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bookmark_borderKlimaforschung: Kleines Klima-1x1

02|2019

Die Situation:

1.   Es wird wärmer 

2.   Grund sind unse­re Aktivitäten 

3.   Zwei­fels­frei ...!   

4.   Die Zeit wird knapp 

5.   Noch kön­nen wir den Kol­laps abwenden 

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6.   DAS KLEIN GEDRUCKTE:   

  • Nur wenn umge­hend und umfas­send der Aus­stoß von CO2 redu­ziert, der Ver­brauch von fos­si­len Brenn­stof­fen ein­ge­dämmt und der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gie­er­zeu­gung beschleu­nigt wird. 
  • 02|2019

    bookmark_borderWo er Recht hat hat er Recht ....

    Ist Ihnen, lie­be Leser, auch schon auf­ge­fal­len wie hier­zu­lan­de über den bri­ti­schen Oppo­si­ti­ons­füh­rer Jere­my Cor­byn berich­tet wird? Oder über den US-Polit­ker Sena­tor Ber­nie San­ders? Oder - um im Inland zu blei­ben - über die Poli­tik und Pro­gram­ma­tik die "Die Lin­ke" vorschlägt? 

    Wenig bis gar nicht - und wenn doch, dann immer mit Sei­ten­hie­ben wie "sozia­li­sti­sche Grund­hal­tung", "pro­to-mar­xi­sti­sches Pro­gramm" oder "Uner­fah­ren­heit in Sicher­heits­fra­gen" und gar "Ter­ro­ri­sten­sym­pa­thi­sant".

    Es sind die­se schein­bar neben­säch­li­chen Attri­bu­te, die­se beschrei­ben­den Adjek­ti­ve, die den Zuhö­rern sug­ge­stiv mit­tei­len sol­len: Ein sol­cher Poli­ti­ker taugt nicht für eine Spit­zen­rol­le, als Pre­mier, als inter­na­tio­nal aner­kann­ter Gesprächs­part­ner. Wenn das noch nicht genügt wer­den noch ein paar »Jugend­sün­den« her­vor­ge­kramt und es wird unter­stellt sowas sei nicht "regie­rungs­fä­hig".

    All das kommt uns doch sehr bekannt vor, es wird in glei­cher Wei­se in vie­len Län­dern rund um den Glo­bus gehand­habt. Gelobt wer­den eher rechts und kon­ser­va­tiv ste­hen­de Kräf­te, beschrie­ben als "bür­ger­li­che Mit­te". Das sind jene Poli­ti­ker, die ihre See­le - und gege­be­nen­falls ihre Groß­mutter - für einen beque­men Posten an Groß­spen­der ver­kau­fen [in U.S.A. euphe­mi­stisch schon mal als "spe­cial inte­rest" bezeich­net]. Was frü­her "Kor­rup­ti­on" genannt wur­de heißt heu­te vor­nehm umschrei­bend "Net­wor­king" und ist gesell­schafts­fä­hig geworden.
    Ver­teu­felt wer­den all Jene, die von der Sto­ry abzu­wei­chen wagen die der der­zei­ti­gen Regie­rungs­mei­nung und -ein­schät­zung ent­spricht. "Anti-Estab­lish­ment" wird zum Schimpf­wort, und (fast) kein Jour­na­list aus den gro­ßen Medi­en wagt sich eine gegen­tei­li­ge Ein­schät­zung öffent­lich zu verlauten.

    Wer sich den­noch getraut eine alter­na­ti­ve Betrach­tung zu berich­ten muß schon eine star­ke Haus­macht im Hin­ter­grund haben - oder eben kei­ne Angst vor Ver­lust der beque­men Posi­ti­on: Das sind nicht vie­le Poli­ti­ker oder Jour­na­li­sten, weder bei uns noch in den U.S.A. oder Großbritannien.

    Über­le­gen Sie doch mal was in den letz­ten Mona­ten und Jah­ren so pas­siert ist und was davon hier bei uns wahr­ge­nom­men wer­den konn­te - es sei denn, man infor­miert sich aus Inter­net­quel­len und nicht nur aus den 20:00h-Nachrichten & Tages­zei­tun­gen .... viel inter­es­san­ter ist näm­lich das was in den Nach­rich­ten nicht berich­tet wird, wor­an die Bevöl­ke­rung nicht den­ken soll, was angeb­lich neben­säch­lich oder ver­nach­läs­sig­bar ist.

    Es geht auch anders - und des­we­gen ist es den »Eta­blier­ten« so wich­tig das tot zu schweigen:

    " .. Unli­ke most of the lea­ders of major Western poli­ti­cal par­ties, Jere­my Cor­byn cho­se to be honest rather than trea­ting citi­zens like child­ren, and to the sur­pri­se of many he gai­ned sup­port. In the end, his par­ty picked up 32 seats and a lar­ger “govern­ment in wai­ting” role in a hung par­lia­ment .. " [Quel­le]

    trea­ting citi­zens like child­ren - genau das ist es, was zum Bei­spiel jene Poli­ti­ker machen die behaup­ten die Bür­ger wüß­ten nichts mit dem Instru­ment der "Volks­ab­stim­mung" anzu­fan­gen. Es ver­schlei­ert nur unzu­rei­chen ihre Angst vor den Wäh­lern, denn dann könn­ten sie ihre Fäden noch so fein spin­nen, und die wür­den von Fall zu Fall durch den Wäh­ler­wil­len zer­ris­sen. Vor­bei wäre es mit der bis­he­ri­gen behä­bi­gen Ruhe in dem Inter­vall zwi­schen den Wahlen ....

    Ist es nicht Sache der Poli­tik in einer Demo­kra­tie / einem Rechts­staat den Inhalt eines zur Volks­ab­stim­mung ste­hen­den Sach­ver­hal­tes all­ge­mein ver­ständ­lich zu prä­sen­tie­ren und erst dann abstim­men zu lassen?

    Die Schweiz hat - und da bemü­he ich wie­der die von mir so gelieb­te Stan­dard­ab­wei­chungs­kur­ve - nicht mehr oder weni­ger Schlaue und Dum­me als wir, und dort klappt es ganz gut mit sol­chen Abstimmungen.

    Ganz neben­bei bezweif­le ich, dass unse­re »Volks­ver­tre­ter« immer die Weis­heit besit­zen sol­che kom­ple­xen Vor­gän­ge um die es bei Volks­ab­stim­mun­gen oft (wenn auch ver­ein­facht auf dem Stimm­zet­tel ver­merkt) geht, BESSER zu ent­schei­den als der/die durch­schnitt­li­che Michel/Micheline.

    Poli­tik­ver­dros­sen­heit fängt genau da an wo sich Wäh­ler nicht ernst genom­men füh­len. Wenn es den Poli­ti­kern wirk­lich ernst mit einer Bür­ger­be­tei­li­gung wäre hät­ten sie doch in der Ver­gan­gen­heit schon reich­lich Gele­gen­heit gehabt das zu för­dern. Weil es nicht pas­siert ist glau­be ich es nicht mehr .... wenn es auch vor Wah­len immer mal wie­der behaup­tet wird.

    Ehr­lich­keit ist für die Mas­se unse­rer Pol­ti­ker ein Fremdwort.
    Oder haben Sie einen ein­zi­gen Volks­ver­tre­ter [außer bei "Die Lin­ke"] sagen hören, dass jene Län­der am här­te­sten mit Ter­ro­ris­mus zu kämp­fen haben die in Koali­ti­on mit den U.S.A. aus­ge­zo­gen sind die­ses Übel auszurotten?

    Cor­byn hat gesagt " .. Britain’s mili­ta­rist for­eign poli­cy and inter­ven­ti­on in Midd­le East con­flicts .. " sei ein wesent­li­cher Fak­tor dafür sich als »Ziel« von Ter­ro­ris­mus zu positionieren.

    Recht hat er.

    Immer mehr Über­wa­chung, Schnüf­fe­lei, Redu­zie­rung der Bür­ger­rechte soll ja angeb­lich mehr Sicher­heit brin­gen - wann kommt bei uns ein Poli­ti­ker der mit die­ser wahn­wit­zi­gen Lüge aufräumt?

    Mir kommt es vor­ran­gig dar­auf an ein­mal fest­zu­hal­ten, dass ein Poli­ti­ker mit "Wahr­heit" Zuge­winn hat­te - und die­se Wahr­heit lau­tet "Der Westen (alle an den Kon­flk­ten z.B. des nahen Ostens Betei­lig­ten, sei es direkt durch Sol­da­ten oder indi­rekt durch Mate­ri­al / Logi­stik) ist selbst dar­an schuld wenn durch sei­ne Hand­lun­gen Ter­ro­ri­sten geschaf­fen wer­den weil oft die eige­nen Grund­sät­ze nicht erfüllt sind, die jeder angeb­lich bei sich erfüllt sehen will."

    Der Preis­trä­ger des Aache­ner Wal­ter-Hasen­cle­ver-Lite­ra­tur­prei­ses [2018], der öste­rei­chi­sche Schrift­stel­ler und Essay­ist Robert Men­as­se, hat am 25. Novem­ber vor den Zuhö­ren­den der euro­päi­schen Poli­tik die Levi­ten gele­sen:

    " .. Das Preis­schild unse­rer Wer­te war in den Zei­tun­gen unlängst ver­öf­fent­licht: 5,73 Mil­li­ar­den Euro! Das ist der Preis, für den wir unse­re Wer­te ver­kauft haben. Das ist die Sum­me, die Sau­di-Ara­bi­en für Waf­fen­lie­fe­run­gen aus Euro­pa bezahlt. Die euro­päi­schen Staa­ten ver­kauf­ten um die­sen Preis damit nicht bloß „Waren“, sie ver­kauf­ten damit auch die Wer­te, die die Grund­la­ge des Euro­päi­schen Frie­dens- und Eini­gungs­pro­jekts sind. Das ist doch der gro­ße histo­ri­sche Fort­schritt gewe­sen: dass Euro­pa in Gestalt der EU der erste und ein­zi­ge Kon­ti­nent ist, der die Men­schen­rechts­char­ta zu sei­ner Ver­fas­sungs­grund­la­ge gemacht hat .. " 

    Schau­en wir abschlie­ßend noch ein­mal nach Frank­reich, da fei­ert die Rhe­to­rik Tri­um­phe: Der (nicht mehr ganz so) neue fran­zö­si­sche Prä­si­dent Macron ist dazu da die Arbei­ter­rech­te zu schrump­fen und den Pro­fit der Super­rei­chen zu meh­ren (sie­he Steu­er­re­form, die die Gelb­we­sten auf die Stra­ßen brach­te!). Man könn­te ihn mit unse­rem unse­li­gen Schrö­der ver­glei­chen. Das gan­ze Aus­maß des­sen, was Macron vor hat, wer­den die Fran­zo­sen erst mer­ken wenn es kein Zurück mehr gibt, auch so wie bei uns, wo Alle dach­ten 'da kommt der Messias ...!'
    Schnel­ler als hier­zu­lan­de haben sie bis­her immer gehan­delt, das zei­gen die jüng­sten Pro­te­ste - und wie wenig sie dort ihren Poli­ti­kern noch trau­en wird dadurch deut­lich, dass die Fran­zo­sen nicht sofort alle Pro­te­ste abge­bla­sen haben als ihr Prä­si­dent Gesprächs­be­reit­schaft signa­li­sier­te, son­dern wach­sam und abwar­tend sind.


    bookmark_border"Meinung" versus "Fakten"
    Protokoll einer Konversation bei "youtube"

    Kürz­lich schlit­ter­te ich (unter Pseud­onym "balligat") bei you­tube in eine Dis­kus­si­on zum The­ma "Auto­wa­schen auf dem eige­nen Grund­stück". Dort behaup­te­te ein Dis­ku­tant das sei doch erlaubt und außer­dem gar nicht schlimm, man wasche sich ja schließ­lich auch vor dem Sprung in den Pool die Haa­re mit Seife ....

    Selbst nach meh­re­ren Anläu­fen hat­te er immer noch nicht ver­stan­den, dass ein sol­ches Ver­hal­ten (Auto waschen) umwelt­schäd­li­ches, rechts­wid­ri­ges Ver­hal­ten ist - und kei­nes­wegs ungefährlich.

    Aber lesen Sie selbst:

    Link zu screen shots von der Dis­kus­si­on bei "You­tube"

    Was mich nach die­ser gesam­ten Dis­kus­si­on wun­dert ist, dass es Men­schen gibt, die selbst nach­dem sie über alle Infor­ma­tio­nen ver­fü­gen - die ihre Mei­nung wider­le­gen - immer noch nicht bereit sind davon abzu­las­sen. Noch ver­wun­der­li­cher ist, wenn ande­re Leser ihnen mit den vor­her schon wider­leg­ten Argu­men­ten "Schüt­zen­hil­fe" zu lei­sten versuchen ....

    Ich habe zwei­er­lei gelernt: Es fehlt an Wis­sen um die Gefahr der Gewäs­ser­ver­un­rei­ni­gung, und man­che Men­schen sind offen­bar nur ein­mal im Leben in der Lage etwas zu ler­nen, dann ist der Kopf voll und nichts geht mehr rein!

    bookmark_borderSchwäche

    .
    Man­che Ver­hal­tens­wei­sen - das beweist die Wis­sen­schaft - sind für die Lebens­er­war­tung ungün­stig. Gefahr lau­ert in vie­len Tätig­kei­ten und manch­mal ist sie nicht ver­bor­gen, son­dern sehr offensichtlich.

    Trotz­dem gehen Vie­le gera­de die­sen 'gefähr­li­chen' Akti­vi­tä­ten nach: Bun­gee-Jum­ping, Auto­rennen, Moun­tain-Biking, ... Natür­lich gibt es auch viel ein­fa­che­re, all­täg­li­che­re Risi­ken: Alko­hol, Rau­chen, Dro­gen zum Beispiel.

    Selbst noch all­täg­li­che­re Ver­hal­tens­wei­sen wie Essen & Trin­ken sind zwar nicht grund­sätz­lich gefähr­lich für unser Leben, sie kön­nen es aber wer­den wenn wir das nor­ma­le Maß des­sen über­schrei­ten, was wir zum Lebens­er­halt brauchen.

    Die Beherr­schung all die­ser poten­ti­el­len Gefah­ren erfor­dert Ent­schei­dun­gen - und wie wir wis­sen geht die Ten­denz oft nicht zum Posi­ti­ven. Wir nei­gen dazu mehr gegen unse­re Erhal­tung zu tun als für sie.

    Alle wol­len mög­lichst lang, glück­lich, gesund und unver­sehrt alt wer­den - und doch scheint es so, als ob Men­schen gera­de­zu zwang­haft genau das Gegen­teil des­sen tun, was die­ses Ziel wahr­schein­lich macht.

    Wir sind schon eine son­der­ba­re Spezies.

     ∙ ▪ ⚫ ▪ ∙ 

    bookmark_borderAufklärung obsiegt, trotz aller Widerstände

    Im Ver­lauf der Geschich­te hat es meh­re­re Anläu­fe gege­ben die Welt nicht durch das Wir­ken von Göt­tern, son­dern durch Wis­sen und Bewei­se zu erklären. 

    Das führ­te bereits vor 2.800 Jah­ren in Grie­chen­land zu einer Kon­fron­ta­ti­on zwi­schen den gläu­bi­gen Tra­di­tio­na­li­sten und den fort­schritt­li­chen Den­kern die fünf Jahr­hun­der­te anhielt. Die Phi­lo­so­phen hat­ten die über­zeu­gen­de­ren Argu­men­te und konn­ten vie­le Dis­pu­te für sich, bzw. ihre Postu­la­te, Hypo­the­sen entscheiden.

    So wur­de schon in 'grau­er Vor­zeit' der Grund­stein für unse­ren der­zei­ti­gen Wis­sens­stand und Wis­sens­ei­fer gelegt, für deren Ver­voll­stän­di­gung Wis­sen­schaft­ler sich engagieren.

    In der fin­ste­ren Zeit zwi­schen den Jah­ren 500 und 1.500 betrieb (in Euro­pa und Vor­der­asi­en) die Kir­che mit eiser­ner Hand die Aus­rot­tung aller Gedan­ken und Leh­ren, die ihr gefähr­lich wer­den konn­ten - was bedeu­te­te: Ihren Anspruch auf abso­lu­te Beherr­schung des gesam­ten Lebens der Men­schen auch nur in Fra­ge zu stellen. 

    Bis schließ­lich die "Auf­klä­rung" genann­te Epo­che vor unge­fähr 300 Jah­ren ihren Durch­bruch erleb­te. Seit­her konn­te die­se sich gegen alle Wider­stän­de - vor allem aus den soge­nann­ten 'christ­li­chen' Leh­ren und deren Ver­tre­tern - behaupten.
    Was aller­dings nicht bedeu­tet, dass die Reli­gio­nen etwa einen "sta­tus quo" akzep­tie­ren und sich damit begnü­gen wür­den wenn man sie unge­hin­dert gewäh­ren lie­ße. Nein, sie ver­su­chen immer und immer wie­der sich in alle Gege­ben­hei­ten ein­zu­mi­schen und Regeln in ihrem Sin­ne zu beein­flus­sen. Die längst fest­ge­zurr­te Tren­nung von Kir­che und Staat ist das Boll­werk, das sie wie­der und wie­der zu erstür­men suchen - und das auch mit wenig "christ­li­chen" Mitteln!

    Mon­tesquieu hat die Gewal­ten­tei­lung vor­ge­schla­gen - Exe­ku­ti­ve, Legis­la­ti­ve und Judi­ka­ti­ve von­ein­an­der zu tren­nen, die zuvor von den Kir­chen­leu­ten zusam­men 'gehal­ten' wur­den um so ihre Macht zu verteidigen.
    Vol­taire wur­de ins Gefäng­nis gewor­fen weil er den Herr­scher angriff - was ihn aller­dings nicht brem­sen konn­te und zu einem lebens­lan­gen Akti­vi­sten gegen Kir­chen- und Adels­pri­vi­le­gi­en machte.

    John Locke postu­lier­te der Herr­scher sei von den Unter­ta­nen zu bestim­men, nicht von Gott aus­er­wählt - dem­entspre­chend hin­ter­frag­te er die Recht­mä­ßig­keit von Dyna­stien, von reli­gi­ös begrün­de­ten Krie­gen und Unter­wer­fung Andersdenkender.

    Die ame­ri­ka­ni­schen Vor­den­ker Jef­fer­son, Adams, Madi­son und Frank­lin - sicher nicht in all ihren Ver­öf­fent­li­chun­gen und Taten das, was wir heu­te als "auf­ge­klär­te Demo­kra­ten" anse­hen wür­den, haben Gedan­ken der Auf­klä­rung in die Ver­fas­sung ein­flie­ßen las­sen. Der weni­ger bekann­te Geor­ge Mason sorg­te für die Erklä­rung der "Bill of Rights", die Indi­vi­du­en vor Drang­sa­lie­rung durch Grup­pen oder Regie­rung schützen.

    Fried­rich II. und Kant ste­hen für die Auf­klä­rung im deut­schen Sprach­raum - einen "Deut­schen Staat" gab es ja noch nicht. 

    Was wir also "Auf­klä­rung" nen­nen ist ein Gebil­de aus vie­len Facet­ten, an denen vie­le auf­ge­schlos­se­ne Men­schen über meh­re­re Jahr­hun­der­te mit­ge­wirkt haben. Immer gegen den Wider­stand der Herr­scher und der Kir­chen, oft unter Ein­satz ihres Lebens und der Dro­hung lebens­lan­ger Not.

    Gegen den kon­ser­va­ti­ven Wider­stand wur­den Rech­te erfochten:
    - Frauenwahlrecht
    - Gewerkschaften
    - Altersversorgung
    - Arbeitslosenversicherung
    - sexu­el­le Revo­lu­ti­on, Emp­fäng­nis­kon­trol­le & gleich­ge­schlecht­li­che Beziehungen

    Es hat sich gezeigt, dass letzt­end­lich die mehr­heit­lich gewoll­te Ände­rung von Geset­zen sich durch­ge­setzt hat. Die Kon­ser­va­ti­ven, die Behar­rer, die Ableh­ner muß­ten der Ent­wick­lung ihren Lauf las­sen. Und so wird es mit vie­len ande­ren The­men noch wei­ter gehen. Rück­schlä­ge sind in den Jahr­hun­der­ten immer wie­der ein­mal auf­ge­tre­ten, um nach­her wie­der kor­ri­giert zu wer­den. Inso­weit ist immer Hoff­nung. Selbst wenn es ein­mal rich­tig fin­ster aussieht.

    bookmark_borderMit Wissenschaft tun sich selbst Wissenschaftler schwer

    Weil Wis­sen­schaft­ler auch nur Men­schen sind müs­sen sie sich immer wie­der fra­gen, ob sie wirk­lich unvor­ein­ge­nom­men ein The­ma bear­bei­ten - weil die wich­tig­ste Vor­aus­set­zung ist, eine ergeb­nis­of­fe­ne Fra­ge­stel­lung auch ergeb­nis­of­fen durchzuführen.
    Im Fol­gen­den habe ich noch­mal eini­ge The­men zusam­men­ge­faßt, die ich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bespro­chen habe, und die sich mit Wis­sen­schaft und den zuge­hö­ri­gen Pro­ble­men befassen.

    bull­shit-Wis­sen­schaft
    Auch wenn es immer wie­der (angeb­lich) bestä­tigt wird: Erlern­te Eigen­schaf­ten wer­den NICHT vererbt.

    Von Pseu­do­wis­sen­schaf­ten ....
    "Gen­der Stu­dies" sind Schwa­fel­fä­cher mit einer Wer­tig­keit wie der Krea­tio­nis­mus - auch "Pipi-Langstrumpf"-Fächer [Ich mach die Welt wie sie mir gefällt]

    Miß­brauch­te Wissenschaft
    Hier geht es um den Anschlag auf das World Trade Cen­ter und was die Wis­sen­schaft dazu sagt.

    Wis­sen­schaft
    Hier geht es dar­um den wis­sen­schaft­li­chen Pro­zeß zu erklä­ren, lai­en­ver­ständ­lich, um Vor­ur­tei­le abzubauen.

    Wis­sen­schaft & Erfolgsmessung
    Stimmt es, dass Bewer­tung einer Vor­le­sung oder eines Semi­nars die "aka­de­mi­sche Frei­heit" ein­schränkt? Eini­ge The­sen dazu.

    Wis­sen­schaft­li­cher Fortschritt
    Was haben Feld­ham­ster, Gier nach Geld und der nied­li­che "Knut"(†) aus Ber­lin mit­ein­an­der zu tun? 

    Wis­sen­schaft ....
    "Gos­sen­blog­ger" sind zwar nicht direkt Gegen­stand der Wis­sen­schaft, aber ....

    Wie ver­rin­gert man natur­wis­sen­schaft­li­che Kenntnisse ....
    Zuviel Bil­dung - vor allem in den Natur­wis­sen­schaf­ten - führt dazu, dass Men­schen zu viel den­ken und unbe­que­me Fra­gen stel­len - was macht also die Poli­tik, wenn sie weni­ger davon haben will aber es nicht laut sagen kann?


    Wis­sen­schaft mal nicht ganz so ernst genommen:

     

    Zum Abschluß noch zum Unter­schied zwi­schen den Natur­wis­sen­schaf­ten - ganz ein­fach erklärt als "Schnell-Defi­ni­ti­on"¹:

    • If it is green or it wig­gles -- it is Biology. 
    • If it stinks or explo­des -- it is Chemistry. 
    • If it doesn't work -- it is Physics.
    • If it doesn't make sen­se - it is Math.
    • And if it real­ly rocks - it is Geology.

    Über­set­zung

    • Wenn etwas grün ist und/oder zap­pelt -- ist es Biologie. 
    • Wenn etwas stinkt oder explo­diert -- ist es Chemie. 
    • Wenn etwas nicht funk­tio­niert -- ist es Physik.
    • Wenn etwas unver­ständ­lich ist -- ist es Mathematik.
    • Und wenn es wirk­lich rockt -- ist es Geologie.

    Das ist doch bestimmt ein­fach zu mer­ken .... und ich erin­ne­re mich dabei gern an mei­nen Phy­sik­leh­rer der Ober­stu­fe. Der sag­te näm­lich vor jedem Ver­such " .. und wenn alles klappt, dann sehen Sie .. ", doch meist sah man nichts und er erklär­te genau was man hät­te sehen sol­len. Spä­ter, im Stu­di­um, wur­den vie­le die­ser Ver­su­che im Grund­kurs noch­mal aus­ge­führt - und da hat es immer funktioniert!

    ¹ [Mehr davon HIER; von dort mit gering­fü­gi­ger Ände­rung übernommen]

    bookmark_borderÜber den Mangel an 'kritischem Denken'

    » Jemand, der nach­weis­lich fal­sche Vor­stel­lun­gen ver­tritt,
    kann leicht in ande­re fal­sche Über­zeu­gun­gen abglei­ten.
    «

    Die­sen Satz habe ich vor eini­ger Zeit gele­sen und ihn mir auf­ge­schrie­ben, weil er mit mei­ner Erfah­rung aus vie­len Beob­ach­tun­gen über­ein­stimmt. Wir haben ja nicht nur unse­re Vor­ur­tei­le, son­dern auch unse­re Denk­mu­ster mit denen wir unse­re Umge­bung ein­schät­zen, Pro­ble­me ange­hen und lösen, vor­ge­faß­te Muster bestä­ti­gen oder verwerfen.

    Die­se Denk­mu­ster stam­men aus Erzie­hung und Erfah­rung - und was ein­mal gut geklappt hat, uns Vor­tei­le ver­schaff­te oder von Vie­len in unse­rer Umge­bung genau so ein­ge­schätzt wur­de, das ver­su­chen wir zu bewah­ren um den *Erfolg* zu wiederholen. 

    Anders aus­ge­drückt:

    Wir füh­len uns bes­ser wenn wir mit einer Vor­ge­hens­wei­se Erfolg statt Miß­er­folg haben und mei­den des­we­gen neue Denk­an­sät­ze und neu­es Ver­hal­ten. Etwas - ab von *ein­ge­tre­te­nen Pfa­den* - zu wagen ist mit sehr viel Unsi­cher­heit ver­bun­den und der Erfolg ist unge­wiß. Unge­wiß­heit macht Streß. Streß zu ver­mei­den ist eine völ­lig nor­ma­le Verhaltensweise.

    Ich will zwei kon­kre­te Bei­spie­le für die wei­te­re Erör­te­rung anfüh­ren. Das erste Bei­spiel ist es ist ein Kom­men­tar zu einer Aus­sa­ge, die in einem you­tube-Video gemacht wurde:


    Der Kom­men­ta­tor weist - zu Recht, wie ich mei­ne - dar­auf hin, dass die Staats­an­ge­hö­rig­keit kei­ne per­sön­li­che Lei­stung ist und man des­we­gen dar­auf nicht *stolz* sein kann.
    Der Wert die­ser Aus­sa­ge wird nicht dadurch geschmä­lert, dass er dann noch ein paar zusätz­li­che Anmer­kun­gen zu Ame­ri­ka­nern ganz all­ge­mein macht, die sein eige­nes Vor­ur­teil in die­ser Hin­sicht dar­stel­len. Allein, mit sei­ner Ein­schät­zung des der­zei­ti­gen Prä­si­den­ten scheint er aber im 'mai­stream' zu liegen.

    Stolz kann man auf eine eige­ne Lei­stung sein, etwa eine, die dem Gemein­we­sen ins­ge­samt nützt - und dann steckt dar­in die Aner­ken­nung für die­sen Staat, der Ver­hält­nis­se geschaf­fen hat in denen sol­che Ergeb­nis­se mög­lich sind.

    Das zwei­te Bei­spiel zeigt einen Fall auf, in dem vie­le Betei­lig­te zu Unrecht *stolz* auf ihre Lei­stung sind:


    Da geht es um die angeb­li­che "Grie­chen­land­ret­tung" die in Wahr­heit ein Ret­tung von meh­re­ren deut­schen und fran­zö­si­schen Groß­ban­ken war. Das Ergeb­nis der Inter­ven­ti­on, die kei­ne Ret­tung war, son­dern der tau­meln­den grie­chi­schen Öko­no­mie den Todes­stoß ver­setzt hat, kann mit dem Abstand den wir heu­te haben beur­teilt werden:

    Das gro­be Ver­sa­gen der bei­den Haupt­ak­teu­re Wolf­gang Schäub­le und Jero­en René Vic­tor Anton Dijs­sel­b­lo­em ent­larvt sie als Dilet­tan­ten, die ent­ge­gen aller War­nun­gen der Fach­wis­sen­schaft­ler glaub­ten es bes­ser zu wis­sen .... der eine wohl aus Alters­starr­sinn, der ande­re aus purem Neid auf die Popu­la­ri­tät von Y. Varou­fa­kis, dem grie­chi­schen Finanz­mi­ni­ster & Wis­sen­schaft­ler, dem geschol­te­nen und ver­höhn­ten Wider­sa­cher, der letzt­end­lich Recht behal­ten hat, und des­sen Sta­tur und Cha­ris­ma er nie wird errei­chen können.

    In bei­den Bei­spie­len sehen wir grund­sätz­li­che Ver­hal­tens­mu­ster. Ein­mal der Stolz auf eine fik­ti­ve Grö­ße die nicht selbst erar­bei­tet wur­de, im ande­ren Fall der Dün­kel es qua Amt bes­ser zu wis­sen als einer der es stu­diert hat. Bei­de Male ein­stu­dier­te Ver­hal­tens­mu­ster die zu kata­stro­pha­len Ergeb­nis­sen füh­ren, natür­lich gra­du­ell unter­schied­lich in ihrer Auswirkung.

    Erfah­ren wir über der­glei­chen Ver­sa­gen von ein­ge­fah­re­nen Denk- und Ver­hal­tens­mu­stern in der Poli­tik und Wirt­schaft unse­res Lan­des in den Medien?
    Nein ....
    .... und da fan­ge ich an zu grü­beln war­um das wohl so ist.

    bookmark_border➀ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
    Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen

    Teil ➀
    Ein­lei­tung, Mythen 1 & 2

    Wor­an erken­nen wir, ob ein Staat eine Demo­kra­tie ist?
    Wenn unser Staat kei­ne Demo­kra­tie ist, war­um gibt es dann kei­nen Auf­stand um sie wie­der herzurichten? 

    Das ist der Aus­gangs­punkt für die Fra­ge­stel­lung im Titel.
    Wie wird also das Volk 'zufrie­den' gehal­ten und wie wird den Bür­gern Demo­kra­tie vor­ge­spielt, so glaub­haft, dass sie Ruhe bewahren?

    Nun, das Zau­ber­wort heißt "Mythos" - lt. WIKTIONARY: Legen­de, Sage - es wer­den uns bestimm­te Geschich­ten erzählt die zum Beweis die­nen sol­len, dass unser Staat eine Demo­kra­tie ist. 

    Wenn etwas sehr häu­fig und aus vie­len Rich­tun­gen wie­der­holt wird muß es doch wahr sein?
    Das ist die all­ge­mei­ne Auf­fas­sung und die Mas­se der Bevöl­ke­rung kommt gar nicht erst auf die Idee die­ses (angeb­li­che) Fun­da­ment des Staa­tes in Fra­ge zu stellen.

    Vie­le 'bedeu­ten­de' Per­sön­lich­kei­ten ste­hen hin­ter die­sen Aus­sa­gen, wird da behaup­tet. Wer sind die­se Per­sön­lich­kei­ten und wie haben sie sich tat­säch­lich geäu­ßert? Wur­den mög­li­cher­wei­se ihre Wor­te aus dem Zusam­men­hang geris­sen und als Zitat ver­wen­det obwohl die Aus­sa­ge ins­ge­samt eine völ­lig ande­re Ten­denz hat? "Lügen mit Zita­ten" - ein mie­ser Trick der Poli­tik, die sich dafür oft bestimm­ter Mas­sen­blät­ter bedient. Im Gegen­zug wer­den die hand­voll Ver­le­ger sol­cher Mas­sen­zei­tun­gen - die noch im Lan­de bestehen - von der Poli­tik geschützt indem man die vom Vol­ke bezahl­ten Medi­en­an­stal­ten ihrer Archi­ve beraubt weil die Ver­le­ger dar­in "Kon­kur­renz" sehen.

    Doch schau­en wir ein­mal genau­er hin wie es um die ver­schie­de­nen Mythen bestellt ist, die uns sug­ge­rie­ren, wir leb­ten in einem demo­kra­ti­schen Staat in dem jede Stim­me glei­ches Gewicht und jeder Bür­ger glei­che Rech­te hat. 

  • Mythos # 1:
    Unser Staat ist eine Demokratie
  • Immer vor gro­ßen (Bun­des­tags-) Wah­len über­bie­ten sich die Poli­ti­ker dabei zu beto­nen wie wich­tig es sei zur Wahl zu gehen. Wor­te. Aber wo sind die Taten?
    Wie ich vor Jah­ren schon in die­sem Bei­trag → Wahl­be­tei­li­gung & Sitz­ver­tei­lung berech­net habe könn­ten wir mit einem alter­na­ti­ven Modell den Bun­des­tag klei­ner machen und viel Geld spa­ren. Zumal wir immer bei Wah­len "Luft­sit­ze" [man nennt sie vor­neh­mer "Über­hang­man­da­te"] haben. Es fehlt aller­dings am Wil­len der Par­tei­en weil sie nicht gewillt sind selbst spar­sam zu sein, son­dern lie­ber an Aus­ga­ben für die Bür­ger sparen.
    Wo frü­her eine gewis­se Ver­läß­lich­keit der poli­ti­schen Rich­tung vor­han­den war fin­den wir heu­te sich ganz schnell dre­hen­de Fähn­lein im Win­de .... ein Bei­spiel aus der vor­letz­ten Wahl in Hes­sen: → Sind "Grü­ne Lügen" die bes­se­ren Lügen? Da haben die Grü­nen vor Bouf­fier als Mini­ster­prä­si­dent gewarnt und nach der Wahl waren sie es, die ihn in den Sat­tel hoben. Kann man sol­che Poli­ti­ker noch ernst neh­men? Oder gar wäh­len? Dann doch lie­ber "Die Lin­ke", trotz ihrer mehr als dubio­sen Ein­stel­lung zur Reli­gi­on ganz allgemein.
    Womit wir beim zwei­ten Mythos ange­kom­men sind:

  • Mythos # 2:
    Unser Wahl­sy­stem ist aus­ge­wo­gen und spie­gelt den Volks­wil­len wieder
  • Nichts an unse­rem Wahl­sy­stem ist "demo­kra­tisch" - abge­se­hen viel­leicht von der Tat­sa­che, dass es kei­nen Betrug an den Urnen gibt. Der Betrug an den Wäh­lern fin­det schon vor­her, ganz offen, bei der Aus­wahl der Kan­di­da­ten und wegen des bestehen­den Wahl­sy­stems statt.

    Kan­di­da­ten wer­den zumeist in den Wahl­krei­sen von der Basis mit-bestimmt. Dar­in steckt schon ein Detail: Vor­schlä­ge kom­men nicht von den Mit­glie­dern, son­dern von extra dazu bestimm­ten Gre­mi­en - mit der faden­schei­ni­gen Begrün­dung man wol­le den Pro­zeß straf­fen und allen Betei­lig­ten Zeit und Auf­wand spa­ren. Es gibt natür­lich Vari­an­ten. Wenn sie, lie­be Lesen­de, wel­che ken­nen, bit­te ver­mer­ken sie es in den Kom­men­ta­ren. Danke!

    Der viel grö­ße­re Betrug am Wäh­ler folgt in der näch­sten Stufe:
    Den Landeslisten.
    Dort wer­den Kan­di­da­ten "abge­si­chert", die die Par­tei­füh­rung unbe­dingt im Par­la­ment haben will.
    Selbst wenn also die Bevöl­ke­rung die­se Per­son satt hat, für unfä­hig hält oder deren Arbeit für unzu­läng­lich und des­we­gen nicht mehr haben will - die Lan­des­li­ste bringt sie wie­der in die Spit­ze bzw. Regie­rung, gegen allen Wider­stand der Wäh­ler, deren Wil­le hier schlicht­weg gefälscht wird, denn die Wahl eines Wahl­kreis­kan­di­da­ten wür­de doch schon völ­lig aus­rei­chen - aber Nein, über die Zweit­stim­me mogeln die Par­tei­obe­ren ihre beson­de­ren Spe­ze­ln wie­der in die Ämter.
    Die wis­sen eben, wie man mit Lob­by­isten umgeht und die Par­tei­spit­zen wis­sen, wer ihnen den größ­ten Rei­bach beschert.

    Gera­de­zu 'pro­phe­tisch' ana­ly­sier­te Gre­gor Gysi schon vor Jah­ren war­um eine Grün­dung der EU schei­tern muß, wenn sie ledig­lich auf einem wirt­schaft­li­chen Fun­da­ment gebaut wird - die Bevöl­ke­run­gen in der EU wur­den nicht gefragt, das haben die Poli­ti­ker ganz allei­ne zu ver­ant­wor­ten - und nun fra­gen wir uns:
    War das Alles rech­tens, war­um wur­den da die Bür­ger nicht ein­be­zo­gen, war das tat­säch­lich eine demo­kra­ti­sche Vor­ge­hens­wei­se? Und wie sieht es mit den wei­te­ren Gre­mi­en der EU aus die ledig­lich von den natio­na­len Par­la­men­ten dort­hin geschickt wer­den? Kei­ne poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung auf­grund von Wah­len, dort fin­det man meist wil­li­ge "Par­tei­sol­da­ten", denen das Aus­schei­den aus der natio­na­len Poli­tik durch groß­zü­gi­ge Diä­ten und Kosten­er­stat­tun­gen leicht gemacht wird, und die dann ihr Mario­net­ten­da­sein bis zum Gro­tes­ken aus­le­ben - sie­he Öttin­ger!

    --------------------------------- So geht es wei­ter .... ---------------------------------

    Fort­set­zung Teil ➁
    Mythen 3 & 4

  • Mythos # 3:
    Unse­re Medi­en, Pres­se, Rund­funk und Fern­se­hen sind die 4. Gewalt und schau­en den ande­ren drei Gewal­ten [Gesetz­ge­bung (Legis­la­ti­ve), Voll­zie­hung (Exe­ku­ti­ve) und Recht­spre­chung (Judi­ka­ti­ve)] auf die Finger.
  • Mythos # 4:
    Unse­re Justiz ist "unab­hän­gig"
  • Fort­set­zung Teil ➂
    Mythen 5 & 6

  • Mythos # 5:
    Die Poli­zei ist unser "Freund & Helfer"
  • Mythos # 6:
    Kon­sum macht glücklich
  • Fort­set­zung Teil ➃
    Mythen 7 & 8 und Schlußüberlegungen

  • Mythos # 7:
    Wer hart arbei­tet sorgt für ein zufrie­de­nes Leben für sich und sei­ne Familie
  • Mythos # 8:
    Jeder Bür­ger des Staa­tes genießt 'per­sön­li­che Freiheit'
  • bookmark_borderWeltpolitik: Hopp oder Topp ..?!

    Wie auch immer man über Trump und Putin denkt:
    Es ist ein gutes Ergeb­nis wenn die bei­den sich ver­stän­di­gen und so eine Eska­la­ti­on der Span­nun­gen, die geeig­net wären eine welt­wei­te Kata­stro­phe her­bei­zu­füh­ren, ver­hin­dert wird.

    Seit Jah­ren wer­den stets nur die Mis­se­ta­ten der rus­si­schen Sei­te in unse­ren Medi­en dar­ge­stellt, für die eben­so schlim­men Ver­feh­lun­gen der USA rund um die Welt und die viel umfang­rei­che­ren Droh­ge­bär­den aller Prä­si­den­ten seit Bush I war offen­bar nicht genug Platz oder Zeit in unse­ren deut­schen Infor­ma­ti­ons­quel­len.

    Allei­ne die Prä­senz der USA rund um den Glo­bus mit ca. acht­hun­dert (800!) Mili­tär­ba­sen - die Rus­sen unter­hal­ten deren neun (9) - wird offen­bar hier­zu­lan­de für eine nor­ma­le Rela­ti­on ange­se­hen, wäh­rend die Rus­sen es mit Recht als Bedro­hung empfinden.

    Wenn also die per­sön­li­chen Defi­zi­te des Herrn Trump sich so aus­wir­ken, dass dem Bestre­ben der USA nach noch umfang­rei­che­rer Beherr­schung der Welt ein Ende gesetzt wird, ist es ein gutes Ergeb­nis für uns alle. Mögen sich die Demo­kra­ten in die­ser Hin­sicht auch noch so sehr echauf­fie­ren & die Kriegs­trei­ber bei den Repu­bli­ka­nern vor Wut schnau­ben. Was zählt ist, dass der Welt­un­ter­gang so mög­li­cher­wei­se ver­hin­dert wird.

    Zum Abschluß noch ein Zitat von M.L. King

    Dr. Mar­tin Luther King said,
    “We still have a choice today: non­vio­lent coexi­stence or vio­lent coannihilation.”
    [Wir haben heu­te noch die Wahl: Gewalt­freie gemein­sa­me Exi­stenz oder gewalt­sa­me gemein­sa­me Vernichtung] 

    bookmark_borderClausewitz: "das Einfache"

    Der Krieg ist und bleibt "eine chao­ti­sche Mischung
    aus Ord­nung und Unvor­her­seh­bar­keit"
    (Clau­se­witz).

    "Nur das Ein­fa­che hat Erfolg.
    Ein­fa­ches Handeln,
    fol­ge­rich­tig ausgeführt,
    wird am sicher­sten zum Ziel führen."

    (HDv 100|100, № 1014)
     
    Die­se Erkennt­nis wird im angel­säch­si­schen Raum so ausgedrückt:

    Life is complicated.
    Keep things simple.
    Simp­le solutions
    are gene­ral­ly the best. 

     
    Clau­se­witz hat auch gesagt:

    "Dem Fein­de auszuweichen,
    ihn ins Lee­re lau­fen zu lassen,
    ist ein Zei­chen von Stärke
    der eige­nen Position." 

    Allen mei­nen Lesen­den wün­sche ich
    ein schö­nes Wochenende
    - bis Mon­tag, Ihr
    WvS

     

    bookmark_borderRe-visited: Unwissenheit (III)

    .
    Im zwei­ten Teil ging es dar­um wie natur­wis­sen­schaft­li­che Grund­kennt­nis­se in die Bewäl­ti­gung von Pri­vat- und Arbeits­le­ben ein­ge­wo­ben sind - und war­um sol­che Kennt­nis­se hel­fen das eige­ne Han­deln sinn­voll zu gestalten. 

    Wenig­stens Basis­kennt­nis­se mit­zu­brin­gen - und dann noch zu wis­sen wo man suchen muß um ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen zu erhal­ten - ist nötig, damit man sich ein kor­rek­tes Bild der Sach­ver­hal­te machen kann.

    Im fol­gen­den Text wer­de ich auf fünf Berei­che näher ein­ge­hen. Wo schon frü­her Infor­ma­tio­nen fest­ge­hal­ten wur­den sind Ver­wei­se (Links) vor­han­den. Bei Inter­es­se emp­feh­le ich die ver­link­ten Inhal­te zur Ergän­zung zu Rate zu zie­hen. Da es eine Viel­zahl von Mög­lich­kei­ten gibt habe ich zur Ein­gren­zung der jewei­li­gen The­men eine Aus­wahl getrof­fen. Die­se ist als "Unter­the­ma" näher bezeichnet.

    Nahrung:
    "Gesunde Ernäh­rung"

    An der Fra­ge wel­che Art der Ernäh­rung sinn­voll und gesund ist haben sich vie­le Fach­leu­te und noch mehr selbst­er­nann­te Heils­brin­ger ver­sucht - die Lite­ra­tur dazu ist unüber­schau­bar und des­we­gen fällt es nicht leicht dar­aus sinn­voll zu wäh­len was rele­vant ist und was nicht.

    Ich ver­su­che daher einen ande­ren Ansatz:
    Stel­len sie sich vor wie die Urmen­schen gelebt haben - und was sie geges­sen haben. Wir sind von die­sem Beginn der 'Mensch­wer­dung' noch nicht weit entfernt:
    Das erste Auf­tre­ten von Homi­ni­den wird auf eine Zeit vor ca. 4 [4,2 – 3,9] bis 1,5 Mio Jah­re geschätzt. Damit sind wir Men­schen, deren erstes Auf­tre­ten in der heu­ti­gen Gestalt ca. 600.000 bis 200.000 Jah­re - als archai­sche For­men von Homo sapi­ens, auch Homo hei­del­ber­gen­sis bezeich­net - her ist eine ziem­lich "jun­ge" Art auf die­sem Planeten. 

    Men­schen sind - etwa im Ver­gleich zu Ele­phan­ten [vor ca. 6. Mio Jah­ren] - eine spä­te und jeweils räum­lich begrenz­te Ent­wick­lung. Eini­ge Lini­en waren erfolg­reich und haben sich fort­ent­wickelt, ande­re sind untergegangen.

    Man kann sich also erst­mal nur anse­hen von was sich die Urmen­schen ernähr­ten - und schon wird klar WIE unse­re heu­ti­ge Nah­rung aus­se­hen sollte.

    Die Urmen­schen waren ALLES(-fr-)esser - was bedeu­tet, sie nah­men tie­ri­sche und pflanz­li­che Nah­rung zu sich. Die fleisch­ver­zeh­ren­den Urmen­schen waren damals wohl die erfolg­rei­che­ren, ihre sich haupt­säch­lich pflanz­lich ernäh­ren­den Genos­sen blie­ben klei­ner und ent­wickel­ten sich langsamer.

    Dies fest­ge­stellt bleibt nur ein Fazit:
    Rein pflanz­li­che Ernäh­rung für Men­schen ist nicht artgerecht.

    Noch eine wei­te­re Über­le­gung dazu. Die Zusam­men­set­zung des Eiwei­ßes von Pflan­zen unter­schei­det sich von der tie­ri­schen Eiwei­ßes. WIKIPEDIA sagt dazu "Es kommt bei Pro­te­in als Nah­rung allein auf den Anteil an deren Bau­stei­nen, den Ami­no­säu­ren, an."

    Das zu ver­deut­li­chen hilft der Begriff der "Bio­lo­gi­schen Wer­tig­keit"- den WIKIPEDIA so for­mu­liert: "Die bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit eines Pro­te­ins in einem Lebens­mit­tel ist ein Maß dafür, mit wel­cher Effi­zi­enz die­ses Nah­rungs­pro­te­in in kör­per­ei­ge­nes Pro­te­in umge­setzt wer­den kann."

    Das kommt daher, dass zwi­schen der Zahl der ver­schie­de­nen Ami­no­säu­ren (Bau­stei­ne der Pro­te­ine) bei Plan­zen und Tie­ren Unter­schie­de bestehen - man kann einen Pro­zent­satz die­ser "Über­ein­stim­mung" berechnen.

    Als Basis wird das Eiweiß eines Hüh­ner­ei­es her­an­ge­zo­gen. Gro­ße Zah­len bedeu­ten gute Über­ein­stim­mung mit dem Eiweiß des Men­schen, klei­ne Zah­len sind ungün­stig. Hilfs­wei­se kann auch noch der Ami­no­säu­re­index bestimmt wer­den. Es hilft also nicht mehr pflanz­li­che Kost zu essen - wenn bestimm­te Ami­no­säu­ren feh­len kommt es zu Stö­run­gen der Kör­per­funk­tio­nen (sie­he hier­zu auch "Mini­mum­ge­setz" (Liebig'sches Faß), dem­nach " .. kann ein Orga­nis­mus sich nur so weit ent­wickeln, wie es die knapp­ste Res­sour­ce erlaubt .."

    Zusam­men­fas­send läßt sich daher feststellen:

    Eine rein vege­ta­ri­sche Ernäh­rung ist unty­pisch für Men­schen. Es besteht die Gefahr ein Defi­zit an Ami­no­säu­ren zu ent­wickeln - das aller­dings geschieht schlei­chend über vie­le Jah­re, bevor die Man­gel­er­schei­nun­gen sicht­bar wer­den. Beson­ders eine Umstel­lung der Nah­rung in höhe­rem Lebens­al­ter ist dabei gefähr­lich, denn der altern­de Orga­nis­mus kann sol­che Man­gel­zu­stän­de nur schwer oder über­haupt nicht mehr kompensieren 



     ∙ ▪  ▪ ∙ 

    Lite­ra­tur


    - http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/science/biologie/humanevolution/2fossil/humanfos.htm
    - http://www.histokomp.de/kompendium/stammesgeschichte/die-ersten-hominiden-australopithecus/
    - http://home.arcor.de/tr-siebe/urmen.html (Über­sichts­ta­fel)

    - http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/13/bs13-38.htm
    - http://geschichte-der-menschheit.de/hominiden/die-ersten-europaeer.html

    - http://www.blinde-kuh.de/tiere/mammut/

    - http://science.orf.at/stories/1702955/

    - http://www.welt.de/wissenschaft/article109692025/Fruehe-Menschen-assen-vermutlich-regelmaessig-Fleisch.html

    Zusatz­in­fo:
    [Bild­zi­ta­te aus "Zen­trum der Gesund­heit"]
    Nur um ein­mal auf­zu­zei­gen wie gelo­gen wird um "Nah­rungs­er­gän­zung" zu ver­kau­fen zwei Kopien von Text von einer sol­chen Sei­te. Das in der ersten Abbil­dung behaup­te­te Ver­hält­nis von "ver­wert­ba­ren Sub­stan­zen" ist genau umge­kehrt - 90% Fleisch wer­den 'ver­ar­bei­tet', gegen­über nur 50% aus Pflanzen.
    Die in der zwei­ten Abbil­dung behaup­te­te "Über­säue­rung" ist eine glat­te Lüge / Erfin­dung - denn bereits im Magen wer­den Eiwei­ße zer­legt und die dar­aus ent­ste­hen­den Pep­tid­ver­bin­dun­gen sind ampho­ter, d.h. sie wir­ken nach außen "neu­tral", nicht "sau­er". Ganz unver­blümt wird dann auch fol­ge­rich­tig auf Pro­duk­te ver­wie­sen - es geht dar­um Angst zu schü­ren und dann die (schein­bar rich­ti­ge) Lösung anzubieten.
    Das ist kei­ne "kor­rek­te Gesund­heits­auf­klä­rung" son­dern bewuß­te Irre­füh­rung in eigen­nüt­zi­ger Absicht.


    1

    2

    Wenn die Ursa­che von Krebs bekannt wäre gäbe es mitt­ler­wei­le auch eine Behand­lung dafür - das allei­ne ist schon Erklä­rung genug war­um die behaup­te­te "Krebs­aus­lö­sung" eine glat­te Lüge darstellt.

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    Erst­ver­öf­fent­li­chung: 15. Mrz 2014 um 22:50


     

    bookmark_borderSo muß es gemacht werden ...!

    Island war in den letz­ten Jah­ren schon oft Vor­rei­ter einer ver­nunft­ba­sier­ten Zukunfts­ent­wick­lung - gut so, und ich wünsch­te mir, in unse­rem Land fän­den sich eben­so muti­ge wie auf­ge­klär­te Poli­ti­ker die gegen Hokus­po­kus, Igno­ranz und reli­giö­se Ein­fluß­nah­me vorgingen.

    ste
      Quel­le des Bildzitates


     
    Über­set­zung
    Wir Islän­der schät­zen unse­re Ver­bun­den­heit mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka. Es ist eine gro­ße Nati­on mit einer Geschich­te, auf die das Land stolz sein soll­te. Zur Zeit aller­dings schei­nen sie die Medi­zin - wel­che auch immer das ist, die ihnen der Arzt ver­schrie­ben hat - ver­ges­sen zu haben ein­zu­neh­men. Island möch­te einem Freund in Not zur Sei­te ste­hen. In die­sem Sin­ne schicken wir Leh­rer dort­hin, die in länd­li­chen Gemein­den, infi­ziert mit Igno­ranz und Aber­glau­be, auf­klä­ren und unter­stüt­zen sol­len. Was wir kei­nes­falls dul­den wer­den ist eine Inva­si­on der Art von Igno­ranz und Aber­glau­be wie sie von den Tele-Evan­ge­li­sten pro­pa­giert wird.

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    Nicht ver­ges­sen: .... nichts ist so, wie es zu sein scheint ....