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bookmark_border➀ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen

Teil ➀
Ein­lei­tung, Mythen 1 & 2

Wor­an erken­nen wir, ob ein Staat eine Demo­kra­tie ist?
Wenn unser Staat kei­ne Demo­kra­tie ist, war­um gibt es dann kei­nen Auf­stand um sie wie­der herzurichten? 

Das ist der Aus­gangs­punkt für die Fra­ge­stel­lung im Titel.
Wie wird also das Volk 'zufrie­den' gehal­ten und wie wird den Bür­gern Demo­kra­tie vor­ge­spielt, so glaub­haft, dass sie Ruhe bewahren?

Nun, das Zau­ber­wort heißt "Mythos" - lt. WIKTIONARY: Legen­de, Sage - es wer­den uns bestimm­te Geschich­ten erzählt die zum Beweis die­nen sol­len, dass unser Staat eine Demo­kra­tie ist. 

Wenn etwas sehr häu­fig und aus vie­len Rich­tun­gen wie­der­holt wird muß es doch wahr sein?
Das ist die all­ge­mei­ne Auf­fas­sung und die Mas­se der Bevöl­ke­rung kommt gar nicht erst auf die Idee die­ses (angeb­li­che) Fun­da­ment des Staa­tes in Fra­ge zu stellen.

Vie­le 'bedeu­ten­de' Per­sön­lich­kei­ten ste­hen hin­ter die­sen Aus­sa­gen, wird da behaup­tet. Wer sind die­se Per­sön­lich­kei­ten und wie haben sie sich tat­säch­lich geäu­ßert? Wur­den mög­li­cher­wei­se ihre Wor­te aus dem Zusam­men­hang geris­sen und als Zitat ver­wen­det obwohl die Aus­sa­ge ins­ge­samt eine völ­lig ande­re Ten­denz hat? "Lügen mit Zita­ten" - ein mie­ser Trick der Poli­tik, die sich dafür oft bestimm­ter Mas­sen­blät­ter bedient. Im Gegen­zug wer­den die hand­voll Ver­le­ger sol­cher Mas­sen­zei­tun­gen - die noch im Lan­de bestehen - von der Poli­tik geschützt indem man die vom Vol­ke bezahl­ten Medi­en­an­stal­ten ihrer Archi­ve beraubt weil die Ver­le­ger dar­in "Kon­kur­renz" sehen.

Doch schau­en wir ein­mal genau­er hin wie es um die ver­schie­de­nen Mythen bestellt ist, die uns sug­ge­rie­ren, wir leb­ten in einem demo­kra­ti­schen Staat in dem jede Stim­me glei­ches Gewicht und jeder Bür­ger glei­che Rech­te hat. 

  • Mythos # 1:
    Unser Staat ist eine Demokratie
  • Immer vor gro­ßen (Bun­des­tags-) Wah­len über­bie­ten sich die Poli­ti­ker dabei zu beto­nen wie wich­tig es sei zur Wahl zu gehen. Wor­te. Aber wo sind die Taten?
    Wie ich vor Jah­ren schon in die­sem Bei­trag → Wahl­be­tei­li­gung & Sitz­ver­tei­lung berech­net habe könn­ten wir mit einem alter­na­ti­ven Modell den Bun­des­tag klei­ner machen und viel Geld spa­ren. Zumal wir immer bei Wah­len "Luft­sit­ze" [man nennt sie vor­neh­mer "Über­hang­man­da­te"] haben. Es fehlt aller­dings am Wil­len der Par­tei­en weil sie nicht gewillt sind selbst spar­sam zu sein, son­dern lie­ber an Aus­ga­ben für die Bür­ger sparen.
    Wo frü­her eine gewis­se Ver­läß­lich­keit der poli­ti­schen Rich­tung vor­han­den war fin­den wir heu­te sich ganz schnell dre­hen­de Fähn­lein im Win­de .... ein Bei­spiel aus der vor­letz­ten Wahl in Hes­sen: → Sind "Grü­ne Lügen" die bes­se­ren Lügen? Da haben die Grü­nen vor Bouf­fier als Mini­ster­prä­si­dent gewarnt und nach der Wahl waren sie es, die ihn in den Sat­tel hoben. Kann man sol­che Poli­ti­ker noch ernst neh­men? Oder gar wäh­len? Dann doch lie­ber "Die Lin­ke", trotz ihrer mehr als dubio­sen Ein­stel­lung zur Reli­gi­on ganz allgemein.
    Womit wir beim zwei­ten Mythos ange­kom­men sind:

  • Mythos # 2:
    Unser Wahl­sy­stem ist aus­ge­wo­gen und spie­gelt den Volks­wil­len wieder
  • Nichts an unse­rem Wahl­sy­stem ist "demo­kra­tisch" - abge­se­hen viel­leicht von der Tat­sa­che, dass es kei­nen Betrug an den Urnen gibt. Der Betrug an den Wäh­lern fin­det schon vor­her, ganz offen, bei der Aus­wahl der Kan­di­da­ten und wegen des bestehen­den Wahl­sy­stems statt.

    Kan­di­da­ten wer­den zumeist in den Wahl­krei­sen von der Basis mit-bestimmt. Dar­in steckt schon ein Detail: Vor­schlä­ge kom­men nicht von den Mit­glie­dern, son­dern von extra dazu bestimm­ten Gre­mi­en - mit der faden­schei­ni­gen Begrün­dung man wol­le den Pro­zeß straf­fen und allen Betei­lig­ten Zeit und Auf­wand spa­ren. Es gibt natür­lich Vari­an­ten. Wenn sie, lie­be Lesen­de, wel­che ken­nen, bit­te ver­mer­ken sie es in den Kom­men­ta­ren. Danke!

    Der viel grö­ße­re Betrug am Wäh­ler folgt in der näch­sten Stufe:
    Den Landeslisten.
    Dort wer­den Kan­di­da­ten "abge­si­chert", die die Par­tei­füh­rung unbe­dingt im Par­la­ment haben will.
    Selbst wenn also die Bevöl­ke­rung die­se Per­son satt hat, für unfä­hig hält oder deren Arbeit für unzu­läng­lich und des­we­gen nicht mehr haben will - die Lan­des­li­ste bringt sie wie­der in die Spit­ze bzw. Regie­rung, gegen allen Wider­stand der Wäh­ler, deren Wil­le hier schlicht­weg gefälscht wird, denn die Wahl eines Wahl­kreis­kan­di­da­ten wür­de doch schon völ­lig aus­rei­chen - aber Nein, über die Zweit­stim­me mogeln die Par­tei­obe­ren ihre beson­de­ren Spe­ze­ln wie­der in die Ämter.
    Die wis­sen eben, wie man mit Lob­by­isten umgeht und die Par­tei­spit­zen wis­sen, wer ihnen den größ­ten Rei­bach beschert.

    Gera­de­zu 'pro­phe­tisch' ana­ly­sier­te Gre­gor Gysi schon vor Jah­ren war­um eine Grün­dung der EU schei­tern muß, wenn sie ledig­lich auf einem wirt­schaft­li­chen Fun­da­ment gebaut wird - die Bevöl­ke­run­gen in der EU wur­den nicht gefragt, das haben die Poli­ti­ker ganz allei­ne zu ver­ant­wor­ten - und nun fra­gen wir uns:
    War das Alles rech­tens, war­um wur­den da die Bür­ger nicht ein­be­zo­gen, war das tat­säch­lich eine demo­kra­ti­sche Vor­ge­hens­wei­se? Und wie sieht es mit den wei­te­ren Gre­mi­en der EU aus die ledig­lich von den natio­na­len Par­la­men­ten dort­hin geschickt wer­den? Kei­ne poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung auf­grund von Wah­len, dort fin­det man meist wil­li­ge "Par­tei­sol­da­ten", denen das Aus­schei­den aus der natio­na­len Poli­tik durch groß­zü­gi­ge Diä­ten und Kosten­er­stat­tun­gen leicht gemacht wird, und die dann ihr Mario­net­ten­da­sein bis zum Gro­tes­ken aus­le­ben - sie­he Öttin­ger!

    --------------------------------- So geht es wei­ter .... ---------------------------------

    Fort­set­zung Teil ➁
    Mythen 3 & 4

  • Mythos # 3:
    Unse­re Medi­en, Pres­se, Rund­funk und Fern­se­hen sind die 4. Gewalt und schau­en den ande­ren drei Gewal­ten [Gesetz­ge­bung (Legis­la­ti­ve), Voll­zie­hung (Exe­ku­ti­ve) und Recht­spre­chung (Judi­ka­ti­ve)] auf die Finger.
  • Mythos # 4:
    Unse­re Justiz ist "unab­hän­gig"
  • Fort­set­zung Teil ➂
    Mythen 5 & 6

  • Mythos # 5:
    Die Poli­zei ist unser "Freund & Helfer"
  • Mythos # 6:
    Kon­sum macht glücklich
  • Fort­set­zung Teil ➃
    Mythen 7 & 8 und Schlußüberlegungen

  • Mythos # 7:
    Wer hart arbei­tet sorgt für ein zufrie­de­nes Leben für sich und sei­ne Familie
  • Mythos # 8:
    Jeder Bür­ger des Staa­tes genießt 'per­sön­li­che Freiheit'
  • bookmark_borderWann ich anfange Sinn, Berechtigung, und Nutzen zu überdenken ....

    Wenn ich sol­che Feh­ler­mel­dun­gen lese den­ke ich immer:
    Da ist jemand lan­ge bei Micro­soft gewe­sen und hat deren Art der 'user'-Ansprache so ver­in­ner­licht, dass er sie auch noch nach knapp 30 Jah­ren nicht ver­ges­sen hat!
    Das sind die Momen­te, in denen ich Zwei­fel habe, ob das wirk­lich stimmt wenn man uns das Inter­net und Alles, was so dran hängt als "unver­zicht­bar" darstellt.

    Sicher, es ist von Vor­teil wenn heu­te eine Bank­über­wei­sung nur noch ein paar Stun­den anstatt wie frü­her meh­re­re Tage dau­ert, es ist sicher auch eine Hil­fe mit­ten aus dem Gelän­de per Mobil­te­le­fon einen Not­fall­dienst zu errei­chen, und es ist bequem sich Waren nach Hau­se schicken zu las­sen, wenn, wegen der Grö­ße des Ortes in dem man wohnt, kein Ange­bot für die­se Art von Pro­dukt vor­han­den ist.

    Betrach­tet man aller­dings die Nach­tei­le, so schmilzt der ver­meint­lich so tol­le Fort­schritt auf das zusam­men was er tat­säch­lich ist:

    Eine Geld & Daten gene­rie­ren­de Tech­no­lo­gie, die uns Alle über die ver­gan­ge­nen Jah­re 'glä­sern' gemacht hat [sofern wir denn nicht auf Begren­zung der Wei­ter­ga­be unse­rer per­sön­li­chen Daten geach­tet haben; wobei das nur eine schwa­che Hoff­nung ist, weil über aller­lei tech­ni­sche Tricks [Bsp. Meta-Pixel!] mitt­ler­wei­le nie­mand mehr vor 'face­book' und Co sicher ist]. Selbst das ist kei­ne Bar­rie­re mehr für Unter­neh­men wie 'face­book' oder 'goog­le' - wer nicht frei­wil­lig zustimmt wird eben über die Ver­bin­dung zu Drit­ten iden­ti­fi­ziert und 'ver­ar­bei­tet'.

    Was mir völ­lig unver­ständ­lich ist pas­siert eher so am Ran­de und wird kaum in Fra­ge gestellt:

    In immer kür­ze­ren Abstän­den wer­den bei­spiels­wei­se neue Mobil­te­le­fo­ne her­aus­ge­bracht, deren 'fea­tures' sich beim neu­en Modell vom alten nur gering­fü­gig unter­schei­den. Ähn­lich ist es bei Com­pu­tern & Lap­tops - da dreht sich mun­ter die Spi­ra­le "mehr Spei­cher - umfang­rei­che­re Pro­gram­me - schnel­le­re Ports - neue Peri­phrie­wa­re - bes­se­re Mother­boards" und wie­der von vorn, sodass der Bedarf für den Aus­tausch durch­aus noch funk­ti­ons­fä­hi­ger 'hard­ware' gene­riert wird.

    Ich habe noch ein fünf­zehn Jah­re "altes" Nokia 6310i als Reser­ve, soll­te ein­mal mein smart-pho­ne aus­fal­len. Das ist übri­gens ein 1+1 (sprich "One-plus-One"; erste Gene­ra­ti­on; Typ I). Mitt­ler­wei­le, es sind knapp 5 Jah­re seit der Ein­füh­rung ver­gan­gen, gibt es die sech­ste (!) Gene­ra­ti­on. Wäh­rend die erste Gene­ra­ti­on noch knapp 300,-€ geko­stet hat zahlt man für Typ VI etwa das Dop­pel­te. Und was ist der wesent­li­che Unter­schied zwi­schen Ver­si­on I und VI? Das neue­ste Tele­fon hat Ste­reo-Kame­ras "..für mehr Tie­fen­wir­kung..".

    Wahr­haf­tig eine unver­zicht­ba­re Erwei­te­rung des Funk­ti­ons­um­fan­ges - wer mag schon auf die Stra­ße gehen ohne "mehr Tie­fen­wir­kung" in sei­nem Mobil­te­le­fon ein­ge­baut zu haben ....

    bookmark_borderDie CSU-Dreifaltigkeit ....

    Die CSU-Drei­fal­tig­keit besteht aus Into­le­ranz, Igno­ranz und Intelligenzmangel.
    So, wie die Umfra­gen aus­se­hen, geht eine Mehr­heit der baye­ri­schen Bür­ger die­ser Par­tei nicht mehr auf den Leim.

    Mer­ke:
    Nicht Jeder der sich in einem Bier­zelt wohlfühlt
    ist danach ein Leben lang immun gegen Vernunft.

    Am Bei­spiel Bay­erns erkennt man die Kün­gel­wirt­schaft zwi­schen Kir­che und Poli­tik, die über Jahr­hun­der­te die Bür­ger gemein­sam geknech­tet hat. Geht es dem "Glau­ben" an den Kra­gen, so folgt auch bald der Unter­gang einer ver­filz­ten Poli­tik zu Ungun­sten der Landeskinder.

    Der Weg bis zur voll­stän­di­gen Besei­ti­gung des Fil­zes aus Poli­tik, Kirche(-n) und Groß­un­ter­neh­men ist schon kür­zer geworden.
    Dennoch:
    Gera­de in die­sem letz­ten Abwehr­ge­fecht der eta­blier­ten Mäch­te wer­den die Ban­da­gen här­ter, mit denen ums Über­le­ben gekämpft wird.

    bookmark_borderDer Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss ....

    Ein Blick in die Sta­ti­stik beweist eine unum­stöß­li­che Tatsache:
    Wer jen­seits sei­nes sieb­zig­sten Lebens­jah­res ist hat im Mit­tel als Mann noch ca. acht Jah­re, als Frau ca. zwölf Jah­re zu leben. Das ist kei­ne end­gül­ti­ge Aus­sa­ge, denn die­ser Wert ändert sich mit jedem Geburtsjahrgang.

    Was bleibt ist das Bewußt­sein irgend­wann, spä­te­stens in ein paar Jah­ren, mög­li­cher­wei­se schon bald, an der Rei­he zu sein. Die Span­ne ist unge­wiß, aber mit jedem zusätz­li­chen Lebens­jahr wächst die Wahr­schein­lich­keit. Die­ses Bewußt­sein, die­se Erkennt­nis des Unaus­weich­li­chen beglei­tet mich immer mal wie­der, tritt aus dem Unter­be­wuß­ten ins Bewuß­te, füllt mehr oder weni­ger inten­siv mei­ne Gedanken. 

    Nie­mand will *gern* ster­ben, ich auch nicht. Mir geht es gesund­heit­lich gut, bes­ser als man­chem jün­ge­ren Men­schen, das ist ein glück­li­cher Umstand, von dem ich hof­fe, dass er noch recht lan­ge anhält. Schließ­lich ist die Anga­be der "mitt­le­ren Lebens­er­war­tung", wie der Name schon sagt, ein Mit­tel­wert - und da gibt es eine Span­ne nach oben und unten. So kann man - in Abwand­lung der Über­schrift "Der Tod ist gewiss, die Stun­de unge­wiss ...." abge­wan­delt for­mu­lie­ren "Der Tod ist gewiss, Jahr, Tag und Stun­de sind ungewiss .... ".

    Wenn ich mein Leben Revue pas­sie­ren las­se und mich fra­ge "Bin ich bereit?", so lau­tet die Ant­wort "Ja!". Ich glau­be nicht an ein Leben nach dem Tode, an Para­dies oder Höl­le, an eine Wie­der­ge­burt oder Ver­wei­len in einer ener­ge­ti­schen Wol­ke - das Alles sind nach mei­ner Auf­fas­sung Wunsch­ge­bil­de jener Men­schen, die sich mit der End­lich­keit des Seins nicht abfin­den können.

    Als Natur­wis­sen­schaft­ler bin ich über­zeugt ein Teil der beleb­ten Umwelt zu sein. Wenn man ande­re Lebe­we­sen beob­ach­tet, sich bewußt ist, dass der Mensch ledig­lich eine beson­de­re Art unter den Säu­ge­tie­ren ist ¹, dann kann man den Zyklus des Lebens erkennen:
    Geburt, Fort­pflan­zung, Tod - das ist unser Lebens­ver­lauf, unse­re Lebens­auf­ga­be ist die gene­ti­sche Viel­falt der Art zu för­dern, zu deren Exi­stenz und Erhalt bei­zu­tra­gen und dann --- zu ster­ben und Platz zu machen für all die Gene­ra­tio­nen, die nach uns kom­men wer­den. Immer vor­aus­ge­setzt, die Erde wird nicht vor­her durch das Wir­ken der Men­schen² unbe­wohn­bar und öde.

    Als Mensch der gewohnt ist sein Leben in die Hand zu neh­men und nicht dar­auf zu war­ten, dass Ande­re es für mich tun, fin­de ich es ärger­lich die­sen letz­ten Schritt nicht selbst zu bestim­men. Die­se Umge­wiß­heit gefällt mir nicht - und doch schät­ze ich sie zugleich, denn jeder zusätz­li­che Tag ist ein Gewinn.

    Ich bin ein Indi­vi­du­um mit Kör­per und Geist, stirbt der Kör­per und mit ihm das Gehirn, so ist auch der Geist, die Indi­vi­dua­li­tät, mei­ne Per­sön­lich­keit per­du. Kei­ne Gehirn­ak­ti­vi­tät mehr - kein Indi­vi­du­um mehr, kei­ne Kör­per­funk­ti­on, die sich gegen den Ver­fall ins Cha­os wehrt .... und dann folgt die Zer­le­gung in all die che­mi­schen Sub­stan­zen aus denen wir auf­ge­baut sind und über lan­ge Zeit bestehen.

    Und wis­sen Sie, lie­be Lesen­de, was mir das Ster­ben wirk­lich ver­gällt? Es ist die Tat­sa­che, dass ich dann nicht mehr weiß wie es auf die­sem Pla­ne­ten wei­ter geht, was mit Fami­lie, Freun­den, dem Land und der Welt passiert.
    Andererseits: 

    Das Leben aller Ande­ren geht wei­ter. Ein Sand­korn weni­ger in der Wüste - das ist kaum der Rede wert.

    ?

    Ein wesent­li­cher Grund für den Raub­bau an der Natur ist die christ­li­che Leh­re der Mensch als "Abbild Got­tes" sei eine höher­wer­ti­ge Krea­tur und müs­se sich "die Erde unter­tan machen"
    ¹ Zitat: 1.Mose 27-29
    27Und Gott schuf den Men­schen ihm zum Bil­de, zum Bil­de Got­tes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. 28Und Gott seg­ne­te sie und sprach zu ihnen: Seid frucht­bar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch unter­tan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Him­mel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gege­ben aller­lei Kraut, das sich besamt, auf der gan­zen Erde und aller­lei frucht­ba­re Bäu­me, die sich besa­men, zu eurer Speise,…

    ² Zitat:
    Die Vor­stel­lung von der Herr­schafts­stel­lung des Men­schen hat einen nach­hal­ti­gen Ein­fluss auf das von der jüdisch-christ­li­chen Kul­tur gepräg­te Abend­land aus­ge­übt. In Euro­pa und in der Fol­ge in Ame­ri­ka sind die größ­ten Erfin­dun­gen ent­stan­den, die spek­ta­ku­lär­sten Ent­deckun­gen gemacht wor­den, haben sich Tech­nik und Indu­strie am rasan­te­sten ent­wickelt - und all das gegen den erbit­ter­ten Wide­stand der Amts­kir­chen, bis heu­te. Der abend­län­di­sche Mensch war der fau­sti­sche Typ, der mit einem Wis­sens- und For­schungs­drang ohne­glei­chen fer­ne Län­der und Kon­ti­nen­te erober­te und die Geset­ze der Natur auf­deck­te. Denn er war ja mit dem Auf­trag aus­ge­stat­tet, sich die Erde unter­tan zu machen. Doch wie ein Berg­stei­ger, der trotz Unwet­ter­war­nung ein­fach wei­ter­klet­tert, ver­lor der Mensch oft die Gren­zen aus den Augen und ließ es am nöti­gen Respekt vor der Wür­de gegen­über ande­ren Men­schen und vor allem den Tie­ren fehlen.

    So erklär­ten die Kon­qui­sta­do­ren die erober­ten Län­der kur­zer­hand für ihre eige­nen, zwan­gen den Urein­woh­nern ihre Reli­gi­on und Kul­tur auf und schlepp­ten Seu­chen und Krank­hei­ten in die frem­den Län­der. Die Ein­wan­de­rer Nord­ame­ri­kas zer­stör­ten in kür­ze­ster Zeit die ursprüng­li­che Land­schaft samt ihrer Tier­welt und ver­nich­te­ten mit Hil­fe ihrer Waf­fen den größ­ten Teil der india­ni­schen Bevöl­ke­rung. Die Natur mit ihrem unge­heu­ren Reser­voir an Pflan­zen und Bäu­men, mit ihrer Viel­falt an Tie­ren wur­de dem Men­schen zur Vor­rats­kam­mer, in die man gedan­ken­los und unbe­grenzt ein­grei­fen, die man nach Belie­ben aus­pres­sen konn­te. Die Theo­lo­gen und Phi­lo­so­phen lie­fer­ten den ideo­lo­gi­schen Unter­bau, indem sie den Tie­ren eine See­le und jeg­li­ches Emp­fin­den abspra­chen oder den Abstand zwi­schen mensch­li­chem und natür­li­chem Bereich durch die Über­be­to­nung der Ver­nunft und des Ver­stan­des ins Unend­li­che ver­grö­ßer­ten. Aber nicht ein­mal jeder Mensch hat­te das Glück, als ein ver­nünf­ti­ges Wesen betrach­tet zu wer­den. Schwarz- oder rot­häu­ti­gen Men­schen fehl­te nach Mei­nung des wei­ßen Man­nes das Ver­nunft­or­gan, des­halb stell­te er sie auf eine Stu­fe mit den Tie­ren, die man nun ohne beson­de­re Gewis­sens­nö­te umbrin­gen konn­te.
    .. Die Aus­beu­tung der Natur und die Miss­ach­tung ande­rer Men­schen wie auch der Tie­re gehen heu­te unver­fro­ren wei­ter, obwohl jeder weiß, dass wir uns wie der Berg­stei­ger in töd­li­che Gefahr bege­ben. Wir spü­ren bereits die Fol­gen der von Men­schen ver­ur­sach­ten Kli­ma­ver­än­de­rung in Form unge­wöhn­lich häu­fi­ger Tor­na­dos, mas­si­ver Über­schwem­mun­gen, jah­re­lan­ger Dür­re zum Bei­spiel in Ost­afri­ka; wir spü­ren die Fol­gen der unmensch­li­chen Mas­sen­tier­hal­tun­gen oder des che­mi­schen Ein­sat­zes in der Land­wirt­schaft in Form von plötz­lich auf­tre­ten­den Krank­heits­er­re­gern, die unse­re Nah­rung ver­gif­ten; wir müs­sen bereits jetzt erle­ben, dass man­ches, was tech­nisch mög­lich ist, uns selbst im höch­sten Maße gefähr­det: die Gewin­nung der Ener­gie aus der Atom­kraft und nicht zuletzt die ato­ma­ren Waf­fen selbst rich­ten sich schließ­lich gegen die Menschheit. 

    Sie­he hier­zu → Kein 'Ent­kom­men' ....

    bookmark_borderEs besteht ein Zusammenhang ....

    Es besteht ein Zusam­men­hang zwi­schen Bil­dung und Aber­glau­be. Das ist - soweit ich weiß - unbe­strit­ten. Wer über weni­ger natur­wis­sen­schaft­li­che Kennt­nis­se ver­fügt ist dem­nach leich­ter geneigt Natur­phä­no­me­ne als "von Gei­stern ver­ur­sacht" und eige­ne Phan­ta­sien als "medi­ta­ti­ve Erkennt­nis­se" wahr­zu­neh­men. Die Anthro­po­so­phie 'ver­führt' ein­fa­che Gemü­ter leich­ter als klar den­ken­de Menschen. 

    Um es auf den Punkt zu bringen: 
    Ich hal­te der­glei­chen Spin­ne­rei für eine psy­chi­sche Stö­rung!
    Wer - außer einer gei­stig gestör­ten Per­son - glaubt an sol­che 'über­sinn­li­chen Wesen'?
    Hier kommt wie­der Rudolf Stei­ner ins Spiel - Stich­wort: "Wal­dorf­schu­len". Ich bin mir sicher, dass vie­le Eltern, die ihre Kin­der dort unter­rich­ten las­sen, nicht wis­sen auf wel­chem absur­den Fun­da­ment die soge­nann­te "Wal­dorf-Päd­ago­gik" steht.

    Doch nun zum Text den ich hier - als abschrecken­des Bei­spiel - vor­stel­len will. Manch­mal läßt sich schon an der Art der sprach­li­chen Dar­stel­lung fest­stel­len, daß hier Unwis­sen­heit - um nicht zu sagen 'Dumm­heit' - am Werk ist ....

    Dazu dies Bei­spiel, das offen­bar ein Pla­gi­at aus einer Schrift mit dem Titel "Hauch­dünn: 20 Essays über die Wand zwi­schen sinn­li­cher und über­sinn­li­cher Welt von Jostein Sæther" ist, wobei der Text gram­ma­ti­ka­lisch ver­än­dert wur­de - zum Schlech­te­ren! Auch der Bezug auf Stei­ner ist ent­fernt wor­den, denn dann hät­te man die Fäl­schung / das Pla­gi­at schnell ent­lar­ven können.
    [Unver­än­dert zitiert, Her­vor­he­bung (fett) & Nume­rie­rung von mir; Ori­gi­nal­text als → Abbil­dung]:

    1. 1. " .. Wenn ich medi­ta­tiv die Situa­ti­on erreicht habe, im rei­nen Geist zu ver­wei­len, und in einer Begeg­nung mit einem ande­ren Wesen mich befin­de, wie erken­ne ich, dass die­ses Wesen mir wohl­ge­sinnt ist?
       
      Völ­lig unnö­ti­ge Schach­te­lung und Ver­dre­hung des Sat­zes, der hät­te lau­ten kön­nen "Wenn ich im 'rei­nen Geist' ver­wei­le, wie erken­ne ich dann ob ein Wesen, dem ich begeg­ne, mir wohl­ge­son­nen ist?" 
       
    2. 2. Wie unter­schei­de ich zwi­schen Wesen und Wesen?
       
      Wie unter­schei­de ich zwi­schen ver­schie­de­nen Wesen? - das war ja wohl gemeint ....
       
    3. 3. Wie erscheint Luzi­fer, wie erscheint Ahri­man in mei­nem höhe­ren Bewusst­sein?
       
      "Luzi­fer" und "Ahri­man" - tja, da geht es los mit dem Aber­glau­be .... außer­dem müß­te der Satz lau­ten: Wie erschei­nen Luzi­fer und Ahri­man in mei­nem höhe­ren Bewußtsein?
       
    4. 4. Es besteht bei­spiels­wei­se die Situa­ti­on nach einer kar­mi­schen Erkennt­nis über mich selbst, die meh­re­re Sequen­zen aus einer frü­he­ren Inkar­na­ti­on in Ägyp­ten ima­gi­na­tiv zeig­te, aber auch eini­ge Rät­sel hin­ter­ließ, sodass ich einen grö­ße­ren Zusam­men­hang ver­fol­gen will, die den Bezug zur Gegen­wart erhel­len könn­te.
       
      Hä? Eine 'frü­he­re Inkar­na­ti­on' hat­te also 'Erkennt­nis­se' gelie­fert und Rät­sel hin­ter­las­sen - und das soll irgend­wie Bezug zur Gegen­wart haben .... so wirr der Satz auf­ge­baut ist, so wirr ist die gram­ma­ti­ka­li­sche Ver­ar­bei­tung. 'sodass ich den grö­ße­ren Zusam­men­hang ver­fol­gen will' steht irgend­wie iso­liert da, paßt nicht zum Rest des Satzes. 
       
    5. 5. Zunächst las­sen sich kei­ne wei­te­ren Ima­gi­na­tio­nen erbil­den.
       
      Den Zustand "Ima­gi­na­tio­nen" zu haben, nennt man "Ver­lust des Rea­li­täts­be­wußt­seins" - man sieht und hört etwas, was tat­säch­lich nicht vor­han­den ist .... 'erbil­den' - so ein Quatsch: Die Vor­sil­be 'er-' soll wohl 'schmückend' sein - es klingt aber nur geschraubt. Das Wort gibt es nicht.
       
    6. 6. Ich gera­te statt­des­sen in einen beun­ru­hi­gen­den inne­ren Dun­kel, der mich qua­si emp­fiehlt, die Medi­ta­ti­on zu been­den.
       
      Oh, oh! Da schlägt die Gram­ma­tik hef­ti­ge Pur­zel­bäu­me .... Ange­mes­se­ner wäre wohl:
      "Ich gera­te statt­des­sen in ein beun­ru­hi­gen­des, inne­res Dun­kel, das mir emp­fiehlt die Medi­ta­ti­on zu beenden"
       
    7. 7. Was liegt dabei vor?
       
    8. 8. Ist es ein Aus­druck der soge­nann­ten Hüter der Schwel­le, der mich vor der har­ten Erkennt­nis des Kar­mas beschützt?
       
    9. Sind es nun meh­re­re 'Hüter' oder ist es ein 'Hüter'?
      Oha! 'Die har­te Erkennt­nis des Kar­mas' - das muß 'was ganz Schlim­mes sein!
       

    10. 9. Mich anbie­tet, mei­ne Fra­gen zu über­den­ken, sie von aller Ego­is­mus zu befrei­en .. "
    11. [Zitat Ende]
       
      Hier bie­tet sich der Satz an: 
       
      "Mir und mich ver­wech­sel ich nich' das kommt bei mich nich' vor!"
      Der Pla­gia­tor hat den vor­lie­gen­den Text durch meh­re­re Feh­ler im Aus­druck / in der Gram­ma­tik sinn­ent­stellt, schein­bar weil er dach­te, man kön­ne so sei­ne Fäl­schung nicht erkennen. 

    Stel­len Sie sich vor: Es gibt Men­schen, die auf der­glei­chen Gefa­sel her­ein­fal­len und die­sen Betrü­gern abneh­men, dass sie mit irgend­wel­chen Gei­stern in Ver­bin­dung ste­hen. Dann zah­len sie viel Geld um zu erfah­ren, was Ver­stor­be­ne ihnen aus dem Jen­seits (!) noch unbe­dingt zu sagen haben. Der fau­le Zau­ber ist erst zu Ende, wenn das 'Opfer' kei­nen baren Hel­ler mehr besitzt - dann ver­stum­men die Geister .... 


    Redi­gier­te Neu­fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung am: 17. Jul 2009 um 20:01h

    bookmark_borderEs ist warm ....

    Es ist warm und ich bin immer wie­der erstaunt, dass das die Leu­te 'beschwer­lich' fin­den .... in Kan­sas [USA] habe ich im Som­mer Tage mit durch­schnitt­lich 42°C für meh­re­re Wochen hin­ter­ein­an­der erlebt.
    Nur so dar­über gejam­mert wie hier in Deutsch­land hat dort niemand.

    Das ist eben "Som­mer": Heiß, schwül, drückend .... usw ....

    *edit / update *
    Nichts­de­sto­we­ni­ger freut es mich, dass es immer mal wie­der zwi­schen­durch ein hef­ti­ges Gewit­ter gibt - das spart mir die Blu­men 'von Hand' zu bewässern ....

    bookmark_borderScheinheilige Scheinheiligkeit ...!

    Schon seit län­ge­re Zeit treibt mich das The­ma "Schein­hei­lig­keit" um .... ich ver­ste­he darunter:

    Unter dem Deck­man­tel der RELIGION wer­den eige­ne Inter­es­sen einer Per­son ver­folgt, die (vor­geb­lich) aber dem GLAUBEN die­nen sollen ....

    Es gibt vie­le Bei­spie­le, von denen ich aber nur ein paar her­aus­he­ben will - 'zuviel' oder 'mehr' ist eher lang­wei­lig, weil ja das zugrun­de­lie­gen­de Muster immer gleich ist.

    Da sind zunächst die from­men Spen­den­samm­ler.
    Sie tun etwas für sozi­al Schwa­che, Gebeu­tel­te in der 'Drit­ten Welt', Hun­gers­not und Krank­heit in Kri­sen- und Kriegs­ge­bie­ten - sicher eine ehren­haf­te Tätigkeit.
    Aber:
    Es wird immer viel 'Öffent­lich­keit' her­ge­stellt - ver­meint­lich um der guten Sache wei­te­ren Zulauf zu sichern. Es ist das Ver­hal­ten nach dem Motto:
    " .. Ich dan­ke Dir, o HERR, dass ich nicht bin wie jener Pha­ri­sä­er dort! .. " - eine selbst­ge­fäl­li­ge, selbst­ge­rech­te Sicht, die die­se 'Gut­men­schen' gera­de des­we­gen auf eine Stu­fe mit dem Pha­ri­sä­er stellt ...! Es kommt noch dazu, dass sol­che Tätig­keit nicht nur ehren­amt­lich aus­ge­führt wird - macht man es 'haupt­amt­lich', so kann man mit einem christ­lich-from­men Gesichts­aus­druck ein lebens­lang ein­träg­li­ches 'Aus­kom­men' haben ....

    Wei­ter gibt es die from­men Musi­kan­ten.
    Sie sin­gen mit Inbrunst, zup­fen die Gitar­re, bla­sen die Flö­te oder klim­pern am Kla­vier - natür­lich im Namen Got­tes und zur Erbau­ung der Gemeinde ....
    Die­se Sor­te Reli­gi­ons-Benut­zer hal­te ich noch für schlim­mer als die erste Kategorie:
    Sie nut­zen die from­men Lie­der und zuge­hö­ri­ge Lie­der­aben­de um näher an die Objek­te ihrer (stil­len?) Begier­de her­an­zu­kom­men - beim Musi­zie­ren wird die Indi­vi­du­al­di­stanz zu Zei­ten ohne Sank­tio­nen unter­schrit­ten .... das sind die tät­scheln­den Wöl­fe im Schafs­pelz, die mit einem gekün­stel­ten "Pri­ma!" und "Toll!" näher her­an­rücken um wenig christ­li­chen Begier­den ihren Lauf zu lassen ....

    Schließ­lich die Kate­go­rie der from­men Küm­me­rer - das sind die Beglei­ter von Jugend­frei­zei­ten, Pfad­fin­der­la­gern, Kir­chen­ta­gen - die "Berufs­ju­gend­li­chen" jen­seits der Mit­te Drei­ssig .... deren "Begehr" ist auch nicht beson­ders christlich:
    Sie reflek­tie­ren auf Mög­lich­kei­ten sich kosten­los / auf Kosten Ande­rer die Welt anzu­se­hen, von den mit­ge­nom­me­nen Vor­rä­ten etwas für den eige­nen Haus­halt 'abzu­zwacken'. Oder, die ver­ab­scheu­ungs­wür­dig­ste Kate­go­rie, sich Kin­dern unauf­fäl­lig nähern zu können ...!

    Betrach­tet man die­se "Fäl­le" mit der rosig-christ­li­chen Bril­le der "Näch­sten­lie­be" so sind sie alle­samt gute Chri­sten und 'ste­hen in der Gemein­schaft' .... ich sage hingegen:

    Die Mas­se der der­art Enga­gier­ten sind gut getarn­te Nutz­nie­ßer des Reli­gi­ons­deck­män­tel­chens, unter dem sich treff­lich die 'GLÄUBIGKEIT' zu eige­nen Zwecken nut­zen läßt ....

    Die Vor­be­ter, Prie­ster, Pfar­rer, Yogis und Gurus machen es doch vor:
    Ein Leben ohne viel Anstren­gung auf Basis der guten Gaben ( = Kir­chen­steu­ern) der Scha­fe - wun­dert es uns da, wenn Ande­re dies "Erfolgs­mo­dell" für ihre Zwecke modifizieren? 


    Bear­bei­te­te Fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung: 30. Jul 2009 um 15:28h

    bookmark_borderWeltpolitik: Hopp oder Topp ..?!

    Wie auch immer man über Trump und Putin denkt:
    Es ist ein gutes Ergeb­nis wenn die bei­den sich ver­stän­di­gen und so eine Eska­la­ti­on der Span­nun­gen, die geeig­net wären eine welt­wei­te Kata­stro­phe her­bei­zu­füh­ren, ver­hin­dert wird.

    Seit Jah­ren wer­den stets nur die Mis­se­ta­ten der rus­si­schen Sei­te in unse­ren Medi­en dar­ge­stellt, für die eben­so schlim­men Ver­feh­lun­gen der USA rund um die Welt und die viel umfang­rei­che­ren Droh­ge­bär­den aller Prä­si­den­ten seit Bush I war offen­bar nicht genug Platz oder Zeit in unse­ren deut­schen Infor­ma­ti­ons­quel­len.

    Allei­ne die Prä­senz der USA rund um den Glo­bus mit ca. acht­hun­dert (800!) Mili­tär­ba­sen - die Rus­sen unter­hal­ten deren neun (9) - wird offen­bar hier­zu­lan­de für eine nor­ma­le Rela­ti­on ange­se­hen, wäh­rend die Rus­sen es mit Recht als Bedro­hung empfinden.

    Wenn also die per­sön­li­chen Defi­zi­te des Herrn Trump sich so aus­wir­ken, dass dem Bestre­ben der USA nach noch umfang­rei­che­rer Beherr­schung der Welt ein Ende gesetzt wird, ist es ein gutes Ergeb­nis für uns alle. Mögen sich die Demo­kra­ten in die­ser Hin­sicht auch noch so sehr echauf­fie­ren & die Kriegs­trei­ber bei den Repu­bli­ka­nern vor Wut schnau­ben. Was zählt ist, dass der Welt­un­ter­gang so mög­li­cher­wei­se ver­hin­dert wird.

    Zum Abschluß noch ein Zitat von M.L. King

    Dr. Mar­tin Luther King said,
    “We still have a choice today: non­vio­lent coexi­stence or vio­lent coannihilation.”
    [Wir haben heu­te noch die Wahl: Gewalt­freie gemein­sa­me Exi­stenz oder gewalt­sa­me gemein­sa­me Vernichtung] 

    bookmark_borderClausewitz: "das Einfache"

    Der Krieg ist und bleibt "eine chao­ti­sche Mischung
    aus Ord­nung und Unvor­her­seh­bar­keit"
    (Clau­se­witz).

    "Nur das Ein­fa­che hat Erfolg.
    Ein­fa­ches Handeln,
    fol­ge­rich­tig ausgeführt,
    wird am sicher­sten zum Ziel führen."

    (HDv 100|100, № 1014)
     
    Die­se Erkennt­nis wird im angel­säch­si­schen Raum so ausgedrückt:

    Life is complicated.
    Keep things simple.
    Simp­le solutions
    are gene­ral­ly the best. 

     
    Clau­se­witz hat auch gesagt:

    "Dem Fein­de auszuweichen,
    ihn ins Lee­re lau­fen zu lassen,
    ist ein Zei­chen von Stärke
    der eige­nen Position." 

    Allen mei­nen Lesen­den wün­sche ich
    ein schö­nes Wochenende
    - bis Mon­tag, Ihr
    WvS

     

    bookmark_borderVon ausländischen Besserwissern ....

    Der rechts­la­stig-tief­re­li­giö­se Jebe­diah Cle­tus McGee, Jr., aus Whistl­episs, Mis­sis­sip­pi, U.S.A., der noch nie die Gren­zen sei­nes Staa­tes über­schrit­ten hat und kei­ne Fremd­spra­che beherrscht, selbst mit sei­ner Mut­ter­spra­che Schwie­rig­kei­ten hat, weiß ganz genau, was hier bei uns in Deutsch­land los ist. Er hat Prä­si­dent D. Trump im Fern­se­hen reden gehört. Und er läßt sich vom 'smart'phone sei­ner Enkel­toch­ter vor­le­sen was die "Tea Par­ty" und Breit­bart zu sagen haben.

    Seit­dem ist ihm klar:
    - In Deutsch­land gibt es ein Pro­blem mit der Redefreiheit
    - Deutsch­land wird von Mus­li­men über­rollt, es sind Mas­sen, die hier ein­fal­len um das Chri­sten­tum zu zerstören
    - Was die Mus­li­me nicht schaf­fen wer­den die Athe­isten in Deutsch­land vollenden
    - Die Deut­schen wer­den aus­ster­ben weil dort Abtrei­bun­gen legal sind und die Mus­li­ma so viel mehr Kin­der bekommen
    - Es ist über­wie­gend sau­kalt in Deutschland
    - In Deutsch­land ist es im Som­mer so heiß weil es kei­ne Kli­ma­an­la­gen gibt
    - Deut­sche trin­ken täg­lich liter­wei­se Bier
    - Sie lau­fen in Leder­ho­sen und Dirndl herum
    - Deut­sche haben kei­nen Humor
    - Auf deut­schen Auto­bah­nen ist man wegen feh­len­der Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen dem Tode nahe
    - Deut­sche ernäh­ren sich haupt­säch­lich von Wurst und Sauerkraut
    - Wir Deut­schen sind Skla­ven von Putin weil wir aus Russ­land Gas kaufen
    - Wir haben eine sozia­li­sier­te Medi­zin in der Gesun­de für Kran­ke zah­len müssen

    usw.

    Jebe­diah Cle­tus McGee, Jr., aus Whistl­episs, Mis­sis­sip­pi, U.S.A. weiß viel bes­ser als wir Ein­hei­mi­schen wie es hier aus­sieht, was falsch läuft und war­um daher sein Prä­si­dent uns erklä­ren muß, dass wir uns ändern müs­sen oder untergehen. 

    bookmark_borderGrundsätzlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern ....
    *update* [09.02.2019]

    .... und doch fin­de ich mich wie­der dabei genau das zu tun. Las­sen Sie mich mit einem Zitat beginnen:

    .. Die Bericht­erstat­tung ver­stärkt all­zu­oft Panik und Angst, was im Fal­le des Atten­tats von Mün­chen beson­ders deut­lich wur­de. Und sie ver­mit­telt auch jetzt den Ein­druck, als sei es gera­de beson­ders unsi­cher in Deutsch­land zu leben. Obwohl das Gegen­teil der Fall ist. .. Die­se Äng­ste der Men­schen ste­hen in einem gera­de­zu absur­den Miss­ver­hält­nis zu den tat­säch­li­chen Risi­ken für den Einzelnen.
    Obwohl es also kei­ne Zeit in der Geschich­te gab, in der man so sicher in Mit­tel­eu­ro­pa leben konn­te wie jetzt, neh­men die Äng­ste der Men­schen immer stär­ker zu. Man fühlt sich bedroht von Ter­ro­ris­mus, Amok­läu­fern und Flücht­lin­gen, die angeb­lich so vie­le Straf­ta­ten begehen .. 

    [Quel­le]

    Was mich in mei­nem eige­nen Umfeld trau­rig stimmt ist die Unfä­hig­keit Wahr­heit und Lüge aus­ein­an­der zu hal­ten. Ver­nunft wal­ten zu las­sen und sich von Fak­ten, Plau­si­bi­li­tät, nicht Gerüch­ten, lei­ten zu las­sen bevor eine Mei­nung gebil­det wird. Genau die­se Angst und Ver­un­si­che­rung von denen Stad­ler spricht erle­be ich in den Gesprä­chen der letz­ten Tage und Wochen. Es wird geglaubt was an Gerüch­ten bei face­book, hier stell­ver­tre­tend für die soge­nann­ten "sozia­len" Medi­en genannt, oder in irgend­wel­chen dritt­klas­si­gen Anzei­gen­blätt­chen steht, die Alles abschrei­ben was Zei­len füllt - weil sooo vie­le Men­schen ja nicht lügen kön­nen, ganz im Gegen­teil zur Lügen­pres­se, wo Weni­ge, angeb­lich gesteu­ert, die Unwahr­heit verbreiten.

    Nun ist die Pres­se ins­ge­samt selbst Schuld an die­sem Ver­dacht, hat es doch zu vie­le Bei­spie­le gera­de im letz­ten Jahr­zehnt gege­ben, bei denen der stau­nen­den Öffent­lich­keit etwas ver­mit­telt wur­de was sich spä­ter als Ente her­aus­ge­stellt hat. Grund­säz­lich jedoch gibt es bei uns kei­nen Zwei­fel an dem Wahr­heits­wil­len der Medi­en - ledig­lich die Qua­li­tät der Ver­fol­gung die­ses heh­ren Zie­les läßt manch­mal zu wün­schen übrig. 

    *edit* [09.02.2019]

    Ein­schrän­kend zu den Aus­sa­gen des vori­gen Absat­zes kom­me ich mitt­ler­wei­le zu einer ande­ren Schluss­fol­ge­rung hin­sicht­lich der Absich­ten der Pres­se­or­ga­ne: Sie ver­hal­ten sich - ob nun gezielt ver­an­laßt oder per Zufall, wobei ich zu erste­rem ten­die­re - 'staaats­tra­gend', was bedeu­tet, es wird die aktu­el­le Regie­rungs­po­li­tik nicht hin­ter­fragt son­dern ledig­lich kom­men­tiert.
    LINK: "Ehr­lich sein & trotz­dem irre­lei­ten - geht das?"

    */edit*

    Es wird mir bei­spiels­wei­se immer vor­ge­hal­ten wir leb­ten hier, in einer nord­west­fä­li­schen Klein­stadt, auf einer "Insel der Seli­gen" was Kri­mi­na­li­tät ins­ge­samt, im Ver­gleich zu Gewalt­ver­bre­chen und Eigen­tums­de­lik­ten in ghet­to­ähn­li­chen Berei­chen der Groß­städ­te, oder Über­grif­fe bzw. Straf­ta­ten von Aus­län­dern andern­orts, angeht.

    Was die­se 'Über­zeug­ten' - durch Fäl­le in ihrer Umge­bung alar­miert und schockiert - völ­lig ver­ges­sen ist, dass Sta­ti­stik nicht nach ein­zel­nen Berei­chen fragt, son­dern ein Gesamt­bild, einen Über­blick zeich­net. Da mag es einen oder meh­re­re Schwer­punk­te an Kri­mi­na­li­tät irgend­wo im Lan­de geben. Das ändert den­noch nichts an der sta­ti­sti­schen Aus­sa­ge es gäbe weni­ger Kri­mi­na­li­tät in Deutsch­land als vor zehn Jahren:
    Zwar kann punk­tu­ell die Kri­mi­na­li­tät hoch sein, in der Brei­te muß dem aus mathe­ma­ti­schen Grün­den ein Rück­gang ent­ge­gen stehen! 

    Dazu bedarf es aller­dings zwei­er­lei Fertigkeiten:
    Erstens muß man ein wenig Mathe­ma­tik ver­ste­hen, und zwei­tens muß man zur Abstrak­ti­on in der Lage sein, d.h. sich von der punk­tu­el­len Betrach­tung lösen und eine gene­rel­le Sicht einnehmen.

    Die Über­le­gung war­um die Dar­stel­lung des Herrn Stad­ler den­noch stimmt ist ein­fach. Zwei Drit­tel der Bevöl­ke­rung glau­ben lie­ber eine beque­me Lüge als eine unbe­que­me Wahr­heit. Das ent­spricht in etwa dem Anteil der Men­schen die irra­tio­nal, aus dem Bauch her­aus, 'den­ken'(?) und handeln.

    Ohne Selbst­mit­leid sit­ze ich dann und grüb­le über Don Qui­xo­te [Don Qui­jo­te] und Micha­el Kohl­haas, um schließ­lich bei Götz v. Ber­li­chin­gen zu landen ....

    Aktua­li­sier­te Neu­fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung: 31. Jul 2016 um 4:37h