bookmark_borderÜber den Mangel an 'kritischem Denken'

» Jemand, der nach­weis­lich fal­sche Vor­stel­lun­gen ver­tritt,
kann leicht in ande­re fal­sche Über­zeu­gun­gen abglei­ten.
«

Die­sen Satz habe ich vor eini­ger Zeit gele­sen und ihn mir auf­ge­schrie­ben, weil er mit mei­ner Erfah­rung aus vie­len Beob­ach­tun­gen über­ein­stimmt. Wir haben ja nicht nur unse­re Vor­ur­tei­le, son­dern auch unse­re Denk­mu­ster mit denen wir unse­re Umge­bung ein­schät­zen, Pro­ble­me ange­hen und lösen, vor­ge­faß­te Muster bestä­ti­gen oder verwerfen.

Die­se Denk­mu­ster stam­men aus Erzie­hung und Erfah­rung - und was ein­mal gut geklappt hat, uns Vor­tei­le ver­schaff­te oder von Vie­len in unse­rer Umge­bung genau so ein­ge­schätzt wur­de, das ver­su­chen wir zu bewah­ren um den *Erfolg* zu wiederholen. 

Anders aus­ge­drückt:

Wir füh­len uns bes­ser wenn wir mit einer Vor­ge­hens­wei­se Erfolg statt Miß­er­folg haben und mei­den des­we­gen neue Denk­an­sät­ze und neu­es Ver­hal­ten. Etwas - ab von *ein­ge­tre­te­nen Pfa­den* - zu wagen ist mit sehr viel Unsi­cher­heit ver­bun­den und der Erfolg ist unge­wiß. Unge­wiß­heit macht Streß. Streß zu ver­mei­den ist eine völ­lig nor­ma­le Verhaltensweise.

Ich will zwei kon­kre­te Bei­spie­le für die wei­te­re Erör­te­rung anfüh­ren. Das erste Bei­spiel ist es ist ein Kom­men­tar zu einer Aus­sa­ge, die in einem you­tube-Video gemacht wurde:


Der Kom­men­ta­tor weist - zu Recht, wie ich mei­ne - dar­auf hin, dass die Staats­an­ge­hö­rig­keit kei­ne per­sön­li­che Lei­stung ist und man des­we­gen dar­auf nicht *stolz* sein kann.
Der Wert die­ser Aus­sa­ge wird nicht dadurch geschmä­lert, dass er dann noch ein paar zusätz­li­che Anmer­kun­gen zu Ame­ri­ka­nern ganz all­ge­mein macht, die sein eige­nes Vor­ur­teil in die­ser Hin­sicht dar­stel­len. Allein, mit sei­ner Ein­schät­zung des der­zei­ti­gen Prä­si­den­ten scheint er aber im 'mai­stream' zu liegen.

Stolz kann man auf eine eige­ne Lei­stung sein, etwa eine, die dem Gemein­we­sen ins­ge­samt nützt - und dann steckt dar­in die Aner­ken­nung für die­sen Staat, der Ver­hält­nis­se geschaf­fen hat in denen sol­che Ergeb­nis­se mög­lich sind.

Das zwei­te Bei­spiel zeigt einen Fall auf, in dem vie­le Betei­lig­te zu Unrecht *stolz* auf ihre Lei­stung sind:


Da geht es um die angeb­li­che "Grie­chen­land­ret­tung" die in Wahr­heit ein Ret­tung von meh­re­ren deut­schen und fran­zö­si­schen Groß­ban­ken war. Das Ergeb­nis der Inter­ven­ti­on, die kei­ne Ret­tung war, son­dern der tau­meln­den grie­chi­schen Öko­no­mie den Todes­stoß ver­setzt hat, kann mit dem Abstand den wir heu­te haben beur­teilt werden:

Das gro­be Ver­sa­gen der bei­den Haupt­ak­teu­re Wolf­gang Schäub­le und Jero­en René Vic­tor Anton Dijs­sel­b­lo­em ent­larvt sie als Dilet­tan­ten, die ent­ge­gen aller War­nun­gen der Fach­wis­sen­schaft­ler glaub­ten es bes­ser zu wis­sen .... der eine wohl aus Alters­starr­sinn, der ande­re aus purem Neid auf die Popu­la­ri­tät von Y. Varou­fa­kis, dem grie­chi­schen Finanz­mi­ni­ster & Wis­sen­schaft­ler, dem geschol­te­nen und ver­höhn­ten Wider­sa­cher, der letzt­end­lich Recht behal­ten hat, und des­sen Sta­tur und Cha­ris­ma er nie wird errei­chen können.

In bei­den Bei­spie­len sehen wir grund­sätz­li­che Ver­hal­tens­mu­ster. Ein­mal der Stolz auf eine fik­ti­ve Grö­ße die nicht selbst erar­bei­tet wur­de, im ande­ren Fall der Dün­kel es qua Amt bes­ser zu wis­sen als einer der es stu­diert hat. Bei­de Male ein­stu­dier­te Ver­hal­tens­mu­ster die zu kata­stro­pha­len Ergeb­nis­sen füh­ren, natür­lich gra­du­ell unter­schied­lich in ihrer Auswirkung.

Erfah­ren wir über der­glei­chen Ver­sa­gen von ein­ge­fah­re­nen Denk- und Ver­hal­tens­mu­stern in der Poli­tik und Wirt­schaft unse­res Lan­des in den Medien?
Nein ....
.... und da fan­ge ich an zu grü­beln war­um das wohl so ist.

bookmark_border➀ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen

Teil ➀
Ein­lei­tung, Mythen 1 & 2

Wor­an erken­nen wir, ob ein Staat eine Demo­kra­tie ist?
Wenn unser Staat kei­ne Demo­kra­tie ist, war­um gibt es dann kei­nen Auf­stand um sie wie­der herzurichten? 

Das ist der Aus­gangs­punkt für die Fra­ge­stel­lung im Titel.
Wie wird also das Volk 'zufrie­den' gehal­ten und wie wird den Bür­gern Demo­kra­tie vor­ge­spielt, so glaub­haft, dass sie Ruhe bewahren?

Nun, das Zau­ber­wort heißt "Mythos" - lt. WIKTIONARY: Legen­de, Sage - es wer­den uns bestimm­te Geschich­ten erzählt die zum Beweis die­nen sol­len, dass unser Staat eine Demo­kra­tie ist. 

Wenn etwas sehr häu­fig und aus vie­len Rich­tun­gen wie­der­holt wird muß es doch wahr sein?
Das ist die all­ge­mei­ne Auf­fas­sung und die Mas­se der Bevöl­ke­rung kommt gar nicht erst auf die Idee die­ses (angeb­li­che) Fun­da­ment des Staa­tes in Fra­ge zu stellen.

Vie­le 'bedeu­ten­de' Per­sön­lich­kei­ten ste­hen hin­ter die­sen Aus­sa­gen, wird da behaup­tet. Wer sind die­se Per­sön­lich­kei­ten und wie haben sie sich tat­säch­lich geäu­ßert? Wur­den mög­li­cher­wei­se ihre Wor­te aus dem Zusam­men­hang geris­sen und als Zitat ver­wen­det obwohl die Aus­sa­ge ins­ge­samt eine völ­lig ande­re Ten­denz hat? "Lügen mit Zita­ten" - ein mie­ser Trick der Poli­tik, die sich dafür oft bestimm­ter Mas­sen­blät­ter bedient. Im Gegen­zug wer­den die hand­voll Ver­le­ger sol­cher Mas­sen­zei­tun­gen - die noch im Lan­de bestehen - von der Poli­tik geschützt indem man die vom Vol­ke bezahl­ten Medi­en­an­stal­ten ihrer Archi­ve beraubt weil die Ver­le­ger dar­in "Kon­kur­renz" sehen.

Doch schau­en wir ein­mal genau­er hin wie es um die ver­schie­de­nen Mythen bestellt ist, die uns sug­ge­rie­ren, wir leb­ten in einem demo­kra­ti­schen Staat in dem jede Stim­me glei­ches Gewicht und jeder Bür­ger glei­che Rech­te hat. 

  • Mythos # 1:
    Unser Staat ist eine Demokratie
  • Immer vor gro­ßen (Bun­des­tags-) Wah­len über­bie­ten sich die Poli­ti­ker dabei zu beto­nen wie wich­tig es sei zur Wahl zu gehen. Wor­te. Aber wo sind die Taten?
    Wie ich vor Jah­ren schon in die­sem Bei­trag → Wahl­be­tei­li­gung & Sitz­ver­tei­lung berech­net habe könn­ten wir mit einem alter­na­ti­ven Modell den Bun­des­tag klei­ner machen und viel Geld spa­ren. Zumal wir immer bei Wah­len "Luft­sit­ze" [man nennt sie vor­neh­mer "Über­hang­man­da­te"] haben. Es fehlt aller­dings am Wil­len der Par­tei­en weil sie nicht gewillt sind selbst spar­sam zu sein, son­dern lie­ber an Aus­ga­ben für die Bür­ger sparen.
    Wo frü­her eine gewis­se Ver­läß­lich­keit der poli­ti­schen Rich­tung vor­han­den war fin­den wir heu­te sich ganz schnell dre­hen­de Fähn­lein im Win­de .... ein Bei­spiel aus der vor­letz­ten Wahl in Hes­sen: → Sind "Grü­ne Lügen" die bes­se­ren Lügen? Da haben die Grü­nen vor Bouf­fier als Mini­ster­prä­si­dent gewarnt und nach der Wahl waren sie es, die ihn in den Sat­tel hoben. Kann man sol­che Poli­ti­ker noch ernst neh­men? Oder gar wäh­len? Dann doch lie­ber "Die Lin­ke", trotz ihrer mehr als dubio­sen Ein­stel­lung zur Reli­gi­on ganz allgemein.
    Womit wir beim zwei­ten Mythos ange­kom­men sind:

  • Mythos # 2:
    Unser Wahl­sy­stem ist aus­ge­wo­gen und spie­gelt den Volks­wil­len wieder
  • Nichts an unse­rem Wahl­sy­stem ist "demo­kra­tisch" - abge­se­hen viel­leicht von der Tat­sa­che, dass es kei­nen Betrug an den Urnen gibt. Der Betrug an den Wäh­lern fin­det schon vor­her, ganz offen, bei der Aus­wahl der Kan­di­da­ten und wegen des bestehen­den Wahl­sy­stems statt.

    Kan­di­da­ten wer­den zumeist in den Wahl­krei­sen von der Basis mit-bestimmt. Dar­in steckt schon ein Detail: Vor­schlä­ge kom­men nicht von den Mit­glie­dern, son­dern von extra dazu bestimm­ten Gre­mi­en - mit der faden­schei­ni­gen Begrün­dung man wol­le den Pro­zeß straf­fen und allen Betei­lig­ten Zeit und Auf­wand spa­ren. Es gibt natür­lich Vari­an­ten. Wenn sie, lie­be Lesen­de, wel­che ken­nen, bit­te ver­mer­ken sie es in den Kom­men­ta­ren. Danke!

    Der viel grö­ße­re Betrug am Wäh­ler folgt in der näch­sten Stufe:
    Den Landeslisten.
    Dort wer­den Kan­di­da­ten "abge­si­chert", die die Par­tei­füh­rung unbe­dingt im Par­la­ment haben will.
    Selbst wenn also die Bevöl­ke­rung die­se Per­son satt hat, für unfä­hig hält oder deren Arbeit für unzu­läng­lich und des­we­gen nicht mehr haben will - die Lan­des­li­ste bringt sie wie­der in die Spit­ze bzw. Regie­rung, gegen allen Wider­stand der Wäh­ler, deren Wil­le hier schlicht­weg gefälscht wird, denn die Wahl eines Wahl­kreis­kan­di­da­ten wür­de doch schon völ­lig aus­rei­chen - aber Nein, über die Zweit­stim­me mogeln die Par­tei­obe­ren ihre beson­de­ren Spe­ze­ln wie­der in die Ämter.
    Die wis­sen eben, wie man mit Lob­by­isten umgeht und die Par­tei­spit­zen wis­sen, wer ihnen den größ­ten Rei­bach beschert.

    Gera­de­zu 'pro­phe­tisch' ana­ly­sier­te Gre­gor Gysi schon vor Jah­ren war­um eine Grün­dung der EU schei­tern muß, wenn sie ledig­lich auf einem wirt­schaft­li­chen Fun­da­ment gebaut wird - die Bevöl­ke­run­gen in der EU wur­den nicht gefragt, das haben die Poli­ti­ker ganz allei­ne zu ver­ant­wor­ten - und nun fra­gen wir uns:
    War das Alles rech­tens, war­um wur­den da die Bür­ger nicht ein­be­zo­gen, war das tat­säch­lich eine demo­kra­ti­sche Vor­ge­hens­wei­se? Und wie sieht es mit den wei­te­ren Gre­mi­en der EU aus die ledig­lich von den natio­na­len Par­la­men­ten dort­hin geschickt wer­den? Kei­ne poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung auf­grund von Wah­len, dort fin­det man meist wil­li­ge "Par­tei­sol­da­ten", denen das Aus­schei­den aus der natio­na­len Poli­tik durch groß­zü­gi­ge Diä­ten und Kosten­er­stat­tun­gen leicht gemacht wird, und die dann ihr Mario­net­ten­da­sein bis zum Gro­tes­ken aus­le­ben - sie­he Öttin­ger!

    --------------------------------- So geht es wei­ter .... ---------------------------------

    Fort­set­zung Teil ➁
    Mythen 3 & 4

  • Mythos # 3:
    Unse­re Medi­en, Pres­se, Rund­funk und Fern­se­hen sind die 4. Gewalt und schau­en den ande­ren drei Gewal­ten [Gesetz­ge­bung (Legis­la­ti­ve), Voll­zie­hung (Exe­ku­ti­ve) und Recht­spre­chung (Judi­ka­ti­ve)] auf die Finger.
  • Mythos # 4:
    Unse­re Justiz ist "unab­hän­gig"
  • Fort­set­zung Teil ➂
    Mythen 5 & 6

  • Mythos # 5:
    Die Poli­zei ist unser "Freund & Helfer"
  • Mythos # 6:
    Kon­sum macht glücklich
  • Fort­set­zung Teil ➃
    Mythen 7 & 8 und Schlußüberlegungen

  • Mythos # 7:
    Wer hart arbei­tet sorgt für ein zufrie­de­nes Leben für sich und sei­ne Familie
  • Mythos # 8:
    Jeder Bür­ger des Staa­tes genießt 'per­sön­li­che Freiheit'
  • bookmark_borderDie CSU-Dreifaltigkeit ....

    Die CSU-Drei­fal­tig­keit besteht aus Into­le­ranz, Igno­ranz und Intelligenzmangel.
    So, wie die Umfra­gen aus­se­hen, geht eine Mehr­heit der baye­ri­schen Bür­ger die­ser Par­tei nicht mehr auf den Leim.

    Mer­ke:
    Nicht Jeder der sich in einem Bier­zelt wohlfühlt
    ist danach ein Leben lang immun gegen Vernunft.

    Am Bei­spiel Bay­erns erkennt man die Kün­gel­wirt­schaft zwi­schen Kir­che und Poli­tik, die über Jahr­hun­der­te die Bür­ger gemein­sam geknech­tet hat. Geht es dem "Glau­ben" an den Kra­gen, so folgt auch bald der Unter­gang einer ver­filz­ten Poli­tik zu Ungun­sten der Landeskinder.

    Der Weg bis zur voll­stän­di­gen Besei­ti­gung des Fil­zes aus Poli­tik, Kirche(-n) und Groß­un­ter­neh­men ist schon kür­zer geworden.
    Dennoch:
    Gera­de in die­sem letz­ten Abwehr­ge­fecht der eta­blier­ten Mäch­te wer­den die Ban­da­gen här­ter, mit denen ums Über­le­ben gekämpft wird.

    bookmark_borderWas steckt dahinter, was ist die wirkliche Absicht?

    Wir erle­ben der­zeit ein täg­li­ches Getö­se aus Bay­ern. Die Stand­punk­te der dort füh­ren­den Poli­ti­ker wer­den her­aus­po­saunt und man hat den Ein­druck sie woll­ten um jeden Preis eine Spal­tung, eine Abspal­tung(?) von der CDU und der Nati­on ins­ge­samt in die Wege lei­ten. Gleich­zei­tig wer­den den Hard­li­nern in der EU Avan­cen gemacht, sie wer­den als Freun­de geprie­sen und man gra­tu­liert dem tür­ki­schen Pascha.

    Unter­stellt, dass es sich nicht um hoff­nungs­lo­se Dumm­köp­fe han­delt die dort regie­ren könn­te aller­dings der Schein trü­gen und es steckt ein ganz ande­rer Zweck dahin­ter als es zunächst erscheint. Was könn­te also die Ziel­rich­tung sein?

    Unter­stellt man wei­ter, dass die Bevöl­ke­rung im Durch­schnitt ein kur­zes Gedächt­nis hat, so könn­te ein Ziel sein von den tat­säch­li­chen Äuße­run­gen durch bestän­di­ges Nach­le­gen abzu­len­ken und nur den Ein­druck zurück zu las­sen: Die tun end­lich etwas gegen all das Cha­os, das Frau Mer­kel geschaf­fen hat. 

    Das hat (min­de­stens) drei­er­lei Auswirkung:

  • 1. Die rechts ten­die­ren­den baye­ri­schen Wäh­ler könn­ten neue Hoff­nung auf die CSU set­zen, die sie in den letz­ten Mona­ten häu­fig zer­strit­ten wahr­ge­nom­men haben - und sich dadurch von der AfD abwenden.
  • 2. Die Oppo­si­ti­on wird zugleich in Zug­zwang gebracht sich gegen die CSU abzu­gren­zen und dabei Aus­sa­gen zu tref­fen die ihnen spä­ter - wenn die CSU erwar­tungs­ge­mäß nicht die abso­lu­te Mehr­heit erhält, aber noch die stärk­ste Frak­ti­on stellt - in mög­li­chen Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen wie­der abge­run­gen wer­den kön­nen, um sie zu Mehr­heits­be­schaf­fern zu machen und gleich­zei­tig als 'wort­brü­chig' zu brandmarken.
  • 3. Die Öffent­lich­keit nimmt die bestän­di­gen Schar­müt­zel wahr und so man­cher Nicht-Wäh­ler könn­te geneigt sein sich doch auf­zu­raf­fen und sei­ne Stim­me abzu­ge­ben - wie bekannt nützt das immer den Par­tei­en, die stär­ker ver­tre­ten sind.
  • Haben sich also die baye­ri­schen CSU-Spit­zen ins­ge­heim ver­ab­re­det viel Lärm zu machen um ihr Ergeb­nis zu erhö­hen und sich als die bes­se­re AfD dar­zu­stel­len? Oder sind sie tat­säch­lich Rechts­ra­di­ka­le die sich zur Tar­nung mit einem christ­li­chen Män­tel­chen kleiden?

    Oder ist das alles falsch und es sind ein­fach baye­ri­sche Dumm­köp­fe deren Hand­lun­gen mit Ver­nunft nicht nach­voll­zieh­bar sind?

     

    bookmark_borderEin politisches 'Statement'?
    Nein, nein, nie und nimmer ....

    Wenn es zum "Schwu­re" kommt erkennt man die wah­re Haltung:

    Quel­le Bild­zi­tat: http://www.tagesschau.de/inland/oezil-guendogan-steinmeier-101.html

    "Respekt" für einen dik­ta­to­risch agie­ren­den Staats­chef der die Oppo­si­ti­on ins Gefäng­nis wirft und die Pres­se mund­tot macht? Instinkt­lo­sig­keit ist hier noch eine mil­de Beur­tei­lung des­sen, wes­sen sich die­se Fuß­bal­ler schul­dig gemacht haben.

    bookmark_borderWunsch & Wirklichkeit

    Bezug: Regie­rungs­er­klä­rung vom 21. März 2018

    War­um - so fra­ge ich mich - hören sich Regie­rungs­er­klä­run­gen immer so toll an, sind aber die Inhal­te nach Ablauf der Regie­rungs­zeit nur bruch­stück­haft erreicht?

    Die Ant­wort ist:
    Es wird zu wenig in die Zukunft gedacht, obwohl die Zukunft immer beschwo­ren wird. Die Regie­rung baut auf bewähr­te Struk­tu­ren zur Lösung von Her­aus­for­de­run­gen in den näch­sten Jah­ren - es müs­sen dem­ge­gen­über neue Struk­tu­ren mit ein­schlä­gig erfah­re­nen Fach­leu­ten ent­wickelt wer­den. Der Beam­ten­ap­pa­rat gerät an sei­ne Gren­zen, muß dazu bei­tra­gen sich selbst sei­ner Träg­heit ent­le­di­gen, ja sich mög­li­cher­wei­se selbst abschaf­fen, um die Zukunft zu gestalten.

    Ein wei­te­rer Aspekt der noch fehlt:
    Zwar ist es rich­tig, dass Unter­neh­men Arbeits­plät­ze schaf­fen, aller­dings schöp­fen "Anle­ger" den Mehr­wert ab - und jene, die die­sen Mehr­wert schaf­fen gehen leer aus. Wenn das Geld ver­die­nen durch Geld­an­la­ge mehr Ertrag bringt als die Schaf­fung von Wer­ten durch Arbeit ist etwas falsch und muß kor­ri­giert werden.

    Ins­be­son­de­re die fol­gen­de Fra­ge wur­de nicht ange­spro­chen oder irgend­wie erwähnt:
    Wie schaf­fen wir es res­soucen­scho­nend die Zukunft zu ent­wickeln, vom unend­lich sich stei­gern­den Wachs­tums­ge­dan­ken weg zu kom­men und trotz­dem kei­ne Rück­schrit­te in der Lebens­qua­li­tät zu riskieren.

    Dazu habe ich in der Rede der Frau Kanz­le­rin nichts gehört.

    bookmark_borderParallelen

    bildzitat
     

    world   Das etwas 'schief gelau­fen' ist bei der Inter­gra­ti­on und "Wie­der­ver­ei­ni­gung" des Osten Deutsch­lands dürf­te mitt­ler­wei­le auch dem letz­ten Bür­ger unse­rer Repu­blik auf­ge­fal­len sein. War­um das so ist wird in einem intel­li­gen­ten Essay von Frank Rich­ter dar­ge­stellt. Das Buch ist ab März erhältlich. 

    Bei "kraut­re­por­ter" wur­de eine Zusam­men­fas­sung ver­öf­fent­licht in der es ein­gangs heißt:

      .. Er war Chef der Säch­si­schen Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung, als der Auf­stieg von Pegi­da begann. Mit „Hört end­lich zu!” hat er einen der span­nend­sten Debat­ten­bei­trä­ge zur poli­ti­schen Lage Deutsch­lands geschrie­ben. Er zeigt dar­in, wel­che Feh­ler wir im Umgang mit Pegi­da began­gen haben. Und war­um die Erfah­run­gen der Ost­deut­schen mehr Beach­tung verdienen .. 

    Je län­ger ich gele­sen habe desto mehr ist mir auf­ge­fal­len wel­che Par­al­le­le zwi­schen Reli­gi­on und dem Wachs­tums­glau­be des Neo­li­be­ra­lis­mus besteht. In bei­den Ideo­lo­gien wird den 'Gläu­bi­gen' das selb­stän­di­ge Den­ken unter­sagt. Sobald die Schäf­chen anfan­gen Fra­gen zu stel­len kommt es zu Zwei­feln an der Gül­tig­keit der Aus­sa­gen. Ewi­ges Wachs­tum geht zu Lasten der Umwelt - und wenn Reli­gi­on hin­ter­fragt wird bricht das Gedan­ken­ge­bäu­de man­gels greif­ba­rer, zufrie­den­stel­len­der Begrün­dung zusammen.

    Kein Wun­der also, wenn sich Par­tei­en "christ­lich" nen­nen - ohne tat­säch­lich christ­lich zu han­deln - son­dern den wirt­schaft­li­chen Erfolg als Maß für den Wert eines Men­schen pro­pa­gie­ren. Glück­li­cher­wei­se gibt es immer mehr jun­ge Men­schen die die­ser sehr ein­sei­ti­gen Betrach­tung skep­tisch gegen­über ste­hen und statt­des­sen erken­nen, dass "glück­lich sein" nicht von Geld abhängt. Folg­lich geht das Stre­ben nach mehr frei­er Zeit, in der selbst gewähl­te Zie­le ver­folgt wer­den kön­nen. Glei­cher­ma­ßen führt es zu wach­sen­der Kir­chen­fer­ne. Das beob­ach­ten natür­lich die gro­ßen Reli­gio­nen mit zueh­men­dem Miß­trau­en und die ersten Gegen­be­we­gun­gen sind bereits zu beobachten.

    Die christ­li­chen Amts­trä­ger und ihre Hel­fers­hel­fer in poli­ti­schen Ämtern hau­en zuneh­mend auf Kri­tik ein - sie stel­len wo sie nur kön­nen Ver­nunft und wis­sen­schaftl­ci­he Erkennt­nis­se in Fra­ge. Wir sind geneigt das vor allem in den U.S.A. zu bemän­geln - wäh­rend­des­sen läuft es bei uns still und lei­se, ohne gro­ße Beach­tung, schon in der glei­chen Richtung. 

    Dazu ein Beispiel:
    Erschreckend fand ich, dass 7% [ande­re Quel­len bis zu 10%] aller ange­hen­den und schon im Vor­be­rei­tungs­dienst befind­li­che Bio­lo­gie­leh­rer die Evo­lu­ti­on nicht ken­nen oder akzep­tie­ren. Reli­gi­ös Vor­ge­präg­te sind da in der Mehr­zahl, athe­istisch Den­ken­de stel­len die Minderheit.

    Es wird hier deut­lich, wie die Redu­zie­rung der natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächer, ins­be­son­de­re der Bio­lo­gie, sich nun­mehr nach Jahr­zehn­ten auswirkt:
    Was nicht gelehrt wird wird durch Hören­sa­gen und Mei­nung ersetzt ....
    Anhand die­ses Bei­spiels wird eben­so deut­lich war­um es an Aus­bil­dung in Fra­gen der Wirt­schaft an unse­ren Schu­len mangelt:
    Wer zuviel dar­über weiß geht den Neo­li­be­ra­len nicht so leicht auf den Leim!

    bookmark_borderVerdammt stolz - zu Recht ...?

    Heu­te im News­let­ter von "cor­rec­tiv" ist fol­gen­des zu lesen:

    Bei der Dis­kus­si­on und Abstim­mung über die Regie­rungs­be­tei­li­gung haben die SPD-Genos­sen und Genos­sin­nen gezeigt, dass es die Demo­kra­ten in unse­rem Land gibt. Und dar­auf kann jeder von ihnen ver­dammt stolz sein.

    Schön wär's wenn es wahr wäre ...!

    Doch bedau­er­li­cher­wei­se stimmt die Aus­sa­ge nicht.
    Min­de­stens nicht im Kern.
    Es ging ledig­lich dar­um Ja oder Nein zur Koali­ti­on zu sagen.

    Die SPD-Mit­glie­der hat­ten eine Wahl zwi­schen zwei Übeln. Sie stan­den mit dem Rücken an der Wand, zwi­schen Skyl­la und Cha­ryb­dis weil sie nur das Ergeb­nis, nicht über die Inhal­te abstim­men konnten.

    Das als Tri­umph der Demo­kra­ten zu benennen
    ist eine Umkehr der Wahrheit.

    Par­tei­en wer­den von klei­nen Zir­keln geführt. Die sind aus den regio­na­len Zir­keln her­vor­ge­gan­gen. Wie dort die Kan­di­da­ten 'gekürt' wer­den folgt einem bewähr­ten Muster der "Mei­nungs­bil­dung" wie sie in Grup­pen­ver­an­stal­tun­gen benutzt werden:

    Vor­schlä­ge wer­den gesam­melt, Alles wird auf­ge­schrie­ben, dann wird 'prio­ri­siert', das bedeu­tet, es wer­den davon die The­men wei­ter ver­folgt, die eine Mehr­heit der Stim­men bekommen.

    Das hat zwei wesent­li­che Feh­ler, oder beinhal­tet Manipulationsmöglichkeiten:

    Der erste Feh­ler ist, dass es den Mode­ra­to­ren mög­lich ist The­men zu steu­ern, indem sie ent­we­der Vor­schlä­ge selbst ein­brin­gen oder sol­che The­men an bevor­zug­te Stel­le brin­gen die in ihr Kon­zept 'pas­sen'.
    Neh­men wir an es sei­en 12 Punk­te genannt wor­den, dann wer­den aller­dings nur 5 The­men wei­ter ver­folgt, im Ergeb­nis fal­len dem­nach mehr als die Hälf­te der von der Basis gewünsch­ten Dis­kus­si­ons­punk­te weg.
    Begrün­det wird das dann als not­wen­di­ge Straf­fung und Kon­zen­tra­ti­on auf das Wesentliche.

    Das pas­siert eben­so auf den fol­gen­den Ebe­nen - und das Ergeb­nis ist nicht mehr demo­kra­ti­sche Teil­ha­be son­dern von oben gesteu­er­te Manipulation.

    So geht es auch im Geran­gel um Personen.
    Was her­aus­kommt ist Mit­tel­maß, jede/ -r extre­me (von die­sem Mit­tel­maß) abwei­chen­de Dis­kus­si­on­ge­dan­ke oder Kan­di­dat / -in wird mit dem Hin­weis auf die Not­wen­dig­keit einer Beschrän­kung des The­men­spek­trums abgeschmettert.

    239.000 Mit­glie­der von 463.722 stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­dern* bestim­men also über eine neue Regie­rung. Von ca. 82 Mil­lio­nen Bür­gern, von denen wie­der­um rund 61,5 Mil­lio­nen wahl­be­rech­tigt sind. Da sind die abstim­mungs­be­rech­tig­ten SPD-Mit­glie­der so in etwa 0,38% der Bevöl­ke­rung. Das allei­ne - ganz abge­se­hen von den son­sti­gen hier dis­ku­tier­ten Punk­ten - ist schon ein wesent­li­cher Aspekt der die Aus­sa­ge der Kanz­le­rin " .. Ich gra­tu­lie­re der @spdde zu die­sem kla­ren Ergeb­nis und freue mich auf die wei­te­re Zusam­men­ar­beit zum Woh­le unse­res Lan­des .. " gro­tesk erschei­nen läßt. 

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    *
    Abge­ge­be­ne Stim­men: 378.437,
    davon wirk­sam abge­ge­be­ne Stim­men: 363.494.
    Mit Ja stimm­ten 239.604 Mit­glie­der (66,02 Prozent),
    mit Nein 123.329 Mitglieder.
    Die Betei­li­gung lag bei rund 78 Prozent.

     

    bookmark_borderDem Untergang 'geweiht' ....

    Mit dem heu­ti­gen Ergeb­nis des Mit­glie­der­ent­scheids ist das Schick­sal der SPD end­gül­tig besie­gelt. Mit weni­ger als mit­tel­mä­ßi­ger Füh­rungs­rie­ge und immer bemüht den For­de­run­gen der CDU/CSU in vor­aus­ei­len­dem Ver­hal­ten noch eins drauf zu set­zen wer­den die Wei­chen auf "Still­stand" gesetzt. Jeden­falls auf Neo­li­be­ral statt Sozial.

    Ein trau­ri­ger Tag für die tra­di­ti­ons­rei­che Partei.
    Der Abstieg hat sich seit Jah­ren - ver­stärkt durch die unso­zia­len, men­schen­ver­ach­ten­den Geset­ze der Regierung(-en) Schrö­der - angedeutet:
    Vom Ursprung und Anspruch her war die SPD ein­mal dar­auf gegrün­det für die Arbeit­neh­mer zu spre­chen und deren Inter­es­sen zu vertreten.

    Mein ver­stor­be­ner Groß­va­ter, poli­tisch ver­folgt & von den Nazis aus dem Amt ent­fernt, weil er nicht der SPD abschwö­ren und der NSDAP bei­tre­ten woll­te, wird in sei­nem Grab rotieren.

    whz

    xhz

    bookmark_border“But wait, there’s more!”

    Den obi­gen Spruch hört man oft bei "beson­ders gün­sti­gen Ange­bo­ten" im US-home­shop­ping-Fern­se­hen. Das soll den Zuse­hen­den sug­ge­rie­ren hier bekä­men sie noch etwas zusätz­lich zu dem sowie­so schon gün­sti­gen Angebot.

    Die­se Woche hat­te ich mehr­fach den Ein­druck, dass es unse­re Koali­tio­nä­re so hal­ten wie die Wer­be­trei­ben­den " .. but wait, there's more! .." - und noch 'ne Schip­pe draufgelegt ....
    Wel­ches Füll­horn an ganz beson­ders attrak­ti­ven Zusatz­an­ge­bo­ten wur­de da über die Natioooon ausgeschüttet!

    Was ver­schwie­gen wur­de waren die im Hin­ter­grund lau­fen­den Geset­zes­än­de­run­gen, etwa eine Ver­schär­fung des Poli­zei­ge­set­zes in Bay­ern, eine hes­si­sche Gene­ral­am­ne­stie für straf­fäl­lig wer­den­de V-Leu­te und die gleich­zei­ti­ge (grund­ge­setz­wid­ri­ge) Ver­schär­fung der gesetz­li­chen Rege­lun­gen für den Verfassungsschutz. 

    Der grü­ne Regie­rungs­part­ner in Hes­sen (frü­he­res Zitat des Herrn Tarek Al-Wazir, vor der Koali­ti­on mit der CDU / Bouf­fier: " .. Wer Links­par­tei oder Pira­ten wählt, wacht mit Vol­ker Bouf­fier als Mini­ster­prä­si­dent auf .. Die Grü­nen stün­den ver­läss­lich und klar für den Wech­sel. Nun ist es umge­kehrt: Die Grü­nen-Wäh­ler wachen plötz­lich mit Bouf­fier auf. .. ") hat sei­ne gesam­te Basis gegen sich - und wie so oft wird es trotz­dem dazu kom­men. Dann wer­den erneut Steu­er­gel­der ver­schwen­det um die angeb­li­che Recht­mä­ßig­keit gegen die - mehr als gerecht­fer­tig­ten - Rechts­strei­te der Oppo­si­ti­on zu verteidigen .... 

    " .. But wait, there's more! .." - 'mal sehen, wohin die­se Gro­ße Koali­ti­on die Nati­on führt. Bestimmt nicht "(Brü­der,) zur Son­ne, zur Frei­heit ..!" [you­tube], son­dern eher - in Abwand­lung eines Schla­ger­ti­tels "Es führt ein Weg nach Nir­gend­wo ..!" ....

    bookmark_borderDe finibus bonorum et malorum. Hä ...?

    oder:
    Ver­führt Macht Män­ner zu sexu­el­len Übergriffen?

    In den U.S.A. rollt eine Wel­le von Ent­hül­lun­gen zu sexu­el­ler Belä­sti­gung von Frau­en durch Män­ner in Schlüs­sel­po­si­tio­nen, in Macht­po­si­tio­nen im Show­busi­ness und in der Poli­tik. Wahr­schein­lich fol­gen dem­nächst wei­te­re Ver­öf­fent­li­chun­gen sol­chen Fehl­ver­hal­tens aus der Wirt­schaft, denn es ist kaum anzu­neh­men, dass das ein Sek­tor ist, in dem sol­cher­lei Miß­brauch nicht vorkommt.

    Wenn Män­ner ihre Fin­ger nicht von Frau­en las­sen kön­nen die klar machen, dass sie das nicht wol­len und tole­rie­ren ist es schlimm genug. Die­se Annä­he­rungs­ver­su­che durch geöff­ne­te Bade­män­tel, Nackt­auf­tritt oder Mastur­ba­ti­on vor den Objek­ten der Begier­de sind wahr­haf­tig abscheu­lich. Noch wider­li­cher aller­dings sind sol­che ver­lo­ge­nen, erz­christ­li­chen Lum­pen. Die, wie der Senats­kan­di­dat Moo­re, sich an Min­der­jäh­ri­ge her­an manchen. 

    Letz­te­rer hat sich selbst bela­stet als er in einem Inter­view von sei­ner Ehe­frau sprach:
    Mit 15 hat er sie 'beob­ach­tet' und gehei­ra­tet hat er sie dann als sie 23 wur­de.
    Schon da hat er also eine Min­der­jäh­ri­ge im Visier gehabt - wes­we­gen die Anschul­di­gun­gen der ande­ren Frau­en umso glaub­wür­di­ger sind.

    Wie kürz­lich mehr­fach beim Herrn bloed­bab­b­ler zu lesen war ist es bei uns manch­mal nicht sehr viel bes­ser um die Moral und den Anstand bestellt.

    Was her­vor­ge­ho­ben wer­den muß ist aus mei­ner Sicht die Ver­lo­gen­heit beson­ders kirch­li­cher Krei­se, die oft in sol­che Über­grif­fe ein­ge­bun­den sind und sie zu ver­tu­schen suchen - oder gar selbst die Täter sind. Da bekommt der Begriff "Christ­li­che Näch­sten­lie­be" eine völ­lig neue, ver­ab­scheu­ungs­wür­di­ge Bedeutung.
    Zu all dem Leid das Reli­gio­nen über die Welt brin­gen kommt nun eine wei­te­re Dimen­si­on hin­zu. Spä­te­stens da müß­ten doch bei Vie­len die Alarm­glocken läu­ten und der Gedan­ke an einen Kir­chen­aus­tritt end­gül­tig in die Tat umge­setzt werden.

    (On the ends of good and evil)

    bookmark_borderWider das "Vergessen"

    " .. ein bekann­ter Poli­ti­ker, der im Hin­ter­zim­mer von einem Waf­fen­lob­by­isten eine 100.000 DM-Bar­spen­de ent­ge­gen­nimmt, die spä­ter spur­los verschwindet.

    Was sich wie ein Agen­ten­kri­mi¹ liest, wur­de in den 90er Jah­ren mit der CDU-Spen­den­af­fä­re² bit­te­re poli­ti­sche Realität.

    Der besag­te Poli­ti­ker heißt Wolf­gang Schäub­le und wird an die­sem Diens­tag neu­er Bun­des­tags­prä­si­dent. Schäub­le wird dann aus­ge­rech­net für die Kon­trol­le der Par­tei­fi­nan­zen zustän­dig sein und frag­wür­di­ge Par­tei­spen­den prüfen .. "

    [Quel­le:abge­ord­ne­ten­watch
    / Rund­mail v. 22.10.2017]

    "Wer nichts zu ver­ber­gen hat hat auch nichts zu befürch­ten!" - so heißt es doch immer. Soll­te das wirk­lich zutref­fen, so wun­dert sich augen­rei­bend der Staats­bür­ger, war­um hat dann die CDU unter H. Kohl sei­ner­zeit gemau­ert und sich mit allen Kräf­ten gewehrt die Spen­den­af­fä­re auf­klä­ren zu lassen?

    Über die Rol­le Schäubles grü­belt der 'durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Bür­ger' schon des­we­gen, weil er aus der gan­zen Affä­re wie ein Phö­nix aus der Asche wie­der in höch­ste Staats­äm­ter gekom­men ist (und nun wie­der kommt). Ist es nur das beharr­li­che Schwei­gen zu der frü­he­ren Sache, der stück­wei­se zuge­ge­be­ne Sach­ver­halt immer dann wenn die Beweis­la­ge es schon erge­ben hat­te oder gar ein Wis­sen, das ande­ren amtie­ren­den Poli­ti­kern einen nicht wie­der gut zu machen­den Image­scha­den zufü­gen könn­te bzw. die Par­tei abstür­zen ließe?

    Was frü­her ging wird heu­te noch gern so gemacht - Spen­den wer­den gestückelt und so wird die Ver­öf­fent­li­chung ver­zö­gert .... oft gera­de so lan­ge, bis die Öffent­lich­keit ander­wei­tig 'abge­lenkt' ist und der Vor­gang so unter­halb des Radars bleibt.

    Was übrig bleibt ist ein unge­klär­ter Par­tei­spen­den­skan­dal, des­sen Haupt­ak­teur nun in jenes Amt kom­men wird das sol­cher­lei Machen­schaf­ten ver­hin­dern soll.


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    ¹ WIKIPEDIA:
    " .. Es gebe hun­der­te von [Sta­si-]Pro­to­kol­len, die dem Unter­su­chungs­aus­schuss über­ge­ben wer­den könn­ten. Die­ser wer­te­te die Abhör­pro­to­kol­le mit Ver­weis auf den Schutz des gespro­che­nen Worts im Grund­ge­setz, auf die Ille­ga­li­tät der Abhör­ak­tio­nen sowie aus poli­tisch-mora­li­schen Grün­den nicht aus .. Das Bun­des­in­nen­mi­ni­ste­ri­um mach­te im April 2000 publik, dass Sta­si-Abhör­pro­to­kol­le west­deut­scher Poli­ti­ker, die sich in Bun­des­be­sitz befan­den, nach einem Beschluss der Regie­rung Kohl kurz vor der Wie­der­ver­ei­ni­gung ver­nich­tet wurden .. "

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    ² WIKIPEDIA:
    " .. Mit­te Febru­ar 2000 ver­häng­te Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Thier­se gemäß dem Par­tei­en­gesetz gegen die CDU wegen fal­scher Rechen­schafts­be­rich­te eine Geld­bu­ße von 41,3 Mil­lio­nen DM. Die CDU ließ die­se Ent­schei­dung gericht­lich über­prü­fen, unter­lag jedoch in letz­ter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht. .. "