bookmark_borderAufforderung zur Blasphemie [2018]

Über­set­zung
» Per­sön­lich hal­te ich Blas­phe­mie für ehren­haft und ehr­lich. Es ist eine Pflicht den­ken­der Men­schen, Skep­sis gegen­über über­na­tür­li­chem Hokus­po­kus auszudrücken.
Aber Zwei­fel an Göt­tern haben seit Jahr­tau­sen­den Hin­rich­tun­gen, Mor­de, Stei­ni­gun­gen, Ver­bren­nun­gen und ande­re Stra­fen ver­ur­sacht. Gläu­bi­ge sind so emp­find­lich hin­sicht­lich ihrer Dog­men, dass sie manch­mal die töten, die sie in Fra­ge stellen.
Noch vor zwei Jahr­hun­der­ten herrsch­te - mei­ne Güte! - in Euro­pa sol­cher Wahn­sinn. Und der­sel­be Wahn­sinn hin­dert noch heu­te die mus­li­mi­sche Welt am Gedeihen.
Gegen­wär­tig schrei­ben 13 isla­mi­sche Natio­nen den Tod für Athe­is­mus vor, und die Ankla­ge wegen Blas­phe­mie löst Gräu­el aus.
«

Es kann nicht oft genug erwähnt werden:
Nicht die 'rei­ne Leh­re' der ver­schie­de­nen Reli­gio­nen tötet, son­dern Jene, die deren Aus­le­gung unver­än­dert in die Moder­ne über­nom­men haben und sie heu­te noch, nach mehr als 2000 Jah­ren, zwin­gend zur Lebens­grund­la­ge machen. 

Äch­tung oder Boy­kott sol­cher Umstän­de wären bestimmt angebracht.
Doch unse­re Poli­ti­ker wol­len uns weis­ma­chen, dass "Wan­del durch Han­del" Erfolg bringt. Das bringt ledig­lich eini­gen Unter­neh­men Pro­fi­te und den Par­tei­en Spen­den - geän­dert hat sich in den gut 50 Jah­ren die ich das bewußt über­blicke •••• nichts!

∘ ∘ ∘ ∘ ∘

Wer Eng­lisch lesen kann, dem sei der kom­plet­te (ver­link­te) Text empfohlen.

Wei­te­re Quel­len zum Thema
→ https://www.deutschlandfunk.de/atheismus-die-aechtung-der-unglaeubigen.1148.de.html?dram:article_id=376766
→ https://www.mena-watch.com/warum-atheismus-im-arabischen-raum-als-groesste-gefahr-gilt/
→ https://www.igfm.de/abfall-vom-islam/

bookmark_borderRaus aus der Ecke ...!

Es gab eine Zeit, in der war es nicht beson­ders klug sich gegen den Strom zu bewe­gen. Es sei denn man war bereit sein Leben zu ris­kie­ren. Das war die Zeit die nur noch weni­ge heu­te Leben­de - und wenn, dann als Kin­der - mit­ge­macht haben:
Die Zeit des soge­nann­ten "Drit­ten Reichs".

Im Osten der jet­zi­gen Repu­blik gab es nach '49 die DDR, in deren Gren­zen es auch nicht gut oder klug war sich gegen den Strom, sprich: "Deut­schen Sozia­lis­mus", mit einem stark bie­der-bür­ger­li­chen Ein­schlag, aus­zu­spre­chen. Man 'arran­gier­te' sich, mach­te Tausch­ge­schäf­te um die man­gel­haf­te Zutei­lung und Plan­wirt­schaft abzu­mil­dern .... und leb­te anson­sten ohne vie­le Illu­sio­nen in den durch das System, das Régime gesetz­ten Grenzen.

Ähn­lich war es - aller­dings bestimmt nicht lebens­ge­fähr­lich - in den Anfangs­jah­ren der Bun­des­re­pu­blik sich als "links" und/oder "ungläu­big" zu 'outen'. Das waren die Zei­ten, in denen die Kir­chen­zu­ge­hö­rig­keit über 90% betrug. Die Kol­la­bo­ra­ti­on der gro­ßen Kir­chen mit dem Hit­ler­reich wur­de nach und nach offen­bar und führ­te zu einem ersten Schub an Aus­trit­ten, der sich in den spä­ten Sech­zi­gern stei­ger­te und bis heu­te dazu geführt hat, dass es (jeweils) weni­ger evan­ge­li­sche und katho­li­sche Kir­chen­mit­glie­der gibt als Men­schen, die sich als "Athe­isten", "Huma­ni­sten" oder "Agno­sti­ker" bezeichnen.

Wis­sen hat den Glau­ben ersetzt, und das ist eine sehr erfreu­li­che Ent­wick­lung. Vor allem des­we­gen, weil damit ein Plus an per­sön­li­cher Frei­heit ein­her geht. Frei­lich, weil dazu gehö­rig, auch mit grö­ße­rer per­sön­li­cher Verantwortung.

Stel­len Sie sich selbst die Frage:
Wann war ich zuletzt in einer Kirche?

Wenn das höch­stens ein­mal im Jahr zu Weih­nach­ten war sind Sie schon der­art "kir­chen­fern", dass der Voll­zug des Aus­trit­tes längst über­fäl­lig war ....

Mein Appell an alle noch zöger­li­chen, aber 'aus­stiegs­wil­li­gen' oder 'aus­stiegs­rei­fen' Men­schen ist daher:
Tre­ten Sie jetzt aus, es wird ihnen weder per­sön­lich noch gesell­schaft­lich scha­den - Sie dür­fen aller­dings sicher sein, dass Sie nicht mehr Teil eines zer­fal­len­den, ver­rot­te­ten und grund­sätz­lich sich selbst am mei­sten die­nen­den Geld­schöp­fungs­sy­stem sind.

Es ist an der Zeit, dass die Ein­fluß­nah­me der auf weni­ger als die Hälf­te der Bevöl­ke­rung geschrumpf­ten "christ­li­chen" Reli­gio­nen end­lich been­det wird. Die Mit­glieds­zah­len bil­den - dar­ge­stellt in meh­re­ren Unter­su­chun­gen - nicht mehr die tat­säch­li­chen "Gläu­bi­gen" ab, da Vie­le nur noch auf dem Papier einer Glau­bens­ge­mein­schaft angehören.

bookmark_borderMit Wissenschaft tun sich selbst Wissenschaftler schwer

Weil Wis­sen­schaft­ler auch nur Men­schen sind müs­sen sie sich immer wie­der fra­gen, ob sie wirk­lich unvor­ein­ge­nom­men ein The­ma bear­bei­ten - weil die wich­tig­ste Vor­aus­set­zung ist, eine ergeb­nis­of­fe­ne Fra­ge­stel­lung auch ergeb­nis­of­fen durchzuführen.
Im Fol­gen­den habe ich noch­mal eini­ge The­men zusam­men­ge­faßt, die ich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bespro­chen habe, und die sich mit Wis­sen­schaft und den zuge­hö­ri­gen Pro­ble­men befassen.

bull­shit-Wis­sen­schaft
Auch wenn es immer wie­der (angeb­lich) bestä­tigt wird: Erlern­te Eigen­schaf­ten wer­den NICHT vererbt.

Von Pseu­do­wis­sen­schaf­ten ....
"Gen­der Stu­dies" sind Schwa­fel­fä­cher mit einer Wer­tig­keit wie der Krea­tio­nis­mus - auch "Pipi-Langstrumpf"-Fächer [Ich mach die Welt wie sie mir gefällt]

Miß­brauch­te Wissenschaft
Hier geht es um den Anschlag auf das World Trade Cen­ter und was die Wis­sen­schaft dazu sagt.

Wis­sen­schaft
Hier geht es dar­um den wis­sen­schaft­li­chen Pro­zeß zu erklä­ren, lai­en­ver­ständ­lich, um Vor­ur­tei­le abzubauen.

Wis­sen­schaft & Erfolgsmessung
Stimmt es, dass Bewer­tung einer Vor­le­sung oder eines Semi­nars die "aka­de­mi­sche Frei­heit" ein­schränkt? Eini­ge The­sen dazu.

Wis­sen­schaft­li­cher Fortschritt
Was haben Feld­ham­ster, Gier nach Geld und der nied­li­che "Knut"(†) aus Ber­lin mit­ein­an­der zu tun? 

Wis­sen­schaft ....
"Gos­sen­blog­ger" sind zwar nicht direkt Gegen­stand der Wis­sen­schaft, aber ....

Wie ver­rin­gert man natur­wis­sen­schaft­li­che Kenntnisse ....
Zuviel Bil­dung - vor allem in den Natur­wis­sen­schaf­ten - führt dazu, dass Men­schen zu viel den­ken und unbe­que­me Fra­gen stel­len - was macht also die Poli­tik, wenn sie weni­ger davon haben will aber es nicht laut sagen kann?


Wis­sen­schaft mal nicht ganz so ernst genommen:

 

Zum Abschluß noch zum Unter­schied zwi­schen den Natur­wis­sen­schaf­ten - ganz ein­fach erklärt als "Schnell-Defi­ni­ti­on"¹:

  • If it is green or it wig­gles -- it is Biology. 
  • If it stinks or explo­des -- it is Chemistry. 
  • If it doesn't work -- it is Physics.
  • If it doesn't make sen­se - it is Math.
  • And if it real­ly rocks - it is Geology.

Über­set­zung

  • Wenn etwas grün ist und/oder zap­pelt -- ist es Biologie. 
  • Wenn etwas stinkt oder explo­diert -- ist es Chemie. 
  • Wenn etwas nicht funk­tio­niert -- ist es Physik.
  • Wenn etwas unver­ständ­lich ist -- ist es Mathematik.
  • Und wenn es wirk­lich rockt -- ist es Geologie.

Das ist doch bestimmt ein­fach zu mer­ken .... und ich erin­ne­re mich dabei gern an mei­nen Phy­sik­leh­rer der Ober­stu­fe. Der sag­te näm­lich vor jedem Ver­such " .. und wenn alles klappt, dann sehen Sie .. ", doch meist sah man nichts und er erklär­te genau was man hät­te sehen sol­len. Spä­ter, im Stu­di­um, wur­den vie­le die­ser Ver­su­che im Grund­kurs noch­mal aus­ge­führt - und da hat es immer funktioniert!

¹ [Mehr davon HIER; von dort mit gering­fü­gi­ger Ände­rung übernommen]

bookmark_borderKatholische Menschenfeinde und tumbe fränkische (und andere süd- und nordwestdeutsche) Herrscher ....

.. Ohne Kul­tur­ein­rich­tun­gen, ohne Gar­ni­so­nen und Beam­ten­schaft bricht in Mit­tel­eu­ro­pa die gesam­te nicht-kle­ri­ka­le Stadt­kul­tur zusam­men. Wäh­rend die Römer einen gan­zen Kon­ti­nent mit einer berau­schen­den Stadt­kul­tur über­zie­hen, die Ara­ber, wo immer sie sich ansie­deln, schein­bar aus dem Nichts blü­hen­de Städ­te zau­bern, schaf­fen es Kir­che und frän­ki­sche Herr­scher, das urba­ne Erbe in eine städ­te­lo­se Agrar­land­schaft mit ein­ge­spren­gel­ten Bischofs­sit­zen zu ver­wan­deln. Karl "der Gro­ße" resi­diert nicht mehr in einer Haupt­stadt, son­dern aus dem Sat­tel. Beglei­tet von sei­ner Hof­e­qui­pa­ge auf Och­sen­kar­ren, zieht er mit Sack und Pack von einer Pfalz in die näch­ste und ver­bringt sei­nen Lebens­abend in einem Eifel-Kaff, rund tau­send Kilo­me­ter vom Mit­tel­meer ent­fernt, auf den Resten einer von den Römern ver­las­se­nen Ther­me, unter dem Namen "Aachen" bekannt. Sein Königs­hof wäre im römi­schen Reich besten­falls den Ansprü­chen eines Pro­vinz­gou­ver­neurs gerecht gewor­den .. So ist der Katho­li­zis­mus eine Reli­gi­on sui gene­ris, .. ver­ord­net .. In einer ein­sa­men Ent­schei­dung, .. Durch einen Erlass vom 28. Febru­ar 380, der Euro­pa fast 1500 Jah­re lang beherrscht und des­sen Wir­kung bis in die Spit­zen Süd­ame­ri­kas reicht. Ohne die­ses Gesetz wäre die Geschich­te anders ver­lau­fen, nicht zwangs­läu­fig fried­li­cher, aber wohl weni­ger erbar­mungs­los, ohne Kreuz­zü­ge, die bis heu­te die Bezie­hun­gen zwi­schen Ori­ent und Okzi­dent auf trau­ma­ti­sche Wei­se prä­gen, ohne Zwangs­tau­fen und Indi­ces ver­bo­te­ner Bücher, ohne Inqui­si­ti­on, Hexen­ver­bren­nung, Juden­ver­fol­gung, ohne Reli­gi­ons­krie­ge und ohne reli­gi­ös begrün­de­te Ein­schrän­kung des Wissenschaftsbetriebes .. 
[Quel­le]

Die Reprä­sen­tan­ten die­ser Un-Kul­tur, ver­lan­gen auch heu­te noch eine Son­der­stel­lung, sei es in Schu­len unter ihrer Obhut, von Steu­er­gel­dern bezahlt, oder in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen, eben­falls über­wie­gend aus Steu­er­mit­teln finan­ziert, und in der Poli­tik. Frau­en- und men­schen­feind­lich gegen Alle, die nach der kirch­li­chen Les­art "anders" den­ken als es der katho­li­schen Kir­che paßt.

Der Sturz des Herrn Kau­der ist hof­fent­lich ein Signal, dass der kirch­li­che Ein­fluß in der Poli­tik all­mäh­lich als unge­sund erkannt wird und sich eine Oppo­si­ti­on dage­gen auf­tut. Wie im zitier­ten Text dar­ge­stellt sind es vor allem die süd­deut­schen Regio­nen, die frü­her wie heu­te eine pie­ti­sti­sche, rück­wärts­ge­wand­te Reli­gi­ons­schwär­me­rei pfle­gen und aus die­ser her­aus frem­den­feind­lich, men­schen­feind­lich und fort­schritts­feind­lich eing­stellt sind - und die Hoch­bur­gen der CDU / CSU im Lan­de dar­stel­len, mit den Fol­gen der zähen Ver­lang­sa­mung allen Fort­schritts der nicht in ihr enges christ­li­ches Gedan­ken­kor­sett paßt. Nicht zu ver­ges­sen die Hei­mat unse­res Herrn Gesund­heits­mi­ni­sters ["Ein Gesund­heits­mi­ni­ster den sie kau­fen kön­nen!"], das Grenz­ge­biet zu den Nie­der­lan­den, das Mün­ster­land, in dem noch heu­te die Pfaf­fen fast unbe­grenz­ten Ein­fluß haben, weil die land­wirt­schaft­lich struk­tu­rier­te Gegend nicht gera­de die hell­sten Köp­fe behei­ma­tet, die sol­chen Hokus-Pokus noch glau­ben. Und weil ande­rer­seits die Poli­tik davon pro­fi­tiert wenn die Kir­chen dafür sor­gen, dass sie an der Macht blei­ben. Das sind Gegen­den, in denen die CDU noch 60% der Wäh­ler hin­ter sich hat.
Schwer­fäl­li­ge Den­ker sind eben über­wie­gend CDU/C­SU-Wäh­ler.

Es wird Zeit, die­se Fin­ster­nis des Den­kens zurück zu las­sen, vor allem auch weil ihre Reprä­sen­tan­ten sich selbst zu fast der Hälf­te ihrer "Amts­trä­ger" auf der unter­sten gesell­schaft­lich geäch­te­ten Ebe­ne der Kri­mi­na­li­tät, näm­lich der gegen wehr­lo­se Kin­der und Jugend­li­che zur Aus­le­bung einer ver­kork­sten Sexua­li­tät bewegen.

Von sol­chen mie­sen Cha­rak­te­ren, die ihre Sexua­li­tät nicht zügeln kön­nen und sie an den Schwäch­sten aus­le­ben, sol­len wir uns heu­te noch Sit­te & Moral pre­di­gen lassen?

Nur damit ich nicht falsch inter­pre­tiert werde:
Es gibt bestimmt eben­so vie­le ehren­wer­te, völ­lig unschul­di­ge Prie­ster - aber das macht die Ver­ge­hen der Schul­di­gen nicht wett. Das ändert nichts an der Geheim­nis­tue­rei der obe­ren Wür­den­trä­ger bis hin in den Vati­kan, die Ver­tu­schung und Ver­set­zung von Ver­ant­wort­li­chen noch immer für eine "Lösung" sol­cher Ver­bre­chen hal­ten. Solan­ge die Unschul­di­gen es nicht schaf­fen die Sit­te & Moral wie­der her­zu­stel­len, auch gegen den Wider­stand der Hier­ar­chie, so lan­ge machen sie sich mit schuldig.

Ande­re Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, das sei noch hin­zu­ge­fügt, soll­ten schon ein­mal anfan­gen ihre eige­nen Wür­den­trä­ger zu prü­fen und sich zu fra­gen, ob es nicht der gesun­de Men­schen­ver­stand nahe­legt, dass auch in ihren Rei­hen sich der­ar­ti­ge Mis­se­tä­ter befin­den! Sie kön­nen sich ange­sichts des Aus­ma­ßes an Ver­ge­hen in einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft nicht zurück­leh­nen und sagen "Ach du hei­li­ger Flo­ri­an - ver­schon mein Haus, zünd and­re an!" [die­se Les­art stammt von mei­ner Groß­mutter] und etwa anneh­men bei ihnen sei das so völ­lig anders ....

bookmark_borderZur Frage von Fachkompetenz

Bekla­gens­wer­te Fehl­grif­fe bei der Beur­tei­lung von Per­so­nen sind im pri­va­ten Leben nicht unbe­dingt pro­ble­ma­tisch. Aller­dings sieht das grund­sätz­lich anders aus wenn es um Auf­trit­te vor grö­ße­rer Öffent­lich­keit geht. Da kann ein Fehl­griff hin­sicht­lich eines "aus­ge­wie­se­nen Exper­ten" schon recht unan­ge­neh­me Aus­wir­kun­gen haben.

Gemein­hin geht man davon aus, dass ein stu­dier­ter und pro­mo­vier­ter Fach­mann eine brei­te Exper­ti­se in sei­nem Fach­ge­biet hat. Das kann, muß aller­dings nicht auto­ma­tisch kor­rekt sein.

Neh­men wir bei­spiels­wei­se einen pro­mo­vier­ten und habi­li­tier­ten Che­mi­ker. Der wird über die Che­mie im All­ge­mei­nen und über sein Pro­mo­ti­ons­the­ma im Beson­de­ren fun­diert Bescheid wis­sen. Wenn es um sein Spe­zi­al­ge­biet - durch Habi­li­ta­ti­on nach­ge­wie­sen - geht, gibt es wohl nicht vie­le Men­schen auf der Welt, die sich da mit ihm mes­sen kön­nen. Sol­che The­men bedin­gen außer­or­dent­lich spe­zia­li­sier­te Fach­kennt­nis­se, die so tief in die Mate­rie ein­drin­gen, dass sie bestimmt mit Recht als "Nischen­wis­sen" ein­ge­stuft wer­den können.

Jetzt stel­len wir uns vor, ein Pro­gramm­ver­ant­wort­li­cher sucht einen Che­mi­ker der zur glo­ba­len Erwär­mung etwas sagen soll. Da wis­sen die mei­sten Men­schen, dass es etwas mit CO2, Stick­oxi­den und Schwe­fel­ver­bin­dun­gen zu tun hat. Ganz ver­sier­te wis­sen zudem, dass auch Schwer­me­tal­le in Abga­sen ein nen­nens­wer­tes Pro­blem für die Umwelt darstellen. 

Da ist der Fach­wis­sen­schaft­ler in einer Zwickmühle:
Einer­seits hat er natür­lich ver­tief­te Kennt­nis­se zu der Inter­ak­ti­on von che­mi­schen Sub­stan­zen - ande­rer­seits feh­len ihm Kennt­nis­se hin­sicht­lich der Beur­tei­lung von meter­eo­lo­gi­schen Abläu­fen, die eine Kon­zen­tra­ti­on oder Redu­zie­rung bestimm­ter Stof­fe beeinflussen.

Ein ver­ant­wor­tungs­be­wuß­ter Wis­sen­schaft­ler wird in einer sol­chen Situa­ti­on drauf ver­wei­sen wo sei­ne Gren­zen der Exper­ti­se lie­gen - und im Zwei­fel davon Abstand neh­men sich öffent­lich dazu zu äußern. Wir Alle ken­nen aber das Gegen­teil - und Men­schen tun schon ver­rück­te Din­ge nur um ein­mal im Ram­pen­licht ste­hen zu können ....

Betrach­ten wir jetzt ein­mal einen ande­ren Bereich, die Gei­stes­wis­sen­schaf­ten. Da zu unter­schei­den wer wel­che Exper­ti­se besitzt ist bei wei­tem schwie­ri­ger als bei den Naturwissenschaften.

Dass ein bekann­ter und pro­mo­vier­ter, gar habi­li­tier­ter und ver­öf­fent­lich­ter Autor Vie­les weiß und dazu etwas sagen kann ist klar. Aber wird er stets, in jedem gei­stes­wis­sen­schaft­li­chen Fach, wis­sen, wovon er redet ...? Häu­fig wird argu­men­tiert, dass ein Wis­sen­schaft­ler x Zita­te hat, und des­we­gen glaub­wür­di­ger sei als jemand, der zwar eben­falls (bei­spiels­wei­se) Psy­cho­lo­gie stu­diert hat, aber nur einen Bache­lor­ab­schluß erreich­te und nir­gend­wo zitiert wurde. 

Wenn aber das The­ma Phi­lo­so­phie oder Poli­tik ist?! Nein, aka­de­mi­sche Auto­ri­tät funk­tio­niert nicht so, dass Auto­ri­tät in einem Fach gleich­zei­tig Auto­ri­tät in wei­te­ren, rand­stän­di­gen Fel­dern bedeu­tet! Wer Psy­cho­lo­gie stu­diert hat und sich dort eines her­vor­ra­gen­den Rufes erfreut kann - und wird wahr­schein­lich - in der Anthro­po­lo­gie, der Phi­lo­so­phie, der poli­ti­schen Geschich­te oder sogar der Sozi­al­psy­cho­lo­gie etwas Fal­sches sagen, wenn sein Schwer­punkt die kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie ist.

Geht es aller­dings allei­ne um das Renom­mee, den Bekannt­heits­grad, also dar­um, eine "Auto­ri­tät" vor sich zu haben, so ist die­ser nicht auto­ma­tisch eine Kom­pe­tenz zuzu­ord­nen - im Gegen­teil, hier darf und muß die Fra­ge gestellt wer­den auf Grund wel­cher Fach­kennt­nis­se sich die­se Per­son äußert.

Mein Punkt ist, dass ein Wis­sen­schaft­ler viel­leicht pro­mo­viert hat und in sei­nem Fach aner­kannt ist. Oft spricht ein sol­cher Mensch über vie­le Berei­che, die außer­halb sei­nes Fach­ge­bie­tes lie­gen, was bedeu­tet, dass er nicht mehr not­wen­di­ge Auto­ri­tät über die­se The­men hat als Sie oder ich. 

Um fair zu sein:
Es sieht so aus, als ob die­se Tat­sa­che nicht von all­zu vie­len Beob­ach­tern so erfasst wird. Das ist ein gro­ßes Ärger­nis. Ermög­licht es doch man­chem Schar­la­tan so eine Kar­rie­re auf­zu­bau­en und durch die Lan­de zu tin­geln. Leu­te neh­men das ernst was von die­ser Per­son kommt, dabei bestehen die Aus­sa­gen größ­ten­teils aus dem, was außer­halb der Exper­ti­se gesagt wird. Dabei wer­den vie­le all­ge­mei­ne Feh­ler und spe­zi­fisch sach­li­che Feh­ler auf­tre­ten - nur küm­mert es in vie­len sol­chen Fäl­len nie­man­den mehr.

Talk­shows leben davon sol­che *Exper­ten* ein­zu­la­den - und bedau­er­lich ist, dass dabei die soge­nann­te "Publi­kums­wirk­sam­keit" einer Per­son wich­ti­ger ist als deren Wis­sen bzw. die Fer­tig­keit die­ses Wis­sen ver­ständ­lich zu arti­ku­lie­ren. Von der Poli­tik will ich in die­sem Zusam­men­hang gar nicht erst anfan­gen .... sonst schrei­be ich noch in ein paar Wochen.

bookmark_border➀ Wir leben in einer DEMOKRATIE.
Echt jetzt ...? Eine Erörterung in vier Teilen

Teil ➀
Ein­lei­tung, Mythen 1 & 2

Wor­an erken­nen wir, ob ein Staat eine Demo­kra­tie ist?
Wenn unser Staat kei­ne Demo­kra­tie ist, war­um gibt es dann kei­nen Auf­stand um sie wie­der herzurichten? 

Das ist der Aus­gangs­punkt für die Fra­ge­stel­lung im Titel.
Wie wird also das Volk 'zufrie­den' gehal­ten und wie wird den Bür­gern Demo­kra­tie vor­ge­spielt, so glaub­haft, dass sie Ruhe bewahren?

Nun, das Zau­ber­wort heißt "Mythos" - lt. WIKTIONARY: Legen­de, Sage - es wer­den uns bestimm­te Geschich­ten erzählt die zum Beweis die­nen sol­len, dass unser Staat eine Demo­kra­tie ist. 

Wenn etwas sehr häu­fig und aus vie­len Rich­tun­gen wie­der­holt wird muß es doch wahr sein?
Das ist die all­ge­mei­ne Auf­fas­sung und die Mas­se der Bevöl­ke­rung kommt gar nicht erst auf die Idee die­ses (angeb­li­che) Fun­da­ment des Staa­tes in Fra­ge zu stellen.

Vie­le 'bedeu­ten­de' Per­sön­lich­kei­ten ste­hen hin­ter die­sen Aus­sa­gen, wird da behaup­tet. Wer sind die­se Per­sön­lich­kei­ten und wie haben sie sich tat­säch­lich geäu­ßert? Wur­den mög­li­cher­wei­se ihre Wor­te aus dem Zusam­men­hang geris­sen und als Zitat ver­wen­det obwohl die Aus­sa­ge ins­ge­samt eine völ­lig ande­re Ten­denz hat? "Lügen mit Zita­ten" - ein mie­ser Trick der Poli­tik, die sich dafür oft bestimm­ter Mas­sen­blät­ter bedient. Im Gegen­zug wer­den die hand­voll Ver­le­ger sol­cher Mas­sen­zei­tun­gen - die noch im Lan­de bestehen - von der Poli­tik geschützt indem man die vom Vol­ke bezahl­ten Medi­en­an­stal­ten ihrer Archi­ve beraubt weil die Ver­le­ger dar­in "Kon­kur­renz" sehen.

Doch schau­en wir ein­mal genau­er hin wie es um die ver­schie­de­nen Mythen bestellt ist, die uns sug­ge­rie­ren, wir leb­ten in einem demo­kra­ti­schen Staat in dem jede Stim­me glei­ches Gewicht und jeder Bür­ger glei­che Rech­te hat. 

  • Mythos # 1:
    Unser Staat ist eine Demokratie
  • Immer vor gro­ßen (Bun­des­tags-) Wah­len über­bie­ten sich die Poli­ti­ker dabei zu beto­nen wie wich­tig es sei zur Wahl zu gehen. Wor­te. Aber wo sind die Taten?
    Wie ich vor Jah­ren schon in die­sem Bei­trag → Wahl­be­tei­li­gung & Sitz­ver­tei­lung berech­net habe könn­ten wir mit einem alter­na­ti­ven Modell den Bun­des­tag klei­ner machen und viel Geld spa­ren. Zumal wir immer bei Wah­len "Luft­sit­ze" [man nennt sie vor­neh­mer "Über­hang­man­da­te"] haben. Es fehlt aller­dings am Wil­len der Par­tei­en weil sie nicht gewillt sind selbst spar­sam zu sein, son­dern lie­ber an Aus­ga­ben für die Bür­ger sparen.
    Wo frü­her eine gewis­se Ver­läß­lich­keit der poli­ti­schen Rich­tung vor­han­den war fin­den wir heu­te sich ganz schnell dre­hen­de Fähn­lein im Win­de .... ein Bei­spiel aus der vor­letz­ten Wahl in Hes­sen: → Sind "Grü­ne Lügen" die bes­se­ren Lügen? Da haben die Grü­nen vor Bouf­fier als Mini­ster­prä­si­dent gewarnt und nach der Wahl waren sie es, die ihn in den Sat­tel hoben. Kann man sol­che Poli­ti­ker noch ernst neh­men? Oder gar wäh­len? Dann doch lie­ber "Die Lin­ke", trotz ihrer mehr als dubio­sen Ein­stel­lung zur Reli­gi­on ganz allgemein.
    Womit wir beim zwei­ten Mythos ange­kom­men sind:

  • Mythos # 2:
    Unser Wahl­sy­stem ist aus­ge­wo­gen und spie­gelt den Volks­wil­len wieder
  • Nichts an unse­rem Wahl­sy­stem ist "demo­kra­tisch" - abge­se­hen viel­leicht von der Tat­sa­che, dass es kei­nen Betrug an den Urnen gibt. Der Betrug an den Wäh­lern fin­det schon vor­her, ganz offen, bei der Aus­wahl der Kan­di­da­ten und wegen des bestehen­den Wahl­sy­stems statt.

    Kan­di­da­ten wer­den zumeist in den Wahl­krei­sen von der Basis mit-bestimmt. Dar­in steckt schon ein Detail: Vor­schlä­ge kom­men nicht von den Mit­glie­dern, son­dern von extra dazu bestimm­ten Gre­mi­en - mit der faden­schei­ni­gen Begrün­dung man wol­le den Pro­zeß straf­fen und allen Betei­lig­ten Zeit und Auf­wand spa­ren. Es gibt natür­lich Vari­an­ten. Wenn sie, lie­be Lesen­de, wel­che ken­nen, bit­te ver­mer­ken sie es in den Kom­men­ta­ren. Danke!

    Der viel grö­ße­re Betrug am Wäh­ler folgt in der näch­sten Stufe:
    Den Landeslisten.
    Dort wer­den Kan­di­da­ten "abge­si­chert", die die Par­tei­füh­rung unbe­dingt im Par­la­ment haben will.
    Selbst wenn also die Bevöl­ke­rung die­se Per­son satt hat, für unfä­hig hält oder deren Arbeit für unzu­läng­lich und des­we­gen nicht mehr haben will - die Lan­des­li­ste bringt sie wie­der in die Spit­ze bzw. Regie­rung, gegen allen Wider­stand der Wäh­ler, deren Wil­le hier schlicht­weg gefälscht wird, denn die Wahl eines Wahl­kreis­kan­di­da­ten wür­de doch schon völ­lig aus­rei­chen - aber Nein, über die Zweit­stim­me mogeln die Par­tei­obe­ren ihre beson­de­ren Spe­ze­ln wie­der in die Ämter.
    Die wis­sen eben, wie man mit Lob­by­isten umgeht und die Par­tei­spit­zen wis­sen, wer ihnen den größ­ten Rei­bach beschert.

    Gera­de­zu 'pro­phe­tisch' ana­ly­sier­te Gre­gor Gysi schon vor Jah­ren war­um eine Grün­dung der EU schei­tern muß, wenn sie ledig­lich auf einem wirt­schaft­li­chen Fun­da­ment gebaut wird - die Bevöl­ke­run­gen in der EU wur­den nicht gefragt, das haben die Poli­ti­ker ganz allei­ne zu ver­ant­wor­ten - und nun fra­gen wir uns:
    War das Alles rech­tens, war­um wur­den da die Bür­ger nicht ein­be­zo­gen, war das tat­säch­lich eine demo­kra­ti­sche Vor­ge­hens­wei­se? Und wie sieht es mit den wei­te­ren Gre­mi­en der EU aus die ledig­lich von den natio­na­len Par­la­men­ten dort­hin geschickt wer­den? Kei­ne poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung auf­grund von Wah­len, dort fin­det man meist wil­li­ge "Par­tei­sol­da­ten", denen das Aus­schei­den aus der natio­na­len Poli­tik durch groß­zü­gi­ge Diä­ten und Kosten­er­stat­tun­gen leicht gemacht wird, und die dann ihr Mario­net­ten­da­sein bis zum Gro­tes­ken aus­le­ben - sie­he Öttin­ger!

    --------------------------------- So geht es wei­ter .... ---------------------------------

    Fort­set­zung Teil ➁
    Mythen 3 & 4

  • Mythos # 3:
    Unse­re Medi­en, Pres­se, Rund­funk und Fern­se­hen sind die 4. Gewalt und schau­en den ande­ren drei Gewal­ten [Gesetz­ge­bung (Legis­la­ti­ve), Voll­zie­hung (Exe­ku­ti­ve) und Recht­spre­chung (Judi­ka­ti­ve)] auf die Finger.
  • Mythos # 4:
    Unse­re Justiz ist "unab­hän­gig"
  • Fort­set­zung Teil ➂
    Mythen 5 & 6

  • Mythos # 5:
    Die Poli­zei ist unser "Freund & Helfer"
  • Mythos # 6:
    Kon­sum macht glücklich
  • Fort­set­zung Teil ➃
    Mythen 7 & 8 und Schlußüberlegungen

  • Mythos # 7:
    Wer hart arbei­tet sorgt für ein zufrie­de­nes Leben für sich und sei­ne Familie
  • Mythos # 8:
    Jeder Bür­ger des Staa­tes genießt 'per­sön­li­che Freiheit'
  • bookmark_borderDie CSU-Dreifaltigkeit ....

    Die CSU-Drei­fal­tig­keit besteht aus Into­le­ranz, Igno­ranz und Intelligenzmangel.
    So, wie die Umfra­gen aus­se­hen, geht eine Mehr­heit der baye­ri­schen Bür­ger die­ser Par­tei nicht mehr auf den Leim.

    Mer­ke:
    Nicht Jeder der sich in einem Bier­zelt wohlfühlt
    ist danach ein Leben lang immun gegen Vernunft.

    Am Bei­spiel Bay­erns erkennt man die Kün­gel­wirt­schaft zwi­schen Kir­che und Poli­tik, die über Jahr­hun­der­te die Bür­ger gemein­sam geknech­tet hat. Geht es dem "Glau­ben" an den Kra­gen, so folgt auch bald der Unter­gang einer ver­filz­ten Poli­tik zu Ungun­sten der Landeskinder.

    Der Weg bis zur voll­stän­di­gen Besei­ti­gung des Fil­zes aus Poli­tik, Kirche(-n) und Groß­un­ter­neh­men ist schon kür­zer geworden.
    Dennoch:
    Gera­de in die­sem letz­ten Abwehr­ge­fecht der eta­blier­ten Mäch­te wer­den die Ban­da­gen här­ter, mit denen ums Über­le­ben gekämpft wird.

    bookmark_borderVon ausländischen Besserwissern ....

    Der rechts­la­stig-tief­re­li­giö­se Jebe­diah Cle­tus McGee, Jr., aus Whistl­episs, Mis­sis­sip­pi, U.S.A., der noch nie die Gren­zen sei­nes Staa­tes über­schrit­ten hat und kei­ne Fremd­spra­che beherrscht, selbst mit sei­ner Mut­ter­spra­che Schwie­rig­kei­ten hat, weiß ganz genau, was hier bei uns in Deutsch­land los ist. Er hat Prä­si­dent D. Trump im Fern­se­hen reden gehört. Und er läßt sich vom 'smart'phone sei­ner Enkel­toch­ter vor­le­sen was die "Tea Par­ty" und Breit­bart zu sagen haben.

    Seit­dem ist ihm klar:
    - In Deutsch­land gibt es ein Pro­blem mit der Redefreiheit
    - Deutsch­land wird von Mus­li­men über­rollt, es sind Mas­sen, die hier ein­fal­len um das Chri­sten­tum zu zerstören
    - Was die Mus­li­me nicht schaf­fen wer­den die Athe­isten in Deutsch­land vollenden
    - Die Deut­schen wer­den aus­ster­ben weil dort Abtrei­bun­gen legal sind und die Mus­li­ma so viel mehr Kin­der bekommen
    - Es ist über­wie­gend sau­kalt in Deutschland
    - In Deutsch­land ist es im Som­mer so heiß weil es kei­ne Kli­ma­an­la­gen gibt
    - Deut­sche trin­ken täg­lich liter­wei­se Bier
    - Sie lau­fen in Leder­ho­sen und Dirndl herum
    - Deut­sche haben kei­nen Humor
    - Auf deut­schen Auto­bah­nen ist man wegen feh­len­der Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen dem Tode nahe
    - Deut­sche ernäh­ren sich haupt­säch­lich von Wurst und Sauerkraut
    - Wir Deut­schen sind Skla­ven von Putin weil wir aus Russ­land Gas kaufen
    - Wir haben eine sozia­li­sier­te Medi­zin in der Gesun­de für Kran­ke zah­len müssen

    usw.

    Jebe­diah Cle­tus McGee, Jr., aus Whistl­episs, Mis­sis­sip­pi, U.S.A. weiß viel bes­ser als wir Ein­hei­mi­schen wie es hier aus­sieht, was falsch läuft und war­um daher sein Prä­si­dent uns erklä­ren muß, dass wir uns ändern müs­sen oder untergehen. 

    bookmark_borderGrundsätzlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern ....
    *update* [09.02.2019]

    .... und doch fin­de ich mich wie­der dabei genau das zu tun. Las­sen Sie mich mit einem Zitat beginnen:

    .. Die Bericht­erstat­tung ver­stärkt all­zu­oft Panik und Angst, was im Fal­le des Atten­tats von Mün­chen beson­ders deut­lich wur­de. Und sie ver­mit­telt auch jetzt den Ein­druck, als sei es gera­de beson­ders unsi­cher in Deutsch­land zu leben. Obwohl das Gegen­teil der Fall ist. .. Die­se Äng­ste der Men­schen ste­hen in einem gera­de­zu absur­den Miss­ver­hält­nis zu den tat­säch­li­chen Risi­ken für den Einzelnen.
    Obwohl es also kei­ne Zeit in der Geschich­te gab, in der man so sicher in Mit­tel­eu­ro­pa leben konn­te wie jetzt, neh­men die Äng­ste der Men­schen immer stär­ker zu. Man fühlt sich bedroht von Ter­ro­ris­mus, Amok­läu­fern und Flücht­lin­gen, die angeb­lich so vie­le Straf­ta­ten begehen .. 

    [Quel­le]

    Was mich in mei­nem eige­nen Umfeld trau­rig stimmt ist die Unfä­hig­keit Wahr­heit und Lüge aus­ein­an­der zu hal­ten. Ver­nunft wal­ten zu las­sen und sich von Fak­ten, Plau­si­bi­li­tät, nicht Gerüch­ten, lei­ten zu las­sen bevor eine Mei­nung gebil­det wird. Genau die­se Angst und Ver­un­si­che­rung von denen Stad­ler spricht erle­be ich in den Gesprä­chen der letz­ten Tage und Wochen. Es wird geglaubt was an Gerüch­ten bei face­book, hier stell­ver­tre­tend für die soge­nann­ten "sozia­len" Medi­en genannt, oder in irgend­wel­chen dritt­klas­si­gen Anzei­gen­blätt­chen steht, die Alles abschrei­ben was Zei­len füllt - weil sooo vie­le Men­schen ja nicht lügen kön­nen, ganz im Gegen­teil zur Lügen­pres­se, wo Weni­ge, angeb­lich gesteu­ert, die Unwahr­heit verbreiten.

    Nun ist die Pres­se ins­ge­samt selbst Schuld an die­sem Ver­dacht, hat es doch zu vie­le Bei­spie­le gera­de im letz­ten Jahr­zehnt gege­ben, bei denen der stau­nen­den Öffent­lich­keit etwas ver­mit­telt wur­de was sich spä­ter als Ente her­aus­ge­stellt hat. Grund­säz­lich jedoch gibt es bei uns kei­nen Zwei­fel an dem Wahr­heits­wil­len der Medi­en - ledig­lich die Qua­li­tät der Ver­fol­gung die­ses heh­ren Zie­les läßt manch­mal zu wün­schen übrig. 

    *edit* [09.02.2019]

    Ein­schrän­kend zu den Aus­sa­gen des vori­gen Absat­zes kom­me ich mitt­ler­wei­le zu einer ande­ren Schluss­fol­ge­rung hin­sicht­lich der Absich­ten der Pres­se­or­ga­ne: Sie ver­hal­ten sich - ob nun gezielt ver­an­laßt oder per Zufall, wobei ich zu erste­rem ten­die­re - 'staaats­tra­gend', was bedeu­tet, es wird die aktu­el­le Regie­rungs­po­li­tik nicht hin­ter­fragt son­dern ledig­lich kom­men­tiert.
    LINK: "Ehr­lich sein & trotz­dem irre­lei­ten - geht das?"

    */edit*

    Es wird mir bei­spiels­wei­se immer vor­ge­hal­ten wir leb­ten hier, in einer nord­west­fä­li­schen Klein­stadt, auf einer "Insel der Seli­gen" was Kri­mi­na­li­tät ins­ge­samt, im Ver­gleich zu Gewalt­ver­bre­chen und Eigen­tums­de­lik­ten in ghet­to­ähn­li­chen Berei­chen der Groß­städ­te, oder Über­grif­fe bzw. Straf­ta­ten von Aus­län­dern andern­orts, angeht.

    Was die­se 'Über­zeug­ten' - durch Fäl­le in ihrer Umge­bung alar­miert und schockiert - völ­lig ver­ges­sen ist, dass Sta­ti­stik nicht nach ein­zel­nen Berei­chen fragt, son­dern ein Gesamt­bild, einen Über­blick zeich­net. Da mag es einen oder meh­re­re Schwer­punk­te an Kri­mi­na­li­tät irgend­wo im Lan­de geben. Das ändert den­noch nichts an der sta­ti­sti­schen Aus­sa­ge es gäbe weni­ger Kri­mi­na­li­tät in Deutsch­land als vor zehn Jahren:
    Zwar kann punk­tu­ell die Kri­mi­na­li­tät hoch sein, in der Brei­te muß dem aus mathe­ma­ti­schen Grün­den ein Rück­gang ent­ge­gen stehen! 

    Dazu bedarf es aller­dings zwei­er­lei Fertigkeiten:
    Erstens muß man ein wenig Mathe­ma­tik ver­ste­hen, und zwei­tens muß man zur Abstrak­ti­on in der Lage sein, d.h. sich von der punk­tu­el­len Betrach­tung lösen und eine gene­rel­le Sicht einnehmen.

    Die Über­le­gung war­um die Dar­stel­lung des Herrn Stad­ler den­noch stimmt ist ein­fach. Zwei Drit­tel der Bevöl­ke­rung glau­ben lie­ber eine beque­me Lüge als eine unbe­que­me Wahr­heit. Das ent­spricht in etwa dem Anteil der Men­schen die irra­tio­nal, aus dem Bauch her­aus, 'den­ken'(?) und handeln.

    Ohne Selbst­mit­leid sit­ze ich dann und grüb­le über Don Qui­xo­te [Don Qui­jo­te] und Micha­el Kohl­haas, um schließ­lich bei Götz v. Ber­li­chin­gen zu landen ....

    Aktua­li­sier­te Neu­fas­sung; Erst­ver­öf­fent­li­chung: 31. Jul 2016 um 4:37h

    bookmark_borderAlt & Jung ....

    Es hat schon sei­ne Grün­de, war­um ab einem bestimm­ten Lebens­al­ter Kin­der sich von ihren Eltern lösen und eige­ne Wege gehen ....

    Frü­her war ich der Auf­fas­sung das müß­te nicht so sein.

    Heu­te bin ich geneigt anzu­neh­men, dass das eine Grund­ge­setz­lich­keit der Natur ist, so wie im Früh­jahr die Blät­ter sprie­ßen und im Herbst wie­der run­ter fal­len .... Vie­le Klei­nig­kei­ten, die bei engem Zusam­men­le­ben stö­rend wären, ent­fal­len - und ver­bes­sern so den Umgang mit­ein­an­der - wenn das Kind erst ein­mal in räum­li­cher Fer­ne von den Eltern wohnt. Kin­der müs­sen ihre eige­nen Erfah­run­gen machen kön­nen. Sie müs­sen auch mal selbst auf die Nase fal­len und sich wie­der aufrappeln. 

    Fami­li­en­le­ben bedeu­tet: Frei­heit, Ver­ant­wor­tung und Pflich­ten, aber auch Ver­bun­den­heit in schwie­ri­gen Situa­tio­nen. Das Gan­ze unter dem Mot­to: Es gibt Nichts was unse­ren Zusam­men­halt auf­bre­chen kann, wir ste­hen zusam­men .... und dafür ist es nicht unbe­dingt nötig zusam­men unter einem Dach zu wohnen!
    Natür­lich gehö­ren Lie­be, Gebor­gen­heit und Akzep­tanz der indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keit unter­ein­an­der dazu - ich erwäh­ne es nur der Voll­stän­dig­keit hal­ber, weil ich es eigent­lich für selbst­ver­ständ­lich halte .... 

    Was noch ergänzt wer­den muß:
    Alters­ge­mäße Ein­sicht gehört mit zu einem gedeih­li­chen Mit­ein­an­der, sie zu ver­lan­gen ist kei­ne Zumu­tung den Kin­dern gegen­über, son­dern eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, die durch das eige­ne Vor­bild gelebt wer­den soll­te. Weder Kin­der noch Eltern kön­nen zu irgend­ei­nem Zeit­punkt stur auf ihrer Sicht der Welt behar­ren - gefragt ist dem­nach immer Kompromißbereitschaft.

    Eltern ver­su­chen oft die Kin­der zu schüt­zen und das bis ins Erwach­se­nen­al­ter. Den Aus­gleich zwi­schen ange­mes­se­ner Nähe zu und ange­mes­se­nem Abstand von den Eltern zu fin­den ist sicher eine schwie­rige Grat­wan­de­rung, vor allem dann, wenn Eltern ungern 'los­las­sen' wollen ....

    Eine glucken­de Mut­ter, die ihre Kin­der nicht in die Welt las­sen will ist häu­fi­ger das Übel (Väter sind nach mei­ner Erfah­rung meist locke­rer was das angeht). Ein Teil der Kin­der schafft es sich trotz aller gegen­tei­li­gen Wün­sche von Eltern­sei­te abzu­set­zen, man­che aber nur, um sich wie­der in eine Abhän­gig­keit von einem Part­ner zu bege­ben und nicht den Schritt in die Eigen­stän­dig­keit zu schaf­fen. Ande­re sit­zen lie­ber noch zu Hau­se im Nest. Mit der Kon­se­quen­z, dass es des Öf­te­ren hef­tig­ste Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Alt und Jung gibt. Aber noch nicht hef­tig genug für man­che Jun­gen, um den end­gül­ti­gen Absprung zu schaffen.

    Schlimm ist es immer dann, wenn Kin­der den Eltern zur Last wer­den und sie das zu spü­ren bekom­men. Das Urver­trau­en, dass Kin­der zu ihren Eltern haben, wird dadurch zer­stört. Mir scheint das der schlimm­ste Fall von Ver­sa­gen der Eltern zu sein.


    Neu­fas­sung unter Ein­be­zie­hung frü­he­rer Kommentare;
    Erst­ver­öf­fent­li­chung: 28.06.2008; 17:11h.

    bookmark_borderGuter Robot - Böser Robot ...?


     

    Wohin man schaut:
    Tech­ni­scher Fort­schritt und Minia­tu­ri­sie­rung. Das ist für sich genom­men bestimmt kei­ne Bedro­hung der mensch­li­chen Exi­stenz und vor allem birgt das, was wir bis­her sehen nur gerin­ge Ansät­ze zur Sor­ge die Com­pu­ter wür­den uns einst 'beherr­schen'.

    Doch wie so oft trügt der Schein, bei genaue­rem Hin­se­hen ent­puppt sich das was wir als "Pro­gram­me" und "Apps" und die dahin­ter lie­gen­den Algo­rith­men sehen als sehr viel beein­träch­ti­gen­der für unse­re Gesell­schaft als gemein­hin ange­nom­men. Wie in dem obi­gen Bild­zi­tat ver­deut­licht wird.

    Es darf aller­dings bezwei­felt wer­den, dass eine Poli­ti­ker­rie­ge wie sie uns der­zeit 'reprä­sen­tiert' dazu in der Lage sein wird die­se Zukunfts­auf­ga­be "Com­pu­ter­ethik" ange­mes­sen zu erle­di­gen. So lan­ge wir in den Rei­hen der Par­la­men­ta­ri­er - natio­nal und auf EU Ebe­ne - mehr Igno­ran­ten als Ken­ner der digi­ta­len Tech­nik und ihrer Pro­gram­mie­rung haben, wer­den eini­ge Weni­ge bestim­men wohin die Ten­denz geht .... und das wird bestimmt nicht zu Gun­sten von Mei­nungs­frei­heit, Frei­heit zu publi­zie­ren und per­sön­li­cher Frei­heit des Ein­zel­nen ausgehen.

    bookmark_borderNoch mal zu "Unterschichtgetöse" ....
    *update* [13.03.2020]


    .


    ftn

    [Dis­kus­si­ons­bei­trag aus fol­gen­der Quel­le]

    Als ich am 13. August 2015 mei­nen Arti­kel zum soge­nann­ten "RAP" schrieb for­mu­lier­te ich so ' .. Es ist eine Anein­an­der­rei­hung von übel­ster Gos­sen­spra­che, mit ras­si­sti­schen Unter­tö­nen .. und Macho­pa­ro­len gespickt .. '

    Sol­che Mach­wer­ke auch noch mit Prei­sen aus­zu­zeich­nen, weil ein Teil der irre­ge­lei­te­ten Jugend - wegen man­geln­der Anlei­tung in Geschmacks­fra­gen aus ihrem Eltern­haus - eine Zeit lang sol­chen Dreck gut fin­det, min­de­stens so lan­ge, bis nach der Puber­tät bei ihnen wie­der der Kopf ihre Hand­lun­gen bestimmt, ist der Tri­umph von Geld über Verstand.

    Hier zeigt sich, dass die gesell­schaft­li­chen Wer­te sich schon sehr weit ver­scho­ben haben, heim­lich, still und lei­se ist mora­li­sches Den­ken "out" und der Run nach dem Geld "in" gewor­den - koste es was es wolle! 

    Der Autor des oben gezeig­ten Zita­tes ist dabei noch freund­lich, wenn er "RAP" als "Musi­gen­re" bezeich­net, für was ich das hal­te kann ich hier nicht hinschreiben ....

    *update* [13.03.2020]
    Zu wel­chen Fol­gen die­se Hofie­rung von Ver­brei­tern sol­cher ver­ton­ten Unver­schämt­hei­ten führt kann man dort → „Ich kann ger­ne Täter wer­den“: Fler und die para­so­zia­le Bedro­hung nach­le­sen - das soll­te jeden ver­nünf­tig den­ken­den Men­schen gegen die­ses Lum­pen­pack mit Gos­sen­spra­che auf die Bar­ri­ka­den bringen!
    Und kom­me mir nie­mand mit "künst­le­ri­scher Freiheit"!
    Wer sich der­art als Bedro­hung erweist gehört wegen Gemein­ge­fähr­lich­keit aus dem Ver­kehr gezogen.