bookmark_borderWas die Evolution so alles bestimmt
  oder: Wie der Sterbeprozeß aus biologischer Sicht gesehen werden kann

Wir sind es gewohnt, unse­re Umwelt nach bestimm­ten Kri­te­ri­en zu beur­tei­len. Da spie­len ästhe­ti­sche Über­le­gun­gen eine grö­ße­re Rol­le als die zugrun­de lie­gen­den prag­ma­ti­schen Abläu­fe der Steue­rung und Rück­kopp­lung, die in Wahr­heit jedes Lebe­we­sen bestim­men. Ein nied­li­ches Kätz­chen und ein put­zi­ger Wel­pe sind Orga­nis­men, die durch gene­ti­sche Steue­run­gen bestehen und erhal­ten wer­den. Bei einer emo­tio­na­len Betrach­tung sieht man ande­re Eigen­schaf­ten als die, die die­se Orga­nis­men am Leben halten.

Es ist ja so, dass wir - gene­tisch vor­be­stimmt- uns zum Indi­vi­du­um ent­wickeln. Zu einem gerin­gen Anteil erler­nen wir zusätz­lich in den frü­hen Lebens­jah­ren noch all das, was nötig ist ein selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Von den gere­gel­ten Abläu­fen der Organ­funk­ti­on, der Steue­rung durch das Gehirn und die­ses wie­der­um abhän­gig von den Außen­rei­zen, die vom Gehirn ver­ar­bei­tet und in sei­ne Steue­rungs­funk­ti­on ein­ge­baut wer­den, mer­ken wir im Regel­fall nicht viel. 

Wenn aller­dings eine - manch­mal auch nur sehr klei­ne - Funk­ti­ons­stö­rung auf­tritt, kann das wohl­aus­ge­wo­ge­ne Zusam­men­spiel der Pro­zes­se gefähr­lich aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten. Je nach­dem auf wel­cher Ebe­ne der Steue­rung das pas­siert kommt es zu Fol­ge­er­schei­nun­gen - von deren Stö­rung man manch­mal erst sehr viel spä­ter etwas erkennt, weil sie sehr lang­sam verlaufen.

Ganz ein­fach ist das mit einem Mobi­le zu vergleichen:
Jede Stö­rung, also eine Aus­len­kung des Gleich­ge­wich­tes, führt zu einer Reak­ti­on aller vor­han­de­nen Teil­ge­wich­te und es ent­steht dort Cha­os, wo zuvor Aus­ge­wo­gen­heit bestand.

Sehr inter­es­sant ist die­ser Umstand wenn man an die Abläu­fe wäh­rend des Ster­bens denkt. Was vor­der­grün­dig - weil es vom Nor­mal­fall abweicht - als Unord­nung erscheint ist in Wahr­heit eine genau­so prä­zi­se Tak­tung der Abläu­fe, wie sie für das Fort­be­stehen des Lebens vor­han­den und unab­ding­bar sind.
So genau wie man den Fort­gang des Ster­be­pro­zes­ses beschrei­ben kann, so unge­nau ist die Erkennt­nis zu den Ursa­chen. Nicht das, was oft als Aus­lö­ser ver­mu­tet wird muss die­sen Pfad ins Ver­der­ben, die Ein­lei­tung des Ster­bens bedeuten. 

Hier möch­te ich eine Über­le­gung zum Tier­reich im all­ge­mei­nen ein­fü­gen. Die mei­sten Tie­re ster­ben nicht einen natür­li­chen (Alters-) Tod. Sie ster­ben durch Gewalt­an­wen­dung eines Fein­des. Sie wer­den getö­tet und gefres­sen. Da hat die Evo­lu­ti­on ledig­lich Mecha­nis­men für die maxi­ma­le Abwehr dem Feind gegen­über ent­wickelt: Mit allen Reser­ven wehrt sich "Beu­te" dage­gen gefres­sen zu wer­den - und zwar so lan­ge, bis der Tod eintritt.

Beim Men­schen hin­ge­gen ist das anders gere­gelt. In den vie­len Tau­sen­den von Jah­ren der mensch­li­chen Ent­wick­lung hat sich eine stu­fen­wei­se ablau­fen­de Reak­ti­ons­ket­te aus­ge­bil­det, die mit nur gerin­gen Varia­tio­nen in Zeit und Inten­si­tät bei allen ster­ben­den Men­schen zu beob­ach­ten ist. Dies alles hier noch­mal auf­zu­li­sten wäre müßig. Da gibt es ver­schie­de­ne, recht aus­sa­ge­kräf­ti­ge, anschau­li­che Quel­len [sie­he ganz unten], die das sehr gut darstellen.

Sicher bei alle­dem ist aller­dings auch, dass gera­de die "Fort­schrit­te" der moder­nen Medi­zin, die rund ums Ster­ben ange­prie­sen oder gar auf­ge­zwun­gen wer­den, eine ekla­tan­te Ver­nach­läs­si­gung der bis­her vor­han­de­nen Erkennt­nis­se zu den phy­sio­lo­gi­schen Abläu­fen wäh­rend des Ster­be­pro­zes­ses sind. Die mei­sten Maß­nah­men sind sogar dazu geeig­net das Gegen­teil von dem zu bewir­ken was sie bewir­ken sol­len: Dass näm­lich die Ster­ben­den in Stil­le, ohne Qua­len und psy­chi­sche Auf­ruhr, vor allem ohne Schmer­zen 'gehen' kön­nen und ihr Leben fried­lich beenden.

Künst­li­che Ernäh­rung, zwangs­wei­se Flüs­sig­keits­zu­fuhr, Tech­ni­ken der Wie­der­be­le­bung (die häu­figst zum Koma führt) sei­en hier nur bei­spiel­haft genannt.

"Fort­schritt", der die bio­lo­gi­schen Grund­la­gen außer Acht lässt ist in Wahr­heit genau das Gegen­teil des­sen, was man dem Wort­sinn ent­spre­chend annimmt: Wahnsinn.

Und wofür wird die­ser Fir­le­fanz veranstaltet?
Wie stets geht es auch da um Geld.
Die Ster­ben­den noch ein Zeit lang am Leben zu hal­ten und das Unaus­weich­li­che her­aus­zu­zö­gern bedeu­tet "Kas­se machen" mit nutz­lo­sen Metho­den und Mit­teln - weil die­se Pati­en­ten nie wie­der zu einem selbst­be­stimm­ten Leben gesun­den werden.

Dem ist nur mit einer Pati­en­ten­ver­fü­gung zu begeg­nen! Die soll­te man mit dem Haus­arzt bespre­chen und aus­fül­len, ggf. dort und bei nahen Ver­wand­ten hinterlegen. 

Han­deln Sie umge­hend, denn: Der Tod ist gewiss, die Stun­de unge­wiss ….*

Quel­len zum Nach­le­sen über Abläu­fe rund um das Ster­ben aus ver­schie­de­ner Sicht:
1. Wor­an erkennt man den bevor­ste­hen­den Tod?
2. Den Ster­be­pro­zess erken­nen: Das sind die Anzei­chen des Todes
3. Anzei­chen der letz­ten Lebensphasen
4. Anzei­chen des nahen­den Todes
5. Beglei­tung im Sterbeprozess

[Die­se Auf­li­stung bedeu­tet nicht, dass ich mit allen geäu­ßer­ten Dar­stel­lun­gen und Über­le­gun­gen ein­ver­stan­den bin oder sie als abso­lu­te Wahr­heit bezeich­nen will. Sie sind jedoch ein guter Anhalt, um den Ster­be­pro­zess bes­ser zu verstehen.]

 
Sie­he → *

bookmark_borderApfelsaft, Apfelwein und Co.
Bonuscontent: Paviane, Hunde & Katzen

Wann haben Sie zuletzt so rich­tig 'natür­li­chen' Apfel­saft getrunken? 

Ich mei­ne sol­chen Saft, der aus rei­fen, geschro­te­ten Apfel­stücken gepresst wird und nur die natür­li­che Süße und eine Trü­bung von Eiweiß­stof­fen und Scha­len­in­halt­stof­fen hat.

In den spä­ten 80er Jah­ren, als es noch häu­fi­ger zu Erkran­kun­gen nach Genuß von frisch gepress­tem Apfel­saft kam, war es für die klei­nen, loka­len Lie­fe­ran­ten des Mate­ri­als klar, dass sie ihre Pro­duk­ti­on ändern muss­ten - oder man­gels Kund­schaft Plei­te gehen würden.

Ver­nünf­ti­ge, vor­beu­gen­de Maß­nah­men gegen bak­te­ri­ell oder myko­troph aus­ge­lö­ste Stö­run­gen bestehen dar­in, auf die Ver­wen­dung von Fall­obst zu ver­zich­ten bzw. bei des­sen Ver­wen­dung einen zusätz­li­chen Rei­ni­gungs­gang hin­zu zu fügen.

Die von den Ver­mark­tern der Säf­te und Wei­ne aus Obst (also nicht nur bei Äpfeln) vor­ge­schla­ge­ne Lösung war jedoch die Pasteu­ri­sie­rung, die den Geschmack, den Kör­per und den Cha­rak­ter von ech­tem Saft oder natür­lich gego­re­nem Wein verändert.

Wer jetzt erwar­tet hat­te die Land­wirt­schafts­lob­by wer­de das das Wort ergrei­fen und sich für die klei­nen Erzeu­ger, die sol­che Maß­nah­men wegen der gerin­gen erzeug­ten Men­gen nicht oder nur schwer erwirt­schaf­ten konn­ten in die Bre­sche wer­fen, der hat­te falsch gedacht:
Sie blie­ben stumm, und so sind die mei­sten hier­zu­lan­de ver­kauf­ten Säf­te und Obst­wei­ne 'Indu­strie­pro­duk­te', mit nur gering­fü­gi­gen Unter­schie­den. Denn das Beson­de­re, den regio­na­len Cha­rak­ter durch regio­nal wach­sen­de Sor­ten mit typi­schem Geschmack dar­stel­len­de, ist wegen der umfang­rei­chen 'Behand­lung' verschwunden.

"Apfel­saft" in Super­märk­ten, in Groß­be­trie­ben erzeugt, ist heu­te über­wie­gend eine kla­re Flüs­sig­keit, die fast nichts mit frisch gepress­tem Apfel­most - und gele­gent­lich sogar nichts mehr mit Äpfeln zu tun hat.
Wenn sie sich etwas Gutes tun wol­len schau­en Sie sich 'mal in der Gegend um wo sie woh­nen. Da gibt es bestimmt einen spe­zia­li­sier­ten Bau­ern­hof der ihnen selbst pro­du­zier­ten Saft oder Wein aus lokal gewach­se­nen Früch­ten ver­kau­fen kann - nur gibt es da dann kein Sonderangebot 

"Apfel­saft (aus Kon­zen­trat) 1,5 Ltr. für 99 Cent!"

Zum Schluss möch­te ich Sie noch auf eine außer­ge­wöhn­li­che Tier­be­zie­hung auf­merk­sam machen:

Das fried­li­che Zusam­men­le­ben zwi­schen Pavia­nen, Hun­den und Kat­zen. Evo­lu­ti­on ist ein vom Men­schen unab­hän­gi­ges Grund­prin­zip der beleb­ten Natur - des­we­gen fin­det sie immer statt.

Das ist für mich der tröst­li­che Gedan­ke in die­ser unein­sich­ti­gen Welt, die von Men­schen domi­niert ist die nur ihren eige­nen Nut­zen im Sinn haben. So, als ob sie allei­ne auf dem Pla­ne­ten wohn­ten. Evo­lu­ti­on wird noch exi­stie­ren wenn sich die Men­schen selbst aus­ge­rot­tet haben.

Ganz zum Schluss noch "Bohe­mi­an Rhap­so­dy" à la TRUMP
- ein Glanz­stück der Persiflage!

bookmark_border"inner skin" - von 'zarter' und 'jugendlicher' Haut

Eine der hart­näckig­sten Mythen über Haut­pfle­ge ist, dass Feuch­tig­keits­cremes der Schlüs­sel zur Ver­rin­ge­rung des Auf­tre­tens von Fal­ten und schlaf­fer Haut sind. Das stimmt ein­fach nicht.


Die rich­ti­ge Nach­richt ist, dass es sich bei die­sen Pro­duk­ten über­wie­gend um Junk han­delt. Feuch­tig­keits­cremes machen wahr­schein­lich einen tol­len Job - für den Geld­beu­tel der Her­stel­ler! Für den Ver­brau­cher wür­de es völ­lig aus­rei­chen eine Fett­creme, eine harn­stoff­hal­ti­ge ["mit Urea"] oder gly­ce­rin­hal­ti­ge Crè­me zu benut­zen - es ist die Mas­sa­ge­wir­kung beim auf­tra­gen und ein­rei­ben in die Haut, nicht der Inhalts­stoff der etwas bewirkt. Die Crem­e­ba­sis soll nur eine Irri­ta­ti­on und Rötung der Haut ver­hin­dern, weil sie die Rei­bung beim Ein­mas­sie­ren reduziert.

 

Aber wenn wir über Fal­ten­bil­dung und schlaf­fe, hän­gen­de Haut­par­tie­n­en spre­chen, spre­chen wir über ein tie­fe­res Problem.

Feuch­tig­keits­cremes machen nur die ober­ste Haut­schicht (die so genann­te "Epi­der­mis") geschmei­di­ger, wider­stands­fä­hi­ger gegen­über der Wit­te­rung und spen­den Feuch­tig­keit, indem sie die trocke­nen, abge­stor­be­nen Zel­len der Ober­haut anfeuch­ten & anfetten.

Pro­ble­me wie schlaf­fe Haut, Fal­ten und fei­ne Lini­en begin­nen viel tie­fer - in einer Schicht, die als "Der­mis" bezeich­net wird. Die Der­mis pro­du­ziert Kol­la­gen, und Sie wis­sen wahr­schein­lich bereits, dass Kol­la­gen ein ent­schei­den­der Bau­stein für die Struk­tur gesun­der Haut ist. Die Kol­la­gen­pro­duk­ti­on ver­lang­samt sich jedoch gegen Ende des drit­ten Lebens­jahr­zehnts. Und wenn das Feh­len von Kol­la­gen zu Lücken in der dar­un­ter lie­gen­den Struk­tur führt, ver­liert die Haut an Ela­sti­zi­tät und kann schlaff oder fal­tig wer­den. Der „Kol­la­gen­kol­laps“ unter der Ober­flä­che ver­ur­sacht die­se Fal­ten und Linien.


 

SGBEER, eige­nes Werk; Gro­be Schich­tung der mensch­li­chen Haut; CC BY-SA 3.0;
Sche­ma­zeich­nung; Erstellt: 22. Novem­ber 2009

[Epi­der­mis = Ober­haut, 0,3 - 2 mm, bestehend aus (von außen nach innen: Stra­tum dis­junc­tum, Stra­tum cor­ne­um, Stra­tum luci­dum, Stra­tum gra­nu­lo­sum, Stra­tum spi­no­sum, Stra­tum basale);
Der­mis = Leder­haut, 0,5 - 1,5 mm, (von außen nach innen: Stra­tum papil­lia­re, Stra­tum reticulare);
Sub­cu­tis = Unter­haut, 0,5 - 30 mm, über­wie­gend auf­ge­baut aus Fett­zel­len, Ner­ven, Blut­ge­fä­ssen, Bin­de­ge­we­be, Sehnen.]

 


Es ist wich­tig zu ver­ste­hen, dass kei­ne Feuch­tig­keits­creme in die­se Tie­fe der Haut ein­drin­gen kann - auch Cremes, die Kol­la­gen ent­hal­ten, lie­fern es nicht bis zur Der­mis, wo es zur Erneue­rung der Haut­struk­tur benö­tigt wird. Es ist doch gera­de die Auf­ga­be der Haut, das Ein­drin­gen von Sub­stan­zen in den Orga­nis­mus zu ver­hin­dern. Da gibt es kei­ne Aus­nah­men, auch dann nicht, wenn man Stof­fe auf­trägt, die in tie­fe­ren Schich­ten der Haut natür­lich vor­han­den sind.

 

Hin­weis:
Wei­ter unten ist ein Arti­kel aus der DAZ [Deut­sche Apo­the­ker Zei­tung] ver­linkt, in dem ein Abschnitt über die "Per­ku­ta­ne Resorp­ti­on von Fremd­stof­fen" berich­tet. Bit­te lesen Sie die­sen Absatz mit dem Bewusst­sein, dass es eine gan­ze Men­ge von in Apo­the­ken ver­kauf­ten Wirk­stoff­zu­sam­men­set­zun­gen gibt, die ihre Daseins­be­rech­ti­gung ver­lö­ren, wenn sie nicht in die Haut ein­zu­drin­gen ver­möch­ten - des­we­gen wird in die­sem Absatz ein wenig schwam­mig und zu posi­tiv über die Ein­dring­me­cha­nis­men und deren Über­win­dung berichtet.
Die Pra­xis, das wis­sen Sie selbst, sieht immer ein wenig anders aus als die Theorie. 

Um die­se tie­fen Haut­struk­tu­ren für eine jün­ger aus­se­hen­de Haut zu unter­stüt­zen, müss­te man also von innen Stof­fe in die Haut brin­gen, um die natür­li­che Kol­la­gen­pro­duk­ti­on des Kör­pers zu unter­stüt­zen. Das hat aller­dings wenig Sinn, denn Stof­fe wie Kol­la­gen wer­den bereits im Magen ange­grif­fen und zer­legt - was oral zuge­führt wird hat also über­haupt kei­ne Wirkung!

Das bedeu­tet, dass feuch­tig­keits­spen­den­de Cremes und Lotio­nen im gün­stig­sten Fall die Hälf­te des Pro­blems lösen - die ande­re Sei­te ist ein natür­li­cher Abbau­pro­zess, den man nicht beein­flus­sen kann, da er nur teil­wei­se durch die Lebens­um­stän­de, sicher aber durch gene­ti­sche Pro­gram­mie­rung feststeht. 

Eine kom­plet­te Haut­ver­bes­se­rung - etwa zurück in die Struk­tur des drit­ten Lebens­jahr­zehnts - wird nie gelin­gen! Bestimm­te Lebens­mit­tel und der all­ge­mei­ne Lebens­stil dage­gen hel­fen schon, die Haut­ela­sti­zi­tät und das Altern der Haut so zu beein­flus­sen, dass die Alte­rung spä­ter und nicht so hef­tig einsetzt. 

All­ge­mei­ne Infor­ma­tio­nen zur Haut:
WIKIPEDIA "HAUT"
Die Haut – unser größ­tes Organ
Viel mehr als nur eine Hülle

bookmark_borderBody Focus "Leberentgiftung"
[Body Fokus Clean Body Restart]
*update* [12.12.2024]*update* [29.08.2023]; *update* [27.01.2023];

*update* [12.12.2024]
Wenn Sie es eilig haben und nicht den gan­zen Arti­kel lesen wol­len sehen Sie sich bit­te das kur­ze Video von Dr. Hege­düs an:
Zum Video
Fazit: Sie brau­chen festen Wil­len - kei­ne Pillen!
Schon erst Recht kei­ne über­teu­er­ten Kräu­ter­mi­sch­nun­gen ohne jeden Wirkbeweis!

Mehr *ech­tes Wis­sen zur Human­me­di­zin* fin­den Sie → HIER

HINWEIS:
Die Links in die­sem Arti­kel sind teil­wei­se still­ge­legt, weil die Betrei­ber der Sei­ten "Body Fokus" an die ver­link­ten Stel­len Pro­dukt­wer­bung gelegt haben. Wer sol­che Mani­pu­la­tio­nen aus­führt hat offen­sicht­lich sehr wenig Ver­trau­en in die Wirk­sam­keit sei­nes Produkt.

Wenn Sie nun doch noch mehr zum Pro­dukt **Body Focus "Leber­ent­gif­tung" [Body Fokus Clean Body Restart]** lesen wol­len, dann las­sen Sie uns 'mal gemein­sam über­le­gen:

Bevor Men­schen etwas über die Ernäh­rung wis­sen konn­ten, weil es noch kei­ne 'moder­ne' Wis­sen­schaft gab, wie haben die nur über­lebt? Sie wuss­ten nichts von *basi­schen Schlacken*, von *Über­säue­rung* oder von *Leber­ent­gif­tung*, und doch wur­den sie ver­hält­nis­mä­ßig alt, man­che gar älter als die Gren­ze, die heu­te durch die Wis­sen­schaft als "durch­schnitt­li­che Lebens­er­war­tung" defi­niert wird.

Wäre es da nicht rich­tig anzu­neh­men, dass die­se oben genann­ten Stö­run­gen - und die nur stell­ver­tre­tend für man­nig­fal­ti­ge ande­re ste­hen - ent­we­der kei­nen Ein­fluss auf die Lebens­er­war­tung haben, oder mög­li­cher­wei­se Erfin­dun­gen von Betrü­gern sind, die sol­che Gefah­ren erfin­den um dann sogleich die *Hei­lung* dafür anzu­bie­ten?

Der lan­gen Rei­he sol­cher "end­lich gefun­de­nen, end­gül­ti­gen und nicht mehr zu über­tref­fen­den Behand­lungs­me­tho­de" kön­nen wir nun ein wei­te­res bahn­bre­chen­des Kon­glo­me­rat von Kräu­tern und Mine­ra­li­en zugesellen:


[Bildquelle:screenshot]

" .. IN ÜBER 200 STUDIEN VON ÄRZTEN UND FORSCHERN BELEGT .. " wird da getönt und wenn man etwas genau­er hin­sieht han­delt es sich um wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten die mit dem ange­prie­se­nen Pro­dukt nur eines gemein haben:
Die Begrif­fe, die ver­wen­det wer­den - inhalt­lich aller­dings besteht kein Bezug!
 

Nicht das Pro­dukt "Body­Fo­kus - clean body restart" wur­de in die­sen 200 Quel­len unter­sucht, son­dern Ein­zel­sub­stan­zen. Und die nicht etwa zusam­men, son­dern jeweils für sich. Zu kei­ner der Quel­len gibt es Links unter denen man nach­se­hen kann WAS denn Gegen­stand der Unter­su­chun­gen war. Da kann jeder her­kom­men und eine Liste machen deren Bedeu­tung man nicht nach­prü­fen kann. Der Ver­dacht liegt daher nahe, dass es sich ledig­lich um eine (Vor-)Täuschung von Wis­sen­schaft han­delt die Lai­en beein­drucken soll.

Daher haben die 'wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen von Ärz­ten und For­schern' hin­sicht­lich der Wir­kung des ange­prie­se­nen Pro­duk­tes kei­ner­lei Aussagekraft.
[Schon sprach­lich ent­lar­ven sich die­se Betrü­ger: "Ärz­te" die wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen machen sind näm­lich For­scher - die Autoren set­zen jedoch dar­auf, dass die Leser nur wahr­neh­men "wich­ti­ge Men­schen mit ver­tief­ten Kennt­nis­sen" und weni­ger dar­auf ach­ten, was tat­säch­lich die Aus­sa­ge ist.]

Der als Eides­hel­fer & Exper­te auf­tre­ten­de "Dr. Kar­sten Lind­ner, Natur­heil­pra­xis" hat sich nun dar­auf ver­legt Koch­re­zep­te anzu­bie­ten, und "nein" dahin kommt hier kein Link.

Mitt­ler­wei­le gibt es einen wei­te­ren Verkaufshelfer :
Eine Pro­mo­ti­on ist KEIN Beweis für die Wahr­heit der Aus­sa­gen, sie ist ein Beweis dafür, dass der besag­te Dr. meist kurz nach dem Examen eine wis­sen­schaft­li­che Arbeit vor­ge­legt hat und dafür pro­mo­viert wurde.
Es ist KEINE Gewähr dafür, dass die­ser Dr. Roland Schul­ze Erfah­run­gen auf dem Gebiet der Pflan­zen­phy­sio­lo­gie, der Phar­ma­ko­lo­gie oder spe­zi­ell zu die­sem Pro­dukt hat.
Es beweist nur die Wahr­heit des Sat­zes "Für Geld da kann man Vie­les kau­fen", auch Wis­sen­schaft­ler, die für ein Pro­dukt wer­ben, des­sen Wir­kung nicht nach­weis­bar ist.
Ein Heil­prak­ti­ker, der 'Erfah­run­gen' hat - aller­dings feh­len die wis­sen­schaft­li­chen Quel­len, die Stu­di­en zu dem emp­foh­le­nen Pro­dukt. Bauch­fett weg ohne Anstren­gun­gen der Pati­en­ten: Ein unhalt­ba­res Ver­spre­chen. Da hel­fen kei­ne Pillen ....


*update* [18.04.2021] Anstatt auf eine Wer­be­sei­te unter dem Fir­men­na­men zu ver­wei­sen wird nun die Wer­bung von einer neu­en Sei­te aus trans­por­tiert: Stich­wort "Leber ent­gif­ten!" und da pas­siert genau das, was ich ganz oben als erstes Warn­si­gnal genannt habe.
Wenn ihnen etwas als mög­li­che Stö­rung oder Krank­heits­ur­sa­che genannt wird - und gleich danach das 'Heil­mit­tel' bewor­ben wird - dann dür­fen Sie getrost davon aus­ge­hen, dass das Mit­tel unwirk­sam ist und sie nur viel Geld kostet ohne zu wir­ken.
 
 

 
Nach eini­gem Suchen fand ich die Inhalts­stof­fe des Pro­duk­tes bei ama­zon. Auf den Wer­be­sei­ten der Fir­ma waren sie frü­her ver­steckt, jetzt sind sie deut­li­cher ange­zeigt, aber ver­schie­den von dem, was frü­her an Inhalts­stof­fen vor­han­den war:

Nun wäre es sehr wich­tig zu erfah­ren, wel­che Wir­kung jede der genann­ten Sub­stan­zen auf die Leber hat und wie das mit der Aus­sa­ge *Ent­gif­tung* zusam­men­hängt. Anders aus­ge­drückt: Wel­ches *Gift* wird durch wel­che Sub­stanz *ent­gif­tet* und war­um kann es die Leber plötz­lich nicht mehr selbst erle­di­gen, wo sie es doch seit Anbe­ginn der Mensch­heit bis­her immer konn­te?


Doch wen­den wir uns nun den Tat­sa­chen zu:
Wenn ihre Leber es nicht mehr schafft die wich­tig­ste Arbeit für die sie da ist zu erle­di­gen - näm­lich ihren Kör­per von Gift­stof­fen und allen Pro­duk­ten des Stoff­wech­sels zu befrei­en, die poten­zi­ell gefähr­dend sein könn­ten - dann sind Sie dem Tode geweiht und ein paar zusam­men­ge­wür­fel­te Pflan­zen­stof­fe und Mine­ra­li­en wer­den Sie bestimmt nicht retten!
Es steht immer noch die Aus­sa­ge der Anzei­ge im Raum:
" .. 1 Pflan­ze ent­gif­tet ihre Leber .. "
Ja, wel­che der vie­len ent­hal­te­nen Pflan­zen ist das denn?
Und was genau tut die­se Pflan­ze in der Leber?
WIE müs­sen wir uns die­se angeb­li­che "Ent­gif­tung" vorstellen?
So vie­le Fra­gen - und nir­gend­wo gibt der Her­stel­ler eine Antwort.
Das fin­de ich höchst ver­däch­tig, denn wer etwas anpreist soll­te doch dar­über etwas genau­er sagen und erklä­ren kön­nen. Sonst hat man den Ver­dacht, es gäbe in Wahr­heit nichts zu erklä­ren ...!
 

  Die mensch­li­che Leber nutzt täg­lich nur jeweils einen Teil ihrer Gesamtleistung:
Man kann sich das so vor­stel­len, als ob Wel­len über die Mas­se des Organs lau­fen und dort jeweils 'gear­bei­tet' wird, wäh­rend die übri­gen Tei­le ruhen und sich regenerieren.
Die Leber­funk­ti­on ist so auch dann sicher, wenn es ein­mal zu einer höhe­ren Bela­stung als nor­mal kommt - nor­mal sind etwa 20% der Leber­ma­sse *aktiv*.

Ganz neu ist, dass man von Her­stel­ler­sei­te nun offen­bar eine Agen­tur beauf­tragt hat posi­ti­ve Berich­te von ver­meint­li­chen Nut­zern des Pro­duk­tes zu ver­fas­sen und so die Beden­ken zu zer­streu­en - schau­en Sie sich das erste Bild an, eine angeb­li­che "Benut­ze­rin" [ → BILD 1BILD 2] ist 2020 ver­stor­ben!¹¹ . Doch außer "soll­te, könn­te, wür­de, hät­te, mög­li­cher­wei­se, nach Ansicht" ist im Text nir­gend­wo etwas Hand­fe­stes zum Beweis vorgelegt.

¹¹ update: Die Anzei­ge ist mitt­ler­wei­le nur noch im Archiv zu finden

Ein glat­ter Witz ist ein Test (!) mit einer Test­per­son - das Ergeb­nis natür­lich 4,5 Ster­ne. Wie "Wis­sen­schaft" geht hat bei die­ser Agen­tur offen­bar noch nie jemand gelernt, wahr­schein­lich hat dort auch nie­mand eine Uni­ver­si­tät von innen gese­hen - außer viel­leicht als Besucher.
Sehen Sie selbst:


MERKE:
Ein "Test" mit einer Per­son ist "Mei­nung", kei­ne "Wis­sen­schaft".

[Wis­sen­schaft­li­che Tests erfor­dern aus sta­ti­sti­schen Grün­den um Feh­ler aus­zu­schlie­ssen min­de­stens ca. 120 Testpersonen]

Unter "Schwur­bel­schwatz" ver­ste­he ich sol­che Spra­che, die zwar wis­sen­schaft­lich und kor­rekt klingt, aller­dings kei­ner ernst­haf­ten Über­prü­fung stand­hält, die also vie­le Wor­te für Null Inhalt braucht um Lesen­de zu ver­wir­ren. Oder die etwas emp­fiehlt, was ein­leuch­tend klingt und des­sen Ein­satz weder nutzt noch scha­det - also nur Zeit verschwendet.

 

Schwur­bel­schwatz 1 → " .. FOCUS-Online-Autorin Dör­the Seu­bert; Aktua­li­siert am Frei­tag, 16.11.2018, 15:46; Die Leber ist ein wich­ti­ges Organ und hat als Ent­gif­tungs­zen­tra­le unse­res Kör­pers jede Men­ge zu tun. Um sie vor einem Burn­out zu schüt­zen, soll­te die Leber ein­mal im Jahr ent­gif­tet wer­den. FOCUS Online ver­rät unter­schied­li­che Metho­den für eine natür­li­che Ent­gif­tung der Leber .. "

Schwur­bel­schwatz 2 → Leber ent­gif­ten: Die­se Mit­tel rei­ni­gen die Leber ganz natür­lich; 5. Febru­ar 2018 von Lea Her­mann. " .. Tipps zum Ent­gif­ten der Leber: der Leberwickel.

Tat­säch­li­che Infor­ma­ti­on mit wis­sen­schaft­li­chem Anspruch:

→ Doc­Check Leber, von alt­grie­chisch: hepar
WIKIPEDIA Die Leber
ONKO INTERNETPORTAL Leber - Ana­to­mie und Funktion
Bio- & Phar­ma­ana­ly­tik Wie die Leber ihr eige­nes Wachs­tum steu­ert; " .. Nach­wach­sen­de Leber
Wun­der­sa­mes Organ: War­um sich unse­re Leber so gut rege­ne­riert; 10.10.2018 | Autor/Redakteur: Chri­sti­na A. Becker/Dr. Ilka Ottleben .. "
→ ".. Detox ist ein Mär­chen. „Non­sen­se“ nennt es gar der bri­ti­sche Alter­na­tiv­me­di­zi­ner Edzard Ernst. Im „Guar­di­an“ erklär­te er vor eini­ger Zeit, war­um: „Wenn sich Gif­te in unse­rem Kör­per sam­meln wür­den, die wir nicht aus­schei­den könn­ten, wür­den wir ster­ben.“ Ein gesun­der Kör­per hat ja ohne­hin Leber, Nie­ren, Lun­gen, Darm und Haut. Kurz gesagt: Das Ent­gif­ten, das macht der Orga­nis­mus ganz allein .."

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*update* (27.01.2023)
Wis­sen­schaft­li­che Infor­ma­tio­nen die erklä­ren war­um es kei­ne "Stoff­wech­sel­schlacken" geben kann:

1. Ein­fach erklärt mit anschau­li­chen Beispielen:
Die Gesund­heits­lü­ge - Übersäuerung

2. Eine aus Erfah­rung und Grund­la­gen zusam­men­ge­setz­te Erklä­rung wie­so "Über­säue­rung" nicht existiert
Die Detox-Lüge: Inter­view mit Nata­lie Grams in „Don­na“; 9. Janu­ar 2020 von Bernd Harder.

3. Sehr Kom­ple­xe Dar­stel­lung der che­mi­schen Grund­la­gen des Säu­re-Basen-Haus­hal­tes des Menschen:
Säu­re Basen Haushalt

*update* [29.08.2023]
Die­se Ver­trei­ber von ver­meint­li­chen Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln set­zen auf den Wunsch der Eltern das Beste für ihr Kind zu tun - und sind so ver­ant­wort­lich für man­che uner­klär­li­che Krank­heits­er­schei­nung deren Ursa­che genau die­se "Kin­der­prä­pa­ra­te" sind:
Nur das Beste fürs Kind? - Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel für die Klein­sten geben Anlass zu gro­ßen Beden­ken.
Die­se Leu­te schrecken nicht davor zurück Kin­der zu schä­di­gen um Geld zu schef­feln - noch weni­ger schrecken sie davor zurück Erwach­se­ne wis­sent­lich mit unnüt­zem Kram voll­zu­stop­fen und schlimm­ste Neben­wir­kun­gen in Kauf zu nehmen ...!

bookmark_borderErnährung: Eiweiß

Es wird ja der­zeit nichts so hef­tig dis­ku­tiert als die Fra­ge wie man sich 

1. aus gesund­heit­li­chen Grün­den und
2. aus Grün­den des Umweltschutzes 

ernäh­ren sollte.

Eine wesent­li­che Rol­le für (1) spielt dabei die Zusam­men­set­zung der Nah­rung, was Aus­wir­kung auf (2) hat, weil es dar­um geht die opti­ma­le Ver­sor­gung mit allen wesent­li­chen Nah­rungs­be­stand­tei­len zu beden­ken und des­we­gen die Bau­stei­ne der Diät sinn­voll auszuwählen.

Wie mög­li­cher­wei­se vie­le Men­schen aus ihrem Bio­lo­gie­un­ter­richt erin­nern braucht der Mensch Pro­te­in, zusam­men­ge­setzt aus Eiweiß­bau­stei­nen, in mög­lichst gün­sti­ger - das heißt zu sei­nem eige­nen Muster pas­sen­den - Men­ge der Ein­zel­stof­fe. Die 20 Bau­stei­ne der Eiwei­ße, genannt "kano­ni­sche Ami­no­säu­ren" kön­nen über­wie­gend aus ein­an­der in unse­rem Kör­per her­ge­stellt werden. 

Doch es gibt eini­ge davon, die nicht auf die­sem Wege gewon­nen wer­den können:
Es sind die soge­nann­ten "essen­ti­el­len Ami­no­säu­ren", für deren Her­stel­lung wir nicht die nöti­gen Stoff­wech­sel­we­ge haben.

Sol­che Ami­no­säu­ren müs­sen wir Men­schen dem­nach als Nah­rung zu uns neh­men. Ob sie aus pflanz­li­cher Quel­le stam­men (Gemü­se, Obst, Nüs­se, Samen) oder aus tie­ri­schen Nah­rungs­mit­teln (Fleisch, Milch, Eier) ist dabei uner­heb­lich - sie sind che­misch gese­hen völ­lig iden­tisch. 'Iden­tisch' heißt in die­sem Fall 'aus­tausch­bar' bzw. 'nicht zu unter­schei­den'. Ihre Frei­set­zung aus dem Nah­rungs­ei­weiß und die Zer­le­gung des Eiwei­ßes in die Ami­no­säu­rebau­stei­ne sind ein Teil des Stoff­wech­sels.

Der Unter­schied in der Ernäh­rungs­wei­se - und die Beson­der­hei­ten, die zu beach­ten sind - rührt daher, dass in Pflan­zen die Men­ge der ein­zel­nen Bau­stei­ne von Pro­te­inen sehr ver­schie­den ist von dem, was in tie­ri­schen Nah­rungs­stof­fen vor­han­den ist. Je mehr die­se Ver­hält­nis­se von Ami­no­säu­ren zuein­an­der denen glei­chen die wir in unse­rem Kör­per haben, desto weni­ger Stoff­wech­sel­ar­beit muss der Kör­per leisten. 

Das bedeu­tet: Weni­ger Nah­rung muss (men­gen­mä­ßig) zuge­führt wer­den. Weni­ger Zufuhr wie­der­um ist gleich­be­deu­tend mit weni­ger Stoff­wech­sel­ar­beit und das hat weni­ger Ener­gie­ver­brauch zur Fol­ge. Man nennt die­se Rela­ti­on zwi­schen Nutz­bar­keit und Auf­nah­me­men­ge "Bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit". Pflanz­li­che Pro­te­ine haben meist eine gerin­ge­re bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit, weil sie sich in der Zusam­men­set­zung von der des Men­schen unterscheiden.

Refe­renz­wert für die bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit ist Vollei, des­sen bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit als 100 defi­niert wird. Bei­spie­le fin­det man bei WIKIPEDIA.

"Wer­tig­keit" ist also kein Wert­ur­teil über die in Fra­ge ste­hen­de che­mi­sche Sub­stanz, das Pro­te­in, oder sei­ne Bau­stei­ne, die Ami­no­säu­ren, son­dern ledig­lich über deren men­gen­mä­ßi­ge Brauch­bar­keit für den mensch­li­chen Stoffwechsel.

Weni­ger Nah­rungs­zu­fuhr bei pas­sen­der bio­lo­gi­scher Wer­tig­keit bedeu­tet natür­lich weni­ger *Logi­stik* - wir nen­nen es ja im All­tags­ge­brauch schlicht *ein­kau­fen* .... und nach Hau­se tra­gen. Bes­se­re Ver­wert­bar­keit bedeu­tet dem­nach zugleich mehr Bequem­lich­keit durch gerin­ge­res Gewicht und Volu­men. Das wird zukünf­tig bestimmt eini­ge Ände­run­gen in den Gewohn­hei­ten erfor­dern - wenn sich, zwangs­läu­fig, die Gewohn­hei­ten umstel­len müs­sen um umwelt­scho­nen­de Ver­sor­gung zu erreichen.

Vor dem Hin­ter­grund von wach­sen­den Beden­ken gegen die Mas­sen­tier­hal­tung und der dar­aus ent­stan­de­nen Beden­ken hin­sicht­lich des Tier­wohls, sowie der öko­lo­gi­schen Nach­tei­le die dar­aus erwach­sen, ist es sinn­voll den Fleisch­kon­sum zurück zu fah­ren und über pflanz­li­che Alter­na­ti­ven nachzudenken.

Dazu abschlie­ßend zwei Hinweise:
Zuerst muss das Lebens­al­ter in Erwä­gung gezo­gen wer­den, denn mit zuneh­men­dem Alter ist die Ver­stoff­wechs­lung redu­ziert, es wer­den leich­ter Man­gel­zu­stän­de ein­tre­ten als bei jün­ge­ren Personen.

Zwei­tens ist eine dra­sti­sche "Sofort­um­stel­lung" nicht sinn­voll, denn der Kör­per ( = Stoff­wech­sel) braucht eine Über­gangs­zeit, um sich auf die geän­der­te Nah­rungs­zu­sam­men­set­zung ein­zu­stel­len. Sinn­voll ist daher mit einem Tag pro Woche zu begin­nen und all­mäh­lich zu stei­gern - sofern man die­se Umstel­lung in die Tat umset­zen will.

Sicher ist es mög­lich sich rein pflanz­lich zu ernäh­ren. Ob es aller­dings für die Ein­zel­per­son auch sinn­voll ist sei dahin gestellt. So, wie man 'einen alten Baum nicht mehr ver­pflan­zen soll' oder 'einem alten Hund kei­ne neu­en Tricks bei­brin­gen' kann, ist es eine Fra­ge der eige­nen Lebens­qua­li­tät, wie weit man die­se Umstel­lung trei­ben will. Wahr bleibt auch, dass unser Kör­per auf Misch­kost ein­ge­stellt ist, eine rein pflanz­li­che Ernäh­rung macht zwar einem Ele­fan­ten kei­ne Pro­ble­me beim Mus­kel­auf­bau, uns als Misch­köst­lern schon. Des­we­gen rate ich zu einer modi­fi­zier­ten Kost, in der Fleisch nicht völ­lig aus­ge­schlos­sen wird.

So wie damals ange­dacht → Öko­fa­schi­sten aber bit­te nicht ...!

bookmark_borderManchmal ....

 

Manch­mal fin­det die Wis­sen­schaft etwas her­aus was in der Ver­gan­gen­heit als rei­ne Annah­me postu­liert wur­de. Wahr­schein­lich eine der bekann­te­sten Comic­fi­gu­ren ist 'Pop­eye' der See­mann, der stets dann zu einer Dose Spi­nat griff, wenn er gegen irgend­ein Hin­der­nis oder einen Wider­sa­cher kämp­fen muss­te.
 


Bei "The Dai­ly Car­too­nist" konn­te man jetzt lesen:
" .. It was the secret to Popeye’s super-human strength – but lea­ding ath­le­tes look likely to be ban­ned from fol­lo­wing his lead.
Near­ly a cen­tu­ry after the crea­ti­on of the car­toon sail­or, and his love of spin­ach, sci­en­tists have rea­li­sed he might have been on to something.
Rese­ar­chers at the Free Uni­ver­si­ty of Ber­lin have found that ecdy­ste­ro­ne – a hor­mo­ne found in spin­ach – is so powerful that they want it con­side­red a per­for­mance-enhan­cing drug.
The rese­arch team found a signi­fi­cant spike in per­for­mance among tho­se who took the sup­ple­ment in lar­ge quan­ti­ties. The team, who­se stu­dy was fun­ded by the World Anti-Doping Agen­cy (WADA), gave ath­le­tes cap­su­les of ecdy­ste­ro­ne during a ten-week strength trai­ning session .. "

Es war das Geheim­nis von Pop­ey­es über­mensch­li­cher Stär­ke - aber es ist wahr­schein­lich, dass Spit­zen­sport­ler dar­an gehin­dert wer­den, sei­nem Bei­spiel zu folgen.
Fast ein Jahr­hun­dert nach der Erschaf­fung des Comic-See­manns und sei­ner Lie­be zum Spi­nat haben Wis­sen­schaft­ler erkannt, dass er damit auf etwas gesto­ßen sein könnte.
For­scher der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin haben her­aus­ge­fun­den, dass Ecdy­ste­ron - ein im Spi­nat vor­kom­men­des Hor­mon - so stark ist, dass sie mei­nen, es als lei­stungs­stei­gern­des Medi­ka­ment betrach­ten zu müssen.
Das For­scher­team stell­te einen signi­fi­kan­ten Lei­stungs­an­stieg bei den­je­ni­gen fest, die das Sup­ple­ment [Anm.d.Übers.: Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel] in gro­ßen Men­gen ein­nah­men. Das Team, des­sen Stu­die von der Welt-Anti-Doping-Agen­tur (WADA) finan­ziert wur­de, gab Ath­le­ten wäh­rend eines zehn­wö­chi­gen Kraft­trai­nings Ecdysteron-Kapseln. 

Nach­dem nun - fast in all den gro­ßen Blät­tern des Lan­des - und in "Spek­trum der Wis­sen­schaft" dar­über zu lesen war muss es ja wohl wahr sein ...! 

Es bleibt aller­dings eine Fra­ge offen:
Wie­viel Spi­nat muss man essen um eine Wir­kung zu sehen?
Das erfah­ren Sie - zusam­men mit ande­ren Ein­zel­hei­ten, die hier nicht berich­tet wur­den - im Spek­trum­ar­ti­kel.

bookmark_border"Lerne klagen ohne zu leiden!"

Der durch­schnitt­li­che deut­sche Rent­ner sitzt min­de­stens 17 mal pro Jahr in den War­te­zim­mern der Nati­on [Daten aus/von GEK-Report 2008 und DAZ 03/2016].
In der neben­ste­hen­den Abbil­dung sind die Anzahl der Besu­che mit ihrem pro­zen­tua­len Anteil an Besu­chen ins­ge­samt dargestellt.
Das las ich kürz­lich in einer Rand­no­tiz zu einem Arti­kel zum Ärz­te­not­stand auf dem *fla­chen Land*, also jen­seits der Ver­lockun­gen von Ein­kaufs­pas­sa­gen und inner­städ­ti­schen Fuß­gän­ger­zo­nen in den Metro­po­len Deutschlands.

Schaut man sich die Dar­stel­lun­gen zur Sta­ti­stik an, so fällt auf: Es gibt zwi­schen den rei­nen Zah­len und vor­han­de­nen Dar­stel­lun­gen Dis­kre­pan­zen - die sind aller­dings nicht gra­vie­rend. Daher wer­den sie wohl nicht exakt, aber nähe­rungs­wei­se rich­tig sein.

*edit* Der Herr bloed­bab­b­ler hat sich die Mühe gemacht die aktu­el­le­ren Zah­len zu suchen und stieß auf ein ähn­lich ver­wir­ren­des Bild. Man muss wohl damit leben, dass wegen der Ver­schie­den­heit der gemes­se­nen Daten nur eine annä­hern­de Aus­sa­ge mög­lich ist.*/edit*

Dazu ein Zitat [tages­spie­gel]:

» .. sei­en die Deut­schen „nach ver­füg­ba­ren Infor­ma­tio­nen wei­ter­hin welt­weit Spit­zen­rei­ter bei Arzt­kon­tak­ten“ .. Berech­nun­gen zufol­ge kamen die nie­der­ge­las­se­nen Medi­zi­ner 2007 auf ins­ge­samt 1,48 Mil­li­ar­den Pati­en­ten­kon­tak­te – das macht 5,2 Mil­lio­nen Arzt­be­su­che pro Werktag .. «

Wenn ich den sta­ti­sti­schen Durch­schnitts­wert von 17 Arzt­be­su­chen lese kommt mir der Gedan­ke, dass irgend­wer viel häu­fi­ger zum Arzt gehen muß, denn ich war in den letz­ten drei Jah­ren ein ein­zi­ges Mal zu einer Unter­su­chung. Die aller­dings war recht umfang­reich und man könn­te es als eine *Gene­ral­inspek­ti­on* bezeich­nen. Von Kopf bis Fuß durch­ge­checkt, mit der Ver­si­che­rung des Arz­tes ich sei zwar nicht in Top-Form, aber für mein Alter durch­aus *ker­nig*, konn­te ich erfreut die Pra­xis verlassen.
Wie vie­le Pati­en­ten [in % der Alters­grup­pe] - außer mir - nicht zum Arzt gehen zeigt die fol­gen­de Abbildung 

Nun fra­ge ich mich natür­lich zweierlei:

Erstens, ob es in länd­li­chen Gegen­den wirk­lich zu weni­ge Ärz­te gibt, oder ob es mög­li­cher­wei­se eher eine zu hohe, nicht durch Krank­heit begrün­de­te Fre­quenz der Arzt­be­su­che ist die das vor­gau­kelt. Es wird doch gemein­hin behaup­tet, in länd­li­chen Gebie­ten sei die gesund­heit­li­che Bela­stung viel nied­ri­ger als in den hek­ti­schen Groß­städ­ten - also irgend­wie paßt das nicht zusammen.

Zwei­tens, wie es kommt, dass ich in drei Jah­ren nur ein­mal, ande­re Pati­en­ten offen­bar in drei Jah­ren ca. 50 mal in War­te­zim­mern sit­zen. Wenn ich mich so umschaue (ich woh­ne in einer Klein­stadt mit 10.000 Ein­woh­nern) sehe ich mun­te­re Rent­ner umhe­rei­len, auf Bän­ken und in Cafes sit­zen, und die machen mir nicht den Ein­druck als ob sie dahin­sie­chen und der stän­di­gen ärzt­li­chen Betreu­ung bedürfen.

Sind es dann also die jün­ge­ren Mit­bür­ger die die Arzt­pra­xen füllen?
Wel­che Erkran­kun­gen haben all die­se Pati­en­ten, bzw. wor­über kla­gen sie?

Dazu noch eine wei­te­re Abbil­dung, die auf sta­ti­sti­schen Daten von Kran­ken­kas­sen und Bun­des­be­hör­den basiert:

-
Herz-Kreis­lauf­erkran­kun­gen, Mus­keln-Ske­lett-Erkran­kun­gen und Stö­run­gen im Ner­ven­sy­stem sind eher sol­che Fäl­le die in höhe­rem Alter vor­kom­men, bei allen ande­ren darf man eine gleich­mä­ßi­ge Ver­tei­lung in der Bevöl­ke­rung annehmen. 

Ein wesent­li­cher Unter­schied zwi­schen älte­ren und jün­ge­ren Pati­en­ten ist die Dauer:
Jün­ge­re gene­sen schnel­ler, Älte­re lang­sa­mer. Die Wahr­schein­lich­keit eine Krank­heit wie­der 'los zu wer­den' sinkt mit stei­gen­dem Lebens­al­ter, inso­weit ist bei Beschwer­den in höhe­rem Lebens­al­ter man­che Kla­ge durch­aus berechtigt.

Hörst du Hufe, denk an Pfer­de, nicht an Zebras.“ Mit die­sem Lehr­satz ler­nen ange­hen­de Ärz­te, für ihre Dia­gno­se das Nahe­lie­gen­de zuerst in Betracht zu zie­hen. Die Dia­gno­stik ist ein wei­tes Feld. Daher ver­su­chen vie­le Ärz­te durch appa­ra­ti­ve Medi­zin mög­lichst vie­le objek­ti­ve Befun­de zu erhe­ben, bevor sie dar­an gehen, die­se mit Erfah­rungs­wer­ten und Sym­pto­men abzu­glei­chen und dar­aus eine Vor­ge­hens­wei­se für die Behand­lung zu entwickeln.

Vie­le Pati­en­ten hin­ge­gen den­ken zuerst an das Dra­ma­ti­sche, das Exo­ti­sche, an Ein­hör­ner oder Sau­ri­er, nicht an Zebras, und was in den gol­de­nen, bun­ten und son­sti­gen Wochen­blätt­chen ver­brei­tet wird trägt eher zur Ver­wir­rung als zur Auf­klä­rung über Krank­hei­ten bei. Dar­aus ent­wickeln sie dann für sich durch Gesprä­che und Ver­glei­che ["Tan­te Inge hat­te das auch ...."; "Bei Frau Hasen­fuß hat man das erst nicht erkannt ...."] eine (ver­meint­li­che) Dia­gno­se, mit der sie dann zum Arzt kom­men um sich *kurie­ren* zu lassen.

Wor­über sie kla­gen ist mei­stens eine "Befind­lich­keits­stö­rung", kei­ne Krankheit.

Zumal wenn man älter wird knackst es schon mal in den Kno­chen, zwickt einen hier und da etwas, kommt man tage­wei­se nicht so gut vor­an wie sonst, tut es mal hier oder dort etwas län­ger weh .... alles halb so schlimm, es geht meist schnell wie­der vorbei.
Bevor das aller­dings pas­siert gibt es einen Anlaß ein­mal so rich­tig zu stöh­nen, zu kla­gen und sei­nen bal­di­gen Tod vor­her zu sehen ....

Zum Wei­ter­le­sen:

① Über­me­di­ka­ti­on, Unver­hält­nis­mä­ßig­keit http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/168919/index.html

② Ursa­chen - tatsächlich/vorgeschoben http://www.fnp.de/ratgeber/familieundlebensart/Haeufige-Arztbesuche-im-Alter-Dahinter-steckt-oft-Einsamkeit;art288,2207070

③ War­te­zeit und Arzt­dich­te https://www.tagesspiegel.de/politik/arztbesuche-ewig-im-wartezimmer/1419300.html

④ Befind­lich­keits­stö­rung https://medlexi.de/Befindlichkeitsst%C3%B6rung

{Erst­ver­öf­fent­li­chung: 18. Sep 2018 um 16:30}

bookmark_border"Probiotisches" essen & trinken ....
*update* [05.04.2019]

So man­che "Erkennt­nis" hält sich als hart­näcki­ges Gerücht vie­le, vie­le Jah­re .... bis dann schließ­lich jemand dem Spuk ein Ende berei­tet, indem eine hieb- und stich­fe­ste Stu­die die Tat­sa­chen aufdeckt:

  • 'Pro­bio­ti­sche' Yoghurts - eine Wort­schöp­fung fin­di­ger Wer­be­men­schen ohne jeden wis­sen­schaft­li­chen Hin­ter­grund (wenn man von Auf­trags­stu­di­en der ent­spre­chen­den Unter­neh­men ein­mal absieht, bei denen stets die 'gewünsch­ten' Ergeb­nis­se her­aus­kom­men) - deren sich jüngst die Zeit­schrift "Öko-Test" ange­nom­men hat ....
    Was zu ver­mu­ten war und nun auch her­aus­kam:
    Sie bie­ten kei­ne wesent­li­chen Vor­tei­le. Was an 'leben­den' Kei­men im Darm ankommt fin­det man auch bei her­kömm­li­chen Zube­rei­tun­gen.
    Wesent­li­cher Unter­schied ist aber der Preis, denn die hoch­ge­lob­ten und viel­be­wor­be­nen "Acti­mel" und "Lac­to­ba­cil­lus LC1" und "Yakult" kosten zwi­schen acht und zwan­zig­mal (!) soviel wie eine ver­gleich­ba­re Men­ge her­kömm­li­chen Yoghurts ....

_______________ Über­sichts­stu­die Däne­mark _______________ 

Zitat aus einer däni­schen Stu­die von 2016:

Accor­ding to our syste­ma­tic review, no con­vin­cing evi­dence exists for con­si­stent effects of exami­ned pro­bio­tics on fae­cal micro­bio­ta com­po­si­ti­on in healt­hy adults, despi­te pro­bio­tic pro­ducts being con­su­med to a lar­ge ext­ent by the gene­ral population.”

Über­set­zung:
"Nach unse­rer syste­ma­ti­schen Durch­sicht gibt es kei­ne über­zeu­gen­den Bewei­se für die kon­si­sten­ten Aus­wir­kun­gen der unter­such­ten Pro­bio­ti­ka auf die Zusam­men­set­zung der Fäkal­mi­kro­bio­ta (Bak­te­ri­en in den Faeces/dem 'Stuhl') bei gesun­den Erwach­se­nen, obwohl pro­bio­ti­sche Pro­duk­te von der all­ge­mei­nen Bevöl­ke­rung in gro­ßen Men­gen kon­su­miert werden."

_______________ Ω-3-Fett­säu­ren _______________ 

Ω-3-Fett­säu­ren sind hoch unge­sät­tig­te Fet­te, die leicht zer­leg­bar und ver­wert­bar, aber vom mensch­li­chen Orga­nis­mus nicht selbst zu bil­den sind - daher müs­sen sie zuge­führt werden:
Nah­rung mit vie­len Ω-3-Fett­säu­ren ist wert­vol­ler als sol­che ohne .... und die Fein­schmecker wer­den sich freu­en zu hören, dass die­se Fet­te vor allem in Lachs und Makre­le zu fin­den sind. Im oben zitier­ten Arti­kel heißt es weiter:

Joghurts von Onken, Danone/Actimel, Sachsenmilch/LC1 und Campina/Landliebe wei­sen im Ver­gleich zu ande­ren kon­ven­tio­nel­len Mar­ken und zu Bio­pro­duk­ten die nied­rig­sten Ome­ga-3 Fett­ge­hal­te auf (unter 0,6 g Ome­ga-3 Fett­säu­ren je Gramm Fett) .. Das ist das Ergeb­nis einer Stu­die, in der Green­peace jetzt die Fett­zu­sam­men­set­zung bekann­ter Mar­ken­ar­ti­kel wie Acti­mel, LC1, Ehr­mann, Land­lie­be, Mül­ler .. durch ein spe­zia­li­sier­tes Milch­la­bor unter­su­chen ließ. Ins­ge­samt wur­den zwölf But­ter- und 21 Joghurt­pro­duk­te gete­stet, sechs davon aus öko­lo­gi­scher Erzeu­gung. Die Bio­pro­duk­te hat­ten ins­ge­samt deut­lich höhe­re Wer­te an Ome­ga-3 und ande­ren wert­vol­len Fettsäuren.


Wie fest­ge­stellt wird man­gelt es dem­nach gera­de bei den als "beson­ders gesund" geprie­se­nen pro­bio­ti­schen Yoghurt-Drinks [2007; Bei­spie­le: Acti­mel, LC1, Yakult ] an den 'gesun­den' Fettsäuren ....

 

______________________ F A Z I T ______________________
Die Zeit bleibt nicht ste­hen und mit den Jah­ren kom­men immer wie­der neue Stu­di­en hin­zu. Kei­ne der bis­her erschie­ne­nen Stu­di­en - außer denen, die von den Her­stel­lern finan­ziert / initi­iert waren - haben eine posi­ti­ve gesund­heit­li­che Wir­kung der soge­nann­ten "Pro­bio­ti­ka" nach­wei­sen können.
Der Ver­brau­cher bekommt ein Wer­be­mär­chen-Pro­dukt über­teu­ert ver­kauft, der ver­spro­che­ne Effekt ist nicht nach­weis­bar. Nur die Her­stel­ler gewin­nen, die Pro­fi­te lie­gen im Milliardenbereich (!).

 
Weiterlesen:
→ [01.02.2018] Pro­bio­ti­ka; Durch­fall­mit­tel gefähr­lich für Schwerkranke

→ [17.07.2017] Pro­bio­ti­sche Yoghurts

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bookmark_borderDomian 01.05.2015

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Das The­ma "Ernäh­rung" hat - nicht nur - mich ein Leben lang beschäf­tigt und es gibt ja bereits eine gro­ße Zahl von Bei­trä­gen hier und in mei­nen ande­ren Blogs [Liste unter dem Video].

Bei "Domi­an" hat­te ich die Gele­gen­heit mei­ne Sicht einem grö­ße­ren Publi­kum ver­füg­bar zu machen - hören Sie 'mal rein ....

Mehr zum The­ma "Ernäh­rung"

bookmark_borderWie sich eine Heilpraktikerin den Energiestoffwechsel des Menschen vorstellt ....

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.... und wie sehr ein­fach gezeigt wer­den kann, dass die­ser Unfug, den sie ver­zapft hat, jeg­li­cher Grund­la­ge ent­behrt. Was aller­dings nicht nur die­se eine Heil­prak­ti­ke­rin betrifft - es ist die über­wie­gen­de Mehr­zahl, die selbst ein­fach­ste Stoff­wech­sel­me­cha­nis­men nicht versteht. 

1
[Quel­le des Bild­zi­ta­tes]

Ener­gie wird NICHT durch Ver­bren­nung von Koh­len­stoff gewon­nen - der bleibt völ­lig unbe­rührt. Es fin­det auch kei­ne anders­ar­ti­ge Ver­bren­nung statt, denn das wür­de kein leben­der Orga­nis­mus überstehen ....
Zwar spricht der Che­mi­ker von "Brenn­wert" des Zuckers (Glu­co­se), das ist aber eine tra­di­tio­nel­le Bezeich­nung, da man frü­her Sub­stan­zen (tat­säch­lich) ver­brannt hat und die dabei frei­ge­setz­te Ener­gie gemes­sen wurde.
Mitt­ler­wei­le ist der Ablauf der Reak­ti­on geklärt - aber wie so oft - ist der gebräuch­li­che Name dafür geblie­ben. Er hat aber sei­ne Bedeu­tung ver­lo­ren, weil man es jetzt 'bes­ser' weiß.

Es fin­det auch kei­ne Anrei­che­rung von CO₂ statt - und bis es zu einer "Ansäue­rung" der Zel­len kommt ist der Mensch schon tot. Die­se postu­lier­te "Ansäue­rung" ist eine Phan­ta­sie­kon­struk­ti­on der Heil­prak­ti­ker, denn dann muß (angeb­lich!) eine "Basen­be­hand­lung" die "über­schüs­si­ge Säu­re" neutralisieren.

Heil­prak­ti­ker nei­gen zu sol­chen ver­ein­fach­ten Gedan­ken­mo­del­len die dra­ma­tisch klin­gen - je dra­ma­ti­scher, desto bereit­wil­li­ger zahlt der Pati­ent die über­zo­ge­nen Honorare.

Was tat­säch­lich pas­siert ist, dass aus Mole­kü­len, also Teil­chen, die aus meh­re­ren Ato­men* auf­ge­baut sind, durch deren che­mi­sche Zer­le­gung die Ener­gie frei­ge­setzt wird, die bei ihrem ursprüng­li­chen Auf­bau, ihrer Ver­bin­dung zum Mole­kül** ver­braucht wurde.

Wir wis­sen, dass es sich bei der benö­tig­ten "Ener­gie" um das Son­nen­licht han­delt, mit des­sen Hil­fe Pflan­zen Zucker (= Glu­co­se) auf­bau­en können:

6 CO₂ + 6 H₂O + Ener­gie ⇆ C₆H₁₂O₆ + 6 O₂
Koh­len­di­oxid + Was­ser + Ener­gie ⇆ Glu­co­se + Sauerstoff

Bei­spiel Abbau, zur Energiegewinnung

Als che­mi­sche For­mel auf­ge­schrie­ben sieht das so aus:
C₆H₁₂O₆ + 6 O₂ ⇆ 6 CO₂ + 6 H₂O + Energie

Glu­co­se + Sau­er­stoff ⇆ Koh­len­di­oxid + Was­ser + Energie 

Die Ener­gie, die im mensch­li­chen Kör­per, in den Zel­len ent­steht wenn Zucker zer­legt wird, wird aber nicht frei im Kör­per her­um­schwir­ren - sie wird in einem wei­te­ren Mole­kül, dem ATP [Ade­no­sin­tri­phos­phat] gespei­chert, bis der Kör­per die­se Ener­gie­re­ser­ve (ver-)braucht.

Das CO₂ - in dem Zitat als 'schäd­lich' dar­ge­stellt - geht in das Blut über und wird aus­ge­at­met. Fällt sehr viel CO₂ an, so kann es durch Blut­ei­weiß vor­über­ge­hend 'neu­tra­li­siert' wer­den (Puf­fer­wir­kung des Blu­tes), bis es abge­baut und aus­ge­schie­den wer­den kann.

{Wer sich genau­er & wei­ter­füh­rend infor­mie­ren möch­te fin­det eine sehr prä­zi­se Zusam­men­stel­lung z.B. HIER bzw. bei WIKIPEDIA}

*edit* Die Autorin ist zwar mitt­ler­wei­le ver­stor­ben, aber ihr "Werk" lebt in Form der Web­sei­te fort. Ein Fall in dem ich mir wünsch­te, das Inter­net könn­te 'ver­ges­sen' - und irgend­je­mand fühl­te sich ver­ant­wort­lich und näh­me die Sei­te aus dem Netz.
*2.edit* (Juni 2019) Die Web­sei­te steht zum Verkauf.

*    Atom, bei­spiels­wei­se der Sau­er­stoff, mit dem Buch­sta­ben "O" gekennzeichnet;
** Mole­kül, bei­spiels­wei­se Koh­len­di­oxid, CO₂, bestehend aus zwei Ato­men Sau­er­stoff und einem Atom Kohlenstoff.


Sol­che Leu­te dür­fen "prak­ti­zie­ren" und von vie­len gesetz­li­chen Kas­sen wird das auch noch bezahlt - von den 'pri­va­ten Kas­sen' sowie­so. Ein Skan­dal son­der­glei­chen, da wer­den Mil­lio­nen für unnüt­ze und sogar schäd­li­che Pseu­do-The­ra­pien aus­ge­ge­ben, die so für hilf­rei­che, aner­kann­te Behand­lungs­me­tho­den nicht mehr zur Ver­fü­gung sind.

Ange­li­ka von Fran­ken­berg, 07.05.1943 † 13.10.2010

bookmark_borderNah­rung & Was­ser:
Was uns am Leben hält.

Teil 5
Nah­rungs­be­stand­teile und Verwertung

Unse­re Nah­rung besteht im Wesent­li­chen aus drei Haupt­be­stand­tei­len (Grund­bau­stei­ne in Klammern):

Dazu kom­men ergän­zen­de Stof­fe wie:

  • Makro- und
  • Mikro­ele­men­te, sowie
  • Vit­ami­ne
  • [Auf­stel­lun­gen dazu im Teil Mine­ral­stof­fe]

Auf­bau der Zel­len und des Gewebes
Jede Kör­per­zel­le des Men­schen kann als "wäss­ri­ges System" auf­ge­faßt wer­den. Das bedeu­tet, dass sämt­li­che Pro­zes­se des Auf- und Abbaus nur im Bei­sein und unter Mit­wir­kung des Was­sers ablau­fen. Alle gelö­sten Stof­fe sind - in Abhän­gig­keit ihrer elek­tri­schen Ladung - mit einer Hül­le aus Was­ser umge­ben. Die­se Hül­le wird nur dann auf­ge­bro­chen, wenn die Teil­chen mit ande­ren Stof­fen aus der Umge­bung in Wech­sel­wir­kung treten. 

Die Was­ser­hül­le sorgt auch dafür, dass es kei­ne Kumu­la­ti­on von Ladun­gen gibt. Das wird noch unter­stützt von Eiweiß­stof­fen, die in der Lage sind über­schüs­si­ge Ladun­gen vor­über­ge­hend an sich zu bin­den und so zu neutralisieren:

Die Anrei­che­rung von H+-Teil­chen [Was­ser­stoff-Ion; Pro­ton] nennt der Che­mi­ker "sau­res Milieu" (lai­en­haft: 'Ansäue­rung', 'Über­säue­rung'), die von OH--Teil­chen [Hydr­oxid-Ion; Hydr­oxi­de] "basi­sches Milieu" ('Alka­li­sie­rung'). Das eine wie das ande­re Phä­no­men wäre für den Stoff­wech­sel des Men­schen ungün­stig, daher gibt es soge­nann­te "Puf­fer­sub­stan­zen", die sofort bei Auf­tre­ten frei­er Par­ti­kel [H+; OH-] die­se 'weg­fan­gen', d.h. durch Bin­dung an sich selbst unwirk­sam machen.

MERKE:
Es gibt kei­ne "Über­säue­rung" von Zel­len und Gewe­ben - das ist eine Erfin­dung von Her­stel­lern soge­nann­ter 'basi­scher' Pro­duk­te und alle Erör­te­run­gen dazu sind unwis­sen­schaft­li­ches Geschwätz, eine lai­en­haf­te Vor­stel­lungs­welt, die mit den tat­säch­li­chen Bedin­gun­gen nichts zu tun hat.

Gleich­ar­ti­ge Zel­len ent­wickeln sich wäh­rend des Embryo­nal­sta­di­ums. Sie bil­den beson­ders spe­zia­li­sier­te Gewe­be, die jeweils ver­schie­de­ne Auf­ga­ben in einem Lebe­we­sen erfüllen.

Ver­dau­ung
Eines die­ser Syste­me ist das Ver­dau­ungs­sy­stem (Auf­ga­ben des Ver­dau­ungs­sy­stems), ein geschlos­se­nes Rohr, das sich beim Men­schen vom Mund zum After erstreckt. Jeder Abschnitt hat eine eige­ne Auf­ga­be, ins­ge­samt dient das Ver­dau­ungs­sy­stem dazu die auf­ge­nom­me­ne Nah­rung zu zer­le­gen, Grund­bau­stei­ne her­aus­zu­lö­sen und durch die Darm­wand in den Blut­kreis­lauf zu schleu­sen. Das Blut (ein spe­zia­li­sier­tes, 'flüs­si­ges' Gewe­be) bringt die­se Bau­stof­fe und Ener­gie­trä­ger zu den ent­le­gen­sten Stel­len des Orga­nis­mus und nimmt gleich­zei­tig Abbau­pro­duk­te des Zell­stoff­wech­sels mit.

MERKE:
Es ist grund­sätz­lich zu unter­schei­den zwi­schen den Funk­tio­nen des Ver­dau­ungs­ap­pa­ra­tes und den Funk­tio­nen von Zel­len. Jede die­ser Funk­tio­nen hat einen ande­ren Zweck, die ablau­fen­den Pro­zes­se dafür sind völ­lig verschieden.
Der Ver­dau­ungs­ap­pa­rat stellt die "Bau­stei­ne" und "Ener­gie­trä­ger" bereit, die Kör­per­zel­len hin­ge­gen bil­den dar­aus kör­per­ei­ge­ne Stof­fe, wie neue Zel­len, Sekre­te oder Zwischengewebe.

Abbau der Nah­rung und Ver­wer­tung der Bestandteile
Die Stoff­grup­pen wer­den in den ver­schie­de­nen Tei­len des Ver­dau­ungs­sy­stems 'auf­ge­schlos­sen', was bedeutet:
Zer­klei­nert und che­misch in klein­ste Teil­chen zer­legt. Wel­che Stof­fe dabei ent­ste­hen ist wei­ter oben dar­ge­legt. Im näch­sten Schritt wer­den die­se Stof­fe durch die Darm­wand in den Kör­per auf­ge­nom­men, wobei es unver­dau­li­che Sub­stan­zen gibt, die nicht durch den Darm tre­ten, son­dern dort ver­blei­ben und unver­än­dert wie­der aus­ge­schie­den wer­den. Der Volks­mund spricht hier von "Bal­last­stof­fen", es sind meist pflanz­li­che Struk­tur­ele­men­te für die der Mensch kei­ne Abbau­we­ge hat und die er des­we­gen nicht in ihre Grund­bau­stei­ne auf­tei­len kann.

Die Zel­len der Darm­wand bedie­nen sich der zuvor beschrie­be­nen Mecha­nis­men (akti­ver Trans­port, Dif­fu­si­on, Osmo­se, sie­he HIER und HIER). So gelan­gen die­se Bau­stei­ne & Ener­gie­trä­ger in das Blut - und von da wer­den sie in die Kör­per­zel­len auf­ge­nom­men. Auch End­pro­duk­te des Zell­stoff­wech­sels wer­den aus den Zel­len auf glei­che Art her­aus­trans­por­tiert und in das Blut abgegeben.

Die Mecha­nis­men aller­dings, mit denen Sub­stan­zen von einer Sei­te einer bio­lo­gi­schen Mem­bran zur ande­ren beför­dert wer­den sind iden­tisch. Ins­be­son­de­re beim soge­nann­ten "akti­ven Trans­port" - wie bereits zuvor erwähnt - han­delt es sich um einen "ener­gie­ab­hän­gi­gen" Trans­port­weg, der gera­de wegen die­ser Abhän­gig­keit nur eine bestimm­te Lei­stung errei­chen kann:
Pro Zeit­ein­heit wer­den defi­nier­te Men­gen an Stof­fen bewegt. Außer­dem wer­den ähn­li­che Stof­fe nicht gleich­zei­tig, son­dern nach­ein­an­der trans­por­tiert. Die­se Begren­zung ist der Grund dafür, dass z.B. Vit­ami­ne und Spu­ren­ele­men­te nicht in end­los gro­ßen Men­gen auf­ge­nom­men wer­den können.
Beson­ders in höhe­rem Lebens­al­ter macht sich zudem eine lang­sam ver­rin­ger­te Trans­port­ka­pa­zi­tät bemerk­bar - pro Zeit­ein­heit wer­den im Lau­fe der Jah­re immer weni­ger Stof­fe auf­ge­nom­men, wes­we­gen dann die Gefahr einer Min­der­ver­sor­gung entsteht.

MERKE:
Die immer wie­der behaup­te­ten "Schlacken" gibt es nicht. Alle Abbau­pro­duk­te sind ledig­lich für den Orga­nis­mus nicht wei­ter ver­wert­ba­re Stof­fe die über das Blut in den Darm, die Leber, die Nie­ren oder die Haut trans­por­tiert wer­den und dort aus­ge­schie­den werden.

Eine Anrei­che­rung von aus­zu­schei­den­den Stof­fen ist patho­lo­gisch - da hel­fen die viel­fach ange­prie­se­nen Mit­tel­chen zur 'Darm­rei­ni­gung' und 'Fasten' nicht, denn der aus­lö­sen­de Grund wird dadurch nicht behan­delt. Der Darm rei­nigt sich von selbst. In Bin­de­ge­we­ben wer­den kei­ne 'Schad­stof­fe' abge­la­gert, sie wer­den von dort (in unter­schied­li­cher Men­ge pro Zeit­ein­heit) regel­mä­ßig ent­fernt - dafür sorgt schon das Kon­zen­tra­ti­ons­ge­fäl­le zwi­schen Zel­len, Bin­de­ge­we­be und Blut­kon­zen­tra­ti­on die­ser Substanzen.

Zusam­men­fas­sung
Der Ver­dau­ungs­trakt ist für die Lebens­er­hal­tung etwa gleich bedeu­tend wie die Lun­gen­funk­ti­on, die für den benö­tig­ten Sau­er­stoff sorgt. Aller­dings sind die Abläu­fe der Ver­dau­ung viel lang­sa­mer als die der Atmung. Nah­rungs­bau­stei­ne, Was­ser und Sau­er­stoff wer­den in den Kör­per­zel­len zur Ener­gie­er­zeu­gung benutzt, es wer­den dar­aus kör­per­ei­ge­ne Stof­fe her­ge­stellt und auf die­sem Wege der Orga­nis­mus gegen­über dem "Cha­os" der Umwelt um uns her­um abge­schirmt und erhalten.

bookmark_borderTrans­port­ (2)

Teil 3
Wie 'arbei­ten' die in Teil 2 dar­ge­stell­ten Transportmechanismen? 

Dif­fu­si­on
Eine ein­fa­che Defi­ni­ti­on lautet:
Jede Sub­stanz in einer Lösung strebt danach sich im zur Ver­fü­gung ste­hen­den Raum gleich­mä­ßig zu verteilen.

Es han­delt sich dabei um eine rein sta­ti­sti­sche Ver­tei­lung solan­ge kei­ne Ein­wir­kung von Außen statt­fin­det. Dabei tre­ten natür­lich Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen den ver­schie­de­nen Stof­fen auf, beson­ders wenn es sich um ver­schie­den gro­ße Mole­kü­le han­delt. Eine gleich­mä­ßi­ge Ver­tei­lung wird die­se Ver­schie­den­heit nicht behin­dern, höch­stens verzögern.

Osmo­se
Eine gän­gi­ge Defi­ni­ti­on lautet:
Osmo­se ist die Wan­de­rung (Dif­fu­si­on) von Stof­fen durch eine teil­durch­läs­si­ge (semi-per­meable) Mem­bran, die nur für eine defi­nier­te Teil­chen­grö­ße ein­sei­tig durch­läs­sig ist. 

Was­ser und klei­ne­re Teil­chen wan­dern daher vom Ort nie­de­rer Kon­zen­tra­ti­on zum Ort höhe­rer Kon­zen­tra­ti­on, wäh­rend grö­ße­re Teil­chen die Mem­bran nicht über­win­den kön­nen. Sind auf bei­den Sei­ten der Mem­bran glei­che Lösun­gen ent­stan­den dif­fun­diert zwar noch Was­ser hin und her, es besteht jedoch kein 'osmo­ti­scher Druck' mehr.

MERKE:
Streng­ge­nom­men ist die Osmo­se eine Vari­an­te der Dif­fu­si­on, bei der die Teil­chen­grö­ße (anders als bei der frei­en Dif­fu­si­on) bestimmt wel­che Stof­fe über­haupt nur wan­dern können.

Akti­ver Transport
Das wird so beschrieben:
Unter 'akti­vem Trans­port' ver­steht man die Wan­de­rung von Stof­fen (Sub­strat) durch Mem­bra­nen mit Hil­fe von in die­se ein­ge­bet­te­ten Trans­port­me­cha­nis­men.

Sie arbei­ten ener­gie­ver­brau­chend und wer­den daher 'gesteu­ert', kön­nen so aber auch gegen ein Kon­zen­tra­ti­ons­ge­fäl­le trans­por­tie­ren.
Das Öff­nen und Schlie­ßen erfolgt auf der Basis vor­han­de­ner Stoff­kon­zen­tra­tio­nen und die Men­ge der trans­por­tier­ten Stof­fe ist abhän­gig von vor­han­de­ner Ener­gie und der Zahl der arbeits­fä­hi­gen Transportkanäle.

MERKE:
Immer dort, wo Stof­fe ent­ge­gen einem Kon­zen­tra­ti­ons­ge­fäl­le wan­dern müs­sen, kann dies NUR mit Hil­fe des 'akti­ven Trans­ports' geschehen.

Zusam­men­fas­send kann fest­ge­stellt werden:
Dif­fu­si­on und Osmo­se sind pas­si­ve Trans­port­pro­zes­se, dem steht der 'akti­ve Trans­port' als ener­gie­ver­brau­chen­der Mecha­nis­mus der Stoff­ver­tei­lung gegenüber.

- - - 

Die frü­he­re Aus­sa­ge - es gäbe drei Trans­port­pro­zes­se - stellt eine Ver­ein­fa­chung dar die zum bes­se­ren Ver­ständ­nis gemacht wurde.
Fach­krei­se ken­nen noch wei­te­re, kom­ple­xe Transportmöglichkeiten:
Endo­zy­to­se, Exo­zy­to­se, Son­der­fall "erleich­ter­te Dif­fu­si­on".
Eben­so gibt es meh­re­re For­men des 'akti­ven Trans­por­tes', die hier wegen ihrer beson­de­ren Kom­ple­xi­tät und der Not­wen­dig­keit erwei­ter­ten Spe­zi­al­wis­sens nicht näher betrach­tet werden.

- - - 

!!
Es folgt "Teil 4", in dem Bei­spie­le für die vor­ge­stell­ten Mecha­nis­men des Stoff­trans­ports auf­ge­zeigt & näher erläu­tert wer­den. Dort wer­den die Infor­ma­tio­nen aus allen bis­he­ri­gen Teilen
Was­ser;
Mine­ral­stof­fe;
Trans­port (1);
Trans­port (2).
zusam­men­ge­führt und ihre Ver­bin­dung zuein­an­der wird betrachtet.