bookmark_borderWas die Evolution so alles bestimmt
  oder: Wie der Sterbeprozeß aus biologischer Sicht gesehen werden kann

Wir sind es gewohnt, unse­re Umwelt nach bestimm­ten Kri­te­ri­en zu beur­tei­len. Da spie­len ästhe­ti­sche Über­le­gun­gen eine grö­ße­re Rol­le als die zugrun­de lie­gen­den prag­ma­ti­schen Abläu­fe der Steue­rung und Rück­kopp­lung, die in Wahr­heit jedes Lebe­we­sen bestim­men. Ein nied­li­ches Kätz­chen und ein put­zi­ger Wel­pe sind Orga­nis­men, die durch gene­ti­sche Steue­run­gen bestehen und erhal­ten wer­den. Bei einer emo­tio­na­len Betrach­tung sieht man ande­re Eigen­schaf­ten als die, die die­se Orga­nis­men am Leben halten.

Es ist ja so, dass wir - gene­tisch vor­be­stimmt- uns zum Indi­vi­du­um ent­wickeln. Zu einem gerin­gen Anteil erler­nen wir zusätz­lich in den frü­hen Lebens­jah­ren noch all das, was nötig ist ein selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Von den gere­gel­ten Abläu­fen der Organ­funk­ti­on, der Steue­rung durch das Gehirn und die­ses wie­der­um abhän­gig von den Außen­rei­zen, die vom Gehirn ver­ar­bei­tet und in sei­ne Steue­rungs­funk­ti­on ein­ge­baut wer­den, mer­ken wir im Regel­fall nicht viel. 

Wenn aller­dings eine - manch­mal auch nur sehr klei­ne - Funk­ti­ons­stö­rung auf­tritt, kann das wohl­aus­ge­wo­ge­ne Zusam­men­spiel der Pro­zes­se gefähr­lich aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten. Je nach­dem auf wel­cher Ebe­ne der Steue­rung das pas­siert kommt es zu Fol­ge­er­schei­nun­gen - von deren Stö­rung man manch­mal erst sehr viel spä­ter etwas erkennt, weil sie sehr lang­sam verlaufen.

Ganz ein­fach ist das mit einem Mobi­le zu vergleichen:
Jede Stö­rung, also eine Aus­len­kung des Gleich­ge­wich­tes, führt zu einer Reak­ti­on aller vor­han­de­nen Teil­ge­wich­te und es ent­steht dort Cha­os, wo zuvor Aus­ge­wo­gen­heit bestand.

Sehr inter­es­sant ist die­ser Umstand wenn man an die Abläu­fe wäh­rend des Ster­bens denkt. Was vor­der­grün­dig - weil es vom Nor­mal­fall abweicht - als Unord­nung erscheint ist in Wahr­heit eine genau­so prä­zi­se Tak­tung der Abläu­fe, wie sie für das Fort­be­stehen des Lebens vor­han­den und unab­ding­bar sind.
So genau wie man den Fort­gang des Ster­be­pro­zes­ses beschrei­ben kann, so unge­nau ist die Erkennt­nis zu den Ursa­chen. Nicht das, was oft als Aus­lö­ser ver­mu­tet wird muss die­sen Pfad ins Ver­der­ben, die Ein­lei­tung des Ster­bens bedeuten. 

Hier möch­te ich eine Über­le­gung zum Tier­reich im all­ge­mei­nen ein­fü­gen. Die mei­sten Tie­re ster­ben nicht einen natür­li­chen (Alters-) Tod. Sie ster­ben durch Gewalt­an­wen­dung eines Fein­des. Sie wer­den getö­tet und gefres­sen. Da hat die Evo­lu­ti­on ledig­lich Mecha­nis­men für die maxi­ma­le Abwehr dem Feind gegen­über ent­wickelt: Mit allen Reser­ven wehrt sich "Beu­te" dage­gen gefres­sen zu wer­den - und zwar so lan­ge, bis der Tod eintritt.

Beim Men­schen hin­ge­gen ist das anders gere­gelt. In den vie­len Tau­sen­den von Jah­ren der mensch­li­chen Ent­wick­lung hat sich eine stu­fen­wei­se ablau­fen­de Reak­ti­ons­ket­te aus­ge­bil­det, die mit nur gerin­gen Varia­tio­nen in Zeit und Inten­si­tät bei allen ster­ben­den Men­schen zu beob­ach­ten ist. Dies alles hier noch­mal auf­zu­li­sten wäre müßig. Da gibt es ver­schie­de­ne, recht aus­sa­ge­kräf­ti­ge, anschau­li­che Quel­len [sie­he ganz unten], die das sehr gut darstellen.

Sicher bei alle­dem ist aller­dings auch, dass gera­de die "Fort­schrit­te" der moder­nen Medi­zin, die rund ums Ster­ben ange­prie­sen oder gar auf­ge­zwun­gen wer­den, eine ekla­tan­te Ver­nach­läs­si­gung der bis­her vor­han­de­nen Erkennt­nis­se zu den phy­sio­lo­gi­schen Abläu­fen wäh­rend des Ster­be­pro­zes­ses sind. Die mei­sten Maß­nah­men sind sogar dazu geeig­net das Gegen­teil von dem zu bewir­ken was sie bewir­ken sol­len: Dass näm­lich die Ster­ben­den in Stil­le, ohne Qua­len und psy­chi­sche Auf­ruhr, vor allem ohne Schmer­zen 'gehen' kön­nen und ihr Leben fried­lich beenden.

Künst­li­che Ernäh­rung, zwangs­wei­se Flüs­sig­keits­zu­fuhr, Tech­ni­ken der Wie­der­be­le­bung (die häu­figst zum Koma führt) sei­en hier nur bei­spiel­haft genannt.

"Fort­schritt", der die bio­lo­gi­schen Grund­la­gen außer Acht lässt ist in Wahr­heit genau das Gegen­teil des­sen, was man dem Wort­sinn ent­spre­chend annimmt: Wahnsinn.

Und wofür wird die­ser Fir­le­fanz veranstaltet?
Wie stets geht es auch da um Geld.
Die Ster­ben­den noch ein Zeit lang am Leben zu hal­ten und das Unaus­weich­li­che her­aus­zu­zö­gern bedeu­tet "Kas­se machen" mit nutz­lo­sen Metho­den und Mit­teln - weil die­se Pati­en­ten nie wie­der zu einem selbst­be­stimm­ten Leben gesun­den werden.

Dem ist nur mit einer Pati­en­ten­ver­fü­gung zu begeg­nen! Die soll­te man mit dem Haus­arzt bespre­chen und aus­fül­len, ggf. dort und bei nahen Ver­wand­ten hinterlegen. 

Han­deln Sie umge­hend, denn: Der Tod ist gewiss, die Stun­de unge­wiss ….*

Quel­len zum Nach­le­sen über Abläu­fe rund um das Ster­ben aus ver­schie­de­ner Sicht:
1. Wor­an erkennt man den bevor­ste­hen­den Tod?
2. Den Ster­be­pro­zess erken­nen: Das sind die Anzei­chen des Todes
3. Anzei­chen der letz­ten Lebensphasen
4. Anzei­chen des nahen­den Todes
5. Beglei­tung im Sterbeprozess

[Die­se Auf­li­stung bedeu­tet nicht, dass ich mit allen geäu­ßer­ten Dar­stel­lun­gen und Über­le­gun­gen ein­ver­stan­den bin oder sie als abso­lu­te Wahr­heit bezeich­nen will. Sie sind jedoch ein guter Anhalt, um den Ster­be­pro­zess bes­ser zu verstehen.]

 
Sie­he → *

bookmark_borderDie Kurven deuten auf das Ende hin ....

Zitat:
» .. Der selbst­er­nann­te „Edel­pri­mat“ auf der Höhe sei­ner „Schaf­fens­kraft“...
→ ver­mehrt sich im Übermaß,
→ plün­dert die Welt­mee­re und gibt ihnen als Dan­ke­schön Pla­stik-Müll­stru­del von kon­ti­nen­ta­len Aus­ma­ßen zurück, die, als Mikro- und Nano­pla­stik zer­ma­len(sic!), Ein­gang in die Nah­rungs­ket­te — nicht nur der Mee­res­be­woh­ner — finden,
→ plün­dert und ver­gif­tet Seen, Flüs­se und Süßwasserreservoire,
→ ver­pe­stet die land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen und ist für deren Ero­si­on verantwortlich,
→ „pro­du­ziert“ in Tier-KZs Fol­ter-Fleisch und ver­braucht gigan­ti­sche Anbau­flä­chen zur Pro­duk­ti­on des erfor­der­li­chen pflanz­li­chen Futtermaterials,
→ ver­nich­tet Regen­wäl­der im Rekordtempo,
→ beraubt die Mit­welt rück­sichts­los ihrer Lebens­räu­me und dezi­miert die Arten­viel­falt in atem­be­rau­ben­der Schnel­lig­keit ..
«

[QUELLE: Ull­rich Mies: Pla­ne­ta­rer Super­gau; Der Homo sapi­ens sapi­ens erweist sich als evo­lu­tio­nä­re Fehl­ent­wick­lung.Sams­tag, 19. Okto­ber 2019, 13:00 Uhr].

[QUELLE Abbil­dun­gen: Charts ].

Fast alle Kur­ven die hier gezeigt wer­den sind Expo­nen­ti­al­kur­ven - ich habe schon zuvor stets dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man die Aus­wir­kung der gemes­se­nen Para­me­ter erst ganz zum Schluß erkennt, dann, wenn es zu spät ist Gegen­maß­nah­men einzuleiten.


Offen­bar wird, dass Poli­ti­ker in allen Län­dern nicht ver­stan­den haben, wie nah wir am (sprich­wört­li­chen) Abgrund ste­hen, und dass es nicht mehr "Fünf-vor-Zwölf", son­dern "Eine-Minu­te-nach-Mit­ter­nacht" ist. Zu spät.
 

 

In meh­re­ren Arti­keln habe ich zum The­ma "Ver­nich­tung des Homo sapi­ens durch sich selbst - eine Fehl­ent­wick­lung der Evo­lu­ti­on erweist sich als Todes­ur­teil für den Pla­ne­ten" Stel­lung genom­men und es von ver­schie­de­ner Sei­te beleuch­tet. Nun las ich den oben zitierten/verlinkten Arti­kel bei "rubi­kon" und fand dort eini­ge Abbil­dun­gen zu der Ent­wick­lung in den letz­ten ca. 70 Jah­ren. Erschreckend, wie alle Para­me­ter genau die­se Ein­schät­zung der Selbst­zer­stö­rung untermauern. 

Aber viel­leicht ist es tat­säch­lich so, dass unse­re Bestim­mung auf die­sem Pla­ne­ten ist den Unter­gang der Lebe­we­sen zu beschleu­ni­gen - um danach aus den Resten der Erb­infor­ma­ti­on, die den Unter­gang über­le­ben wird, eine neue Flo­ra und Fau­na ent­ste­hen zu las­sen, die es bes­ser ver­steht mit den Res­sour­cen umzugehen.

Wei­te­re Arti­kel zum Thema:

- Erkennt­nis­se las­sen sich nicht 'dis­ku­tie­ren': Expo­nen­ti­ell - sag' ich doch schon länger ....

- Palm­öl­spe­ku­la­ti­on - doch der Umwelt­scha­den kann nicht rück­gän­gig gemacht wer­den: Revi­si­ted: Die 'GIER' tri­um­phiert .... *update* (04−01−2017)

- Was zum 'Ver­ste­hen' fehlt: Erkenn­ba­re Mängel

- Die Expo­nen­ti­al­funk­ti­on, bild­lich dar­ge­stellt: Halb voll, ganz voll ....

- Auch die Welt­be­völ­ke­rung wächst expo­nen­ti­ell: Die Welt­be­völ­ke­rung steigt und die vor­han­de­nen Resour­cen schwin­den .... *ÜBERSETZUNG*

- Gren­zen des Ver­ständ­nis­ses der Welt: Unge­eig­net!

- Fest­hal­ten an der Fik­ti­on es kön­ne ewi­ges Wachs­tum geben: Vom "Wachs­tum"

- Wie wir die Grund­la­gen unse­res Daseins auf dem Pla­ne­ten selbst zer­stö­ren: Im Nebel her­um stochern ....

- Bis 2050 end­gül­tig "CO2-neu­tral" ist 25 Jah­re zu spät: Noch uto­pi­scher ....

- Zurück zu manu­el­ler Arbeits­kraft: Plä­doy­er für die Abschaf­fung aller Gar­ten­klein­ge­rä­te die mit Moto­ren betrie­ben werden

bookmark_borderBody Focus "Leberentgiftung"
[Body Fokus Clean Body Restart]
*update* [12.12.2024]*update* [29.08.2023]; *update* [27.01.2023];

*update* [12.12.2024]
Wenn Sie es eilig haben und nicht den gan­zen Arti­kel lesen wol­len sehen Sie sich bit­te das kur­ze Video von Dr. Hege­düs an:
Zum Video
Fazit: Sie brau­chen festen Wil­len - kei­ne Pillen!
Schon erst Recht kei­ne über­teu­er­ten Kräu­ter­mi­sch­nun­gen ohne jeden Wirkbeweis!

Mehr *ech­tes Wis­sen zur Human­me­di­zin* fin­den Sie → HIER

HINWEIS:
Die Links in die­sem Arti­kel sind teil­wei­se still­ge­legt, weil die Betrei­ber der Sei­ten "Body Fokus" an die ver­link­ten Stel­len Pro­dukt­wer­bung gelegt haben. Wer sol­che Mani­pu­la­tio­nen aus­führt hat offen­sicht­lich sehr wenig Ver­trau­en in die Wirk­sam­keit sei­nes Produkt.

Wenn Sie nun doch noch mehr zum Pro­dukt **Body Focus "Leber­ent­gif­tung" [Body Fokus Clean Body Restart]** lesen wol­len, dann las­sen Sie uns 'mal gemein­sam über­le­gen:

Bevor Men­schen etwas über die Ernäh­rung wis­sen konn­ten, weil es noch kei­ne 'moder­ne' Wis­sen­schaft gab, wie haben die nur über­lebt? Sie wuss­ten nichts von *basi­schen Schlacken*, von *Über­säue­rung* oder von *Leber­ent­gif­tung*, und doch wur­den sie ver­hält­nis­mä­ßig alt, man­che gar älter als die Gren­ze, die heu­te durch die Wis­sen­schaft als "durch­schnitt­li­che Lebens­er­war­tung" defi­niert wird.

Wäre es da nicht rich­tig anzu­neh­men, dass die­se oben genann­ten Stö­run­gen - und die nur stell­ver­tre­tend für man­nig­fal­ti­ge ande­re ste­hen - ent­we­der kei­nen Ein­fluss auf die Lebens­er­war­tung haben, oder mög­li­cher­wei­se Erfin­dun­gen von Betrü­gern sind, die sol­che Gefah­ren erfin­den um dann sogleich die *Hei­lung* dafür anzu­bie­ten?

Der lan­gen Rei­he sol­cher "end­lich gefun­de­nen, end­gül­ti­gen und nicht mehr zu über­tref­fen­den Behand­lungs­me­tho­de" kön­nen wir nun ein wei­te­res bahn­bre­chen­des Kon­glo­me­rat von Kräu­tern und Mine­ra­li­en zugesellen:


[Bildquelle:screenshot]

" .. IN ÜBER 200 STUDIEN VON ÄRZTEN UND FORSCHERN BELEGT .. " wird da getönt und wenn man etwas genau­er hin­sieht han­delt es sich um wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten die mit dem ange­prie­se­nen Pro­dukt nur eines gemein haben:
Die Begrif­fe, die ver­wen­det wer­den - inhalt­lich aller­dings besteht kein Bezug!
 

Nicht das Pro­dukt "Body­Fo­kus - clean body restart" wur­de in die­sen 200 Quel­len unter­sucht, son­dern Ein­zel­sub­stan­zen. Und die nicht etwa zusam­men, son­dern jeweils für sich. Zu kei­ner der Quel­len gibt es Links unter denen man nach­se­hen kann WAS denn Gegen­stand der Unter­su­chun­gen war. Da kann jeder her­kom­men und eine Liste machen deren Bedeu­tung man nicht nach­prü­fen kann. Der Ver­dacht liegt daher nahe, dass es sich ledig­lich um eine (Vor-)Täuschung von Wis­sen­schaft han­delt die Lai­en beein­drucken soll.

Daher haben die 'wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen von Ärz­ten und For­schern' hin­sicht­lich der Wir­kung des ange­prie­se­nen Pro­duk­tes kei­ner­lei Aussagekraft.
[Schon sprach­lich ent­lar­ven sich die­se Betrü­ger: "Ärz­te" die wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen machen sind näm­lich For­scher - die Autoren set­zen jedoch dar­auf, dass die Leser nur wahr­neh­men "wich­ti­ge Men­schen mit ver­tief­ten Kennt­nis­sen" und weni­ger dar­auf ach­ten, was tat­säch­lich die Aus­sa­ge ist.]

Der als Eides­hel­fer & Exper­te auf­tre­ten­de "Dr. Kar­sten Lind­ner, Natur­heil­pra­xis" hat sich nun dar­auf ver­legt Koch­re­zep­te anzu­bie­ten, und "nein" dahin kommt hier kein Link.

Mitt­ler­wei­le gibt es einen wei­te­ren Verkaufshelfer :
Eine Pro­mo­ti­on ist KEIN Beweis für die Wahr­heit der Aus­sa­gen, sie ist ein Beweis dafür, dass der besag­te Dr. meist kurz nach dem Examen eine wis­sen­schaft­li­che Arbeit vor­ge­legt hat und dafür pro­mo­viert wurde.
Es ist KEINE Gewähr dafür, dass die­ser Dr. Roland Schul­ze Erfah­run­gen auf dem Gebiet der Pflan­zen­phy­sio­lo­gie, der Phar­ma­ko­lo­gie oder spe­zi­ell zu die­sem Pro­dukt hat.
Es beweist nur die Wahr­heit des Sat­zes "Für Geld da kann man Vie­les kau­fen", auch Wis­sen­schaft­ler, die für ein Pro­dukt wer­ben, des­sen Wir­kung nicht nach­weis­bar ist.
Ein Heil­prak­ti­ker, der 'Erfah­run­gen' hat - aller­dings feh­len die wis­sen­schaft­li­chen Quel­len, die Stu­di­en zu dem emp­foh­le­nen Pro­dukt. Bauch­fett weg ohne Anstren­gun­gen der Pati­en­ten: Ein unhalt­ba­res Ver­spre­chen. Da hel­fen kei­ne Pillen ....


*update* [18.04.2021] Anstatt auf eine Wer­be­sei­te unter dem Fir­men­na­men zu ver­wei­sen wird nun die Wer­bung von einer neu­en Sei­te aus trans­por­tiert: Stich­wort "Leber ent­gif­ten!" und da pas­siert genau das, was ich ganz oben als erstes Warn­si­gnal genannt habe.
Wenn ihnen etwas als mög­li­che Stö­rung oder Krank­heits­ur­sa­che genannt wird - und gleich danach das 'Heil­mit­tel' bewor­ben wird - dann dür­fen Sie getrost davon aus­ge­hen, dass das Mit­tel unwirk­sam ist und sie nur viel Geld kostet ohne zu wir­ken.
 
 

 
Nach eini­gem Suchen fand ich die Inhalts­stof­fe des Pro­duk­tes bei ama­zon. Auf den Wer­be­sei­ten der Fir­ma waren sie frü­her ver­steckt, jetzt sind sie deut­li­cher ange­zeigt, aber ver­schie­den von dem, was frü­her an Inhalts­stof­fen vor­han­den war:

Nun wäre es sehr wich­tig zu erfah­ren, wel­che Wir­kung jede der genann­ten Sub­stan­zen auf die Leber hat und wie das mit der Aus­sa­ge *Ent­gif­tung* zusam­men­hängt. Anders aus­ge­drückt: Wel­ches *Gift* wird durch wel­che Sub­stanz *ent­gif­tet* und war­um kann es die Leber plötz­lich nicht mehr selbst erle­di­gen, wo sie es doch seit Anbe­ginn der Mensch­heit bis­her immer konn­te?


Doch wen­den wir uns nun den Tat­sa­chen zu:
Wenn ihre Leber es nicht mehr schafft die wich­tig­ste Arbeit für die sie da ist zu erle­di­gen - näm­lich ihren Kör­per von Gift­stof­fen und allen Pro­duk­ten des Stoff­wech­sels zu befrei­en, die poten­zi­ell gefähr­dend sein könn­ten - dann sind Sie dem Tode geweiht und ein paar zusam­men­ge­wür­fel­te Pflan­zen­stof­fe und Mine­ra­li­en wer­den Sie bestimmt nicht retten!
Es steht immer noch die Aus­sa­ge der Anzei­ge im Raum:
" .. 1 Pflan­ze ent­gif­tet ihre Leber .. "
Ja, wel­che der vie­len ent­hal­te­nen Pflan­zen ist das denn?
Und was genau tut die­se Pflan­ze in der Leber?
WIE müs­sen wir uns die­se angeb­li­che "Ent­gif­tung" vorstellen?
So vie­le Fra­gen - und nir­gend­wo gibt der Her­stel­ler eine Antwort.
Das fin­de ich höchst ver­däch­tig, denn wer etwas anpreist soll­te doch dar­über etwas genau­er sagen und erklä­ren kön­nen. Sonst hat man den Ver­dacht, es gäbe in Wahr­heit nichts zu erklä­ren ...!
 

  Die mensch­li­che Leber nutzt täg­lich nur jeweils einen Teil ihrer Gesamtleistung:
Man kann sich das so vor­stel­len, als ob Wel­len über die Mas­se des Organs lau­fen und dort jeweils 'gear­bei­tet' wird, wäh­rend die übri­gen Tei­le ruhen und sich regenerieren.
Die Leber­funk­ti­on ist so auch dann sicher, wenn es ein­mal zu einer höhe­ren Bela­stung als nor­mal kommt - nor­mal sind etwa 20% der Leber­ma­sse *aktiv*.

Ganz neu ist, dass man von Her­stel­ler­sei­te nun offen­bar eine Agen­tur beauf­tragt hat posi­ti­ve Berich­te von ver­meint­li­chen Nut­zern des Pro­duk­tes zu ver­fas­sen und so die Beden­ken zu zer­streu­en - schau­en Sie sich das erste Bild an, eine angeb­li­che "Benut­ze­rin" [ → BILD 1BILD 2] ist 2020 ver­stor­ben!¹¹ . Doch außer "soll­te, könn­te, wür­de, hät­te, mög­li­cher­wei­se, nach Ansicht" ist im Text nir­gend­wo etwas Hand­fe­stes zum Beweis vorgelegt.

¹¹ update: Die Anzei­ge ist mitt­ler­wei­le nur noch im Archiv zu finden

Ein glat­ter Witz ist ein Test (!) mit einer Test­per­son - das Ergeb­nis natür­lich 4,5 Ster­ne. Wie "Wis­sen­schaft" geht hat bei die­ser Agen­tur offen­bar noch nie jemand gelernt, wahr­schein­lich hat dort auch nie­mand eine Uni­ver­si­tät von innen gese­hen - außer viel­leicht als Besucher.
Sehen Sie selbst:


MERKE:
Ein "Test" mit einer Per­son ist "Mei­nung", kei­ne "Wis­sen­schaft".

[Wis­sen­schaft­li­che Tests erfor­dern aus sta­ti­sti­schen Grün­den um Feh­ler aus­zu­schlie­ssen min­de­stens ca. 120 Testpersonen]

Unter "Schwur­bel­schwatz" ver­ste­he ich sol­che Spra­che, die zwar wis­sen­schaft­lich und kor­rekt klingt, aller­dings kei­ner ernst­haf­ten Über­prü­fung stand­hält, die also vie­le Wor­te für Null Inhalt braucht um Lesen­de zu ver­wir­ren. Oder die etwas emp­fiehlt, was ein­leuch­tend klingt und des­sen Ein­satz weder nutzt noch scha­det - also nur Zeit verschwendet.

 

Schwur­bel­schwatz 1 → " .. FOCUS-Online-Autorin Dör­the Seu­bert; Aktua­li­siert am Frei­tag, 16.11.2018, 15:46; Die Leber ist ein wich­ti­ges Organ und hat als Ent­gif­tungs­zen­tra­le unse­res Kör­pers jede Men­ge zu tun. Um sie vor einem Burn­out zu schüt­zen, soll­te die Leber ein­mal im Jahr ent­gif­tet wer­den. FOCUS Online ver­rät unter­schied­li­che Metho­den für eine natür­li­che Ent­gif­tung der Leber .. "

Schwur­bel­schwatz 2 → Leber ent­gif­ten: Die­se Mit­tel rei­ni­gen die Leber ganz natür­lich; 5. Febru­ar 2018 von Lea Her­mann. " .. Tipps zum Ent­gif­ten der Leber: der Leberwickel.

Tat­säch­li­che Infor­ma­ti­on mit wis­sen­schaft­li­chem Anspruch:

→ Doc­Check Leber, von alt­grie­chisch: hepar
WIKIPEDIA Die Leber
ONKO INTERNETPORTAL Leber - Ana­to­mie und Funktion
Bio- & Phar­ma­ana­ly­tik Wie die Leber ihr eige­nes Wachs­tum steu­ert; " .. Nach­wach­sen­de Leber
Wun­der­sa­mes Organ: War­um sich unse­re Leber so gut rege­ne­riert; 10.10.2018 | Autor/Redakteur: Chri­sti­na A. Becker/Dr. Ilka Ottleben .. "
→ ".. Detox ist ein Mär­chen. „Non­sen­se“ nennt es gar der bri­ti­sche Alter­na­tiv­me­di­zi­ner Edzard Ernst. Im „Guar­di­an“ erklär­te er vor eini­ger Zeit, war­um: „Wenn sich Gif­te in unse­rem Kör­per sam­meln wür­den, die wir nicht aus­schei­den könn­ten, wür­den wir ster­ben.“ Ein gesun­der Kör­per hat ja ohne­hin Leber, Nie­ren, Lun­gen, Darm und Haut. Kurz gesagt: Das Ent­gif­ten, das macht der Orga­nis­mus ganz allein .."

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*update* (27.01.2023)
Wis­sen­schaft­li­che Infor­ma­tio­nen die erklä­ren war­um es kei­ne "Stoff­wech­sel­schlacken" geben kann:

1. Ein­fach erklärt mit anschau­li­chen Beispielen:
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Die Detox-Lüge: Inter­view mit Nata­lie Grams in „Don­na“; 9. Janu­ar 2020 von Bernd Harder.

3. Sehr Kom­ple­xe Dar­stel­lung der che­mi­schen Grund­la­gen des Säu­re-Basen-Haus­hal­tes des Menschen:
Säu­re Basen Haushalt

*update* [29.08.2023]
Die­se Ver­trei­ber von ver­meint­li­chen Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln set­zen auf den Wunsch der Eltern das Beste für ihr Kind zu tun - und sind so ver­ant­wort­lich für man­che uner­klär­li­che Krank­heits­er­schei­nung deren Ursa­che genau die­se "Kin­der­prä­pa­ra­te" sind:
Nur das Beste fürs Kind? - Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel für die Klein­sten geben Anlass zu gro­ßen Beden­ken.
Die­se Leu­te schrecken nicht davor zurück Kin­der zu schä­di­gen um Geld zu schef­feln - noch weni­ger schrecken sie davor zurück Erwach­se­ne wis­sent­lich mit unnüt­zem Kram voll­zu­stop­fen und schlimm­ste Neben­wir­kun­gen in Kauf zu nehmen ...!

bookmark_borderWo lag ATLANTIS
und wer sind die ATLANT(I)ER gewesen?
*update* [02.04.2019]; NEU *update* [11.09.2019]

Klei­ner Exkurs zur Ein­stim­mung auf das The­ma, bit­te gedul­den Sie sich ein wenig, Atlan­tis kommt gegen Ende die­ses Bei­tra­ges dran ....

Vor ein paar Tagen las ich einen Bei­trag der sich mit den WAL­DORF-Schu­len beschäf­tig­te. Eher um Zeit tot zu schla­gen. Weil mein Bild von die­sen Ein­rich­tun­gen zwar vage, aber doch umfas­send genug war, um es als eine Rand­er­schei­nung des der­zei­tig wie­der auf­le­ben­den Eso-Trends abzutun. 


Vor ein paar Tagen gab es eine Sen­dung beim SWR zu "100 Jah­re Wal­dorf" die bereits vor ihrer Aus­trah­lung - mit Recht! - hef­ti­ge Reak­tio­nen her­vor­rief. Da wur­de die 'Wal­dorf­päd­ago­gik' über den grü­nen Klee gelobt und es gab in 45 Minu­ten einen ein­zi­gen kri­ti­schen Satz zu hören.
Der NDR / Zapp hat einen objek­ti­ven, kor­ri­gie­ren­den Bei­trag dazu ver­fasst, den man sich unter die­sem Link anse­hen kann

SWR-Doku: Nähe der Autorin zu Waldorfschulen

 
Seit den spä­ten sech­zi­ger und frü­hen sieb­zi­ger Jah­ren schos­sen eini­ge die­ser Schu­len aus dem Boden. Noch­mals 'ange­heizt' durch päd­ago­gi­sche Expe­ri­men­te wie die "anti­au­to­ri­tä­re Erzie­hung" nach A.S. Neill [theo­rie und pra­xis der anti­au­to­ri­tä­ren erzie­hung; das bei­spiel sum­merhill; rororo; 6707-6708] 

Zitat (nach A.S. Neill) ".. Nur das Bewusst­sein, als respek­tier­tes Indi­vi­du­um einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft auf­zu­wach­sen, befä­higt Men­schen, sich zu selbst­be­wuss­ten, krea­ti­ven gemein­schafts- und kon­flikt­fä­hi­gen Per­sön­lich­kei­ten zu ent­wickeln, wel­che den Anfor­de­run­gen einer moder­nen Lei­stungs­ge­sell­schaft gewach­sen sind .."

Die soge­nann­te "Wal­dorf-Päd­ago­gik" ist hin­ge­gen das genaue Gegen­teil des­sen, was Neill pro­pa­gier­te und in sei­nem Expe­ri­ment "sum­merhill" - das immer noch besteht - auch prak­tisch zum Erfolg führ­te: Sie will die Per­sön­lich­keit der Ler­nen­den auf die The­sen und Erkennt­nis­se des Wal­dorf-Grün­ders und Apo­lo­ge­ten Rudolf Stei­ner ein­schwö­ren - und dazu bedient sie sich wahl­wei­se sub­ti­ler oder ganz offen­sicht­li­cher Metho­den, die man als "Gehirn­wä­sche" bezeich­nen kann. Das (höchst umstrit­te­ne) Gedan­ken­ge­bäu­de des Anthro­po­so­phis­mus basiert auf Annah­men, Spe­ku­la­tio­nen und Erfin­dun­gen von nie statt­ge­hab­ten geschicht­li­chen Ereignissen.

Hier sei­en je ein Bei­spiel in Wort und Abbil­dung gezeigt - die 'pars-pro-toto' - für die­se Schar­la­ta­ne­rie ste­hen, die über vie­le Jahr­zehn­te eine Rei­he bedeu­ten­der Köp­fe als Anhän­ger hat­te & bedau­er­li­cher­wei­se immer noch hat. Dabei scheint es mir fast sicher, dass man­che die­ser Pro­mi­nen­ten nicht das kom­plet­te Gedan­ken­ge­bäu­de kann­ten auf dem sich die Steiner'schen The­sen auf­bau­en ("click!" auf die Abbil­dun­gen vergrößert).

tafel 
 altlantischevorfahren

Es bleibt aller­dings abschlie­ßend zu vermerken:
Längst sind die unbe­wie­se­nen Ver­mu­tun­gen und völ­lig will­kür­li­chen Ein­tei­lun­gen der mensch­li­chen Ent­wick­lung¹ durch die tat­säch­li­che Wis­sen­schaft (Bio­lo­gie / Che­mie / Medi­zin) wider­legt, sie bil­den aller­dings auch heu­te noch das Grund­ge­rüst der Wal­dorf-Insti­tu­tio­nen. Gut gemischt mit einer pseu­do-christ­li­chen Ideo­lo­gie und ras­si­sti­schem Men­schen­bild in dem die ARIER die Füh­rungs­ras­se darstellen.
Na, das kommt uns doch gleich irgend­wie bekannt vor ....

Doch nun end­lich zu ATLANTIS² zitiert „Aus der Akasha-Chronik“: 

Die Vor­fah­ren der Atlan­tier wohn­ten auf einem ver­schwun­de­nen Lan­des­teil, des­sen Haupt­ge­biet süd­lich vom heu­ti­gen Asi­en lag. Man nennt sie in theo­so­phi­schen Schrif­ten die Lemu­rier. Nach­dem die­se durch ver­schie­de­ne Ent­wick­lungs­stu­fen gegan­gen waren, kam der größ­te Teil in Ver­fall. Er wur­de zu ver­küm­mer­ten Men­schen, deren Nach­kom­men heu­te noch als soge­nann­te wil­de Völ­ker gewis­se Tei­le der Erde bewoh­nen. Nur ein klei­ner Teil der lemu­ri­schen Mensch­heit war zur Fort­ent­wick­lung fähig. Aus die­sen bil­de­ten sich die Atlan­tier. – Auch spä­ter fand wie­der etwas ähn­li­ches statt. Die größ­te Mas­se der atlan­ti­schen Bevöl­ke­rung kam in Ver­fall, und von einem klei­nen Teil stam­men die soge­nann­ten Ari­er ab, zu denen unse­re gegen­wär­ti­ge Kul­tur­mensch­heit gehört.
Lemu­rier, Atlan­tier und Ari­er sind, nach der Benen­nung der Geheim­wis­sen­schaft, Wur­zel­ras­sen der Menschheit.“

Sehen Sie, lie­be Leser, so genau weiß auch der Herr Stei­ner nicht WO Atlan­tis gele­gen haben soll - und Bewei­se für sei­ne Annah­men? Wel­cher Anthro­po­soph braucht schon so etwas 'pro­fa­nes' wie Bewei­se, da reicht es schon das Gedan­ken­ge­bäu­de über­zeu­gend vorzutragen. 

______________________________________________________ 

¹
- 0 – 7 Jah­re wird der phy­si­sche Leib entwickelt,
– von 8 – 14 Jah­re der Ätherleib,
– von 15 – 21 Jah­re der Astralleib,
– vom 21 Lebens­jahr an das ‘Ich’ – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

²
Rudolf Stei­ner, „Aus der Aka­sha-Chro­nik“, GA 11, Rudolf Stei­ner Ver­lag, Dornach/Schweiz, 1986, Sei­te 32


[Abbil­dun­gen & Zita­te aus­zugs­wei­se aus "ruhr­ba­ro­ne"]
 

*update*


*2. update*
Es ist skan­da­lös, wie von Zuschau­er­geld für den öffent­li­chen Rund­funk für die­sen Wal­dorf-Unfug auch noch kosten­lo­se Rekla­me gemacht wird, wobei das Publi­kum durch man­gel­haf­te Erklä­rung der Her­kunft sol­cher päd­ago­gi­scher "Erkennt­nis­se" in die Irre geführt wird!

*3.update*


Sie­he hier­zu den Arti­kel → SWR, das "Super­Wal­dorf­Ra­dio"?


→ *update* [11.09.2019]
Es gibt Men­schen, die ent­ge­gen jeder Ver­nunft, natur­wis­sen­schaft­li­chen Grund­er­kennt­nis­sen und unter Ver­nach­läs­si­gung aller bis­he­ri­gen For­schungs­er­geb­nis­se, immer noch glau­ben(!) erklä­ren zu kön­nen wo Atlan­tis liegt:
Nicht auf der Erde, im Meer, irgend­wo auf unse­rem Pla­ne­ten. Son­dern im All, dem HIMMELSMEER. Es ist ein *Mut­ter­schiff* oder eine *Raum­sta­ti­on* der Ali­ens, der "Atlan­tier".
Da sind Sie nun baff, nicht wahr? 

 
[Erst­ver­öf­fet­li­chung: 04. Jul 2018 um 8:02]

 

bookmark_borderGeschlechtsunterschiede ..!?

Kürz­lich hat­te ich dar­über geschrie­ben, dass Wis­sen­schaft­ler nicht gleich kom­pe­tent über jed­we­des Fach­ge­biet Aus­sa­gen tref­fen kön­nen. Nun bin ich auf ein Video des bekann­ten Fern­seh­pro­fes­sors Lesch gesto­ßen und an einem Satz hän­gen­ge­blie­ben - der lautet:

" .. Es las­sen sich kei­ne geschlechts­spe­zi­fi­schen Aus­prä­gun­gen bestimm­ter [Gehirn-] Area­le erken­nen. Tat­säch­lich sind die Unter­schie­de der Fähig­kei­ten inner­halb eines Geschlechts grö­ßer als zwi­schen den Geschlechtern .. "

[Ab 04:12 min im Video]

Bei die­sen Unter­su­chun­gen ging es um Ori­en­tie­rung, mit beson­de­rer Fra­ge­stel­lung ob sich die Lei­stun­gen unter­schei­den und ob sich Unter­schie­de sicht­bar machen las­sen (per CT¹).
Das ist aller­dings aus mei­ner Sicht des­we­gen unbe­deu­tend, weil der Satz von Prof. Lesch so wie er im Video geäu­ßert wird nicht zutref­fend sein kann.

Geht man von einer Varia­bi­li­tät zwi­schen den Gren­zen "hoch" bzw "tief" aus, so muß sich eine Gauß'sche Ver­tei­lung ["Nor­mal­ver­tei­lung"] erge­ben, inner­halb derer die Lei­stun­gen lie­gen - und zwar zwei ver­schie­de­ne Kur­ven, wenn man Män­ner und Frau­en unter­sucht. Es ist kaum zu erwar­ten, dass die­se Kur­ven total iden­tisch sind, allei­ne durch den Meß­feh­ler müs­sen Unter­schie­de vor­han­den sein.

Das ergibt zwei Kur­ven­bil­der, die hier nur exem­pla­risch dar­ge­stellt sind und nicht die tat­säch­li­chen Befun­de dar­stel­len - aller­dings den tat­säch­li­chen Befun­den prin­zi­pi­ell ähn­lich sein dürf­ten (Frau­en rechts, Män­ner links):

 
Schiebt man nun die­se Kur­ven über­ein­an­der so ergibt sich, dass der Satz von Lesch nicht stim­men kann.
Der Unter­schied zwi­schen den Per­so­nen eines Geschlechts kann nicht grö­ßer sein als zwi­schen den Geschlech­tern. Die Kur­ven könn­ten höch­stens neben­ein­an­der lie­gen - dann wäre der Teil der Aus­sa­ge " .. grö­ßer als zwi­schen den Geschlech­tern .. " falsch.

Wenn Befun­de 'zwi­schen den Geschlech­tern' grö­ßer sein wür­den, so lägen sie trotz­dem kur­ven­mä­ßig über­ein­an­der - und damit ist die Aus­sa­ge 'inner­halb eines Geschlechts' nie zutreffend.

¹ Com­pu­ter­to­mo­gra­phie

bookmark_borderÜber den Nicht-Biologen der ganz sicher ist, dass die Biologen von Biologie nichts verstehen

Der Ori­gi­nal­ti­tel lau­te­te: "About That Non-Bio­lo­gist Who Is Sure Bio­lo­gists Got Bio­lo­gy Wrong" " .. Let’s sub­tit­le this sto­ry, “Guy who made his care­er in not-bio­lo­gy is con­vin­ced by other not-bio­lo­gists that Biology’s core theo­ry is wrong .. ” - dazu will ich eini­ge Anmer­kun­gen machen.

Zuerst ein­mal dar­über, dass ein Wis­sen­schaft­ler, der auf einem, sei­nem Fach­ge­biet eine Kory­phäe ist, nicht auto­ma­tisch die Kom­pe­tenz hat in einem ande­ren Fach­ge­biet mit­zu­spre­chen. Schon des­we­gen nicht, weil ange­le­se­ne Fak­ten zu einem Spe­zi­al­ge­biet der Bio­lo­gie zu nichts tau­gen als Dilet­tan­tis­mus. Denn nicht umsonst dau­ert das Grund­stu­di­um min­de­stens zwei Jah­re, in denen der ange­hen­de Bio­lo­ge lernt, wie er sich in die­sem Dschun­gel an Fak­ten für die jewei­li­ge Fra­ge­stel­lung den rich­ti­gen Pfad sucht. Wer also die­se Ori­en­tie­rung nicht hat­te endet irgend­wo im Nichts, irrt umher und wenn er sei­ne Umge­bung beschreibt blei­ben wich­ti­ge Aspek­te außen vor. Weil sol­che Neu­lin­ge in der Bio­lo­gie mit Ambi­tio­nen ohne Grund­la­gen­kennt­nis­se nicht ver­ste­hen kön­nen!

Kom­men die­se Nicht-Bio­lo­gen aus einem natur­wis­sen­schaft­li­chen Fach, so soll­ten ihnen die Grund­la­gen wis­sen­schaft­li­cher Vor­ge­hens­wei­se bekannt sein. Das ist kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich, denn wer auf sei­nem (Bio­lo­gie-frem­den) Fach­ge­biet geforscht hat ver­liert irgend­wann den Über­blick über ver­wand­te Berei­che, sei­ne Grund­la­gen­kennt­nis­se ver­al­ten und sind nach meh­re­ren Jahr­zehn­ten nicht bes­ser als die von mit­tel­mä­ßig gebil­de­ten Laien.

Kom­men die Nicht-Bio­lo­gen wie der Herr Gelern­ter¹ aus einem völ­lig ande­ren Wis­sen­schafts­feld, etwa einer Gei­stes­wis­sen­schaft (wohin ich die Arbei­ten des besag­ten Her­ren ein­stu­fen muss, nach allem was über ihn ver­öf­fent­licht ist), so ist schon bei der Aus­wahl der Lite­ra­tur ein Fra­ge­zei­chen zu set­zen. Als Bio­lo­ge traue ich mir bei­spiels­wei­se nicht zu auf dem Gebiet der Infor­ma­tik irgend­wel­che Urtei­le abzu­ge­ben nur weil ich ein paar Grund­vor­le­sun­gen Mathe­ma­tik belegt hat­te, denn da feh­len mir die Grund­la­gen­kennt­nis­se zu Pro­gram­mier­spra­chen - wür­de ich es doch tun, so wäre es nicht mehr als das papa­gei­en­haf­te Nach­plap­pern von Gedan­ken Ande­rer, deren Ein­schät­zung dazu ich gele­sen habe.

Wie es oben schon hieß:

“Guy who made his care­er in not-bio­lo­gy is convinced
by other not-bio­lo­gists that Biology’s core theo­ry is wrong .. ” 

PZ Myers² hat des­we­gen ein ver­nich­ten­des Essay zu dem Buch von Herrn Gelern­ter geschrie­ben, das mit dem Satz endet " .. In other words, fuck off, David Gelern­ter, you arro­gant clown .. " {Mit ande­ren Wor­ten, ver­piss dich, David Gelern­ter, du arro­gan­ter Clown.}

Die Krea­tio­ni­sten- und Christ­li­che-Fun­da­men­ta­li­sten-Sze­ne hin­ge­gen fei­ert die Ver­öf­fent­li­chung des Bio­lo­gie-Dilet­tan­ten Gelern­ter zur Evo­lu­ti­on als 'bahn­bre­chen­de Erkennt­nis' - end­lich hat 'mal einer deren Quatsch namens "Intel­li­gent Design" so Ernst genom­men wie er vom 'Dis­co­very Insti­tu­te'³ unter die Leu­te gebracht wird. 

¹ David Gelern­ter US-ame­ri­ka­ni­scher Infor­ma­ti­ker und Kulturjournalist.
² PZ Myers US-ame­ri­ka­ni­scher Bio­lo­ge. Er lehrt als Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­ty of Min­ne­so­ta in Morris.
³ Dis­co­very Insti­tu­te; Wiki­pe­dia sagt: " .. Das Insti­tut pro­du­ziert und ver­brei­tet Medi­en, in denen mit vor­geb­lich wis­sen­schaft­li­cher Metho­dik ver­sucht wird, kon­ser­va­ti­ve und evan­ge­li­ka­le Per­spek­ti­ven zu belegen .."

Zum Wei­ter­le­sen:

- Von Pseu­do­wis­sen­schaf­ten .... (14.04.2015)
Zu uni­ver­si­tär ver­tre­te­nen Pseudo-Wissenschaften;
- Mit Wis­sen­schaft tun sich selbst Wis­sen­schaft­ler schwer (01.10.2018)
Samm­lung von Links zu Arti­keln über Wis­sen­schaft und den Miß­brauch von Wissenschaft;
- Wis­sen­schaft­li­cher Fort­schritt *update* (28.11.2018)
Die Häme der Unkun­di­gen und Gie­ri­gen trieft aus den Zei­len ihrer öffent­li­chen Ein­las­sun­gen .. Akti­vi­sten wer­den als 'welt­fremd' und 'fort­schritts­feind­lich' ver­ächt­lich gemacht;
- Von Allah und Wis­sen­schaft *update* [07.02.2019]
Der Ver­such, Wis­sen­schaft unter den Vor­be­halt reli­giö­ser Kom­pa­ti­bi­li­tät zu stellen;
- ... eine wis­sen­schaft­li­che Grund­ein­stel­lung ... (05.08.2019)
Wenn etwas für ein poli­ti­sches Argu­ment 'pas­send gemacht' wer­den soll.

bookmark_borderWechselwirkungen

Herr Schla­bon­ski hat kürz­lich in einem Kom­men­tar eine Wech­sel­wir­kung ange­spro­chen:

".. Kein Tier auf der Welt geht mit der­sel­ben nach­hal­tig um, sie alle wer­den nur von ihren Freß­fein­den und/oder durch Nah­rungs­man­gel dar­an gehin­dert, auf Dau­er “über ihre Ver­hält­nis­se zu leben” .."

Die­se Aus­sa­ge kommt den wah­ren Bedin­gun­gen schon recht nahe, ist aber nicht wis­sen­schaft­lich-prä­zi­se, des­halb hier ein paar Aus­füh­run­gen zum Stand der bio­lo­gi­schen Forschung:

Es gibt zwi­schen Jäger und Beu­te (bei den Pflan­zen­fres­sern natür­lich zwi­schen Nahrungspflanze(-n) und Nah­rungs­su­chen­den) eine Wech­sel­be­zie­hung, die man als "Mas­sen­wech­sel" bezeich­net - es ist in etwa eine sinus­kur­ven­ähn­li­che Bewegung.

Gibt es vie­le Fres­ser, dann wer­den die Zah­len der Gefres­se­nen stark redu­ziert. Die Räu­ber fin­den weni­ger Nah­rung und ihre Nach­kom­men­schaft sinkt. Die Beu­te­spe­zi­es erho­len sich und die Indi­vi­du­en­zahl wächst. Als Fol­ge wer­den durch bes­se­re Ernäh­rung die Räu­ber wie­der mehr und so geht das im Wech­sel immer wei­ter .... sofern nicht ande­re Ereig­nis­se auftreten.

Eine Stö­rung die­ses Ablau­fes durch den Men­schen bringt nicht nur dies eine Gleich­ge­wicht zum Wan­ken! Wenn man sich vor­stellt, dass wie­der­um die­se Beu­te­tie­re von ihrer Nah­rung - ande­re Tie­re oder Pflan­zen - abhän­gig sind, so wird schnell klar, dass es sich bei die­sem 'öko­lo­gi­schen Gleich­ge­wicht'¹,² um ein fein aus­ta­rier­tes Gefü­ge han­delt, in dem die gering­ste Stö­rung weit­rei­chen­de Fol­gen hat.

Man kann sich das - stark ver­ein­facht! - wie ein Mobi­le vorstellen:
Eine gerin­ge Aus­len­kung auf einer Sei­te bedingt eine Stö­rung auf der ande­ren Seite.

¹Lexi­kon der Bio­lo­gie: öko­lo­gi­sches Gleichgewicht
²WIKIPEDIA: Öko­lo­gi­sches Gleichgewicht

Abbil­dung "Räu­ber-Beu­te-Bezie­hung" CC BY-SA 3.0  Cur­tis New­ton; 10:55, 20. Apr. 2010 (CEST). Ori­gi­nal uploa­der was Läm­pel at de.wikipedia 17:50, 09. Mai 2007 (CEST).

Abbil­dung "Mobi­le" CC BY-SA 2.0; Mobi­le (sculp­tu­re) in the style of Alex­an­der Cal­der; Hoch­ge­la­den: 13. Sep­tem­ber 2006

bookmark_borderUngeeignet!

Evolu­ti­on ist ein dyna­mi­scher Pro­zess - nur jene Lebe­we­sen, die mit evo­lu­tio­nä­rer Ver­än­de­rung Schritt hal­ten kön­nen, wer­den überleben. 

Die Situa­ti­on der Erde ist kata­stro­phal und fatal - und weil sich in den "Top 10" der Län­der, die zusam­men 45% aller Umwelt­schä­den und schä­di­gen­den Emis­sio­nen ver­ur­sa­chen, nichts wirk­lich Nen­nens­wer­tes tut - scheint das Ende der öko­lo­gi­schen Aus­gleichs­fä­hig­keit gekom­men zu sein und das Über­le­ben der Mensch­heit immer unsicherer.

Wie ich kürz­lich in den Kom­men­ta­ren schon formulierte:

Es ist bestimmt rich­tig, dass Men­schen Vie­les in ihrer Umwelt falsch ein­schät­zen - dafür gibt es eine ein­fa­che bio­lo­gi­sche Erklä­rung, die Bio­lo­gen schon seit mei­ner Stu­di­en­zeit (und wahr­schein­lich auch davor schon) kann­ten. Es ist die Unzu­läng­lich­keit unse­res Gehirns sich auf die­se rasan­te, expo­nen­ti­el­le Ände­rung der Inpu­tra­te ein­zu­stel­len. Die *evo­lu­tio­nä­re Auf­rü­stung* hinkt hin­ter der *tech­nisch-prak­ti­schen Wand­lung* der Umwelt her. Kaum glau­ben wir etwas ver­stan­den zu haben, da hat es sich schon wie­der ver­än­dert - aus die­ser Dis­kre­panz nährt sich das Vor­ur­teil. Wir brau­chen eine Re-Syn­chro­ni­sie­rung der mög­li­chen evo­lu­tio­nä­ren Ände­rung mit der Ent­wick­lung die wir ansto­ßen, sonst wird die Zahl derer, die die Wirk­lich­keit rich­tig ein­schät­zen kön­nen immer kleiner.

Es fällt uns in der Hek­tik des All­tags nicht auf, eine gro­ße Zahl Men­schen wird es nicht ein­mal als Pro­blem erken­nen - und einer noch grö­ße­ren Zahl wird es völ­lig schnup­pe sein, dass es sich so ver­hält. 'Nichts Neu­es!' höre ich da man­che sagen, und ja, es ist ein Pro­blem, das wir seit vie­len Jahr­hun­der­ten haben. Der gro­ße Unter­schied ist allerdings:

Die Sche­re zwi­schen der Fähig­keit die Welt um uns her­um zu ver­ste­hen (grün) und dem Umfang des Fort­schritts, der Men­ge an Infor­ma­ti­ons­zu­wachs (rot) geht stän­dig wei­ter auf.

Ich behaup­te sogar, sie ist so weit aus­ein­an­der, dass es nie­man­den mehr auf die­ser Welt gibt, der alle Infor­ma­tio­nen allei­ne ver­ar­bei­ten, geschwei­ge denn ver­ste­hen kann. Inso­weit war mei­ne For­mu­lie­rung oben '.. sonst wird die Zahl derer, die die Wirk­lich­keit rich­tig ein­schät­zen kön­nen immer klei­ner ..' noch eine sehr opti­mi­sti­sche Sicht der Wirklichkeit.

Wir sind auf die­sem Pla­ne­ten als "Spe­zi­es" [ = Art] eine evo­lu­tio­nä­re Fehl­ent­wick­lung, "unge­eig­net", und des­we­gen wer­den wir - da revi­die­re ich mein vor­her geäu­ßer­tes Votum - untergehen.

bookmark_borderKlimaforschung: Kleines Klima-1x1

02|2019

Die Situation:

1.   Es wird wärmer 

2.   Grund sind unse­re Aktivitäten 

3.   Zwei­fels­frei ...!   

4.   Die Zeit wird knapp 

5.   Noch kön­nen wir den Kol­laps abwenden 

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6.   DAS KLEIN GEDRUCKTE:   

  • Nur wenn umge­hend und umfas­send der Aus­stoß von CO2 redu­ziert, der Ver­brauch von fos­si­len Brenn­stof­fen ein­ge­dämmt und der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gie­er­zeu­gung beschleu­nigt wird. 
  • 02|2019

    bookmark_borderVon "Definitionen" ....

    ".. Des­halb ist Natur­wis­sen­schaft immer nur der aktu­el­le Stand des Irr­tums, Phi­lo­so­phie eine evi­denz­freie Mei­nungs­äu­ße­rung und Reli­gi­on der fest­be­to­nier­te Stand des Irr­tums .."

    [Quel­le]

    In end­lo­sen Dis­kus­sio­nen um die Rele­vanz von Defi­ni­tio­nen fal­len mir immer zwei Extre­me auf:
    Die ganz ver­zag­te Ein­stel­lung es gäbe kei­ne all­ge­mein gül­ti­ge Defi­ni­ti­on, alles sei schließ­lich indi­vi­du­ell, so wie der Mensch, der sie auf­stellt - und die unver­rück­ba­re Über­zeu­gung es ste­he doch für vie­le Berei­che des Lebens schon eine kla­re Beschrei­bung mit end­gül­tig defi­nier­ten Begrif­fen fest. Was sonst noch vor­kommt fällt zwi­schen die­se Extreme.

    Damit könn­te man es gut sein las­sen und sich nicht wei­ter dar­über Gedan­ken machen. Schließ­lich gibt es Wich­ti­ge­res! Ja? Gibt es das? Sind nicht Defi­ni­tio­nen das Gerüst, an dem wir uns, ande­re, das Leben, die Welt und das Uni­ver­sum mes­sen um zu ver­ste­hen? Das kann doch nicht unwich­tig sein.

    Ist es bestimmt auch nicht - nur müs­sen Vor­aus­set­zun­gen ein­ge­hal­ten wer­den, damit Defi­ni­tio­nen einen Sinn haben. Es nützt doch nie­man­dem etwas, wenn man zwar den glei­chen Begriff aus­spricht, dar­un­ter aber etwas grund­sätz­lich Ver­schie­de­nes ver­steht. So ist es denn eine gute Grund­la­ge für Dis­kus­sio­nen sich über die Begrif­fe (und deren Defi­ni­ti­on) ein Bild zu machen, einen Kon­sens herzustellen.

    Von da an wird es schwierig. 

    Die Christ­li­chen - auf deren fest­be­to­nier­te Defi­ni­ti­on der Welt ich hier in die­sem Zusam­men­hang nicht wei­ter ein­ge­hen will - behaup­ten bei­spiels­wei­se die Evo­lu­ti­on sei als "Theo­rie" gekenn­zeich­net. Daher sei ihr Wahr­heits­an­spruch von vorn­her­ein abzu­leh­nen. Da besteht ein grund­sätz­li­cher Gedan­ken­feh­ler, denn "Theo­rie" bedeu­tet natur­wis­sen­schaft­lich etwas ande­res als in gei­stes­wis­sen­schaft­li­cher Deutung.
    Natur­wis­sen­schaft­lich ist es eine offe­ne Aus­sa­ge, da sich durch expe­ri­men­tel­le For­schung, Beob­ach­tung und dar­aus her­zu­lei­ten­de Erkennt­nis die Sicht auf einen Zustand, eine frü­he­re Beweis­füh­rung und deren Ergeb­nis durch­aus ändern kön­nen, ohne dass dabei das gesam­te Gedan­ken­ge­bäu­de zusam­men­brä­che. Neh­men wir als Bei­spiel ein Haus, an dem eine Tür ver­brei­tert wird - dadurch ändert sich nichts Wesent­li­ches am Zweck aber bei der Nutz­bar­keit, denn nun pas­sen grö­ße­re Gegen­stän­de hindurch.
    Gei­stes­wis­sen­schaft­lich betrach­tet ist eine "Theo­rie" so rele­vant wie die ande­re, es gibt kei­ne Mög­lich­keit die Rich­tig­keit der einen oder die Irrig­keit der ande­ren zu bewei­sen. Um ganz deut­lich zu wer­den: Dafür fällt mir kein pas­sen­des Bei­spiel ein. Mög­li­cher­wei­se liegt das dar­an, dass ich Natur- und kein Gei­stes­wis­sen­schaft­ler bin.

    Kön­nen Sie, lie­be Lesen­de, da helfen?

    bookmark_borderMythos "Stein- oder Himalayasalz",
    die "story" macht den Wert ....

    [Die dunk­len Kügel­chen sind Pfefferkörner ]
    ---------------------------------------------------------------------------------

    Koch­salz¹ oder Spei­se­salz = Natri­um­chlo­rid, NaCl

    Che­misch betrach­tet ist "Salz" stets iden­tisch zusam­men­ge­setzt, näm­lich aus Natri­um [Na+] und Chlo­rid [Cl-]. Alle Zusät­ze zu dem Wort "Salz" die­nen entweder 

    • - zur Ver­deut­li­chung der Her­kunft oder 
    • - zur Begrün­dung von Wer­be­aus­sa­gen für Produkte,

    die bei glei­cher Che­mie und phy­sio­lo­gi­scher Wir­kung wesent­lich teu­rer ver­kauft wer­den ohne wirk­lich 'bes­ser' oder 'anders' als das gewöhn­li­che Haus­halts­salz zu 29¢/500g zu sein.

    Stein­salz² (auch Hali­tit oder Salz­ge­stein, gele­gent­lich irre­füh­rend Salz­stein, ver­al­tet Sal gem­mae).
     

    !! Stein­salz ist nichts ande­res als Meer­salz, das vor Mil­lio­nen von Jah­ren durch Aus­trock­nen von gro­ßen Mee­ren entstand. 

    Fleur de Sel³ (deutsch Salz­blu­me, spa­nisch Flor de Sal) ist das teu­er­ste Meer­salz. Bei ent­spre­chen­den Unter­su­chun­gen wur­den in Fleur de Sel die höch­sten Kon­zen­tra­tio­nen an Mikro­pla­stik gefun­den, im dar­un­ter ent­ste­hen­den "grau­en Salz" (sel gris) wur­den in 16 han­dels­üb­li­chen Meer­sal­zen aus acht Län­dern Mikro­pla­stik­par­ti­kel nach­ge­wie­sen.

    Anstatt beson­ders gesund zu sein - was der Preis von Fleur de Sel sug­ge­riert, das pro 100g 4,59 [Kilo­preis: 45,90 €] kostet - kauft man sich so eine höhe­re Kon­zen­tra­ti­on von Pla­stik­par­ti­keln mit ein.

    ! Fleur de Sel:
    Die Salz­blu­me besteht im Mit­tel aus über 97 % Natri­um­chlo­rid, 0,5 % Cal­ci­um­sul­fat, 0,3 % Magne­si­um­chlo­rid, 0,2 % Magne­si­um­sul­fat („Bit­ter­salz“) und etwa 0,1 % Kali­um­chlo­rid [zusam­men = 98%], der Rest [2%] ist ver­blie­be­nes Was­ser (Rest­feuch­te).
    ! Meer­salz:
    Ent­hält wie ande­res Spei­se­salz zu 95 bis 98% Natri­um­chlo­rid und nur gerin­ge Men­gen Mine­ral­stof­fe, aber dafür bis zu 5% Was­ser als Restfeuchte. 

    Noch­mal zum Vergleich: 

    1 kg    Salz (Super­markt)      0,58 €
    1 kg    Salz "Fleur de Sel"    45,90 €

    Es geht auch noch teurer
    Sal de Ibi­za; 1 kg kostet stol­ze 76,70 €

    Heu­te wer­den schät­zungs­wei­se 70 Pro­zent des Welt­ver­brauchs aus Stein­salz gewon­nen, als hoch­prei­si­ges Spei­se­salz kommt vor allem gewa­sche­nes Meer­salz in den Verkauf. 

    Sofern Sie das wert­vol­le (!) Fleur de Sel aus Ver­se­hen oder Schus­se­lig­keit offen ste­hen las­sen zieht es Was­ser an und ver­flüs­sigt sich - daher wird es in Glä­sern mit fest schlie­ßen­dem Deckel verkauft.

    Wenn Sie jetzt denken:
    Na gut, dann gehe ich eben lie­ber in die nächst­ge­le­ge­ne HIMA­LA­YA-Stein­salz-Grot­te, die wird als "natür­lich & gesund, hilft bei Atem­be­schwer­den" bewor­ben, und atme das Salz-Luft-Gemisch ein, das wird mir hel­fen .... nein, da holen Sie sich höch­stens einen Schnup­fen oder Schlim­me­res, denn durch die Ver­wir­be­lung der ange­feuch­te­ten Luft leben Viren län­ger und ver­tei­len sich bes­ser als an ande­ren Orten.

    Fah­ren Sie lie­ber an die See und gehen dort am Strand spa­zie­ren - das ist alle­mal die bes­se­re Wahl.

    ¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Speisesalz
    ² https://de.wikipedia.org/wiki/Steinsalz
    ³ https://de.wikipedia.org/wiki/Meersalz

    ---------------------------------------------------------------------------------------------

    [Bil­der:

    1. Kri­stall­struk­tur-Abbil­dung: Von Solid Sta­te - Eige­nes Werk, Gemein­frei, Link
    2. Salz & Pfef­fer Makro­auf­nah­me: By The ori­gi­nal uploa­der was Y6y6y6 at Eng­lish Wiki­pe­dia. - Trans­fer­red from en.wikipedia to Com­mons by IngerAl­Ha­os­ului using Com­monsHel­per., Public Domain, Link
    ]

    bookmark_borderOb Chemie und Physik denken, oder fühlen kann ?

    oder: Wie man sich vor der Erkennt­nis schützt auf einen Schwin­del her­ein­ge­fal­len zu sein.

    " .. was sind wir Men­schen und Tie­re und Pflan­zen doch so von Gott geschaf­fe­ne Wun­der. Das wir über­haupt leben - dazu benö­tigt es unter ande­rem auch ein gut funk­tio­nie­ren­des Immun­sy­stem .. " - das las ich kürz­lich in einem Blog. 

    Die­se The­se des Wir­kens eines "Got­tes" woll­te ich nicht unwi­der­spro­chen ste­hen las­sen. Man soll ja immer den Ver­such unter­neh­men Erkennt­nis zu ver­brei­ten und Men­schen davon abbrin­gen einer Fik­ti­on nach­zu­lau­fen. Des­we­gen habe ich fol­gen­den Text als knap­pe Zusam­men­fas­sung der Evo­lu­ti­ons­leh­re in weni­gen Absät­zen geschrie­ben. Bereit eine Dis­kus­si­on, mit Fak­ten unter­legt, zu führen.

    Lesen sie selbst was ich schrieb:

     
    "Wir sind, da haben Sie recht, Gebil­de aus vie­len sehr fein auf­ein­an­der abge­stimm­ten Pro­zes­sen - und alle sind che­mi­scher Natur. 

    Wie wir mitt­ler­wei­le auch wis­sen, sind wir ein­mal aus die­sen bak­te­ri­en­ähn­li­chen Lebe­we­sen her­vor­ge­gan­gen. Eini­ge haben sich durch Zufall zusam­men geballt und so wur­den die ersten Viel­zel­ler daraus. 

    Das war von Vor­teil, denn nun konn­ten sie ihre klei­ne­ren Vet­tern auf­fres­sen und schnel­ler wach­sen, sich tei­len, und mehr werden .... 

    Was wir jetzt auf der Erde sehen ist das Ergeb­nis von Jahr­mil­lio­nen von klein­sten Schrit­ten, die völ­lig ohne jede Ord­nung ein­an­der folgen. 

    Rein zufäl­lig - und vor allem stand dahin­ter kei­ne höhe­re Macht, son­dern es ent­wickel­te sich Alles was jetzt lebt nach den Grund­sät­zen von Che­mie und Physik."


    Als Ant­wort kam:
    " .. Ob Che­mie und Phy­sik den­ken, oder füh­len kann ? Aber bit­te las­sen wir das - bevor es zu sich ver­be­to­nie­ren­den Recht­ha­be­rei­en kommt .. " - das muß ich akzep­tie­ren, sein Blog, sei­ne Ent­schei­dung das The­ma nicht wei­ter dort zu ver­fol­gen. Mei­ne Ant­wort wäre gewesen:

     
    "Den­ken" oder "füh­len" sind dem Grun­de nach eben­falls che­mi­sche Pro­zes­se, sie fin­den im Gehirn statt und las­sen sich mitt­ler­wei­le durch die For­schungs­ar­bei­ten von Jah­re­zehn­ten sehr genau beschrei­ben - und sogar reproduzieren.

     
    Die Ent­schei­dung den Dia­log abzu­bre­chen fin­de ich sehr bedau­er­lich, denn Erkennt­nis gewinnt man nur, wenn man sich dar­auf ein­läßt die eige­nen Stand­punk­te, Ideen und Kennt­nis­se zu über­prü­fen und sie mit dem fort­schrei­ten­den Wis­sen abzugleichen.

    Letz­te­res ist in Reli­gio­nen nicht sehr beliebt, sie leben ja davon ihre Schäf­chen vom Den­ken & von Zwei­feln abzu­hal­ten, denn wer denkt könn­te dar­auf kom­men, dass das Geschäftsmodell 

     
    "Ich erklä­re dir eine höchst unwahr­schein­li­che Geschich­te die du mir glau­ben sollst und dafür gibst du mir einen Teil dei­ner Ein­künf­te damit ich dir noch mehr absur­de Geschich­ten erzäh­len kann!"

     
    beson­ders denen nützt, die sich als Inter­pre­ten des Wil­lens eines angeb­lich vor­han­de­nen höhe­ren Wesens ausgeben. 

    Selbst­ver­ständ­lich ist mei­ne weni­ge Zei­len lan­ge Geschich­te der Evo­lu­ti­on auf unse­rem Pla­ne­ten [grün hin­ter­legt] nicht voll­stän­dig und sehr pau­schal dar­ge­stellt - sie trifft aller­dings den Kern der Erkennt­nis­se und ist durch vie­le Stu­di­en aus Palä­on­to­lo­gie, Embryo­lo­gie und - in den letz­ten Jah­ren ver­stärkt - auch der Gene­tik unter­legt. Darf daher als "bewie­sen" bezeich­net werden.

    Für die Aus­sa­gen der Reli­gio­nen feh­len jeg­li­che Bewei­se - und was ich kürz­lich in einem Video als "Beweis" sah ist in Wahr­heit nur wie­der eine Behaup­tung die als "Zir­kel­schluß" bezeich­net wird. Der Erzäh­ler sag­te, vor einem Mee­res­strand ste­hend "Sehen sie doch nur die­ses Wun­der, die­sen Oze­an, die Wol­ken, den Strand, all die­se Herr­lich­keit soll nur aus Zufall ent­stan­den sein? Nein, das ist Got­tes Werk!"