Autor: wvs
bookmark_borderWas bedeutet das Schweizer Dialekt-Wort *umetäple* [umetäpple]
Wenn mich etwas 'ärgert', dann ist es mich hilflos, orientierungslos oder nicht ausreichend informiert zu fühlen. Deswegen muss ich einer Sache auf den Grund gehen.
Das passierte mir jüngst bei der Lektüre eines Artikels in der NZZ {Historikerinnen finden in den Geheimarchiven der Bischöfe tausend Fälle von sexuellem Missbrauch – und das ist nur «die Spitze des Eisbergs»
Über Jahrzehnte trieben pädophile Priester auch in der Schweiz ihr Unwesen. Die Kirchenoberen vertuschten systematisch – bis heute.}
Da stand in den Annalen zu lesen:
»» Der Mann, der zurückkehren soll, ist ein verurteilter Sexualtäter: ein Jahr Gefängnis bedingt wegen «Unzucht mit Kindern». Er hat eine 'Schwäche', von der der Bischof von Chur schon länger weiß. An seiner ersten Stelle in der Innerschweiz hat der Priester Minderjährige in seine Bibliothek gelockt, wo er an ihnen «umetäple» konnte, wie es in den Akten heisst .. Niemand stoppt ihn, auch nach seiner Versetzung ins Bistum Basel macht G.A. weiter ««
Der bekannte Teil ist Missbrauch, der von den Katholischen weltweit betrieben wird, und genauso weltweit vertuscht wird. Der unbekannte Teil ist dieses Wort in Schweizerdeutsch (n.b. was für eine hochtrabende Bezeichnung für einen örtlich begrenzten Dialekt. Einen von Vielen).
Was also bedeutet das Schweizer Wort «umetäple»?
Es gibt, das fand ich nach längerer Suche heraus ein *Wörterbuch der Schweizer Schweizerdeutsch Dialekte*, in dem ich nach Austausch verschiedener Wortbestandteile schließlich unter dem Wort «umetäpple» fündig wurde:
1 Treffer im Register für «umetäpple».
umeⁿtappleⁿ 13,931
schwerfällig, unsicher, auch tastend gehen [gedruckt 1966]
Es wurden mehrere Bedeutungen zusätzlich gelistet, siehe Abbildungen



Nun haben wir es geschafft - und können den Text der NZZ korrekt lesen, d.h. wir verstehen zumindest dessen Bedeutung. Ein Rätsel bleibt hingegen WARUM die Autoren zu diesem Rätselraten gezwungen haben. Mindestens den Teil der Leserschaft, die nicht des *Schweizerdeutschen* mächtig sind. (Selbst unter den *native speakers* dieser Sprache wird es zweifellos Viele geben, die den Text so wie ich nicht ohne Fremdhilfe 'sinnerfassend' lesen können).
bookmark_borderVon Wahrscheinlichkeiten
Es gibt im Internet mannigfaltigen Unfug - das dient der Beschäftigung von Menschen, die nichts Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen als sie 'tot zu schlagen'.
Doch hin und wieder findet man *Perlen*, die tatsächlichen Nutzen in Form von Erkenntnisgewinn bringen. So eine Seite habe ich per Zufall gefunden und stelle hier das Ergebnis der Eingabe von Daten in eine Maske dar, die es ermöglicht zu bestimmen welche Blutgruppe Kinder eines Paares mit welcher Wahrscheinlichkeit haben werden.

Das ist beileibe keine *Spielerei*, denn wenn Mutter und Kind verschiedene Blutgruppen und Rhesus-Faktoren haben kann das rund um die Geburt zu Komplikationen führen.
bookmark_borderHitze. Angst. Beleidigungen. Krieg.
Wenn es heiß ist schwindet der Antrieb neue Gedanken zu fassen und sie abwägend gegenüber dem niederzuschreiben was man bisher schon dachte. Eine 'Hitzeträgheit' setzt ein, das Denken wird schwer, die Stimmung leicht gereizt, gepaart mit dem Hang zu Schläfrigkeit ....
Da ist es naheliegend nochmal in die Klamottenkiste zu greifen und etwas heraus zu kramen, das eine aktuelle Bedeutung hat und doch tief in den Tiefen des Servers sein Dasein fristete.
Ich empfehle deswegen folgende Artikel zu lesen, die ich für wichtig halte. Die dennoch bisher nicht die Aufmerksamkeit hatten die mir für diese Themen vorschwebt.
- [24-08-2017] Rassismus: .... humans are driven by fear and self-hatred ....Aus Gründen .... das Thema Rassismus nochmal aufgegriffen:
Eine kurze Einleitung mit einem Zitat und dann eine Erörterung über Angst, Selbsthass und unser Erbe aud der Urzeit - [22-10-2017] Von "Beleidigungen" Eine kurze Betrachtung warum es Vielen so schwer fällt zwischen einer Person und den von ihr vertretenen Grundsätzen zu unterscheiden - nicht jeder der etwas Anderes denkt und für richtig hält ist deswegen 'Feind', genauso wenig sind gleichsinnig Denkende immer sofort 'Freund'
- [20-02-2015] Washington preparing to wage war on Russia
Bereitet sich Washington darauf vor Russland mit Krieg zu überziehen?" Die geäußerte Absicht stimmt meist nicht mit der tatsächlichen Absicht von Großmächten überein - und die USA, unsere *Busenfreunde*, ohne Fehl & Tadel, bilden da keine Ausnahmen.
Doch wie mittlerweile zu erkennen: Es gibt viele Wege die Ziele zu erreichen. Man 'läßt kämpfen' und beschränkt sich darauf den Profit abzuschöpfen.
bookmark_borderVom Ungleichgewicht
und warum es gar nicht so schlecht war unter dem Kaiser zu leben
Der Finanzminister ist auf der Suche nach Quellen der Einsparung und nach Quellen der Erhöhung des Haushaltes auf Bundesebene.
Warum?
Weil alle Ressorts ständig Mehrforderungen haben und weil mehr als die Hälfte des Etats üblicherweise schon durch Gesetze verteilt sind und deswegen darüber nicht verfügt werden kann. Nimmt man dann noch die Zinslast und den Abbau der Verschuldung dazu - immer unter der Voraussetzung es bleibe dabei den Etat nicht über die so-genannte 'Schuldenbremse' hinaus zu belasten - dann hilft selbst sparen nicht mehr darüber hinweg, dass schwere Einschnitte in manchen Bereichen dringend erforderlich sind.
Im rss-feed tauchte dieser Artikel auf → Neue Rekordgewinne in der Automobilbranche – wer erwirtschaftet und wer bekommt sie? [01.09.2023] den ich mit zunehmendem Staunen las. Drei Millionen am Tag ohne einen Finger zu rühren? Da stimmt doch etwas nicht, das kann nur eine Ente sein.
Nein, das ist tatsächlich wahr.
Zitate:
- Der Nettogewinn [Mercedes] aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern betrug 14,8 Milliarden Euro, ein Plus von 34% Prozent gegenüber 2021.
Von dieser Wertschöpfung, die die arbeitenden Menschen bei Mercedes erbracht haben, bekamen die Beschäftigten 2022 etwa 53% ab, die Kapitalseite ungefähr 47%. - Demnach erhielt Stefan Quandt Mitte Mai 2023 etwa 1,4 Milliarden Euro auf sein Girokonto überwiesen. Das entspricht etwa 3,85 Millionen Euro pro Tag, ein Jahr lang. Susanne Klatten erhielt etwa 1,14 Milliarden Euro oder, auf ein Jahr umgerechnet, 3,1 Millionen Euro pro Tag.
Ein Mitarbeiter von BMW verdiente 2022 durchschnittlich 95.000 Euro. Stephan Quandt verdiente also 14.700 Mal so viel. Anders ausgedrückt: Stefan Quandt verdient so viel wie 14.700 Mitarbeiter zusammen. Susanne Klatten verdient so viel wie 12.000 Mitarbeiter.
Vor diesem Hintergrund ist die Diskussion über die Gehälter der Konzernbosse geradezu eine Diskussion über *peanuts*. Sie lenkt vom absolut unverständlichen Gefälle der Vermögensverteilung und der Alimentierung durch Anlage von Geld zur Maximierung des Vermögens ohne selbst arbeiten zu müssen ab.
Da fällt mir noch etwas anderes ein:
Es wurde zu Zeiten des Kaiserreiches die Élite angegriffen weil sie vermögend war und Geld einnahm, das aus der Arbeit anderer Menschen stammte. Obschon sie daraus viel für ihre Untertanen ausgegeben haben, mehr jedenfalls als diese heute Anteil am von ihnen erwirtschafteten Gewinn haben.
Fazit:
Das so-genannte 'Proletariat' bekommt in der Demokratie weniger als zu Zeiten der Feudalherrschaft. Für mich sieht das wie ein schlechter Tausch aus. Eine habgierige Minderheit hat die Politik im Griff und diese sorgt dafür, dass die Verteilung so bleibt wie gehabt. Wie sieht es mit dem Mitspracherecht der so gebeutelten Massen aus? Das mag ich nicht ausführen, weil die dafür notwendigen Begriffe den hier gepflegten Sprachrahmen sprengen würden ...!
Mein Tip für den Finanzminister: Ziehen Sie doch einfach aus den Konzerngewinnen nur drei Prozent mehr als "Soldaritätsabgabe aus Aktien-Rendite" heraus. Den Aktionären fallen diese drei Prozent kaum auf - dem Land und den Bedürfnissen der Bürger hülfe es enorm.
bookmark_borderLang, lang ist's her ....
- Als Kind habe ich einmal aus Blutwurst einen *Blutwursthund* zurecht gebissen: Verschwendung von Nahrungsressourcen, und mein Vater so "Man spielt nicht mit Lebensmitteln!"
- Später als Teenager habe ich - um mich über die politischen Absichten der verschiedenen Parteien zu informieren - Parteiveranstaltungen u.a. auch von der NPD besucht und mich dort in eine Anwesenheitsliste eingetragen.
- Als Student habe ich in der Fachschaft 'Biologie' Position gegen den Versuch linker Gruppen eingenommen die versuchten die Diplom-Prüfungen abzuschaffen. Da wurde ich als "Rechter Kapitalknecht" betitelt.
- Einmal habe ich vor der Mensa einem Kind auf die Füße getreten und diese Geschichte so erzählt, als ob es eine andere Person gewesen sei und ich es nur beobachtet hätte ....
Wollte ich ein politisches Amt bekleiden könnte es sein, dass diese "Taten" - begangen vor mehr als 50 Jahren - mir nun zum Nachteil gereichen könnten. Irgendein findiger Jungreporter gräbt sowas aus und schon wäre mein Ruf ruiniert.
Es gibt wahrhaftig schlimmere Untaten und wichtigere Probleme in unserem Land die von der Presse nicht oder nur unzureichend behandelt werden. Da brauchen wir doch wahrhaftig keine Lamentiererei und Aufregung über ein Pamphlet das der Herr Aiwanger aus Bayern irgendwann in seiner Jugend angeblich oder tatsächlich verfasst oder verteilt hat. Selbst wenn alles stimmen würde wäre es völlig unbedeutend für den aktuellen politischen Diskurs.
Genau die Leute, die immer verlangen es solle doch nun einmal Schluss sein mit dem Opfergehabe der Deutschen wegen des Dritten Reiches, hätten in diesem Fall einmal Grund dafür zu plädieren die Vergangenheit ruhen zu lassen.
Besonders befremdlich ist allerdings die Stellungnahme des mit vielen Affären1 bis 5 befleckten Herrn Dobrindt: " ..Es geht jetzt darum, dass Klarheit entsteht, und dann kann man über Weiteres reden .." - der sollte sich an seine eigene Nase fassen die ein wenig länger ist, gerade so wie bei Pinocchio.

¹ 2012 ZDF-Affäre
² 2017 Unbeliebtester Minister
³ 2018 Neue Berater-Affäre trifft Alexander Dobrindt
⁴ Nachfolge-Verantwortung
⁵ Zitat: »».. Das Pkw-Maut-Desaster der CSU kostet rund 243 Millionen Euro
Die Geschichte der Pkw-Maut geht damit unrühmlich zu Ende. 2013 im Bundestagswahlkampf von der CSU lautstark gefordert, hatten die Minister Alexander Dobrindt und später Andreas Scheuer (beide CSU) versucht, eine bundesweit auf allen Fernstraßen fällige Pkw-Maut durchzusetzen. Ende 2018 hatte Scheuer dazu mit den Unternehmen vertraglich vereinbart, bis Oktober 2020 ein System aufzubauen und für zwölf Jahre zu betreiben.
Die Projektgesellschaft „Autoticket“ sollte dafür 2,1 Milliarden Euro erhalten. Gut eine halbe Milliarde Euro netto pro Jahr sollte der Bund laut Verkehrsministerium mit der Maut einnehmen – vor allem von ausländischen Fahrzeughaltern ..«« [Quelle]
bookmark_borderErinnern Sie sich noch ....
.... wie aus den USA die Vermutung verbreitet wurde chinesischen Laboren in Wuhan seien ein paar Viren namens "COVID-19" [Betacoronavirus SARS-CoV-2; Akronym von englisch co ronavirus disease 2019] entkommen?
Dann sehen Sie doch 'mal auf dieser Seite von mir aus dem Jahr 2015 unter der Überschrift "Rechtsfreie Räume" nach "Sammelsurium XXI"
Hier eine verkleinerte Abbildung, Originalgröße unter dem obigen Link

Das deutsche Sprichwort
"Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen!"
scheint hier mehr als angebracht wenn man die US Machenschaften in der Ukraine betrachtet.
bookmark_borderNichts Halbes und nichts Ganzes ....
»» ..Nach einem Krisentreffen im Kanzleramt verständigten sich SPD, FDP und Grüne darauf, im Haushalt 2025 rund 2,4 Milliarden Euro an Mehrkosten dafür zu veranschlagen, wie Familienministerin Lisa Paus heute darlegte. „Das harte Ringen hat sich in jedem Fall gelohnt“, erklärte die Grünen-Politikerin. Angesichts der Eintrübung des Wirtschaftsklimas sei sie zufrieden mit dem Ergebnis. Ursprünglich wollte Paus zwölf Milliarden Euro für das Projekt, während Finanzminister Christian Lindner nur zwei Milliarden Euro für 2025 vorsah. Die Ministerin blockierte daraufhin das Wachstumschancengesetz des FDP-Politikers zur Steuerentlastung von Firmen. Mit der Einführung der Kindergrundsicherung sollen bisherige Leistungen wie Kindergeld oder Kinderzuschlag gebündelt werden ..««
[Quelle: Ampel einigt sich auf Kindergrundsicherung – Rund 2,4 Milliarden Euro für 2025 eingeplant via G&G newsletter]
Hartnäckigkeit gehört ganz offensichtlich zu den wesentlichen Eigenschaften von Frau Paus. Ihr wird eine linke Position innerhalb der Grünen zugeordnet - und betrachtet man ihre Karriere ist das zutreffend. Der Kampf um mehr Geld für eine Kindergrundsicherungist achtenswert, das Ergebnis vor dem Hintergrund der politischen Konstellation mager, und die Folgen werden kaum zu wesentlichen Verbesserungen der Situation von wirklich armen Kindern führen.
"Wir entlasten Deutschland" wird da blumig versprochen.
Wirklich?
Wenn gleichzeitig Entlastungen in Sachen Besteuerung für Unternehmen vorgestellt werden erscheint der Sieg der Frau Paus für ihre Herzensangelegenheit wie ein Pyrrhussieg. Um soziale Ausgeglichenheit herzustellen bedarf es mehr einer Steuererhöhung für Großkonzerne und Extrembesitzende, für die Steuerschlupflöcher meist mit der Begründung nicht gestopft werden sie würden dann abwandern. Mag sein, einige dieser Leute würden das tun - doch bliebe genug übrig um wirklich nützliche soziale Aufgaben zu finanzieren.
Damit meine ich nicht die weitere Anhebung der Zahlungen wie Grundsicherung und Aufstockung: Erstere ist bar jeden Ansatzes sich Arbeit zu suchen, letzteres eine Subvention von Geiz bei der Bezahlung der Mitarbeitenden durch trickreich agierende Unternehmen.
Insgesamt ist etwas faul an dem jetzigen Sozialsystem. Geflissentlich wird vermieden die wahren Kostentreiber zu benennen:
Es sind die Zuwendungen für Kinderscharen der Zugewanderten aus weniger entwickelten Gebieten der Welt. Folgendes hatte ich kürzlich vor Augen:
Eine junge Mutter, wohl noch um Mitte 20, mit fünf Kindern und wieder (sichtbar) schwanger. Die Kinder wie die Orgelpfeifen, das älteste Mädchen so um sechs oder sieben, danach wohl etwa alle weiteren Kinder im Jahresabstand, das Jüngste in der Karre .... kein Vater weit und breit, der war wohl arbeiten ....
Zusammengerechnet macht allein das Kindergeld für diese Gruppierung 1.250 € monatlich aus, das ist etwa der Betrag den ein besser gestellter Rentner nach 40 Jahren Einzahlung in die Rentenkasse auf seinem Konto sieht. Kommt noch der Kinderzuschlag hinzu, pro Jahr sind das – bei Bezug des Höchstbetrages – ein Plus von 492 Euro, ergibt sich ein monatlicher Gesamtbetrag von 1.291 € aus den Sozialkassen und ich bezweifle, dass diese junge Mutter jemals in die Lage kommen wird auf der Seite der Bevölkerung zu stehen die dafür arbeiten und mit ihren Steuern für dergleichen Zahlungen aufkommen muss.
Grotesk wird das ganze Konstrukt wenn man von der Sorge hört, die Renten seien bald nicht mehr zu zahlen! Bei den Rentenempfängern handelt es sich doch um all die Menschen, die diesen Staat für viele Arbeitsjahre finanziell (und manche zudem ideell) getragen haben. Da ist es völlig unverständlich wenn für Zugewanderte immer mehr geleistet wird, die *Altbevölkerung* hingegen um ihre Existenz bangen muss. Solidarität mit denen die weniger haben als man zum Leben braucht ist wichtig und richtig - was fehlt sind vernünftige Grenzen der Alimentierung wenn die Bedürftigen keinerlei Anstrengungen machen selbst etwas beizutragen .... und sei es nur den Kindersegen zu minimieren. Das auch, weil es angesichts der Situation auf diesem Planeten nicht mehr zeitgemäß ist frei weg Kinder in die Welt zu setzen, deren Unterhalt absehbar (!) nicht die Eltern, sondern die Allgemeinheit zu tragen hat.
Die Zahlen von oben beziehen sich nur auf das bisherige System. Nicht berücksichtigt sind weitere Kosten die vom Staat übernommen werden:
Wohngeld/Sozialwohnungen, Ausstattung des Haushaltes, Zuschüsse für die Teilhabe die nicht durch andere Mittel gedeckt sind, Krankenversicherung kostenfrei für alle Personen dieses Haushaltes.
Kein Wunder also, wenn solche Zugewanderten, die selbst arbeiten, und sich ohne jegliche Sozialzuwendung unterhalten, staunend erleben WAS möglich ist.
Ein Zitat, worauf ein Kommentator antwortete:

Nun wüsste ich gern, welche Relation es zwischen bedürftigen deutschen Familien und denen die zugewandert sind gibt. Da wäre auch die durchschnittliche Kinderzahl sehr aufschlussreich - obwohl ich kürzlich eine Studie las die behauptete, es gäbe bei zugewanderten Müttern eine leicht erhöhte Rate an Fehlgeburten, scheint es mir eher so zu sein, dass dann diese junge Frau mit fünf Kindern von der ich weiter oben berichtet habe vielleicht sechs oder mehr Kinder haben würde?
PS:
Als Grund für diese Tatsache ".. bei zugewanderten Müttern eine leicht erhöhte Rate an Fehlgeburten .." hätte ich zweifelsohne eine Vermutung.
Doch dies ist ein jugendfreies Blog und da verbieten sich weitere Ausführungen ....
bookmark_borderEine Verschwörungs-Theorie. Die keine ist!
Noch nie zuvor habe ich eine Verschwörungstheorie ernst genommen oder ernsthaft diskutiert.
Das wird demnach heute eine 'Première'.
Überall im Internet findet man das Angebot eine kostenlose Einschätzung automatisiert erstellen zu können, die die Entscheidung für eine Solaranlage erleichtern soll. Keiner redet dabei vom Nutzen für die Umwelt. Es wird geworben mit "Rendite", "return of investment", und "Unabhängigkeit". Dadurch, dass mehrere konkurrierende Firmen sich melden und Angebote abgeben, die man dann in Ruhe vergleichen kann, soll man sich ein besseres Bild davon machen was so eine Anlage tut:
Sie frisst erst mal viel Geld. Sofort. Ob es sich jemals lohnt steht in den Sternen, denn alle Berechnungen gehen von Voraussetzungen aus die bestenfalls als Kaffesatz-Leserei durchgehen können. Doch der Glaube versetzt ja sprichwörtlich Berge.
Siehe da, wenn man diese Angebote bekommt, und einmal etwas genauer nachprüft wer denn da hinter den anbietenden Solar-Installationsfirmen steckt stellt sich heraus:
Es sind die großen Stromkonzerne, wie e-on, ewe, EnBW, Vattenfall und so weiter, die die Unfähigkeit und das jahrelange Mauern der Vorgängerregierungen nutzten:
- Ihre gezielte Lobbykraft haben sie gegen gut geplante und schonend auszuführende Veränderungen der Stromwirtschaft weg von zentraler Verteilung hin zu dezentraler, schonender und individueller Erzeugung eingesetzt;
- zugleich von der breiten Öffentlichkeit völlig unbemerkt wurde eine solche Kapazität an Firmen aufgebaut, die in ihrem Sinne die Entstehung dezentraler Versorgung mit Energie weiter verzögern und sicherstellen, dass sie die Lage und Entwicklungen der Zukunft weiter bestimmen. Die Verzögerung ist nicht offensichtlich, der Weg ist aber klar: Es werden die Preise der Anlagen so gestaltet, dass der Kreis der Interessenten die das bezahlen können klein gehalten wird - daran ändern selbst die Steuerermäßigungen nichts. Vergleicht man die Kosten, die die Produzenten für Anlagenteile berechnen, so sind die Preise für die Endverbraucher fast drei Mal so hoch;
- nun, da der Zeitpunkt "X" gekommen ist, an dem sich der Klimawandel selbst mit äußersten Marketinganstrengungen nicht mehr wegdiskutieren läßt, folgt die "Ernte" der Vorbereitungen dadurch, dass diese konzernbestimmten Solarteur-Unternehmen solche Anlagen andienen, die die Abhängigkeit von den Großkonzernen bewahren.
Wodurch, werden Sie fragen, soll das geschehen, denn die Menschen streben doch freiwillig danach sich der Solartechnik zu bedienen!
Das ist fraglos der perfide Ansatz:
Es werden Solaranlagen empfohlen, gleichzeitig wird - Gebetsmühlenartig - betont man könne so nur 40 bis 60% des Verbrauches selbst erwirtschaften und brauche daher immer eine Netzanbindung um die restliche Energie vom Versorger zu beziehen.
Glaubt ein potenzieller Kunde das nicht, so verkauft man ihm eben dazu noch eine teure, aber nutzlose Speicherkapazität, die seine Eigenversorgung verbessern soll und ihm so viel Geld aus der Tasche zieht, dass er finanziell an seine Grenzen stößt - und wer finanziell zu kämpfen hat kämpft nicht gegen Großkonzerne!
Allerdings verbessert sich die Autarkie nie soweit, dass eine wirkliche Netzunabhängigkeit daraus entstehen könnte. Es muss also immer noch Strom von den Versorgungsunternehmen gekauft werden - und die bestimmen den Preis. Oder klemmen sich hinter die Politik, die dann per Dekret im Sinne der Konzerne einen Spottpreis für den selbsterzeugten Solarstrom festlegt.
Das ist das neue Geschäftsmodell der Energiekonzerne beim Strom:
Dafür Sorge zu tragen die Privatleute nie für ihren Eigenbedarf ausreichenden Strom produzieren zu lassen, und zugleich den überschüssigen Solarstrom billig einzukaufen ( 8 Cent!) - und den privaten Produzenten sodann über das Netz wieder zu verkaufen. Eigene Produktionskosten und Kosten für den Einkauf der Konzerne auf der Strombörse verringern sich so. Dann vertreiben sie den so noch preiswerter als je zuvor gewordenen Strom für einen viel höheren Preis (> 40 Cent!) an die Verbraucher.
"Von den paar-und-fünf Prozent Differenz lebe ich!", sagte der Fleischermeister Wuttke.
Wenn wir parallel die allfällige Versorgung mit Treibstoff für Autos ansehen ist es den Konzernen gelungen den Wahnsinn Wasserstoff durchzudrücken. Warum wird das getan, wo doch die Erzeugung den vierfachen Energieaufwand dessen bedeutet, was der Wasserstoff am Ende leistet?
Ganz einfach:
Man braucht dafür eine Tankstelleninfrastruktur ... und wer hat da die Nase vorn? Noch eine Kleinigkeit fiel mir auf:Es ist natürlich reiner Zufall, dass der Wasserstoffpreis etwa auf gleicher Höhe wie die fossilen Kraftstoffe liegt ...!
Die in den Straßen liegenden Gasleitungen können im Lauf der Jahre zu Wasserstoffleitungen umgebaut werden. Wieder stecken die Energieriesen den Profit ein. Von Zauberhand werden aus ERDGASheizungen dann WASSERSTOFFheizungen, und man stelle sich vor wie viele noch vorhandene Heizungen da ümgerüstet werden müssen, die Installateure können sich jetzt schon die Hände reiben!
Niemand fragt nach den Folgen, Schäden und Hindernissen für die Energiewende wenn es darum geht bequemer - weil ohne allgemeines Umdenken möglich - die fossilen Energieträger zu reduzieren. Wasserstoff, auch der so-genannte 'grüne' Wasserstoff ist nicht 'grün' sondern Energievergeudung. Hier wird wieder einmal von der Politik gekleckert anstatt geklotzt:
Konzentration allein auf Solartechnik und Windkraft wären das Gebot der Stunde!
Private Ladestecker sind OK, aber Ladesäulen von Privatleuten für die öffentliche Nutzung [*.pdf!] sind nicht gewünscht. 
So bleibt die Preisgestaltung für den Ladestrom an den Elektrosäulen in wenigen Händen - ohne irgendwelche lästigen Wettbewerber. Sie können beliebig nach oben geschoben werden und die Pfründe sind gesichert. EDEKA (ein Beispiel von mehreren) baut jetzt schon Ladesäulen vor seinen Filialen auf: Das bestätigt, dass damit mehr verdient wird als es kostete, Kapitalismus und Wachstum ohne Ende.
Zeit hatten die Energieriesen genug.
Während all der Jahre der Regierungen Schröder und Merkel konnten sie ihren Einfluss geltend machen und insgeheim die Zukunft planen - etwas, was die Politiker mit ihren *Vier-Jahres-Legislatur-Scheuklappen* nie hinbekommen, denn langfristige Planungen kommen so gut wie nie vor. Man ist ja möglicherweise gar nicht mehr an der Macht .... und warum dann den Nachfolgenden das Leben leichter machen, deren Handlungsoptionen erweitern und optimieren - und zugleich für die Bürger Wert schaffen und ihnen helfen die Kosten für Energie zu reduzieren?
Mit Nebentätigkeiten abzocken und dann lukrative Pöstchen bekommen wenn man die Konzerne als Stimmvieh 'bedient' hat - so lief das. Und läuft es noch. Und wenn nicht eines Tages Nebentätigkeiten für Abgeordnete ganz verboten werden wird das nie ein Ende haben.
Abschließend noch ein Bonmot aus einer Broschüre eines Unternehmens an dem EnBW mehrheitlich beteiligt ist.
Lachen Sie nicht, es ist zwar Realsatire doch mit bitterbösem Beigeschmack!

bookmark_borderNur falls Sie dachten: "Was macht der wohl jetzt ...?"
Wie bereits im letzten Beitrag mitgeteilt bin ich derzeit damit beschäftigt eine Solar-Anlage ("Photovoltaik-Array") zu planen und die ersten Schritte dazu sind abgeschlossen.
Da ich die gesamte Planung, den Umfang und die Einzelteile, sowie das Layout und die erforderlichen Genehmigungen selbst erledige, musste ich viel Zeit darauf verwenden die Grundlagen zu lernen und die Feinheiten zu beachten. Eine solche Investition im fünfstelligen Bereich will gut vorbereitet sein. Nur so vermeidet man teure Fehlkäufe.
Die meisten Anbieter sind *im Goldrausch* und wollen schnell reich werden. Daher gilt es einerseits Mondpreise zu meiden und andererseits trotzdem Qualität zu suchen - ein langwieriges Unterfangen. Ich habe selten eine solche Frustration am Computer erlebt! Es gab Tage, da habe ich wütend abgeschaltet und bereut jemals mit dieser Sache angefangen zu haben.
Viele Anbieter verweisen auf Informationen die man angeblich bei ihnen finden kann, doch stellt sich heraus, dass die meisten mit vorgeblichem Service lediglich Kundendaten sammeln wollen und zwar so wie ihre Konkurrenten auch, machmal sogar ohne sich die Mühe zu machen diese Eingabeseiten wenigstens auf ihr Unternehmen vom Design her anzupassen:
So stößt man bei vielen Firmen auf völlig identische Masken.
Am Ende wird dann ein Angebot für eine Beratung vor Ort gemacht, wohl in der Absicht die potenziellen Käufer durch geschultes Personal zu überteuerten Anlagen zu überreden.
Die Solarpanel (36) sind aus Tschechien eingetroffen. Der Preis dafür lag etwa bei der Hälfte dessen, was der günstigste Anbieter einer Komplettanlage mir berechnet hätte.
Auf die Batterien aus China warte ich noch. Die übliche Transportzeit von sechs bis acht Wochen für die Seeverschiffung und die anschließende Zulieferung an die Empfängeradresse sind noch nicht um. Hier konnte ich ein wirkliches Schnäppchen machen, allerdings mit dem kleinen Haken mir selbst den Zusammenbau aus Batteriezellen und Aktiv-Gehäuse zuzumuten.
Jedoch:
Was sehr viele Videos beweisen ist die Möglichkeit mit Geduld, Vorsicht und etwas handwerklichem Geschick da sehr viel Geld zu sparen. So habe ich 28 kW Batteriekapazität für weniger als 5.000€ bekommen. 'Normal' wäre ein Preis für diese Leistung etwa beim drei- bis fünffachen dieses Betrages.
Mehr Einzelheiten dort → https://www.re-actio.com/wordpress/?p=115501
Wie es andere DIYler gemacht haben sieht man in diesem Video
Nun ging es um die Unterkonstruktion, die manchmal als 'Array', 'Tische' oder 'Aufständerung' bezeichnet wird. Ich hätte gern das Produkt eines international agierenden deutschen Herstellers gekauft, doch *O Wunder*, in USA kostet das etwa ein Drittel (!) dessen, was die Firma hier in Deutschland berechnet. Für das identische Produkt. Nun ja, die Nachfrage bestimmt den Preis - und da es in USA sehr viel mehr Anbieter gibt muss man dort wohl Konzessionen machen die hier nicht nötig sind weil einerseits das Publikum nicht informiert ist und andererseits wenige Mitbewerber (ich habe vier gezählt) den Markt bedienen.
Da warte ich nun auf das Angebot eines polnischen Herstellers, der bedient üblicherweise Großanlagen ab 100kW, hat aber ein Herz für kleine Abnehmer wie mich - von manchen deutschen Händlern und Herstellern bekam ich nicht einmal eine Antwort. Dazu später noch ein eigener Artikel, denn ich halte es schlichtweg für schlechtes Geschäftsgebaren wenn nicht einmal der Eingang bestätigt wird, und ein paar Zeilen geschrieben werden warum man mich nicht bedienen kann oder will.
bookmark_borderMal mehr, mal weniger.
Die letzten Wochen intensiv und davor schon ein paar Monate so nebenbei habe ich mich mit dem Thema Solaranlagen befasst. Es ist recht viel Information auf allen Kanälen, aber da tummeln sich viele *Macher*, die wenig Ahnung von den Notwendigkeiten haben, die so ein Unterricht mit sich bringt - will sagen:
Es trennt sich schnell die Spreu vom Weizen und man erkennt, dass es gleichsinnig an Kompetenz zum Thema fehlt.
Zwei Hinweise möchte ich gern geben:
- zuerst eine Reihe von Unterrichten des Kölner Professors Dr. Ulf Blieske der das Thema sehr gründlich, kompetent und mit Medien gut dargestellt erklärt. An manchen Stellen musste ich zweimal das Video durchlaufen lassen weil ich es beim ersten Lauf nicht aufgenommen habe.
[Zur Übersicht der Videos → Kurs Photovoltaik] Ab Video # 15 wird es für Laien interessant, wer mehr über Grundlagen der Technik und Chemie lernen will sollte bei #1 anfangen. Die ausladende Gestik ist manchmal ein wenig zu viel. Da könnte die Vorlesung insgesamt gewinnen wenn sich das einschränken liesse.
- Zweitens habe ich mir angesehen wie die Sonnen-Auf- und -untergangs-Zeiten abgebildet auf ein Gelände aussehen.
Es geht dort darum, den tatsächlichen Sonnenstand im Süden zu bestimmen, nicht die magnetische Süd bzw. Nordrichtung.
Nach diesem tatsächlichen Sonnenverlauf werden Solaranlagen ausgerichtet.
Erstaunt hat mich wie weit das besonnte Areal sich durch die Jahreszeiten unterscheidet. Eine Abbildung der Grenzen der Einstrahlung ist mit roter und grüner Linie dargestellt.

bookmark_border.... des die Gewaltenteilung missachtenden Eingreifens des vormaligen Gesundheitsministers Jens Spahn ....
».. Er [der deutsche Bundestag] täte jedoch weit besser daran, Zeit und Mittel in Tatsachenforschung und ehrliche Aufklärung der Öffentlichkeit und der Ärztefunktionäre zu investieren, insbesondere auch in die Korrektur des die Gewaltenteilung missachtenden Eingreifens des vormaligen Gesundheitsministers Jens Spahn ¹ – das von seinem Nachfolger bislang nicht korrigiert worden ist –, einen höchstrichterlichen Entscheid zu missachten und den Zugang zu Natrium-Pentobarbital selbst dort zu blockieren, wo das Bundesverwaltungsgericht die menschenrechtliche Pflicht des Staates zur Gewährung dieses Zugangs abschließend festgestellt hat ..«
[Quelle]
Bei Herrn Spahn wundert man sich nicht mehr.
Man hofft nun darauf, er möge bloß nicht wieder in eine machtvolle Position aufrücken.
Was bedauerlicherweise bei einem CDU/CSU Wahlsieg drohen könnte, siehe unten!
Was das Thema Sterbehilfe angeht hat doch ein halbes Jahrhundert ein Status bestanden der keine Auswüchse irgendeiner Art hervorgebracht hat. Beide Entwürfe hätten die Rechtslage nach dem letzten Urteil gegen den Sterbehilfeparagraphen nicht besser, sondern schlechter gemacht. Insoweit ist es zu begrüßen, dass sie keine Mehrheiten fanden. Somit ist der 2015 völlig unnötig eingeführte § 217 StGB immer noch verfassungswidrig und mithin nichtig. Was bedeutet die Situation vor 2015 ist wieder hergestellt.
Es bedarf daher gar keiner neuen gesetzlichen Regelung!
Das Bestreben insbesondere der konservativen Politik der letzten 16 Jahre vor der *Ampel* etwas regulieren zu müssen war schon so oft vor den höchsten Gerichten und ist jedes Mal krachend gescheitert - wenn 'Lernen' Verhaltensänderung bedeutet scheint die Lernwilligkeit der Abgeordneten irgendwie gestört zu sein. Mindestens spricht die Zahl der abgeschmetterten Vorstöße dafür.
Der Souverän ist immer noch der Bürger, und dessen ausdrücklicher Wille wird beiseite geschoben und damit abgewertet.

OT: Notwendige Ergänzung zur Bevormundung
Obwohl ich anfangs der Ampelregierung dachte es werde sich nun manches zum Besseren kehren wird mir zunehmend klar welch ein Irrtum das war.

Dieter Nuhr - den ich bestimmt nicht in all seinen Thesen für ausgewogen halte - hat jüngst einige Anmerkungen gemacht mit denen ich hin gegen grundsätzlich übereinstimme.

Quellen zu ¹ am Anfang des Textes ganz oben
1. Generell zeigt er sich äußerst schmallippig, wenn es um das Thema Sterbehilfe geht. Mehrfach - über Jahre hinweg - fragen wir bei ihm an - kein Interview, keine Antwort auf unsere Fragen. Bei "Maischberger" konnte er nicht ausweichen: Spahn gab zu, dass er nach dem bahnbrechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts erst einmal "schlucken musste". Doch ein Recht auf Sterben würde noch lange nicht bedeuten, dass es eine Pflicht zum Helfen gebe. [Quelle]
2a. Sendung „Maischberger. die woche v. 26.02.2020“ [*.pdf]:
Sandra Maischberger: „Warum sind Sie so vehement dagegen? Also ich habe mich gefragt, was hat
das mit Ihnen zu tun? Also man weiß, Sie kommen aus dem Münsterland, katholische Erziehung ist
das ein Stein in Ihrer Biografie, der sagt, ich kann nur so und nicht anders?“
Jens Spahn: „Ich möchte nicht, dass wir irgendwann Plakate in Deutschland haben „Schöner
sterben bei uns“, um es jetzt sehr zugespitzt zu machen...“
Sandra Maischberger: „...sehr zugespitzt!“
Jens Spahn: „...oder das Geld verdient wird sozusagen mit dem Sterben.“
2b. Jens Spahn in der Sendung „Maischberger. die Woche v. 26.02.2020“:
„Ich nehme die Lage der Patienten, der Menschen sehr, sehr ernst. Da gehe ich echt nicht leicht
drüber weg – auch aus vielen Gesprächen heraus. Aber, das hat das Urteil eben auch gesagt: es gibt
keinen Anspruch darauf, dass jemand einem helfen muss!“
Ein Argument, dass nicht greift, so der Verfassungsrechtler Gersdorf. Der Staat soll das
Betäubungsmittel herausgeben, mehr nicht!
O-Ton
Prof. Hubertus Gersdorf, Verfassungsrechtler:
„Der Staat wird nicht zum Dealer, sondern er wird zum Grundrechtsverwirklicher! Nur dann, wenn
er die entsprechenden Ansprüche regelt, kann von dem Grundrecht Gebrauch gemacht werden.“
3. Mitte April betonte Spahn in einem Schreiben an Rechts- und GesundheitsexpertInnen, dass ein neues Sterbehilfegesetz auf breite Zustimmung in der Gesellschaft stoßen müsse. Eine Mehrheit in der Bevölkerung für selbstbestimmtes Sterben gibt es allerdings längst.
Laut einer Studie von Infratest dimap, die kurz vor dem Urteil im Februar veröffentlicht wurde, sprachen sich 67 Prozent gegen den damals noch geltenden Paragrafen 217 aus, 81 Prozent befürworteten ausdrücklich, dass es ÄrztInnen gestattet sein sollte, Menschen beim Suizid zu unterstützen.
Auch Brennecke weiß, dass es keinen Klärungsbedarf mehr gibt, wenn es um die Zustimmung in der Bevölkerung geht. „Es ist eine bodenlose Frechheit zu behaupten, man bräuchte in dieser Frage noch Zeit.“ [Quelle]


