
Das war nicht aus einem chinesischen Restaurant,
sondern lag in einer Weihnachtstüte.
Eingebacken in einen Glückskeks.
Für einen Moment hatte ich ein gutes Gefühl ....
bis ich wieder in der Wirklichkeit zurück war.
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....

Das war nicht aus einem chinesischen Restaurant,
sondern lag in einer Weihnachtstüte.
Eingebacken in einen Glückskeks.
Für einen Moment hatte ich ein gutes Gefühl ....
bis ich wieder in der Wirklichkeit zurück war.
Dem *Director Think Tank* am Süddeutsche Zeitung-Institut, befaßt mit der digitalen Transformation von Kultur, Gesellschaft und Unternehmen, zu widersprechen ist eine gewagte Sache. Klar. Ich habe keine Bücher geschrieben, kenne mich nicht in der Jugendkultur aus, und es fehlt mir ein journalistischer Hintergrund. Laufen kann ich allerdings, in meiner Jugend kurze und mittlere Strecken, aber mit 80 nur noch jenseits von Wettkämpfen ein paar Tausend Schritte, wie empfohlen. Zwanzig Jahre Feld-, Wald-, und Wiesen-Blog betrieben zu haben, und auf Basis akademischer Abschlüsse ein erfolgreiches Berufsleben gestaltet zu haben zählt ja wohl nicht gegen so viel geballte Kompetenz aus Mitarbeit und Praktika in jungen Jahren als Grundlage für ein Journalismus-Studium. "Lobe dich selbst - andere werden es nicht tun!" ist nahe genug an der Wahrheit und Selbstvertrauen kann nie schaden!?
Trotzdem:
Was mich sofort stutzig werden läßt, dann umtreibt, ist, wenn ein Blog mit einem Betreiber, der alle seine berufliche Positionen, seine Werke und Schriften, und vor allem seine umfassenden Kompetenzen in vielerlei Sach- und Fachgebieten aufzählt, in seinem Blog keine Kommentare zuläßt.
Traut er sich nicht gegenteilige Meinungen oder Fakten zu kontern?
Hält er jene, die seine Gedanken aufnehmen und verarbeiten für so viel weniger gebildet, so daß sie ihm keine angemessenen Diskussionspartner sein können?
Hat er schlichtweg keine Zeit sich mit Alternativen zu befassen weil er schon alle überlegt, geprüft, und bis auf wenige verworfen hat?
Ist ihm nicht klar, daß ein Blog davon lebt / leben sollte mit den Lesenden ins Gespräch zu kommen?
Wenn dann noch ein smiley am Blogtitel angehängt ist, der suggeriert: Nicht so Ernst nehmen - ist doch alles cool, easy, chill .... dann ist das der perfekte Weg sich bei Mißverständnissen elegant heraus zu reden, flockig, mit einem Lächeln, war doch nicht so, sondern ganz anders gemeint. So lassen sich bequem und ohne Folgen Unverschämtheiten einfügen die im Nachhinein problemlos zu relativieren sind.

Preise werden verliehen weil irgendwann irgend jemand damit angefangen hat Preise zu vergeben. Sind sie erst einmal da erwartet die Gesellschaft eine Fortsetzung, neue Preisträger. Wenn die Wahl eng wird und keine Top-Kandidaten in Sicht sind - dann wird schon mal auf die zweite oder dritte Wahl zurück gegriffen allerdings ohne das bekannt zu machen. Man geht mit der zu verleihenden Würde stets gleich um. Schwamm drüber, es geht weiter, die nächste Verleihung kommt ja schon bald.
Zurück bleibt die Frage ob denn eine Preisverleihung gleichbedeutend ist mit der Erkenntnis die Basis dafür sei eine absolute Annahme, ein Faktum, eine unumstößliche Gewißheit - das übrigens sehr viel zwingender in den Geisteswissenschaften, während es das Wesen der Naturwissenschaften ist stets zu zweifeln und Widerlegung des Bekannten zu versuchen.
Da haben es die Geisteswissenschaftler - die Journalisten rechnen sich denen doch zu? - natürlich leichter ihre Meinung als durch breiten Konsens getragene Erkenntnis zu etablieren. Wer wollte widersprechen, wo es doch nicht um Fakten geht die man so einfach mit anderen Fakten widerlegen kann? Wird also eine These aufgestellt und bekannt gemacht, wirken nicht nur die beinhalteten Darlegungen, sondern gleichsinnig die Reputation dessen, der diese Thesen dargestellt und veröffentlicht hat.

Unser Land leidet an Selbstüberhöhung wo Selbstkritik angemessen wäre. Es wird mit Gefühl beurteilt wo Fakten als Kriterium angemessener wären. Viel wichtiger als etwas zu wissen ist die richtigen Leute zu kennen .... Sie wissen schon, *networking und so*, eine Hand wäscht die andere, tust-du-mir-nichts-tu-ich-dir-nichts .... über Allem schwebt das Regelwerk für Fortkommen: Wenn überhaupt Kritik, dann nur in Metaphern verkleidet.

Nun zum Anlaß für all das, was weiter oben steht:
"Deutschlands bekanntester Teenager: Fünf Gründe warum dieses Land mehr Zahide braucht"
Was Deutschland zuerst braucht ist der Erhalt der Sprache, die als umfassende Gemeinsamkeit die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Denkens und Handelns bestimmt.
Es ist völlig unverständlich, wenn Mängel in der Ausdrucksweise, der Sinnerfassung, und dem Reglement der Sprache zu einer "Jugendversion der Zukunft" hochstilisiert werden anstatt sie als unzureichende Fähigkeit sich korrekt auszudrücken anzuprangern, Herr von Gehlen!
RAP ist Ausdruck von Rohheit, der Unfähigkeit erlittene oder gefühlte Erniedrigung angemessen zu verarbeiten weil aus der eigenen Sozialisation keine Mechanismen dafür zur Verfügung sind - archaische Strukturen eben. Verachtung von Werten die eine Gesellschaft zusammen halten, ein Instrument Unverschämtheiten ungestraft loszuwerden, ja sogar gesetzeswidrige Neigungen als *Kunst* verkleidet im *mainstream* unterzubringen, sie so zu bagatellisieren und schleichend das Koordinatenkreuz des Selbstverständnisses der Gesellschaft ins Negative zu verschieben.
14 Jahre, Sängerin Sing-Sang-Sprecherin und Tänzerin - das reicht?
Da fällt mir doch sofort die Fabel von Ameise und Grille ein:
Wenn der heranwachsenden Jugend kritiklos solche Beispiele, Werte (?) als Grundlage für eine erstrebenswerte persönlich Zukunft vorgegaukelt werden - wie soll dann jemals die Kultur von Arbeit und Freizeit hergestellt werden die vormals den Erfolg des Landes als Grundlage ermöglichte?
Irgendwie aneinander gereihte Texte ohne viel Sinn und Herumgehüpfe solo oder als Gruppe, das als *Tanz* benannt wird, als Ersatz für Anstrengung zu lernen, sich zu bewähren und die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten? Reicht es denn tatsächlich ein Idol zu werden wenn man lange Haare und Reste von Babyspeck hat .... oh, wie niedlich, und noch ein Plüschtier dabei!?
Vor ein paar Jahren hätte ich noch behauptet das wäre wohl eine vorübergehende Erscheinung, Pubertät und so, aber nachdem ich diese unangemessenen Lobpreisungen vom *Director Think Tank* am Süddeutsche Zeitung-Institut lesen mußte kommen mir da heftige Zweifel ....
Bitte, Herr von Gehlen, erklären Sie mir wie auf dieser schmalen Basis eine gesellschaftliche Stabilität erreicht und aufrecht erhalten werden kann, aus was werden Werte geschöpft, die die Gesellschaft mit allem versorgen was zum Überleben gebraucht wird. Halten Sie die Rapper für die prädestinierten Gestalter der Zukunft?
Was bedeutet → *Wolkenkuckucksheim*
Schauen Sie sich mal diesen kurzen Ausschnitt aus einem Video einer Youtube-Kreativen an die regelmäßig über ihre Reisen, Eindrücke und Erfahrungen berichtet. Sie war kürzlich in China und hat das Roboter-Kaufhaus besichtigt.
Das ist nicht etwa ein Kaufhaus wo man von Robotern bedient wird, sondern dort kann man Roboter kaufen.
Ganz richtig gelesen:
Roboter kaufen!
Wer mir ein solches Kaufhaus in Europa nachweist bekommt eine "1" mit Sternchen ....
Was ich damit sagen will:
Das Ausmaß des Vorsprungs der Chinesen übersteigt ganz offensichtlich jede Vorstellungskraft unserer Politiker, die es noch nicht einmal geschafft haben deutschlandweit Glasfaser- oder sonstiges schnelles Internet auf die Beine zu stellen .... weil solche Schnarchnasen wie unser jetziger Innenminister das Internet und die Softwareentwicklung nur unter dem Blickwinkel der möglichst lückenlosen Kontrolle der Bürger [Stichwort PALANTIR] sehen.Da werden wir bald einen Überwachungsstaat wie in China haben - mit dem wesentlichen Unterschied, daß wir uns privat noch mit der Technologie des letzten Jahrhunderts herumschlagen müssen.
Von wegen "Deutschland hat eine führende Rolle in der Weltpolitik", eben *Wolkenkuckucksheim*! Zu mehr als Mittelmaß, wenn überhaupt zu irgend etwas, taugen unsere Politiker nicht ....

Video-Quelle für den hier benutzten Ausschnitt: "ZUM ERSTEN MAL in Peking, China"
Jahrelang habe ich es abgelehnt über paypal Zahlungen zu machen.
Weil zwei Faktoren zusammen kamen:
- Wirkort USA
- Unbestimmter Datenschutz
Bis es kürzlich soweit kam, daß die Zahlungsmethode - verschleiernd - mit einem anderen Namen versehen wurde und ich erst im allerletzten Schritt erfuhr "Diese Zahlung wird von unserem Finanzdienstleister paypal abgewickelt." und dann war es schon zu spät den Vorgang abzubrechen.
Wie oft werde ich ausgelacht, mitleidig mit dem Satz beschieden "Du hast doch gegen die Marktmacht dieser Konzerne keine Chance." oder mir wird bedeutet die Zeit verlange eben die neuen Strukturen .... doch bisher konnte mir noch keiner von den Spöttern und mitleidig Lächelnden einen Beweis liefern warum es nicht mit den überkommenden Methoden der Zahlungsweise geht. Ich nutze die wo immer möglich, es geht also.
Ich zähle mal auf, wie sich der Zugang zu meinem online Konto gewandelt hat:
Vermutlich folgen Fingerabdruck, Gesichtserkennung und irgendein unsinniges Gadget (ähnlich captcha?) .... und die IT Abteilung der Bank, die einmal aus zwei (!) Personen, IT Fachmann und Sekretärin, bestanden hatte ist mittlerweile eine Hauptabteilung mit drei Ebenen und knapp 60 Mitarbeitern.
SLOGAN: "SO geht Fortschritt!"
Und wie komme ich darauf an einem ganz gewöhnliche Mittwoch sowas loszulassen?
Weil ich gerade die nachfolgende Notiz gelesen habe, die den kompletten Firlefanz ad absurdum führt:
Weil Daten die in großen Datenbanken gespeichert sind IMMER das erste Ziel von Verbrechern sind ....
Wo früher ein Bankraub das Geld brachte genügt heute ein Laptop.
Schöne neue digitalisierte Welt ....
Wenigstens wird dabei niemand erschossen.
Es findet eine fast unmerkbare Verschiebung statt die die Wenigsten von uns aktiv wahrnehmen. Vor ein paar Jahren hatte ich ein Erlebnis, das mir die Augen öffnete und die Gefahr, die der Menschheit droht, erst so richtig klar machte.
Nein, es geht nicht um Krieg, Hungersnot und Klimakatastrophe.
Es geht um Wissen das nicht gegoogelt ist, sondern eingespeichertes Wissen darstellt! Das, was man "Frue*er"™ als "Allgemeinbildung" bezeichnet hat. Wikipedia weist allerdings auf einen wesentlichen Punkt hin, der allzu oft vernachlässigt wird:
Die Gleichsetzung von Allgemeinbildung und Allgemeinwissen unterschlägt jedoch die Befähigungen des Verstandes, die erforderlich sind, um die Wissensinhalte zueinander in Beziehung zu setzen. Erst damit wird es möglich, Inhalte abrufbaren Wissens in Zusammenhängen zu verstehen. Unverstandenes lexikalisches Stichwortwissen wird in der Fachwelt eher als „Halbbildung“ aufgefasst.
[Allgemeinbildung]
Was soll das, werden Sie sich fragen, warum sollte ein wenig weniger Wissen so gefährlich sein?
Es ist gar nicht die Fülle des Wissens allein. Es ist der daraus - also aus mehr oder weniger verfügbarem Wissen - entstehende Wandel des Denkens und der Urteilsfähigkeit:
Die Beurteilung und Abspeicherung dessen, was als Information auf uns einströmt, wird vom vorhandenen Informationsstand geformt. Erst aus dem Zusammenwirken von geistigem Verständnis der Informationen und deren Einordnung wird ein akzeptables Weltbild.
Wer also selbst weniger - parates, durch früheres Lernen geschaffenes - Wissen hat, wird seine Umgebung, seine Mitmenschen, und seinen Lebensraum anders betrachten als Jene, die über einen größeren Umfang und bessere Verarbeitungsfähigkeit verfügen.
Siehe:
[Quelle]Gehen wir nun in die Zeit vor dem Aufschwung der digitalen Revolution zurück und betrachten wie gelebt und gelernt wurde, so wird klar welcher Unterschied nicht ohne Folgen bleiben kann. Bücher und Unterrichte waren damals noch die wesentliche Quelle des Wissenszugewinns. So konnte pro Zeiteinheit nur begrenztes Wissen angesammelt werden - doch diese Begrenzung ist nicht wesentlich verschieden wenn man die heutige Situation ansieht. Denn an der Aufnahmefähigkeit der Menschheit hat sich - noch - nichts verändert.
Was sich geändert hat ist der Inhalt dessen was konsumiert werden kann, was angeboten wird, und vor allem wie es die Betrachtenden aufnehmen können, sei es gewollt oder unterbewußt.
Die Tendenz geht weg von Fakten hin zu Meinungen, grundlegende Strukturen der Wissenschaft werden nicht durch Versuche und Beobachtung widerlegt, sondern alleine durch Zweifel, gegenteilige Mehrheitsbildung oder schlicht Unverständnis wegen mangelnder Grundlagen an Erkenntnissen.
Der Vorgang verstärkt sich durch zunehmende Nutzung der digitalen Kapazitäten und führt - schleichend - zu einem Teufelskreis:
Weniger eigenes, eingespeichertes Wissen läßt das Interesse und den Fokus schwinden Neues dazu zu lernen; die sofortige Verfügbarkeit von digital gespeicherter Information macht für Viele das 'selbst-lernen' zu einer überflüssigen Aufgabe, da sie noch dazu beschwerlicher ist als digital Abrufbares zu nutzen. Es wird immer weniger Wissen beim Individuum übrig bleiben, denn wer verlernt hat zu lernen hat immer weniger Interesse es zu ändern, es aufzufrischen.
Zukünftige Generationen werden sich immer mehr auf fremdgesteuerte Informationen verlassen. Deren Beurteilung auf Relevanz und Plausibilität wird zunehmend erschwert, denn es fehlt an selbst gewonnenen Erfahrungen und einem stabilen Denkgebäude, in das das erworbene Wissen eingefügt ist - ein solches Muster wird gar nicht erst gebildet wenn vorrangig und unkritisch Verlaß auf angebotene Informationen herrscht.
Zusammengefaßt entsteht demnach folgendes Bild:
Die Steuerung der Informationen wird komplett von einer immer kleiner werdenden Zahl von Produzenten bestimmt werden und die Konsumierenden haben immer weniger Urteilsfähigkeit mangels nie oder nur bruchstückhaft erworbenem Wissen.
Wir steuern ohne Bremsen auf eine Zukunft zu in der die Menschheit sich durch Klimaveränderungen selbst ausmerzt, und auf dem Weg dorthin durch den Einfluß weniger, den öffentlichen Diskurs beherrschender, Kreise daran gehindert wird deren Narrativ zu hinterfragen oder gar ad absurdum zu führen.
Möglicherweise ist diese Entwicklung auf anderen Planeten im Universum ähnlich gelaufen und da hätten wir einen weiteren Grund dafür, daß es nie gelingen wird mit *Aliens* in Kontakt zu kommen ....
[Anstoß zur Beschäftigung mit dem Thema: Outsourcing Our Memory: How Digital Tools Are Reshaping Human Thought; Katherine Brodsky; August 15, 2025; 12 min read ]
Ein empfehlenswertes Video das sich mit der gedanklichen Erweiterung von Wahrnehmung durch Erlernen einer Fremdsprache mit Begriffen befaßt die in der Muttersprache nicht identisch vorhanden sind.
Die These ist demnach:
Was nicht sprachlich dargestellt werden kann existiert nicht - erst wenn ein Wort gefunden / geschöpft ist tritt der Gedanke ins Bewußtsein.
Ich empfehle den Kanal "Brit in Germany" allen, die sich mit einer sehr tiefgreifenden Betrachtung der deutschen Gesellschaft - durch den Spiegel der Sichtweise eines Ausländers - befassen möchten. Liest man die Darstellungen in seinem Kanal als *positive Kritik und Anstoß zum Nachdenken über das eigene Land und seine Bürger*, so gewinnt man jedenfalls eine gedankliche Erweiterung des eigenen Horizonts.
[Quelle "Brit in Germany"]
Verwundert rieb ich mir die Augen als ich die Forderungen las, die von den Jusos an die Koalitionsbedingungen geknüpft werden. Durch die Politiker von CDU/CSU und SPD nicht konkret zu sein sondern den Konjunktiv zu nutzen bringt dabei bestimmt keine Klarheit für das Wollen - so sehr Herr Spahn es versucht als logische Folge zu verkaufen: Erst handeln und verbessern, dann die Vereinbarungen erfüllen. Vielleicht. Wenn das erste Vorhaben "Wachstum" klappt.
Die Jusos verlangen und vergessen dabei völlig: Ihre Partei hat verloren!
Forderungen eine bestimmte Politik zu gestalten sind ja gut und schön, aber um das in die Tat umzusetzen braucht man eben Mehrheiten. Mehrheiten hingegen werden in der Politik mit Konzessionen, Kompromissen und Kooperation erreicht. Alles andere sind rosarote Träumereien und Wunschvorstellungen: Es gibt keinen Topf Gold am Ende des Regenbogens, liebe Jusos!
Über alledem schwebt die unausgesprochene Wahrheit unserer Zeit:
Wachstum ist nicht mehr zeitgemäß - es verhindert die Rettung des Planeten.
Darauf sollten die Jusos sich einlassen, denn es ist ihre Zukunft, die auf dem Spiel steht.
Erkennbar ist das aus dem Handeln der jungen Sozialdemokraten nicht. Sie sind lediglich eine jüngere und aggressivere Version der früheren Ur-Sozis .... die haben ihre Kernwähler allerdings ernst genommen und nicht durch Experimente à la Schröders *Agenda 2010* verprellt.
Nun rächt es sich, daß die SPD einstens die bessere CDU sein wollte. Man hat ihr bei den letzten Wahlen nicht mehr geglaubt. Und die Jusos sind nun dabei den letzten Rest an Glaubwürdigkeit zu zerlegen. Nicht einmal das Mit-Regieren wird man mehr der SPD zutrauen wenn es jetzt beim "Nein" bleibt und der ausgehandelte Vertrag nicht zustande kommt.
Nutznießer werden die Rechtspopulisten der AfD sein. Es kann nicht oft genug zum Blick auf die Geschichte nach 1918 bis 1933 verwiesen werden: Da haben die *Bürgerlichen* die NSDAP von oben herab kommentiert - so wie es Herr Spahn tut - und unterschätzt - so wie es die Jusos tun, und durch ihre Maximalforderungen die linken SPD Bestrebungen handlungsunfähig machen.
Anruf von einer unbekannten Nummer - es ist der örtliche Schiedsmann:
"Wir müssen uns mal unterhalten - ihre Nachbarn fühlen sich durch ihr Licht im Garten gestört."
Aha, das ist also die nächste Eskalationsstufe! Das Bauamt war zuvor Ende 2024 - ebenfalls von einem *besorgten Nachbarn* - darüber informiert worden, bei mir im Garten sei eine *unzulässige Anlage* errichtet worden. Was durch Ortsbesichtigung und Messung von Abständen, Winkeln, sowie Bauhöhe der Solarpanel, widerlegt wurde.
Der daraufhin verfaßte amtliche Bericht ("Bescheid") hatte zum Inhalt, es sei von baurechtlicher Seite KEINE Übertretung festzustellen; mithin sei die dreiteilige Garten-Solaranlage nach den Vorgaben der Landesbauordnung konform errichtet und frei von jeglichem Mangel. Das hat offenbar die Kreativität auf *Turbo* geschaltet, '.. irgendwie muß dem doch geschadet werden können ..'.
Nun also findet demnächst eine weitere Begehung, diesmal durch den Schiedsmann, statt. Der war natürlich über die Vorgeschichte von der *besorgten Nachbarsperson* nicht unterrichtet worden. Das Ordnungsamt, mit dem sie mir *zu sprechen* gedroht hatte, hat sie wohl an den Schiedsmann verwiesen.
Dem Schiedsmann nicht die Wahrheit zu sagen ist zwar nicht strafbewehrt, dennoch keine gute Ausgangslage für dieses zweifelhafte Vorgehen.
[Fortsetzung folgt ....]

Angesichts der starren Haltung des Herrn Merz in Sachen des gesetzwidrigen "Ausländer raus & niemanden mehr reinlassen", bin ich sehr gespannt wie das Wahlvolk auf die mangelnde Flexibilität reagieren wird.
Führt es tatsächlich dazu die CDU/CSU als die *angenehmere* AfD Alternative zu sehen? Werden also die Wähler weniger AfD und stattdessen CDU/CSU wählen? Der bayerische fränkische Ministerpräsident Bayerns, Dr. Markus Söder, scheint das anzunehmen wenn er dem Herrn Merz von der Seitenlinie her Unterstützung gewährt und applaudiert.
Oder sind die Wähler es satt zusätzlich mit einem rückwärts gerichteten Programm der CDU/CSU - es wurde in der Tat das frühere Programm in etwas gekürzter Form neu aufgelegt, mit denselben Topics: Abtreibung, Sterbehilfe, Organspende - wie schon seit Jahren in enger Abstimmung mit den Kirchenwünschen, abgespeist zu werden?
Das, obwohl mittlerweile weniger als 45% eingetragene Kirchenmitglieder in Deutschland leben, und davon lediglich zwischen 2 und 7%, je nach Region und Bekenntnis, noch 'aktive' Kirchgänger sind.
Nicht ein Wörtchen zum drängensten Problem "Klimawandel" ...
Da fände ich es trotz aller Schwächen immer noch besser wenn SPD / Grüne / ??? es noch einmal versuchen dürften und es dann besser machen könnten, weil sie aus Fehlern gelernt haben. Ha.Ha.

Grönland ist noch nicht annektiert und wenn es nach Dänemark geht wird es sicher nicht dazu kommen, da kann der Herr Präsidentendarsteller Trump Rumpelstilzchen spielen wie er mag .... die EU insgesamt und Frankreich / Großbritannien sind bereit rasch Truppen zu schicken um die territoriale Integrität Grönlands zu verteidigen.
Es bleibt spannend ob der Möchtegern-Diktator das irgendwann als Tatsache versteht und zurückrudert. Wahrscheinlich wird er alle Beteiligten - wie üblich - beleidigen und mit Schmähungen belegen, und dann über Rache nachsinnen.

Es gibt bei unserer Hypothekenbank die feststehende, unverrückbare Regel alle Kontakte nur über das Internet zu erledigen und keine Schriftstücke zu versenden. Doch "HALT!", da erfahre ich aus der Ansage bei dem Versuch einen Kundenberater zu erreichen, Ansage: "Ihre Wartezeit beträgt derzeit 30 Minuten. Wenn Sie ihren Jahresauszug noch nicht per Post erhalten haben: Die Versandperiode ist vorbei. Sie können jedoch über ihr online-Konto abrufen."
Schau 'mal an! Es gibt also doch noch etwas auf Papier! Da ich ja nur einmal im Jahr den Jahresauszug brauche, weil wir keine anderen Buchungen auf dem dortigen Konto haben (es ist nur für die Hypothek eingerichtet), spreche ich den Mitarbeiter den ich dann am Telefon habe darauf an und sage: Wir brauchen die online-banking Einstellung gar nicht, wenn Sie mir bitte den Jahresauszug ausgedruckt zusenden.
Heftige Reaktion "Wenn wir das bei Ihnen machen wollen Alle wieder Papier ... und das übliche Marketing-konforme Entschuldigungs-Blabla.
Gut, sage ich, dann wollen wir mal loslegen mit der online Einrichtung .... es vergehen 52 Minuten (eingeschlossen eine 5-Minuten Rücksprache bei der EDV wie denn nun mein Name gespeichert ist, und siehe da er widerspricht in der Form den Richtlinien(!), weswegen die Initialisierung nicht geklappt hat) bis der Kundenberater & Einrichtungshelfer für online banking entnervt aufgibt und das Gespräch mit dem Hinweis beendet: "Das führt jetzt zu Nichts. Ich schicke Ihnen den Auszug per Post - wollen Sie 2023 auch noch haben?"
Woraufhin ich denke "Warum nicht gleich so? Das hätte eine Stunde unnütz verbrachte Lebenszeit weniger bedeutet" - aber sage: "Vielen Dank für ihre Hilfe, dann haben wir ja Beide gelernt, daß die Abschaltzeit des Generators mit einer Minute zu kurz ist ...!" Ich glaube noch ein "Tschüss!" gehört zu haben, bin mir aber nicht sicher ....

Siehe zum Thema auch → Sagte ich doch ....
In den letzten Jahren war es oft schlimmer: Da wurde gar der dritte Schritt vor dem ersten und zweiten in Gesetze gefaßt und dem staunenden Volke übergestülpt.
Ein Paradebeispiel ist der Ausbau der Solarenergie. Ganz zu Anfang, so um 2010, hat man durch Einspeisevergütung weit über den Kosten für Aufbau und Betrieb solcher Anlagen, ein exponentielles Wachstum erzeugt. Erschrocken über die eigene Tat wurde nicht etwa nur diese Vergütung reduziert, nein, die Netzbetreiber bekamen kalte Füße und haben lobbyiert, sahen ihre Pfründe schwinden.
Vertuscht wurde das durch die angebliche Unzumutbarkeit für die Stromverbraucher, auf deren Rechnung saftige Beträge für diese Kosten, den Aufwand für die Einspeisevergütungen auftauchten. Verschwiegen wurde der Aufschlag, den die Netzbetreiber selbst noch darauf setzten ".. das macht doch nichts, das merkt doch keiner ...!" In der Tat, es wurde zwar geschimpft, aber eher generell - so wie immer in Deutschland. Das wahre Problem, die Übergriffigkeit der Politik, dieses unselige Erziehungsverhalten den Bürgern gegenüber, wurde kaum moniert.
Heraus kam am Ende ein kompletter Stop der Förderung und der daraus resultierende Zusammenbruch des Ausbaues und der Zuversicht in die hoffnungsvoll gestartete Innovationstechnik.
Die nächste Welle wurde von der Ampel-Koalition in Gang gesetzt. Ich beschränke mich hier auf Solar, allerdings mit Exkurs zum Thema "Elektromobilität". Energiewende hieß das Zauberwort und alle wollten etwas Gutes für die Umwelt tun - wer wollte sowas schon nicht? Sodann war die Idee sich von den Energieerzeugern unabhängig zu machen für Viele durchaus wünschenswert, denn die Vermutung durch die großen Stromkonzerne abgezockt zu werden hatte sich gerade in den letzten Jahren - Regierungen Merkel - bewahrheitet. Als dritten Effekt sahen die Menschen eine Möglichkeit sich auch finanziell abzusichern, denn nach *Peak Oil* war nicht zu erwarten, daß die fossilen Brennstoffe etwa über die Zeit preiswerter würden, im Gegenteil!
[Quelle]
Doch erneut diese erzieherisch-ideologische Überstülpung von maximalen Zielvorstellungen, zu viel, zu unausgegoren, zu schnell ... das "Heizungsgesetz" [Gesetz zum Erneuerbaren Heizen; auch "Gebäudeenergiegesetz (GEG)"]
".. Mit dem Gesetz für Erneuerbares Heizen – dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) – leitet die Bundesregierung den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen ein. Spätestens ab Mitte 2028 wird die Nutzung von mindestens 65 Prozent Erneuerbarer Energie für alle neuen Heizungen verbindlich – eng gekoppelt an die kommunale Wärmeplanung.
Unter anderem mit diesem Gesetz will die Bundesregierung die Wärmewende in Deutschland schneller voranbringen .."
Beim Stichwort "Kommunale Wärmeplanung" stellen sich mit die Nackenhaare auf: Hier bei uns wird der Vorgang von einem Konsortium vorbereitet, zur Entscheidung vorgelegt und soll bis 2030(!) verabschiedet werden. Dann erfolgt die Umsetzung. Als ich auf einer Veranstaltung der Stadt zum Thema "Wärmeplanung und Bürgerbeteiligung in Form einer Genossenschaft" darauf hinwies, das sei doch wohl nicht ernst gemeint und asynchron zu der sonstigen Gesetzgebung wurde mir beschieden das sei schon ungeheuer schnell für so eine komplexe Aufgabe ... Verwaltungsdenken, doppelte Absicherung, nur keine eigene Entscheidung treffen, den Ermessensspielraum nicht etwa auch nur in Erwägung ziehen, es könnte sich ja später rächen sich so exponiert zu haben.
Der Aufschrei im Land war ob der völlig unklaren und sich widersprechenden Verlautbarungen groß. Jeder Erklärungsansatz wurde schon von Anfang an mit Mißtrauen zur Kenntnis genommen und dann an den Stammtischen zerrissen.
Übrig blieb eine Förderung von E-Autos, und Ladestation an eigener Photovoltaikanlage, einem Vorhaben das einer Mindestinvestition von 60.000 wahrscheinlich eher 80.000 € bedurft hat. So wurden die Bürger gefördert die es sich sowieso alleine hätten leisten können und 50 Millionen waren innerhalb weniger Stunden verpufft. Der Effekt gleich "NULL", denn was sind so um die 5.000 bis 10.000 geförderten Projekte im Blick auf die Zahlen zur Gesamtbevölkerung?!
Sie erkennen jetzt schon worauf ich hinaus will:
Die Ladeinfrastruktur steckt in den Kinderschuhen, und da wo sie vorhanden ist sind die Preise unverschämt hoch - da wäre es doch sicher angemessener gewesen anstatt diese nun erst im nächsten Jahr zu fördern damit anzufangen bevor man diese privaten Zubauten gefördert hat.
Die neue Initiative für das kommende Jahr setzt wieder jenseits des zweiten Schrittes an - siehe Abbildung:

Für die Entfernungen, die die meisten Arbeitnehmer zu ihren Unternehmen von zu Hause aus haben reichen die jetzigen Reichweiten der meiste Elektrofahrzeuge durchaus ohne Zwischenladung im Betrieb, ganz abgesehen einmal von dem zunehmenden *home office* Gebrauch - was fehlt sind nicht geschlossene, sondern offene Ladesäulen zu angemessenen Preisen ... vielleicht sollte das 'mal jemand den Politikern erklären.
Schon wieder hat man den dritten Schritt vor dem zweiten gemacht, denn die Förderung für Elektrofahrzeuge ist ja ausgelaufen und der Markt zusammengebrochen. Bei Preisen für deutsche Fahrzeuge von 45.000€ aufwärts ist es kein Wunder, welcher normale Arbeitnehmer kann eben mal locker diese Summe aus dem Ärmel schütten? Die greifen dann nach Modellen aus China (oder solchen, die indirekt von dort als Teile produziert und andernorts gefertigt werden)
Womit ich bei VW angekommen bin.
Die Manager dort haben in der ihnen eigenen Art von Größenwahn die Elektrofahrzeug-Nachfrage-Entwicklung erst unterschätzt und dann verschlafen. Ausbaden soll es nun die Belegschaft, durch 10%-igen Lohnverzicht und die Gewerkschaft soll Werksschließungen zustimmen. Allein der Vorstand will keine Kröte schlucken, die Dividende soll nicht angegriffen werden, die Familieneigentümer sind pikiert, daß man etwa auf die Idee kommt von ihnen einen Beitrag zum Erhalt und der fairen Behandlung des Personals zu verlangen.
Wenn von führenden Wirtschaftskennern ein schleichender Verfall der deutschen Wirtschaft konstatiert wird, so ist aus dieser Abhandlung ein Schlaglicht auf einen Sektor geworfen - aus dem die Ursachen der aktuellen Misere ans Licht gezerrt werden:
Profitgier,
Managmentversagen,
Überbürokratisierung,
Politik die in Wahlperioden denkt.
Es fehlen die großen Entwürfe, die über die Legislaturperioden hinaus wirken können. Es fehlt an Wagemut und Ideen, denn Menschen die um die Ecke denken, Generalisten, die Dinge nach vorn bringen könnten, sind meist als 'Störfaktor' eliminiert, während der Durchschnitt, und Bodensatz an Dumpfbacken darunter, die Geschicke in Händen hält.
Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht
[Heinrich Heine, Nachtgedanken (1846)]
... das ist nach fast zwei Jahrhunderten immer noch nicht überwunden.
Eine der ersten Regeln für das Überleben in einem Großunternehmen war der Halb-Satz im Titel (ganz oben), den ich von meinen ersten Chef, Dr. Peter Kristl, 1978, auf meinen weiteren Weg mitbekommen habe.
Er hat geholfen, immer!
Wie man es auch dreht und wendet:
Die nächste Wahl wird wieder keine Idealvorstellung von Einigkeit, Kompromißfähigkeit und Zukunftsvisionen der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft hervorbringen.
Auf Dauer kann eine Partei mit um die 20% Zustimmung des Wahlvolkes nicht gemieden werden wie grüne Seife. Es muß sich etwas ändern an der Haltung der Parteien jenseits der AfD. Die Initiative sie zwar nicht bundesweit, dann doch wenigstens landesweit zu ächten und verbieten zu lassen hätte möglicherweise Erfolg. Doch das wäre so wie bei kleinen Kindern die ihre Augen zuhalten und dann nichts mehr sehen. Obwohl Alles noch da ist .... für verantwortungsvolle Erwachsene selbstredend nicht die richtige Vorgehensweise. Bestimmt kontraproduktiv, denn es brächte Sympathien derer die schon immer wußten, daß Politik gegen das Volk regiert (stimmt zwar nicht völlig, zweifelsfrei jedoch zunehmend mit den Jahren seit der ersten Regierung Kohl).
Da nicht alle Forderungen der AfD unsinnig und rechtsradikal sind - wie übrigens proportional nicht all ihre Politiker - könnte es helfen einzelne Personen aus dieser Partei in eine zu bildende Minderheits-Regierung einzubinden. Das Tabu zu durchbrechen hätte den Vorteil, daß man ihre Arbeit in einem Ressort beurteilen und im Notfall gegensteuern könnte. Zugleich nähme man den Sprachrohren der Partei den Wind aus den Segeln, die immer behaupten man betrüge sie um ihre demokratischen Rechte der Mitarbeit als frei gewählte Volksvertreter.
Dem Wahlvolk könnte so der gute Wille der sonstigen (und speziell der Alt-) Parteien gezeigt werden sich ihrer Anliegen anzunehmen. Das Ergebnis wäre eine weniger scharfe Auseinandersetzung, die Möglichkeit an der Arbeit, den Ergebnissen des Tuns, und nicht an Einzelpersonen mit extremen Richtungsvorstellungen Kritik zu üben, und so insgesamt Ruhe in das parlamentarische Geschehen einkehren zu lassen.
Die Zukunft zu gestalten erfordert alte Zöpfe abzuschneiden und neue Ideen zu verfolgen. Dem Land ist nicht geholfen wenn wieder solche Politiker das Regiment übernehmen, die 45 Jahre Stillstand und Herunterwirtschaften zu verantworten haben. Wenn man dann schon dabei ist anstatt Koalitionen offene (Minderheits-) Regierungen zu praktizieren, kommen bestimmt bessere Kompromisse heraus als wenn man die Altherrenriegen gewähren und wie gehabt wursteln läßt. Kommt noch eine Begrenzung der Mandatsdauer auf zwei oder drei Legislaturperioden dazu, dann sind wir auf dem richtigen Weg die Volksmeinung 1:1 in die Parlamente zu bringen ....
Eben: Das Unerwartete tun ....
Text im Titel:
".. Wenn wir es nicht schaffen, dann können es Vorzeitmenschen auf keinen Fall allein herausgefunden haben wie man Brot backt. Da muß es irgendeinen außerirdischen Einfluß gegeben haben .." [Quelle newsletter "The Daily Cartoonist"]
Diese Abbildung ist schlicht - jedoch auf mehreren Ebenen betrachtenswert.
Zunächst die Hybris der Sprecherin, die meint es habe früher keine Menschen gegeben die selbst herausgefunden haben könnten wie man Brot backt. Sie schließt von sich auf Andere ohne ihren Denkfehler auch nur zu ahnen.
Die Selbstoffenbarung, die in der Äußerung steckt ist entlarvend: Denn sie glaubt an das Vorhandensein von Außerirdischen. Die noch zudem irgendwie ähnlich sein müßten wie Menschen, weil sie hätten Brot backen können - Brot backt man doch nur um es zu essen. Die auch den damals lebenden Menschen voraus gewesen sein müssen, denn sie konnten diese Fertigkeit schon und waren in der Lage es den Urmenschen beizubringen.
Da sie sich an den Partner wendet um ihm diese, IHRE Erkenntnis mitzuteilen, wird zweifelsohne das Innenverhältnis der beiden Personen klar: Sie schätzt ihn so ein, daß er diese Schlußfolgerung nicht (oder noch nicht?) selbständig machen könnte. Für eine dominante Grundhaltung spricht zweifellos die Körpersprache, rechte Hand an der Hüfte und linke Hand (energisch) auf den Tisch gestützt.
Der betroffene Blick des Mannes ist ein Zeichen von Akzeptanz der weiblichen Überlegenheit.
Wenn mir manchmal das Brotbacken nicht gelungen ist - nur um es als Kontrapunkt zur dargestellten Szene zu nennen - fragte ich mich welchen Schritt ich nicht richtig gemacht hatte, und ob alle Zutaten so beschaffen waren, daß das Ergebnis hätte besser sein können.
1. Haben Sie, liebe Lesende, schon einmal erfolgreich Brot gebacken?
2. Wie schätzen Sie die Metapher "kleine Brötchen backen" ein?
3. Haben Sie als Kind - wenn Sie zum Bäcker geschickt wurden um Brot zu kaufen - einmal der Lust nachgegeben in das frische Brot zu beißen und das, obwohl Ihnen klar war, welchen Ärger Sie sich damit einhandeln?
So sind die Verhältnisse heute - und die Zahlen der Kirchgänger sind lt. fowid mit 5% (wenigstens 1x pro Monat) Kirchgängern auch nicht geeignet auf einen Umschwung zu hoffen. Vernunft vor Glaube, das ist auf den ersten Blick ermutigend.
Was noch fehlt ist eine Analyse WOHIN sich all diese Konfessionsfreien orientieren. Möglicherweise stellt sich dann heraus, daß es keinen Grund zur Freude gibt?