz ein­fach, damit es der Herr Voss versteht:
Ver­su­chen Sie mal, Herr Voss,
einem nack­ten Mann
in die Tasche zu greifen!

Zum The­ma pas­sen­de Artikel:

- Wann ich anfan­ge Sinn, Berech­ti­gung, und Nut­zen zu über­den­ken .... (26.07.2018)
- Alles "smart" - und was haben wir davon ...? (29.11.2013; *update* 08-04-2015)

bookmark_borderDer 11. März 2020

Der 11. März 2020 wird in die Geschich­te als der Tag ein­ge­hen, an dem es dem US Prä­si­den­ten gelang, gleich­zei­tig Ange­bot und Nach­fra­ge der Welt­wirt­schaft zugrun­de zu richten. 

Nun rächt es sich, das man die­sen völ­lig unfä­hi­gen, selbst­ver­lieb­ten, seit frü­he­ster Kind­heit ver­zo­ge­nen und daher völ­lig unge­ra­te­nen Men­schen auf inter­na­tio­na­ler Büh­ne nicht etwa geschnit­ten, son­dern sogar noch hofiert hat.

Der Mann ist mit dem EU-Ein­rei­se­ver­bot nun end­gül­tig zu weit gegangen:
»» Die Euro­päi­sche Uni­on miss­bil­ligt die Tat­sa­che, dass die US-Ent­schei­dung eines Ein­rei­se­stopps ein­sei­tig und ohne Rück­spra­che getrof­fen wur­de. Die Euro­päi­sche Uni­on han­delt ent­schlos­sen, um die Aus­brei­tung des Virus zu begren­zen. Das Coro­na­vi­rus sei eine glo­ba­le Kri­se und nicht auf einen Kon­ti­nent begrenzt, es brau­che eine Zusam­men­ar­beit statt ein­sei­ti­ger Aktio­nen «« [Quel­le]

Gleich­zei­tig spielt es ihm eine Mög­lich­keit in die Hän­de mit dem Coro­na-Virus-Hebel sei­ne kru­de Sicht der Wirt­schaft, die schon im Janu­ar und Febru­ar deut­lich wur­de, in die Tat umzu­set­zen und gleich­zei­tig sei­nen 'Bud­dy' in GB zu stär­ken - denn Eng­land und Irland sind ausgenommen.

Wie üblich war sei­ne Aus­sa­ge erst "Hüh!" und dann "Hott!" [Abbil­dung] - wischi-waschi, weil er spon­tan Din­ge los lässt. Ohne die Wei­te­run­gen jemals ganz zu begrei­fen. Sei­ne Hel­fer­lein müs­sen dann Scha­dens­be­gren­zung lei­sten - und trotz­dem bleibt, wie jetzt, tage­lang offen und unsi­cher WAS denn nun pas­sie­ren soll.

War die Pest einst eine Gei­ßel für die Mensch­heit so ist es nun der Herr Trump.

Sie­he hier­zu → 0,003% .... - der Pro­zent­satz dürf­te die aktu­el­le Situa­ti­on genau so umschreiben.

bookmark_borderVon ver-komplizierten Gedanken ....
oder: Wie schaffe ich mir ein Alleinstellungsmerkmal

" .. Wenn man von einer salu­to­ge­ne­ti­schen Sicht­wei­se¹ und so von einer gesun­den Ent­wick­lung aus­geht, erscheint die Ent­ste­hung einer Erkran­kung in einem ande­ren Licht als wenn man von vorn­her­ein aus­schließ­lich von einer Ver­mei­dung und Bekämp­fung aus­geht. Z. B. wird dann auch nach der Bedeu­tung einer Erkran­kung im aktu­ell indi­vi­du­el­len Lebens­kon­text² gefragt und nach den eige­nen Akti­vi­tä­ten sowie den äuße­ren Bedin­gun­gen, die eine gesun­de Ent­wick­lung ermög­li­chen. So wird eine patho­ge­ne­ti­sche Leh­re erst rich­tig sinn­voll auf dem Hin­ter­grund der Salu­to­ge­ne­se³ .. "
[Quel­le]

Neh­men wir an, Sie haben eine Aus­bil­dung im Gesund­heits­we­sen (im brei­te­ren Sin­ne) absol­viert und suchen nach einer Rich­tung inner­halb des Berufs­fel­des, in die Sie gehen kön­nen. In dem die Kon­kur­renz noch nicht über­wäl­ti­gend ist. Wo Sie noch Chan­cen haben etwas zu erfor­schen, das es bis­her noch nicht gab. Wo Sie also aus der Mas­se der ähn­lich Täti­gen her­aus­ra­gen kön­nen. Ein Ergeb­nis haben, das ihnen das Podest zur Erhe­bung sichert und zugleich nur soviel Raum läßt, dass auf der Platt­form nie­mand sonst Platz hat.
Wiki­pe­dia sagt dazu " .. Gera­de am Anfang sei­ner For­schung stand Anto­nov­sky in der aka­de­mi­schen Welt mit sei­nem Ansatz ziem­lich allei­ne da .. " [Das ist immer noch so, nur um Zwei­feln ent­ge­gen zu treten.]

Das ist mach­bar, auch heu­te noch, wo doch schon so vie­le Wege gegan­gen, ja aus­ge­tre­ten sind und das Unbe­kann­te immer weni­ger wird. Die Idee zählt. Eine Idee, wie man so etwas aus Bestehen­dem durch alter­na­ti­ve Anord­nung der gedank­li­chen Rei­hen­fol­ge schafft. 

Der Herr Dr. Aaron Anto­nov­sky [Doc­tor of Phi­lo­so­phy] ist jemand, der etwas neu gedacht hat:

Wie ent­wickelt sich die Gesund­heit von Menschen?
Dies ist das Geheim­nis, das die
salu­to­ge­ne­ti­sche Ori­en­tie­rung zu ent­rät­seln versucht.“

Das Neue dar­an war, dass der Nor­mal­zu­stand, näm­lich "Gesund sein" dem Nicht-Nor­mal­zu­stand, näm­lich "krank sein" gegen­über­ge­stellt und par­al­lel unter­sucht wur­de. Die Fra­ge­stel­lung war also in etwa so:
Wenn etwas "krank" macht - was macht dann "gesund"?
Was bis dahin als aner­kann­te The­se galt - und immer noch gilt - ist hingegen:
Gesund­heit 'ent­wickelt' sich nicht. Sie 'ist' - oder wenn nicht ist das Indi­vi­du­um 'krank'.

Erken­nen Sie, wohin das führt?
Es wird eine Lösung für etwas gesucht - und natür­lich gefun­den - das bis dahin noch nie ein Pro­blem war, weil natur­wis­sen­schaft­lich das Ergeb­nis schon lan­ge vor Dr. Anto­nov­skys 'For­schungs­er­geb­nis­sen' feststand: 

Alle lebens­not­wen­di­gen Res­sour­cen müs­sen in aus­rei­chen­der Men­ge zur Ver­fü­gung sein und die Umwelt­be­din­gun­gen müs­sen den Not­wen­dig­kei­ten die­ser Spe­zi­es entsprechen.

Was der Herr Dr. Anto­nov­sky gemacht hat ist, ein Modell zu ent­wickeln das so aussieht:

(Bild­quel­le; Sie­he Fußnote) 

Getrau­en Sie sich, gegen ein sol­ches Modell zu argu­men­tie­ren? Gegen einen abso­lut gefass­ten Satz wie " .. So wird eine patho­ge­ne­ti­sche Leh­re erst rich­tig sinn­voll auf dem Hin­ter­grund der Salu­to­ge­ne­se .. ". Wahr­schein­lich nicht. So wie vie­le ande­re Men­schen die es sehen auch. Man geht davon aus, dass das eine wis­sen­schaft­li­che Errun­gen­schaft ist, die eine brei­te Grund­la­ge hat und die des­we­gen fak­tisch unter­mau­ert ist.


In Wahr­heit ist es eine aus der Luft gegrif­fe­ne Erfin­dung die Stich­wor­te um einen zen­tra­len Gedan­ken sam­melt und so auf ande­re Wei­se etwas beschreibt, was es schon lan­ge in den Natur­wis­sen­schaf­ten als Erkennt­nis gab.

Dar­auf bau­en die "Ent­wick­ler" sol­cher Model­le - und ein Rat­ten­schwanz an getreu­en Jün­gern läuft fort­an hin­ter­her, ver­viel­fäl­tigt das Ein­fäl­ti­ge und schirmt es gegen Kri­tik von außen ab. 

Das Ein­gangs­zi­tat ist ein Bei­spiel dafür, wie eine an sich ein­fa­che Sache durch kom­pli­zie­ren­de Aus­drucks­wei­se¹, kom­bi­niert mit ein paar schwie­ri­gen Wör­tern²,³, zu einer bahn­bre­chen­den Ent­deckung auf­ge­bla­sen wird. Das Schlimm­ste dar­an ist wie sich die "Alter­na­ti­ven Medi­zi­ner", Quack­sal­ber und selbst­er­nann­te Heils­brin­ger ohne jeden tat­säch­li­chen Hin­ter­grund, sol­che Model­le zunut­ze machen und dar­auf ihre Lügen­ge­bäu­de und Pseu­do-Medi­zin aufbauen.


Gei­stes­wis­sen­schaft schafft eher Ver­wir­rung als Klar­heit - vor allem dann, wenn dar­auf ver­traut wird, dass der Leser­kreis, die Gefolg­schaft, und ein paar wei­te­re Dumm­köp­fe kei­ne Ahnung haben. Dass es sich näm­lich um eine ledig­lich alter­na­ti­ve Wort­wahl zur Beschrei­bung bereits lan­ge erreich­ter Erkennt­nis­se aus den Natur­wis­sen­schaf­ten han­delt.
(Sie­he Fußnote)

Fuß­no­te
" .. Das Stre­ben nach Kohä­renz [Kohä­renz = Der Gedan­ken­gang ist in sich logisch, zusam­men­hän­gend und nach­voll­zieh­bar.] ist ein über­ge­ord­ne­tes - wahr­schein­lich allen Lebe­we­sen inne­woh­nen­des Prin­zip, das dafür sorgt, dass sich Lebe­we­sen aus dem Cha­os ent­ge­gen den phy­si­ka­li­schen Geset­zen der Entro­pie kom­plex und gesund orga­ni­sie­ren kön­nen .. " - das Wort "wahr­schein­lich" hät­ten sich die Anhän­ger der *Salu­to­ge­ne­se* schen­ken kön­nen. Denn schon vor dem Modell von Dr. Anto­nov­sky war klar, dass Leben nur exi­stie­ren kann, solan­ge sich ein Indi­vi­du­um gegen das uni­ver­sel­le Bestre­ben von Mate­rie, sich zum *größt­mög­li­chen Cha­os* anzu­ord­nen, exi­stie­ren kann.

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