bookmark_borderJedes Kind kann Professor:in werden ..!?


Betrach­tet man die nüch­ter­nen Zah­len der stu­di­en­be­rech­tig­ten Schul­ab­gän­ger so fällt auf:

Es gibt von Jahr­zehnt zu Jahr­zehnt ein ste­ti­ges Wachstum.

Da stellt sich die Frage:
Wer­den alle Kin­der der auf­stei­gen­den Jahr­gän­ge immer intel­li­gen­ter oder gibt es mög­li­cher­wei­se ande­re Grün­de für die­sen erstaun­li­chen Anstieg - der sich gleich­wohl in den letz­ten Jah­ren sicht­bar abge­schwächt hat.

Beson­de­re Krei­se im Lan­de wer­den auf *Chem­trails* ver­wei­sen, die nach deren Auf­fas­sun­gen ja dazu die­nen uns Alle nach und nach in hirn­lo­se Zom­bies zu verwandeln.

Wei­ter gibt es wohl­mei­nen­de Zeit­ge­nos­sen die behaup­ten es wer­de immer noch nicht genug dafür getan bis­her noch ver­steck­te Genies end­lich ans Licht zu zer­ren indem man noch frü­her und all­um­fas­send mit der För­de­rung der intel­lek­tu­el­len Lei­stung anfängt. Dazu tei­le ich die Mei­nung von Wil­liam Wahl, die er musi­ka­lisch zum Aus­druck bringt.

Fak­ten zu inter­pre­tie­ren ist nicht Jeder­fraus & ~manns Sache, wes­we­gen ich eine grund­sätz­li­che Ver­wir­rung kon­sta­tie­ren will:
Zwi­schen den ganz Schlau­en und den ganz Min­der­be­mit­tel­ten gibt es eine gewis­se Span­ne, die wir mit­tels der so-genann­ten Gauß'schen Ver­tei­lung [M. W. Toews; CC BY 2.5; manch­mal als "Nor­mal­ver­tei­lung" bezeich­net] dar­stel­len kön­nen. Man kann Vie­les damit bild­lich zei­gen, bei­spiels­wei­se Ver­tei­lung von Kör­per­grö­ße oder eben intel­lek­tu­el­le Leistungsfähigkeit.

Mit noch so gro­ßer Anstren­gung und immer neu­en For­de­run­gen nach "Früh­för­de­rung" wird man aus dum­men Kin­dern kei­ne Genies machen, höch­stens ver­stopft man mit sol­chen Maß­nah­men für die wirk­lich lei­stungs­fä­hi­gen den Weg zum Erfolg!

Frü­her war nicht Alles bes­ser - es war nur intel­lek­tu­ell for­dern­der und die Per­sön­lich­keit war mit bestim­mend um die Zulas­sung zum Gym­na­si­um und dadurch das Ziel eines Stu­di­ums zu erreichen.
In den 60ger & 70ger Jah­ren wur­den schritt­wei­se Prü­fun­gen für den Gym­na­si­al-Zugang abge­schafft und schon gin­gen die Zah­len sprung­haft nach oben.
Nicht die Lei­stun­gen und Abschlüs­se, mich wun­dert das nicht. Pro­fes­so­ren klag­ten zu neh­mend über *nicht stu­di­en­fä­hi­ge Abitu­ri­en­ten* denen man erst ein­mal Grund­kennt­nis­se (!) bei­brin­gen müß­te damit sie über­haupt etwas verstünden.
Dann wur­den die Fach­hoch­schu­len zu Hoch­schu­len erklärt, ein wei­te­rer Sprung in den Zah­len - vie­le Absol­ven­ten mit zwei­fel­haf­ten Kennt­nis­sen in wenig nach­ge­frag­ten Fächern - bei enor­men Mehr­ko­sten für die Volks­wirt­schaft. Denn wie wir seit Pare­to wis­sen erfor­dern die letz­ten 20% einen Auf­wand von 80% der Gesamtkosten ....

Nun höre ich den Auf­schrei "Klas­sen­den­ken" und "Eli­tä­re Über­heb­lich­keit" und mög­li­cher­wei­se noch schlim­me­re Vor­wür­fe wenn ich behaup­te, ein Teil der Mise­re in unse­rem Land sei der Tat­sa­che geschul­det, daß man mit Musik und Sport das Abitur machen kann und dann *Gen­der-Stu­dies* stu­diert .... wel­chen Bei­trag bringt ein sol­ches ꜝStu­di­umꜝ für das All­ge­mein­wohl und/oder den Wohl­stand in unse­rem Land?
Die Absol­ven­ten sind dann "Aka­de­mi­ker", oft mit über­stei­ger­ten Ansprü­chen. Das pin­selt das Ego - doch das war's dann schon. Ins­ge­samt ist das Ergeb­nis eine Abwer­tung von Wis­sen­schaft und Auf­wer­tung von Meinung.

Eine ein­fa­che Bewer­tung wie ein Gegen­über *tickt* lei­te ich aus fol­gen­der Beob­ach­tung her:
Wenn zwar ein teu­rer Anzug mit noch teu­re­ren Acces­soires getra­gen wird, dabei Kau­gum­mi gekaut wird, die Füße in Turn-Schu­hen aus Pla­stik anstatt in Leder­schu­hen stecken 

(Quel­le der aus­zugs­wei­se dar­ge­stell­ten Daten)

bookmark_borderStimmt das?
"Es ist nie zu früh und selten zu spät"

"Es ist nie zu früh und sel­ten zu spät" - dar­an wer­den sich nur die Älte­ren erin­nern, denn es war 1956 der Slo­gan für eine Wer­be­kam­pa­gne von Diplo­na:

".. Es ist nie zu früh und sel­ten zu spät für Diplo­na - die wirk­sa­me Haar­nähr­pfle­ge .."
[Kos­me­tik, 1956]

Diplo­na wur­de spä­ter - nur um das noch zu erwäh­nen - von L'Oreal Paris über­run­det, ist nicht unter­ge­gan­gen, son­dern pro­du­ziert immer noch.

Was für einen ganz ande­ren Zweck erfun­den wur­de paßt manch­mal erstaun­lich prä­zi­se auf völ­lig unter­schied­li­che Ange­le­gen­hei­ten oder Ereig­nis­se. So wie die­ser Spruch für eine Sham­poo-Wer­bung, der zum geflü­gel­ten Wort wurde.

Hier soll es aller­dings um das "LAUFEN" gehen.
Die­se Tätig­keit, die Urmen­schen den lie­ben lan­gen Tag lang aus­üben muß­ten um nicht hung­rig ein­zu­schla­fen. Wir haben heu­te eine völ­lig ande­re Situa­ti­on: Wir lau­fen viel zu wenig!

Abhil­fe sol­len da all­ge­mei­ne Rat­ge­ber in ein­schlä­gi­gen Maga­zi­nen und den Sei­ten­fül­lern in Ver­schenk-Zei­tun­gen brin­gen, in denen meist Lai­en für Lai­en etwas pro­pa­gie­ren was der Gesund­heit dien­lich sein soll. Man­ches davon hilft, man­ches ist wenig­stens nicht schäd­lich, aber viel­fach sind die Rat­schlä­ge schlicht Unfug und des­we­gen eher unge­sund als hilf­reich um gesund zu bleiben.

Ver­ges­sen Sie alle teu­ren Gad­gets mit Puls­mes­sun­gen, Herz­fre­quenz-Moni­to­ring, Blut­gas­ge­hal­ten etc. - das sind alle­samt völ­lig unnö­ti­ge und über­teu­er­te Mög­lich­kei­ten die sich sehr ein­fach erset­zen lassen:
Durch selbst-erta­sten und Fre­quenz-Zäh­lung von Puls und Atmung. Fra­gen Sie ihren Arzt - nicht den Apo­the­ker, der ihnen sol­che Gerä­te ver­kau­fen möchte.

Hilf­reich ist zudem eine ein­fa­che Nähe­rungs­mes­sung durch eine App [ohne Wei­ter­ga­be der Daten!] nur auf ihrem Mobil­te­le­fon:
Ein Schritt­zäh­ler! Ein­ge­rich­tet anhand der Anwei­sun­gen braucht man nur die per­sön­li­che Schritt­län­ge zu bestim­men und ein­zu­ge­ben - und schon kann man die stünd­li­chen, täg­li­chen und wei­te­ren Schritt­in­ter­val­le bestim­men und als Gra­fik oder Tabel­le festhalten.

Emp­foh­len wer­den durch­schnitt­lich 7.000 Schrit­te am Tag, die Zahl 10.000 ent­behrt wis­sen­schaft­li­cher Grund­la­ge, hält sich den­noch zäh im all­ge­mei­nen Bewußt­sein und wird mal hier, mal dort in den bun­ten Blät­tern wei­ter benutzt - obwohl längst widerlegt.
Ich per­sön­lich stre­be 6.000 Schrit­te an und errei­che sie fast täg­lich - das auf Grund mei­nes Lebens­al­ters, denn ab 60 dür­fen es pro Jahr­zehnt 1.000 Schrit­te pro Tag weni­ger sein ....(²,³)


(¹) Coun­ting steps for health? Here's how many you real­ly need; August 14, 20255:00 AM ET; By Will Stone
Basis [Dai­ly steps and health out­co­mes in adults: a syste­ma­tic review and dose-respon­se meta-ana­ly­sis; Ding, Ding et al.; The Lan­cet Public Health, Volu­me 10, Issue 8, e668 - e681]
(²) Wie vie­le Schrit­te am Tag sind optimal?
(³) 10.000 oder weni­ger – wie vie­le Schrit­te am Tag soll­ten es sein?



Es folgt eine Über­set­zung eines Arti­kels der für den US ame­ri­ka­ni­sche Raum Gül­tig­keit hat (¹). Im Grund­satz jedoch hier­zu­lan­de eben­falls als *wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen­ar­beit* ange­se­hen wer­den kann.

Das Zäh­len von Schrit­ten ist für vie­le Men­schen die wich­tig­ste Metho­de, ihre täg­li­che Akti­vi­tät – oder deren Feh­len – zu erfas­sen. Vie­le Ame­ri­ka­ner ver­brin­gen täg­lich mehr als neun Stun­den im Sit­zen und könn­ten wahr­schein­lich ein paar Schrit­te mehr ver­tra­gen. Aber wie vie­le Schrit­te braucht man täg­lich, um sei­ne Gesund­heit zu ver­bes­sern? Neue, in The Lan­cet Public Health ver­öf­fent­lich­te For­schungs­er­geb­nis­se legen nahe, dass 7.000 Schrit­te ein gutes Ziel sind. Je mehr man sich bewegt, desto gerin­ger ist das Risi­ko, an Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen und ande­ren Lei­den zu ster­ben. Die Stu­di­en­ergeb­nis­se wider­le­gen jedoch nicht den Wert von mehr als die­ser Anzahl an Schrit­ten pro Tag. Hier sind wei­te­re Ergeb­nis­se der Studie:
🚶‍♀️ Das häu­fig zitier­te Ziel von 10.000 Schrit­ten basiert nicht auf soli­den wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen, son­dern wur­de durch eine japa­ni­sche Wer­be­kam­pa­gne popu­lär gemacht.
🚶‍♀️ Die Stu­die ergab, dass 7.000 Schrit­te pro Tag das Risi­ko für Typ-2-Dia­be­tes um 14 %, für Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen um 25 %, für Depres­sio­nen um 22 % und für Demenz um 38 % senken.
🚶‍♀️ Die Stu­die konn­te kei­ne end­gül­ti­gen Schluss­fol­ge­run­gen dar­über zie­hen, ob die Geschwin­dig­keit der Schrit­te einen Unter­schied macht. Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die Inten­si­tät zu mes­sen, und beob­ach­te­te Unter­schie­de könn­ten ein­fach auf eine bes­se­re all­ge­mei­ne Fit­ness und kör­per­li­che Lei­stungs­fä­hig­keit hin­wei­sen.

 

bookmark_borderBlue Origin:
Wie viel CO₂ verursachte der Weltraumflug?

Kürz­lich las ich bei *cor­rec­tiv* Ricar­da Lang habe sich empört weil die­ser Flug mehr CO₂ ver­ur­sacht habe als ein Mensch in sei­nem gesam­ten Leben erzeu­gen würde.

Die *fact-checker* haben eine Pro­fes­so­rin gebe­ten das zu prü­fen und ein state­ment dazu abzugeben.
Die Frau Pro­fes­so­rin hat bestä­tigt: Kein CO₂, kein Ruß ....

Der letz­te Absatz aller­dings ent­hält eine schwer zu erklä­ren­de Unge­reimt­heit, denn dort steht ".. Bei der Ver­bren­nungs­re­ak­ti­on zwi­schen Was­ser­stoff und Sau­er­stoff wür­den auch Stick­stoff­oxi­de frei­ge­setzt, .. Auch Was­ser­dampf ist ein Treib­haus­gas – und greift womög­lich zusam­men mit Stick­stoff­oxi­den die Ozon­schicht an .."

Der Feh­ler liegt in dem Teil des Satzes:
".. Bei der Ver­bren­nungs­re­ak­ti­on zwi­schen Was­ser­stoff und Sau­er­stoff
wür­den auch Stick­stoff­oxi­de freigesetzt .."

Das ist che­misch unmög­lich, denn aus H (Was­ser­stoff) und O (Sau­er­stoff) wird kein N (Stick­stoff) gebildet.


Allen­falls könn­te gemeint sein, dass es bei der Ver­bren­nung aus der Umge­bungs­luft wegen der gro­ßen Hit­ze­ent­wick­lung und der Anwe­sen­heit von Stick­stoff­ver­bin­dun­gen zu wei­te­ren Ab- oder Umbau­pro­duk­ten von Stick­stoff­ver­bin­dun­gen kom­men könn­te, die schäd­li­cher sind als in unbe­rühr­ter Zusam­men­set­zung. Der Teu­fel steckt wie so oft im Detail .... 

Die Grund­aus­sa­ge von Frau Lang ist nach mei­nem Ver­ständ­nis der Che­mie min­de­stens in die­sem Punkt falsch.

bookmark_borderEine Dosis Vernunft / A Dose of Reason
Das etwas andere “Wort zum Sonntag”

Ich möch­te heu­te ein Video emp­feh­len. Es stellt - in weni­ger als 15 Minu­ten! - die Bedeu­tung der Wis­sen­schaft dar und setzt sie als Gegen­ge­wicht zu Mythen, Reli­gio­nen und über­kom­me­nen Traditionen. 

Kern­sät­ze: ".. Wis­sen­schaft ist ein sich selbst kor­ri­gie­ren­der Pro­zeß, um akzep­tiert zu wer­den. müs­sen neue Ideen den streng­sten Beweis- und Prüf­stan­dards stand­hal­ten. Die Unter­drückung unbe­que­mer Ideen mag in der Reli­gi­on oder in der Poli­tik üblich sein, aber das ist nicht der rich­ti­ge Weg zum Wis­sen, und es gibt kei­nen Platz dafür in der Bemü­hung der Wis­sen­schaft .." [Carl Sagan]

Hier also das Video, es zeigt als *sub­tit­le* eine Über­set­zung der Aus­sa­gen in deut­scher Spra­che als Lauf­text an:

Sie­he zum The­ma auch
Neil deGra­s­se Tyson's Shar­pest Argu­ments Against Religion
[Zitat: ".. es gibt nur kei­ne Bewei­se [für Got­tes Exi­stenz] und das ist, war­um Reli­gio­nen "Glau­be" genannt wer­den, weil sie etwas in Abwe­sen­heit von Bewei­sen glau­ben. Ds ist was es ist, des­halb heißt es "Glau­be" - sonst wür­den wir alle Reli­gio­nen "Bewei­se" nen­nen, aber wir tun es nicht aus genau die­sem Grund .."].

Sam Har­ris' All-Time Most Powerful Cri­tique of Religion
[Zitat: " .. By no stretch of ima­gi­na­ti­on can you argue that the core prin­ci­ple of Islam is non-vio­lence .. it is taboo to noti­ce this and it is espe­ci­al­ly taboo among reli­gious mode­ra­tes .."]

bookmark_borderAnsiedlung

Bekann­ter­wei­se haben Tie­re ande­re Vor­aus­set­zun­gen als wir Men­schen WO sie sich ansie­deln kön­nen. Die äuße­ren Bedin­gun­gen müs­sen stim­men: Aus­rei­chen­des Nah­rungs­an­ge­bot, Schutz vor Freß­fein­den, Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen die tole­ra­bel für die jewei­li­ge Art sind, um nur eini­ge zu nennen.

So kommt es, daß es Gren­zen der Aus­brei­tung in geo­gra­fi­schen Län­gen und Brei­ten gibt, die schwer zu über­win­den sind wenn dort die Lebens­um­stän­de nicht 'pas­sen'. Denn der wesent­li­che Fak­tor, den ich in der Auf­zäh­lung oben bewußt aus­ge­spart habe ist Fort­pflan­zung, anders gesagt "Erhalt der Art", gemein­hin dem­nach Nach­kom­men­schaft, die dort Fuß fas­sen kann.

Ein sol­ches Bei­spiel habe ich kürz­lich hier auf mei­nem Grund­stück auf den zwei Fen­chel-Stau­den gefunden:
Gra­pho­so­ma linea­tum, (auch: Gra­pho­so­ma ita­li­cum), die Streifenwanze.

   

Eine Bil­der­su­che nach "Gra­pho­so­ma linea­tum" ergab sehr vie­le ähn­li­che, teil­wei­se schär­fe­re Abbil­dun­gen die­ser Pflan­zen­wan­ze. Aus­führ­li­che­re Beschrei­bung dort → https://www.natur-in-nrw.de

Die Beson­der­heit ist eine Nei­gung der Art auf Fen­chel (Dol­den­blüt­ler) Nah­rung zu suchen, dort ste­chen sie die Samen an und sau­gen den Saft auf. Auch bei der Part­ner­su­che ist die­se spe­zi­el­le Quel­le gün­stig - denn ihre Art­ge­nos­sen sind dort konzentriert.

Für die ängst­li­chen Gemüter:
Pflan­zen­wan­zen sind für Men­schen NIE eine Gefahr, und ihre Nah­rungs­pflan­ze schä­di­gen sie nie soweit, daß die­se dar­an unter­geht. Sie neh­men nur das was sie zum Über­le­ben brau­chen. Da kön­nen sie für uns ein gutes Bei­spiel sein, denn Men­schen 'ver­brau­chen' die Natur völ­lig hem­mungs­los ohne die Gren­zen zu bedenken.
Die Aus­brei­tung die­ser Art war bis­her auf das nörd­li­che West­fa­len begrenzt, und es liegt nahe die­se Wan­de­rung nach Nor­den der glo­ba­len Erwär­mung zuzuordnen.

bookmark_borderKein Wunder ....

Im Titel steht es doch:
Man braucht 'inte­gra­ti­ve Medi­zin', wenig spä­ter als 'Kom­ple­men­tär­me­di­zin' bezeich­net und noch wei­ter unten im Arti­kel aus dem die­se Zei­len stam­men steht es dann ohne euphen­misti­sche Ver­brä­mung, "Homöo­pa­thie"

Nur kon­se­quent han­delt die Ärz­te­kam­mer hin­ge­gen wenn man es nüch­tern betrach­tet - was die Autoren­schaft der ver­link­ten Pres­se­mit­tei­lung, genannt "Phar­ma Deutsch­land", eine Lob­by­or­ga­ni­sa­ti­on der Her­stel­ler von die­sen unwirk­sa­men Kügel­chen, Sal­ben und Tink­tu­ren, die über­wie­gend in Baden-Würt­tem­berg ange­sie­delt sind, hef­tigst abstrei­tet. Die Ärz­te­kam­mer hat die Zusatz­be­zeich­nung "Arzt für Homöo­pa­thie" und alle damit ver­bun­de­nen Fort­bil­dun­gen gestri­chen oder abge­sagt. Wie die über­wie­gen­de Zahl der ande­ren bun­des­wei­ten Ärz­te­kanmmern auch.

Das Muster der Schwur­bel­schwat­zer ist im Arti­kel wie­der zu erkennen:
So ver­kom­pli­ziert aus­drücken wie es nur geht, mehr­fach das glei­che ausa­gen, mit ver­schie­de­nen *buzz-words* fül­len, das wird genü­gend beein­drucken, dann braucht man kei­ne fak­ti­schen Bewei­se mehr .... ach, und wenn doch danach gefragt wird kommt immer die Aus­sa­ge so oder ähnlich:
"Es wer­den mehr Stu­di­en gebraucht um die fein­stoff­li­che Wir­kung zu bestätigen .."
Bei Heil­prak­ti­kern wun­dert mich kaum noch die blan­ke Unwis­sen­heit - jedoch bei man­chen Medi­zi­nern fra­ge ich mich wie die durchs Stu­di­um gekom­men sind, die Prü­fun­gen bestan­den haben ...!

bookmark_borderNachtrag zu: INTERSEXUALITÄT

Mein Arti­kel zur Inter­se­xua­li­tät kann miss­ver­stan­den wer­den, wes­we­gen ich hier noch­mals dar­auf ein­ge­hen will. Eini­ge ergän­zen­de Zita­te aus einem sehr guten Arti­kel der bei "RUHRBARONE" zu lesen ist sind ein­ge­fügt um Wis­sen zu ergän­zen und mehr Klar­heit zu verschaffen.

Es geht dar­um zu ver­deut­li­chen, dass die Fest­stel­lung der Geschlech­ter in den Natur­wis­sen­schaf­ten stets und aus­schließ­lich aus den Chro­mo­so­men X und Y erfolgt. X Chro­mo­so­men sind weib­lich, Y Chro­mo­so­men sind männ­lich, und durch die Befruch­tung einer Eizel­le X mit einem Sper­mi­um Y oder X ent­steht ein neu­es Indi­vi­du­um, das ent­we­der das Merk­mal XX (weib­lich) oder XY (männ­lich) trägt.

Nun sind die Vor­gän­ge rund um Bil­dung der Eizel­len und Sper­mi­en sowie deren wei­te­re Ver­bin­dung zu einem neu­en Lebe­we­sen außer­or­dent­lich kom­plex - was dazu führt, dass es Fehl­ent­wick­lun­gen geben kann, die die­se Ein­deu­tig­keit ver­mis­sen las­sen. Eine sol­che Mög­lich­keit hat­te ich in dem Arti­kel mit Titel "Inter­se­xua­li­tät" vorgestellt.
XY Per­so­nen kön­nen bei einer Hor­mon­stö­rung [genau­er: Rezep­tor­sen­si­bi­li­täts­man­gel] eine weib­li­che, unvoll­stän­di­ge Ent­wick­lung durch­ma­chen, bei der eine Aus­bil­dung von Vagi­na und Ute­rus unter­blei­ben, kei­ne Eier­stöcke gebil­det wer­den, son­dern Hoden-Rudi­men­te im Abdo­men ver­blei­ben. Was die Aus­bil­dung sekun­dä­rer Geschlechts­merk­ma­le angeht gibt es sehr unter­schied­li­che Vari­an­ten die hier zu bespre­chen den Rah­men spren­gen wür­den. Allen For­men gemein­sam ist ledig­lich die Tat­sa­che, dass die­se Per­so­nen zwar wie Frau­en aus­se­hen, aber unfrucht­bar sind.

Hier nun ein Zitat aus der Abhand­lung von Frau Dr. Ant­je Jeli­nek in der sie die Absicht erläu­tert, mit der ihr Arti­kel ver­fasst wurde:

Die Ideo­lo­gi­sie­rung und der Dis­kurs über *Gen­der* sind natur­wis­sen­schaft­lich obso­let, es geht nicht um Fak­ten son­dern um Wunsch­den­ken, also Fik­ti­on.

Auch dazu ein Zitat:

Die ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen der äuße­ren Erschei­nungs­form im Ver­hält­nis zu den gene­ti­schen Rea­li­tä­ten fin­det man im ver­link­ten Arti­kel sehr aus­führ­lich dar­ge­stellt. Ich möch­te nur noch aus mei­ner Sicht hinzufügen:
Wenn in die­sem Land weni­ger "geglaubt und her­um gespon­nen", aber mehr "Fak­ten erforscht und bewie­sen" wür­den, spar­te das sehr viel Auf­wand und unnüt­ze Diskussion.
Zitat:

Sagt eine Natur­wis­sen­schaft­le­rin, hingegen:
Was soll man von den Men­schen in der Poli­tik erwar­ten, die noch nicht ein­mal ein Gym­na­si­um, geschwei­ge denn eine höhe­re Lehr­an­stalt von innen gese­hen haben? Die den­noch über alles & immer selbst­ge­recht, ja total selbst­ge­fäl­lig, bar jeden Selbst­zwei­fels entscheiden?

Sie­he hier­zu ins­be­son­de­re einen Arti­kel beim hpd zu einem Gesetz, das es nicht hät­te geben dür­fen:
"Selbst­be­stim­mungs­ge­setz: Der Spa­gat zwi­schen Befürch­tun­gen und indi­vi­du­el­ler Verwirklichung"

bookmark_borderChancengleichheit - eine Fiktion?

Mein Inter­es­se gilt der Fra­ge ob es denn über­haupt mög­lich sein wird "Chan­cen­gleich­heit" herzustellen.
Dazu zunächst zwei Anmerkungen:
Mei­ne Frau war Grund­schul­leh­re­rin, ich selbst war eine Zeit lang an einem Gym­na­si­um, dann an der Uni­ver­si­tät und spä­ter vie­le Jah­re in der betrieb­li­chen Erwach­se­nen­bil­dung tätig.

Eine Grund­fra­ge ist doch, ob es tat­säch­lich eine "Gleich­heit" in den Fähig­kei­ten der Men­schen gibt. Bedau­er­li­cher­wei­se wird die­se Fra­ge bei den mei­sten Ver­öf­fent­li­chun­gen total aus­ge­klam­mert, so, als ob es einen 'Ein­heits­men­schen' gäbe, auf des­sen Lei­stungs­fä­hig­keit und Lern­fä­hig­keit abge­stellt man nur die Bil­dung aus­rich­ten müs­se um Allen die glei­chen Chan­cen zu ermöglichen.

Mir kommt es so vor, dass das Bestre­ben nach "Gleich­heit" dem Bild ent­spricht man wol­le ein Haus bau­en, des­sen Fun­da­ment man nur vage beschrei­ben kann, und des­sen vor­han­de­nen Eigen­schaf­ten man nur erahnt, sich wünscht, oder nur von einer klei­nen Zahl der Gesamt­ko­hor­te tat­säch­lich fak­tisch erfas­sen konnte.

Das führt doch unwei­ger­lich zum 'Sto­chern im Nebel', anders gesagt: zu einer stän­di­gen Spi­ra­le von Annah­men und Erpro­bun­gen. So, wie wir sie seit Jahr­zehn­ten in den ver­schie­den­sten Aus­prä­gun­gen in Deutsch­land sehen, und was bedau­er­li­cher­wei­se nicht dadurch bes­ser wird, dass jedes Bun­des­land sein eige­nes Süpp­chen kocht.

Wären die man­nig­fal­ti­gen Wege tat­säch­lich ange­mes­sen gewe­sen, so hät­ten wir doch nach den Refor­men und Umstel­lun­gen der ver­gan­ge­nen 50 Jah­re ein sehr viel bes­se­res Bild vor­lie­gen als es den tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­sen entspricht.

Das Grund­übel scheint die­ses Scheu­klap­pen-Den­ken im Bil­dungs­be­reich zu sein, nach dem jedes Kind jede Lei­stung erbrin­gen kann - wenn man nur erkann­te / ver­mu­te­te Hür­den schleift und einen indi­vi­du­el­len För­der­an­satz lei­stet. Das war - und ist! - ein Wunsch­den­ken, das in der Wirk­lich­keit kei­ne Ent­spre­chung hat.

Wie beob­ach­tet wer­den kann sind Kin­der unter­schied­lich kör­per­lich lei­stungs­fä­hig. Da sind die mei­sten Men­schen sofort ande­rer Mei­nung und wenn man sehen­den Auges durch die Welt geht wird man zustim­men müs­sen. Trotz­dem wird unter­stellt, das trä­fe auf intel­lek­tu­el­le Lei­stung nicht zu, alle könn­ten Alles werden ..!

Als Bio­lo­ge sage ich dazu:
Nein, das wider­spricht der Grund­ord­nung der beleb­ten Welt.

Sie ken­nen sicher die Gauss'sche Ver­tei­lung, auch als *Glocken­kur­ve* bezeichnet.
[WIKIPEDIA]
Alle bio­lo­gi­schen Syste­me las­sen sich grund­sätz­lich dar­auf zurück­füh­ren. Für jede Eigen­schaft gibt es Maxi­ma und Mini­ma, dazwi­schen eine unter­schied­lich brei­te Zone der Ver­schie­den­heit der Individuen.

Neh­men wir an, es geht um die Lese­fä­hig­keit. Dann sagt die­se Kur­ve es gibt Men­schen die die Fähig­keit haben außer­or­dent­lich gut lesen kön­nen - und auf der ande­ren Sei­te der Kur­ve sol­che, die über­haupt nicht lesen kön­nen. Selbst wenn man die schlech­te­re Sei­te danach unter­teilt was die Ursa­che für die­se Schwä­che sein kann (krank­haf­te oder gene­ti­sche visu­el­le Stö­rung, Unfä­hig­keit zum Trans­fer von der Form in Spra­che, man­gel­haf­te Zei­chen­er­ken­nung bzw. Sinn­haf­tig­keit, etc.). Kei­ne von die­sen - hier nur bei­spiel­haft benann­ten - Schwä­chen lässt sich durch päd­ago­gi­sche Maß­nah­men behe­ben. Es sind unver­än­der­ba­re gene­ti­sche Eigen­schaf­ten die­ser Per­son, so wie Haar­far­be oder Körpergröße.

Die Mas­se der Fäl­le liegt mit­tig, in einem Bereich von ± 34%, deckt dem­nach ca. 70% der Fäl­le ab. Zur bes­se­ren oder schlech­te­ren Sei­te hin kom­men dann je 13% guter oder min­de­rer Lei­stung (die auf der schlech­ten Sei­te gera­de noch aus­rei­chend sein mag), und dann (-) die hoff­nungs­lo­sen Fäl­le, bzw. die Überflieger (+).

Ganz knapp zusammengefasst:
68% brau­chen eine gewis­se Varia­ti­on in der Schu­lung ihrer Fer­tig­kei­ten. 13% sind sol­che Fäl­le, bei denen 80% Auf­wand gegen­über den 20% im Mit­tel­feld auf­ge­bracht wer­den muss - und das ohne Aus­sicht oder Hoff­nung auf Bes­se­rung. Etwas mehr als 2% sind total hoff­nungs­lo­se Fälle.

Das Ver­spre­chen "Alle kön­nen Alles wer­den" ist vor dem Hin­ter­grund die­ser Schil­de­rung absurd. Trotz­dem wird seit Jahr­zehn­ten an der Über­zeu­gung fest­ge­hal­ten. Es wäre an der Zeit den Tat­sa­chen in die Augen zu sehen und den stol­zen Eltern zu vermitteln:

Nicht jedes Kind kann Pro­fes­sor wer­den - und mög­li­cher­wei­se ist das ihr Kind.



Die gene­ti­schen Grund­la­gen sind es, die das "Sein" bestim­men. Sie sind die Gren­zen für das Indi­vi­du­um. Ein Trost mag sein, dass auch min­der­be­gab­te Men­schen ein erfüll­tes Leben genie­ßen kön­nen. Nur soll­ten deren Eltern nicht den Ehr­geiz haben vom Schul­sy­stem das Unmög­li­che zu ver­lan­gen.
 

bookmark_borderVon Rückzugsgefechten in Sachen Homöopathie

Wer sich in der Poli­tik unse­res Lan­des aus­kennt und sie seit Jah­ren beob­ach­tet hat weiß, wel­che Kri­te­ri­en erfüllt sein müs­sen um ein Vor­ha­ben in die Tat umzu­set­zen. Meist ver­ge­hen Jah­re, sel­te­ner Mona­te, bis ein Gesetz ange­nom­men wird, ver­ab­schie­det ist, und schließ­lich sei­ne Wir­kung entfaltet.

Seit Jah­ren wird ver­sucht die durch kei­ner­lei Bewei­se pro­pa­gier­te Homöo­pa­thie als gleich­be­rech­tigt neben der klas­si­schen Medi­zin zu eta­blie­ren. Doch, "O Wun­der!", da rei­be ich mir die Augen wenn ich an ver­schie­de­nen Stel­len lese:


Das war am Don­ners­tag, 11 Janu­ar 2024.

oder dies:

Danach kam sofort als Reaktion:
Vehe­men­te Gegen­re­ak­tio­nen der ein­schlä­gig inter­es­sier­ten Quack­sal­ber, der Her­stel­ler von teu­ren Pla­ce­bo-Zucker­kü­gel­chen und sogar einem Teil der Ärz­te­schaft mit der Zusatz­be­zeich­nung "Arzt für Homöo­pa­thie".

Oder das Kostenargument:

Da gibt es nur eine Antwort:


Für "Null" Wir­kung sind 6,6 Mil­lio­nen Euro ein Skandal!

Alt­be­kann­te Argu­men­ta­ti­on zwi­schen "Wer heilt hat recht" und "Aber mir hat es doch gehol­fen" - nur gibt es nach wie vor kei­ne Bewei­se für die Wir­kung, alle Ver­laut­ba­run­gen sind anek­do­tisch oder ver­fälscht, kei­ne nach den Regeln der Wis­sen­schaft durch­ge­führ­ten Stu­di­en die einer kri­ti­schen Prü­fung stand halten .... 

[Quel­le]


"Ideen" gibt es genug - was fehlt sind hand­fe­ste Beweise!

Schon gibt es Ver­laut­ba­run­gen Ein­schrän­kun­gen zu machen, das strik­te "NEIN" in ein zögern­des "JEIN" zu wan­deln - eine Kon­zes­si­on an die Wun­der­gläu­bi­gen, die es nicht ver­ste­hen kön­nen, dass Wis­sen­schaft nicht zu dis­ku­tie­ren son­dern 'ohne wenn und aber' zu akzep­tie­ren ist. Unumstößlich.

bookmark_border*überproportional*

Zitat:

".. Anhän­ger der Repu­bli­ka­ner in den USA leben gefähr­lich: Weil sich unter ihnen über­pro­por­tio­nal vie­le Impf­geg­ner befin­den, war die Über­sterb­lich­keit nach COVID-19-Infek­ti­on deut­lich höher als unter den Wähler:innen der Demo­kra­ten. Das haben For­scher an der renom­mier­ten Yale Uni­ver­si­tät herausgefunden.
Die Stu­die zeigt:
Popu­lis­mus ver­kürzt das Leben .."

Wesent­li­che Erkennt­nis­se brau­chen im Wis­sen­schafts­be­reich manch­mal etwas län­ger - zumin­dest wenn nach aner­kann­ten Regeln gear­bei­tet und geforscht wird.

Schon wäh­rend der Pan­de­mie hat­te ich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Ster­be­ra­te der Nicht-Geimpf­ten, meist Impf­geg­ner, mit hoher Wahr­schein­lich­keit die der Geimpf­ten über­stei­gen wird [sie­he Links wei­ter unten auf der Sei­te]. Was nun in der oben ver­link­ten Stu­die der Yale Uni­ver­si­tät nach­ge­wie­sen wurde.

Ich erwar­te - nach wie vor - nicht, dass die Impf­geg­ner ihre ver­bohr­te Igno­ranz zuge­ben und sich bei all denen ent­schul­di­gen, die sie in die Irre geführt haben und so deren Siech­tum bis hin zum Tod in Kauf nahmen.


- Ein Zei­chen wirk­li­cher Intelligenz ....
- Fal­sche Zuord­nun­gen, man­gel­haf­te Logik, wis­sen­schafts­feind­li­che Rhetorik ....
- Ver­gleichs­wei­se (№ 04)

bookmark_borderHeads they win, tails we lose.

"Big Oil" sagen die Ame­ri­ka­ner, ich möch­te es auf "Big Ener­gy" erwei­tern, hat die Kar­ten seit Jahr­zehn­ten so gemischt, dass es immer nur einen Gewin­ner gab: Die Korporationen!

Die Ver­brau­cher wur­den über die Fol­gen getäuscht, neben den Umwelt­schä­den durch Ver­bren­nung von seit Jahr­tau­sen­den in der Tie­fe des Pla­ne­ten gespei­cher­tem CO2 gleich­sin­nig über die angeb­li­che Gefahr von Fet­ten, ins­be­son­de­re der But­ter, sowie der vor­geb­li­chen Harm­lo­sig­keit von Zucker. Was sich Alles nach wis­sen­schaft­li­chen Kri­te­ri­en nie bele­gen ließ, jedoch durch geschick­tes Mar­ke­ting lan­ciert die Köp­fe der Bevöl­ke­rung so ver­stopf­te, dass sie nicht mehr in der Lage war das Lügen­ge­bäu­de als sol­ches zu erken­nen und sich dage­gen zu weh­ren .... mit eini­gen weni­gen Aus­nah­men, so wie ein klei­nes gal­li­sches Dorf sich gegen die Römer stemmte.

Sie ken­nen mei­ne The­se - die ich hier oft bespro­chen habe - es sei eine grund­le­gen­de Struk­tur in vie­len Abläu­fen zu erken­nen und die­se sei nähe­rungs­wei­se mit einer Expo­nen­ti­al­kur­ve¹,²,³ zu beschrei­ben. Fol­ge also einem mathe­ma­ti­schen Modell, des­sen Grund­ei­gen­schaft es ist, erst ganz am Ende einer Ent­wick­lung eine dra­sti­sche Ände­rung der Gleich­ge­wich­te sicht­bar wer­den zu lassen.

Wis­sen­schaft­ler haben in ver­gleichs­wei­se klei­nen, abge­schot­te­ten Zir­keln schon immer die Gefah­ren des Raub­baus an der Natur beklagt - es jedoch - wie der Teu­fel das Weih­was­ser - ver­mie­den, sich der all­ge­mei­nen Bevöl­ke­rung zu öff­nen und vor den her­an­zie­hen­den Gefah­ren zu war­nen. Ein kürz­lich in der WP (Washing­ton Post) erschie­ne­ner Arti­kel stellt nun bild­lich dar, wie sich die Ver­öf­fent­li­chun­gen in den letz­ten Jah­ren gehäuft haben die von Not­wen­dig­keit einer drin­gen­den Umkehr han­deln und zu einem dra­sti­schen Umden­ken auffordern.

Schau­en Sie sich 'mal die Dar­stel­lung an und legen Sie in Gedan­ken eine Kur­ve an die Spit­ze der jewei­li­gen Balken: 



Her­aus kommt .... eine Exponentialkurve!

Wie immer allerdings:
Zu wenig, zu zahm, und vor allem zu spät.
Wir sind über den Kipp-Punkt (point-of-no-return) hin­aus.

Da bleibt nur noch die Musik­tex­te zu bemühen:
"For what it's worth, it was worth all the while".
".. It's some­thing unpre­dic­ta­ble, but in the end is right I hope you had the time of your life .."
[„.. Es ist etwas Unvor­her­seh­ba­res, aber am Ende ist es rich­tig. Ich hof­fe, du hat­test die (beste) Zeit dei­nes Lebens ..“]

bookmark_borderMal mehr, mal weniger.

Die letz­ten Wochen inten­siv und davor schon ein paar Mona­te so neben­bei habe ich mich mit dem The­ma Solar­an­la­gen befasst. Es ist recht viel Infor­ma­ti­on auf allen Kanä­len, aber da tum­meln sich vie­le *Macher*, die wenig Ahnung von den Not­wen­dig­kei­ten haben, die so ein Unter­richt mit sich bringt - will sagen:
Es trennt sich schnell die Spreu vom Wei­zen und man erkennt, dass es gleich­sin­nig an Kom­pe­tenz zum The­ma fehlt.

Zwei Hin­wei­se möch­te ich gern geben:

- zuerst eine Rei­he von Unter­rich­ten des Köl­ner Pro­fes­sors Dr. Ulf Blieske der das The­ma sehr gründ­lich, kom­pe­tent und mit Medi­en gut dar­ge­stellt erklärt. An man­chen Stel­len muss­te ich zwei­mal das Video durch­lau­fen las­sen weil ich es beim ersten Lauf nicht auf­ge­nom­men habe.
[Zur Über­sicht der Vide­os → Kurs Pho­to­vol­ta­ik] Ab Video # 15 wird es für Lai­en inter­es­sant, wer mehr über Grund­la­gen der Tech­nik und Che­mie ler­nen will soll­te bei #1 anfan­gen. Die aus­la­den­de Gestik ist manch­mal ein wenig zu viel. Da könn­te die Vor­le­sung ins­ge­samt gewin­nen wenn sich das ein­schrän­ken liesse.

- Zwei­tens habe ich mir ange­se­hen wie die Son­nen-Auf- und -unter­gangs-Zei­ten abge­bil­det auf ein Gelän­de aus­se­hen.
Es geht dort dar­um, den tat­säch­li­chen Son­nen­stand im Süden zu bestim­men, nicht die magne­ti­sche Süd bzw. Nordrichtung.
Nach die­sem tat­säch­li­chen Son­nen­ver­lauf wer­den Solar­an­la­gen ausgerichtet.
Erstaunt hat mich wie weit das besonn­te Are­al sich durch die Jah­res­zei­ten unter­schei­det. Eine Abbil­dung der Gren­zen der Ein­strah­lung ist mit roter und grü­ner Linie dargestellt.