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bookmark_borderViele, viele Steine ....

Oder:
Haben Sie schon ein­mal 1566 Stei­ne an einem Tag bewegt?



 
Hat­te ich bis­her noch nie in mei­nem Leben .... und obwohl ich noch die War­nung mei­nes Vaters im Ohr habe "Jun­ge, wenn du nichts lernst wirst du als Stei­ne­klop­per enden!" und dar­auf­hin alle Anstren­gung auf einen aka­de­mi­schen Beruf rich­te­te .... ende­te ich heu­te genau da wo ich eigent­lich nie hin woll­te. Na ja, nicht so ganz, denn 'Stei­ne bewe­gen' ist ja nur ein Teil der Tätig­keit 'Stei­ne ver­le­gen', die Vor­ar­beit dazu.

Sie erken­nen, wor­auf das hinausläuft:
Arbeit! Reich­lich Bewe­gung an fri­scher Luft - genau das, was mir kürz­lich mein Arzt mit blu­mi­gen Umschrei­bun­gen nahe leg­te, wenn ich nicht unter Qua­len an Herz- oder Hirn-Infarkt ver­ster­ben wolle.
Lei­se Zwei­fel habe ich schon, ob er an sol­che 'Bewe­gung an fri­scher Luft' dachte.
Um ganz ehr­lich zu sein war ich nicht allein. Wir haben zu zweit gear­bei­tet. Immer­hin waren es bei mir acht Stun­den, bei mei­nem Hel­fer vier Stun­den (er schafft pro Stun­de sehr viel mehr als ich, denn er ist nur halb so alt.

Grö­ße­re Ereig­nis­se wer­fen ihre lan­gen Schat­ten voraus:
Ab Monats­en­de wird eine völ­li­ge Umge­stal­tung des Ein­gangs-, Ein­fahrts-, und Vor­gar­ten­be­rei­ches begin­nen, die seit Mona­ten geplant und vor­be­rei­tet wur­de. Die Stei­ne muss­ten einer­seits neu geschich­tet wer­den weil sie sehr ungün­stig (mit­ten in der ver­mut­li­chen Bewe­gungs­flä­che des Klein­bag­gers) lagen. Ande­rer­seits weil sie noch als Pfla­ster­flä­che einen Teil des Gar­tens bedeck­ten .... und wer mei­ne Ein­stel­lung kennt weiß, dass ich eher 'Blu­men­wie­se' als 'ordent­li­chen Zier­gar­ten' schät­ze. So wer­den vie­le Qua­drat­me­ter wie­der der Natur die­nen wo vor­her bür­ger­li­che Tot­flä­chen geschaf­fen wor­den waren.

Wenn das Wet­ter mit­spielt wer­de ich den Fort­gang der Arbei­ten mit der Droh­ne begleiten.

Was bewegt wurde
14 x 21 cm große,
14 x 10 cm klei­ne Beton-Pflastersteine

2 x 14 Rei­hen x 36 gr. Steine
1 x 15 Rei­hen x 36 gr. Steine
1 x 10 Rei­hen x 36 gr. Steine
[1 Rei­he = (0,14 x 0,21 =) 0,0294 x 36 = 1,0584 m²]
39 Rei­hen → 41,28 m²

1 x 05 Rei­hen x 54 kl. Steine
[1 Rei­he = (0,14 x 0,10 =) 0,014 x 54 = 0,756 m²]
5 Rei­hen → 3,78 m²

Ernst:

Quatsch:

bookmark_borderWie Zimmerpflanzen Denkfehler hervorrufen,
oder: Gut gemeint - aber schlecht belegt

Die erstaun­li­che Viel­falt des The­men­spek­trums bei der "taz" ist mir erst kürz­lich wie­der auf­ge­fal­len - wes­we­gen ich zufrie­den bin mit mei­ner Wahl dort ein paar Euro für den Wei­ter­be­stand zu inve­stie­ren. Kann ich Ihnen nur emp­feh­len.

Dort gab es einen Arti­kel zur Renais­sance der Zim­mer­pflan­zen - ich hat­te gar nicht wahr­ge­nom­men, dass es da Strö­mun­gen gegen Pflan­zen gege­ben hat­te - der sehr fun­diert dar­stell­te, wel­che Pflan­zen wo und an wel­chen Stel­len bes­ser nicht in der Woh­nung mit leben können.

Eine der erör­ter­ten Fra­gen war, ob Pflan­zen die Luft ver­bes­sern kön­nen, eine zwei­te Fra­ge befass­te sich mit dem beson­de­ren 'sozia­len Wert' pflanz­li­cher Deko­ra­ti­on in Büros. Dazu nahm eine Kom­men­ta­to­rin Stel­lung, die in guter Absicht, belegt mit Zita­ten, 'Bewei­se' für ihre Argu­men­te erbrin­gen wollte.

Indes, mit lei­der untaug­li­chen Zita­ten!

Was die net­te Frau als "Zita­te" prä­sen­tiert ist - sehr bedau­er­lich - Zweit- oder Drittmei­nung aus nicht-wis­sen­schaft­li­chen Quel­len. Da herrscht offen­bar eine Rie­sen­lücke im Ver­ständ­nis was denn eine 'zitier­fä­hi­ge wis­sen­schaft­li­che Quel­le' ausmacht. 

Jeden­falls nicht das, was auf der Mar­ke­ting­sei­te eines Blu­men­topf- und Gar­ten­ge­rä­te­ver­käu­fers steht, und auch nicht das, was auf einer PUBLI­RE­POR­TA­GEN-Sei­te zu steht. Selbst der drit­te Link führt nicht zu einer wirk­li­chen Ori­gi­nal­ar­beit.

Eben­dort fin­den sich aber Hin­wei­se auf ernst­zu­neh­men­de Grund­la­gen­pa­pie­re, die signi­fi­kan­te Befun­de dar­stel­len. Eini­ge davon sind mit­nich­ten ohne Feh­ler, so wer­den ent­we­der die Teil­neh­mer­zah­len und/oder die Prüf­kri­te­ri­en nicht offen­ge­legt, bzw. sind unzu­rei­chend aus sta­ti­sti­scher Sicht.
Es blei­ben aller­dings Arbei­ten übrig, die als Beweis gel­ten können.

Bilan­zie­rend stel­le ich dem­entspre­chend fest:
Gut gemeint ist nicht immer gut belegt - da ist noch Bedarf für Erkennt­nis des­sen, was tat­säch­lich als "wis­sen­schaft­li­cher Beweis" (sie­he Links unten) gel­ten kann - und was eben nicht!

Nichts­de­sto­we­ni­ger ist mir die Kom­men­ta­to­rin sym­pa­thisch, denn mir gefällt schon das Bild, das sie für ihren Ava­tar gewählt hat.

... eine wis­sen­schaft­li­che Grund­ein­stel­lung ... (2019)
Mit Wis­sen­schaft tun sich selbst Wis­sen­schaft­ler schwer ←[Über­sicht; 2018]
Wis­sen­schaft (2014)

bookmark_borderSchlaglicht

Nach einer Umfra­ge For­schungs­grup­pe Wah­len, vom 13.08.2021 sieht es der­zeit so aus, als ob ein signi­fi­kan­ter Absturz des CDU/CSU Kanz­ler­kan­di­da­ten mit einem Absturz der Zustim­mung für die Par­tei ins­ge­samt ein­her­geht - was zwei­fel­los ein gutes Zei­chen für die wei­te­re Ent­wick­lung ist, wird doch auf die­se Wei­se das "Wei­ter so!" end­lich, nach vie­len Jah­ren des Still­stands, beendet.

Beim Tages­spie­gel fin­det man zudem einen "Koali­ti­ons­rech­ner", mit des­sen Hil­fe man ver­schie­de­ne Kon­stel­la­tio­nen für eine Mehr­heits­bil­dung ein­stel­len kann, jeweils auf Basis der aktu­el­len Meinungsforschungsergebnisse. 

Hier ein Bei­spiel das mir zwar nicht opti­mal erscheint, doch der­zeit wohl min­de­stens sicher­stellt, dass es kei­ne CDU/C­SU-Betei­li­gung an der neu­en Regie­rung gibt:



bookmark_borderWas passiert während wir nicht so genau hinsehen .... (I)

Da wird hier­zu­lan­de über die fun­da­men­ta­li­sti­schen Glau­bens­rich­tun­gen im nahen und fer­nen Osten her­ge­zo­gen .... und wäh­rend­des­sen schaf­fen die bibel­gläu­bi­gen, evan­ge­li­ka­len Süd­staa­ten-Bap­ti­sten Tat­sa­chen. Die­se Leu­te sind kei­ne harm­lo­sen Spin­ner oder sanf­te Pre­di­ger, noch ledig­lich tum­be Nachläufer! 

Wenn es auch Unter­su­chun­gen gibt, die bewei­sen, dass die extrem-rechts­la­sti­gen Evan­ge­li­ka­len Men­schen mit gemä­ßig­te­ren Glau­bens­grund­sät­zen aus den Kir­chen trei­ben und so Agnostik/Atheismus för­dern, so sind die­se Extre­mi­sten doch hoch aktiv und finan­zi­ell schlag­kräf­tig. Ihre Erfol­ge durch Finan­zie­rung sub­ver­si­ver Aktio­nen - mit dem Ziel die Recht­spre­chung in Rich­tung ihrer Gesin­nung zu ver­schie­ben - über­wie­gen die Ver­lu­ste durch Austritte.

Sie sind dabei mit viel Auf­wand in Euro­pa rech­te Grup­pie­run­gen finan­zi­ell aus­zu­stat­ten um im Gegen­zug deren Zusa­ge zu bekom­men hier den Ein­fluss die­ser christ­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten aus­zu­bau­en. Ver­wun­dert es da noch, dass der Vati­kan seit 2000 zu der Grup­pe von 'Orga­ni­sa­tio­nen' gehört, der die­se christ­li­chen Extre­mi­sten finan­zi­ell fördert?


**Ame­ri­ka­ni­sche Tali­ban**:
Christ­li­che Theo­kra­ten in Geor­gia (US Staat) haben Abtrei­bung erfolg­reich unter Stra­fe gestellt. Frau­en, die abtrei­ben, droht jetzt ein Leben im Gefäng­nis oder sogar die Todes­stra­fe, nach­dem Gou­ver­neur Bri­an Kemp umstrit­te­ne Geset­ze unter­zeich­net hat, die Abtrei­bung im Staat effek­tiv verbieten.


Das ist rich­tig: Lebens­läng­lich im Gefäng­nis oder sogar die Todes­stra­fe für eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Familienplanung. 


Spürst du die christ­li­che Liebe?


Geor­gia ist nicht der ein­zi­ge US Staat, der ver­sucht, Abtrei­bung zu kri­mi­na­li­sie­ren und Frau­en für ihre Gesund­hiets­ent­schei­dun­gen zu bestra­fen. In Ala­ba­ma plant der Gesetz­ge­ber, jede Abtrei­bung im Staat zu kri­mi­na­li­sie­ren und jede Frau mit bis zu 99 Jah­ren Gefäng­nis streng zu bestrafen.


Und in Texas wird über­legt, eine Frau, die eine Abtrei­bung durch­führt, mit der Todes­stra­fe zu bestra­fen.
 

 

Ori­gi­nal­text:

Ame­ri­can Taliban: 

Chri­sti­an theo­crats in Geor­gia have suc­cessful­ly cri­mi­na­li­zed abor­ti­on. Women who abort now face life in pri­son or even the death penal­ty after Gover­nor Bri­an Kemp signed con­tro­ver­si­al legis­la­ti­on into law that effec­tively bans abor­ti­on in the state.

That’s right: Life in pri­son or even the death penal­ty for respon­si­ble fami­ly plan­ning. Can you feel the Chri­sti­an love?

Geor­gia is not alo­ne in try­ing to cri­mi­na­li­ze abor­ti­on and punish women for their health care decis­i­ons. In Ala­ba­ma, law­ma­kers plan to cri­mi­na­li­ze all abor­ti­on in the sta­te and sever­ely punish any woman who has an abor­ti­on with up to 99 years in prison.

And in Texas legis­la­ti­on is being con­side­red that would punish a woman who has an abor­ti­on with the death penalty.

Hier noch eine Stel­lung­nah­me die VOR der Wahl von Trump geschrie­ben wur­de - wie so man­che ande­re Stim­me im gro­ßen Durch­ein­an­der der dama­li­gen Zeit untergegangen:

The con­ser­va­ti­ve base may look at Trump as the solu­ti­on to their pro­blems, becau­se he and he alo­ne can fix them. But to the power-bro­kers sup­port­ing him, inclu­ding the Evan­ge­li­cal con­ser­va­ti­ves, Trump is not­hing more than a useful idi­ot. All they would need to do is put a pen and a law in Trump's hand, and Trump will sign it.

Genau das ist ein­ge­tre­ten. Ein mensch­li­cher Schreib­au­to­mat, der Befrie­di­gung emp­fin­det wenn er umge­ben ist von Men­schen, die ihm für eine Unter­schrift Applaus spenden. 

Ein Wun­der!
Er kann schreiben ....

bookmark_borderPrivatschulen

[Quel­le des Bild­zi­ta­tes: " .. Fund­stück des Tages .."]

Ich hat­te aus dem Stu­di­um zwei Freun­de die an Pri­vat­schu­len eine Anstel­lung fan­den. Einer in Süd­deutsch­land, am Boden­see, mit einem Hauch von Exklu­si­vi­tät, der ande­re an einer kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nen Insti­tu­ti­on von welt­wei­tem Ruf mit ange­schlos­se­nem Internat.

Der Unter­schied bei­der Arbeits­plät­ze hät­te nicht grö­ßer sein kön­nen. Ging es doch beim einen Fall um 'höhe­re Gesell­schaft' (oder was man dazu auch immer sagen wür­de), im ande­ren Fall um Wei­ter­füh­rung einer Jahr­hun­der­te alten Tradition.

Wenn ich also von Pri­vat­schu­len lese erzeugt das eine gewis­se Auf­merk­sam­keit weil ich mit dem The­ma schon frü­her inten­siv in Ver­bin­dung kam. Selbst­ver­ständ­lich ist klar, dass es im Lau­fe der Jahr­zehn­te gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen gege­ben hat. Die betra­fen eher kir­chen­na­he Insti­tu­tio­nen, nicht aber die 'eli­tä­ren Lehr­an­stal­ten für exklu­si­ve Krei­se'. Denn deren Auf­ga­be ist es nach wie vor eine (ver­meint­li­che) Éli­te zu bil­den, die spä­ter ein­mal die Geschicke des Lan­des - wenn auch meist unsicht­bar oder wenig­stens mit wenig öffent­li­cher Wahr­neh­mung - bestim­men soll.

"Distink­ti­ons­ge­winn", so lern­te ich heu­te, kann neben dem oben geschil­der­ten Zweck des Errei­chens eines Exklu­si­vi­täts­zir­kels, ein gewünsch­ter Effekt sein. Nicht alle 'höher gestell­ten Per­so­nen' brau­chen aller­dings die­se Ent­fer­nung vom 'gemei­nen Pöbel'. Ich habe wäh­rend mei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit eine Rei­he von durch­aus jovia­len, volks­na­hen Unter­neh­mern ken­nen­ge­lernt, die kei­ner­lei Berüh­rungs­äng­ste hat­ten - aber das mag durch­aus eine beson­ders posi­ti­ve Aus­wahl gewe­sen sein.

Der Zweck der Pri­vat­schu­len ist nun ange­ris­sen. Die Fra­ge war­um in der FAZ ein Arti­kel erscheint, der das Augen­merk auf eine ande­re Facet­te der Pri­vat­schul­land­schaft lenkt - und damit sug­ge­riert es han­de­le sich doch um nichts exklu­si­ves, son­dern etwas stink­nor­ma­les, das nur etwas teu­rer sei - ist leicht beantwortet:

Allent­hal­ben rumort es im Lan­de wegen der sich aus­wei­ten­den Sche­re zwi­schen Arm und Reich .... und was ist da nahe­lie­gen­der, als zu berich­ten, dass 'reich sein' gar nicht so anders ist als 'arm sein'. Min­de­stens, so scheint es vom Titel her, sind die Ergeb­nis­se der Lehr­an­stal­ten für 'nor­ma­le Krei­se' nicht sehr ver­schie­den von denen, die 'bes­se­ren Krei­sen' 40.000 € pro Jahr für die Bil­dung ihrer Kin­der wert sind.

Da ver­gisst man doch gleich wie vie­le Men­schen das Jahr über durch­schnitt­lich von etwa der Hälf­te die­ses Betra­ges zu zwei Per­so­nen leben müssen.

Wir sehen nun sofort ein:
Mehr Geld zu haben ist beschwer­lich, denn es sichert nicht den Schul­erfolg der Kin­der, und wir haben spon­tan Mit­leid mit den armen Reichen.

Was brin­gen denn nun die "ELITE-AUSBILDUNGSSTÄTTEN"?

Das "net­wor­king", eine vor­neh­me Umschrei­bung dafür, dass man Fäden spinnt und sich mit den rich­ti­gen Per­so­nen zusam­men tut um gemein­sam den Wohl­stand dadurch zu erhö­hen, dass man sich Auf­trä­ge und 'Ver­bin­dun­gen' eröff­net. Es ist die moder­ne Umschrei­bung für "Vet­tern­wirt­schaft", wobei da nicht immer nur 'Vet­tern' im Sin­ne von Ver­wandt­schaft gemeint waren und sind: 

Man kennt halt jeman­den der wie­der jeman­den kennt, der eine Mög­lich­keit zum Geld ver­die­nen anbie­ten kann oder jeman­den kennt der das kann .... und so wei­ter, Sie verstehen ....

bookmark_borderClausewitz: "das Einfache"

Der Krieg ist und bleibt "eine chao­ti­sche Mischung
aus Ord­nung und Unvor­her­seh­bar­keit"
(Clau­se­witz).

"Nur das Ein­fa­che hat Erfolg.
Ein­fa­ches Handeln,
fol­ge­rich­tig ausgeführt,
wird am sicher­sten zum Ziel führen."

(HDv 100|100, № 1014)
 
Die­se Erkennt­nis wird im angel­säch­si­schen Raum so ausgedrückt:

Life is complicated.
Keep things simple.
Simp­le solutions
are gene­ral­ly the best. 

 
Clau­se­witz hat auch gesagt:

"Dem Fein­de auszuweichen,
ihn ins Lee­re lau­fen zu lassen,
ist ein Zei­chen von Stärke
der eige­nen Position." 

Allen mei­nen Lesen­den wün­sche ich
ein schö­nes Wochenende
- bis Mon­tag, Ihr
WvS

 

bookmark_borderFließet aus dem Aug', ihr Tränen ....

.... all mein Hof­fen, all mein Sehnen,
mei­nes Lebens schön­ster Traum,
hängt an die­sem Apfelbaum!

[Quel­le]

Aus den Augen .... 
.... macht er Sül­ze
.... aus dem Sinn
.... ver­lie­ren
.... las­sen [Bsp.: nicht aus den Augen lassen]

Ken­nen Sie, lie­be Lesen­de, noch wei­te­re 'Sprü­che'
mit "Aus den Augen ...."?
Wenn "JA", dann bit­te her damit in den Kommentaren.
Danke!

 

bookmark_borderParallelen

bildzitat
 

world   Das etwas 'schief gelau­fen' ist bei der Inter­gra­ti­on und "Wie­der­ver­ei­ni­gung" des Osten Deutsch­lands dürf­te mitt­ler­wei­le auch dem letz­ten Bür­ger unse­rer Repu­blik auf­ge­fal­len sein. War­um das so ist wird in einem intel­li­gen­ten Essay von Frank Rich­ter dar­ge­stellt. Das Buch ist ab März erhältlich. 

Bei "kraut­re­por­ter" wur­de eine Zusam­men­fas­sung ver­öf­fent­licht in der es ein­gangs heißt:

  .. Er war Chef der Säch­si­schen Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung, als der Auf­stieg von Pegi­da begann. Mit „Hört end­lich zu!” hat er einen der span­nend­sten Debat­ten­bei­trä­ge zur poli­ti­schen Lage Deutsch­lands geschrie­ben. Er zeigt dar­in, wel­che Feh­ler wir im Umgang mit Pegi­da began­gen haben. Und war­um die Erfah­run­gen der Ost­deut­schen mehr Beach­tung verdienen .. 

Je län­ger ich gele­sen habe desto mehr ist mir auf­ge­fal­len wel­che Par­al­le­le zwi­schen Reli­gi­on und dem Wachs­tums­glau­be des Neo­li­be­ra­lis­mus besteht. In bei­den Ideo­lo­gien wird den 'Gläu­bi­gen' das selb­stän­di­ge Den­ken unter­sagt. Sobald die Schäf­chen anfan­gen Fra­gen zu stel­len kommt es zu Zwei­feln an der Gül­tig­keit der Aus­sa­gen. Ewi­ges Wachs­tum geht zu Lasten der Umwelt - und wenn Reli­gi­on hin­ter­fragt wird bricht das Gedan­ken­ge­bäu­de man­gels greif­ba­rer, zufrie­den­stel­len­der Begrün­dung zusammen.

Kein Wun­der also, wenn sich Par­tei­en "christ­lich" nen­nen - ohne tat­säch­lich christ­lich zu han­deln - son­dern den wirt­schaft­li­chen Erfolg als Maß für den Wert eines Men­schen pro­pa­gie­ren. Glück­li­cher­wei­se gibt es immer mehr jun­ge Men­schen die die­ser sehr ein­sei­ti­gen Betrach­tung skep­tisch gegen­über ste­hen und statt­des­sen erken­nen, dass "glück­lich sein" nicht von Geld abhängt. Folg­lich geht das Stre­ben nach mehr frei­er Zeit, in der selbst gewähl­te Zie­le ver­folgt wer­den kön­nen. Glei­cher­ma­ßen führt es zu wach­sen­der Kir­chen­fer­ne. Das beob­ach­ten natür­lich die gro­ßen Reli­gio­nen mit zueh­men­dem Miß­trau­en und die ersten Gegen­be­we­gun­gen sind bereits zu beobachten.

Die christ­li­chen Amts­trä­ger und ihre Hel­fers­hel­fer in poli­ti­schen Ämtern hau­en zuneh­mend auf Kri­tik ein - sie stel­len wo sie nur kön­nen Ver­nunft und wis­sen­schaftl­ci­he Erkennt­nis­se in Fra­ge. Wir sind geneigt das vor allem in den U.S.A. zu bemän­geln - wäh­rend­des­sen läuft es bei uns still und lei­se, ohne gro­ße Beach­tung, schon in der glei­chen Richtung. 

Dazu ein Beispiel:
Erschreckend fand ich, dass 7% [ande­re Quel­len bis zu 10%] aller ange­hen­den und schon im Vor­be­rei­tungs­dienst befind­li­che Bio­lo­gie­leh­rer die Evo­lu­ti­on nicht ken­nen oder akzep­tie­ren. Reli­gi­ös Vor­ge­präg­te sind da in der Mehr­zahl, athe­istisch Den­ken­de stel­len die Minderheit.

Es wird hier deut­lich, wie die Redu­zie­rung der natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächer, ins­be­son­de­re der Bio­lo­gie, sich nun­mehr nach Jahr­zehn­ten auswirkt:
Was nicht gelehrt wird wird durch Hören­sa­gen und Mei­nung ersetzt ....
Anhand die­ses Bei­spiels wird eben­so deut­lich war­um es an Aus­bil­dung in Fra­gen der Wirt­schaft an unse­ren Schu­len mangelt:
Wer zuviel dar­über weiß geht den Neo­li­be­ra­len nicht so leicht auf den Leim!

bookmark_borderWenn Shakespeare vom Atom gewußt hätte ....

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g°°gl°

Screen­shot aus [Quel­le: twit­ter]

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Ich bezweif­le, dass die Schluß­fol­ge­rung kor­rekt ist. Shake­speare war ein getrie­be­ner Mensch der all das los­wer­den muß­te was in sei­nem Kopf her­um­schwirr­te. Eine mög­li­cher­wei­se alter­na­ti­ve Prä­sen­ta­ti­on des The­mas viel­leicht, aber einen so wich­ti­gen Aspekt mensch­li­cher Wesen­äu­ße­rung ganz weg­las­sen? Wohl kaum.

Jeden­falls begeg­nen wir hier wie­der­um dem Phä­no­men der Bestimmt­heit der Lebe­we­sen durch die mole­ku­la­re Che­mie, die letzt­lich auf das Atom zurück­zu­füh­ren ist. So wenig es uns gefal­len mag: 

Wir sind nicht "selbst­be­stimmt" im Sin­ne von "frei" oder "unab­hän­gig", son­dern Ergeb­nis von unwill­kür­li­cher Inter­ak­ti­on von Ato­men. Zufäl­lig so wie wir sind. Wie alles Leben auf die­sem Planeten.

bookmark_borderKanalisierung des Zorns

.
Solan­ge sich der Volks­zorn - bei­spiels­wei­se bei "PEGIDA" - gegen Aus­län­der rich­tet, und von der Grö­ßen­ord­nung her in etwa so bleibt wie zur Zeit, kann die Regie­rung sich durch­aus zufrie­den zurück­leh­nen und dem Trei­ben zusehen.

Wer gegen Aus­län­der auf­ge­hetzt und damit beschäf­tigt ist gegen die­se zu demon­strie­ren wird nicht fra­gen wer im Inland für die sozia­le Schief­la­ge Ver­ant­wor­tung trägt!

Men­schen brau­chen offen­bar einen "Popanz", ein "Opfer­lamm", ein "Hass­ob­jekt" an dem sie sich abar­bei­ten kön­nen wenn sie die Welt um sich her­um als bedroh­lich und nicht mehr fass­bar emp­fin­den, wenn ihnen die Anfor­de­run­gen aus ihrer Umwelt schlicht­weg 'über den Kopf wachsen'.

Es ist bekannt, dass über­for­der­te Men­schen ein Ven­til suchen um ihre Unsi­cher­heit los zu wer­den - eine der mög­li­chen Vari­an­ten ist Aggres­si­on gegen die ver­meint­li­che Quel­le ihres Zustandes.

Seit jeher hat sich die soge­nann­te Obrig­keit genau sol­che Zie­le aus­ge­dacht & benannt - und hat so von sich und den eige­nen Machen­schaf­ten abge­lenkt. Gro­ße Tei­le unse­rer Infor­ma­ti­ons­quel­len, ob 'print', 'funk' oder 'medi­en' unter­lie­gen - direkt oder indi­rekt - der Kon­trol­le derer, deren Kon­trol­leu­re sie eigent­lich sein sollten.

Schaut man sich an gegen wen sich der Volks­zorn rich­tet - sofern man bei den rech­ten Demon­stra­tio­nen davon spre­chen kann - so wird deutlich:

Hier wer­den die Fal­schen beschimpft und geächtet.

Der Volks­zorn soll­te sich eher gegen Jene rich­ten, die für die miß­li­che Lage ver­ant­wort­lich sind, gegen die Kon­zer­ne, die mit dem Geschäft in die Kri­sen­ge­bie­te ohne jeg­li­che Skru­pel Geld ver­die­nen und davon nie genug ....

Also, lie­be Pegi­da & son­sti­ge Demonstranten:
Rich­tet euch, rich­tet eure Wut, lie­ber gegen die Ver­ur­sa­cher der 'Völ­ker­wan­de­rung' aus den süd­li­chen Gefil­den anstatt die Opfer für ihre Situa­ti­on zu schelten.

bookmark_borderBeobachtung & Fragen (II)

.
Wenn man den Him­mel betrach­tet und das Spiel der Bil­dung und des Zer­flie­ßens der Wol­ken in stän­di­gem Wech­sel, ledig­lich unter­schie­den nach Dau­er und Geschwin­dig­keit, fragt man sich was all dem Sicht­ba­ren an unsicht­ba­ren Kräf­ten zugrun­de liegt.

Meh­re­re Fra­gen, hier eine Auswahl:
War­um blei­ben Wol­ken als (nahe­zu) kom­pak­te Mas­se zusammen?
War­um neh­men Wol­ken sehr unter­schied­li­che Gestalt & Muster an?
War­um stre­ben sie gelegentlich/zufällig aus­ein­an­der und zerfließen?

bookmark_borderBeobachtung & Fragen

.
Wenn man etwas ÖL auf eine Was­ser­ober­flä­che schüt­tet ist das Öl zunächst weit­räu­mig ver­teilt - aller­dings nicht lan­ge, denn die Öltröpf­chen flie­ßen wie von Gei­ster­hand zu einem ein­zi­gen Öltrop­fen zusammen.

Dar­aus erge­ben sich meh­re­re Fragen:
War­um ver­mi­schen sich Öl und Was­ser nicht?
War­um stre­ben die Öltröpf­chen auf­ein­an­der zu?
War­um ändert sich das wenn man das Was­ser erhitzt?